Jugedlicher geimpft.ConnChild

Viele Jugendliche lassen sich nur impfen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. © ConnChild

Impfung: Für gesunde Junge sind Risiken grösser als der Nutzen

Urs P. Gasche /  Das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko spricht gegen die Corona-Impfung von gesunden Jungen und Erwachsenen unter 30.

«Die mRNA-Impfung ist für Kinder ab 12 Jahren und Jugendliche ebenso wirksam wie für Erwachsene», meldeten Behörden und Medien sichtlich erfreut. Doch sie beantworteten die Frage nicht, ob das Impfen ab 12 Jahren auch zweckmässig sei. Denn Jugendliche und junge Erwachsene erkranken nach heutigem Wissen wegen einer Corona-Ansteckung äusserst selten so schwer, dass sie hospitalisiert werden müssen oder sogar daran sterben. In Deutschland beispielsweise wurden seit Beginn der Pandemie bis Ende September 2021 von bisher über 500’000 Kindern und Jugendlichen mit Sars-CoV-2 weniger als 0,4 Prozent hospitalisiert und weniger als 0,02 Prozent mussten vorübergehend intensivmedizinisch behandelt werden (Quelle: Robert Koch-Institut). 

Selbst Jüngere mit Vorerkrankungen erkranken nach heutigem Wissen wegen Covid-19 selten so schwer, dass sie hospitalisiert werden müssen oder sogar daran sterben. Aber solche Fälle kommen vor. Doch kein Kind unter 17 sei in Deutschland ausschliesslich an Covid-19 gestorben, zitierte das ZDF den Vorsitzenden der deutschen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, unter Berufung auf die «Stuttgarter Zeitung».

Auch eine schwere systemische Entzündung, PIMS-TS, genannt, die einige Wochen nach einer Ansteckung auftreten, kann, ist sehr selten. Bis zum 3. Oktober 2021 wurden im deutschen PIMS-Register 425 Kinder und Jugendliche erfasst, bei denen es zu einer schweren systemischen Entzündung kam (PIMS). Das entspricht 0,085 Prozent aller bisher positiv getesteten 500’000 Kinder und Jugendlichen oder weniger als einem Kind pro fünf Millionen «Infizierten».

Daily Wire.8.10.2021
Die «New York Times» verbreitete, in den USA seien seit Beginn der Pademie «fast 900’000 Kinder wegen Corona hospitalisiert» worden. Am 7. Oktober erfolgte die Korrektur: Es seien nur «über 63’000» gewesen.

Soweit zum Risiko von Covid-19 für Jugendliche und junge Erwachsene. Jetzt zum Nutzen der Impfung.

Nach Angaben aus Israel verhindert eine vollständige Verimpfung von einer Million 12- bis 17-jährigen Jungs 70 Intensivbehandlungen und 2 Todesfälle. Eine vollständige Verimpfung von einer Million 12- bis 17-jährigen Mädchen verhindert 38 Intensivbehandlungen und 1 Todesfall. Diese Angaben machte Professor Martin Scherer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin. (Podcast in der Ärztezeitung am 13. August 2021).

Fast alle der Jugendlichen, die schwer erkrankten, gehörten zur Risikogruppe mit Vorerkrankungen. Genaue Angaben zu den Vorerkrankungen der Behandelten auf Intensivstationen sind der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Nun zum Risiko der Impfungen.

Pfizer-Impfung führt bei 1 von 10’000 zu einer Entzündung des Herzmuskels

Dass mRNA-Impfungen vor allem bei jungen Männern eine Myokarditis hervorrufen können, war schon bei der Zulassung des Impfstoffs ein Thema. Laut einer am 6. Oktober 2021 im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie kommt es bei 11 von 100’000 geimpften Männern im Alter zwischen 16 und 29 Jahren zu einer solchen Entzündung des Herzmuskels. Drei Viertel der Fälle verliefen mild, ein Viertel mittelschwer («intermediate»).

In einer US-Studie an Männern im Militärdienst, im Mittel 25 Jahre alt, gab es pro etwa 23’000 zweiter Impfdosen einen Fall von Myokarditis. Ohne Impfung würde man Null bis höchstens einen Fall unter 54’500 ungeimpften erwarten.

Auch solche sehr seltene unerwünschte Folgen können in absoluten Zahlen ins Gewicht fallen, wenn Millionen von Jugendlichen und jungen Männern geimpft werden.

Noch unbekannte Langzeitrisiken der neuartigen mRNA-Impfstoffe

Bei diesen völlig neuartigen mRNA-Impfstoffen, deren Nanopartikel und anderen Zusatzstoffen kann es zudem zu unbekannten Langzeitrisiken kommen, auch wenn diese von Impfherstellern und Behörden als unwahrscheinlich eingestuft werden. In der jüngsten Ausgabe des pharma-unabhänigen Arzneimittelbriefs heisst es:
«Die kurz- und mittelfristigen Nebenwirkungen der SARS-CoV-2-Impfstoffe sind bisher wenig systematisch untersucht. Langzeit-Nebenwirkungen können erst während mehrerer Jahre nach der Zulassung erfasst werden. […] Nach unserer Einschätzung sollten die mRNA-basierten SARS-CoV-2-Impfstoffe bei jungen, sonst gesunden, männlichen Personen zurückhaltend eingesetzt werden, da die Nutzen-Risiko-Relation für diese Gruppe nach den bisher vorliegenden und wegen noch fehlender Daten unklar ist.» 

Gesunden Jugendlichen und jungen Erwachsenen bringt die Impfung keinen Nutzen

Sehr seltene gesundheitliche Folgen und unwahrscheinliche Langzeitfolgen der Impfung sind mit dem Nutzen abzuwägen, den die Geimpften davon haben. Für Jugendliche und junge Erwachsene, die an erheblichen Vorerkrankungen oder an starkem Übergewicht leiden, wird eine Impfung nach heutigem Stand des Wissens empfohlen.

Anders sieht es bei der grossen Mehrheit der gesunden Jugendlichen und der gesunden jungen Erwachsenen aus. Ein Vergleich vieler Grippe-Jahrgänge zeige, dass eine Grippe Kinder und Jugendliche stärker trifft als Covid-19, erklärte Professor Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission in Deutschland, im Juni in einem Interview mit der Berliner «taz». Man könne für Kinder und Jugendliche sagen, dass ihr «Risiko, an Covid-19 zu sterben, derzeit rein statistisch gleich null» sei.

Unter dem Titel «Für Jugendliche gibt es kaum einen Grund, sich impfen zu lassen» informierte Infosperber bereits im Juni wie folgt:

Junge Geimpfte haben keinen nennenswerten gesundheitlichen Nutzen

Für Jugendliche, die weder an einer Immunerkrankung leiden noch Lungen- oder Herzprobleme haben, bringen die Corona-Impfstoffe keinen gesundheitlichen Nutzen:

  • Ihr Risiko, wegen Covid-19 zu sterben, ist auch ohne Impfung nahe bei null.
  • Ihr Risiko, wegen Covid-19 schwer zu erkranken, ist auch ohne Impfung nahe bei null.
  • Ihr Risiko, nach einer Virenübertragung mit Erkältungssymptomen zu erkranken, ist nicht grösser als nach einer Influenza-Übertragung. Vorteil: Eine durchgemachte Erkrankung schützt wahrscheinlich besser vor einer künftigen Neuerkrankung als eine Impfung. «Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass die Genesenen ebenso gut, wenn nicht sogar besser als Geimpfte gegen das Virus geschützt sind», bilanzierte die NZZ am 8. Oktober 2021.
  • Die Art und Häufigkeit der Folgen einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 sind für Jugendliche und Kinder vergleichbar mit «vielen anderen Viruserkrankungen», erklärte Professor Arne Simon. Eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 sei «für die Kinder keine Infektion, vor der sie sich dramatisch fürchten müssen.».

Junge brauchen sich nicht impfen zu lassen, um keine Älteren anzustecken

Manchmal wird argumentiert, Junge müssten sich aus Solidarität mit den Älteren impfen lassen. Doch die Betagten, Älteren und sonst Gefährdeten konnten und können sich prioritär impfen lassen. Es ist nicht sinnvoll, Junge zu impfen, bevor alle Älteren und wirklich Gefährdeten, die es möchten, geimpft sind. «Druck ist in dem Zusammenhang schlecht. Ganz besonders auch, weil die Kinder herhalten sollen, um die Impfmüdigkeit der 18- bis 59-Jährigen auszugleichen. Das ist absurd», sagte der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens Ende September

  • Sobald alle Älteren und Gefährdeten sich impfen lassen konnten, ist es äusserst unwahrscheinlich, dass es zu einer Überlastung der Spitäler kommt. Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass die restlichen 5 Prozent zu einer Überlastung der Spitäler beitragen. Nach Angaben des BAG mussten bisher weniger als 10 von 100’000 vollständig Geimpften wegen einer Ansteckung mit Sars-Cov-2 hospitalisiert werden (Tages-Anzeiger vom 8. Oktober 2021).
  • Ältere, die sich nicht impfen lassen wollen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, müssen sich in Eigenverantwortung  – auch wegen anderen Infektionskrankheiten – vor einer Ansteckung selber schützen. Sie können sich ohnehin nicht darauf verlassen, dass alle Jungen geimpft sind, und sie müssen sich auch vor ansteckenden – nicht geimpften und geimpften – Erwachsenen selber schützen.

Präsident der Eidgenössischen Impfkommission blieb ungehört

Christoph Berger, Kinderarzt und Infektiologe am Kinderspital Zürich und Präsident der Eidgenössischen Impfkommission, riet den Jugendlichen im vergangenen Sommer, sich einzig und allein zu ihrem eigenen Schutz vor einer Ansteckung impfen zu lassen. Allerdings ist ein solcher Schutz für die gesunden Jugendlichen nicht nötig, weil ihnen Ansteckung nichts Ernsthaftes anhaben kann. Berger sagte in der NZZ und im Tages-Anzeiger vom 5. Juni 2021:

  • «Eine Impfung sollte in diesem Alter primär dem Eigenschutz dienen. Man darf den Jugendlichen nicht sagen, sie müssten sich impfen lassen, damit die Durchimpfungsrate hoch genug sei. Das ist nicht fair.»
  • «Jugendliche sollen sich nicht impfen lassen, nur um ein Zertifikat zu erhalten, das den Besuch von Fussballspielen erleichtert.» Berger schlägt vor, Jugendlichen wegen einer Impfung gar kein Covid-Zertifikat auszustellen.

Bergers Empfehlung blieb ungehört. Heute lassen sich Jugendliche in grosser Zahl einzig und allein deswegen impfen, weil sie sonst von ihrem sozialen Leben ausgeschlossen bleiben oder an Hochschulen grösseren Schikanen begegnen. Das Testen alle zwei Tage – bald auf eigene Kosten – ist für sie eine zu grosse Hürde.

Impfung gesunder Jüngerer mit fragwürdigem gesellschaftlichem Nutzen

Sehr wenige Menschen erkranken wegen des Virus Sars-CoV-2 schwer oder müssen sogar hospitalisiert oder auf einer Intensivstation behandelt werden. Menschen im Alter von über 65 Jahren sind besonders betroffen, weil viel mehr unter ihnen an namhaften Vorerkrankungen leiden und weil ihr Immunsystem auch altersbedingt schwächer ist. Auch jüngere Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder starkem Übergewicht gehören zur Risikogruppe.

Doch die allermeisten dieser Personen mit stark erhöhtem Risiko, an Covid-19 schwer zu erkranken, haben sich unterdessen impfen lassen. Wie viele Prozent es genau sind, ist nicht bekannt. Die Behörden haben es unterlassen, entsprechende Daten zu erheben oder repräsentative Umfragen zu machen. Ähnlich wenig Daten gibt es zur Frage, wie viele der ungeimpften Personen das Virus bis heute erwischten und deshalb mindestens so stark immun sind, dass sie nach einer erneuten Ansteckung nicht schwer erkranken. 

Geimpfte, die sich anstecken, oder Genesene, die sich anstecken, müssen gegenwärtig so selten hospitalisiert, geschweige denn auf Intensivstationen behandelt werden, dass sie die Spitäler nicht überlasten.

  • Aus diesen Gründen ist es unverhältnismässig, Virusträgern nach der Genesung ein Zertifikat für nur sechs Monate auszustellen. Siehe: «Die Genesenen werden bei den Zertifikaten diskriminiert.»
  • Aus diesen Gründen ist es unverhältnismässig, von Studenten oder Schülern ein Zertifikat zu verlangen.
  • Gesunde Jüngere, die nicht geimpft sind, riskieren eine Erkrankung wie bei Influenza. Gefährdete Jüngere können sich im eigenen Interesse impfen lassen. Tun sie dies nicht, gehen sie das Risiko einer Erkrankung in eigener Verantwortung ein. Schwere Erkrankungen sind bei Jüngeren so selten, dass sie die Spitäler nicht überlasten. 

Fast alle Experten sind sich unterdessen einig, dass das Coronavirus nicht auszurotten ist. Auch künftige Mutationen – zum Guten oder Schlechten – sind nicht zu verhindern. Man denke nur an Afrika, Indien oder Asien.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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24 Meinungen

  • am 12.10.2021 um 11:41 Uhr
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    Impfseren mit unbekannten Inhalten – oder wurden diese nun doch teilweise bekannt?
    Es seien Graphen-Oxyde darin gefunden worden, sogar als Hauptbestandteil.
    Ob dem so ist oder nicht, müsste VOR jeder Applikation geklärt sein, ebenso, was dieses «Nano-Zeug» kurz- oder langfristig im menschlichen Organismus anrichten kann.
    Weshalb gibt es vom BAG keine Informationen?
    Weshalb interessiert das nur wenige Ärzte?
    Falls es keine Graphene in den Seren gäbe, wäre es doch ein leichtes, Fehlinformationen – so es denn solche sind – sachlich zu widerlegen.

    4
    • am 14.10.2021 um 07:35 Uhr
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      ‹Weshalb interessiert das nur wenige Ärzte?›
      Weil Impfungen keine medizinische Massnahmen sind. Impfungen sind Massnahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutz, also politische Massnahmen. Ärzte werden aus einem überzogenen Sicherheitsbedürfnis als Impfsöldner rekrutiert.

      1
  • am 12.10.2021 um 11:57 Uhr
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    «Das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko spricht gegen die Corona-Impfung von gesunden Jungen und Erwachsenen unter 30.» – Das kommt darauf an, wie die Jugendlichen diesen «Nutzen» gewichten. Gerade für «unzertifizierte» Junge kommt der Ausschluss aus vitalen Lebensbereichen fast einem Todesurteil gleich. – Mit der Ausdehnung der Zertifikatspflicht lässt sich der «Nutzen» dieser Impfung noch steigern. Den Möglichkeiten einer verfassungsbefreiten Politik sind keine Grenzen gesetzt. – Bis auf weiteres.

    3
  • am 12.10.2021 um 12:20 Uhr
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    Sehr bedenklich, aber auch aufschlussreich, was diese ehemalige Pharmareferentin über frühere Impfungen, den dunklen Machenschaften der Hersteller, den unkritischen Ärzten, welche gedankenlos Werbegeschenke annehmen aussagt:

    „Es geht nicht um Heilung.“ – Die Perspektive einer ehemaligen Pharmareferentin:

    https://odysee.com/@Politikstube:b/Heil9j-1:4

    3
    • am 13.10.2021 um 18:34 Uhr
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      Das Interview wirkt sehr authentisch. Die Geschäftsethik dürfte sich kaum verändert haben, das Gewissen der Chefs dürfte sich über die Jahre so weit gegen jede Empathie abgehärtet haben, dass diese Leute jetzt zu allem fähig sind. Diesmal werden sie den Bogen überspannen und sich selbst mit ihren Milliarden in den Abgrund reissen. Der Prozess ist nicht mehr zu stoppen. «Sie aber lauern auf ihr eigenes Blut, stellen ihren eigenen Seelen nach.» aus Sprüche 1.

      0
  • am 12.10.2021 um 13:16 Uhr
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    Dass die Summe aller «Massnahmen im Zusammenhang mit Corona» wahrscheinlich nahe für uns, das Volk, die einfachen Leute, NULL bis NEGATIV ist, kann Jeder feststellen, der nachschaut, indem er googelt:::

    Israel Gesamtsterblichkeit — — und auch noch
    Indien Ivermektin — —-
    und sieh dir bitte auch noch — vergleichend — an, wie Corona dort (in Schweden) wo man statt Zwang der Regierung auf Vernunft der Bürger setzte «krank bis tot macht» !

    Denn im spitzenmässig durchgeimpften Israel steigt seit Neuestem die Sterberate —
    und in Indien hat man mit Behandlung der «Corona-beschwerten» mit Ivermektin sehr guten Erfolg —
    und in Schweden fährt man -ohne Zwang- ganz gut !.

    Es sieht sehr danach aus, dass ES –re-gierend —
    –in absolut unakzeptabler Weisel–
    viel mehr Herumgewurschtel und Volks-Verblödung und … und …
    als verlässliche, vertrauenswürdige, gute Arbeit gab !?!

    Die von den meisten Re-Gierungen ergriffenen «besonderen Corona-Massnahmen» richteten nicht nur grossem wirtschaftlichem Schaden an — sondern haben wohl auch gesundheitlich deutlich mehr geschadet als genutzt !? !

    Wir werden es wohl bald wissen – wenn wir nicht «im Zusammenhang mit den Massnahmen unsrer Re-Gierungen» vorher «ab-lebten» !

    Wolf Gerlach
    scheinbar.org

    4
  • am 12.10.2021 um 14:10 Uhr
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    Dazu ein informatives Interview mit Prof. Ch. Aebi, Inselspital Bern: https://m.srf.ch/audio/rendez-vous/wie-sinnvoll-ist-eine-corona-impfung-bei-kindern-christoph-aebi?partId=12001061
    Aus meiner Sicht sähe eine differenzierte Impfstrategie so aus: 1.) Im letzten Lebensdrittel Impfung propagieren, im mittleren Lebensdrittel je nach persönlicher Abwägung, im ersten Lebensdrittel mit Zurückhaltung 2.) Alternativer Impfstoff (insbes. proteinbasiert) anbieten.
    Natürlich ist jetzt der Zug abgefahren, doch die, die bis anhin zögerten brauchen eine klare Strategie. Nur auf eine Karte zu setzten kann gefährlich sein, bei doch vielen offenen Fragen in mehreren Belangen in einer Pandemie.

    2
  • am 12.10.2021 um 14:53 Uhr
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    Die Regel, den Genesenen Zertifikate nur für ein halbes Jahr auszustellen, doppelt Geimpften dagegen für ein ganzes Jahr, ist immunologisch falsch und von Beginn weg eine rein politisch begründete Diskriminierung der Genesenen mit dem Ziel, die Impfquote zu steigern. Weil gesunde Jugendliche und Erwachsene ohne Risikofaktoren sich durch die Ansteckung besser immunisieren als durch die doppelte Impfung, und dies ohne die Spitäler zu überlasten, wäre es sogar angezeigt, die Zertifikate für Genesene auf mindestens ein Jahr zu verlängern, dagegen jene für doppelt Geimpfte zu verkürzen auf neun bis sogar auf nur sechs Monate. Die Genesenen sind überdies besser gegen Mutanten des Virus geschützt wie die Delta-Variante als die Geimpften. Das ständige Starren auf die relativ tiefe Impfquote, ohne Zahlen für die Genesenen systematisch zu erfassen und so die effektive Durchseuchung zu berechnen, die nach Schätzungen in der Schweiz um die 80% betragen dürfte, muss als ebenfalls politisch motivierte absichtliche Unterlassung angeprangert werden.

    2
  • am 12.10.2021 um 15:01 Uhr
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    Zu rechnen ist wie mit Alten scheinbar auch mit Jungen als Teil einer Bevölkerung, die gemäss ihrem Verhalten mehrheitlich als blöd oder gar dumm, oder als obrigkeitshörig, oder als unkritisch, oder als nichts wissen wollend, oder als bequem oder faul, oder einfach nur als vergnügungssüchtig gesehen werden muss!

    5
  • am 12.10.2021 um 16:47 Uhr
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    Ich verstehe nicht, warum hier (immer wieder?) versucht wird, mit vagen Statistiken ein Argument (gg. die Impfung junger Leute) aufzubauen, das jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis widerspricht. Wrsl. aufgrund erwarteter Klickzahlen beim im(p)fosperber…
    Was ausgelassen wurde / falsche dargestellt wurde:
    – Long Covid mit keiner Silbe erwähnt (Schätzungen im einstelligen Prozentbereich)
    – Myokarditis auch als Folge einer Infektion möglich
    – Diskutable Vermischung von Statistiken über 12-30-Jährige & 12-17-Jährige, zudem künstliche Trennung Mann/Frau.

    https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-08-16.html

    15
  • am 12.10.2021 um 19:39 Uhr
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    Siehe auch dort: «Wie endet die Pandemie? Leben mit dem Virus»
    https://covid-strategie.de/wie-endet-die-pandemie/

    Dass SARS-CoV-2 kam um zu bleiben war von Angang an klar, nur will es die Mehrheit nicht wahr haben und besteht zwanghaft auf falschen Lösungen, einer Inflation und Gewinnmaximierung der Hauptaktionäre der Pharmakonzerne.

    4
  • am 12.10.2021 um 22:42 Uhr
    Permalink

    – Herr Gasche, Wie begruenden Sie die Altersgrenze «unter 30» (im Titel)? Mit Ausnahme der Studie im «New England Journal of Medicine» habe ich im Text bzw. den Quellen dazu auf die Schnelle nichts gefunden. Es geht meist eher um Kinder und Jugendliche.

    – Wenn Herzmuskelentzuendungen unter den Nachteilen einer Impfung aufgefuehrt werden, sollte dies auch auf der «Infektionsseite» als Nachteil aufgefuehrt werden. Das Risiko einer Herzmuskelentzuendung durch Covid-19 ist zudem bedeutend hoeher als durch die Impfung.

    – Richtig, Langzeitrisiken der neuartigen mRNA-Impfstoffe sind noch unbekannt bzw. nicht auszuschliessen. Genauso sind auch Langzeitfolgen einer Infektion mit Sars-CoV-2 noch nicht bekannt. Schon deshalb scheint die Aussage » ist ein solcher Schutz für die gesunden Jugendlichen nicht nötig, weil ihnen die Ansteckung nichts Ernsthaftes anhaben kann», aus der Luft gegriffen zu sein. Stichwort «Long Covid» – was im Artikel nicht mal am Rand erwaehnt wird. Gemaess einer Schweizer Studie sind immerhin 2 % der Kinder von Langzeitfolgen betroffen, was bei einer Durchseuchung in absoluten Zahlen sehr viele betrifft. Wie Tanja Stadler im Tagesanzeiger sagte, werden zudem bei einer hohen Infektionszahl auch unter Kindern schwere Faelle auftreten.

    Damit plaediere ich nicht unbedingt fuer eine Impfung von Kindern. Eine Gegenueberstellung der Vor- und Nachteile sollte aber umfassender sein und pauschale und unbelegte Aussagen («nichts Ernsthaftes anhaben») sein lassen.

    6
    • am 13.10.2021 um 11:00 Uhr
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      «Eine Gegenueberstellung der Vor- und Nachteile sollte aber umfassender sein»

      Natürlich kann man immer «umfassender sein»… aber wo sonst finde ich solch gut untermauerte, differenzierte Argumente für und wider Impfung/Einschränkungen etc wie hier? Ein herzliches Dankeschön an infosperber und Herr Gasche.

      Ich bin selber geimpft und überzeugt von den Vorteilen der Impfung für Risikogruppen, sehe aber auch die Risiken der Impfung, die man gegenüberstellen sollte. Gesunde Jüngere haben netto keinen Vorteil aus der Corona-Impfung und das wird hier auch mit Daten/Quellen untermauert.

      Es gibt genügend Beispiele (wie die angesprochene kürzere Zertifikatsdauer für Genesene), die zeigen, dass die Behörden und Medien die Impfung (und Einschränkungen) leider zu positiv darstellen. Der mehr oder weniger gut kaschierte Impfdruck ist mMn kontraproduktiv. Eine Verteufelung ist sicher genauso falsch. Ich bin deshalb froh, dass Herr Gasche seine Argumente gut untermauert… und abgesehen davon, so knapp war der Artikel nun auch nicht 😉

      0
    • am 13.10.2021 um 18:30 Uhr
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      Auf die Herzmuskelentzündungen werden wir nächstens eingehen.

      0
  • am 12.10.2021 um 22:44 Uhr
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    Warum soll die Impfung nur für Junge unnütz sein, sie ist es höchst wahrscheinlich auch für uns älteren.
    Ich habe sicher 3/4 meines Lebens hinter mir, was noch kommt geniesse ich aktiv und ohne mich einem Gentechnischen Experiment zu unterwerfen.
    Aber ich lese und recherchiere oft, da und dort. Zwischen den Zeilen kann man auch lesen wie vieles Verharmlost wird, das wir unbedingt ernst nehmen müssten. Dafür wird nutzloses hochgejubelt und in Bern wird geprügelt statt sich zusammen zu setzen, auch ernsthaft die Nebenwirkungen anzuschauen, dazu wären unsere hochbezahlten Beamten eigentlich da, nicht um Big Pharma Tür und Tor zu öffnen und der Büchse der Pandora den Boden noch mit einem Loch zu versehen.
    Dann haben wir jetzt über 20 Monate Daten gesammelt und siehe da, keinerlei Übersterblichkeit, nie wirklich die Medizin am Anschlag, nur am Jammern wie immer könnte man da sagen. Durchschnitts-Todesalter mit nicht an Corona weit über der Durchschnittlichen Lebenserwartung und unsere «Volksvertreter und Beamten» machen auf Druck und versuchten die Menschen zu etwas zu nötigen, das laut den vorhandenen Zahlen weder Notwendig noch Intelligent ist.
    Aber ein Geschäft vom Feinsten. Pfizer alleine erwarte durch Booster und Kinderimpfung 33 Milliarden Dollar zusätzlich und trägt keinerlei Verantwortung, jeder lässt sich doch «Freiwillig» unter Druck impfen. Der Sturm auf die Jungen und Kinder ist aus meiner Sicht jenseits jeglicher Fairness und Korrektheit!

    4
  • am 12.10.2021 um 23:25 Uhr
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    Das generelle Zertifikat gehört abgeschafft. Es ist nicht medizinisch notwendig. Es ist eine unnötige, ja, hysterische Massnahme, unverständlich und Ausdruck einer autoritären Machtpolitik. Es ist der Schweiz und europäisch-aufklärerischem Gedankengut widersprechend. Eine Schande. Nicht nur Genesene werden diskriminiert, auch die Ungeimpften. Geimpfte sind praktisch geschützt.

    4
  • am 13.10.2021 um 08:23 Uhr
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    ‹Für gesunde Junge sind Risiken grösser als der Nutzen›
    Medizinische (Gegen-) Indikationen zum Impfen berücksichtigen nur Krankheiten, nicht die subjektive Gesundheit. Auch eine schwere Gesundheitsstörung wie Schizophrenie hindert nicht am Impfen. Wie gesund der Impfling ist, spielt keine Rolle, solange er nicht krank ist.

    4
  • am 13.10.2021 um 16:44 Uhr
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    Mittlerweile kam eine Harvard-Studie, welche am 30.09.21 im European Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, zum Ergebnis, dass die Impfquote in keinem Zusammenhang mit der Fallzahl steht. Die Autoren schreiben: «At the country-level, there appears to be no discernable relationship between percentage of population fully vaccinated and new COVID-19 cases in the last 7 days»
    https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-021-00808-7

    Im SRF Artikel «Engagiert sich überhaupt jemand für das Covid-19-Gesetz?» wollte ich auch auf diese Studie hinweisen als Begründung für eine Ablehnung der Gesetzesvorlage. Zwei Mal erstellte ich einen Leserkommentar, keiner wurde freigegeben.

    1
    • am 16.10.2021 um 23:24 Uhr
      Permalink

      Haben sie geprüft, ob beim SRF Links im Kommentar erlaubt sind? Oft werden Kommentare mit http-Links generell nicht publiziert.

      0
    • am 18.10.2021 um 01:13 Uhr
      Permalink

      Da ich das nicht wusste, jedoch vermutete (da ich noch nie einen Leserkommentar mit Link im SRF gelesen habe), habe ich vorsichtshalber keinen Link eingefügt, sondern den Titel der Studie, das Datum der Veröffentlichung und das Journal genannt. So konnte die Studie einfach gefunden werden.

      Im übrigen behautet ein Leser noch, dass nach wie vor Operationen verschoben werden. Eine klare Falschaussage. Diese wurde jedoch nicht zensiert. Es ist mehr als offensichtlich, dass SRF dabei hilft, ein gewisses Narrativ zu stützen.

      0
    • am 18.10.2021 um 10:03 Uhr
      Permalink

      Aus diesem Grund habe ich keinen Link verwendet, sondern den Titel, das Veröffentlichungsdatum und das Journal.

      0
  • am 13.10.2021 um 23:08 Uhr
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    Umso wichtiger wäre deshalb die Einhaltung der Maskenpflicht im ÖV und an anderen öffentlichen Orten. Leider vermisse ich hier die konsequente Durchsetzung, die eine Wegweisung von Maskenverweigerern einschliesst, wie es das BAG selber vorschreibt.

    5

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