Sprachlupe: Schreckmümpfeli im Mundart-Schlaraffenland Daniel Goldstein / 18.06.2022 Ein wahres Schlaraffenland für Mundartfreunde hat sich im Internet aufgetan: www.dialektsyntax.uzh.ch. Die Universität Zürich hat die Resultate eines gross angelegten Forschungsprojekts zum Satzbau im Schweizerdeutschen frei zugänglich gemacht: einen Text-...
Sprachlupe: Sind Sie durch den Wind? Gehen Sie in die Beiz! Daniel Goldstein / 14.08.2021 ...wirbt sogar selber damit; eine Fressbeiz eher nicht. Der kleine Duden «Schweizerhochdeutsch» führt «Beiz» als «mundartnahe» Bezeichnung für «Kneipe, Schenke»; ist sonst ein «Restaurant, Wirtshaus» gemeint, so sei das «salopp»....
Sprachlupe: Mundart, die aus dem Computer kommt Daniel Goldstein / 3.07.2021 ...ein, dann werden sie es sich wohl nicht nehmen lassen, ihren Systemen auch das Reden im Dialekt beizubringen. Wie eine solche virtuelle Mundart herauskommen könnte, lässt sich schon erahnen, wenn...
Sprachlupe: Fehlt Wissenschaftern in der Schweiz ein l? Daniel Goldstein / 5.06.2021 ...hilft da ein Blick in den heutigen kleinen Dudenband «Schweizerhochdeutsch». Pralinen, die in den Ohren wehtun In meinen Ohren klingt «Wissenschafter» seriöser, vielleicht auch deshalb, weil in der Mundart oft...
Sprachlupe: Kein Pflegefall, aber pfleglich zu behandeln Daniel Goldstein / 24.04.2021 ...Körperpflege?» Die betreibt er hoffentlich auch dann, wenn er nicht gerade krank ist. Und er braucht wohl keine Sauberkeitspolizei, die ihn daran erinnert. Die «Mundartpolizei» ist’s, gegen die er sich...
Reisenden Kriegers Heimat – ein Essay Helmut Scheben / 14.02.2021 ...Projektionsfläche und Heimatersatz. Auch Mundart ist eine Heimat Marc Trauffers Lied «Heitere Fahne» stand lange ganz oben in der Hitparade: «I däm Ort woni wohne git me enanger no d...
Kommentar Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Kurt Marti Pirmin Meier / 16.01.2021 ...1921, abgedankt 2017 im Berner Münster, war als Theologe der Erfinder der Dreieinigkeit im Sinne einer «Geselligkeit Gottes»; als Lyriker ein Wegweiser der Mundart zu neuen Pfaden («Rosa Loui»); als...
Dürrenmatt und sein schönes Schriftdeutsch Niklaus Ramseyer / 11.12.2020 ...beginnenden Siebzigerjahren nichts Besonderes dabei. Freuten uns über den feinen Fisch – und als wir zahlten, war Dürrenmatt schon weg. Mundart, Schriftdeutsch, Bühnendeutsch Seine Sprache jedoch blieb uns in Erinnerung....
Sprachlupe: «Tschutte» hält sich besser als «bäbbeln» Daniel Goldstein / 31.10.2020 Je üblicher im Alltag Mundart ist, desto weniger ändern sich regional typische Wörter. Diesen Schluss erlaubt eine Netz-Erhebung.......
Kommentar kontertext: Requiem auf die Morgengeschichte Guy Krneta / 29.10.2020 ...war es in einer schweizerischen Mundart, wozu auch elsässisch und Italo-Deutsch gehörten. Sprachen mithin, die im schweizerischen Alltag anwesend sind, im Radio aber nicht allzu oft vorkommen. Unterschiedlichste Autor*innen schrieben...
Sprachlupe: Schweiz, wie hältst du’s mit dem Hochdeutsch? Daniel Goldstein / 19.09.2020 ...Verkopfte Mundart Radio und Fernsehen folgten anfänglich der verbreiteten Ansicht, die Mundart sei die Sprache des Herzens und die Schriftsprache jene des Kopfes, und man unterschied je nach Art der...
Sprachlupe: In der Schweiz «verhäbt» auch die Mundart Daniel Goldstein / 8.08.2020 ...Mundart, 30 Kilometer nördlich von jener Sommarugas geprägt, «verhebt». Es bedeutet zunächst einmal, dass ein Behältnis oder Verschluss dichthält, oder aber, dass man selber dafür sorgt, etwa beim eigenen Körper....
Sprachlupe: Wo die Jeans ziept, ist die Untreue nicht weit Daniel Goldstein / 25.07.2020 ...etwa «mundartnah», aber mit dem Hinweis, «deutschländisch» heisse es «zetteln». So steht es auch im allgemeinen Duden, im Internet (duden.de) freilich mit der Präzisierung, das Verb beziehe sich aufs Bespannen...
Sprachlupe: In die Mundart eingewandert Daniel Goldstein / 4.04.2020 ...und Musik verbinden, fallen Dinge wie die perfekte Aussprache nicht mehr ins Gewicht. Manchmal würde ich mir schon wünschen, Mundart reden zu können. Aber die allermeisten Leute stört es nicht,...
Sprachlupe: Leute, wo meinen, das sei Hochdeutsch … Daniel Goldstein / 14.12.2019 ...Norden überquert, staunt vielleicht, dieses «wo» auch dort zu hören – übers alemannische Dialektgebiet hinaus und auch von Leuten, die nicht markant mundartlich reden. Eine wissenschaftliche Erhebung (regionalsprache.de) bestätigt nun...
Sprachlupe: Hoch- und Schweizerdeutsch im selben Hirnwinkel Daniel Goldstein / 16.11.2019 ...Akzeptabilität schrittweise erhöhen.» In diesem Umstand erkennen die Autorinnen einen «Mechanismus zum Sprachwandel». So werden «Anke» und «Butter» gemäss dem Kleinen Sprachatlas «inzwischen in der Mundart nebeneinander verwendet». Das Priming...
Sprachlupe: Ist Hochdeutsch in «Biu» nur eine Fremdsprache? Daniel Goldstein / 17.08.2019 ...Und doch: Damals wie heute klagen Romands, die etwas weiter von der Sprachgrenze entfernt leben, ihr Schuldeutsch werde in der Deutschschweiz mit unverständlicher Mundart quittiert. Dabei gehört doch «in helvetischen...
Sprachlupe: Man kann es sich bei «gleichwohl» wohl sein lassen Daniel Goldstein / 11.05.2019 ...in der Schule noch im TV-Fussball. Denn mit «obwohl» kann kein Hauptsatz beginnen, weder in Mundart noch in Schriftsprache. Und hier sind zwei Hauptsätze aneinandergereiht; es könnte auch ein Punkt...
Sprachlupe: Trolls, die gerne in Chors singen Daniel Goldstein / 26.01.2019 ...beeinflusst kommen mir Formen wie «Guetzlis» oder «Modis» nicht vor, wohl aber «deutschländisch» wie die «Jungs», die bis in die Mundart vorpreschen. * Dem Bund für vereinfachte rechtschreibung danke ich...
Sprachlupe: Wie Fussballsprache trennt und verbindet Daniel Goldstein / 30.06.2018 ...Pressemitteilung zur Serie verheisst Aufschluss darüber, «wie sich der Fussballjargon im österreichischen und im schweizerischen Dialekt verhält». Da ich befürchtete, alle ausserhalb Deutschlands geläufigen Ausdrücke würden als mundartlich eingestuft, schrieb...
Sprachlupe: Verborgener Schatz eines Basler Pioniers Daniel Goldstein / 19.05.2018 ...zuvorgekommen, dessen «Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart» ab 1774 erschien. Der Adelung gilt als erstes wissenschaftliches Universalwörterbuch des Deutschen und damit als Vorläufer des Monumentalwerks, das die Brüder Grimm im...
Sprachlupe: Gut geduzt ist halb verkauft – oder? Daniel Goldstein / 24.02.2018 ...aber liegt gewiss vor, wenn in einer Theaterkritik «dieses In-dein-Gesicht» als Markenzeichen des Autors Lutz Hübner genannt wird. «In your face» macht man eine unverblümte, verletzende Aussage. Auf Mundart lässt...
Sprachlupe: Was winkt uns da als Überraschung? Daniel Goldstein / 18.11.2017 ...Denn wahrscheinlich hat der Fussballer im Interview nach der Qualifikation für die Weltmeisterschafts-Endrunde Mundart geredet, und da wäre die Sache eindeutig gewesen. Aber so, wie vermutlich der Journalist die Aussage...
Kommentar kontertext: Polo Hofer und Bruder Klaus Silvia Henke / 9.08.2017 ...Doch zeitgleich und im Zuge der Nekrologe wurde Polo Hofer nicht nur zum «Vater des Schweizerischen Mundartrock», er wurde auch zur nationalen Legende erklärt und zum «Nationalheiligen», der mit «Alpenrosen»...
Sperberauge Überwachung ist schon bald Alltag Christian Müller / 26.06.2017 ...zum Verkauf: für 1 Milliarde US-Dollar. In der Schweizer Mundart gibt es für eine solche Geschäftemacherei eine bildhafte Metapher – etwas schwierig zu schreiben allerdings: Säu-Häfeli Säu-Deckeli. Themenbezogene Interessenbindung der...
Sprachlupe: Das deutsche Credo Pfarrer Blochers Daniel Goldstein / 6.05.2017 ...vor, «die Rechte der deutschen Sprache auf Schweizerboden (zu) wahren», konnte sich aber in der Folge auf sein Hauptziel konzentrieren, Mundart und Schriftsprache «im Gleichgewicht» zu pflegen. Der Trägerverein nahm...
Feindpropaganda bestätigt_Die Schiwoff-Affäre 5_10 Jürgmeier / 17.12.2016 ...erzählen, vom Vater, der das Märchen vom Fischer un syner Fru direkt vom Plattdeutschen in Schweizer Mundart übersetzte, als Chruschtschows Rede die Hoffenden zu Blauäugigen machte, die sich den antifaschistisch...
Sprache: Hochdeutsch fremd? Nein, trotz Fremdeln! Daniel Goldstein / 29.10.2016 ...bezeichnen, denn das sei abwertend. Dass einheimische Kinder in der Deutschschweiz mit Mundart aufwachsen, ist ja unbestreitbar, und Sterchi betont, das sei eine vollwertige Sprache, denn «alle Sprachen sind gleichwertig»....
Keine Ferien von der Welt oder Bündner Gendereien Jürgmeier / 10.08.2016 ...Die beruhigende Bedeutung des Grusses: «Ich mach‘dr nüt». Ein vor vielen Jahren als Deutscher in die Schweiz gekommener Lehrer – der darauf besteht, er verstehe bestens Mundart – erzählt, die...
Glosse Sprache: Liebe Festgemeinde, verstehen Sie mich? Daniel Goldstein / 30.07.2016 ...Ob Ottenbach oder Zurzach abgelegen genug sind für eine magistrale Mundartrede, bleibe dahingestellt. Jedenfalls hat Bundesrätin Leuthard dort letztes Jahr am 1. August Dialekt geredet, wie mir ihr Büro freundlicherweise...
Glosse Sprachlust: Sagen Sie «ässä», wies «gschribä» ist? Daniel Goldstein / 25.06.2016 ...recht mundartlich aussehen. Und dies auch dann, wenn in keinem (mir bekannten) Dialekt an der fraglichen Stelle etwas gesagt wird, das man mit ä wiedergeben könnte. Das Wort «gschribe» etwa...
Glosse Sprachlust: Sprachdogmatisch, wenn es nötig ist Daniel Goldstein / 20.02.2016 ...Äusseren nach» – ohne die Einschränkung «nur». Es hat also Wurzeln in der Mundart, «scheinbar» zu sagen, wenn man «anscheinend» meint. Aber das ist noch kein Grund, den Unterschied im...
Glosse Sprache: Was Alte sungen, entkräften die Jungen Daniel Goldstein / 5.12.2015 ...gehören zum Sprachrepertoire des «Chattens» und neuerer Formen des elektronischen Schriftverkehrs, um nicht zu sagen des «Netzschreibs». Hierzulande gehört auch die Mundart dazu, wohl nicht zuletzt deshalb, weil es dafür...
Glosse Sprachlust: Ein Nachruf auf den Konjunktiv Daniel Goldstein / 18.07.2015 ...Verhandlungen, die laut Bundesrat bereits stattfinden. Sogar die arg nach Mundart klingende Formulierung «er tue verhandeln» wäre hier besser, weil nicht missverständlich. Aber es ginge ja auch ganz einfach und...
Glosse Sprachlust: Wo die Zibele auf das Bütschgi trifft Daniel Goldstein / 20.06.2015 ...Wörter man verwendet. Zehntausende von Beiträgen werden derzeit ausgewertet. Misshandelte Mundart Zur Vereinheitlichung des Mundart-Wortschatzes dürften auch die elektronischen Medien beitragen. Damit meine ich weniger die im Dialekt gehaltenen Radio-...
Glosse Sprachlust: Helvetismen – Kein Grund für Theater Daniel Goldstein / 11.04.2015 ...in diesen Fällen steht nicht etwa «mundartlich», was ein Grund wäre, in einem hochdeutschen Text darauf zu verzichten, wenn keine Mundartnähe beabsichtigt ist. Der Duden kennt viele weitere regionale Zuordnungen,...
Glosse Sprachlust: So lesen uns Deutsche gern Daniel Goldstein / 31.01.2015 ...noch zwischen den beiden Formen des Konjunktivs zu unterscheiden. Eigentlich hilft uns die Mundart dabei, sofern uns der Schnabel noch richtig gewachsen ist: «Er hät gsäit, er lösi der Bart...
Glosse Sprachlust: Sitzen Sie lecker in Ihrem Fell? Daniel Goldstein / 27.12.2014 ...in die Mundart verbannen. Jedenfalls glaube ich in den «peuters» und «kleuters» unsere Pfüderi und Chlütteri zu erkennen, die den Hort oder den Vorkindergarten besuchen – in Belgien den entsprechenden...
Glosse Sprachlust: Wo der Appetit vor dem Essen vergeht Daniel Goldstein / 29.11.2014 ...richtet sich bloss an eine Gang? Oder erlaubt sich die Innerschweizer Restaurantkette, Bernerinnen und Berner zu duzen und in Mundart zum Gehen aufzufordern? Eben «da lang», damit auch deutsche Gäste...
Glosse Sprachlust: Wir können alles, sogar Hochdeutsch Daniel Goldstein / 18.10.2014 ...die er durchaus nicht einfach seine mitteldeutsche Mundart verwendete. Wer hat’s erfunden? Sprachwissenschafter verwenden von Nord nach Süd die geografische Einteilung in nieder-, mittel- und oberdeutsche Mundarten und fassen die...
Glosse Sprachlust: Schweizerdeutsch in die Verfassung? Daniel Goldstein / 5.07.2014 Die Idee, Schweizerdeutsch in der Verfassung zu verankern, kommt nun nicht von Mundart-Aktivisten, sondern aus Romandie und Tessin.......
Sperberauge Äm Djourou sis Füdli Heinz Moser / 4.06.2014 ...Interesse schaffen für den Dialekt, «also für üsari Herzenssproch». Herzenssprache ist die Mundart vielleicht schon, aber nicht in der Zeitung. Bei SMS, da hat sich dagegen die Mundart nicht nur...
Bloss keine Haltung zeigen! Auch keine persönliche Robert Ruoff / 27.02.2014 ...einerseits Englisch und andererseits Mundart, das Land sei einerseits globalisiert und andererseits heimatbedürftig, sei einerseits Reduit und andererseits Durchgangszone – er hätte auch sagen können: die Schweiz sei einerseits Berg...
Glosse Sprachlust: Von der Mühe mit Deutschschweizern Daniel Goldstein / 11.01.2014 ...und damit Kenntnisse der Landessprachen braucht? Offensichtlich ist auch, dass dabei die Mundart nur in der Deutschschweiz ein Hindernis ist. Das Kommerzenglisch freilich ist auch in der Romandie weit verbreitet....
Glosse Sprachlust: Ist sie schwanger, isst Tiermama mehr Daniel Goldstein / 16.11.2013 ...Deutschen noch den englischen Plural, und die Bébés hatten den Rückzug in die schweizerische Mundart bereits angetreten. Inzwischen haben, Robbenbabys voran, die Tierkinder die sprachliche Gleichstellung mit den Menschenkindern schon...
Glosse Sprachlust: So steht die Schweiz im neuen Duden Daniel Goldstein / 2.11.2013 ...als «mundartnah» markiert. Im Rechtschreibe-Duden gibt es den Vermerk «schweizerisch mundartlich»; im Altbestand tragen ihn an die 200 Wörter, darunter «Pflotsch» und «Züglete». Unter den rund 80 Neuaufnahmen, die eine...
Sperberauge So wenig Sonne wie noch nie Hanspeter Guggenbühl / 31.05.2013 «Nach em Räge schint d’Sunne», verspricht ein alter Mundart-Hit. Das dürfen wir hoffen. Doch vor dem Regen, so zeigt die Schweizer Wetterstatistik übers Jahr 2013, machte sich die Sonne rar:...
Glosse Sexistische Prüderie auf SRF TV Niklaus Ramseyer / 16.04.2013 ...in der üblen Mundart! Hat da Podak nicht gemerkt, dass bei uns Piiip (Füdle) genau dasselbe ist, wie bei ihm draussen Piiip (Arsch)? Sollte es indes so sein, dass Podak...
Glosse Sprachlust: «Wahri Swissness» mit «Swatch Touch» Daniel Goldstein / 9.03.2013 ...ausgewählt und angegeben – ungefähr zwanzig verschiedene. Es kann auch sein, dass manches Wort, das hochdeutsch wirkt, in der betreffenden Mundart tatsächlich vorkommt. Aber vieles ist im Dialekt ungeniessbar oder...
Glosse Sprachlust: «Bsunderi Aaforderige» an die Mundart Daniel Goldstein / 26.01.2013 ...aufgeschriebenes Leitbild und hätte dieses besser gleich auf Schriftdeutsch zitiert, statt es «halbbatzig» in Mundart zu übersetzen. Zudem ist die Gefahr gross, dass auch bei der Diskussion über – naturgemäss...