Kommentar
Fall Fischer: SRF konnte gar nicht anders
Die Kritik am Fernsehen SRF ist heftig: Es hätte gar nicht über die Urkundenfälschung des damaligen Eishockey-Nationaltrainers berichten sollen. Und wenn doch: Dann nicht knapp fünf Wochen vor der Weltmeisterschaft in der Schweiz. Ist die Kritik berechtigt? Ich finde nicht.
Eigentlich hatte Fernsehen SRF vier Möglichkeiten:
1. Sofort veröffentlichen
Patrick Fischer plauderte am 18. März bei einem Mittagessen im Rahmen von Dreharbeiten für einen «10 vor 10»-Beitrag aus, dass er vor den Olympischen Spielen 2022 in Peking ein gefälschtes Impfzertifikat beschafft hatte. SRF hätte sogleich darüber berichten können. Doch was wäre gewesen, wenn Fischer bloss geprahlt hätte?
Nein, Fernsehen SRF besorgte – wie es sich für ein seriöses Medium gehört – zuerst den Strafbefehl. Auch wenn unglücklicherweise in der Zwischenzeit die Sportlerwahl «Swiss Sports Awards», an der Fischer geehrt wurde, stattfand.
2. Wie geplant veröffentlichen
Eigentlich hatte SRF geplant, den Beitrag über Patrick Fischer unmittelbar vor dem Start zur Eishockey-Weltmeisterschaft auszustrahlen. SRF hätte an diesem Plan festhalten können. Dann wäre die Bombe wenige Tage vor der Weltmeisterschaft geplatzt.
Wäre das wirklich eine gute Lösung gewesen? Kaum. Der Verband hätte Fischer noch knapper vor der WM gefeuert. Seinem Assistenten und designierten Nachfolger Jan Cadieux und der Mannschaft wäre noch weniger Zeit geblieben, sich auf die neue Situation einzustellen.
Zu Recht wäre dem Fernsehen SRF der Vorwurf gemacht worden, es sei auf maximale Wirkung aus.
3. Nicht veröffentlichen
Manch einer ist der Ansicht, SRF hätte gar nicht über die Urkundenfälschung berichten sollen. Ich bin anderer Meinung – SRF hat berichten müssen.

Erstens ist es von öffentlichem Interesse, wenn ein Nationaltrainer, der bei seinen Spielern so sehr auf das Einhalten von Regeln achtet, sich selber um Regeln foutiert und lügt.
Zweitens wäre SRF, wenn es nicht berichtet hätte, in Teufels Küche geraten. Denn herausgekommen wäre die Sache mit der Urkundenfälschung – früher oder später – sowieso. Wenn sich dann herausgestellt hätte, dass SRF als «Official Broadcaster» des Eishockey-Verbandes solche Informationen unter den Teppich kehrt, dann wären die Vorwürfe rasch zur Hand gewesen: mangelnde Unabhängigkeit, Filz, Vetternwirtschaft.
Und wahrscheinlich wären auch gleich Unterschriften für die nächste Halbierungs-Initiative gesammelt worden.

4. So rasch wie möglich veröffentlichen
Blieb also die einzige journalistisch saubere Möglichkeit: den Strafbefehl besorgen, den Verband um eine Stellungnahme bitten und die Information anschliessend veröffentlichen. Fischer und der Verband kamen SRF zuvor und gingen am 13. April in die Offensive. Also berichtete SRF gleichentags darüber.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









Auch in dieser Affäre gilt: Schuld ist der Überbringer der schlechten Nachricht. Darauf haben sich die Verleger (am Samstag fühlte sich auch der Verleger der ch-media bemüssigt, sich mit einem – übrigens inhaltlich dürftigen – Kommentar zu mleden), SRG-Gegner, Hockey-Fans und Corona-Massnahmenkritiker.
Dabei wird nicht nur ausgeblendet, dass die SRG so handeln musste, wenn es journalistiischen Standards genugen wollte. Ausgeblendet wird auch, dass der Eishockeyverband mit seiner ersten, völlig verunglückten Stellungnahme den Skandal erst richtig befeuert hat. Wie hätte sich der Skandal wohl entwickelt, hätte der Eishockeyverband in dieser Mitteilung das Verhalten Fischers (in Übereinstimmun mit der Ethik-Charta von Swiss Olympic) scharf gerügt und (selbstverständlich unter Gewährung des rechtlichen Gehörs) eine happige Verbandsbusse ausgesprochen? Meine Prognose: Der Skandal wäre wie ein Soufflé in sich zusammengefallen, Fischer wäre weiterhin Nationaltrainer.
auch «helden», in diesem fall ein betrüger, sind entsprechend unseren gesetzen zu behandeln, was ja auch geschehen ist
die srg hat völlig richtig gehandelt
Wahrscheinlich hat der Autor vergessen, wie fest die Medien in dieser Zeit auf Menschen in der Öffentlichkeit eingehackt haben, die sich nicht impfen lassen wollten. Der Fall Kimmich als Erinnerung. Sprich, wenn Fischer sich offen dieser, doch fragwürdigen «Impfung», wenn man sein Alter und sein Gesundheitszustand anschaut, verweigert hätte, wäre das wahrscheinlich mit seiner Kündigung einhergegangen. Deshalb war Quarantäne auch keine valable Option.
Der Fehler besteht eindeutig bei der Verpetzung, die der SRF Journi, notabene eine Information im vertraulichen Gespräch mit Fischer, bei seinem Auftraggeber (SRF).
So hat die gesamte Causa nur Verlierer hervorgebracht. Fischer, dieser SRF Journi,der sein Job als Speaker verloren hat und dessen fragwürdigen Tweets hervorgekramt wurden,der Eishockeyverband der keine Eier zeigte und eingeknickt ist und das SRF welches völlig unnötigerweise diese Story gepusht hat.Alle stehen schlecht da. Keine Ahnung wieso das man dies verteidigen will
Das ist Alles ein riesiger Mist.
Pascal Schmitz hätte diese Information vertraulich behandeln können. Haben Sie echt das Gefühl, dass das SRF mit diesem Sensationsjournalismus beliebter geworden ist. Die einzigen welche sich wirklich über sein Verhalten vor vier Jahren beschweren, sind genau dieselben, welche das Corona-Fiasko mit getragen haben, aber bemerken mussten, dass sie nach Strich und Faden belogen wurden.
Und warum nicht nach der WM? Da wäre wohl die Information bei den Lesern nicht so angekommen wie srf sich das gewünscht hat. Jetzt ja eigentlich auch nicht.
Warum nicht warten? Weil SRF dann seine Glaubwürdigkeit verspielt hätte. Wer seinen Medienpartner schützt, ist nicht unabhängig.
4. Nach der WM den «10vor10» Beitrag bringen wäre die sauberste Möglichkeit gewesen.
Ich schätze Sie sehr Herr Diener. Doch hier haben Sie sich verrannt (wie mit dem Artikel, dass es Schifffahrtsgesellschaften gibt, welche Kinder ans Steuer lassen). Man kann immer anders, auch SRF kann anders (ob es opportun gewesen wäre ist eine andere Frage). Es hätte auch das Besorgen des Strafbefehls nicht gebraucht. Die Busse für die Zertifikatsfälschung hätte auch mit der Quellenangabe „Patrick Fischer“ veröffentlicht werden können. „Was wäre gewesen, wenn Fischer bloss geprahlt hätte?“ Ist er jemals als Prahler aufgefallen?
Loslassen zum richtigen Zeitpunkt, Herr Diener, ist manchmal eine Kunst.
Als Lügner ist er jedenfalls schon aufgefallen. Dem «Blick» sagte er im Oktober 2021: «Ich liebe meinen Job und würde nie etwas tun oder lassen, was diesen Job gefährden könnte. Also werde ich mich impfen lassen.»
Dem «Tages-Anzeiger» sagte er einen Monat später: «Ich werde am 12. Dezember vollständig geimpft sein. Denn zwei Wochen später, am 26., fliege ich nach Edmonton an die U-20-WM.»
Und in seiner Stellungnahme vom 13. April sagte er, er halte sich immer ans Recht. Eine Aussage, die kaum jemand guten Gewissens machen kann.
Lieber Herr Diener, das wird nichts mehr: off-the-record Infos dürfen journalistisch nun mal nicht verwendet werden, zumal dieser Fall juristisch bereits abgeschlossen war. Wenn man es dennoch unbedingt bringen will, dann in Zusammenarbeit mit Fischer, als Teil der Doku, mit ihm darüber sprechen, wie die Situation damals war, wie er damit umging. Das wäre ein ganz anderer Rahmen gewesen. Oder sonst, im äussersten Fall, nach der WM bringen. So war das für alle Beteiligten ein riesiges Eigengoal.
Das ist nicht off the record, wenn Fischer etwas ausplaudert und der Mediensprecher nachträglich sagt, es sei im Fall off the record.
War es ein Arbeitstreffen oder ein gemeinsames Mittagessen? Warum geht überhaupt ein Journalist mit einem Protagonisten zum Mittagessen? Wer bezahlt? Etc. pp.. Es stellen sich so viele Fragen, ausser der Frage ob es off- oder on-the-record war.
Schade, dass Sie sich so sehr Verrennen in dieser Sache. Danke, dass Sie es ermöglichen zu kommentieren.
Wo kommen wir hin, wenn so was von öffentlichem Interesse ist?
Weshalb legt sich Herr Diener für das unsägliche Verhalten dieses SRF Journalisten so ins Zeug? Honi soit qui mal y pense.
Sorry, das Tina-Argument hilft hier nicht weiter. Die Lage war für Herrn Schmitz keineswegs alternativlos.
Sogar bei eidesstattlichen Aussagen vor Gericht ist es möglich, sich «nicht zu erinnern». Unglaublich viel leichter ist es, eine Bemerkung, welche in einem persönlichen Gespräch gemacht wurde, einfach nicht zu beachten.
So richtig grotesk werden die «moralischen Bedenken» welche die SRF-Leute «gezwungen» haben, diese unheimlich wichtige Geschichte zu veröffentlichen, wenn man das Verhalten von SRF bei anderen Nachrichten anschaut.
Da gab es doch die RKI-Files! Daraus wurde ersichtlich, dass das Robert-Koch-Institut keineswegs die reine «Stimme der Wissenschaft» war. Eher war es «His Masters Voice». Das Institut ist den Weisungen der deutschen Regierung unterstellt und hat diese, entgegen der wissenschaflichen Sichtweise, auch befolgt.
Darüber will SRF partout nicht berichten. Auch nach einer Rüge der unabhängigen Beschwerdeinstanz nicht.
Noch zum Thema Umgang mit Gesetzen/Vorschriften. Es geht nicht um individuelle Auslegung. Es geht um die Frage, ob Vorschriften sachlich und ethisch haltbar sind. Denn es darf nicht Unrecht oder Unsinn zu Recht und damit Strafe werden. Die meisten Infosperber-Leser sahen und sehen die Corona-Vorschriften (hier vor allem die Impfvorschriften) als sowohl sachlich als auch ethisch unhaltbar an. Es gab keine rationale Grundlage dafür. Einige Länder haben das inzwischen eingesehen, Amnestien erlassen und Bussen zurückgezahlt (Beispiel Spanien). Bzgl. Impfschutz war die Situation schon im Frühsommer 2021 klar, lange vor der Olympiade in Peking. Im Unrecht war damit letztlich der Gesetzgeber bzw. die Behörden, nicht Fischer. Das gilt es zu berücksichtigen.
Echt jetzt? Alle, die ein Gesetz «ethisch und sachlich unhaltbar» finden, müssen sich nicht daran halten? Klar doch! Wenn man findet, das Recht auf Eigentum sei eine «ethisch und sachlich» nicht gerechtfertigte Marotte des Kapitalismus, dann quartiert man sich mittels gefälschtem Grundbucheintrag auf Dauer in Ihrer Ferienwohnung ein. Wen man findet, unser Steuersystem sei «ethisch und sachlich unhaltbar», dann fälscht man einfach seine Steuerbelege. Und eigentlich ist auch der Rechtsverkehr «sachlich und ethisch unhaltbar», denn es ist anscheinend erwiesen, dass Linksverkehr zu viel weniger Unfällen führt; deshalb fährt man konsequent links.
Ich fand auch nicht jede Einschränkung wundertoll. Trotzdem bin ich in einem Rechtsstaat verpflichtet, mich daran zu halten. Und dass wir nach wie vor in einem Rechtsstaat leben, wollen Sie wohl nicht ernsthaft bestreiten. Und noch etwas: Die Corona-Massnahmen wurden zweimal von der höchten Instanz in unseren Staat bestätigt, nämlich dem Volk.
Lieber Herr Schneider, da haben Sie etwas falsch verstanden: es geht eben gerade nicht um individuelle Interpretation von Gesetzen, sondern darum, dass sachlich und ethisch unhaltbare Forderungen nicht Gesetz und Strafe werden dürfen. Und falls sie es doch werden, wie bei den Corona-Impfpflichten, so ist das zu korrigieren (Amnestie). Sonst endet es im Unrechtsstaat.
1. Und welche Instanz entscheidet, was «sachlich und ethisch unhaltbar» ist? Sie? Jeder für sich alleine? Nach Ihrer Auffassung offenbar schon, denn Sie sprechen das Individuum Fischer von jedem Fehlverhalten frei.
2. Von einem Unrechtsstaat zu sprechen, ist absurd in Anbetracht der mehrfachen demokratischen Legitimation der Corona-Massnahmen (jeweils über 60% Zustimmung). Damit will ich nicht sagen, dass Mehrheiten immer und per se Recht haben. Und damit will ich vor allem nicht sagen, dass auch ich die mangelnde kritische und umfassende Aufarbeitung des Corona-Managements als grossen Fehler betrachte.
3. Das Delikt von Fischer würde von einer Amnestie kaum betroffen sein. Er wurde ja nicht wegen eines Verstosses gegen eine Corona-Massnahme verurteilt, sondern wegen Urkundenfälschung.
Noch etwas: Genau jene Kreise, die in Bezug auf staatliche Corona-Politik im Nachgang volle Transparenz verlangen (zu Recht), verlangen von den Medien im Fall Fischer Intransparenz: Inkonsequent?
Die Sache ist eigentlich relativ einfach: Herr Fischer hat dem SRF-Journalisten die Story brühwarm bei einem Mittagessen selbst ausgeplaudert. Vielleicht sogar, um sich etwas «wichtig» zu machen. Irgend wo stand, dass an diesem Essen auch der Presseverantwortliche des Verbandes teilgenommen habe. Wenn das stimmt, hätte dieser intervenieren müssen. Waren die beiden allein, hätte Fischer selbst wissen müssen, dass man in seiner Funktion so etwas nicht einem Journalisten erzählen darf. Fazit: da war Herr Fischer ganz einfach selber schuld.
Es gibt kein «off the record», das ist ein Mythos aus Hollywood. Wer mit Journalisten spricht, spricht mit der Öffentlichkeit. Und wer denkt Betrug ist OK, weil eine laute Minderheit Verständnis dafür hat, hat die Idee des Rechtsstaats nicht verstanden. Ich sehe auch allgemein, wie viele bei Covid bereit sind, eine rechtstaatlich republikanische Ordnung durch eine kulturrevolutionäre Volksdemokratie zu ersetzen, wo Recht hat, wer am lautesten die Massen mobilisiert. Ich war gegen die Impfung, wie ich auch gegen Werbeplakate im öffentlichen Raum, gegen private Banken oder gegen Atomkraftwerke bin. In allen Fällen füge ich mich aber dem geltenden Gesetz. Das ist die Basis unserer Gesellschaftsordnung.
Es geht hier gar nicht um Recht. Juristisch ist die Sache längst erledigt.
Es geht darum, ob es angemessen war, nach bezahlter Busse noch einen Shitstorm gegen Fischer loszutreten.
Die Rechtsstaatlichkeit ist in keiner Weise bedroht, wenn man jemanden nach Bezahlen der Busse wieder wie einen normalen Bürger behandelt.
Herr Schmitz wollte wohl seinen noch nicht so eindrücklichen journalistischen Palmarès etwas aufpimpen. Jetzt hat auch er einen Shitstorm am Hals. Selber schuld.
Fakt bleibt, dass ein Journalist und eine ganze Redaktion eine Information ausgebeutet haben, die in einem vertraulichen Gespräch erwähnt wurde. Zumindest hätte die Redaktion mit Fischer besprechen müssen, wie gemeinsam mit dieser Information umzugehen sei. Die Argumentation von Marco Diener, SRF habe gar keine andere Option gehabt, als die Innovation sofort zu verbreiten, überzeugt nicht – und zwar völlig unabhängig davon, wie gravierend Fischers Tat war.
Ihr ist bemerkenswert: «Zumindest hätte die Redaktion mit Fischer besprechen müssen, wie gemeinsam mit dieser Information umzugehen sei.» Das wäre dann das Ende des Journalismus.
Wenn diese Hyänen-Journalisten bei wirklich brennenden Themen genauso eifrig recherchieren würden wie bei Herrn Fischer! Zum Beispiel: Warum versucht die gesamte Medienlandschaft und die Classe Politique mit allen Mitteln zu verhindern, dass die ganze «C»-Geschichte transparent aufgearbeitet wird? Oder warum will Bundesbern um jeden Preis verhindern, dass beim Thema Euroverträge das Ständemehr das Gewicht auf die Waage legen kann? Und so weiter, und so fort…
Wie auch immer… so demaskiert man sich, Herr Diener
„hat über …….. berichten müssen“! Ja ja, SRF hätte auch über RKI Files, über Thesen von Wodarg, Bhakdi und viele mehr, über Arbeitsrecht Verletzungen wie Freistellung ohne Lohn, über Post Vac Probleme und Sterbefälle, über und und und berichten MÜSSEN. Und? Tat SRF das? Nein. Tat SRF nicht. Und genau das ist die Messlatte. SRF berichtet selektiv und manipulativ und darum ist der shitstorm gegen die SRF Verantwortlichen mehr als gerechtfertigt und dieser Bericht scheinheilig.
Sehr spannend, wie sehr dieses Thema die Menschen heute noch berührt!
An einem Familienanlass vor ein paar Tagen mit sehr unterschiedlichen Menschen war die Meinung erstaunlicherweise klar: SRF resp.der Reporter hat sich daneben benommen und etwas hervorgekehrt, das juristisch schon längst abgehandelt war.
Ausserdem sind ein paar Jahre vergangen seit der unsäglichen Corona-Zeit, viele Unregelmässigkeiten (RKI Files etc.) wurden aufgedeckt, teilweise wurden Bussen wieder rückerstattet (siehe auch Kommentar von R. Hubacher). Was damals als ‚Recht und Ordnung‘ galt, hat mittlerweile viele Fragezeichen bekommen und es wäre schön, wenn auch SRF sich mal mit der Aufarbeitung beschäftigen würde.
1. Hätte Fischer sich verplappert, dass er wegen überhöhter Geschwindigkeit vorbestraft ist (Fiktiv: weil er pünktlich zum Nati-Zusammenzug erscheinen wollte), so hätte das SRF auch den Strafbefehl besorgt, um dann Fischer durch Konfrontation in die Offensive zu zwingen?
Glauben Sie das wirklich Herr Diener? Ich nicht. Es ging nicht um «die einzige journalistisch saubere Möglichkeit», sondern um maximale Wirkung und die mediale Zerstörung eines Covid-Impfverweigerers.
2. Ginge es dem SRF darum, ein «seriöses Medium» zu sein, so würde es sich nun fragen, warum das Thema dermassen überschäumt; ob vielleicht eine Aufarbeitung der Corona-Zeit eine gute Sache wäre, ob man doch noch über die RKI-Protokolle berichten sollte oder die wahren Hintergründe der «Bilder von Bergamo» oder darüber, warum die Strafanzeige gegen Swissmedic auch nach vier Jahren nicht bearbeitet wird. Es gäbe für ein «seriöses Medium» noch so einiges zu berichten, ausser der täglichen News zur Wal-Rettung in Schland.