Leeres Bett ICU.umich

Freies Bett auf einer Intensivstation © umich

Jedes vierte Bett auf Intensivstationen steht schweizweit leer

Urs P. Gasche /  Gute Nachrichten machen wenig Schlagzeilen: Die Coronazahlen bewegen sich Richtung grüner Bereich. Doch es kommen die Herbstferien.

Am 6. September kommentierte Infosperber: «Die Zahl der Spitaleintritte von Covid-19-Patienten geht seit dem 17. August stark zurück. Weniger Hospitalisierte sollten zu weniger Behandlungen auf Intensivstationen führen.» (siehe «Einige Fakten zur Corona-Erregung über das Wochenende»).

Dies ist unterdessen eingetreten: Die Auslastung der Intensivstationen ging seither kontinuierlich zurück. Am 6. September lagen auf Intensivstationen schweizweit noch 305 auf Sars-Cov-2 positiv Getestete. Am 23. September waren es noch 207. Jedes vierte Bett auf Intensivstationen war leer. Das entspricht laut BAG der gewöhnlichen Auslastung von vor der Corona-Epidemie.

Ob der Trend so weiter geht, hängt unter anderem von den Rückkehrenden aus dem Südbalkan nach den Herbstferien ab. Der Bundesrat hat für diese Einreisenden Kontrollen angekündigt. Im Winter, wenn man sich wieder viel in geschlossenen Räumen aufhält, könnte sich das Virus wieder schneller verbreiten. Allerdings sind dieses Jahr – im Unterschied zum letzten Jahr – die meisten Gefährdeten geimpft. Es kommt auf die Impfquote bei Gefährdeten mit Vorerkrankungen an und nicht auf die Impfquote bei der ganzen Bevölkerung. Denn nur unter den Gefährdeten erkranken viele schwer an Covid-19, so dass es zu Überlastungen der Spitäler kommen kann.

Sollte die Zahl von positiv Getesteten in Intensivstationen und in Spitälern weiter zurückgehen sollte, werden die heutigen Corona-Massnahmen in Frage gestellt:

  • Falls das Ziel der Zertifikatspflicht und der weiteren Massnahmen tatsächlich sein sollte, dass es zu keiner Überlastung in den Spitälern kommt, müssten diese Massnahmen gelockert oder aufgehoben werden.
  • Falls das Ziel der Zertifikatspflicht und der weiteren Massnahmen darin besteht, die Ungeimpften zum Impfen zu bringen, müssen die Massnahmen noch eine Zeitlang weiter gelten.


Auf Sars-Cov-2 positiv Getestete auf Intensivstationen (ganze Schweiz)

Von insgesamt 866 Intensivbetten waren am 23. September 216 leer. Das sind 25 Prozent freie, voll ausgestattete Betten.

Intensivstationen 23.9.21
Auslastung der Betten auf Intensivstationen. Dunkle graue Fläche = auf Sars-Cov-2 positiv Getestete. Hellgraue Fläche: Freie Betten. Die wegen Covid-19 zusätzlich bereitgestellten Intensivbetten wurden wieder abgebaut.

Auf Sars-Cov-2 positiv getestete Hospitalisierte seit 15. Februar 2021

Die Zahl der Hospitalisierten Covid-19-Patienten halbierte sich seit dem 20. August:

Spitaleintritte von positiv Getesteten pro 100’000 Einwohner ganze Schweiz: Tägliche (hellblaue Balken) und durchschnittliche über sieben Tage (dunkelblaue Linie)


Auf Sars-Cov-2 positiv getestete Hospitalisierte seit Anfang der Pandemie am 24. Februar 2020

Die Übersicht während der ganzen Pandemiezeit zeigt die Grössenordnung der Entwicklung seit dem 24. Februar 2020:

Hospitalisationsrate seit Anfang BAG.png
Spitaleintritte von positiv Getesteten pro 100’000 Einwohner ganze Schweiz: Seit dem Anfang der Pandemie

Auf Sars-Cov-2 positiv getestete Hospitalisierte seit Anfang der Pandemie am 24. Februar 2020 pro 100’000 der jeweiligen Altersklasse

Die folgende Grafik zeigt den gleichen Zeitraum wie die obere Grafik. Nur sind die Hospitalisierten pro 100’000 jeder Altersklasse eingeteilt. Daraus ist ersichtlich, dass die überwiegende Mehrheit der Spitalpatienten über 80 Jahre alt war. Heute ist der Anteil dieser Altersklasse hauptsächlich dank der Impfungen auf einen Bruchteil geschrumpft.
Die Aussage, es seien heute 90 Prozent der Covid-Spitalpatienten nicht geimpft, erklärt sich hauptsächlich dadurch, dass der Anteil der Jüngeren, unter denen es am meisten Ungeimpfte gibt, relativ viel grösser geworden ist.

Hospitalisationsrate
Spitaleintritte von positiv Getesteten pro 100’000 Einwohner jeder Altersklasse in der ganzen Schweiz seit Anfang der Pandemie. Achtung: Nicht jede Altersklasse hat gleich viele Einwohner. Deshalb ist der Anteil der über 60- und über 80-Jährigen (zwei oberste Kurven) in absoluten Zahlen grösser als in dieser Grafik optisch ersichtlich. BAG-Zahlengrundlagen und Grafik hier.
Es fällt auf, dass die Kurve der 40-59-Jährigen, bei denen über 60 Prozent heute geimpft sind, ähnlich aussieht wie bei früheren Wellen, wo es noch keine Impfung gab. Bei den 20-39-Jährigen dagegen wurden vergleichsweise etwas mehr hospitalisiert als früher. In absoluten Zahlen sind es allerdings wenige. Insgesamt können die unter 60-Jährigen die Spitäler nicht überlasten, weil zu wenige von ihnen schwer erkranken.

Es gelten immer noch folgende Tatsachen und Überlegungen:

Geimpfte können von Ungeimpften und – weniger häufig – auch von Geimpften angesteckt werden. Doch die Geimpften merken von einer Ansteckung wenig und riskieren deswegen in aller Regel höchstens eine leichte Erkrankung – so wie Personen, die von Grippeerkrankten angesteckt werden. Ausnahmen gibt es natürlich, doch sie sind nach Angaben von Infektiologen so selten wie bei Grippeerkankten.
Es kann sogar ein Vorteil sein, wenn sich Geimpfte mit dem Virus anstecken. Christian Münz, Leiter der Immunologie-Expertengruppe der Covid-19-Taskforce, erklärte in den «Tamedia»-Zeitungen, eine Ansteckung wirke bei Geimpften wie eine Auffrischimpfung und verstärke den Immunschutz. Denn bei Geimpften führten «die Reinfektionen […] vor allem dazu, dass die Immunität geboostet wird und man für die nächsten sechs bis zwölf Monate wieder vor einer Ansteckung geschützt ist».
Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Charité in Berlin hat erklärt, dass sich die Menschen auf lange Sicht anstecken müssten, um eine «robustere Immunität» zu erreichen. Um wirklich eine «langanhaltend belastbare Immunität zu erlangen», sei eine Kombination aus Impfung und Ansteckung nötig. Nur Gefährdete sollen sich ein drittes Mal impfen lassen. (Infosperber vom 21.9.2021)

In vielen Restaurants, Kinos und auf Grossanlässen werden keine Abstände mehr eingehalten und keine Masken mehr getragen. Deshalb stecken dort Geimpfte jetzt mehr Ungeimpfte an als vorher. Das kann zu mehr statt weniger Hospitalisierten führen. (Infosperber vom 20.9.2021)


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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20 Meinungen

  • am 25.09.2021 um 12:55 Uhr
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    «Die Aussage, es seien heute 90 Prozent der Covid-Spitalpatienten nicht geimpft, erklärt sich hauptsächlich dadurch, dass der Anteil der Jüngeren, unter denen es am meisten Ungeimpfte gibt, relativ viel grösser geworden ist.»
    Irgendwo habe ich gelesen, dass Geimpfte beim Spitaleintritt gar nicht mehr auf Sars-cov-2 getestet würden. Wenn das stimmt, wäre auch das eine Erklärung?
    Und sind die auf Sars-cov-2 positiv getesteten Patienten auf den Intensivstationen bzw. im Spital wegen Covid-19 (also der durch das Virus hervorgerufenen Krankheit) ebendort, oder wegen anderer Krankheiten bzw. Unfällen, wie man auch recht häufig liest u. hört?

    4
  • am 25.09.2021 um 13:17 Uhr
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    Kann / Würde / Könnte ….. Hmmmm ..Die Ganze Koronaerzählung erscheint nebelig. So bringt das nichts Sorry

    5
  • am 25.09.2021 um 17:03 Uhr
    Permalink

    Lese ich die vierte Statistik also richtig: Der Anteil der bis ca. 60jährigen, die im Spital landen, ist die ganze Pandemiezeit ungefähr gleich? Und nur das Verhältnis zu den 80ig jährigen hat sich jetzt resp. seit der Impfung verändert? So dass man sagen kann: es seien jetzt von den Hospitalisierten z.B. rund die Hälfte Jüngere im Spital? Und vorher war der Anteil vielleicht 1/10 oder noch weniger? Aber die absolute Zahl ist immer noch gleich?
    Ist das nicht Angstmacherei durch die Taskforce oder das BAG? Wozu?
    LG
    Daniel Läderach

    3
    • am 25.09.2021 um 17:06 Uhr
      Permalink

      Ich kann nur wiederholen, was in der Legende der Grafik steht:
      Es fällt auf, dass die Kurve der 40-59-Jährigen, bei denen über 60 Prozent heute geimpft sind, ähnlich aussieht wie bei früheren Wellen, wo es noch keine Impfung gab. Bei den 20-39-Jährigen dagegen wurden vergleichsweise etwas mehr hospitalisiert als früher. In absoluten Zahlen sind es allerdings wenige. Insgesamt können die unter 60-Jährigen die Spitäler nicht überlasten, weil zu wenige von ihnen schwer erkranken.

      1
  • am 25.09.2021 um 20:11 Uhr
    Permalink

    Von der Grippe und den für die Jahreszeit bekannten Erkältungskrankheiten redet kaum jemand. Gegen diese Erreger sind die Corona-Impfstoffe nicht konzipiert. Im Gegenteil, wie diese Impfstoffe auf Grippe etc. gewirkt haben, werden wir erst nächstes Jahr wissen. Viele Geimpfte wiegen sich in falscher Sicherheit. – Dass die IPS Belegung steigen wird, ist indessen normal und absehbar. Die zu erwartenden Gegenmaßnahmen kann man sich ausdenken.

    0
  • am 25.09.2021 um 21:58 Uhr
    Permalink

    Wie gewohnt fundierte Informationen! Ob der Bundesrat das liest? Es wäre sehr zu hoffen.

    «Falls das Ziel der Zertifikatspflicht und der weiteren Massnahmen darin besteht, die Ungeimpften zum Impfen zu bringen,»
    lese ich im Artikel,
    «müssen die Massnahmen noch eine Zeitlang weiter gelten.»
    Müssen sie das???
    Falls das Ziel der Zertifikationspflicht und der weiteren Massnahmen tatsächlich darin bestehen sollte, die Ungeimpften zur Impfung zu nötigen, dann würden sich doch sehr aktut Fragen zur Legitimität dieses Vorhabens stellen!
    Das Ziel solcher Massnahmen darf niemals einfach darin bestehen, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Es müsste also ein echtes, legitimes Ziel hinter der höheren Impfrate stehen. Die Spitalüberlastung ist es eher nicht, wie der Artikel sehr schön aufzeigt. Die Elimination des Coronavirus kann auch kein Ziel sein, da dies völlig aussichtslos ist.
    Die Impfquote ist scheinbar zu einer Ersatzbefriedigung für den Bundesrat geworden. Es besteht grosser Erklärungsbedarf, welches Ziel er damit erreichen will!

    P.S.: Hospitalisationen sind das eine. Gibt es auch entsprechende Zahlen zur Altersstruktur auf den Intensivstationen? Denn es waren ja vor allem diese, welche an ihre Grenzen stiessen.

    2
  • am 26.09.2021 um 00:08 Uhr
    Permalink

    Urs Gasche schreibt: «Falls das Ziel der Zertifikatspflicht und der weiteren Massnahmen darin besteht, die Ungeimpften zum Impfen zu bringen, müssen die Massnahmen noch eine Zeitlang weiter gelten.»
    Es scheint mir kein legitimes Ziel zu sein, Menschen mit Zwangsmassnahmen (Zertifikatspflicht) um des Impfens willen zum Impfen bringen zu wollen. Das BAG würde wohl argumentieren, dass die Überlastung des Gesundheitswesens nur mit einer (noch) höheren Impfquote abgewendet werden könne. Aber worauf stützt sich diese Annahme? Ich kenne keine plausiblen Argumente.

    2
  • am 26.09.2021 um 08:53 Uhr
    Permalink

    Ich finde folgendes merkwürdig: In Ländern wie Israel und Irland sind inzwischen mehr als die Hälfte der hospitalisierten COVID -Patienten geimpfte Personen. Es leuchtet ein, dass mit einem höheren Durchimpfungsgrad zwangsläufig auch mehr Geimpfte im Spital landen- aber dort sind es mehr als die Hälfte, und bei uns etwa einer von zehn? Da möchte ich gerne nachvollziehbar erfahren, wo der Unterschied herkommt, denn so krass erscheinen die Unterschiede in den Impfquoten denn auch nicht dass sie als alleinige Erklärung taugen würden.-

    0
    • am 28.09.2021 um 18:51 Uhr
      Permalink

      Die Erklärung liegt darin, dass die Israelis und auch die Iren früher mit Impfen begonnen haben. Während in der Schweiz die Impfungen erst im Juni ihren Höhepunkt erreicht haben, war dies in Israel schon im Februar der Fall. Weil die Schutzwirkung der Impfstoffe stark nachgelassen hat, verabreicht man in Israel nun allen alle 6 Monate eine Auffrischimpfung. Das kann besonders für Risikopatienten nicht ungefährlich sein. Wahrscheinlich ist es auch nicht nötig, weil der Grad der natürlichen Immunisierung inzwischen sehr hoch ist, wie Antikörper-Untersuchungen in Indien zeigen. Der schwedische Arzt Sebastian Rushworth geht daher davon aus, dass der Spuk bald vorbei ist: https://sebastianrushworth.com/2021/09/23/a-reflection-on-covid-mania/

      0
    • am 29.09.2021 um 11:10 Uhr
      Permalink

      @Weber:
      Diese Erklärung liegt insofern daneben als dass bis in die 2. Julihälfte die Impfkurve zwischen Schweiz und Irland sehr vergleichbar war; ab diesem Zeitpunkt hat Irland einen Vorsprung in der Impfquote (ourworldindata.org). Hier scheidet die Zeitverschiebung in der Durchimpfung als Erklärung für den Unterschied mit der Schweiz aus. Das Beispiel Israel /Irland zeigt nur, wie heikel es ist, gleichartige Beobachtungen auf einen bestimmten Kausalzusammenhang zurückzuführen- und um auf die Schweiz zurückzukommen: Die Impfquote als Mass aller Dinge und Rechtfertigung beliebiger Massnahmen erscheint auch aus diesem Grund sehr fragwürdig.-
      Was die nachlassende Schutzwirkung der Impfung anbelangt: Auch hier muss man genau aufpassen, wie man die Brutto-Zahlen verarbeitet (https://www.covid-datascience.com). Die Artikel auf dieser Internetseite sind übrigens auch ausserhalb der Corona-Problematik lesenswert, denn sie zeigen, wie leicht man mit unsauberer Methodik auf falsche Schlüsse kommt.-
      Ich wünschte mir ja auch, dass Sebastian Rushworth (dessen Blog ich sehr schätze) recht hat; allerdings hat er sich nach der ersten Welle in Hinsicht Pandemieende getäuscht

      0
    • am 30.09.2021 um 11:51 Uhr
      Permalink

      Lieber Herr Schläfli
      Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Es stimmt, Irland scheint beim Impfen ähnlich vorgegangen zu sein wie die Schweiz, wobei ich nicht herausgefunden habe, wie sich die Quoten in den Risikogruppen gestaltet haben. Zu den Todesfällen wegen der Impfung gibt es eine Seite des US-CDC: https://wonder.cdc.gov/vaers.html. Extrahiert man dort die Zahlen per 26.9.21, so sind 7’141 Menschen in Zusammenhang mit einer C-Impfung verstorben. Interessant scheint mir auch die an besagter Stelle zu ermittelnde Zahl von ca. 5’000 Toten als Folge der Impfung von Menschen über 65. Wie auch immer man das bewertet: Die Imfentscheidung sollte für alle wirklich frei sein.
      Rushworth gibt übrigens seine bislang einzige Fehleinschätzung selber zu: Die Entwicklung im Herbst 2020 hat er nicht erwartet. Sicher sind wir aber heute bezogen auf den natürlichen Immunisierungsgrad nicht am gleichen Punkt wie damals. Wir sollten nicht vergessen, dass der Winter 2020/21 keine bösen Überraschungen mehr bereit hielt, wohl gerade wegen der Herbstwelle. Wir haben jetzt gerade Delta hinter uns, das Richtung Osten wandert, während die weltweiten Zahlen seit mehr als drei Wochen sinken. Klar kann es nicht schaden, trotzdem vorsichtig zu sein, solange die Zusammenhänge nicht geklärt sind. Die Diskussion bewegt sich aber auch auf einer falschen Ebene. Bis 2019 waren 65’000 – 70’000 Verstorbene pro Jahr bei uns normal. Das sind etwa 190 pro Tag. Wovor fürchten sich die Leute eigentlich?

      0
  • am 26.09.2021 um 10:48 Uhr
    Permalink

    «Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Charité in Berlin hat erklärt, dass sich die Menschen auf lange Sicht anstecken müssten, um eine «robustere Immunität» zu erreichen.»
    «Insgesamt können die unter 60-Jährigen die Spitäler nicht überlasten, weil zu wenige von ihnen schwer erkranken.»
    Das sind zwei Zitate aus dem Bericht, die eigentlich alles sagen. Die Zertifikatspflicht und der daraus resultierende Druck auf Nichtgeimpfte ist unsinnig. Die Pandemie wird dadurch völlig unnötig und wider besseres Wissen in die Länge gezogen. Ausserdem hatten die meisten Nichtgeimpften längst Kontakt mit dem Virus und haben eine natürliche Immunität aufgebaut. Gemäss John Ioannidis beträgt die Infektionssterblichkeit 0.14%. Stand heute, sind in der Schweiz 10665 Personen mit Covid-19 verstorben. Folglich müssen rund 7.5 Millionen Menschen in der Schweiz bereits mit dem Virus in Kontakt gekommen sein. Die «Durchseuchung» der Bevölkerung ist längst weit fortgeschritten.

    1
  • am 26.09.2021 um 15:13 Uhr
    Permalink

    Ich finde es gut, dass sich so viele Menschen in der Schweiz impfen lassen! Aber es soll freiwillig sein!
    Das Virus kam über die Grenze und es kommt immer noch über die Grenze! Wir wären schon lange frei von Corona würde man endlich an der Grenze alle Personen kontrollieren und testen! Warum macht man das nicht? Diese Schein-Kontrollen die der Bundesrat beschlossen hat bringen gar nichts da sie nicht zu 100% kontrolliert werden! Zertifikate sind kein Pfifferling Wert wenn man Geimpfte nicht weiter testet!

    4
    • am 28.09.2021 um 15:15 Uhr
      Permalink

      Das Testen an der Grenze kann niemals so perfekt funktionieren. Nicht einmal Neuseeland, eine Insel am Ende der Welt, schafft das.

      0
  • am 28.09.2021 um 09:55 Uhr
    Permalink

    ‹Jedes vierte Bett auf Intensivstationen steht schweizweit leer›
    Eine Intensivstation gilt mit 50% Bettenauslastung als normal belegt. 75% ist eine kritische Überbelegung, die nur für Extremzustände gerechtfertigt ist.

    3
    • am 28.09.2021 um 10:14 Uhr
      Permalink

      Das ist nicht korrekt. Seit Jahren sind Intensivstationen im Normalbetrieb zu 75 bis 80 Prozent belegt, im Winter meist etwas mehr als im Sommer. Es wäre betriebswirtschaftlich unsinnig, die Hälfte dieser teuren Intensivbetten leer zu halten. Ein zertifiziertes Intensivbett ist nur eines, wenn alle technischen Installationen parat und wenn spezialisiertes Pflegepersonal ebenfalls zur Verfügung steht. Aufgrund welcher Quelle geben sie an, eine Intensivstation sei normalerweise nur zu 50% ausgelastet?

      0
    • am 28.09.2021 um 10:53 Uhr
      Permalink

      Das ist Lehrbuchwissen, welches Sie in jedem Lehrbuch der Sozialmedizin oder Medizinökonomie finden. Den lokalen Begriff ‹zertifiziertes Intensivbett› oder betriebswirtschaftliche Überlegungen gibt es in der Wissenschaft natürlich nicht, letzteres darf es in der Medizin auch nicht geben.
      Es gilt, wenn ein Spital im Mittel 5 Intensivbetten am Tag braucht, ist es gehalten, 10 davon vorzuhalten. Es muss genügend Personal in Rufbereitschaft sein, um diese Betten im Bedarfsfall nutzen zu können.
      Das ist im OP aber auch nicht anders. In beiden Bereichen, Intensivtherapie und OP, arbeitet man mit Rufbereitschaft nicht nur für Ärzte, auch für das Pflegepersonal.

      2
    • am 29.09.2021 um 15:47 Uhr
      Permalink

      Wie viele Intensiv-Betten sind in Zeiten ohne Pandemie besetzt? Dazu schreibt die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin: «Die Bettenbelegung einer Intensivstation beträgt im Jahresdurchschnitt typischerweise ca. 75%.»

      Quelle AZ bzw. https://www.sgi-ssmi.ch/de/news-detail/items/521.html

      0
  • am 28.09.2021 um 22:32 Uhr
    Permalink

    Sorry, das ist wieder mal Kaffeesatz lesen à la Gasche.
    Sie vergleichen Kurven von letztem November mit diesem September und implizieren daraus, dass die jüngeren ungeimpften Personen die Spitäler nicht überfüllen können sollen.
    Es gibt zu viele unterschiedliche Parameter (Temperatur, Sonnen UV‐Einstrahlung, Delta Variante…) dass man solche Vergleiche nicht machen sollt.
    Letztes Jahr sind mit dem Wetterwechsel Europaweit die Ansteckungen hochgeschnellt. Warten wir mal ab und sind froh, dass sich die IPS Belegung zurück bewegt.

    3

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