Werner Kirstein

Werner Kirstein, 75, braucht seinen Professoren- und Doktortitel, um Klimabestreiter und Corona-Verschwörungsphantasierer zu bedienen. © pinterest

Vom Klimabestreiter* zum Corona-Verschwörungsphantasierer

Urs P. Gasche /  Professor Werner Kirstein: Zuerst ein Bestreiter der menschengemachten Klimaveränderung und jetzt ein Corona-Verschwörungsprediger.

Werner Kirstein, 75, war bis vor zehn Jahren Geographie-Professor an der Uni Leipzig. In den letzten Jahren bestritt er bei öffentlichen Auftritten, dass die Menschen zur Erderwärmung beitragen. Dem Weltklimarat IPPC wirft er «bewusste Täuschung» vor. Viele Klimaforscher wüssten ganz genau, dass der menschengemachte Klimawandel erfunden sei, sie würden aber aus Eigennutz, um Forschungsgelder einzuwerben, bewusst die Unwahrheit sagen, heisst es auf Wikipedia.

Das WEF wolle die Weltbevölkerung dezimieren

Verschiedene Medien, darunter Infosperber, versucht Kirstein zu überzeugen, dass auch die Covid-Krise eine bewusste Täuschung sei. Bei den Impfungen gehe es darum, «die Weltbevölkerung zu reduzieren». Dieser «Great Reset» sei «das Ziel des psychisch kranken Greises Klaus Schwab» vom WEF. Dank der «tödlichen Impfschäden» würden «die Dummen schneller aussterben» nach dem Motto «Je weniger dumme Menschen auf der Erde, umso besser».

Noch im November 2019 konnte Kirstein vor dem Berliner Kreis auftreten. Das ist ein Netzwerk von konservativen Abgeordneten und Mandatsträgern in der CDU. Mitglieder sind u.a. Professor Wolfgang Bosbach und Professor Patrick Sensburg. Kirnstein stritt einen Treibhauseffekt von CO2 ab.

Vor vier Jahren war Kirstein Gast der «Anti-Zensur-Koalition», bei der auch der Schweizer Sektenführer Ivo Sasek beteiligt ist. (Siehe Tobias Tscherrig auf Infosperber: Schweizer Sekte sammelt Daten von deutschen Politikern.)

Für Kirstein ist die Bundesrepublik Deutschland eine «Merkel-Diktatur». Mit seinen Schreiben an Redaktionen will Kirstein auf sein soeben erschienenes Buch mit dem Titel «Diktaturvirus – gefährlicher als Coronaviren?» aufmerksam machen. In der Information dazu von Buchhaus.ch heisst es:

«Was Öko- und Klimahysterien nicht geschafft haben, muss jetzt mit einem vermeintlich gefährlichen Virus herbeigeredet werden. Mit Ängsten und Panikmache will die Politik die Menschen in die Knie zwingen. Ein Diktaturvirus treibt sein Unwesen.»

Werner Kirstein schaufelt sich sein eigenes Grab. Denn er riskiert, ein Opfer seiner Verschwörungsphantasien zu werden: Wenn alle Dummen, die sich impfen lassen, aussterben, wie er prophezeit, gibt es keine Dummen mehr, die sein Buch lesen.
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*Es stand zuerst «Klimalleugner». Dieser Ausdruck bedeutet, dass jemand entgegen dem eigenen Wissen absichtlich behauptet, es gebe keinen menschlichen Einfluss auf das Klima. Doch dies kann man auch aus Unwissenheit, infolge von Vorurteilen und aus anderen Gründen behaupten. Deshalb der Ausdruck «Klimabestreiter», der keine Absicht unterschiebt.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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23 Meinungen

  • am 6.05.2021 um 11:33 Uhr
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    Schade dass Infosperber jetzt auch mit «lächerlich machen» gegen unliebsame Stimmen schreibt.
    Ihr könntet den klügeren Weg nehmen und solchen Stimmen keine Aufmerksamkeit schenken

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  • am 6.05.2021 um 11:46 Uhr
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    Herzliche Gratulation zum letzten Abschnitt. Da kann ich nur beipflichten.

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  • am 6.05.2021 um 13:36 Uhr
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    Als Kommentar hätte es sogar noch schärfer sein können, aber so drängen sich einige Bemerkungen auf. Dass dem Kirstein vielleicht einige Gedanken durcheinander geraten seien, könnte man entgegen halten, die Wirklichkeit ist doch meist schlimmer als die Fiktion. Oder mit Adorno gesprochen, dass bei den verwirklichten Utopien meist das Beste an ihnen vergessen worden sei. Ja, es soll Menschen geben, welche die Welt für überbevölkert halten und leider ist dies kein Gerücht.

    In einer ernstgemeinten Risikoanalyse würde nun überprüft, inwiefern die angesprochene Reduktion nicht doch verwirklicht werden könnte. Doch wie Hannah Arendt aufzeigt, liegt die Banalität des Bösen darin, dass viele sich aus der Verantwortung stehlen ohne selber zu denken und zu handeln — es wurde ja einem gesagt, wie zu denken und zu handeln sei. In mir selber sperrt sich vieles, dass Bevölkerungsreduktion eine ernst zu ernst zu nehmende Absicht sei, aber keinesfalls sollte man sie ausschliessen. Auch wenn diese Peversion nicht eintritt, so muss man sich jetzt fragen, ob dieses Narrativ womöglich nicht auch anderen Zielen dient?

    Abschliessend sei angemerkt, dass es viele gewichtige Stimmen gibt, die Deutschland in einem abschüssigen Gelände sehen, in dem es meist nur in eine Richtung geht. Das stösst bei vielen auf verständliche Sorgen, doch statt sich über diese zu belustigen, liese sich in «homo faber» lesen: «Freundlich empfängt er’s, wehrlos, ach, müder der Angst hoffend das Beste …»

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  • am 6.05.2021 um 13:42 Uhr
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    Na ja, ich staune schon etwas, wenn ich sehe, dass Wikipedia als Quelle für Informationen angesehen wird. Im Wikipedia kann jeder einen Beitrag erstellen oder abändern. Kontrolliert wird das nie auf seine wissenschaftliche Korrektheit oder ob die Inhalte stimmen. Ich selber versuche, mich möglichst breit zu informieren. Und da bin ich froh, dass es auch kritische Stimmen wie diejenige von Prof. Kirstein gibt. Und wer sich seine Vorträge ansieht stellt sehr schnell fest, dass es einfach nicht stimmt, dass er behauptet, es gäbe keinen menschgemachten Klimawandel. Er weist einfach darauf hin, dass es auch einen natürlichen Klimawandel gibt. Und er weist mit Recht darauf hin, dass die Behauptung des Weltklimarates, dass der Klimawandel ausschliesslich menschgemacht sei, nicht korrekt ist. Genau deshalb haben sich ja bis jetzt sämtliche Vorhersagen des IPCC als falsch erwiesen. Zum Glück für uns alle. Man kann sich übrigens auch die vom Bund in Auftrag gegeben Studie «Klimaszenarien CH2018» ansehen, wo geschrieben steht, dass bis zu 50 % des Klimawandels natürlichen Ursprungs sein könne. Was die Aussagen Kirsteins bestätigt. Was er zum Thema Corona sagt hat mich nie interessiert, da es sich nicht um sein Fachgebiet handelt.

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    • am 6.05.2021 um 14:35 Uhr
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      Kirstein ist ein Leugner der menschengemachten Klimaveränderung, wie es im Artikel steht. Im Vortrags-Protokoll des Berliner Kreises heisst es:
      «Kirstein erklärt, dass es keine IR-Gegenstrahlung zurück zur Erde gäbe, die ausgehend von CO₂ die Atmosphäre erwärmen könnte und dass es bis heute auch keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz eines CO₂-Treibhauseffektes geben würde. „Zusammenfassend gesagt, gibt es keinen Treibhauseffekt, insbesondere keinen atmosphärischen CO₂ -Treibhauseffekt, weder in der Theoretischen Physik, noch in der Ingenieursthermodynamik.“

      1
    • am 6.05.2021 um 16:05 Uhr
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      Wer ist Gasche? Darf er beleidigende Kommentare bei Info Sperber schreiben obwohl Info Sperber das angeblich nicht erlaubt?
      Über Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt !!! Was ist das denn? Meinungshoheit und Meinungsdiktatur bei Info Sperber?
      Hände weg von Info Sperber !!!

      6
  • am 6.05.2021 um 14:33 Uhr
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    Als Klimaforscher möchte ich mich nur zum klimatologischen Teil von Werner Kirsteins Auftritten Stellung nehmen. Er tritt vornehmlich an Anlässen von Klimaskeptikern auf, wo er den menschgemachten Klimawandel mit absurden Argumenten in Frage stellt. Obschon er von der Presse zum Teil hofiert wird, kann er nicht ernst genommen werden. Viele Kolleginnen und Kollegen in Deutschland (auch aus Leipzig) sind von Kirsteins Auftritten peinlich berührt. Mir sind aus den letzten 20 Jahren von ihm keine Publikationen in streng rezensierten, internationalen Fachzeitschriften aufgefallen oder bekannt. Es überrascht nicht, dass sich Werner Kirstein deshalb mit Buchpublikationen an die Öffentlichkeit wendet. Dass er nun auch noch zu Covid schreibt, unterstreicht die Tatsache, dass er sich vor allem – wenn auch in höchst fraglicher Form – öffentlich zu profilieren versucht.
    Heinz Wanner, Universität Bern

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  • am 6.05.2021 um 15:16 Uhr
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    Definition Lüge gemäss Duden: bewusst falsche, auf Täuschung angelegte Aussage; absichtlich, wissentlich geäußerte Unwahrheit.

    Herr Gasche, auch wenn sich Prof. Dr. Kirstein irrt, ist er deshalb kein Leugner sondern einfach ein Mensch der sich irrt. Oder unterstellen Sie ihm Absicht und können dies belegen? Dieses ständige herabsetzen und verunglimpfen finde ich je länger je mühsamer hier im Infosperber.

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  • am 6.05.2021 um 15:25 Uhr
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    Was Reto Derungs schreibt, ist völlig korrekt. Ich war sogar an der erwähnten Anti-Zensur-Koalitions-Veranstaltung dabei. Der Vortrag von Werner Kirstein war hochinteressant. Und dass jetzt Urs P. Gasche, der oft sehr gute Artikel schreibt, dermassen über diesen Wissenschaftler herfällt, ist äusserst bedenklich. Denn dieser hat in all seinen Aussagen, die im Artikel von Herrn Gasche falsch, unvollständig oder aus dem Zusammenhang gerissen wiedergegeben werden, recht. Die Zukunft wird es weisen. Herr Gasche war offensichtlich nie an einem Vortrag von Herrn Kirstein, sonst würde er nicht so einen Schwachsinn verbreiten. Und wenn jemand Herrn Sasek lediglich als einen Sektierer bezeichnet, nur weil so ein Idiot von einem Journalisten ihn mal so bezeichnet hat und sich diese Aussage nun in der Meinung praktisch aller Medien verfestigt hat, diskreditiert sich selber. Wer Augen und Ohren richtig einsetzt, weiss, wo die wahren Verschwörungstheoretiker hocken!

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  • am 6.05.2021 um 16:41 Uhr
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    Es geht eben um die mindestens 50% des menschlichen Ursprungs!
    Ihr Kommentar spiegelt dir Vorgehensweise der Verschwörungstheoretiker wieder. Viel Nichtssagendes und Falsches, denn:

    Nichtssagend: Es braucht keinen Professor Dr … um festzustellen, dass das Klima auch natürlichen Schwankungen unterliegt. Das leuchtet jedem Schulkind ein, dass schon einmal von Eiszeiten gehört hat. Das hat man in der seriösen Wissenschaft längst festgestellt und sich den Problemen zugewandt, die man als Mensch verursacht und beeinflussen kann.

    Irreführend: Kein vernünftiger Wissenschaftler behauptet, dass der Klimawandel ausschließlich menschengemacht sei. Sie lenken aber auch nicht mit dem ständigen Hinweise auf den natürlichen Klimawandel von den menschengemacht Problemen ab.

    Betriebsblind: Dass wir einem Klimawandel unterliegen kann man z.B. einfach am Rückgang der Gletscher, der Trockenheit, … in den letzten Jahren sehen. Wer hier keinen Handlungsbedarf und Verantwortung der Menschen sieht und lieber über den Anteil des natürlichen Klimawandels streitet weicht seiner Verantwortung aus und/oder ist eben ein Klimaleugner.

    Verleumdung: Es wird ohne Nachweise einfach mal behauptet, dass alle Vorhersagen des IPCC sich als falsch erwiesen haben.

    Im Sinne des Artikels hat der Herr Professor sich wohl Corona zugewandt, weil er sich Angst um seine Zukunft hat, da er seine Zuhörer verliert?

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  • am 6.05.2021 um 17:43 Uhr
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    @Reto Derungs: Dieser Kommentar hält allerdings wissenschaftlicher Überprüfung auch kaum stand. Z.B. die Behauptung, dass alle die sogenannten «Vorhersagen» des IPCC sich als falsch herausgestellt hätten, ist m.W. eine leere und äusserst fragliche Behauptung. Ohne genauere Angaben kann ich dazu allerdings auch keine Stellung beziehen. Vielleicht nur soviel: Da die Aussagen des IPCC von der gesamten Wissenschaftsgemeinde herrühren und offenen, aber eingehenden Überprüfungen über Jahre hinweg ausgesetzt sind, bevor sie veröffentlicht werden, muss man sehen, dass diese Behauptung auch das Wissen der ganzen Wissenschaftsgemeinde – von den ganz wenigen Ausnahmen wie Prof. Kirstein mal abgesehen – in Frage stellt. Es ist hier vielleicht auch nützlich zu vermerken, dass Prof. Kirstein keine Klimaforschung zu betreiben scheint. Bei meiner Suche in den einschlägigen Datenbanken zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen fand ich keine einzige Publikation von ihm, bis weit ins letzte Jahrhundert zurückreichend, die etwas mit Klima zu tun hätte. Kurzum, ich kann keinerlei Belege dafür finden, dass Prof. Kirstein ein Fachexperte für Klimaforschung wäre.

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  • am 7.05.2021 um 13:03 Uhr
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    Es ist schon erstaunlich, dass einige Leute Aussagen von Herrn Kirstein und anderen Klimaleugnern mehr Vertrauen schenken als Aussagen vom IPPC, die aus tausenden von begutachteten Studien und unter Einbezug von tausenden von Wissenschaftlern in nächtelangen Diskussionen erarbeitet wurden. Die zudem, wie Herr Fischlin sagte, «Überprüfungen über Jahre hinweg ausgesetzt sind».

    Wie wahrscheinlich ist es da, dass Herr Kirstein und andere Personen, die menschengemachten Klimawandel leugenen, recht haben? Fast überwiegend haben Leute wie Herr Kirstein nicht in den Klimawissenschaften gearbeitet und stammen aus fachfremden Disziplinen.

    @Derungs: Können Sie Ihre Behauptung belegen, dass in einem Bericht zu «Klimaszenarien CH2018» die Aussage steht, «bis zu 50% des Klimawandels seien natürlichen Ursprungs»? Dies habe ich so nicht gefunden.

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  • am 7.05.2021 um 13:23 Uhr
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    Huch, was hat infosperber für ein Publikum (wenn man die Likes und Dislikes unter diesem Artikel und den dazugehörigen Posts ansieht)…?

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    • am 7.05.2021 um 14:37 Uhr
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      Von den Kommentar-Schreibenden auf unsere Leserschaft zu schliessen, ist sehr kühn. Es sind weniger als 1 Prozent unserer Leserinnen und Leser, welche sich in Kommentaren je geäussert haben. Darunter etliche, die sehr rege am Kommentar-Austausch teilnehmen.

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  • am 8.05.2021 um 13:27 Uhr
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    Lieber Herr Gasche, ich kenne diesen Prof. Kirstein nicht, aber Ihre Wortwahl stört mich dennoch. «Leugner», «Corona-Verschwörungsphantasierer» und ähnliche Ausdrücke stellen auch Ihnen kein Zeugnis einer sachlichen Auseinandersetzung aus, sondern ermöglichen Ihnen Stimmungsmache, Diffamierung und Abwertung. Infosperber resp. Sie sollten nicht auf dieses Niveau sinken. Das nützt niemandem, schon gar nicht Ihrem Ansehen.

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  • am 9.05.2021 um 23:25 Uhr
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    Es wird wohl nicht sehr schwer sein, die Anteile an der Klimaerwärmung durch Menschenhand zu beweisen. Dass es womöglich nicht nur am Co2 allein liegt, sondern auch an anderen Faktoren, liegt auf der Hand. Dass das CO2 womöglich der Hauptfaktor sein könnte, welchen wir beeinflussen können, davon muss ich annehmen dass die Wissenschaften das gut untersucht haben und ich muss dem Vertrauen. Was meinem Bedürfnis nach einem höflichen Kontext nicht gerecht wird, ist das Wort «Leugner». Ich würde das Wort «Bestreiter» oder «Eifriger Zweifler des aktuellen wissenschaftlichen Standpunktes» vorziehen. Somit wären wir wieder im Bereich einer verbal gewaltfreien Zone. Ich bin kein Richter, ich sehe dass jemand etwas bestreitet, aber ich bin nicht in der Lage, zu bewerten, ob dabei «Vorsatz» oder böswilliger «Vorsatz» vorliegt. Gerade jetzt, wo viele Medien, nahezu gleichgeschaltet. sich verbaler Gewalt bedienen, mit Worten wie «Schwurbler» und «Leugner», und das journalistische Niveau, welches ich mir wünsche, sinkt, würde es mich freuen, wenn im Infosperber auf verbale Gewalt verzichtet werden könnte. Diese Worte von mir sollen nicht gegen Herrn Gasche oder gegen Leserbriefschreiber gerichtet sein, welche sich auch mal vertun in der Wortwahl, (Was auch mir passieren kann, je nach Verfassung) sondern diese meine Worte bringen mein Bedürfnis zum Ausdruck, in dieser gewalttätigen Welt mindestens im Infosperber weiterhin einen Verzicht auf verbale Gewalttätigkeit erleben zu dürfen. Danke.

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  • am 10.05.2021 um 13:48 Uhr
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    Es ist schon schwierig diese sogenannten «Leugner» und deren Unterstützer als Zweifler ernst zu nehmen.
    Da stellt man Wikipedia in Frage und haut im selben Moment pauschal die Behauptung «sämtliche Vorhersagen des IPCC als falsch erwiesen» in den Raum. Ein anderer bemüht den Duden und fordert eine hohe Präzision der Aussage – die weit darüber hinausgehen Pauschalbehauptung wird nicht kommentiert.
    Leugner ist sicherlich nicht passende Charakterisierung – nimmt sie doch an, dass sie besser wissen. Ich denke die passenderen Attribute wären ebenso wenig schmeichelhaft.

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    • am 10.05.2021 um 15:28 Uhr
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      Aufgrund von berechtigten Zuschriften habe ich die Worte «Leugner» durch «Bestreiter» ersetzt und diesen unterhalb des Artikels angemerkt.

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  • am 10.05.2021 um 14:35 Uhr
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    Ich wehre mich entschieden gegen die haltlose Behauptung von Reto Derungs, Aussagen in Wikipedia würden nicht überprüft, sodass man dort irgendeinen Blödsinn schreiben und entsprechend zitieren könne. Wikipedia ist ein demokratisch kontrolliertes Lexikon. Jeder Eintrag wird gegengelesen. Jederzeit ist es möglich, Löschungen, Aenderungen, usw. zurück zu verfolgen. Wenn einem kein besseres Argument mehr einfällt, dann einfach über Wikipedia herzuziehen … peinlich! (Als ehemaliger Lehrer merke ich hier an, dass in mehr oder weniger wissenschaftlichen Arbeiten ein Wikipedia-Zitat natürlich nicht zu akzeptieren ist, weil das «nur» Sekundärliteratur ist. Aber Wikipedia-Beiträge sind ihrerseits ja mit Quellen belegt. Also muss man sich schon zu diesen Primärquellen bemühen.)

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  • am 10.05.2021 um 16:23 Uhr
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    @Wolff — Wikipedia ist keineswegs nur eine neutrale Online-Enzyklopedie, sondern in bestimmten Bereichen eine Propagandaplattform. Die Autorenschaft bleibt durchwegs anonym und ist es kaum möglich, gegen Falschdarstellungen vorzugehen. Wikipedia firmiert unter den 10 meist aufgesuchten Seiten und darum ist solches ein medienrechtlicher Skandal an sich. Schaut man sich weiter die Diskussionen um strittige Themen näher an, so lässt sich feststellen, dass massive Interessenskonllusionen bestehen und daher von einer neutralen Darstellung einer Sache nicht die Rede sein kann. Zumal die meisten Beiträge von einer kleinen Gruppe von Autoren verfasst sind. Die sperren im Diskussionsbereich dann schnell mal jene aus, welche gute Fragen stellen — manche auf Lebenszeit. Es gibt also gute Argumente, Wikipedia äusserst kritisch zu hinterfragen und es ist hier nur weniges genannt, was am Gesamtpaket Wikipedia zu bemängeln ist. Dass auch seit einiger Zeit grosse Medienkonzerne mit einer Zusammenarbeit mit Wikipedia liebäugeln, ist darum problematisch, weil nicht nur medienrechtlich offene Fragen bestehen, sondern weil es immer mehr darauf hinauslaufen wird, dass nur noch eine einzige Meinung gelten soll. Der wissenschaftliche Fortschritt wurde aber nur mittels einer Diskussionskultur möglich und diese würde somit abgewürgt. Hier wird also eine Art Ende der Fahnenstange vorgespurt, was wenig bedacht wird.

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  • am 10.05.2021 um 21:29 Uhr
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    Was immer auch die Ursache des Klimawandels sein mag, spätestens bei den Konzepten, diesen Klimawandel zu hemmen, gibt es Fragezeichen. Das aktuelle Dekarbonisierungskonzept ist nur mit einem autoritären Gesellschaftsmodell umsetzbar. Das ist die Erfüllung uralter und latenter sozialistischer Utopien. – Das erklärt, dass Linksparteien und inzwischen auch der sozialistisch transformierte Liberalismus diesen Klimawandel mit seinen Konzepten politisch verwertet.
    Bei diesem staatlichen Gesellschaftsumbau kommen noch gewaltige finanzielle Interessen ins Spiel die diesen «Klimawandel» weiter befeuern. – Welche Wirkung eine CO2 freie Schweiz auf das Weltklima hat, interessiert niemanden. Der «Klimastreik Winterthur» konnte mir auf Anfrage keine Auskunft geben, es gibt keine offizielle Studie. Kirstein dürfte in einigen Punkten wohl nicht so falsch liegen.

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  • am 18.05.2021 um 19:47 Uhr
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    Was qualifiziert Sie, Herr Urs P. Gasche, Werner Kirstein zu beurteilen?
    Ich kenne Werner Kirstein nun wirklich nicht, aber offensichtlich hat er einen Werdegang, bzw. einen akademischen Hintergrund, den selbst der Verfasser dieses Artikels nicht abstreiten kann.

    Was mir generell bei so Artikeln oder selbsternannten «Faktenchecks» missfällt, ist dass der Verfasser in keiner Hinsicht qualifiziert ist, um über die entsprechende Thematik eine fachlich-relevante Äusserung zu machen.

    Ich kenne beispielsweise kaum jemand, der mithilfe der einfachen Gesetzen der Physik (und Chemie) und in eigenen Worte den Klimawandel erklären kann. Die meisten beziehen sich auf Wissenschaftlichen Konsens, den Sie kaum verstehen und dessen Richtigkeit nicht beurteilen können.

    Und dann werden hier noch so beleidigende Worte zugelassen als wäre es das Normalste auf der Welt:
    «… Wenn alle Dummen, die sich impfen lassen, aussterben, wie er prophezeit, gibt es keine Dummen mehr, die sein Buch lesen.»
    Also will der Verfasser damit behaupten, dass ausschliesslich dumme Menschen das Werk von Werner Kirstein lesen? Hat er selbst für diese belanglose Anschuldigung einen Beleg?

    Ein renommierter Arzt und Professor aus Deutschland (der übrigens tausende von Ärzte ausgebildet hat) äussert sich über ein bestimmtes Thema. Ein unbekannter Journalist kommt und macht einen «Faktencheck» über ihn. Es ist ziemlich erbärmlich und dreist in welche Richtung wir uns bewegen. Sehr schade!

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  • am 5.06.2021 um 18:06 Uhr
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    Interessant wäre, sachbezogene Gegenargumente auf die Darlegungen Prof Kirsteins lesen zu können.
    Statt dessen wird immer wieder diese «Konsens der Wissenschafter» als Mass aller Dinge heran gezogen. Spätestens seit Edward Bernay könnten wir alle wissen, WIE solche PR funktioniert und veranstaltet wird. Jeder kann nachlesen, wie dieser angebliche Konsens (Hokeystick) hergestellt wurde.

    Wissenschaftlicher Diskurs muss sein und darf nicht durch PR ersetzt werden!
    Diffamierung ist das Eingeständnis fehlender Argumente.
    Die so berühmte BBC hat sich offiziell vom offenen Diskurs abgemeldet, es gibt keine Sendezeit für definitiv geklärte Erkenntnisse der Wissenschaft. SRF hat diesen absolutistischen Verdikt sogleich übernommen.
    Dabei hatte SRF «einstein» im Jahre 2008 noch den Bericht mit Dr. Prof. Schlüchters Gletscherholzforschung gesendet. So schnell ändert sich die Doktrin.
    Gemäss eben dieser dokumentierten dendrochronologischen Gelscherholzforschung war die Baumgrenze vor einigen tausend Jahren – also sehr lange vor dem industriellen Raubbau – etwa 260 m über der heutigen Baumgrenze, die Alpen waren damals ohne Gletscher.
    Die Dendrochronologie wurde mit C14 überprüft, was als sehr genau gilt.
    Also abgesehen vom medialen Hickhack wäre dieser naturgegebene Fakt zu klären, zu erklären und zu prüfen.
    Die gletscherfreien Alpen hat die Menschheit (und ebenso die Eisbären) überlebt, deshalb keine Panik, dafür aber umfassenden Umweltschutz.

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