Kalifornien Impfanreize

Auf Impfwillige in Kalifornien warten Lotterie-Lose und Einkaufsgutscheine. Bericht in der FAZ. © FAZ

Verwerfliche Anreize sollen Jugendliche zum Impfen bringen (1)

Urs P. Gasche /  Zum Impfen locken dürfen weder testfreie Besuche von Clubs und Events noch ein kostenloser Interrail-Pass im Wert von 200 Franken.

Es ist das erklärte Ziel der Behörden und vieler Experten, dass sich grosse Teile der Bevölkerung damit auch  möglichst viele Jugendliche und junge Menschen impfen lassen. Dieses Ziel können sie offensichtlich nicht erreichen, wenn sie einfach sachlich und verständlich über den persönlichen Nutzen, die persönlichen Risiken sowie über den Nutzen für Erwachsene informieren. Eine sachliche und verständliche Information über Vor- und Nachteile steht in Konflikt mit dem Ziel einer maximalen Durchimpfung der Bevölkerung.

Wegen dieses Interessenkonflikts tun sich manche Behörden und auch viele Medien schwer damit, die Jugendlichen mit korrekten Zahlen und dem Nennen der Unsicherheiten verständlich zu informieren.

Eine solche Information ist jedoch laut Gesetz und Rechtssprechung für Ärztinnen und Ärzte Pflicht. Sie müssen ihre Patientinnen und Patienten vor jeder nicht notfallmässigen medizinischen Massnahme über Nutzen und Risiken verständlich aufklären. Denn nur so können die Betroffenen einen informierten Entscheid darüber fällen, ob und wie ihre Körper mit Medikamenten und Impfungen behandelt werden sollen. 

Diese gesetzliche Vorgabe ist ebenso eine ethische und bei Impfungen besonders sorgfältig zu erfüllen, weil es um einen medizinischen Eingriff nicht an kranken, sondern an gesunden Menschen geht. Es ist deshalb besonders stossend, wenn Jugendliche statt mit Aufklärung, die auch altersgerecht ist, mit materiellen Vorteilen zum Impfen gebracht werden sollen. 

Das ist eine neue Dimension falscher Anreize. Bei Medikamenten kommt es oft vor, dass Pharmafirmen und Hersteller von Medizinalprodukten den Ärzten geldwerte Anreize geben, damit diese bestimmte Medikamente oder bestimmte Prothesen oder Herzschrittmacher vorziehen. Bisher ist jedoch nicht bekannt, dass Unternehmen die Patientinnen und Patienten mit materiellen Vorteilen lockten. 

Doch dieses Tabu wird beim Impfen sowohl von Behörden und Experten wie auch von Medien gebrochen. Das Ziel einer möglichst grossen Durchimpfung der Bevölkerung soll offensichtlich die Mittel heiligen. In der NZZ am Sonntag schlug Bundeshausredaktor Stefan Bühler sogar vor, Jugendlichen als Zückerchen für eine Corona-Impfung einen Interrail-Pass im Wert von 200 bis 300 Franken zu schenken: «Als Anreiz fürs Impfen – aber auch aus Dank und Anerkennung».

Schwyzer Gemeinde belohnt Impfwillige mit Gutscheinen

«20Minuten» berichtete am 2. Juni 2021 darüber:

210709 20Minuten

In Kalifornien schenkten die Behörden Impfwilligen Lotterie-Lose und Einkaufsgutscheine. Die FAZ berichtete darüber.

In der Schweiz gibt es vorläufig noch keinen Gratis-Interrail-Pass. Doch manche Jugendliche lassen sich impfen, nicht weil sie Nutzen und Risiken für sich selber erklärt bekamen, sondern weil sie im Sommer bequemer reisen und ohne Tests Clubs und Events besuchen können. «Das aufwändige Testen wird viele motivieren, sich impfen zu lassen», freut sich der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, in der Sonntags-Zeitung. Es zähle «jedes zusätzliche Prozent der Durchimpfung», begründet Engelberger. Medienberichte über das mühsame Anstehen und Warten beim Testen tragen – wie auch der gesellschaftliche Druck – das ihre dazu bei, Jugendliche zum Impfen zu «motivieren».

Informiert entscheiden

Doch Jugendliche müssen über die Impfung informiert entscheiden können. Informiert sind sie nur, wenn sie über folgende zwei Fragen sachlich, verständlich und interessenfrei aufgeklärt werden:

  1. Individuelle Abwägung des Nutzens und des möglichen Schadens: Wie stark reduziert die Impfung – in der entsprechenden Alters- und Risikogruppe – die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, einer Spitaleinweisung und eines Todesfalls? Wie hoch ist das Risiko von schwereren Nebenwirkungen der Impfung, auch langfristig und bezüglich etwaiger weiterer Covid-Impfungen? Welche Fragen zur Impfung lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht sicher beantworten?
    («Individuelle Indikation»)
  2. Kollektive Abwägung: Wie stark nimmt die Wahrscheinlichkeit dank der Impfung ab, dass ich andere Menschen anstecke, die dann ernsthaft erkranken, in Spitalbehandlung gehen müssen oder sogar sterben? Trage ich zu einer Herdenimmunität bei wie bei Masern, Pocken oder der Kinderlähmung, so dass das Virus verschwindet und es zu keinen Krankheitsfällen mehr kommt?
    («infektionsepidemiologische Indikation»)

Die kollektive Abwägung ist bei einer ansteckenden Krankheit wie Covid-19, einer Epidemie mit einer drohenden Überlastung der Spitäler, ebenso wichtig wie die individuelle. Auch ohne individuellen Nutzen kann ein kollektiver Nutzen für Jugendliche ein Grund sein, sich impfen zu lassen. Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit sind gerechtfertigt, falls Abstandhalten, Gesichtsmasken, Hygiene und das Impfen von besonders Gefährdeten sowie Medikamente nicht genügen, um schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle von Angesteckten auf ein tiefes Niveau zu senken. Auch Massnahmen, welche die persönliche Freiheit Ungeimpfter einschränken, können gerechtfertigt sein.

Allerdings müssten Jugendliche sachlich und verständlich darüber informiert werden, wie wahrscheinlich es tatsächlich ist, dass sie ohne Impfung die öffentliche Gesundheit gefährden. Es genügt nicht zu drohen mit «einer vierten Welle, welche die Schulen hart trifft», wie es Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger in der Sonntags-Zeitung tat. Er müsste vielmehr sagen, welche Folgen eine vierte Welle von Ansteckungen unter Jugendlichen nach heutigem Wissen wahrscheinlich hätte. Nur so starke wie eine Grippe-Welle? Und er müsste sagen, ob eine Überlastung des Gesundheitswesens nicht mit anderen Mitteln, wie zum Beispiel konsequentem Testen oder besserer Durchlüftung und Belüftung in Schach gehalten werden könnte. Und er müsste sagen, ob es unter gefährdeten Erwachsenen, die von ungeimpften Jungen angesteckt werden, zu vielen schweren Erkrankungen, Spitaleinlieferungen und Todesfällen kommt? Wie wahrscheinlich ist dies nach heutigem Wissensstand?
_____________________________________________________

Infosperber wird in einem nächsten Beitrag am 12. Juli über die Wahrscheinlichkeiten der kollektiven und individuellen Nutzen und Risiken nach dem heutigen Stand des Wissens informieren.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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18 Meinungen

  • am 9.07.2021 um 12:54 Uhr
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    Doch Jugendliche müssen über die Impfung informiert entscheiden können.

    Bei den ganzen Fake-News zu «Corona», die zur Zeit im Umlauf sind, dürfte dies schwer fallen. Impf-und Virusdissidenten, Coronahisteriker informieren vor allem ideologisch, je nach Interesse. Da sachlich durch zu finden, wird zur reinen Glaubenssache.

    Wie auch immer, ich denke es ist Falsch, sich Zustimmmung zur einen oder anderen Fraktion, zu erkaufen

  • am 9.07.2021 um 18:02 Uhr
    Permalink

    Danke, Herr Gasche, für diesen Artikel.
    Es ist unsäglich!
    Die Propagandamaschinerie
    «läuft auf Hochtouren».
    Bundesrat Berset setzt sogar ehemalige Models wie C. Rigozzi und «Rapper»( gegen Bezahlung?) ein, um die Bevölkerung( va. Junge!!) für die nur «notfall zugelassenen» , unsicheren Impfungen zu überzeugen.??
    Wo bleibt da die Ethik?

  • am 9.07.2021 um 18:35 Uhr
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    … und Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger müsste informieren, wie viele Jugendliche potentiell an der Impfung sterben, und wie viele Jugendliche seit dem 01.02.2020 überhaupt nachweislich (mit Obduktion belegt) an Covid gestorben sind. Anders gesagt: wenn kein Jugendlicher an Covid gestorben ist, weshalb sollen sich Millionen Jungendliche impfen lassen?

    Dann müsste Engelberger sich zu den möglichen, günstigen Medikamenten äussern, oder sich zumindest mit gleichem Engagement für deren Freigabe einsetzen. Weshalb ist u.a. Ivermectin noch nicht zugelassen? Es wäre wohl besser, der ganzen Bevölkerung diese Medikamente ausreichend und GRATIS zu Verfügung zu stellen, als mit Hunderten Millionen nichts aussagende PCR-Tests zu finanzieren, geschweige den die experimentellen GEN-Impfungen.

    Es gibt noch viel mehr «und». Herr Engelberger blabbert etwa denselben Blödsinn wie es Karl Lauterbach in DE macht. Das Wort Blödsinn verwende ich bewusst, weil seine «Forderungen» weder der Vernunft noch einer Grundlage standhalten.

    Prinzipiell ist zu prüfen, ob PCR-Tests bei Jugendlichen bis 18 Jahre z.B. für einen Konzert-Besuch nicht bereits eine Nötigung darstellt.

    Was Lachen macht, führt zu einem Gruppendruck auf Ungeimpfte, den man rechtlich bekämpfen sollte. Die Prämie wird ja nur ausbezahlt, wenn sich ALLE impfen lassen. Ist ja logisch, dass alle Geimpften die Ungeimpften dazu drängen werden. Ich hoffe, Ungeimpfte werden wegen läppischen Fr. 200,00 nicht schwach.

  • am 9.07.2021 um 19:24 Uhr
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    In einer Demokratie, wie sie beispielsweise in der Schweiz praktiziert wird, hat die Mehrheit recht … und das auch dann, wenn es nicht (für alle) das Richtige ist. Es ist ist damit zu rechnen, dass dieses Modell früher oder später auch beim Impfen zum Zug kommen soll. Womit wir dann sozusagen eine ‹Impfokratie› hätten. In diesem Dilemma scheint die Gesellschaft nur äusserlich betrachtet wegen Corona zu stecken.
    Gestern wurde mir von Kolleg*innen, die sich wie ich Gedanken über das Auseinanderdriften der Gesellschaft machen, die erste Publikation eines 16köpfigen interdisziplinären deutsch-österreichischen Autor*innenkollektivs gemailt: „Covid-19 ins Verhältnis setzen – Alternativen zu Lockdown und Laufenlassen“. Das über 60seitige Dokument inklusive Kurzfassung (Pressemitteilung) kann hier abgerufen werden: http://www.coronaaussoehnung.org.

  • am 9.07.2021 um 20:13 Uhr
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    «Das aufwändige Testen wird viele motivieren, sich impfen zu lassen», freut sich der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger,» – Dieses Privileg hat zumindest einen logischen Zusammenhang mit dieser Impfung, wenngleich das Wirkungsspektrum dieser Impfungen noch weitgehend unklar ist. Werbe- und Bestechungsaktionen die mit dieser Impfung keinen direkten Zusammenhang haben sollten eigentlich die Skepsis bestärken. – Die «Pandemie» wird aktuell mit endlosen Varianten und Mutanten weitergeführt, eine Garantie dass diese Impfstoffe auch künftig wirken oder anerkannt werden gibt es nicht. Spätestens dann, wenn es gilt in kurzen Abständen verschiedene Impfstoffe zu konsumieren sollten die Alarmglocken läuten. Bevor Klarheit herrscht gibt es nichts zu überstürzen.

  • am 10.07.2021 um 01:21 Uhr
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    Das Impfmärchen wurde durch eine Studie (https://www.mdpi.com/2076-393X/9/7/693) jäh ausgebremst. Sie ist noch online…
    Schlussfolgerung. Für gewisse Altersklassen ist das Risiko für eine Schädigung durch die Impfung grösser als das Risiko eines Schadens durch CoV-19. Wer jünger als 45 ist und keine Vorbelastung hat sollte sich mit den heutigen Impfstoffen nicht impfen, ausser er erhofft sich dadurch Privilegien…
    Doch auch diese sind gestorben, zumindest für diejenigen die mit Pfizer geimpft wurden. Der aktuelle Schutz vor schwerer Erkrankung gegen Delta ist bloss noch 64%. (Daten aus Israel.)

    Doch was sagen die Aktuellen Fakten British NHS: Delta sieht nun eher wie eine Erkältung aus. Kaum mehr schwere Fälle…. Soll man jetzt – im schlimmsten Fall – sein Leben für eine experimentelle Schnupfenimpfung versauen?
    Was macht Indien mit Delta? Uttar Pradesh Zweigstaat mit 205 mio Einwohner hat eine 7 Tage Inzidenz von ca. 0.2. Warum? Ivermectin an alle!

    Was sollen die Argumente ein nicht Geimpfter könne andere anstecken? Diese Anderen wollten sich ja nicht impfen lassen und akzeptieren das Risiko – das Dank Ivermectin = Null ist.

    • am 10.07.2021 um 15:13 Uhr
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      Alles auch meine Überlegungen. Weshalb ich mich nicht freiwillig impfen lasse. Vielleicht gibt es aber gemäss Mehrheits- oder Obrigkeitsentscheid eine ‹Impfokratie›, wo es wie beispielsweise Steuern zahlen Pflicht wird?
      … und dann noch dies: was , wenn Impfen mit unerwünschten und nicht kontrollierbaren Nebenwirkungen verbunden ist, die ansteckend sind?

  • am 10.07.2021 um 10:26 Uhr
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    Es wäre längst an der Zeit, über die «Zeiten nach Corona» nachzudenken! Denn Corona war mit Sicherheit nicht der letzte und auch nicht der schlimmste Virus, der uns heimsuchte !

    Kommt bald was Ähnliches, werden unsere Resourcen knapp. Wir werden uns vom «Wohlstand» verabschieden müsse.

    Kommt bald was deutlich Schlimmeres, wirds zwar einerseits fürchterlich-
    (siehe Pest und spanische Grippe)
    andererseits geht dann wenigstens die Motivation zu einen dritten Weltkrieg aus.

    Wolf Gerlach, Ingenieur

  • am 10.07.2021 um 13:06 Uhr
    Permalink

    Die Sturheit der Nicht-Impfer ist schon krass. Impfen tut niemandem weh (oder 0.1%) zwische Jung und Alt. Es geht um den Selbstschutz, aber viel, viel wichtiger um die Ansteckungsgefahr auch durch Junge nicht-geimpfte und ältere. Jeder Nichtgeimpfte kann zur Ansteckungsgefahr werden, sind demnach potetielle Mörder!!! Egoisten ohnehin. Mithin, sich Impfen lassen ist eine simple Bürgerpflicht! Es gehe um die garantierte individuelle Freiheit, Menschenrechtsverletzung, uh,uh. So ein Quatsch!
    Und es ist wie bei allen Gefahren, wenn schon soll man auf der richtigen Seite irren. Die Klimagegner haben das gleiche Problem.
    Nicht-Impfer sollen gebüsst werden wie Rotlichtüberfahrer, Gurtenvereigerer, Zuschnellfahrer …. wo bleiben da unsere Kuhglockenprotestierer??!!!

  • am 10.07.2021 um 13:28 Uhr
    Permalink

    «Kollektive Abwägung: Wie stark nimmt die Wahrscheinlichkeit dank der Impfung ab, dass ich andere Menschen anstecke, die dann ernsthaft erkranken, in Spitalbehandlung gehen müssen oder sogar sterben?»
    Ich halte diese Abwägung für unvollständig. Es kommt nicht allein darauf an, ob «ich» andere Menschen anstecke und diese dann ernsthaft erkranken oder sterben, sondern ebenso – und gesundheitspolitisch betrachtet in erster Linie – darauf an, ob ich andere Menschen anstecke, die zwar nicht selbst ernsthaft erkranken oder sterben, die aber wiederum andere anstecken, die dann wiederum andere anstecken – sogenannte Ansteckungsketten – , und in diesen Ansteckungsketten kommt es zweifellos zu den Corona-Toten (ob «mit oder an» Corana verstorben mal dahingestellt).

  • am 10.07.2021 um 14:47 Uhr
    Permalink

    Egal wie man Covid-19 als Krankheit beurteilt (stärkere Grippe oder Pandemie), sie zeigt uns unmissverständlich die Bedeutung des Zusammenhalts als die wichtigste unserer Überlebensstrategien: Entweder wir helfen einander, oder wir sterben einsam – und irgendwann auch aus. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, doch wir haben ein Problem: Unsere Kultur ist auf Wettbewerb aufgebaut und durchdringt alle Bereiche des Lebens. Konkurrenz kann aber weder eine Lösung noch Zusammenarbeit hervorbringen. Sämtliche Probleme, mit denen wir gegenwärtig im privaten, nationalen oder globalen Bereich konfrontiert sind, lassen sich auf diesen einfachen Nenner zurückführen. Schlimmer noch: Die Konkurrenzeinstellung verhindert die Problemlösung. Kleines Beispiel: Wir unterstützen die Konkurrenz unter den von uns gewählten politischen Vertretern, indem wir sie, je nach Konkurrenzstandpunkt, kritisieren, tun aber selber nichts, um die Situation zu ändern oder zu verbessern. Das Resultat? Links gegen rechts gleich null.
    Die Notwendigkeit des Zusammenhalts und der Zusammenarbeit ist somit das Wichtigste, was wir unseren Kindern beibringen können. Der Streit zwischen Impfskeptiker und Impfbefürworter ist somit nur durch sein Beispiel für das Konkurrenzdenken von Bedeutung. Beide verlassen sich auf statistische Angaben, die sich täglich ändern. Lassen wir also den Jugendlichen nach einer ausführlichen und sachlichen Diskussion die Wahl.

  • am 10.07.2021 um 21:33 Uhr
    Permalink

    Danke Herr Gasche für diesen wichtigen Artikel!

    «Doch manche Jugendliche lassen sich impfen, nicht weil sie Nutzen und Risiken für sich selber erklärt bekamen, sondern weil sie im Sommer bequemer reisen und ohne Tests Clubs und Events besuchen können.»

    Leider nicht nur ‹manche› sondern ganz viele. Ich verstehe die Jugendlichen, die sich so entscheiden. Aber ein Entscheid für oder wider eine Impfung sollte auf medizinischen und allenfalls epidemiologischen Gründen basieren und definitiv nicht gesellschaftspolitischen.

  • am 10.07.2021 um 23:37 Uhr
    Permalink

    Offenbar wollen Politiker und Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Medizin nichts aus der Zeit der Schweinegrippe dazulernen?
    Dort hatten Pharmahersteller mit aggressivem Marketing schon viele Leute getäuscht und damit Milliarden gemacht:
    •Pharmafirmen
    Aggressives, gegen das Gemeinwohl gerichtetes Marketing mittels Panikmache (Fear mongering) und Einsatz finanzieller Mittel (korruptives Sponsoring) zur Gewinnung von Experten und Institutionen.
    •Virologen, Experten
    Fixierung auf ein rein hypothetisches Gefährdungsmodell ohne Rücksicht auf widersprechende klinische und/oder epidemiologische Daten und Willfährigkeit gegenüber Sponsoren.
    •Nationale und supranationale Behörden, Fachgesellschaften
    Unwilligkeit und/oder Unfähigkeit, Interessenkonflikte beratender Experten zu erkennen, offen zu
    legen und solche Experten aus Entscheidungsfunktionen zu eliminieren.
    •Gesundheitspolitik
    Unwilligkeit und/oder Untätigkeit, aggressiven Marketingpraktiken entgegen zu treten und so das Gesundheitssystem vor Ausbeutung und Missbrauch durch skrupellose Warenanbieter zu schützen. Dass dies möglich ist, zeigt das Beispiel der USA.
    Anders als die europäischen oder deutschen Behörden verfolgen und bestrafen US-amerikanische Behörden des Bundes und der Einzelstaaten irreführendes und kriminelles Marketing der Pharmaindustrie seit Jahren.

    Nachbetrachtungen zur Schweinegrippe-Pandemie Ablauf, Fehler, Lehren:
    https://www.bukopharma.de/images/pharmabrief/Pharma-Brief_Archiv/2012/Phbf2012_06_07

  • am 13.07.2021 um 10:19 Uhr
    Permalink

    Danke Herr Gasche für den Artikel!

    Die mediale Angstmacherei nimmt schon obskure Züge an.
    56 Personen sind in der Schweiz an COVID-19 gestorben die unter 50 waren in den 1.5 Jahren Pandemie. An Grippe und Pneumonie starben 2018 in der Schweiz 94 Personen unter 64 Jahren (in einem Jahr). Gemäss ICD-10 zählen Pneumonie-Symptome auch zu COVID-19.
    Zwischen dem Alter 14-44 Jahren haben im Jahr 2018 als Vergleich 302 Personen Suizid begangen (In einem Jahr!) .

    In der Alterskategorie welche nun geimpft wird oder werden soll (unter 19 Jahren) starben bis jetzt 3 Personen an COVID-19.
    Im Jahr 2018 haben 2 Personen unter 14 Jahren Suizid begangen.
    https://www.bfs.admin.ch -> Sterblichkeit nach Todesursache

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Schweizer unter 50 Jahren an Suizid sterben (Stand vor der Pandemie) ist daher rund 8-mal höher als durch COVID-19 zu sterben.

    Die Suizidrate wird wegen der Angstmacherei und Lockdowns sicher steigen. Ich mache eine Wette, dass die steigende Suizidrate wegen der Hysterie bei Menschen unter 50 höher sein wird als die erhöhte Sterblichkeit durch COVID-19.

    Solidarisch ist nicht die Impfung, sondern dass man Menschen unterstützt und schützt vor Depressionen und ihnen hilft in dieser medialen Angstmacherei nicht noch die letzten, lebenswichtigen sozialen Kontakte zu verlieren.
    Zudem ist die Lebensgrundlage von vielen Menschen zerstört. 20 Millionen MEHR Menschen sind 2020 laut UN von Hungersnot betroffen.

    Wo ist nun die Solidarität der Impfturbos?

  • am 13.07.2021 um 21:37 Uhr
    Permalink

    Herzlichen Dank, Herr Bertschi,

    dass Sie uns -per wirklich guter Vergleiche-
    nochmals vor Augen führen,

    wie schon beinahe «hirn-rissig»
    die «offiziele» Corona-Strategie in Wirklichkeit ist !

    Wolf Gerlach, Ingenieur

  • am 14.07.2021 um 13:29 Uhr
    Permalink

    Die folgenden Worte richten sich an die Impfskeptiker unter meinen Leserkollegen (den Corona-Leugnern und Impfgegnern empfehle ich das Buch des Schweizer Psychologen Max Lüscher, „Das Harmoniegesetz in uns“. Seine Worte sind heute noch so aktuell wie vor 40 Jahren): Wenn ich eure Briefe richtig lese, dann richtet sich eure Kritik gegen die Ungewissheit der Langzeitfolgenden der mRNA-Vakzine. Die Kritik ist rational und verständlich, nur kommt sie zu früh, besonders nachdem wir noch nicht alle Varianten durch haben. Daher ist es ebenfalls richtig, dem skeptischen Einzelnen die Wahl zu überlassen, ob er oder sie sich impfen lassen. Aus dem gleichen Grund ist jedoch eine Kritik an den behördlichen Massnahmen unangebracht – es sei denn, Ihr hättet bessere Vorschläge. Die habe ich aber bis heute nicht gelesen. Ach so, ja, es gab einen: Alle Alten und Gefährdeten einsperren, die anderen frei herumlaufen lassen. Ich glaube es ist müsig, sich zu diesem Vorschlag zu äussern.

  • am 15.07.2021 um 00:21 Uhr
    Permalink

    An alle «Befürworter» und «Leugner»:

    Am Mittwoch, den 14.07. gab es von 21.14 bis 23.14 Uhr
    eine Sendung auf «Servus TV» zum Thema
    «Corona – auf der Suche nach der Wahrheit»

    Viele anerkannte bis hochrangige Wissenschaftler weltweit berichteten — von ihren Tätigkeiten, ihrer qualifizierten Ausbildung, ihren fachlich begründeten Erkenntnissen – und ihrer persönlichen Meinung.

    Ich lernte im Lauf meines Lebens, anhand von Physiognomie und Mimik Charaktere einzuschätzen – und bin überzeugt, dass all diese «gelehrten Herren» ehrlich sagten, was sie zum Thema zu sagen hatten.

    Also bitte ich ALLE herzlichst drum, sich diese Fernseh-Sendung anzusehen !

    Wolf Gerlach, Ingenieur

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