Corona-Update-10.1.22

Entscheidend sind Engpässe auf Intensivstationen und in Spitälern. © is

Fallzahlen sind out – Spitalzahlen sind relevant

Urs P. Gasche /  (Drohende) Engpässe auf Intensivstationen und Todesfälle sind Hauptargumente, damit Corona-Massnahmen verhältnismässig sind.

Noch immer stellen viele Medien die täglich neuen Fallzahlen und die daraus abgeleitete «Corona-Inzidenz» in den Vordergrund. Dabei hängen Fallzahlen stark davon ab, wie viel getestet wird. Am Wochenanfang werden gesunkene Fallzahlen damit begründet, dass über das Wochenende weniger getestet wurde. Steigen die Fallzahlen jedoch stark an, wird selten darüber informiert, ob auch viel mehr Tests durchgeführt wurden.

Besonders seit sich die Omikron-Variante so rasend schnell verbreitet, geben Fallzahlen zu wenig Aufschluss darüber, wie ernst die Lage ist. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zwar nach der Ansteckung einige Tage gehen, bis eine Spitaleinweisung nötig ist. Trotzdem sind die Hospitalisierungen und auch die Verlegungen auf Intensivstationen die massgebenden Kriterien, die für drastische Massnahmen entscheidend sein müssen. Auch der Bundesrat hat dies schon bekräftigt.

Das «irreführende Starren auf die Corona-Fallzahlen» macht Infosperber schon seit über einem Jahr zum Thema (am 10.10.2020, am 11.10.2020; am 12.10.2020; am 14.3.2021; am 28.3.2021; am 11.7.2021). Unter anderem gibt es unter all diesen «Infizierten» (= positiv Getesteten) viele symptomfreie oder symptomarme Gesunde und noch mehr, die nicht (mehr) ansteckend sind. Mehr als die Hälfte der Personen, die ein positives PCR-Testresultat bekommen, sind gar nicht ansteckend. Das zeigen Auswertungen aus den USA (PCR-Tests mit Ct-Werten von über 30).

Am 9. Januar 2022 titelte jetzt die «Sonntags-Zeitung»: «Vergesst die Fallzahlen!». Untertitel: «Die Corona-Statistik taugt nicht mehr als Fiebermesser der Pandemie. Sie stiftet bloss noch Verwirrung und Panik.» SoZ-Bundeshausredaktor Mischa Aebi schreibt dann: «Heute sind die Zahlen der positiv Getesteten allenfalls noch ein Anhaltspunkt für die Verbreitung des Virus. Als Warnsystem für eine drohende Überbelegung der Spitäler sind sie hingegen unbrauchbar.» Die «Sonntags-Zeitung» zitiert dann Monica Gandhi, Professorin für Epidemiologie an der University of California: «Die Fallzahlen lösen eine Menge von Panik und Angst aus.» Sie plädiere dafür, dass die Fallzahlen nicht mehr täglich verbreitet werden: «Relevant ist nur noch die Belegung der Intensivstationen

Auch die Zahlen der allgemeinen Hospitalisierungen von Covid-Patienten würden «offenbar nicht mehr viel taugen», weil darunter auch Patientinnen und Patienten seien, die zwar positiv getestet, jedoch nicht wegen Covid-19 behandelt werden, schreibt die «Sonntags-Zeitung». Infosperber hatte dies bereits am 20. November 2020 erstmals aufgedeckt: «Behörden geben zu viele Corona-Hospitalisierte und -Tote an». Solche Recherchen von Infosperber stiessen damals auf Kritik, weil auch Massnahmen-Kritiker sie aufgriffen.

In den monatlichen Corona-Updates hat Infosperber den Fokus stets auf die Auslastung der Spitäler und auf die Entwicklung der Mortalität gesetzt.

Personen mit positivem Sars-CoV-2 PCR-Test auf Intensivstationen am 7. Januar 2022 (abgefragt am 10.1.2022)

Covid-Patienten Intensivstationen
Am 7.1.2022 leicht mehr Covid-positive Patienten und Patientinnen auf Intensivstationen wie im Dezember (abgefragt am 10.1.2022)

Auslastung der Intensivbetten seit Beginn der Pandemie

Gegenwärtig sind ein Drittel aller Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen Covid-Patienten. Über die Altersverteilung, die Vorerkrankungen und den Impfstatus veröffentlicht das BAG keine aktuellen Statistiken (siehe Kasten am Schluss dieses hier verlinkten Artikels).

Auslastung Intensivstationen.7.1.22
Auslastung der Betten auf Intensivstationen (Stand 7.1.2022). Dunkelviolett = Auf Sars-CoV-2 positiv Getestete; Hellviolet = Nicht-Covid-Patienten; Grau = freie Betten

Grosse Unterschiede: Zwischen 9 und 33 Prozent freie Intensivbetten

Am 7. Januar waren schweizweit 21 Prozent aller Intensivbetten noch frei. Je nach Kanton schwankte der Anteil der freien Betten zwischen 9 und 33 Prozent (in Klammern die Zahlen im Vergleich zum 9. Dezember 2021).
Wenige Covid-Patienten können auf Intensivstationen zu Engpässen führen. Kleinere Kantone mit keinen oder nur ganz wenigen Intensivbetten sind hier nicht berücksichtigt. Quelle: BAG.

KANTON% LEERE INTENSIVBETTENCOVID-PATIENTEN
ZH9 (17)56 (41)
FR9 (0)6 (6)
VD12 (10)40 (30)
AG16 (20)21 (20)
BS19 (22)18 (6)
TG26 (3)9 (15)
BE36 29
SG29 (7)15 (20)
TI30 (44)11 (12)
GE33 (14)18 (19)

Auslastung sämtlicher Betten in Schweizer Akutspitälern

Ein Teil der «Covid-Patienten» , die erst im Spital positiv getestet wurden, wird nicht wegen der Folgen von Covid-19 behandelt. Für die Gesamtauslastung der Spitäler spielt dies jedoch keine Rolle.

Hospit. 7.1.22. KSD:BAG
Tägliche Spitaleinlieferungen. Dunkelgrau = positiv auf Sars-CoV-2 Getestete (bis 7.1.2022). Die Daten der letzten erfassten Tage sind wahrscheinlich noch unvollständig.

Spitaleintritte von Patientinnen und Patienten mit positivem Covid-Test (zum Teil erst nach Spitaleinlieferung getestet)

Hosp.100 T. BAG 7.1.22
Spitaleintritte von positiv Getesteten pro 100’000 Einwohner ganze Schweiz: tägliche (hellblaue Balken) und durchschnittliche über sieben Tage (dunkelblaue Linie)

Trotz Omikron ging die Zahl der Covid-Todesfälle wieder stark zurück

Täglich sterben in der Schweiz durchschnittlich 180 Menschen, gegenwärtig etwa fünf davon wegen oder mit Corona.

Todesfälle Impfstatus. 7.1.2022.X
Todesfälle nach Impfstatus seit dem 27.1.2021 bis zum 7.1.2022. Schwarz = nicht geimpft; Dunkelblau = vollständig geimpft; hellblau = teilweise geimpft; grau = unbekannt. Falls eines Tages sämtliche Erwachsenen geimpft wären, würden nur noch Geimpfte sterben.

Risiko in den nächsten zwei bis drei Wochen

Noch weiss niemand, wie stark die neuste Omikron-Welle, während der sehr viele Menschen gleichzeitig krank werden, Spitäler in naher Zukunft an den Anschlag bringen wird. Deshalb lassen sich die meisten ergriffenen Massnahmen rechtfertigen. Doch mit grosser Wahrscheinlichkeit wird sich die Omikron-Welle anschliessend stark legen, so dass sich Massnahmen, welche die Bewegungsfreiheit der Menschen einschränken, dann kaum mehr rechtfertigen lassen.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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13 Meinungen

  • am 10.01.2022 um 11:34 Uhr
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    Das ganze Covid-Drama ist ein neuer Lernprozess für uns alle, denn keiner aus der Zeit der Spanischen Grippe lebt mehr. Auch die Menschen damals lernten auf die harte Art. Es wäre schön, wenn wir statt immer neuen Statistiken seitens InfoSperber mal eine Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse erhielten. Zum Beispiel wie nützlich ist ein Lockdown? Wie umfangreich sollte er sein? Wie lange sollte er dauern? Impfen oder nicht impfen – ist das die entcheidende Frage? Welche wissenschaftliche und politische Instanzen haben sich als die besten erwiesen bzw. bewährt?

    4
    • am 11.01.2022 um 00:56 Uhr
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      Meine Grossmutter hatte die spanische Grippe erlebt und uns davon erzählt, jeden Tag fuhr mehrere Male das Totenauto vorbei (nicht die Ambulanz). In der Nachbarschaft wurden laufend Tote rausgetragen. In jeder Familie war mindestens ein Toter zu beklagen. Wir dürfen aber nicht vergessen: die Spanische Grippe trat auf in einer Zeit, als Millionen Menschen völlig unterernährt waren, die Nahrungsmittel knapp waren, es keine Vitaminsubstitution gab. Meine Grossmutter erzählte mir, sie hätten sich von Gras ernährt. Nun ich habe in meiner ganzen Bekanntschaft, Nachbarschaft gefragt, wer jemanden kennt, der an Covid gestorben sei. Ich wohne in einem Dorf auch da gab es keine übermässigen Toten. Nun mit der spanischen Grippe ist das jetzt nicht vergleichbar. Ich wohne an einer Hauptstrasse – nicht einmal die Ambulanz fuhr in zwei Jahren vorbei! Aber Hubschrauber, die kontrollierten, ob man brav zuhause sitzt.

      2
  • am 10.01.2022 um 13:12 Uhr
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    Das Irrlichtern der täuschenden Zahlen ist noch lange nicht ausgestanden. Erstens, weil sich Politik, Behörden und die meisten Medien längst gemütlich in den Fallzahlen eingerichtet haben, so dass die Schreckung der Bevölkerung (StGB Art 258) wohl noch lange ungestraft anhalten wird. Und zweitens, weil zu befürchten ist, dass weder die Lehren noch die Konsequenzen aus der gerade ablaufenden Pandemie gezogen werden und sich das Ganze eher früher als später wiederholen wird. Man denke etwa an die aus der gerade auftauenden Tundra sich «befreienden», noch völlig unbekannten Virentypen. Dabei müssten spätestens jetzt die Krisenmanager beim Bund, bei den Kantonen und bei der Armee eine Strategie entwerfen, wie die künftigen Virus-Attacken ohne künstliches Koma sozial, wirtschaftlich und psychisch bewältigt werden sollen. Von einer Umrüstung des Gesundheitssystems wie einer massiven finanziellen Aufwertung des Pflegepersonals verbunden mit einer Ausbildungsoffensive, der Reservenbildung im Intensivbereich ist allerdings weit und breit nichts zu sehen. S

    3
  • am 10.01.2022 um 13:19 Uhr
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    Es ist wirklich erfrischend und wohltuend wie Urs P. Gasche fast wie ein Rufer in der Wüste seit März 2020 kritisch und korrekt die Zahlen und die Situation interpretiert hat. Seit der Affäre Walder hat auch Ringier einen erstaunlichen Wandel zur Objektivität durchgemacht. Dass die Sonntags Zeitung nun eine derart zutreffende Analyse publizierte ist bemerkenswert und dürfte letztlich auch dank der Forderung nach unabhängigem Journalismus (und mit der kommenden Abstimmung?) zu tun haben. Es könnte sich ein Trend zur panikfreien Berichterstattung ohne Angstmacherei durchsetzen. Das wäre ein wichtiger Wandel in der Verarbeitung der Pandemie-Probleme. Hoffentlich wird vom BAG die Forderung zur Quarantäne auf nur noch 5 bis 0 (symptomfrei) Tage erhört.

    2
  • am 10.01.2022 um 15:11 Uhr
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    Mindestens beide Zahlen sind nach meiner Einschätzung wichtig, für eine korrekt Information.

    Die Fallzahlen sind wichtige «FRÜHINDIKATOR», damit möglichst «frühzeitig» Schutz-Massnahmen ergriffen werden können.
    Das bevor das «Kind in den Brunnen gefallen» ist, respektive das Klinikpersonal wieder schwer überfordert wird und es zu Kollateralschäden bei anderen Klinikpatienten kommt.

    Sogenannte leichtere Verläufe, aber viel mehr davon, können auch die Kapazitäten überlasten.
    Um so grösser die Anzahl produzierter Viren ist, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass es weitere Mutationen gibt. Viren denken nicht, dass sich im evolutionären Prozess (Kopierfehler) auch Virenformen ergeben, die den Organen (z.B. auch dem Gehirn) ihrer Wirte massiv schaden oder direkt den Zellen des Immunsystem, eventuell erst unbemerkt aber mit langfristigen Folgen.

    Von den Omikron infizierten berichten viele von starker Antriebslosigkeit und einer Art Nebel im Gehirn. Genauere Zahlen da wären doch auch wichtig und nicht nur Spitalzahlen.
    Im Umgang mit «Komplexen» (schwer verständlichen) Sachverhalten, in denen die meisten Menschen inkompetent oder ungeübt sind, müssten viel mehr Faktoren und die in ihren Wechselwirkungen geprüft werden.

    11
  • am 10.01.2022 um 16:52 Uhr
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    Die «Fallzahlen» steigen nun immerhin schon seit zwei Wochen markant. Eigentlich müsste man heute schon etwas sehen, wenn dies auch auf die Spitaleinweisungen durchschlagen sollte.
    Einige Massnahmen, wie z.B. Einschränkungen bei Grossveranstaltungen, lassen sich momentan sicher noch rechtfertigen. Es wäre etwas seltsam, sie genau jetzt aufzuheben. Wenn die Omikron-Welle vorbei ist, sollte dies aber zügig geschehen.
    2G lässt sich angesichts der Tatsache, dass Geimpfte das Virus offensichtlich sehr gut verbreiten können, nicht begründen. 3G und 2G waren nie wirksame Massnahmen gegen die Verbreitung des Virus. Das Zertifikat im Inland müsste am besten heute noch abgeschafft werden.

    1
  • ToniKoller
    am 10.01.2022 um 23:28 Uhr
    Permalink

    Auf die Fallzahlen «starrt» schon längst kaum mehr jemand. Allerdings:Wenn diese wie zurzeit täglich über 20’000 liegen, und wenn nach einer Woche (Omikron sei Dank) auch nur 1,5 Prozent dieser «Fälle» ins Spital müssen (= 300 Personen pro Tag), dann ist das als Problem nicht zu vernachlässigen. Auch wenn Omikron anteilsmässig weniger schwere Fälle verursacht: Man kann die Fallzahlen als Indikator für künftige Spitallasten nicht einfach wegdiskutieren.

    8
    • Favorit Daumen X
      am 11.01.2022 um 10:17 Uhr
      Permalink

      Der Titel «Fallzahlen out» war etwas provokativ. Aus dem Text geht klar hervor, dass Fallzahlen «nicht mehr im Vordergrund» stehen und nicht mehr das «massgebende Kriterium» sein sollten. Doch noch immer melden viele Medien an erster Stelle die neuen Fallzahlen, statt die neuen Spitaleinweisungen und Intensivbehandelten.

      1
    • am 11.01.2022 um 10:48 Uhr
      Permalink

      «wenn nach einer Woche auch nur 1,5 Prozent dieser «Fälle» ins Spital müssen»
      Wir wissen, dass die Fallzahlen ungefähr seit Weihnachten massiv ansteigen. Wenn nach einer Woche tatsächlich ein spürbarer Anteil der «Fälle» ins Spital müssten, könnte man dies heute schon sehen.
      Das heisst, wir sollten vor allem genau hinschauen, was jetzt in den Spitälern geschieht. Dazu würde auch gehören, dass die Einlieferungen wegen Covid sauber getrennt würden von den Einlieferungen, die beim Eintritt positiv auf Corona getestet wurden, die aber wegen eines anderen Leidens eingeliefert wurden.

      0
  • am 11.01.2022 um 11:51 Uhr
    Permalink

    # Mary Anne Bufton: Was hätte Ihre Grossmutter zur Covid-Impfung gesagt? Was wäre, wenn es ein Virus mit der Lethalität von Ebola und der Ansteckungsfähigkeit von der Imikron-Varinate wäre? Können wir das für alle Zeiten ausschliessen?

    4
    • am 12.01.2022 um 03:44 Uhr
      Permalink

      Wie gesagt, Covid und die Spanische Grippe sind völlig unterschiedlich: die Letalität bei der spanischen Grippe lag bei etwa 20% bei Covid ist das im Promillebereich.
      Die meisten Menschen auch mit Covid, sterben nicht an Viren, sondern einer bakteriellen Superinfektion. Und wir dürfen nicht vergessen: Während der spanischen Grippe war Antibiotika nicht vorhanden!
      Ebola ist weder spanische Grippe noch Covid und weißt eine Letalität bis zu 70% aus und breitet sich deshalb nicht epidemisch aus. Viren wollen den Wirt nicht töten, denn ohne Wirt überleben sie nicht. Ebola wird niemals pandemisch werden, wegen der hohen Letalität. Die Menschen werden so schnell und massiv krank, dass sich das Virus nicht gross ausbreitet.
      Wie gesagt die spanische Grippe traf eine Bevölkerung, die geschwächt war wegen Unterernährung.
      es keine Übersterblichkeit.

      Im Jahr 2020 starben weniger Menschen an Covid als 2018/19 an der Grippe laut Statistik. Übrigens wo sind die Grippetoten geblieben? Heißen die jetzt Coronatote? Seit Jahrtausend gibt es die Grippe. Seit dem Jahr 2020 ist sie verschwunden welch ein Wunder.

      0
  • am 11.01.2022 um 16:49 Uhr
    Permalink

    Man hat heute in den Ballungsgebieten aussagekräftigere Indikatoren als die ungenauen Angaben von Fallzahlen mit hoher Dunkelziffer: die Analyse der Abwässer. Diese IMessungen könnten erst noch schneller an die Krankeneinrichtungen übermittelt werden – ohne Pausen an Wochenenden oder Feiertagen – und ohne menschliche Versagensquote.

    0
    • am 12.01.2022 um 10:19 Uhr
      Permalink

      Bei Omikron wurde offenbar festgestellt, dass ein den Abwässern viel weniger zu finden ist, als von den Fallzahlen her zu erwarten wäre. Es könnte damit zu tun haben, dass ein grosser Teil der Infizierten nur leicht infiziert ist. Eventuell ist damit auch verbunden, dass bei vielen Infizierten das Virus auf den Nasen-Rachenraum beschränkt bleibt und nicht auf weitere Organe übergreift.

      0

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