Corona Infosperber Gefährdete

Darüber hat Infosperber ausführlich informiert. © is

So hat Infosperber seit Anfang der Corona-Pandemie informiert

Urs P. Gasche /  Gefährdete wurden zu wenig geschützt, was zu Spitalengpässen führte. Lange wollte man das Verbreiten des Virus verhindern.

Experten haben «Lehren aus der Pandemie» veröffentlicht (siehe «Gute Noten für die Corona-Informationen von Infospeber»): Richtig und wichtig waren alle Massnahmen mit dem Ziel, eine Überlastung der Spitäler und der Intensivstationen zu verhindern. Dazu wenig geeignet waren allerdings Massnahmen wie 2G-Vorschriften, massenweise PCR-Tests, die Maskenpflicht im Freien oder die Schliessung von Schulen und Universitäten sowie das Impfen von gesunden Jüngeren. Die meisten dieser Massnahmen trugen zwar dazu bei, dass sich das Virus etwas weniger rasch verbreitete, wie Mathematikerin und Modellrechnerin Tanja Stadler in einer Studie nachwies. Doch sie liess die Frage offen, ob die Massnahmen in diesem Ausmass nötig waren, um eine Überlastung der Spitäler zu vermeiden oder ob sie vielmehr grundlegende Freiheiten unnötig einschränkten.

Infosperber hatte schon früh darüber informiert, 

Auslastung Intensivstationen.IPS:BAG
Auslastung der Intensivstationen seit Beginn der Corona-Epidemie

Von Corona-Leugnern und Impfgegnern hat sich Infosperber mehrmals distanziert (März 2021Mai 2021November 2021).


Falsch lag Infosperber vor allem dann, wenn offizielle Positionen übernommen wurden 

  • Das Coronavirus stamme nicht aus einem Labor (März 2020);
    Nachtrag: Die Autorin legt Wert darauf, dass sie nicht geschrieben habe, das Virus könne nicht aus einem Labor stammen, sondern lediglich, dass es nicht das Produkt einer Manipulation in einem Labor sei.
  • Falls es gelingen würde, die sozialen Kontakte so stark einzuschränken, dass sich niemand mehr ansteckt, wäre das Coronavirus nach drei oder vier Wochen verschwunden (März 2020); 
  • Es bestehe keine Gefahr einer neuen grossen Welle (April 2020), die grosse Coronawelle sei zu Ende (Mai 2020); 
  • Unkritische Wiedergabe von Experten-Aussagen, die Pandemie sei faktisch vorbei (Oktober 2020); 
  • für eine Rückkehr zur Normalität müssten sich einfach möglichst viele Menschen testen lassen (April 2021); 
  • mit dem Covid-Pass könnten sich Geimpfte als virologisch ungefährlich ausweisen (Mai 2021);
  • Geimpfte sind vor schweren Erkrankungen fast ganz geschützt (Juli 2021); 
  • Teilweise falsch war auch der erweckte Eindruck, wonach Vitamin D, HCQ, Ivermectin und Schnelltests Wundermittel gewesen wären, um das Verbreiten des Virus stark zu bremsen und viele schwere Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern (Februar 2021).


Die wichtigsten Informationen chronologisch


März 2020: 

April 2020:

Mai 2020:

Juni 2020:

  • 13 Behauptungen zur Corona-Epidemie als irreführend oder falsch entlarvt: 
    Irreführend: «Fälle» als «Erkrankte» bezeichnet. 
    Falsch: «Gegen das neuartige Virus gibt es in der Bevölkerung keine Immunität».
    Dramatisierend: «Es sterben auch Junge und sogar Kinder». 
    Falsch: «Die Sterblichkeit beträgt 4 oder 5 Prozent». 
    Irreführend: «Es gibt keine Beweise, dass Masken vor einer Ansteckung schützen.»
  • Der Lockdown in Schulen war für viele Kinder schädlich.
  • Die Einteilung in «Neuinfizierte» und «Genesene» weckt den falschen Eindruck, es würden alle Angesteckten krank.
  • Das grösste Ansteckungsrisiko besteht in geschlossenen Räumen.

Juli 2020:

August 2020:

  • Masken reduzieren schwere Erkrankungen.

September 2020:

Oktober 2020:

Dezember 2020:

Januar 2021:

Februar 2021:

März 2021:


April 2021:

Mai 2021

Juni 2021

Juli 2021

August 2021

September 2021:

Oktober 2021:

Dezember 2021:

Januar 2022:

Februar 2022:

März 2022:

April 2022:

Juni 2022:

Juli 2022:

August 2022:

September 2022:

Oktober 2022:

November 2022:

Dezember 2022:

Januar 2023:


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Bericht in eigener Sache.
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

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Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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11 Meinungen

  • am 23.02.2023 um 11:41 Uhr
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    Ganz herzlichen Dank für diese enorme Arbeit!

  • am 23.02.2023 um 12:25 Uhr
    Permalink

    Danke für diese arbeitsintensive Aufstellung. Das Hauptproblem war von Beginn weg, dass nicht klar und offen genug mit Unsicherheit oder Unwissen umgegangen wurde. Wir wussten gleichzeitig zu wenig und zu viel. Mit dem PCR-Test gab es ein Instrument, die Virusverbreitung zu verfolgen, die nicht dem Verlauf der Krankheit entsprach (Angesteckte sind nicht zwangsläufig Kranke und auch nicht zwangsläufig Ansteckende). Kontakte einzuschränken ist sicher keine falsche Massnahme, wenn man die Verbreitung bremsen will. Aber welche? Maskentragen auch nicht. Dass 2- oder 3G-Regeln vor allem die Impfquote erhöhen sollten (was an sich nicht schlecht ist), war eigentlich auch klar. Dass die Impfung nicht sterilisierend sein kann (oder nicht sehr), war auch klar. Wie sollte eine Veränderung im Blut die Atemwegschleimhäute direkt beeinflussen?
    Dies alles schuf ein gewisses Mass an Konfusion, dem wir nicht immer gewachsen waren. Alternativen sind aber schwer zu benennen. Mir fällt nur die App ein.

  • am 23.02.2023 um 12:46 Uhr
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    Besten Dank an das Infosperber-Team für die Auflistung und jeweils sachliche Berichterstattung. Ich schätze es sehr, dass Sie, Herr Gasche zuletzt ein Fazit ziehen, wo Infosperber richtig lag und wo nicht. Das ist für mich guter Journalismus.

  • am 23.02.2023 um 12:52 Uhr
    Permalink

    Ganz herzlich.möchte ich mich hier bedanken,für die Arbeit die Infosperber geleistet hat während der Pandemie. Dies war eine dunkle Zeit für viele von uns und Infosperber wa,in meinen Augen,das einzige Medium das sich offen mit dieser Problematik auseinander gesetzt hat. Vorallem möchte ich mich bedanken,dass ihr, entgegen allen anderen Medien, kritische Menschen nicht diffamiert,ausgelacht und als halbdebile Wissenschaftsleugner gebrandmarkt habt,vie sonst überall Auch diese Aufarbeitung ist Vorbildhaft und sollte anderen Medien als Beispiel dienen,wie es sich gemacht gehört.

  • am 23.02.2023 um 13:50 Uhr
    Permalink

    Etwas Selbstbeweihräucherung des Infosperber? Nun, man darf ja auch mal Freude zeigen an geleister Arbeit. Gut gemacht!
    Zur Berichterstattung rund um die Coronakrise gehörte ausser den Gesundheitsthemen, die hier aufgeführt sind, ja aber auch die Medienkritik. Infosperber hat das gelegentlich behandelt, vielleicht wäre, mit den Medienprofis im Team, auch etwas mehr möglich gewesen. Die Gründe dafür, warum die «Schweinegrippe» vor zwölf Jahren, bei ähnlicher Ausgangslage, nicht zu einer solchen Massenhysterie führte, sind ja eher bei den Medien zu suchen. Oder?

  • am 23.02.2023 um 15:05 Uhr
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    Die schlimmste Entgleisung der letzten 3 Jahre ist ohne Zweifel, dass zur Illustration der vermeintlich massiven Bedrohung der Gesamtbevölkerung durch SARS-CoV-2, Zustände zur «Krise» hochstilisiert wurden, die im Gesundheitswesen leider seit Jahren Usanz sind. Damit konnte man davon ablenken, dass Abermillionen in nutzlose «Massnahmen» investiert wurden, statt die Krise als Chance zu begreifen, um endlich dringend notwendige Reformen im Gesundheitswesen durchzuführen und zu finanzieren. Nach Meinung vieler Public Health-Experten wäre dies mit wesentlich geringerem Aufwand zu realisieren gewesen, als die Abfederung von Shut-Down-Massnahmen, die Finanzierung von Massentests oder der sinnbefreite Einkauf von Impfstoffen. Viele Möchtegern-«Pandemie-Experten» würden in meinen Augen ein wesentlich höheres Ansehen geniessen, wenn sie auf diese Tatsache mindestens genau so vehement hingewiesen hätten, wie das Dauergeschrei nach – möglichst scharfen – Eindämmungs»massnahmen»…

  • am 24.02.2023 um 11:08 Uhr
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    Auch von meiner Seite ein riesiges Dankeschön. Auch hier geht infosperber journalistisch voran und macht aktive Aufarbeitung der letzten drei Jahre. Bravo!

    Mit dem letzten Punkt unter «Falsch lag infosperber …» bin ich allerdings nicht einverstanden. Die «Wundermittel» Vitamin D, HCQ und Ivermectin hätten durchaus sehr positive Effekte auf den Verlauf der Pandemie haben können, wären sie nicht durch Swissmedic blockiert, durch YouTube zensiert oder durch Medien lächerlich gemacht worden. Sie wären auch sehr schnell und äusserst preiswert zur Verfügung gestanden.

    Insbesondere hat Ivermectin mir, meiner Familie und meinen Freunden ausgezeichnete Dienste geleistet. Zudem zeigen die Studienergebnisse bei Ivermectin auch heute noch Erfolgsraten von 82% bei Prophylaxe und 62% bei Frühbehandlung. Welche Werte zeigen sich hier bei den mRNA-Impfstoffen!?

    Die «Wundermittel» müssten deshalb mindestens weiter oben in der Kategorie «(teilweise) richtig» aufgeführt werden!

  • am 24.02.2023 um 14:57 Uhr
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    Vielen Dank für Ihre grossartige Arbeit, Herr Gasche! Ein Leuchtturm des Journalismus in diesen dunklen Zeiten!
    Was ich mich frage: Sie haben soviel Fehlverhalten, Falschrechnerei, Umdeutungen, Verdrehungen, Irreführungen, gekonnte Ignoranz und Mauern aufgedeckt. Darf man da der Gegenseite Vorsatz unterstellen ? Oder war das alles nur «Wir haben’s halt nicht besser gekonnt»? Ich sehe Vorsatz. Und Sie ?

    • Favorit Daumen X
      am 24.02.2023 um 17:21 Uhr
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      Man hätte wohl zusätzlich andere Expertinnen und Experten berücksichtigen sollen, weniger lange vor allem darauf bedacht sein, dass sich das Virus nicht verbreiten kann, weniger Vorurteile haben, sowie transparenter und korrekter informieren müssen. Einen Vorsatz sehe ich bei Behörden und Experten nicht. Grosse Medien haben ihre Rolle als vierte Gewalt sträflich vernachlässigt.

  • am 24.02.2023 um 18:05 Uhr
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    Ganz herzlichen Dank für zwei Jahre sachliche und ausgewogene Information, ohne die ansonsten vorherrschende Panikmache.
    Genau so stelle ich mir seriösen Journalismus vor.

  • am 24.02.2023 um 23:54 Uhr
    Permalink

    Im Frühling 2020 war schönes Wetter. In der Schweiz durfte man, im Unterschied zu vielen anderen Ländern, an die frische Luft oder im Quartierladen einkaufen gehen. Ich unterhielt mich mit Nachbarinnen und Nachbarn, mit gebührendem Abstand. Es war ruhig, und das Wetter war wunderschön. Ich durfte auch meine kleinen Enkelkinder hin und wieder physisch sehen, und manchmal per Facetime. Das Seeufer in Zürich war zwar einige Wochen zugesperrt, aber im Frühsommer öffneten die Badis wieder. Im Spätherbst starben einige Bekannte an Covid. Angst und Vorsicht waren gross. Zu Szenen wie in Bergamo zu Beginn des Jahres 2020 kam es in der Schweiz nicht. Ab Januar 2021 kam dann sehr schnell die damals ersehnte Impfung. Ich weiss nicht: Ich habe die Zeit vor der Polio-Impfung erlebt, eine Mitschülerin erkrankte und trägt bis heute daran. Ich habe die Covid-Massnahmen nicht als wahnsinnig einschränkend erlebt. Ich verstand das Theater, das man wegen ein paar Einschränkungen machte, nicht.

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