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Dieser seitengross aufgemachte Artikel erschien am 12. April in einer ganzen Reihe von Zeitungen. Offensichtlich hat die Autorin die zitierte Studie nicht gelesen. © Bote der Urschweiz

Schnelltests finden gleich viele Ansteckende wie die PCR-Tests

Urs P. Gasche /  Mehr als 30 Schweizer Zeitungen verbreiteten irreführend, der Roche-Nasentest habe eine Treffsicherheit von weniger als 33 Prozent.

«Schaden die Corona-Selbsttests mehr, als sie nützen?» titelten viele Zeitungen des Tamedia-Konzerns über dem jeweils identischen Artikel. Zeitungen der CH-Medien-Gruppe setzten die Schlagzeile auf die Frontseite: «Corona-Selbsttests erkennen nur die Superspreader». Weitere Zeitungen des gleichen Konzerns setzten über einem fast seitenlangen Artikel das Zitat «Die Selbsttests sind nicht sehr nützlich» (Bild oben).

Das Zitat wurde dem Mikrobiologen Professor Gilbert Greub in den Mund geschoben, der seine mit Co-Autoren verfasste Studie über Schnelltests publik machte. Auch die anderen Zeitungen stützten sich für ihre Schlagzeilen ausschliesslich auf Aussagen von Greub. Der Lausanner Mikrobiologe Gilbert Greub und seine Co-Autoren hätten ermittelt, dass die Treffsicherheit bei Personen ohne Krankheitssymptome bei «unter 33 Prozent» liege. Es würden also «zwei von drei Infizierten von den Schnelltests nicht erkannt».

Die Studie vergleicht Resultate von Schnelltests mit Resultaten von aufwändigeren PCR-Tests. Doch dieser Vergleich hinkt, wenn man herausfinden möchte, ob jemand ansteckend ist oder nicht.

Eine Recherche von Infosperber ergab, dass der Roche-Schnelltest über 90 Prozent aller Personen erkennt, die zum Zeitpunkt des Tests ansteckend sind.

Positiv Getestete mit Ansteckenden verwechselt

Es sei bereits bekannt gewesen, dass «die Nasenabstrich-Tests für zu Hause weniger zuverlässige Resultate liefern als herkömmliche PCR-Tests», schrieben die Zeitungen des Tamedia-Konzerns. Dies sei jetzt bestätigt worden.

Erste Konfusion der Tamedia-Zeitungen: «Bei unserer Studie ging es nicht um Selbsttests mit Kurzabstrichen von 2 Zentimetern in der Nase, sondern um Schnelltests, bei denen Professionelle Abstriche bis in eine Tiefe von 8 Zentimeter in die Nase machten», so Gilbert Greub zu Infosperber. Die Tamedia-Zeitungen verwechselten also organisierte Schnelltests mit Selbsttests. Selbsttests, die jeder zu Hause selber macht, gelten als unzuverlässiger, weil selbst vorgenommene Proben aus der Nase fehlerhaft sein können.

Zweite grössere Konfusion bei allen Zeitungen: Sie verwechselten Ansteckende mit Infizierten. Bei den Schnelltests (wie auch bei den Selbsttests) geht es nicht darum, «Infizierte» zu finden (also mit einem PCR-Test positiv Getestete), sondern Ansteckende zu identifizieren. Denn die Getesteten möchten möglichst sicher sein, dass sie in diesem Moment nicht ansteckend sind und deshalb beispielsweise Betagte besuchen, mit Freunden zusammensitzen oder ins Kino gehen können.
Dafür aber sind PCR-Tests schlecht geeignet, denn sie ergeben «positive» Resultate auch bei vielen Getesteten, die längst nicht mehr ansteckend sind. Aus diesem Grund empfehlen die Hersteller, ihre PCR-Tests nur zum Diagnostizieren von Personen mit Krankheitssymptomen zu verwenden und nicht für Massentests an Gesunden.

Die Vermischung von «Infizierten» mit «Angesteckten» haben sich Medien und Behörden selber eingebrockt, weil sie statt sachlich von «neu positiv Getesteten» stets von «neu Infizierten» reden und schreiben. Unter «Infizierte» verstehen viele Leute fälschlicherweise Erkrankte oder Ansteckende. Siehe Infosperber vom 26.10.2020: «Auch nach Monaten ist exakte Corona-Sprache in Medien selten».

Tatsächlich redet man von einem «positiven» Testresultat oder eben von einem «Infizierten» auch dann, wenn die PCR-Tests lediglich Spuren des Erbguts von Sars-Cov-2 finden. Solche inaktive Erbgut-Spuren entdecken die PCR-Tests nach Angaben des Robert Koch-Instituts RKI bis zu zwei Monate nach einer Übertragung des Virus. In Einzelfällen könne der PCR-Test sogar fast drei Monte lang positiv sein, schrieb kürzlich das «New England Journal of Medicine»
Doch Personen, die keine oder fast keine Krankheitssymptome aufweisen, sind während höchstens zwölf Tagen ansteckend. Eine Studie aus Südkorea zeigte sogar, dass Personen mit nur schwachen Symptomen während noch weniger Tagen ansteckend sind. Deshalb sind zum Zeitpunkt des PCR-Tests viele der positiv Getesteten, meist «Infizierte» genannt, längst nicht mehr ansteckend.

PCR-Tests können nützlich sein, um das Verbreiten des Virus zu verfolgen. Um jedoch festzustellen, ob jemand ansteckend ist, sind sie nach der heutigen Testpraxis vor allem bei Personen ohne Symptome unbrauchbar.

Die PCR-Tests könnten mit einiger Genauigkeit Ansteckende von Nicht-Ansteckenden unterscheiden

«Nach der heutigen Testpraxis» deshalb, weil die Labors die Testproben analog einem Vergrösserungsglas so genau ansehen, bis sie noch kleinste Trümmerreste eines Corona-Virus entdecken. Das Robert Koch-Institut RKI und die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention stellten schon lange fest: Wenn Labors mit zu grosser Lupe nach Resten des Virus suchen, finden sie «Fälle», die gar keine sind.
Doch eigentlich gibt es für jedes Testresultat einen sogenannten Ct-Wert, der die Zahl der durchgeführten Messzyklen des Probematerials angibt. Je mehr Zyklen, desto eher sieht man noch kleinste Spuren des viralen Erbguts. Bei einem Patienten mit viel Virusmaterial im Körper schlägt der Test häufig schon nach einer Vergrösserung von 15 Ct-Messzyklen an, sicher aber bei einer Vergrösserung von 25 Ct-Zyklen, sagen Labormediziner. Bei einer Vergrösserung von über 30 dagegen sind die Virus-Reste so minim, dass die gefundenen Virusteile keine Bedeutung mehr haben, sondern nur noch darauf hinweisen, dass die Person irgendeinmal mit einem Coronavirus in Berührung gekommen ist.
In der Schweiz und in Deutschland führen Labors bis zu 40 Zyklen durch, wenn nach weniger Zyklen keine Virenreste zum Vorschein kommen. Wenn wie bei Massentests vor allem Menschen ohne Symptome getestet werden, führt diese Suche mit dem grössten Vergrössungsglas zu sehr vielen «Infizierten», die nicht ansteckend sind. Je nach Hersteller der PCR-Tests bedeuten Resultate mit Ct-Werten ab 25 oder 30, dass nur noch ein Restrisiko besteht, eine ansteckende Person zu übersehen.
Testresultate mit einem Ct-Wert von über 30 oder sogar noch etwas darunter, sollten alle als «negativ» bewertet werden, sagt Michael Mina, Professor für Epidemiologie und übertragbare Krankheiten in Boston.
Dazu die Swissmedic: «Die Laboratorien müssen sich an die Vorgaben des Herstellers halten. Swissmedic hat keinen Einfluss auf diese Herstellerangaben bei den PCR Tests, da diese Systeme von Swissmedic nicht bewilligt oder zugelassen werden.» Auch die US-Behörde FDA sagt, die Hersteller und Labors könnten die maximalen Ct-Werte zur Bestimmung eines positiven Testresultats selber festlegen. Hier besteht jedoch ein Interessenkonflikt: Je mehr «positive» Resultate, desto mehr Folgetests lösen sie aus.

Wenn es darum geht, ob PCR-Tests oder Schnelltests Ansteckende mit grösserer Treffsicherheit finden, dann darf man die positiven Resultate von Schnelltests nur mit den positiven Resultaten von PCR-Tests vergleichen, die mit einem Ct-Wert bis 25 oder 30 durchgeführt wurden. Die miserable Trefferquote der Schnelltests von nur 33 Prozent kam deshalb zustande, weil man sie mit PCR-Tests verglich, die mit bis zu 40 Zyklen durchgeführt wurden. Studien-Autor Gilbert Greub rechtfertigt diesen Vergleich gegenüber Infosperber damit, dass auch mit hohen Ct-Werten Getestete noch ansteckend sein können. Das kann wohl sein. Aber diese Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Wie klein dieses Risiko tatsächlich ist, war nicht Gegenstand der Studie von Gilbert Greub. Selbst die WHO schätzt die Wahrscheinlichkeit als sehr gering ein.
Koreanische Wissenschaftler fanden bei Patienten, die in Spitälern mit einem PCR-Test positiv getestet wurden, ab einem Ct-Wert von 30 keine Viren mehr, die sich vermehren konnten. Diese Patienten waren nicht mehr ansteckend.

Trefferquote von 97,8 Prozent

Die von fast allen Medien zitierte Studie von Greub vergleicht Schnelltests jedoch nicht nur mit Ct-Werten von bis zu 40, sondern auch mit positiven PCR-Resultaten, die mit einem Ct-Wert nur bis zu 26 erreicht wurden. Bei diesem Vergleich lag die Trefferquote des Roche-Schnelltests nach Angaben von Gilbert Greub bei ausgezeichneten 97,8 Prozent. Schnelltests von anderen Herstellern erzielten bei diesem Vergleich Trefferquoten zwischen 95,6 und 100 Prozent. Die günstigeren und einfacheren Schnelltests fanden also fast gleich viele Ansteckende wie die PCR-Tests. Falls man man mit Ct-Werten zwischen 27 und 40 noch wenige Ansteckende gefunden hätte, welche bei diesem Vergleich unberücksichtigt geblieben wären, läge die Trefferquote der Schnelltests immer noch bei über 90 Prozent.

Ein wichtiger Vorteil von Schnelltests kommt dazu: Deren Resultat liegt unmittelbar nach dem Test vor, so dass Angesteckte sofort wissen, dass sie ansteckend sind und dafür sorgen können, dass sie niemanden mehr anstecken. Beim PCR-Test dauert es einen bis zwei Tage, bis das Testresultat vorliegt. Die Ansteckenden laufen also noch ein bis zwei Tage herum, ohne von ihrer Ansteckung zu wissen.

Berücksichtigt man diesen Vorteil, dann ist die nur wenig höhere Treffsicherheit der PCR-Tests nichts mehr wert. Schnelltests bewahren gleich viele Leute vor Ansteckenden wie die PCR-Tests.

Zu seinem Schnelltest erklärte der Roche-Konzern gegenüber Infosperber: «Bei einer Auswertung von über 70 unabhängigen Studien, die anhand von 30’000 Patientendaten weltweit über 20 Tests vergleicht, schneidet unser Test am besten ab. Er identifiziert schnell und zuverlässig Menschen mit einer hohen Viruslast, die als besonders ansteckend gelten.»

Weil es bei Schnelltests nur darum geht, ob man zum Zeitpunkt des Tests ansteckend ist, erklärte auch Gilbert Greub gegenüber Watson, er halte die Nasen-Schnelltests dann für sinnvoll, wenn damit Restaurants und Kinos geöffnet werden können.

➜ Morgen auf Infosperber: «Die Schweiz braucht eine Strategie mit Schnelltests». Ein Interview mit Arzt und Unternehmer Thomas Krech, der die Teststrategie des Bundesrates kritisiert.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine.

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18 Meinungen

  • am 19.04.2021 um 11:28 Uhr
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    Mir scheint, Herr Gasche trägt hier mehr zur Konfusion als zur Aufklärung bei. Welchen Unterschied besteht zwischen Infizierten und Ansteckenden? Ist es wirklich notwendig, eine solche Haarspalterei mehr einzuführen und inwiefern sind sie eine Bereicherung der Debatte? Oder deutet sie nur auf die Konfusion des Autors hin?

    Gibt es denn überhaupt Studien, die nachweisen, dass es Ansteckungen gab von wirklich asymptomatischen Menschen? Mir sind keine bekannt, die sich im Nachgang nicht als unrichtig herausgestellt haben.

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    • am 19.04.2021 um 12:32 Uhr
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      Der Unterschied zwischen positiv Getesteten («Infizierten») und Ansteckenden ist entscheidend.
      In Deutschland meldet das RKI für die letzten 7 Tage fast 140’000 «neue Fälle» (=positiv Getestete = Infizierte). Wenn alle ansteckend wären, würde die Situation schnell ausser Kontrolle geraten.
      In der Schweiz meldet das BAG für die letzten 7 Tage rund 14’000 «neue Fälle» (=positiv Getestete = Infizierte). Wenn alle ansteckend wären, würde die Situation schnell ausser Kontrolle geraten.
      Entscheidend für die aktuelle Verbreitung der Pandemie ist die Zahl der Ansteckenden, die Dritte gefährden können.
      Alle positiv Getesteten oder «Infizierten», die nicht ansteckend sind, schickt man nutzlos in Quarantäne.

      0
  • am 19.04.2021 um 13:26 Uhr
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    «Schnelltests bewahren gleich viele Leute vor Ansteckenden wie die PCR-Tests.»

    In wie fern bewahren Tests vor Ansteckenden, als wenn symptomatische Menschen einfach zu Hause bleiben?

    Asymptomatische Ansteckungen geistern zwar schon lange in den Medien rum. Studien die das beweisen fehlen aber gänzlich. Ganz im Gegenteil, wie diese Studie aus China welche im Nature veröffentlicht wurde, zeigt. Asymptomatische Ansteckungen konnten keine nachgewiesen werden.

    https://www.aerzteblatt.de/studieren/forum/138997/Neue-Wuhan-Studie-Asymptomatische-uebertragen-Corona-nicht

    Kann zu dieser Fragestellung noch eine kurze Stellungnahme erfolgen?

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  • am 19.04.2021 um 13:29 Uhr
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    Die meisten müssen den Artikel wohl dreimal durchlesen, um zu verstehen worum es geht und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Es gilt zu unterscheiden zwischen positiv, infiziert, ansteckend, krank sowie diverse PCR Testmethoden, Schnelltests und Selbsttests. Dazu kommen noch verschiedene Studien und Expertenmeinungen. Die Konfusion ist so ziemlich perfekt. Die Politik ist fest im Griff der Pharma und deren Experten, da niemand die Zahlen und Funktionsweise dieser Tests nachprüfen kann. Das gleiche gilt für die Impfkampagne. Aus diesem Universum von Methoden und Meinungen kann man beinahe jeden Schluss ziehen: 1. Die Gratis-Selbsttests, nach denen sich die Leute geradezu reißen, werden die Fallzahlen nach oben treiben und das Covid-Regime weiterhin unterstützen. 2. Die Regierung wäre dazu angehalten, diesen ganzen Wildwuchs zu stoppen und die PCR streng zu regulieren und auf ihre Evidenz und sachgemäße Anwendung zu kontrollieren. – Ich bin davon über zeugt: Ende Jahr wäre die «Pandemie» überwunden.

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  • am 19.04.2021 um 13:42 Uhr
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    Sehr geehrter Herr Gasche
    Mir scheint wir sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
    Offiziell befinden wir uns mitten in der dritten Welle einer weltweiten Pandemie. Doch in der Schweiz gibt es eine Untersterblichkeit. Noch nie in den letzten sechs Jahren sind in den ersten 11 Wochen weniger Menschen gestorben. Verglichen mit dem Jahr 2015 etwa 12 % weniger (BfS).
    Die aktuelle Situation ist kafkaesk. Das Ganze wirkt immer absurder und unwirklicher.

    1
  • am 19.04.2021 um 16:25 Uhr
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    Der Artikel über den Unterschied zwischen Ansteckenden und Infizierten ist sehr aufschlussreich, besten Dank.

    0
  • am 19.04.2021 um 16:51 Uhr
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    Wow, da läuft der infosperber zur Höchstform auf! Sehr relevante/wertvolle Informationen. Gratuliere – um Längen der Konkurrenz voraus!

    0
  • am 19.04.2021 um 17:07 Uhr
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    Ein idealer Test wäre ein Nährboden-Abstrich. Das bedeutet, dass man das, was man findet auf einen Nährboden aufträgt, worauf Sars-Viren sich replizieren würden, sofern sie vorhanden und funktionsfähig wären. Dies würde klare Resultate hervor bringen. Sind nur Bruchstücke da, welche jeden bisherigen Schnell-Test positiv aussehen lassen, so würde ein Nährboden-Test negativ bleiben. Dies könnte man heute mit einem Bio-Chip machen, der nach 6-12 Stunden anzeigt, ob das was man gefunden hatte sich auch vermehren kann und somit eine Gefahr wäre. Die Tests welche wir jetzt haben, sind sicher besser als gar nichts und sehr hilfreich. Wer sich nicht an die Gebrauchsanweisung hält, und vor dem Nasen oder Rachen Schnelltest etwas Saures isst, und den Mund vor dem Test nicht ausspült, muss sich nicht wundern, wenn er ein falsch positives Resultat hat. (Cola kann schon reichen, ph 2.7 plus Kohlensäuregas welches in die Nasenhöhlen aufsteigt) Man kann einen Schnelltest auch 2x mit dem Abstand von 1 Stunde machen, somit steigt die Genauigkeit an. Schnell-Tests können auch Ängste beruhigen und haben somit psychologisch einen hohen Wert. Die neue Wuhan Studie soll angeblich zeigen, das Symptomlose Corona nicht übertragen können. Quelle: Aerzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/studieren/forum/138997/Neue-Wuhan-Studie-Asymptomatische-uebertragen-Corona-nicht Je mehr wir Wissen und schneller selber verlässlich testen können, desto besser können wir uns und andere schützen.

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  • am 19.04.2021 um 19:27 Uhr
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    @Michael Ulmer – Sie haben in so vielem recht. Man weiss wenig bis nichts, was da in Wirklichkeit passiert. Weltweit wird mal dies mal jenes behauptet. Die Zahlen wie sie uns präsentiert werden, entbehren öfters jeglicher statistischer Relevanz. Selbst die WHO ist nicht in der Lage klare Aussagen zu machen, will oder darf es vielleicht auch gar nicht. Aber halt! Grade weil Sie z.B. den Unterschied zwischen Infizierten und Ansteckenden als Haarspalterei empfinden, das Märchen der Ansteckungsgefahr durch Asymtomatische (sprich Gesunden) nicht glauben können, deutet nicht auf eine Konfusion des Autors, sondern auf eine tieferliegende gesellschaftliche Krankheit hin. Angst und Panik. Beides sind schlechte Ratgeber. Was immer klarer wird ist, dass der immense Einfluss der Pharma Lobby mit ihrem gekauften Expertenheer, die sinisteren Phantasien der Superreichen, das elende Geschwurbel vom «Grossen Reset», unsere Gesellschaft in einem Zustand halten, den man nur als eine Art Massenhypnose bezeichnen kann. Wir alle sollen zu «Zeugen Coronas» mutieren und unsere bürgerlichen Freiheiten, die wir uns durch die Jahrhunderte erstreiten mussten, kampflos aufgeben. Sagen auch Sie : «So nicht!» Man muss sich da eben am Riemen reissen, unermüdlich den medialen Spreu vom Weizen trennen und eine gesunde Skepsis walten lassen. Was nicht einfach ist, aber bestimmt den InfoSperber und seine Autoren immer wieder auszeichnet.

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  • am 19.04.2021 um 23:33 Uhr
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    Bezugnehmend auf die Präzisierung von Herrn Gasche:

    Die Sache mit den positiv Getesteten ist ja, dass gerade bei Sympthomfreien oder untypischen Covid Sympthomen (sprich einer nicht typischen Anamnese) die Wahrscheinlichkeit, dass keine Infektion vorliegt, gewaltig gross ist. Darum alle «positiv Getesteten» mit «Infiziert» gleich zu setzten, ich für äusserst fragwürdig halte. Jemand, der infiziert ist, steckt auch an. Von einer Infektion mit einem Virus zu sprechen (rein auch sprachlich) bei Personen, die nicht Ansteckend sind, halte ich für eher merkwürdig. Ich glaube mich zu erinnern, dass auch schon der Infosperber richtigerweise auf diesen falschen Sprachgebrauch hinwies.
    Ich verstehe natürlich, was Herr Gasche Absicht ist (die ich entsprechend honoriere). Aber das Wort «Infiziert» ist eindeutig konotiert und ein fälschlicher Gebrauch von motivierter Seite bleibt eine (willentliche?) Irreführung (zB. von Seiten des BAG).

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  • am 20.04.2021 um 09:20 Uhr
    Permalink

    Die Demokratie wegen Corona in Gefahr? Das ist doch lächerlich. Sie war noch nie so stark wie heute. Wer das nicht glaubt, der sollte sich mit der Geschichte befassen und über die Vernichtungskriege und die Pandemien der Vergangenheit lesen. Tatsache ist, dass die Demokratie ein nimmerendender Prozess ist. Die Debatten werden weiter gehen, und das ist gut so, aber bitte führt sie mit Logik und Verstand, und vor allem: geht wählen, denn wer sich bei Initiativen keine Gedanken macht und nicht wählt, hat auch kein Recht die Demokratie zu kritisieren. Ich bin jedenfalls InfoSperber für seine demokratische Gesinnung dankbar, auch wenn mir die eine oder andere Stellungnahme nicht passt!

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  • am 20.04.2021 um 15:43 Uhr
    Permalink

    Das RKI erlaubt, trotz positiven PCR Test eine Entlassung aus der Quarantäne
    «PCR-Ergebnis
    – Im Regelfall: negatives PCR-Ergebnis oder
    – Alternativ: positives PCR-Ergebnis nur unterhalb eines
    definierten Schwellenwertes, der eine Aussage über die
    Anzuchtwahrscheinlichkeit erlaubt (quantitative Bezugsprobe Zellkulturüberstand < 1.000.000 (10^6) Kopien/ml, Details siehe http://www.rki.de/covid-19-diagnostik)."

    Der Vorwurf, dass jeder positive PCR Test als Neuinfektion gilt, ist so also nicht richtig.

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    • am 20.04.2021 um 16:35 Uhr
      Permalink

      Ihre Schlussfolgerung ist nicht korrekt. In der Schweiz jedenfalls kommt jedes positive PCR-Resultat in die Statistik der Zahl der «Infizierten» oder «neuen Fälle». Ein Schwellenwert (Ct-Wert oder Virenlast) wird nicht berücksichtigt.

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  • am 21.04.2021 um 09:28 Uhr
    Permalink

    Leider funktioniert bei mir die Antwortfunktion nicht. Ich wollte auf meinen eigenen Kommnetar antworten.

    Offensichtlich kann meine Frage (In wie fern bewahren Tests vor Ansteckenden, als wenn symptomatische Menschen einfach zu Hause bleiben?) nicht beantwortet werden. Oder man will nicht. Dabei ist dies fatal. Solange diese Frage nicht beantwortet ist, ist der gesundheitliche Nutzen der Testerei fundamental in Frage gestellt. Es gehört auch zu den Aufgaben von Medien, die Grundsatzfrage zu stellen als einfach innerhalb des akzeptierten Frame’s «kritisch» zu sein.

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    • am 21.04.2021 um 10:05 Uhr
      Permalink

      Man ist schon ansteckend, bevor man Symptome spürt, anders als bei einer Grippe. Das Testen ermöglicht auch das Organisieren des Tracing.

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  • am 21.04.2021 um 11:47 Uhr
    Permalink

    Wenn so viele Zeitungen synchron dasselbe Schreiben, dann hat dies eine Quelle und diese Quelle möchte etwas erreichen mit dieser verzerrenden Aussage. Von Zufall kann hier keiner sprechen. Nun stellt sich die Frage, wer verliert an Kapital wenn Menschen sich selber Testen können und wer gewinnt an Kapital daran. Folge dem Geld. Heute ist ja alles möglich wenn nur die Kasse stimmt. Ich habe mich etwas umgesehen in den Fach-Online-Zeitschriften für Aerzte und Medizinpersonal. Da gibt es einen Felix Huber : https://www.medinside.ch/de/post/die-covid-selbsttests-aus-den-apotheken-sind-gefaehrlich Herr Felix Huber schreibt dort eine Kolumne für Medinside Schweiz. Mit ganz harten Worten verlangt er die sofortige Stoppung der Selbsttests, mit der Behauptung nur jeder Dritte könne damit erfasst werden. Wer ist dieser Mann? Aha, er ist im Vorstand der Medix und ist deren Präsident. Da er Arzt ist, kann er etwas medizinisches sagen, ohne der Zensur ausgesetzt zu sein, er ist ja ein Doktor, und einem Doktor schreiben die Zeitungen gerne ab, da kann ja nichts schief gehen. Herr Dr. Huber ist ein Interessenvertreter von: https://www.medix.ch/ueber-uns/werte-und-leistungen/ und ist somit auf der Seite von Ärzten, welche dem Managed Care System anhängen. Wenn sie, liebe Leser nun wissen wollen, warum er absolut, zu 100% gegen diese Selbsttests ist, dann folgen sie seinem beruflichen Pfad als Vorstandsmitglied, wem die Medix dient, der Rest an Erkenntnissen ergibt sich dann von alleine.

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  • am 21.04.2021 um 20:02 Uhr
    Permalink

    Danke, das ist eine gute Klarstellung der schlechten Leistung der Tagi Journalisten und der verwirrenden Studie.

    Nun würde mich noch interessieren ob die Schnell-Selbsttests, welche man jetzt gratis bei der Apotheke bekommt, genügend Aussagekraft haben (insbesondere betr. Ansteckung durch Leute ohne klare Symptome).

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  • am 22.04.2021 um 09:25 Uhr
    Permalink

    @ Herr Gasche (Antwortfunktion geht bei mir leider nicht)
    Wenn dem so wäre, dann müssten asymptotische Ansteckungen dokumentiert sein. Denn solange man noch keine Symptome verspürt, ist man ja auch asymptotisch. Gibt es Belege, dass Menschen ohne Symptome ansteckend sind?

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