CORONA UPDATE

Corona Update Stand 10. Juni 2021 © is

Corona: Wieder Normalität auf den Intensivstationen

Urs P. Gasche /  Die Spitäler in der Schweiz arbeiten wieder im Normalbetrieb mit üblicher Betten-Reserve. Alle zusätzlichen Betten sind abgebaut.

Positiv Getestete auf Intensivstationen:

210610 Intensivstationen
Die Zahl der Sars-Cov-2-positiven Patienten und Patientinnen auf Intensivstationen hat sich seit einem Monat halbiert.

Im Vergleich zum Vormonat liegen nur noch halb so viele Covid-Patientinnen und -Patienten auf einer Intensivstation. Aus diesem Grund konnten die Intensivstationen praktisch sämtliche zusätzlich bereitgestellten Intensivbetten ausser Betrieb nehmen.

Trotz diesem Abbau blieben am 10. Juni fast dreissig Prozent aller Intensivbetten leer. Diese Reserve an Intensivbetten ist grösser als im langjährigen Durchschnitt. Nur noch elf Prozent aller Intensivbetten waren mit Patienten belegt, die positiv auf Sars-Cov-2 getestet wurden. Wie viele von ihnen wegen Covid-19 in Intensivbehandlung sind, geben die Behörden nicht bekannt.

Spitaleintritte von positiv Getesteten (schon vor Eintritt oder unmittelbar nach Eintritt getestet):

210610 Spitaleintr.100 T. BAG
Spitaleintritte von positiv Getesteten pro 100’000 Einwohner ganze Schweiz: Tägliche (hellblaue Balken) und durchschnittliche über sieben Tage (dunkelblaue Linie).

Mit oder an Corona Gestorbene

210610 Todesfälle 100T BAG
Die Todesfälle «mit oder an Corona» pro 100’000 Einwohner nahmen im 7-Tage-Schnitt seit einem Monat auf tiefem Niveau weiter stark ab (letzte statistisch nachgeführte Zahl am 5.6.2021). Hellblaue Balken: Tageswerte. Dunkelblaue Linie: jeweils Durchschnitte der letzten sieben Tage.

Heute sterben in der ganzen Schweiz

  • täglich 1 bis 2 Personen, die zuvor auf Sars-Cov-2 positiv getestet wurde (vor einem Monat waren es noch 8 Personen).
  • täglich über 180 Menschen an einer anderen Ursache.

Blick in die Kristallkugel der Zukunft

Für einen weiteren Abwärtstrend der Corona-Epidemie sprechen die zunehmende Durchimpfung und das warme Wetter. Viel weniger Menschen halten sich in geschlossenen Innenräumen auf*. Nach den Sommermonaten könnte es vor allem dann zu erneuten Erkrankungen kommen, falls sich neue, bösartigere Virusvarianten verbreiten.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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2 Meinungen

  • am 12.06.2021 um 13:15 Uhr
    Permalink

    Die Reservebetten wurden nie benötigt, das zeigt die offizielle Statistik auf dieser Seite: https://www.srf.ch/news/schweiz/taeglich-aktualisierte-grafiken-so-entwickeln-sich-die-corona-zahlen-in-der-schweiz
    Und sie wurden schon recht bald massiv abgebaut, noch «mitten in der Pandemie».
    Und nein, da können wir nicht das Präventionsparadox bemühen, denn ich erkenne keinen erkennbaren statistischen Zusammenhang zwischen der Einführung bzw. Lockerung von Massnahmen und den Zahlen und Grafiken. Wer mir welche zeigen kann, sei ausdrücklich darum gebeten.
    Natürlich hatten die Pflegenden eine ausserordentlich strenge Zeit. Ob dies aber mehr dem Virus oder mit den Massnahmen geschuldet ist? Menschen einsam leiden uns sterben zu sehen ist sehr belastend. Und die verschärften Hygienemassnahmen sorgten für viel Zusatzaufwand.

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  • am 12.06.2021 um 21:34 Uhr
    Permalink

    «Nach den Sommermonaten könnte es vor allem dann zu erneuten Erkrankungen kommen, falls sich neue, bösartigere Virusvarianten verbreiten.» – Die neuen Erkrankungen werden sich saisongemäss mit Sicherheit einstellen. Die Frage ist, ob man normale Erkältungen und Grippe von Corona unterscheiden wird. Wenn ja, kann man auf besondere Vorkehrungen im Intensivbereich verzichten. Wenn aber alles Corona zugerechnet wird, müssen die Intensivplätze entspechend angepasst werden. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit dieser «bösartigen Viren» genau zu begründen und zu quantifizieren. Sonst wird man wie gehabt wegen «Überlastung des Gesundheitswesens» zu neuen Lockdowns greifen. Damit wäre jedoch das letzte Quentchen an die Covid-Glaubwürdigkeit verspielt. Eine gerichtliche Untersuchung dieser Planung und Vorgänge wäre überfällig.

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