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Karl Lauterbach in einer der Talkshows von Markus Lanz. © zdf

Einige Corona-Irrtümer des «Corona-Experten» Karl Lauterbach

Urs P. Gasche /  Oft düstere Prognosen des SPD-Gesundheitsexperten wurden auch in der Schweiz verbreitet. Ein Faktencheck der «Bild»-Zeitung.

Wohl kaum ein Experte hat sich in deutschen Medien so häufig zu Corona gemeldet wie der Mediziner und Gesundheitsökonom Karl Lauterbach. Jetzt hat die «Bild»-Zeitung seine grössten Irrtümer dokumentiert. Lauterbach verbreitete zuweilen Zahlen, ohne sich dabei auf Daten zu stützen. In anderen Fällen waren seine Quellen «Leitungspersonen von Intensivstationen». In weiteren Fällen verallgemeinerte er das Resultat einer isolierten Studie.

Zu seinen teilweise falschen Prognosen meint Lauterbach heute: «Das hätte ja auch anders ausgehen können…»

Einige Beispiele

Am 9. April 2020 sagte Lauterbach,

«Beutel von Staubsaugern sind das beste Material, um Atemschutzmasken selber herzustellen.»

Darauf warnten Hersteller, dass diese Beutel viele gesundheitsschädigende Stoffe enthalten würden, welche die Atemwege schädigen könnten.

Dazu Lauterbach zu «Bild»: «Nicht alle Staubsaugerbeutel enthalten diese schädlichen Stoffe. Ausserdem war das lediglich ein Vorschlag, was man in der Not machen könnte.»

*****

Am 6. Mai 2021 behauptete Lauterbach in der Talkshow von Maybrit Illner:

«Sieben Prozent der Kinder, die sich infizieren – das ist unstrittig –, entwickeln Long-Covid-Symptome.»

Der verantwortliche Arzt einer grossen Berliner Kinderarztpraxis versichert, es habe «in der ganzen Zeit ein einziges Kind» gegeben, bei dem der Verdacht von Langzeitfolgen nach einer Erkrankung mit Covid-19 aufkam.

Dazu Lauterbach zu «Bild»: «Ich wollte damit erreichen, dass wegen Wechsel- und Distanzunterricht nicht so viele Kinder erkranken.» Tatsächlich würde es dazu in Deutschland keine Daten geben. Er habe sich auf eine britische Studie gestützt.

*****

Am 16. April 2021 sagte Lauterbach bei Maybrit Illner:

«Diejenigen, die jetzt auf Intensivstationen behandelt werden, sind im Durchschnitt 47 bis 48 Jahre alt. Die Hälfte von denen stirbt. Viele Kinder verlieren ihre Eltern. Das ist eine Tragödie.»

Laut Bundesregierung gab und gibt es bei Covid-Intensivpatienten keine Altersangaben.

Dazu Lauterbach zu «Bild»: Dies sei «glattweg eine Fehleinschätzung» gewesen. «Meine Einschätzung kam durch persönliche Gespräche zustande, die ich mit den Leitungen von Intensivstationen geführt habe. Zum Glück ist es dann nicht so gekommen, wie ich nach diesen Gesprächen befürchtet hatte.»

*****

Am 17. Januar hatte Lauterbach getwittert:

«Im März wird die Entscheidung zur Fussball-EM getroffen. Da wir dann in Europa noch mitten in der Covid-Pandemie sind, bezweifle ich, dass die Durchführung beschlossen wird. Wenn, dann als Geisterspiel-EM.»

Doch jetzt findet die EM statt, sogar mit einer beschränkten Zahl von Zuschauern. Die Auslastung der Stadien soll zwischen 20 und 100 Prozent betragen.

Dazu Lauterbach zu «Bild»: «Das hätte auch anders ausgehen können. Niemand freut sich mehr darüber als ich, dass der Fussball jetzt stattfinden kann.»

_______

Fazit

Auch gegenüber Experten sollten Medien kritisch bleiben und sie nach ihren Quellen und nach möglichen Interessenkonflikten fragen.
Ein aktuelles Beispiel: Experten und Behörden, die eine möglichst starke Durchimpfung der Bevölkerung zu ihrem Ziel erklären, werden auftretende Nebenwirkungen und Probleme in der Regel herunterspielen.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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16 Meinungen

  • am 5.06.2021 um 11:25 Uhr
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    Lauterbach ist kein «Gesundheitsexperte»: diese Aufgabe hat er bei der SPD schon lange nicht mehr, und von seiner Ausbildung her ist er ein «GesundheitÖKONOMIE-Experte». Er hat seit seinem Studium in den 80/90ern nicht als Mediziner gearbeitet, und auch das eigens für ihn gegründete Institut (da war er 32!) in Frankfurt/M betreibt KEINE epidemiologische Forschung! Denn auch sein «Abschluss» in Epidemiologie betrifft deren Ökonomie. Apropos Ökonomie: Das sicher sehr teure Zweitstudium in Harvard hat ihm der deutsche Steuerzahler finanziert – über die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU. Ja, richtig! Denn sein «Herz» für die Sozialdemokratie (bzw. die besseren Aufstiegschancen dort?) entdeckte er erst später.
    «Karlchen Überall» versteht also etwas von Gesundheitsökonomie. Und «Verstörungstheoretiker» fragen sich jetzt bestimmt (nicht mehr), wem denn eigentlich seine ständigen Warnungen ökonomisch sehr gelegen kommen? (Hinweis: Patienten und Krankenkassen sind es nicht…)
    Dieser Mann ist m.E. (nicht nur aufgrund seiner falschen Voraussagen – da liegt er ja mit einem gewissen Dr. Drosten [vgl. SARS und MERS, Vogelgrippe/Tamiflu] etwa «gleich auf») nicht mehr ernst zu nehmen, sondern sollte «nicht mal ignoriert» werden. Seriösität sieht nämlich anders aus.

    1
  • am 5.06.2021 um 11:56 Uhr
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    ‹Einige Corona-Irrtümer des Viren-Experten Karl Lauterbach›
    Lauterbach hat zwar Medizin studiert, hat aber dann einen Gesundheitsberuf gewählt, ist mithin kein Mediziner geworden, sondern wie benannt Gesundheitsökonom. Er ist damit auch kein Viren- Experte, kein Virologe.
    Lauterbach ist auch kein Epidemiologe, wie deutsche Medien es bisweilen behaupten. Er hat nur wie alle Gesundheitswissenschaftler eine epidemiologische Grundausbildung, denn Epidemiologie ist eine Gesundheitswissenschaft, kein medizinisches Fach.
    In der Pandemie haben Medien leider nie zwischen Medizinern und Gesundheitswissenschaftlern unterschieden. Ein Virologe kann keine epidemiologischen Aussagen, wie ein Epidemiologe oder ein beliebiger anderer Gesundheitswissenschaftler keine medizinischen Sätze autorisieren kann. Herr Lauterbach versteht von Virologie nicht mehr als die Putzfrauen im Bundestag, wie Herr Drosten nichts über Gesundheitsschutz und Epidemiologie gelernt hat.

    1
  • am 5.06.2021 um 12:23 Uhr
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    Was beweist: Manchen Experten ist es wichtiger, irgend etwas zu sagen als etwas, das richtig ist. Ganz nach dem Motto: Was kümmern mich die Lügen von gestern.

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  • am 5.06.2021 um 12:40 Uhr
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    «Beutel von Staubsaugern sind das beste Material, um Atemschutzmasken selber herzustellen.» – Karl Lauterbach ist nur ein Beispiel der zahlreichen Darsteller im endlosen Covid-Drama das immer buntere Blüten hervorbringt. Unseren Volksvertretern fehlt, wohl aus politischer oder wirtschaftlicher Befangenheit, das Unterscheidungsvermögen und die nötige Distanz zu solchen Leuten. Nach jahrelangen guten Erfahrungen mit Fachleuten und Experten müssen wir zunehmend vorsichtiger werden. Das Klima hat sich verändert. Wenn es bisher schon ratsam war z.B. bei größeren Investitionen oder heiklen Operationen eine Zweit- oder Drittmeinung einzuholen, dann ist diese Sorgfalt auch gegenüber Behörden geboten, zumindest da wo noch ein persönlicher Freiraum besteht.

    0
  • am 5.06.2021 um 13:50 Uhr
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    Alle betraten Neuland.
    Ich möchte Lauterbach nicht grundwegs verurteilen, denn auch er hat keine Kristallkugel.
    Er wurde gefragt und er antwortete nach bestem Wissen und Gewissen.

    Auch die CH-Taskforce lag mit ihren Prognosen manchmal daneben.
    Was klar ist: Ganz Europa ist unvorbereitet in die Pandemie geschlittert. Das sollte eine Warnung für zukünftige Pandemien sein.
    Unsere Armeeapotheke hatte wohl Masken in Reserve, diese waren aber verschimmelt, da falsch gelagert. Auch hier muss dazu gelernt werden.
    Sehr viele Bürger hatten keine Masken zuhause auf Reserve, obwohl das empfohlen wurde. Auch ich hatte keine. Muss mich an der Nase nehmen.
    Intuitiv habe ich Distanz zu anderen Menschen gewahrt. Also nichts anderes gemacht, wie wenn einer eine Erkältung oder eine Grippe hatte und Menschenansammlungen im Innern vermieden

    In Moskau wurden die Strassen desinfiziert. Da sagte ich gleich zu Beginn: Das ist der grösste Blödsinn was da die Verwaltung macht, denn damit töten sie die Mikroben, die sich von den Schuppen der Menschen ernähren, also eine Art Gesundheitspolizei.
    Noch letzthin sah ich wie in der Migros die Körbe desinfiziert wurden. Auch das ist ein Hirngespinst aus dem Anfang der Pandemie.

    Mein Fazit: Gehirn einschalten und den gesunden Menschenverstand walten lassen.
    Das ist die beste Lösung!

    2
  • am 5.06.2021 um 13:59 Uhr
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    Mit Hilfe solcher „Experten“ beschließt die GroKo in Berlin jetzt, die „Pandemie-Notlage nationaler Tragweite“, die als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen, wie Lockdown, Ausgangssperre, Maskenpflicht, Impfungen und Testkosten dient, ungeachtet aller Studien, die ihren Sinn in Frage stellen, zu verlängern. Es lässt sich so bequem durchregieren mit dieser „Notlage“, sicher hat die GroKo dabei auch Wahlen im Auge. Die Landeswahl in Sachsen-Anhalt morgen wird Aufschluss darüber geben, ob die Bundesregierung die Wahlen im September – neben Bund weitere 3 Bundesländer – nicht lieber mit Pandemiebegründung aufschieben will. Da die Schweiz am 13. Juni in einem Referendum über das vom Parlament im Herbst beschlossene Covid-19-Gesetz abstimmen wird https://www.infosperber.ch/freiheit-recht/buergerrechte/sind-die-abstimmungsunterlagen-zum-covid-gesetz-manipuliert/ ist es sehr gut, dass der Infosperber auf die Panik machenden Expertenurteile zu Corona hinweist, die dieses Gesetz und die damit verbundenen fragwürdigen Maßnahmen rechtfertigen soll. Tobias Riegel zieht eine schonungslose Bilanz in den Nachdenkseiten, wonach es eine angemessene Aufarbeitung der destruktiven Corona-Politik wohl leider nicht geben wird: https://www.nachdenkseiten.de/?p=73021 Auch der FDP-Politiker Kubicki, Volkswirt und Rechtsanwalt, muss feststellen, dass es „offensichtlich keine Exit-Strategie aus dem Maßnahmenregime“ gibt: https://www.facebook.com/kubicki.wolfgang/posts/4739663996050673

    1
  • am 5.06.2021 um 14:36 Uhr
    Permalink

    Ganz flau wirds mir im Magen,
    muss ich Lauterbach ertragen —

    Ein Mensch, der hin und her stets schwankend
    und zwischen Sinn und UN-Sinn wankend

    bei dem die Wahrheit nicht zu Gast –
    und der niemals findet Ruh und Rast

    beim «schuu-huu» heulen, schauerlich –
    damit die Menschen fürchten sich

    Wolf Gerlach, Ingenieur

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  • am 5.06.2021 um 15:59 Uhr
    Permalink

    Danke, endlich kommen diese skandalösen Ereignisse an das Licht. Nun sollten wir noch an das Licht bringen, warum wir nicht wählen konnen, welches Vakzin die Impfwilligen möchten, es also nur mRna Vakzine gibt. Warum der im Nature erwähnten chin. Totimpfstoff mit geringsten Nebenwirkungen blockiert wird und warum die Medikamente wie Ivermectin sowie diverse andere potente Mittel in der Schweiz und der EU keine Zulassung bekommen, während diese in anderen Nationen erfolgreich das Sterben minimieren. Wer beauftragt die Marketingfirmen Medien dazu zu bringen, eben diese Mittel unter dem Titel Faktencheck’s als Wirkungslos dar zu stellen, während sie dies nicht sind. Wo fängt hier die Korruption zugunsten von Produkt Placement an und wo regiert Gier oder Dummheit, welche mit Menschenleben bezahlt werden. Die besten Studien landen ungelesen im Papierkorb, weil nicht ein Konzerngebundener Spezialist «Previewed» darunter geschrieben hat. Dieser hohe Grad an Dysfunktion unseres Gesundheitswesens und politischen Taskforce Entscheidungen hätte mein seeliger Grossvater einen Stall zum ausmisten genannt.

    0
  • am 5.06.2021 um 16:18 Uhr
    Permalink

    «Experten» wie Herr Lauterbach dürften als sogenannte «Verschwörungstheoretiker» in die Geschichte ein gehen, sofern sie überhaupt noch eine Beachtung finden werden.

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  • am 5.06.2021 um 16:32 Uhr
    Permalink

    Bild-Sei-Dank
    Und natürlich dem InfoSperber, der zur Verbreitung der Falsch-positiven-Weissagungen von Klabauterbach, wie er im Volksmund inzwischen genannt wird, beitragen.
    Bereits am 24. Juni 2020 schrieb Jens Berger:
    => Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen (nachdenkseiten.de)
    «Lanz, Maischberger, Lanz, Lanz, Illner, Lanz, Lanz, Lanz, Plasberg, Lanz, Will, Lanz, Lanz, Maischberger und noch mal Plasberg – 15 Auftritte in noch nicht einmal vier Monaten. Am 18. März schaffte Lauterbach es sogar, zeitgleich bei Maischberger im Ersten und Lanz im ZDF die Kassandra zu geben und die von der Kanzlerin verkündeten „Maßnahmen“ zu verteidigen.» <=
    Kleiner Einspruch: „Kassandra“ allerdings erscheint mir als schlechter Vergleich, schließlich hatte sie eine Trefferquote von 100% mit ihren Vorausahnungen.
    Nun also die Bild, bei der man jedoch leicht auf die Vermutung verfallen könnte: Für Klick- und Verkaufszahlen, erst hochjubeln, dann fallenlassen.
    Wie dem auch sei: Das trägt hoffentlich dazu bei, der Corona-„Erzählung“ eine angemessene(!) Beachtung zu verschaffen. Leider ist es Lauterbach nicht alleine; es gibt deutlich subtilere Geschichten, die Menschen in Handlungszwänge versetzen, insbesondere die Impf(Nicht)Pflicht.
    Ein sehr guter Beitrag, auch dank eines endlich mal sympathischeren Fotos von Herrn Lauterbach, das zeugt abseits all der Unsäglichkeiten von Respekt vor der Person.
    Vielen Dank

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  • am 5.06.2021 um 16:38 Uhr
    Permalink

    Das Fazit des Artikels «Auch gegenüber Experten sollten Medien kritisch bleiben» ist erstaunlich. Für welche Disziplin soll Lauterbach als Experte stehen. Wenn man auf die Fakten schaut, vor allem dafür, Angst und Unsicherheit, bei manchen Menschen auch Panik zu verbreiten. Diese Tendenz zieht sich nach meinem Eindruck seit Monaten durch seine massenhaften Beiträge hindurch. Man könnte sie damit erklären, dass er schlichtweg zu wenig Ahnung von Dingen hat, über die er sich öffentlich äußert. Man könnte sie auch damit erklären, dass das Schüren von Angst genau sein Ziel war. Die eine Erklärungshypothese schließt die andere dabei keinesweg aus. Den Medien zu empfehlen, «kritisch (zu) bleiben und sie (die Experten) nach ihren Quellen und nach möglichen Interessenkonflikten (zu) fragen», ist als Empfehlung schlichtweg irreführend. Kritisch zu bleiben, war nicht die Absicht der großen deutschen Medien. Lauterbach ist nicht zufällig der am häufigsten in Talkshows aufgetretene «Experte» gewesen. Auch Tagesschau, heute usw. haben ihn gerne zu Wort kommen lassen. Bei Lauterbach konnte man aus meiner Sicht immer sicher sein, dass er für mehr Angst, und in der Konsequenz für mehr Lockdown, mehr soziale Isolation etc. stand. Und genau das dürfte auch dem eigenen Verständnis des Sendeauftrags dieser Medien entsprochen haben. Seriös wäre gewesen, die mit dem Virus verbundenen Risiken differenziert darzustellen. Das ist leider viel zu selten vorgekommen.

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  • am 5.06.2021 um 17:19 Uhr
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    «Experten und Behörden, die eine möglichst starke Durchimpfung der Bevölkerung zu ihrem Ziel erklären, werden auftretende Nebenwirkungen und Probleme in der Regel herunterspielen.» Danke Herr Gasche, dass Sie immer wieder versuchen, eine sachliche Diskussion in Gang zu bringen. Nicht einfach, bei den polarisierten Positionen. Was momentan an Stimmungsmache für Impfungen bei ganz Jungen läuft ist ja einfach ungeheuer. Klar darf man das diskutieren, doch hier mögliche Nebenwirkung herunterzuspielen ist eine echte Katastrophe – denn das Impfen dieser (kaum betroffenenen) Generation ist zum heutigen Zeitpunkt ja auch epidemiologisch nicht nötig. Jetzt, wo ja noch nicht einmal alle Impfwilligen geimpft sind der «Alten». Was den gesundheits-ideologischen Schwenker verursacht hat ist unklar. Schade, dass Glaubwürdige (z.B. Prof. Berger) so unglaubwürdig werden. Vor wenigen Monaten war das Credo in der Medizin zur Impfung: «Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit, Wirksamkeit». Wirksamkeit haben wir, Sicherheit bis zu einem gewissen Grad auch – aber nicht dreifach. https://saez.ch/article/doi/saez.2020.19430

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  • am 6.06.2021 um 00:23 Uhr
    Permalink

    @Jean-Claude Weber: «Alle betraten Neuland.»
    Das stimmt nicht. Das möchten Regierungen und Medien Sie zwar gern glauben lassen bzw. machen, aber es stimmt nicht. Es ist eine Lüge. Eine Lüge, mit der Merkel bspw. ihre Neujahrsansprache eröffnete. Denn es gab seit Jahrzehnten (!) Studien und Übungen, Krisenstäbe und Warnungen von Experten, dass es keine Frage des «Ob?», sondern nur eine Frage des «Wann?» sei, dass eine weltweite Epidemie ausbräche. Paul Schreyer hat in seinem Buch «Chronik einer angekündigten Krise» sehr viele dieser internationalen Übungen, Studien, Gremientreffen etc. dokumentiert (aber nicht alle). Die westlichen Regierungen waren immer daran beteiligt, oft sogar mit denselben Leuten. In Deutschland kamen die Übung LÜKEX2007 sowie die RKI-Studie ovn 2012 (ging 3.1.2013 an alle Bundestagsabgeordnen inkl. Spahn und Merkel) zu dem Ergebnis, dass eine heftige Grippe (LÜKEX 2007) oder eine SARS-Corona-Pandemie (!) zum ZUSAMMENBRUCH des Gesundheitssystems und Millionen (!!) Toten führen könnte bzw. würde. Die Reaktion der Regierung: Alle Voraussetzungen für die Verhinderung oder Eindämmung weiter zu verschlechtern (z.B. durch verstärkte Privatisierung des Gesundheitswesens: Vorsorge kostet eben erst einmal «unnützt» Geld…). Die Regierungen waren also nicht ahnungs- oder tatenlos, sondern handelten. Nur (absichtlich) falsch. Daher 87000 Tote in DE, in Vietnam (kleiner, mehr Einwohner) nur 39. Etwas zugespitzt: 86.960 Menschen in DE hätten NICHT sterben müssen!

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  • am 6.06.2021 um 05:52 Uhr
    Permalink

    m.E. fehlt das Motiv, der Zweck seiner programmatischen Angsterzeugung.
    Denn Angst gilt seit jeher als ein Rohstoff der Macht, und die gezielte Erzeugung von Angst stellt eine wichtige Herrschaftstechnik dar. – ‹Der Zweck heiligt die Mittel›.

    Siehe dazu Rainer Mausfeld:
    ‹Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements›
    https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb
    ‹Angst und Macht›
    https://www.youtube.com/watch?v=-S5WhBxQUH

    aktuell Milosz Matuschek: ‹Die Pandemie der Panik›
    https://www.youtube.com/watch?v=n0cK5CCA7g0

    oder auch
    – Gustav le Bon: ‹Psychologie der Massen›
    – Edward Bernays: ‹Propaganda, die Kunst der Public Relations›
    – Walter Lippmann: ‹Die öffentliche Meinung›

    -> Diese Angsterzeugung ist somit nichts Neues sondern alt bekannt.

    Warum schuf die Regierung gleich am Anfang ihr Panikpaper? – Um ihre Schlafsschafe in die Hände der Pharma zu treiben.
    Da die Medien und die Pharma Geld mit der Erzeugung von Angst & Hysterie verdienen macht Lauterbach in jeder Sendung versteckte Werbung für Pfizer/BioNtech, Moderna & Co.

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  • am 6.06.2021 um 10:16 Uhr
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    Lauterbach kann nur Panikmache. In der Politik hat er keine sichtbare Funktion mehr, also muß er auf anderen Wegen ins Rampenlicht. Sobald er aber direkt nach Belegen für seine Aussagen gefragt wird, knickt er ein. Das müsste viel häufiger live coram publico passieren! Leider werden aber nur Abnicker in die unsäglichen Talkshows geladen. Und so kann er wunderbar die Weichen im Auftrag von – wem eigentlich? – für ‹weiter so› stellen.

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  • am 8.06.2021 um 14:54 Uhr
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    @Ueli Keller
    Nein, er ist nicht Verschwörungstheoretiker sondern das Gegenteil: Verschwörer. Zu mindest spielt er auf der Täter-Seite, es könnte sein, dass ihm dies nicht bewusst ist, dann wäre er kein Verschwörer.
    Als Verschwörungstheoretiker werden Menschen bezeichnet, die versuchen die Funktion von geheimen Absprachen – seien es nun echte oder nur vermeintliche – zu klären.
    Bei genügender Klärung….. braucht es dann keine Theorie mehr.
    Es kommt immer wieder vor, dass Theorien als real bestätigt werden, manchmal dauert es…

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