Wenn Corona-Viren in Holzbänken lauern

Niklaus Ramseyer /  Die Bilanz der Schweiz im Corona-Kampf ist nach wie vor gut. Doch allmählich summieren sich Ungereimtheiten.

Die Corona-Krise geht ins zweite Jahr. Inzwischen weiss man einiges mehr über das gefährliche Virus. So etwa, dass die Ansteckung durch Corona-Infizierte meistens direkt passiert – insbesondere dann, wenn Ansteckende sich längere Zeit in geschlossenen Räumen nahe bei Gesunden aufhalten. Wer korrekt mit Schutzmaske nur einen Moment lang vor dem Charcuterie-Regal im Einkaufszentrum neben einem (ebenfalls maskierten) Corona-Befallenen steht, der oder die riskiert schon viel weniger. Im Freien kommt es  kaum zu Ansteckungen – insbesondere nicht, wenn etwas Wind herrscht. Reale Erfahrungen zeigen: Viele Corona-Opfer wissen oft genau, wann und wo sie sich in Wohnungen im Bekanntenkreis angesteckt haben. 

Lockerungen für Geimpfte und Immune angezeigt

Auch zeichnet sich immer klarer ab, was zu rascher Rückkehr in die Normallage führen könnte: 

  1. Möglichst viele Menschen unkompliziert und gratis testen. Damit die wenigen Befallenen gezielt geortet und kuriert werden können – statt dass Millionen von Menschen querbeet eingeschränkt und isoliert werden müssen.
  2. Der gesamten Bevölkerung möglichst rasch die Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen. 
  3. Wer geimpft ist oder nach überstandener Corona-Erkrankung ein ärztliches Antikörper-Attest hat, muss rasch einen entsprechenden Ausweis bekommen. Für diese Menschen – wie auch für kürzlich negativ Getestete – sollten grosszügige Lockerungen und bevorzugter Zugang gelten. 

Grundsätzlich steht fest: In der Pandemie endet die Freiheit der eventuell Ansteckenden dort, wo die Ansteckungsgefahr für gesunde Mitmenschen beginnt.

Bei allen diesen Punkten jedoch hapert es hierzulande derzeit arg: 

  • Breitflächige, kostenlose Testaktionen, mit Aufrufen und Anreizen dazu, sind (zumindest in Bern) inexistent. Wer sich dennoch zu einem Test entschliesst, stösst allzu oft auf bürokratische und administrative Hürden mit Internet-Fragebogen und Wartezeiten. Statt dass man im Drive-In-Test-Center per Velo oder Auto hinfahren, Pass und Krankenkassenkarte zeigen und sofort getestet werden kann, gibt es einen Termin erst am nächsten Tag. Da steht dann niemand Schlange – und TesterInnen stehen eher gelangweilt herum. 
  • In Deutschland gibt es derweil Lagerhallen voller Corona-Selbsttest-Sets – nicht aber in der Schweiz: Die zuständige Medikamenten-Zulassungsbehörde Swissmedic anerkennt die deutsche Bewilligung des Koch-Instituts für Spucktests nicht. Sie sind hierzulande sogar verboten. Swissmedic behauptete gegenüber dem TV-Kassensturz: Die korrekte Anwendung dieser Tests sei eben «durch das Publikum nicht sichergestellt». Dazu brauche es «Fachpersonen». Ein einziger Stäbchen-Selbsttest soll nun ab 7. April endlich bewilligt werden. 
    Wichtiger als schnelles und breites Testen ist dabei offenbar, dass «Fachpersonen» (Apotheker) und Grossfirmen wie Roche kräftig mitverdienen: Die Berner Behörden halten jede mögliche Konkurrenz – durch den Versandhandel etwa – mit «strengeren Anforderungen» in Schach.  Der Kassensturz zeigte einen Brief, in dem die Zulassungsbehörde Swissmedic Verkäufern und Versandhändlern von Spucktests eine Busse von bis zu 50’000 Franken androht. 
  • Auch vier Monate nachdem in anderen Ländern die Impfaktionen schon im grossen Stil begonnen haben, warten in der Schweiz viele auch über 70-Jährige Wochen nach der Anmeldung immer noch auf den Termin für die erste Impfung. Denn: «Ihre Gruppe ist noch nicht freigegeben», signalisiert die kantonale Impf-Homepage. Es wäre Gruppe C – jüngere Leute haben oft bis N. Von Bundesbehörden hört man nun, «so bis im Juli» sollten dann immerhin jene, die das wollen, erstmals geimpft sein. Qui vivra verra!

Bersets Pleiten-, Pech- und Pannen-Amt 

Der Wurm steckt nicht zuletzt im Bundesamt für Gesundheit (BAG), das zum Departement von Bundesrat Alain Berset gehört. Das begann schon vor einem Jahr, als der Gesundheitsminister im Chor mit seinem damals zuständigen BAG-Beamten Koch wochenlang stur behauptete, Masken nützten gar nichts – bis dann auskam, dass sie nur einfach gar keine hatten. Da ging viel Vertrauen verloren. Und es ging so weiter: 

  • Die Corona-schwachen Sommermonate wurden kaum genutzt, um für mögliche nächste Wellen mit vorbereiteten Beschlüssen optimal parat zu sein. Der Berner Gesundheitsdirektor, SVP-Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, stellte im SRF-Club trocken fest: «Der Bundesrat hat keinen Plan – und wir haben jetzt sechs Monate Rückstand!» 
  • Der Bundesrat hat auch wenig Mut: Im Land mit der weltweit besten pharmazeutischen Industrie war und ist die Landesregierung zwar sofort bereit, ganze Wirtschaftszweige wie die Gastronomie per Notverordnung während Monaten flächendeckend stillzulegen. Diese Regierung getraut sich jedoch nicht, jene Pharmabranche in der Not nun in die Pflicht zu nehmen, die während Jahrzehnten teils von Steuerprivilegien profitiert hat – und auf Kosten von Krankenkassen-Prämienzahlenden Milliarden-Gewinne an Manager und Aktionäre verteilte. Diese Firmen liefern dem Profit folgend Millionen von Impfdosen ins meistbietende Ausland. 
    Zum Vergleich: Die britische Regierung hat – gemäss der Zeitung «Telegraph» – mit GlaxoSmithKline einen Vertrag über die Produktion von 60 Millionen Dosen Novovax-Impfstoff in Nordengland abgeschlossen. Die Auflage dabei: Solange nicht alle Erwachsenen im Land geimpft sind, die es wollen, wird nichts exportiert. Geht doch.
  • Nicht aber in der Schweiz: Der Bundesrat hätte sich mit nur 60 Millionen Investitionen vor einem Jahr schon in eine Fertigungslinie für Covid-Impfstoffe bei der Firma Lonza im Wallis einkaufen können. Das Angebot war von Lonza mitsamt der Aussicht auf die Lieferung von 100 Millionen Impfungen (vorab in die Schweiz und danach an ärmere Länder) gekommen. Medien haben dies kürzlich enthüllt – und Lonza-Chef Albert Baehny hat es inzwischen bestätigt. 
    Doch Bern packte die Chance nicht: Weil dazu «die Gesetzesgrundlage hätte angepasst werden müssen». So rechtfertigte sich eine Vizedirektorin des BAG, die dort für die Impfstoffbeschaffung zuständig ist – und somit dafür verantwortlich, dass diese bisher mehr schlecht als recht funktioniert. Ihr Chef, SP-Bundesrat Alain Berset, wiegelte zunächst ab, als die verpasste Chance seines Bundesamts aufgeflogen war. Um dann die alte freisinnige Ideologie nachzuschieben: Eine Bundes-Beteiligung an einer Impfstoff-Fabrik hätte eben eine «Abkehr von der bisherigen Industriepolitik» bedeutet. Konkret: Auch in höchster Not sind «Industriepolitik» und Privatisierungs-Ideologie wichtiger als rasche Impfstoff-Beschaffung für die ganze Bevölkerung. Sogar rechte Politiker kritisierten dies harsch. Es läuft nun auch schon eine parlamentarische Untersuchung. 
  • Ideologische Scheuklappen vom Typ «Privat ist besser als Staat» behinderten die BAG-Leute wohl auch bei der Organisation des elektronischen Impf-Passes: Nachdem Journalisten der «Republik» gravierende Sicherheitslücken im privat ausgelagerten System www.meineimpfungen.ch publik gemacht hatten, wurde die Seite stillgelegt. Auch da wurde eine Untersuchung eingeleitet.
  • Das BAG hat, soweit bekannt ist, die russische Firma RDIF nie darum gebeten, bei der Swissmedic die Zulassung ihres Impfstoffs Sputnik V zu beantragen. Dabei hat RDIF mit dem Schweizer Unternehmen Adienne Pharma & Biotech in Lugano schon einen Vertrag über die Produktion – zunächst in Italien – von mehreren Millionen Impf-Dosen abgeschlossen. Das renommierte Medizin-Magazin «The Lancet» attestiert der Sputnik-Impfung 91,6 Prozent Wirksamkeit, bei nur geringen Nebenwirkungen – und zum günstigen Preis von nicht einmal 10 Franken pro Impfung. 
    Was (zum Vergleich) jene Impf-Dosen kosten, von denen das BAG (kurz nach dem vermasselten Lonza-Angebot) mehrere Millionen im Ausland bestellt hat, das versteckt sich hinter einer vereinbarten Geheimhaltungsklausel. Allerdings geht aus einem Datenleck in Belgien hervor, dass Moderna den Impfstoff zu 18 bis 20 Dollar pro Dosis verkauft haben dürfte. 

Der Amtsschimmel wiehert durch die Berglandschaft

Kurz und ungut: Die wirklich wichtigen Krisen-Entscheide überfordern einige «ohne Plan» (Schnegg) agierende Verantwortlichen in Bern zusehends. Dies vorab da, wo es um oder gegen die privaten «Big Pharma» ginge. Gegen kleine Geschäftsleute wie Gastwirte greifen sie hingegen rabiat durch – und teils kaum nachvollziehbar. 

Wer jetzt Skiferien in den Bergen machte, der oder die bekam das direkt körperlich zu spüren. Da dürfen die Freizeit-SportlerInnen zwar zu viert oder zu sechst mit der Sesselbahn auf den Berg hochfahren – was mit Maske und draussen (meist noch bei Wind) unproblematisch ist. Sie dürfen auch «takeaway»-mässig in Restaurants Essen und Getränke holen. Nur dürfen sie diese dann nicht im Freien vor dem Beizli auf der gut durchlüfteten Terrasse auf Holz-Bänken an Tischen sitzend konsumieren. Das ist streng verboten. Findige Alp-Wirte haben darum am Hang neben den Imbiss-Alphütten teils richtige Auditorien mit Schneeterrassen gebaut. Da lassen sich die Kurgäste mit Wurst, Brot und Bier in der Hand auf die kalte, unbequeme Unterlage nieder. Oder – wenn sie sich nicht eine Blasenentzündung und Gicht holen wollen – auf den Holz-Boden der entmöblierten Veranda. Die BerglerInnen nehmen derlei Ulk-Vorschriften des Berner Amtsschimmels ernst und setzen sie bereitwillig durch. Mitunter mit Humor jedoch: Es gebe da eben eine neue BAG-Studie, so witzeln sie. Diese zeige, dass das Virus auf Schnee sitzenden Menschen nichts anhaben könne. Hingegen greife es SkifahrerInnen sofort an, wenn sie sich auf Holzbänke setzten und feine Älplermagronen oder Nussgipfel an Tischen konsumierten. Covid-Viren lauerten ihren Opfern eben besonders gern in Holz-Bänken und Tischen auf. 


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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23 Meinungen

  • am 4.04.2021 um 11:09 Uhr
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    Deutschland hat Impfdosen bestellt und vorrätig, stimmt. Das war es aber dann auch mit den Positivmeldungen. Noch immer kein Risk mamangement sondern festbeissen an ‹den Zahlen›. Noch immer keine ordentliche Vergütung der im Kranken- und Pflegebereich Tätigen. Im Gegenteil, da werden die Putzfrauen, Köche, Spülkräfte ausgelagert, damit sie eben nicht dem Pflegesektor zugerechnet werden müssen. Da hat Korruption auf allen Ebenen System, nicht nur bei der Maskenbeschaffung. Da rennt man in D einem einzigen Halbgott in weiß hinterher und alle anderen Wissenschaftler werden nieder gemacht. Cancel Culture und Blockwartmentalität sind nicht neu, die hatten nur kurze Verschnaufpause.
    Aber warum sieht es in fast allen Ländern des ‹Wertewestens› so aus? Warum machen so viele so willfährig mit und lassen sich mit Angst den Verstand vernebeln? Warum wird jeder, der einfach genug von politischem Dillettantismus, Gegängelt werden und dem Entzug der Grundrechte hat gleich aufs Übelste diffamiert? Vor was hat man Angst? Daß die Menschen genug haben vom Neoliberalismus und seinen Predigern? Daß man in der Anfangsphase, als man noch wenig über das Virus wußte und vorsichtig war, vielleicht die falschen Fragen stellte und dem vorgegebenen Pfad nicht mehr folgen wollte? Zum Beispiel über langlebigere Güter und Rückkehr der lokalen Produktionen? Über weniger Ausbeutung in den Fleischfabriken, der Gastronomie, bei den ‹Erntehelfern›? Teufelszeug! Bloß nicht! Weiter so! Knüppel-aus-dem-Sack…

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  • am 4.04.2021 um 11:16 Uhr
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    Auch in der Pandemie endet die Freiheit des Einzelnen nicht dort, wo die Angst des Nächsten beginnt!

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  • am 4.04.2021 um 11:30 Uhr
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    Danke für den Beitrag. Strategisch agieren ist sehr anspruchsvoll, weil man den Blick auf möglichst 360Grad erweitern sollte. Das gelingt, wie die Beispiele zeigen, sehr selten. – Der Witz macht es mit Witz deutlich.

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  • am 4.04.2021 um 12:00 Uhr
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    Kritischer Geist ist in den Amtsstuben unerwünscht. Wer dort Abläufe und Prozesse kritisiert und sich fragend vor den Chef stellt, wird abserviert. Amtsleiter sind wie kleine Könige, meist mental verbrüdert mit den politisch Verantwortlichen. Daraus resultiert ein Konglomerat von verklebten Handlungssträngen und Denkschemata und somit meist schon untauglich in normalen Zeiten, ganz zu schweigen von einer Krisenbewältigung, die ihren Namen verdient. Kommt der Filz von links dazu und die so genannte Vernetzung von rechts. Aber auch die Wirtschaft hat versagt. Ihr Geschrei nach öffnen vor der Zeit, machte alles noch schlimmer. Ihr fehlte die Umsicht zum Warten, bis die Fallzahlen wirklich tief waren und man sie hätte nach verfolgen können. Private können’s eben auch nicht besser.

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  • am 4.04.2021 um 14:09 Uhr
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    «3. Wer geimpft ist oder nach überstandener Corona-Erkrankung ein ärztliches Antikörper-Attest hat, muss rasch einen entsprechenden Ausweis bekommen. Für diese Menschen – wie auch für kürzlich negativ Getestete – sollten grosszügige Lockerungen und bevorzugter Zugang gelten.» – Darauf wird das Pandemieregime hinauslaufen: Eine Zweiklassengesellschaft, frei-testen und frei-impfen, Teilnahme am öffentlichen Leben nur mit Ausweis. – Das erinnert an die Zukunfts-Horrorvision des Johannes in Offenbarung 13, wo die Existenz der Untertanen von einem Malzeichen auf Hand oder Stirn abhängig gemacht wird. – Unmögliches rückt in den Bereich des Möglichen!

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  • am 4.04.2021 um 15:31 Uhr
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    Aha, eine neue Zweiklassen-Gesellschaft, Geimpfte und die anderen. Diese neue Zweiklassen-Gesellschaft wird gefordert von Salon-Linken mit typischer Journalisten-Begabung, von Leuten, die immer alles besser wissen und zwar sofort. Ein wirklicher Wissenschafter, wie Sucharit Bhakdi , der den Medien und anderen Interessenten ihr Alarmismus-Geschäft verdarb, wird dagegen nieder gemacht.

    Dass die ganze auf Impfen zugespitzte Kampagne von Leuten erfunden sein könnte, die noch ein bisschen schlauer sind, als die Alarmisten des Medien-Betriebs und die mit quasi Impf-Zwang ihr Jahrhundert-Geschäft organisieren, diese Möglichkeit wird grosszügig übersehen.

    Zum zweiten Teil des obigen Textes Zitat, «Der Amtsschimmel wiehert durch die Berglandschaft» – ja, da sind wir einverstanden. Hat aber mit dem ersten Teil nichts zu tun!

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  • am 4.04.2021 um 16:59 Uhr
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    Ramseyer im Artikel:
    «Der Bundesrat hätte sich mit nur 60 Millionen Investitionen vor einem Jahr schon in eine Fertigungslinie für Covid-Impfstoffe bei der Firma Lonza im Wallis einkaufen können».

    Mit dem Einkauf in eine Fertigungslinie wurde KEIN Impfstoff gesichert. LONZA ist Zulieferer für Moderna und hatte keine Kompetenz Impfstofflieferungen zu garantieren. Moderna, Inc. ist ein in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässiges Biotechnologieunternehmen, diese verkauft den Impfstoff und im März 2020 war noch «America First» angesagt. Dass ich diesen Unsinn nun auch auf INFOSPERBER lesen muss stellt das Portal in Frage. Bei den anderen kritisierten Punkten liegt Ramseyer richtig! Dachte immer es gäbe einen Unterschied zwischen IS und anderen Medien!

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  • am 4.04.2021 um 17:59 Uhr
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    Mit Verlaub, dieser Kommentar riecht sehr nach verkappter Impfwerbung…!

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  • am 4.04.2021 um 20:30 Uhr
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    Interessante Daten. Danke. Bei Punkt 2 wünsche ich mir, das der Hausarzt zusammen mit dem Patienten, der Patientin, entscheidet, ob geimpft wird und mit was geimpft wird. Nicht jeder Mensch verträgt jeden Impfstoff. Alte Menschen welche nicht mehr in der Lage sind, selber Antikörper zu bilden, sollten die Möglichkeit haben, direkt Antikörper anstelle von klassischen Impfstoffen zu erhalten. (Kann man heute in Bioreaktoren züchten. Siehe Dr. Stöcker, Deutschland) Dann kommt noch die Deklaration von Helsinki, welche laut Aussage von Dr. Alonso, Bolivien, einen Arzt im schriftlichen Einverständnis mit der zu behandelnden Person, dazu berechtigt, in einer lebensbedrohlichen Notsituation wie bei einer Pandemie auch ein Präparat an zu wenden welches noch keine Zulassung hat. In die sehr komplexe Situation spielen sehr viele Faktoren ein, sowie der marktwirtschaftliche Druck, die Aktionäre wollen Dividenden sehen. Diese vielen Faktoren können Entscheidungsträger schnell überfordern, dann wird schnell mal der «Verbotsknopf» gedrückt, man könnte ansonsten bei Fehlern auch die eigene Karriere ruinieren. Ich plädiere dafür, das alle therapeutischen Möglichkeiten genutzt werden sollten, um dieser Pandemie ein Ende zu setzen, jenseits von Konkurrenzdenken und politischen Interessen. Die Volksgesundheit muss im absoluten Mittelpunkt stehen. Egal woher das Medikament oder das Vakzine kommt und egal ob es finanziell einträglich ist für die Schweiz oder nicht.

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  • am 4.04.2021 um 22:15 Uhr
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    Das Vertrauen fehlt, weil die Behörden manipulative Zahlen veröffentlichen, weil sie nach einem Jahr immer noch einen ungeeigneten Test als Grundlage aller Massnahmen postulieren, weil sie positiv Getestete als «Fälle» bezeichnen und den Kontakt mit dem Virus verteufeln. Und weil sie vom Ziel der Verhinderung der Überlastung der Spitäler klammheimlich dazu übergegangen sind, die Ausrottung des Virus durch Quarantäne, Tracking und Impfungen anzustreben. Man muss und kann aber den Virus und seine Mutanten nicht eliminieren; der Nutzen von Distanzierungsmassnahmen ist wissenschaftlich zu wenig bewiesen. Das haben auch Gerichte in Portugal, Deutschland und Oesterreich bestätigt.
    Wesentlich ist nur die Immunstärke des einzelnen Menschen. Darüber wird aber nie gesprochen. Nein, es muss nicht mehr getestet, überwacht und zur Impfung gedrängt werden, sondern es muss dargelegt werden, wie man das Immunsystem stärken kann und welchen Einfluss die Organisation der unterschiedlichen Gesundheitswesen auf die Totenzahlen haben.
    Es sieht nicht so aus, dass die Behörden die saubere Betreuung der Geimpften in den aktuellen Impfstudien und die ehrliche Erfassung der Nebenwirkungen einfordern. Wer trotzdem glaubt, eine Impfung sei für ihn risikoloser als ein Kontakt mit dem Virus, soll sich impfen lassen. Wer nicht, soll nicht diskriminiert werden. Einfach so, wie das vor Covid normal war und wie es einer Demokratie angemessen wäre.

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  • am 5.04.2021 um 07:34 Uhr
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    Gibt es einen Impfkonzern, der garantiert, eine sterile Impfung anzubieten, das heisst eine Impfung, bei der die geimpfte Person nicht nur selbst vor dem krank werden geschützt ist, sondern auch niemand anstecken kann? Bekanntlich kann doch ein angesteckter Mensch in der vorsymptomatischen Phase ganz schön andere anstecken. Von anderen Krankheiten her denkend, nimmt man im Volk ganz selbstverständlich an, Geimpfte würden niemand anstecken. Das könnte sich aber als ein schwerer Irrtum entpuppen.

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    • am 5.04.2021 um 10:02 Uhr
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      100prozentig garantieren kann niemand etwas. Es bleiben bei den meisten Massnahmen stets Risiken. Aber man sollte wenn immer möglich angeben, wie hoch ein Risiko eingeschätzt wird. Im Fall von Geimpften gehen die allermeisten Wissenschaftler davon aus, dass das Risiko, dass sie andere anstecken, sehr gering ist.

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  • am 5.04.2021 um 09:53 Uhr
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    «Die BerglerInnen nehmen derlei Ulk-Vorschriften des Berner Amtsschimmels ernst und setzen sie bereitwillig durch.» – Auch diese Skisaison mit Hotel habe ich mir erspart. Der Ärger hätte das Vergnügen um ein Vielfaches übertroffen. Corona-Signaturen an allen Ecken und Enden, Skifahren ohne gemütliche Hütten und Restaurants? – Nein Danke.

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  • am 5.04.2021 um 10:17 Uhr
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    Die ganze «Strategie» ist auf einem untauglichen Testverfahren aufgebaut, welches «dank» unzulässiger Anzahl Test-Zyklen (ct), ungeeigneter Datenbank DNS, in völliger Missachtung der Koch’schen Regel symptomlose Menschen zu Kranken macht.
    Ein Meisterstück der dogmatischen Irrlehren zu Lasten der Menschheitsfamilie, aber ganz im Sinne der Pharmaindustrie.
    Diese Pharma-Dogmatik hat sogar die Dogmatüchtigkeit des Pontifex Maximus übertroffen und die ganze etablierte Polit-Kaste inklusive ehemals der kritischen Linken übertroffen und gefolgsam gemacht.
    Es erschreckt, wenn der IS zulässt, dass die Pharma-PR-Dogmen als Grundlage der Mantras «testen-testen-testen», «impfen-impfen-impfen» und jetzt auch noch das «Heil durch Apartheit» unkritisch zulässt!
    Es gibt längst genügend Ärzte und Wissenschaftler, die genau diese Grundlagen widerlegen, vom Nutzen der Masken bis zum Nutzen der Lockdowns.
    Die neue Dimension des medialen Diktats ist die Ausgrenzung von unangepassten Wissenschaftlern, die Unterdrückung eines offenen Fachdiskurses.
    Im Umkehrschluss macht es die Auswahl einfacher: Wer obrigkeitlich/medial diffamiert wird, der hat etwas unwiderlegbares zu berichten….

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  • am 5.04.2021 um 11:45 Uhr
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    An Werner Furrer, Basel: Vollends einverstanden, Bravo für Ihren offenen Beitrag. Insbesondere Abschnitt 2: Geld regiert die Welt, Korruption macht nicht Halt vor der Menschenwürde, vor deren Existenz u.v.a.m. Christian Andersen hatte 1837 im Märchen für Kinder «Des Kaisers neue Kleider» angeführt, um Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren, verglichen mit Kleider machen Leute: Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und FUER die materiellen und ökonomischen Vorteile. Es geht nicht wie bei Andersen um mangelnde Amtstüchtigkeit, sondern das Gewebe, aus dessen die Kleider des Kaisers gesponnen waren, wird angeblich von jenem nicht gesehen, der nicht Sohn dessen ist, der als sein Vater gilt (was neben der Schande auch fatale erbrechtliche Konsequenzen hätte). Zudem ist es nicht ein „unschuldiges Kind“, das die Wahrheit ausspricht, sondern ein schwarzer Rossknecht, der sich bewusst ist, ohnehin am Fuß der sozialen Rangordnung zu stehen, sodass ihm gleichgültig ist, ob er tatsächlich Sohn dessen ist, der als sein Vater gilt. Erinnert irgendwie an die aktuellen möglichen «Covid-Querdenker», dessen Denken nicht ganz bei Allen vernebelt sein kann.

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  • am 5.04.2021 um 12:30 Uhr
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    Siehe dazu auch der Kommentar von Norbert Piechotta im Artikel ‹Die Angst vor dem eigenen Irrtum› auf ‹multipolar›.
    Eine lange Auflistung staatlichen Verlautbarungen, in welchen mal dies behauptet wird und nachher das Gegenteil, i.S.v. ‹Niemand will eine Mauer bauen›.
    «Wir leben in einem Land, in dem der Staatsvirologe sagt, dass man die Pandemie nicht mit Masken aufhält … und ein halbes Jahr später tragen selbst die Kinder in den Grundschulen Masken … Wir leben in einem Land, in dem der Staatsvirologe sagt, dass man als Normalbürger nicht mit der ständigen Angst vor Infektionen herumlaufen sollte … und ein paar Jahre später sollen alle Menschen jederzeit so handeln, als wären sie infiziert?» usw. usf. eine lange Liste.

    NB: Die jeweils Andersdenkende (z.B. Thema Maske) werden konstant als Covidioten, Coronaleugner, Nazis, Verschwörungstheoretiker u.ä. bezeichnet.

    Link: https://multipolar-magazin.de/artikel/angst-vor-dem-irrtum

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  • am 5.04.2021 um 19:16 Uhr
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    Ein «kritischer» Panikmachartikel. Coronaviren in Holzbänken!
    die Thesen des Autors sind nicht nur unsinnig sondern brandgefährlich! Vor allem wenn es um Lockerungen für geimpfte und immune geht. Nur schon der Gedanke daran, einen grossen Teil der Gesellschaft aus sehr diskussionswürdigen gründen zu diskriminieren war bis vor kurzem undenkbar!
    Ich hoffe, bald auch andere Artikel hier lesen zu können.
    Ich finde keine anständigen Worte, um meine Meinung über diesen Artikel zu äussern.
    Schämen Sie sich Herr Ramseier.

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  • am 5.04.2021 um 20:57 Uhr
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    Ich habe einige Fragezeichen zur Anlalyse.

    Wissen tatsächlich so viele Leute, wo sie sich angesteckt haben? Warum heisst dann die allgemein bekannte Hitliste zu den Ansteckungsorten immer noch:
    1. unbekannt 2. keine Angaben 3. in der Familie?

    Dass Testen nicht so populär ist, hat wohl nur zum Teil mit komplizierten Abläufen zu tun. Es könnt noch mehr daran liegen , dass man, wenn man sich testen lässt, sofort den Behörden gemeldet wird. Das ist zweifellos auch der eigentliche Grund, warum die Behörden sich so gegen den freien Verkauf von Schnelltests sperren. Es droht Kontrollverlust. Die Polizei kann die strikte Einhaltung des Hausarrests nicht mehr überprüfen.

    Privilegien für Geimpfte sind in Alters- und Pflegeheimen sicher o.k. Wenn in einem Heim alle, die wollen, geimpft sind, kann gelockert werden.

    Dass in der Öffentlichkeit Restaurants und Konzerte für Geimpfte wieder erlaubt, für alle anderen aber verboten sein sollten, finde ich aber sehr abwegig.
    In einer ersten Phase würde das ja bedeuten, dass jene, die sich beim Kampf um die knappen Impfdosen vorgedrängelt haben, noch belohnt werden.
    Später, wenn alle impfwilligen ihre Impfung erhalten konnten, gibt es keinen Grund mehr für irgendwelche Beschränkungen. Diejenigen, die wollten, haben sich geschützt. Die anderen haben in eigener Verantwortung verzichtet und müssen nicht vom Staat bemuttert werden.

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  • am 5.04.2021 um 21:55 Uhr
    Permalink

    Fordern Sie hier allen Ernstes die «Freiheit» ein, «auch in der Pandemie» Ihre Nächsten nach Belieben zu ängstigen, Herr Hurni – oder gar, ihre Mitmenschen mit Viren anzustecken? Hoffentlich nicht.
    Ich bin kein Alarmist Herr Furrer, und fordere keinen Impfzwang. Nur ist es halt so, dass der Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen und Orten im Rechtsstaat sehr zurecht längst so geregelt ist, dass die Leute einander (und sich selber) nicht gefährden. So darf etwa nur mit einem Auto auf die Strasse, wer eine Prüfung bestanden hat und über einen gültigen Fahrausweis verfügt: «Die Geprüften –und die anderen», wie Sie diese «Zweiklassengesellschaft» wohl definieren würden. Oder in Herrn Mosimanns Worten auf den Punkt gebracht: «Teilnahme am Strassenverkehr nur mit Ausweis.» Wer das als «Horrorvision» mit «Malzeichen auf Hand oder Stirn der Untertanen» bezeichnet, der fabuliert genauso wild, wie jene Kommentatoren, die ohne jegliche Belege immer noch behaupten, da gebe es eben irgendwo irgendwelche «Leute», die eine Corona-«Kampagne erfunden» hätten, um dann mit Impfungen «ihr Jahrhundert-Geschäft zu organisieren». Was sie mir derweil als «Unsinn» ankreiden wollen, Herr Brunner, haben sowohl Lonza als nun auch Moderna in der neusten Sonntagszeitung (4. 4. 2021) als Fakt bestätigt: «Der Bund wollte im letzten Jahr eine nationale Produktion. Moderna war bereit, diese zuzulassen.» Und als Fazit: «Bersets Rechtfertigung fällt in sich zusammen.» Niklaus Ramseyer, BERN

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  • am 6.04.2021 um 13:30 Uhr
    Permalink

    Damit die gesamte Bevölkerung möglichst rasch die Möglichkeit hat, sich impfen zu lassen, und wir nicht in eine Apartheid hinein kommen, gäbe es noch etwas zu beachten: Ich habe gehört, die Russen hätten bereits einen dritten Impfstoff entwickelt, einen ganz konventionellen, einen wie früher, einen, der mit Gentech gar nichts zu tun hat. Das wär doch was für die freiheitliche Schweiz, dass alle Leute, welche Gentech ablehnen sich mit diesem impfen lassen könnten. Das würde doch die Bereitschaft sich impfen zu lassen sehr erhöhen, oder!

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  • am 6.04.2021 um 17:42 Uhr
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Ramseyer. Dass der Vergleich mit dem Fahrausweis Unsinn ist, müssten Sie doch selber merken. Sie können eine Ausbildung doch nicht mit einer Impfung vergleichen. Und wo hört die Wahl auf und wird zum Zwang? Du hast die Wahl: Entweder du nimmst nicht mehr am sozialen Leben Teil und suchst dir gegebenenfalls einen anderen Job oder du lässt dich eben impfen. Die Wahl?
    Freundliche Grüsse, Martina Uehli

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  • am 8.04.2021 um 16:19 Uhr
    Permalink

    Zur Pandemie lege ich nur
    Paul Schreyer: Pandemie-Planspiele – Vorbereitung einer neuen Ära? in den Topf.
    Darüber zu schreiben hilft eh nichts.
    Grippe hatte ich schon öfter. Sogar ein Wundfieber von fast 41 grad Und einen Zeckenbiss habe ich auch überlebt.
    Autoimmunkrankheit = Nicht Impfen?
    Von mir aus.

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  • am 11.04.2021 um 19:21 Uhr
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    Herrjemine diejenigen die die Impf-Bevorzuger als «Impf-Hysteriker» beschimpfen werden zu «Klassengesellschafts-Hysteriker». Da ist meist der Vergleich mit düsteren Zeiten in den 40ern und die Selbstbemitleidung als «politisch Verfolgte» nicht weit.
    Und bei einer Impfung gehts meiner Meinung nach auch darum, diejenigen bestmöglich zu schützen, die sich nicht impfen lassen können.
    Das Argument «die die Schisser sind sollen sich impfen, mich kratzt das Virus nicht» ist schlicht egoistisch insbesondere gegenüber denjenigen, die sich aus mannigfaltigen Gründen nicht impfen lassen können.
    Ich finde es immer wieder spannend, dass gerade in Kreisen, die sich als «differenziert, aufgeklärt und informiert» betrachten geradezu spöttisch auf die «Nicht-Informierten» heruntergelächelt wird. Wodurch sie keinen Deut besser sind als diejenigen die pauschal alle Kritiker als «Schwurbler, Corona-Leugner und Eso-Nazis» beschimpfen.

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