Vor Club Hive in Zürich

Schlange vor dem Club Hive in Zürich. Schlagzeile von nau.ch © nau.ch

Die Zertifikatspflicht kann für Spitäler kontraproduktiv sein*

Urs P. Gasche /  In vielen Restaurants, Kinos und auf Grossanlässen keine Abstände und Masken mehr. Jetzt stecken dort Geimpfte mehr Ungeimpfte an.

Obligatorische Corona-Zertifikate sind verhältnismässig, wenn sie zu deutlich weniger Hospitalisierungen führen und vor allem, wenn sie Überlastungen von Intensivstationen vermeiden helfen. Doch um dieses Ziel zu erreichen, hätte der Bundesrat entweder an den Masken- und Abstandspflichten in geschlossenen Räumen festhalten müssen oder dann Ungeimpfte aussperren.

Allerdings deutet vieles darauf hin, dass der Bundesrat die Zertifikatspflicht nicht in erster Linie einführte, um Spitäler zu entlasten, sondern um noch ungeimpfte Jüngere und Erwachsene zum Impfen zu drängen. Denn sein erklärtes Ziel ist eine höhere Durchimpfung. Siehe dazu Infosperber vom 19. September: Spital-CEO kritisiert die «Angst-Berichterstattung»

Die vor einer Woche erweiterten Zertifikatsvorschriften und die gleichzeitigen Erleichterungen für Geimpfte können sich für Spitäler sogar kontraproduktiv auswirken. Denn in Restaurants, Kinos, Diskotheken, Hallenbädern oder an Grossanlässen gibt es keine Maskenpflicht und keine Abstandspflichten mehr. Deshalb riskieren Ungeimpfte, sich dort von Geimpften häufiger anzustecken als früher.1 Zusätzliche Ansteckungen führen bei gefährdeten Ungeimpften zu mehr Hospitalisierungen. 

Dabei sind folgende Fakten zu berücksichtigen:

  • Geimpfte können sich zwar mit Covid-19 anstecken, aber ihr Risiko, deswegen schwer zu erkranken, ist gegenwärtig kleiner als auf der Strasse mit dem Fahrrad oder dem Auto zu verunfallen. Geimpfte können Spitäler also nicht überlasten. Auf Intensivstationen ist nicht einmal jeder zwanzigste Covid-Patient ein geimpfter. 
  • Geimpfte können andere, namentlich Ungeimpfte anstecken. 
    Am 3. August erklärte Virginie Masserey, Leiterin der Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), dass «Geimpfte andere anscheinend genauso mit der Delta-Variante des Corona-Virus anstecken können wie Ungeimpfte». Ob Geimpfte genauso ansteckend sein können wie Ungeimpfte oder doch weniger häufig, ist umstritten. Ein Risiko jedoch ist klar gegeben. Deshalb empfiehlt die höchste US-Infektions- und Präventionsbehörde (CDC) auch für Geimpfte Masken in Innenräumen, wenn sich darin viele Personen aufhalten.
  • Seit Einführung der Zertifikatspflicht können Restaurants, Kinos, Diskotheken, Hallenbäder oder Organisatoren von Grossanlässen auf Präventionsmassnahmen wie Maskenpflicht, Abstände, Zwischenwände etc. verzichten. Es gibt auch kein Nachverfolgen mehr von Kontaktpersonen, wenn sich jemand an diesen Orten ansteckt.
Tagblatt

Was das Risiko für Ungeimpfte noch erhöht: Viele Geimpfte glauben, sie könnten dank der Impfung niemanden anstecken, und lassen in Restaurants, Kinos, Diskotheken, Hallenbäder oder an Grossanlässen jede Vorsicht fallen. Sie sind aber –falls angesteckt – im gleichen Mass ansteckend wie vor der erweiterten Zertifikatspflicht. Und sie wissen nicht, ob ihre unmittelbaren Nachbarn geimpft sind oder nicht.

Aus diesen Gründen riskieren die Ungeimpften, welche diese Orte dank einem negativen Test mit einem Zertifikat besuchen können, sich häufiger von Geimpften anzustecken als dies bisher der Fall war. Nach einer Ansteckung riskieren vor allem die Gefährdeten unter den Ungeimpften, schwer zu erkranken und hospitalisiert zu werden.

Wenn es wirklich um die Überlastung von Spitäler ginge

Falls die erweiterte Zertifikatspflicht tatsächlich und hauptsächlich Spitäler entlasten soll, hätte der Bundesrat konsequenterweise eine der drei folgenden Massnahmen beschliessen müssen:

  1. Entweder alle Präventionsmassnahmen wie Abstände einhalten, Maskenpflicht, Begrenzung der Teilnehmenden und das Anmelden für das Tracing in Restaurants, Kinos, Diskotheken, Hallenbädern oder an Grossanlässen trotz Zertifikatspflicht wie früher weiter vorschreiben.
  2. Oder als Voraussetzung für den Zutritt auch von den Geimpften einen negativen Test verlangen. Dabei wäre in Kauf zu nehmen, dass die Tests einen kleinen Teil falscher Resultate liefern. 
  3. Oder – um Geimpften die volle Freiheit zurückzugeben – den Zugang ausschliesslich Geimpften und Genesenen gewähren. Der Bundesrat würde damit dem Vorschlag von FDP-Nationalrat Kurt Fluri folgen, nämlich «Ungeimpfte von Restaurants und Veranstaltungen generell aussperren».

Der Bundesrat hat keine dieser drei Massnahmen ergriffen. Die erste oder dritte Massnahme hätte den Druck auf Ungeimpfte noch zusätzlich erhöht, sich impfen zu lassen. Trotzdem nimmt der Bundesrat in Kauf, dass in nächster Zeit – vermeidbar – mehr Ungeimpfte von Geimpften angesteckt werden, schwer erkranken und auf Intensivstationen kommen. 

Die Überlegung lautet offensichtlich: Lieber zusätzliche, vermeidbare Hospitalisierungen als Rücksicht auf eine Minderheit von Ungeimpften, die manche als Unbelehrbare, Resistente, Faule, Trotzige oder Volksschädlinge abqualifizieren. Diese sollen sich ruhig vermehrt anstecken, selbst wenn einige dann die Spitäler belasten.

Experten für Beibehalten der Masken- und Abstandspflichten und der Tracing-Erfassung

Kino Tagblatt

Unter Experten ist unbestritten, dass Geimpfte ­– oft auch unbemerkt – ansteckend sein können. «Wenn die Hygienemassnahmen fallengelassen werden und sich die Geimpften so verhalten, als würde von ihnen kein Risiko ausgehen, dann wird sich bei steigender Viruszirkulation ein vergleichbares Szenario wie in Island oder in Israel ergeben», meint Monique Lehky Hagen, Präsidentin der Walliser Ärztegesellschaft gegenüber Infosperber.

Laut Epidemiologe Professor Marcel Tanner, bis Ende Januar 2021 Mitglied der Task Force, sind Geimpfte, die das Virus erwischen, während drei bis vier Tagen ansteckend, während Ungeimpfte während zehn bis zwölf Tagen ansteckend seien.  Laut Paul R. Vogt, Direktor der Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich, können Geimpfte ansteckend sein, selbst wenn sie keine Symptome spüren, was auf vier von zehn Angesteckte zutreffe. Die Zahl der Ansteckenden sei zwar sehr klein, doch «genau weiss das niemand».
In einem CNN-Interview bestätigte CDC-Direktorin Rochelle Walensky am 11. August, dass Geimpfte ansteckend sein können, selbst wenn sie keine Symptome spüren.

Aus diesen Gründen ist es für Vogt klar, dass die «Lockerung der Schutzmassnahmen zu mehr Infizierten und dann verzögert zu mehr Patienten auf Intensivstationen führen wird». Sowohl Paul R. Vogt wie auch Marcel Tanner würden es begrüssen, wenn der Bundesrat die aufgehobenen Präventionsmassnahmen wie Abstände einhalten, Maskenpflicht, Tracing trotz Zertifikaten wieder wie vorher vorschreiben würde – solange den Spitälern eine Überlastung droht. 

Tanner geht allerdings davon aus, dass die meisten Restaurants die Distanz- und Lüftungsregeln auch ohne Pflicht einhalten.

Vogt wiederum würde «als klar befristete Massnahme» – solange Spitälern eine Überlastung droht – sogar befürworten, dass Ungeimpfte keine Restaurants, Kinos, Diskotheken, Hallenbäder und Grossanlässe besuchen dürfen.


Die Task Force und das Bundesamt für Gesundheit kneifen

Infosperber hat dem BAG und der Task Force folgende drei Fragen gestellt. Die Hoffnung auf klare Antworten blieb unerfüllt.


1. Wie kommentieren Sie die Aussage, dass Ungeimpfte seit der erweiterten Zertifikatspflicht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben?

Die Antwort der Task Force blieb unpräzis und ohne Quellenangaben. Professor und Immunologe Christian Münz:
«Je länger Impfung oder Infektion der Teilnehmer zurückliegen, desto höher wird das Risiko der negativ Getesteten [Ungeimpften] bei Events, ohne zusätzliche Hygienemassnahmen infiziert zu werden
Antwort Medienstelle des BAG: 
«Wo das Covid-Zertifikat wie vorgegeben umgesetzt und geprüft wird, ist das Übertragungsrisiko und somit die Gefahr einer Infektion stark reduziert. Ein limitiertes Restrisiko bleibt.»
Für die Spitäler ist gegenwärtig nur das Risiko für Ungeimpfte relevant. Diese Unterscheidung macht das BAG nicht.


2. Würden Sie es – solange Spitälern eine Überlastung droht – befürworten, dass die aufgehobenen Präventionsmassnahmen wie Abstände einhalten, Maskenpflicht, Tracing und Bergrenzung der Teilnehmenden an Grossanlässen trotz Zertifikaten wieder vorgeschrieben würden?

Antwort Christian Münz von der Task Force: 
«Diese politischen Entscheide möchte ich lieber nicht kommentieren.» 
Nach eigenen Angaben wäre es jedoch Aufgabe der Task Force, «effektive Impf- und Behandlungsstrategien» vorzuschlagen. Die Zurückhaltung erstaunt auch deshalb, weil sich diverse Exponenten der Task Force in den vergangenen 1,5 Jahren nicht scheuten, politische Entscheide öffentlich zu kommentieren.
«Antwort» des BAG: 
«Alle geltenden neu eingeführten Massnahmen müssen laufend auf Aktualität und Wirksamkeit überprüft und wenn nötig angepasst oder erweitert werden


3. Oder als Alternative: Würden Sie es – solange Spitälern eine Überlastung droht – befürworten, dass Ungeimpfte keinen Zugang mehr haben zu Restaurants, Kinos, Diskotheken, Hallenbädern und Grossanlässen?

Antwort Christian Münz von der Task Force: 
«Diese politischen Entscheide möchte ich lieber nicht kommentieren.» 
Nach eigenen Angaben wäre es jedoch Aufgabe der Task Force, «effektive Impf- und Behandlungsstrategien» vorzuschlagen. Die Zurückhaltung erstaunt auch deshalb, weil sich diverse Exponenten der Task Force in den vergangenen 1,5 Jahren nicht scheuten, politische Entscheide öffentlich zu kommentieren.
«Antwort» des BAG:
«Der Bundesrat will mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht hauptsächlich die Überlastung der Spitäler vermeiden.»

__________________________

1 Auch infektiöse Ungeimpfte können andere Ungeimpfte häufiger anstecken, wenn Schutzmassnahmen wegfallen. Doch sind die Ungeimpften in Restaurants, Kinos etc. – im Gegensatz zu den Geimpften – alle negativ getestet. Infektiös können deshalb nur die sehr wenigen Ungeimpften sein, bei denen der Test ein falsches Resultat ergab.

NACHTRÄGE
Virusexperte Christian Drosten wies in der NDR-Sendung «Corona Virus Update» vom 3.9.2021 auf das Risiko hin, dass sich Ungeimpfte jetzt in Räumen, wo nur Zertifizierte Einlass haben, von infektiösen Geimpften anstecken können. «Würde man aber auch von den Geimpften einen negativen Test verlangen, wäre der Anreiz zum Impfen in Frage gestellt.»

*Der Titel hiess ursprünglich «Zertifikatspflicht führt zu mehr statt weniger Hospitalisierungen». Das ist zwar wohl der Fall, wenn Ungeimpfte sich häufiger anstecken, weil Masken, Abstandsregeln und Handhygiene in geschlossenen, mit Zertifikat zugänglichen Räumen nicht mehr vorgeschrieben sind. Doch der Titel kann isoliert zitiert zu falsch interpretiert werden.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

War dieser Artikel nützlich?
Ja:
Nein:


Infosperber gibt es nur dank unbezahlter Arbeit und Spenden.
Spenden kann man bei den Steuern in Abzug bringen.

IBAN: CH 0309000000604575581


Die Autorin / der Autor wünscht keinen Meinungsaustausch (mehr) über diesen Artikel.

66 Meinungen

  • am 20.09.2021 um 10:41 Uhr
    Permalink

    Die Überlegungen, die hier vorgestellt wurden, sind zweifellos korrekt.
    Meiner Meinung nach wird jedoch die Notwendigkeit, Infektionen um jeden Preis zu vermeiden, zu wenig in Frage gestellt.
    Die Zahlen von Dänemark
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/denmark/
    sehen seit dem Ende der zweiten Welle sehr, sehr ähnlich aus wie jene der Schweiz.
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/switzerland/
    Wir könnten genauso gut wie Dänemark die Massnahmen beenden.

    Relativ gesehen sind es zweifellos mehr Ungeimpfte, welche auf den Intensivstationen liegen. Die vergangene Welle ist jedoch zum grossen Teil durch Reiserückkehrer gemacht. Abgesehen davon sind die absoluten Zahlen nicht so, dass das Gesundheitssystem in Gefahr kommen könnte. Ausserdem kann man nach dem, was jetzt in Israel passiert, duchaus daran zweifeln, ob eine Impfung wirklich eine nachhaltige Lösung für das Problem ist.

    2
    • am 21.09.2021 um 08:39 Uhr
      Permalink

      Sehen Sie sich bitte auch die Gesamtsterblichkeit in Dänemark an. Sie finden die Grafik dazu auf euromomo.eu unter «Grahps and Maps». Sie werden feststellen, dass da nichts beunruhigendes zu entdecken ist. Die Grippewelle 2018 hat jedenfalls für einen grösseren Ausschlag gesorgt.
      Da die Gesamtsterblichkeit angesichts der unspezifischen Symptome und eines für Diagnosezwecke weder zugelassenen noch geeigneten PCR-Tests die einzig zuverlässige Grösse ist, wage ich die Behauptung, Dänemark habe eine Pandemie «überwunden», die dort nie stattgefunden hat.
      Es kam offensichtlich lediglich zu einer Verschiebung der Todesursachen auf Grund der massenhaft angewendeten Tests. Und die Kurven vieler anderer Länder auf euromomo lassen darauf schliessen, dass Dänemark damit nicht allein ist. Was in den wenigen Ländern mit tatsächlicher Übersterblichkeit genau geschehen ist, wird hoffentlich untersucht werden. Bekannt ist lediglich, dass die meisten von ihnen ein ziemlich marodes Gesundheitssystem haben.

      1
    • am 21.09.2021 um 23:08 Uhr
      Permalink

      Kein Wunder. Dänemark hatte eines der härtesten Anti-Covid-Regimes in Europa. Zudem vertraut die Bevölkerung dort der Regierung und verhält sich sehr eigenverantwortlich.

      2
    • am 22.09.2021 um 08:44 Uhr
      Permalink

      Es geht um die Beurteilung der Frage: Ist die Pandemie vorbei? Dafür sind die neueren Zahlen, nicht die Daten vom Beginn der Pandemie entscheidend.
      Zu Beginn der Pandemie gab es tatsächlich unterschiede. Da sind in der Schweiz mehr Menschen an Corona verstorben. Ich meine hier die Zeit seit ca. Februar 21. Da gibt es auch in der Schweiz keine Übersterlichkeit mehr.
      Warum es zu Beginn diese Unterschiede gab, wäre schon auch interessant: Konnte Dänemark die Altersheime besser schützen? Das wäre für eine nächste Pandemie von Interesse.

      0
  • am 20.09.2021 um 11:24 Uhr
    Permalink

    Zwei Bekannte, vor 7 Monaten geimpft, haben sich vor drei Wochen mit Covid angesteckt. Die Symptome waren klar, mehrmalige Selbsttests zeigten ebenfalls, dass es Covid und nichts anderes war. Der Verlauf der Krankheit war mittelschwer. Da es sich um sehr verantwortungsvolle Personen handelt, gingen sie freiwillig in Quarantäne und verschoben sogar ihren Rückflug freiwillig. Wenn alle so verantwortungsvoll wären, hätten wir weniger Probleme – aber davon können wir nicht ausgehen. Ich ziehe daraus zwei Schlüsse: 1. Der Impfschutz nimmt nach wenigen Monaten ab; 2. Die gefährlichsten Anstecker sind nicht die ungeimpften Vorsichtigen, sondern die geimpften Unvorsichtigen, die den Virus, wie Drosten in Deutschland festgestellt hat, an alle, ob geimpft oder ungeimpft, weitergeben können.

    0
  • am 20.09.2021 um 11:39 Uhr
    Permalink

    Zum Glück sind die Massnahmenkritiker etwas gescheiter, als die BAG-Vertreter und BAG-Hörigen. Sie haben sich über Strategien der Prävention und Behandlung von COVID-19 informiert und werden sich zu helfen wissen, falls sie sich doch anstecken sollten.
    Dieser Artikel zeigt exemplarisch, wie das Narrativ gedreht wurde, ein gesundes Immunsystem und Prävention wurden abgeschafft und die Leute im Regen stehen gelassen.
    Ich hoffe, dass sich bei den nächsten Wahlen alle daran erinnern, dass die Vertreter*innen in Bern unsere Angestellten und Delegierten sind und unsere Interessen zu vertreten und wahren haben. Das tun sie seit Januar 2020 nicht mehr.

    2
    • am 21.09.2021 um 00:12 Uhr
      Permalink

      Neben den Massnahmenkritikern und „BAG-Hörigen“ gibt es noch die Kategorie der tatsächlichen Experten aus Wissenschaft und Forschung. Wer sich wirklich informieren will, hört auf die.

      0
    • am 21.09.2021 um 18:16 Uhr
      Permalink

      Und wer ist denn ein Experte*in? Ein Virologe ist keim Immunologe, ein Infektiologe kein Psychologe oder Soziologe, ein Infektiologe kein Aerosol- oder Masken-Experte, ein Epidemiologe oft nur ein Statistiker und Modulierer, aber kein Hygieniker etc. Dennoch äussern sich diese Akademiker auch zu Themen im Zusammenhang mit dieser Pandemie, die ausserhalb ihre Expertise liegen.

      0
    • am 22.09.2021 um 09:01 Uhr
      Permalink

      Liegt da nicht genau das Problem?
      Wer bringt all die Teilsichten zusammen und macht daraus ein Gesamtbild?
      Die interdisziplinäre Zusammenarbeit vermisse ich sehr in Bezug auf diese Pandemie.
      Ich fühle mich von „Experten“ umzingelt, die vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen können.
      Unser Zeitalter wird wohl als Zeitalter der Fachidioten in die Geschichte eingehen!

      0
  • am 20.09.2021 um 11:45 Uhr
    Permalink

    Auch wenn etwas plausibel klingt, ist es nicht unbedingt richtig. Die Formulierung «mehr statt weniger» bezieht sich auf nach versus vor Einführung der Zertifikatspflicht. Um vorher und nachher vergleichen zu können, müsste man aber rechnen statt zu plausibilisieren.
    Bsp. Restaurants, wo sich täglich sehr viele Menschen aufhalten: die Maskenpflicht galt hier auch schon vorher nicht während dem Essen, also während der meisten Zeit. Fakt ist, COVID-19 wird hauptsächlich durch Aerosole übertragen, also nützen Abstandsregeln so gut wie nichts. Die Einführung des Zertifikats hat also an der prinzipiellen Gefährdungssituation kaum etwas geändert. Relevant sind deshalb die konkreten Zahlen. Wie viele Geimpfte und Ungeimpfte haben sich vor der Einführung in Restaurants aufgehalten und wie viele sind es jetzt? Um wie viel wahrscheinlicher ist es, dass ein Ungeimpfter infiziert ist im Vergleich zu einem Geimpften? Erst wenn man diese Zahlen kennt, kann man berechnen, ob die Einführung der Zertifikatspflicht zu mehr oder weniger Hospitalisierten führen wird oder nicht. Ohne die Zahlen ist die obige Aussage eine pure Spekulation, zwar ein wenig plausibel, aber dennoch nur Spekulation. Ob sie stimmt, wissen wir nicht.

    4
    • am 20.09.2021 um 12:05 Uhr
      Permalink

      Gerade WEIL Sars-Cov-2 (nicht COVID-19) hauptsächlich durch Aerosole verbreitet wird, sind Abstandsregeln wichtig, wenn man Ansteckungen möglichst vermeiden möchte.

      3
    • am 20.09.2021 um 12:40 Uhr
      Permalink

      Seit wann unterscheiden Sie zwischen Sars-Cov-2 und Covid-19, Herr Gasche? Das ist ihn Ihren Artikeln nicht ersichtlich

      2
    • am 20.09.2021 um 13:52 Uhr
      Permalink

      Covid-19 ist die Krankheit, Sars-Cov-2 das Virus. Wir bemühen uns, diese Unterscheidung zu machen.

      0
    • am 21.09.2021 um 11:22 Uhr
      Permalink

      Ganz einfach: Sars-Cov-2 ist der Name des Virus und Covid-19 die Krankheit die durch den Virus verursacht wird.

      0
    • am 20.09.2021 um 15:00 Uhr
      Permalink

      Die Abstandsregeln werden massiv überschätzt. Viele wiegen sich in Sicherheit, wenn sie 2 Meter Abstand halten. Es gibt aber gut dokumentierte Fälle von Infektionen die sich über Luft von einer Ecke eines Restaurants in die andere ereigneten. Auch Abstände von 20 Metern nützen nichts, wenn schlecht gelüftet wird. Viel wichtiger als Abstandsregeln wäre in Restaurants deshalb eine Luftqualitätskontrolle, bei der sichergestellt wird, dass der CO2-Gehalt zu keinem Zeitpunkt 600 ppm übersteigt.

      2
    • am 21.09.2021 um 12:29 Uhr
      Permalink

      Ja, bei diesem Virus ist die aerogene Infektionsweg am Relevantesten. Nur bei dieser Übertragung ist der Luftwechsel in Innenräumen der entscheidende Faktor, die 1.5 oder 2 m Abstand haben nur einen Einfluss auf die Tröpfchenübertragung.
      https://bauhygiene.ch/corona-special/sars-cov-2-aerosole

      Statt Covid-Zertifikate wären vielleicht Raumluftqualitätszertifikate zielführender 😉

      0
    • am 21.09.2021 um 17:55 Uhr
      Permalink

      Wir haben, hatten Kontakt und werden immer mit Viren, Bakterien, Pilzen Kontakt haben, sind selbst voll von Mikroorganismen. Um unsere eigene Organisation zu erhalten, hat sich ja das Immunsystem entwickelt. Statt den Kontakt zu fürchten, wäre es wichtiger, das Immunsystem zu stärken und sich im Krankheitsfalle sinnvoll zu behandeln, die Immunvorhänge wie Fieber zu unterstützen, Ruhe, gute Ernährung, mit offenbar v.a. Vit A, D und Zink… Statt darzulegen und zu diskutieren, welche Massnahmen und Mittel offenbar – auch in anderen Ländern – relativ erfolgreich angewendet werden, schüren die Massenmedien Panik. Offenbar geht es nicht um Gesundheit, sondern darum, wie verschiedentlich angemerkt, die Menschen zur experimentellen Impfung zu drängen.

      1
    • am 22.09.2021 um 05:35 Uhr
      Permalink

      Schöne Theorie. Dumm nur, dass nicht alle diese Prozedur überleben. Angesichts von 4.6 Millionen Toten klingen solche Standpunkte einfach nur zynisch. Vor allem, wenn man liebgewonnene Menschen durch das Virus verloren hat.

      1
    • am 21.09.2021 um 18:27 Uhr
      Permalink

      Ja der aerogene Infektionspfad von Sars-Cov-2 ist der Pandemietreiber bei Covid-19. Jedoch hat ein Abstand von 1 bis 2 m bei dieser Übertragung keine grosse Bedeutung, sondern vor allem die Raumluftqualität, respektive der Luftwechsel. Der Abstand ist entscheidend bei der Übertragung über grössere Tröpfchen,
      Mehr dazu:
      https://bauhygiene.ch/corona-special/sars-cov-2-aerosole

      Vielleicht würde eine Raumluftzertifikatspflicht mehr gegen die Pandemie beitragen, wie die Covid-Zertifikatspflicht 😉

      0
    • am 20.09.2021 um 13:06 Uhr
      Permalink

      Ganz Ihrer Meinung ! Nur durch Abstand ist keine Garantie, dass nicht zu viele Aerosole eingeatmet werden. Die Dauer, die Lüftung (ev.Messgeräte) spielen ebenfalls eine Rolle.
      Aber eben: Kein Experte hat das absolute, verlässliche Wissen (auch wenn manche das behaupten wollen). Es bleibt die Unsicherheit und das ist schwierig auszuhalten.
      Gerne möchten wir es alle anders haben.

      1
  • am 20.09.2021 um 11:47 Uhr
    Permalink

    «solange Spitälern eine Überlastung droht» Wieder das alte Gummikriterium, mit dem die Massnahmen endlos erhalten werden können.

    Wie wäre es, endlich ehrliche und aussagekräftige Zahlen, die Standardisierung des PCR und bei positivem Test die Differenzierung mit anderen Atemwegsviren zu verlangen? (Weshalb ist Influenza verschwunden?) Wie wäre es zu verlangen, dass positiv Getestete nicht als Covid-Fälle bezeichnet, in den Spitälern Geimpfte und Ungeimpfte genau gleich untersucht und behandelt, dass nur effektiv Kranke als Covid- oder Impffälle bezeichnet werden, nicht aber gesunde Positiv-Getestete?

    Und warum fehlt eine 4. Möglichkeit? Alle sich Krank-fühlenden bleiben verantwortungsvoll zu Hause, machen allenfalls einen Gratis-Heimselbsttest, pflegen sich mit Hausmitteln, verzichten auf immunschwächende Fiebermittel und kontaktieren bei einer Verschlimmerung den Hausarzt, welcher sie mit den Mitteln seiner Wahl (inklusive Ivermectin oder Hydroxychloroquin) behandeln darf und seine Behandlungsmethoden einer zentralen Stelle zur Auswertung meldet, welche auch die Erfahrungen in andern Ländern ehrlich dokumentiert und den Hausärzten zur Verfügung stellt. Warum wird durch Antikörperbestimmung nicht der Immunstatus der Bevölkerung erhoben – notabene bei Absetzen aller Distanzierungs- und Trackingmassnahmen? Warum wird nicht dargestellt, was in Ländern mit extremerer Position abläuft: Israel, Schweden, vielen US-Staaten, China, Drittweltländern?

    1
  • am 20.09.2021 um 11:51 Uhr
    Permalink

    Ich finde dass der Infosperber mit diesem Artikel genau gleich wie die MSM an der Spaltung der Gesellschaft mitmacht. Schade. Meiner Meinung nach, sollte man sofort alle Massnahmen aufheben und zum normalen Alltag übergehen und erkrankte Menschen wie vor 2 Jahren behandeln und das Leben leben lassen.
    Wenn das so weiter geht, wird das grosse C kein gutes Ende mehr finden und die Medien sind mit Schuld an dem ganzen Leid das bis heute fabriziert wurde.
    Ich hoffe, dass alle noch gut Schlafen können durch den Schaden, wo an den Kindern und den Schwächsten der Gesellschaft angetan wurde.

    4
    • am 20.09.2021 um 22:49 Uhr
      Permalink

      Hätten wir die Medien nicht, wir wüssten gar nicht wie schlecht es uns geht! Ich war 2018 während der Schweinegrippe in Nordchile. In Calama (200’000 Einw.) hatte es 2’000 Infizierte. Keine Panik, nur Hygieneempfehlungen. Via Tagi-Online habe ich die Panikmache in der Schweiz erlebt. Drosten versprach 30’000 Tote, Migros wusste nicht ob er kleine oder grosse Filialen schliesst, das Inselspital kann nur noch absolute Notfälle aufnehmen – alle 6 Monate vor der «Pandemie». Passiert ist nichts!

      1
  • am 20.09.2021 um 12:34 Uhr
    Permalink

    Geht doch bitte mal der Frage nach, ob Covid-19 nach Einbezug aller relevanten Faktoren überhaupt zu einer Übersterblichkeit geführt hat. Unter relevanten Faktoren verstehe ich die Bevölkerungszunahme, die Veränderung der Alterspyramide, Fehlbehandlungen und Panikreaktionen (vor allem in Ländern wie Italien, Spanien und England). Ebenso interessieren würde mich die Zahl der Todesfälle auf Grund der Massnahmen, denn Einsamkeit ist erwiesenermassen tödlicher als Übergewicht und rauchen zusammen.
    Ich habe jedenfalls gestaunt, als Dänemark kürzlich verkündet hat, die Pandemie und dank der Impfung überwunden zu haben. Denn in Dänemark und in vielen anderen Ländern Europas hat gemäss den Daten von euromomo.eu nie eine Pandemie stattgefunden. Die Grippewelle von 2018 hat dort wesentlich mehr Tote gefordert.

    6
    • am 20.09.2021 um 13:44 Uhr
      Permalink

      Die Übersterblichkeit in den verschiedenen Ländern, gemessen an überdurchschnittlicher Mortalität im Jahr 2020, ist sehr gut und kaum anfechtbar dokumentiert. Sie wurde verschiedentlich veröffentlicht. Sie besteht auch, wenn man Bevölkerungszunahme, Alterspyramide etc. berücksichtigt. Andere Todesursachen können auch eine Rolle spielen, aber nicht im Ausmass der festgestellten Übersterblichkeit.

      3
    • am 20.09.2021 um 15:05 Uhr
      Permalink

      Wie kommen Sie zur Aussage, in Dänemark habe es nie eine Pandemie gegeben? Haben Sie schon das Abschlachten tausender Nerze vergessen, damit diese die Pandemie nicht noch weiter befeuern? Dänemark hatte so ziemlich die schärfsten Massnahmen, inklusive sehr langer Lockdowns und hat heute die allerhöchste Impfquote. Beides sind Gründe dafür, dass die Pandemie zwar vorhanden war, das Virus aber kaum eine Chance bekam, Schaden anzurichten. Das ist nicht dasselbe.
      Die Übersterblichkeit 2020 ist im übrigen durch das Bundesamt für Statistik bestens belegt. Es handelte sich um die schlimmste seit der Spanischen Grippe 1918. Darin enthalten sind nicht nur die dokumentierten COVID-19-Toten, sondern auch alle, die zuhause ohne Diagnose an COVID-19 starben. Es gibt hingegen keinen Hinweis auf eine nennenswerte Übersterblichkeit aufgrund von Einsamkeit. Das wäre in diesem Ausmass auch gar nicht plausibel.

      3
    • am 22.09.2021 um 08:04 Uhr
      Permalink

      @Herr Menzinger: Es stimmt, dass die Schweiz bei den über 70jährigen im Jahr 2020 eine Übersterblichkeit zu verzeichnen hatte (bei den U69jährigen hingegen nicht). Allerdings stimmt es nicht, dass diese die schlimmste gewesen sei seit der Spanischen Grippe 1918. Wenn man die Sterbedaten nach Alter auf die Bevölkerungsgruppen nach Grösse skaliert, dann erkennt man schnell, dass die Übersterblichkeit mit der von 2012 und 2015 vergleichbar war. Dies waren die Jahre in der Schweiz mit den letzten heftigeren Grippeepidemien. 17/18 war deutlich weniger ausgeprägt als bspw. in Deutschland (Variationen zwischen Ländern von Jahr zu Jahr sind normal). Die Jahre 2017 bis 2019 waren eher unterdurchschnittlich, was auch zum Peak in 2020 beigetragen hat (grösseres «Reservoir» an vulnerablen Personen).

      0
  • am 20.09.2021 um 12:34 Uhr
    Permalink

    Von wegen Geimpfte würden Nichtgeimpfte gefährden und seien selber nicht gefährdet!
    Was ausserdem vergessen geht, ist die Tatsache, dass ein Grossteil der Ungeimpften längst eine Immunität entwickelt haben. Gemäss SRF sind bis heute 10619 Menschen in der Schweiz mit dem Virus verstorben. Wenn wir von einer (wahrscheinlich zu hohen) Infektionssterblichkeit von 0.2% ausgehen, dann müssten bis heute mindestens 5.3Millionen Menschen in der Schweiz mit dem Virus in Kontakt gekommen sein und eine natürliche Immunität aufgebaut haben. Warum das in der ganzen Diskussion kaum eine Rolle spielt, ist mit schleierhaft.

    2
  • am 20.09.2021 um 12:44 Uhr
    Permalink

    Die Studien laufen auf den allgemeinen Trend, die Einführung der 1-G Regel (geimpft) hinaus. Alles andere macht keinen Sinn. Wer lässt sich schon dauernd auf eigene Kosten testen, um sich unter den Geimpften herumtreiben zu dürfen? Die Attraktivität der Impfung wird durch die Aufrechterhaltung all dieser Regeln stark gedämpft, was nicht im Sinne der Erfinder sein kann. – So wie ich die Situation beurteile, gleicht der Bund die Covid-Vorschriften auf politischer Ebene laufend mit dem Ausland ab. Eigene «virologische Überlegungen» sind dem untergeordnet.

    1
  • am 20.09.2021 um 13:14 Uhr
    Permalink

    Statt «umstritten» («Ob Geimpfte genauso ansteckend sein können wie Ungeimpfte oder doch weniger häufig, ist umstritten.») kann durchaus auch geschrieben werden: «… ist nach der aktuellen Studienlage noch nicht ganz geklärt».

    1
  • am 20.09.2021 um 13:15 Uhr
    Permalink

    Sind genügend Menschen geimpft, ist die Corona-Pandemie zu Ende. Solange es keine Zwangsmassnahmen zur Impfung gibt, müssen halt solche Kapriolen veranstaltet werden.

    16
    • am 21.09.2021 um 12:27 Uhr
      Permalink

      Bisher sind in der Geschichte der Menschheit noch alle Pandemien ohne Impfen zu Ende gegangen. Das wird auch bei Corona so sein. Meist waren es etwa 2 grosse Wellen, so auch bei der Spanischen Grippe, welche eine Grössenordnung schlimmer war als Corona.
      Eigentlich sprechen die Zahlen dafür, dass Corona in der Schweiz vorbei ist. Die dritte Welle (Alpha) im Frühjahr und die vierte Welle (Delta) gerade eben haben kein grosses Sterben mehr verursacht.
      Dafür waren nicht die Lockdown-Massnahmen verantwortlich, denn wenn diese die Verbreitung des Virus hätten stoppen können, dann hätte die neue Varianten nicht in kurzer Zeit die alte Variante verdrängen können.

      Die Zahlen in der Schweiz
      https://www.worldometers.info/coronavirus/country/switzerland/
      sehen auch sehr ähnlich aus wie jene in Dänemark
      https://www.worldometers.info/coronavirus/country/denmark/
      Dort stimmen sogar die Impfturbos der Aussage zu, dass die Pandemie vorbei sei 😉

      1
    • am 21.09.2021 um 22:53 Uhr
      Permalink

      Wahre Worte. Denn die Pest ging auch ohne Impfung zu Ende. Dumm nur, dass vorher 1/3 der Bevölkerung «an oder mit» der Pest sterben musste. Aber irgendwie will es nicht ins Bild passen, dass Pocken, Masern und Kinderlähmung erst nach der Impfpflicht ihre Schrecken verloren und ganz, fast oder annähernd ausgerottet wurden…

      0
    • am 22.09.2021 um 23:15 Uhr
      Permalink

      Die deplazierten Vergleiche von Corona mit Pest, Pocken und Kinderlähmung werden auch nicht besser, wenn sie dutzendfach wiederholt werden. Die Mortalitätsrate von Corona liegt eben nicht bei 30%, sondern um einen Faktor 100 tiefer.

      1
  • am 20.09.2021 um 14:00 Uhr
    Permalink

    Warum machen wir es nicht wie zu Grossmutters Zeiten? Die Gefährdeten schützen sich selber, indem sie Menschenansammlungen und Grossveranstaltungen meiden und sich (endlich) um ihre Gesundheit kümmern. Die Kranken bleiben zu Hause, um die anderen zu schützen. Alle anderen leben weiter und nehmen die Risken des Alltags auf sich. Ohne die ganze Testerei wäre die «Pandemie» sowieso längst vorbei.

    2
  • am 20.09.2021 um 14:18 Uhr
    Permalink

    Schließe mich dem Kommentar von @Alexander Stebler an.

    @Urs P. Gasche. Sie erwähnen die Ansteckung durch Aerosole.
    Das betrifft ja nicht nur Sars-CoV-2, sondern weitere respiratorische Erreger.
    Diesen allen wollen Sie mit Abstand und Maskenpflicht begegnen?

    All die vermeintlichen Schutzmaßnahmen müssen auf das dahinter liegende Menschenbild
    angeschaut werden. Das regierungsoffizielle Corona-Gefährdungsnarrativ und die sie stützenden
    Medien haben dahingehend wenig Würdevolles vermittelt.
    Mensch und Welt auf Zahlenmodelle zu reduzieren führt in die Barbarei.

    Anstatt ‹fürsorglicher Entmündigung» bedarf es der Aufklärung über mögliche Gefährdungen,
    und der Umgang damit gehört in die Eigenverantwortung der SouveränInnen.

    In diesem Sinne betrachte ich folgende Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
    https://www.clemensheni.net/kassenaerztliche-bundesvereinigung-fordert-freedom-day-am-30-okt/

    2
  • am 20.09.2021 um 15:27 Uhr
    Permalink

    Nachdem nun alle die eine Sensibilisierung machen konnten die dies wollten, erübrigt sich jede Disskusion zu Coronamassnahmen.

    2
    • am 21.09.2021 um 07:36 Uhr
      Permalink

      Erstens konnten sich nicht alle impfen, die dies gewollt hätten. Ca. 200‘000 Menschen können dies nicht aus gesundheitlichen Gründen. Hinzu kommen alle unter 12 Jahren. Zweitens haben wir die tiefste Impfquote in Westeuropa und es sind noch so viele nicht immunisiert, dass das Gesundheitssystem weiterhin kollabieren kann, wenn wir nicht aufpassen. Das darf nicht ausser acht gelassen werden.

      6
    • am 22.09.2021 um 08:12 Uhr
      Permalink

      @Herr Metzinger: Den 200’000 ist nur bedingt dadurch gedient, wenn man alle anderen durchimpft. Erstens können auch Geimpfte das Corona-Virus weitergeben und zweitens ist dies nur eines von tausenden Viren (zusätzlich zu Bakterien und Pilzen), welche Vorerkrankten oder Immunsupprimierten gefährlich werden können. Vorsichtig sein müssen diese Personen somit so oder so. Zweitens haben Kinder unter 12 zwar momentan keinen Zugang zur Covid-Impfung (mit Ausnsahmen), allerdings brauchen Kinder diese auch absolut nicht. Oder wieso sollte man sie gegen eine Krankheit impfen, bei der die Krankheitslast dermassen gering ist? Das bringt den Kindern überhaupt keinen Nutzen. Und Kinder zu impfen, weil Erwachsene davon profitieren könnten (die sich selbst schützen können notabene) ist absolut unethisch. Erst recht bei einer Impfung, die ein dermassen schlechstes Nebenwirkungsprofil hat wie die mRNA Impfungen (und auch die Vektorimpfstoffe, aber die gibt es in der Schweiz momentan eh nicht).

      1
    • am 22.09.2021 um 18:27 Uhr
      Permalink

      Herr Lauer, bis auf die Aussage zum schlechten Nebenwirkungsprofil haben Sie weitgehend recht. Meines Wissens nach liegt dieses im üblichen Bereich. Was die Impfung der Kinder angeht, ist es eine Frage der Ethik, die man pflegt, wie viele Kinder man bereit ist zu opfern, indem man auf die Impfung verzichtet, denn auch bei ihnen ist der Nutzen nach den neusten Studien grösser als das Risiko. Und die 200’000, die sich nicht impfen lassen können, schützen wir am besten, indem alle anderen sich impfen lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter sich infiziert ist 5 bis 10 Mal kleiner, als bei einem Umgeimpften und die Wahrscheinlichkeit, dass er infektiös ist, nochmals viel kleiner. Deshalb ist eine breitflächige Impfung durchaus der beste Schutz für diese Menschen.

      0
    • am 23.09.2021 um 07:52 Uhr
      Permalink

      Warum brauchen wir denn geheim gehaltene (inzwischen aber glücklicherweise geleakte) Verträge mit den Herstellern, in denen diese jede Haftung ablehnen und auf die Allgemeinheit abwälzen?
      Und warum schlagen renommierte Pathologen Alarm, die kurz nach der Impfung verstorbene Patienten untersucht haben?
      Vielleicht nehmen Sie sich mal die Zeit, diese Pressekonferenz mit drei Kapazitäten auf ihrem Fachgebiet anzusehen. Sie machen mir weder den Eindruck, unter Drogen zu stehen noch verrückt geworden zu sein oder irgendwelche finanziellen Interessen zu verfolgen.
      https://www.pathologie-konferenz.de/

      0
    • am 23.09.2021 um 08:49 Uhr
      Permalink

      Es wird mit so vielen Studien argumentiert, dass es nützlich wäre, Sie würden folgenden beiden Fragen beantworten:
      1) Welches ist denn die aussagekräftigste Studie, die belegt, dass für Kinder der Nutzen grösser ist als die Risiken?
      2) Welches ist denn die aussagekräftigste Studie, die belegt, dass die (relatve oder absolute) Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter sich infiziert 5 bis 10 Mal kleiner ist, als dass bei einem Umgeimpften und die Wahrscheinlichkeit, dass er infektiös ist, nochmals viel kleiner ist?.

      0
    • am 23.09.2021 um 10:30 Uhr
      Permalink

      Es gibt noch nicht viele Studien zum Nutzen der Impfung bei Kindern, so dass man hier in der Tat noch vorsichtig sein muss. Aber es ist mittlerweile auch durch die ganzen belegt, dass Kinder schwer erkranken können, während man noch nicht weiss, wie sich COVID-19 langfristig auf Kinder auswirkt. Hier gehen die Meinungen in der Tat auseinander und es ging mir vor allem darum, darauf hinzuweisen und einer Haltung zu widersprechen, wonach es für Kinder sicher keine Probleme gäbe.
      Zur Frage der Wahrscheinlichkeit: Sie können selbst recherchieren. Meine Zahlen beziehen sich auf die Schutzwirkung der Impfung vor einer Infektion, die beim Wildtyp bei über 90% lag und bei Delta noch 80% beträgt. 1 dividiert durch diese Zahlen ergibt dann die Wahrscheinlichkeiten von 5 bis 10 Mal. Streng genommen müsste man sogar sagen 1 bis 20 Mal, denn beim Wildtyp beträgt der Schutz eher 95%. Die Zahlen gelten allerdings auch nur für die Phase des optimalen Schutzes und nicht für die Phase danach, wenn die Schutzwirkung ein wenig oder mehr nachlässt. Unter dem Strich bleibt jedoch die Aussage klar bestehen: Geimpfte infizieren sich viel seltener als nicht Geimpfte.

      0
  • am 20.09.2021 um 16:23 Uhr
    Permalink

    Weshalb wir in dieser Zertifikats- Sache eigentlich statt im Klartext immer um den heissen Brei geredet. Auch wenn die Behörden und die Medien stetig das Wort Anreiz benutzen – ohne geimpft zu sein, wird man weitgehend aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Folglich herrscht Impfzwang und wir haben uns zu fügen. Das mag man gut oder schlecht finden, immerhin ehrlicher wär’s.

    3
    • am 21.09.2021 um 07:34 Uhr
      Permalink

      Niemand MUSS sich impfen lassen. Testen geht auch. Das einzige, was nicht mehr so leicht möglich ist, ist Andere anzustecken.

      7
  • am 20.09.2021 um 18:15 Uhr
    Permalink

    Aha, das sind ja gute Nachrichten – man kann also «nur» das Virus durch Aerosole übertragen, aber nicht die Krankehit!

    2
  • am 20.09.2021 um 21:17 Uhr
    Permalink

    Herr Gasche: Sie schreiben: Geimpfte können sich zwar mit Covid-19 anstecken, aber ihr Risiko, deswegen schwer zu erkranken, ist gegenwärtig kleiner als auf der Strasse mit dem Fahrrad oder dem Auto zu verunfallen. Auf Intensivstationen ist nicht einmal jeder zwanzigste Covid-Patient ein geimpfter.
    Woher stammen diese Angaben?
    Laut einem Oesterreichischen Bericht aus Israel sind dort über 59% der Menschen mit schweren Verläufen in den Spitälern doppelt geimpft und von diesen ca. 2/3 im Alter 65+. Gibt es in der Schweiz eine Statistik, aus der Impfstatus (0x, 1x oder 2x) sowie Alter der Intensivpatienten herforgeht?

    1
  • am 20.09.2021 um 22:44 Uhr
    Permalink

    Meines Wissens (eine Bestätigung ist leider nicht erhältlich, das SGI c/o IMK kann aufgrund von Corona keine Anfragen von Privatpersonen beantworten!) hat das BAG eine optimale Belegung der IPS von 80% vorgegeben und dies war die letzten Jahre so. Warum soll nun plötzlich eine tiefere Belegung möglich sein? Also wird uns das Ganze noch lange erhalten bleiben, dass die Pharma daran interessiert sein könnte ist eine reine Spekulation. Dass die Pharma aber gute Beziehungen zu der Politik hat dürfte bewiesen sein. Warum hat die Regie
    g den schon lange bekannten Pflegenotstand nicht schon vor Jahren bekämpft? Fragen, welche von den Medien leider nie gestellt werden! Das einzige Problem ist ja die mögliche Überlastung der Spitäler – und deswegen müssen alle geimpft werden!

    0
  • am 21.09.2021 um 01:28 Uhr
    Permalink

    Der staatliche Impfreport https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1018416/Vaccine_surveillance_report_-_week_37_v2.pdf
    von England (UK) zeigt bedenkliches. Tabelle 2 Seite 13. Geimpfte haben oft eine höhere CoV-19 Rate als Ungeimpfte vor allem in der Alters-Klasse 40-80 Jahre!
    Bei schweren Verläufen sieht es besser aus. Diese Zahlen sind jedoch stark verzerrt, da über 50% der Engländer schon eine CoV-19 Infektion hatten. So muss man unter Ausschluss der Genesenen feststellen, dass Alte durch die Impfung kaum noch geschützt sind!

    0
  • am 21.09.2021 um 10:06 Uhr
    Permalink

    Ich bin es so leid, die immer gleiche litanei. Worauf es ankaeme, wenn man wirklich gegen die krankheit was tuen wollte, das waere die allgemeine gesundheit der menschen staerken: mehr bewegung, kein fast food, gesundere wohnungen, bessere arbeitsbedingungen.

    Eine kulturelle wende, die menschen muessten wieder als selbstbestimmte lebewesen wahrgenommen werden und nicht wie heute als endlager fuer industriemuell.

    Jeder der rauchen, trinken usw. will soll das tun koennen. Aber andere sollen nicht an deren letztlichem elend verdienen koennen. Werbung fuer derartige dinge sollte dazu verpflichten die persoenlichen und gesellschaftlichen schaeden, die durch derartige verhaltensweisen entstehen, zu beseitigen.

    Eine impfung oder ein gentechnisches aequivalent dazu mag ihre berechtigung haben. Das kann aber nicht bedeuten, dass man die therapie aufgibt. Das ziel bei der behandlung muss doch sein, mit den geringstmoeglichen schaedlichen folgen die groesstmoeglichen erfolge zu erzielen.

    Man darf sehr sicher darueber sein, dass geheim gehaltene kaufvertraege nicht ueber produkte abgeschlossen werden, die einen klar demonstrierbaren nutzen fuer etwaige erkrankte im fall der verabreichung entfalten.

    Letzten endes zeigt die sog. Covid krise, dass wir es in wirklichkeit mit einer demokratiekrise und nicht einer gesundheitskrise zu tun haben.

    1
    • am 21.09.2021 um 22:56 Uhr
      Permalink

      Niemand streitet die Bedeutung einer gesunden Lebensweise und Ernährung ab. Am wenigstens die Wissenschaftler, die sich für die Pandemiebekämpfung einsetzen. Aber leider reicht das eben nicht, wie die vielen Todesfälle unter vorher top gesunden Menschen zeigen. Ein Immunsystem ist genau wenig einfach stark, wie ein Mensch einfach so lesen kann. Es muss trainiert werden. Genau das tut die Impfung. Sie zeigt dem Immunsystem, wie der Feind erkannt wird, so dass es sich vorbereiten kann. Das eine schliesst das andere nicht aus.

      3
    • am 22.09.2021 um 11:06 Uhr
      Permalink

      «wie die vielen Todesfälle unter vorher top gesunden Menschen zeigen.»
      ist das vom hören sagen oder wo/wie kann ich die zahlen einsehen?
      die argumentation ist schlüssig, aber gerade deswegen würde ich gerne selber beurteilen können wie gross mein risiko, als gesunder ist, im vergleich mit den vorerkrankten.
      daher auch meine grundsätzliche kritik an all diesen massnahmen: es fehlt an transparenz!
      denn genau so kann von der anderen seite behauptet werden:
      «wie die vielen Todesfälle unter geimpften Menschen zeigen.»
      übrigens, masken tragen, abstand halten und sich die hand nicht geben hilft unserm immunsystem auch nicht gerade. auch dieses training dürfen wir nicht ewig vernachlässigen. es gibt ja mehr erreger als nur covid

      1
    • am 23.09.2021 um 00:52 Uhr
      Permalink

      Es kommt eben NICHT zu vielen Todesfällen unter vorher top gesunden Menschen. Und die Einzelfälle, die dokumentiert sind, erwiesen sich später nach meinem Wissen praktisch ausnahmslos als Menschen mit versteckte Krankheiten wie z.B. Leukämie.
      Auf welche Statistik beziehen Sie sich?

      1
    • am 23.09.2021 um 11:31 Uhr
      Permalink

      nicht sicher ob sich ihre frage auf mich bezieht, jedenfalls ist die europäische statistik zur nebenwirkungen der covid impfungen, hier zu finden: https://dap.ema.europa.eu/analytics/saw.dll?PortalPages
      dort werden für den moderna impfstoff 117’000 und für den pfizer/biontech impfstoff 435’000 verdachtsfälle ausgewiesen. sollten sich «nur» die hälfte davon erhärten, kann man kaum von «problemlos» sprechen.

      0
  • am 21.09.2021 um 13:47 Uhr
    Permalink

    Ich habe mal versucht (Bin kein Jurist), den folgenden Artikel zu verstehen:
    https://recht.recht.ch/de/artikel/01rechtonlinefirst0220abh/impfobligatorium-und-impfzwang-eine-staatsrechtliche-wurdigung
    Gemäss diesem Dokument (Kapitel VI) ist ein faktischer Impfzwang (Nicht zu verwechseln mit Impfpflicht/Obligatorium) in der Schweiz nicht zulässig.
    Aus meiner Sicht reden die Damen und Herren Bundesräte und BAG genau aus diesem Grund explizit nicht von einem Impfzwang, sondern nur vom Schutz des Gesundheitssystems vor Überlastung.
    Wenn jetzt das (nebst der aktuell immer noch im Raum stehenden Kostenpflichtigkeit für Tests ab 1. Oktober) noch erweitert werden sollte (Ungeimpften würde der Zugang zu zum öffentlichen Leben/Besuch einer Uni etc. weitgehend zu verweigert), wäre dies in meinem Verständnis definitiv ein Verstoss geltenden Rechts (Epidemiegesetz eingeschlossen).
    Zusätzlich ist für mich nicht nachvollziehbar, dass eine Zertifikatspflicht eingeführt werden kann, ohne die geringste Aussage machen zu müssen, nach welchen Kriterien sie wieder abgeschafft wird.

    0
    • am 21.09.2021 um 18:32 Uhr
      Permalink

      In der zitierten Epidemienverordnung und im verlinkten Kommentar ist von «Impfobligatorium» die Rede. Ein solches Obligatorium ist nicht gegeben, auch wenn die Tests für Ungeimpfte ab Oktober zahlungspfichtig würden. Hindernisse physischer oder finanzieller Art gibt es in verschiedenen Bereichen, ohne dass daraus ein rechtliches Obligatorium abgeleitet werden kann. Mit dem verbotenen «Impfzwang» meint der zitierte Kommentar die «Verabreichung eines Impfstoffes mit physischer Gewalt, etwa unter Fixation des Patienten». Davon kann noch viel weniger die Rede sein. Auch eine Geldbusse für Impfverweigerer – falls es für bestimmte Gruppen gemäss Epidemienverordnung ein Impfobligatorium gäbe – wäre rechtswidrig.

      1
  • am 21.09.2021 um 16:32 Uhr
    Permalink

    Ich hab mal selbst recherchiert und folgendes rausgefunden: (Aktuelle Zahlen BAG Schweiz, 21.Sept. 15:30h) Im Zeitraum vom 16.9. bis 20.9. waren 5 der Covid-19 Todesfälle doppelt geimpft. Total wurden im selben Zeitraum 14 Todesfälle gemeldet, also genau 35.7 % der Todesfälle waren doppelt geimpft!
    Und uns wird weisgemacht die Impfung sei sehr wirksam!

    1
  • am 21.09.2021 um 16:59 Uhr
    Permalink

    Ich verwende einen Luftwäscher welcher die Luft durch Wasser pumpt. Dazu einen UV-C Luftdesinfektor, welcher 99.9 % aller Keime ins Nirvana befördert. Alles was in meine Wohnung kommt, nach dem Einkaufen, aus dem Briefkasten, wird zuerst dieser Entkeimung ausgesetzt. Seit fast 2 Jahren lebe ich soweit wie möglich, als Polyallergiker, Immungeschwächter, Autoimmunkranker, seit Geburt handycapierter, in Teil-Quarantäne. Ich warte darauf, als ansonsten Durchgeimpfter, das der Bundesrat endlich die anderen Vakzine, wie z.B. der inaktivierte Impfstoff von Sinopharm, oder das Proteinvakzin Novavax oder Stöcker zulässt und die Impfhoheit wieder den Hausärzten zurück gibt. Ich bin schon in einer gentechnisch basierten Dauertherapie seit 11 Jahren und mein System ist dermassen fragil, das mRna ein zu hohes Risiko wäre. Ich bin nicht der Einzige in der Schweiz in dieser Situation, es sind etwa 5%. Was die Regierung uns antut mit dem «Konkurrenzverbot» von mRna, ist menschenverachtend und einer Schweiz unwürdig. Das man Allergiker unter Cortison mit mRna behandeln könne, trifft auf komplexe Fälle wie mich nicht zu.

    0
    • am 22.09.2021 um 08:03 Uhr
      Permalink

      Als Hygiene A Ingenieur beurteile ich Luftwäscher so: Wie gut ihr Luftwäscher Coronaviren filtert ist nicht geprüft. Zum Einen gibt es für Luftwäscher keine Prüfnorm, wie z.B. für HEPA-Filter. Sars-CoV-2 sind im Vergleich zu anderen Viren gegen UVC relativ robust, so dass man zu deren Deaktivierung eine höhere Dosis benötigt. Ich kenne kein Prüfverfahren mit dem man feststellen kann, wie viel Prozent speziell an Sars-CoV-2 deaktiviert. Dass Sie das Virus über ihre Kleider zuhause einschleppen ist sehr unwahrscheinlich. Schmierinfektionen spielen bei diesem Virus kaum eine Rolle.

      Die Wirksamkeit von Sinopharm ist umstritten. NOVAVAX ist bis heute noch nirgends zugelassen, soll aber nach ihrer Phase II Studien eine gute Wirksamkeit aufweisen und stellt aus meiner Sicht (aber ich bin kein Immunologe) wird eine gute Alternative zu den gentechnologisch hergestellten Vakzinen (mRNA und Vektor-Impfstoffe) darstellen. Ich habe jedoch gehört, dass sie bei diesem Vakzin noch ein Problem haben die Produktion hoch zu fahren. Meines Wissens hat die Schweiz schon lange einen Vertrag für dieses Vakzin, aber solange dieses keine Zulassung hat (wurde noch nicht beantragt) und nicht lieferbar ist, steht dieses uns leider nicht zur Verfügung.
      Das Infektionsrisiko der nächsten Monate ist nicht mehr das selbe, wie vor einem Jahr: Wir haben s mit der infektiösere Delta-Variante zutun und Geimpfte benehmen sich, als gebe es keine Pandemie. Schützen Sie sich in Innenräumen mit FFP2/3 mit Ventil!

      1
  • am 22.09.2021 um 09:38 Uhr
    Permalink

    #Roland Kaschek: Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Covid-Virus war nicht das ertse und wird auch nicht das letzte sein, das uns Menschen beglückt. Egal wie schnell die Forschung ein Gegenmittel finden wird, Unsicherheit, Panik und nimmer enden wollende Diskussionen für und wider der Gegenmittel wird es solange geben, wie wir brauchen um einzusehen, dass es letztenendes unser Immunsystem ist, das uns schützen muss. Dabei ist der grösste Feind unseres Immunsystems ein anhaltender Stress: In unseren Beziehungen, bei der Arbeit, im Bildungs- und in den politischen Systemen. Warum? Weil unsere Kultur auf allen Ebenen vorwiegend auf dem Prinzip der Konkurrenz statt der Kooperation basiert. Das können wir nur in ein Gleichgewicht bringen, wenn wir Bürgerräte schaffen, die einen echten Souverän bilden, nicht einer, der seine Vertreter wählt und dann abdankt. Im Nachhinein die Gewählten zu kritisieren ist billig, aber sinnlos: Wenn ein CEO seine Aufgabe nicht erfüllen kann oder will, dann muss er schnellstens ersetzt werden. Man braucht keine grosse Phantasie um sich auszumalen was passiert, wenn man Jahre warten muss, um ihn abzuwählen!.

    1
    • am 22.09.2021 um 19:59 Uhr
      Permalink

      Sie haben recht, dass eine gesunde Lebensweise das Immunsystem stärkt. Aber ein noch so starkes Immunsystem kann nicht schützen, wenn es den Gegner nicht erkennt. Deshalb ist die optimale Lösung eine Mischung aus gesunder Lebensführung und Impfung. Was die Demokratie angeht: sie hat ihre Schwächen, aber auch ihre Stärken. Ob Bürgerräte oder eidgenössische Räte, so oder so sollten die Entscheidungen auf wissenschaftlich fundierten Fakten basieren und nicht auf faktenfreien Meinungen oder gar Verschwörungsmärchen.

      0
    • am 23.09.2021 um 07:36 Uhr
      Permalink

      Auch die ursprünglich durchaus gerechtfertigte Befürchtung,, Sars-CoV sei ein gänzlich neues Virus, gegen welches unser Immunsystem machtlos ist, ist inzwischen glücklicherweise widerlegt. Das zeigen allein schon die Statistiken. Würde diese Annahme zutreffen, hätten wir es nicht mit einer derart geringen Sterblichkeit und vor allem nicht mit einer so klaren Häufung der schweren Fälle bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu tun.
      Inzwischen haben mindestens zwei Studien diese Annahme auch auf der Ebene der Immunologie widerlegt. In diesen beiden Studien wurde die Immunantwort geimpfter bzw. absichtlich mit dem Virus infizierter Probanden beobachtet. Unser Immunsystem reagiert unterschiedlich, wenn es mit einem gänzlich neuen Erreger oder mit einem zumindest in Teilen bekannten Erreger konfrontiert ist. Auch einem gänzlich neuen Erreger gegenüber ist es nicht machtlos. Die Immunantwort braucht aber länger und sieht anders aus.
      Kennt das Immunsystem den Erreger, sendet es nach kurzer Zeit sogenannte IGM-Antikörper. Ist der Erreger unbekannt, sendet es nach längerer Zeit IGA und IGG-Antikörper.
      Leider kann ich Ihnen als Quelle dafür im Moment nur Professor Bhakdi angeben. Mit Sicherheit hätte er auf seinem Youtubekanal die Originalquellen der beiden Studien veröffentlicht. Leider wurde sein Kanal aber zensiert, daher muss ich Ihnen einen der vielen Reloads seines Vortrages angeben. https://www.youtube.com/watch?v=4KD_3igxz0k&t=12s

      0
  • am 23.09.2021 um 00:01 Uhr
    Permalink

    Ja, diese Überlegungen sind an sich richtig und ja, ich bedauere auch, dass man hier nicht konsequenter informiert.

    Aber:

    Ungeimpfte Massnahmekritiker lehnen ja auch die Masken ab, wenn sie nicht sogar die Krankheit runterspielen und sie mit dem eigenen Immunsystem ohne weiteres auffangen können. Ich verstehe also nicht ganz, was die Alternative sein sollte.

    PS: Masken kann man auch freiwillig tragen.

    0
  • am 23.09.2021 um 15:09 Uhr
    Permalink

    DEN MEINUNGSAUSTAUSCH SCHLIESSEN WIR HIERMIT AB. DAMIT IHR KOMMENTAR FÜR ANDERE NÜTZLICH IST, SOLLTE ER FAKTEN UND ARGUMENTE ENTHALTEN. NUR AUF ARGUMENTE KANN MAN ANTWORTEN.
    WER DAGEGEN ANDERE PERSONEN ODER INSTITUTIONEN VERBAL UNNÖTIG HERABSETZT, HAT OFFENSICHTLICH KEINE ARGUMENTE. KOMMENTARE MIT SOLCHEN HERABSETZENDEN QUALIFIKATIONEN VERSUCHEN WIR IM INTERESSE ALLER AUSZUSCHALTEN.
    DIE REDAKTIONSLEITUNG

    0

Comments are closed.

Ihre Meinung

Lade Eingabefeld...