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Sie müssen sich keine Sorgen machen. Das AHV-Vermögen ist auf einem Rekordstand. © Bildschirmfoto bsv.admin.ch

Die AHV sitzt auf einem Rekordvermögen

Marco Diener /  Die Schwarzmaler haben schon wieder unrecht. Der AHV geht es prächtig. Das Vermögen beträgt inzwischen über 60 Milliarden Franken.

Zum letzten Mal schrieb die AHV im Jahr 2022 einen Verlust. Damals – während der Corona-Pandemie – verlor sie auf den Finanzmärkten viel Geld. Doch seither geht es aufwärts:

  • Ende 2023 wies sie ein Rekordvermögen von 49,9 Milliarden Franken aus.
  • 2024 waren es schon 55,4 Milliarden.
  • Und Ende letzten Jahres sogar 60,4 Milliarden.

Obwohl der Bund dazu eine Medienmitteilung und als Anhang die AHV-Statistik 2025 verschickte, berichteten die Schweizer Medien mit Ausnahme von muula.ch kaum darüber. Die Tagesschau erwähnte zwar das gute Jahresergebnis, wies aber nicht auf die komfortable Vermögenssituation hin. Dabei ist diese mehr als bemerkenswert.

Besser als das optimistische Szenario

Letzten August veröffentlichte die AHV nämlich ihre Finanzperspektiven mit einem normalen, einem pessimistischen und einem optimistischen Szenario. Gemäss dem pessimistischen und dem normalen Szenario würde die AHV niemals ein Vermögen von 60 Milliarden Franken anhäufen können.

Sogar gemäss dem optimistischen Szenario hätte der Stand von 60,4 Milliarden Franken erst 2028 erreicht werden sollen. Nun war das schon drei Jahre früher der Fall.

Auch im «Rentengeschäft» ein Gewinn

Beruhigend am Ganzen: Das gute Ergebnis basiert nicht nur auf einem positiven Anlage-, sondern auch auf einem positiven Umlageergebnis. Das Umlageergebnis ist der Gewinn oder der Verlust aus dem eigentlichen «Rentengeschäft».

Konkret: Letztes Jahr waren die Einnahmen (Lohnbeiträge, Bundesbeiträge, Mehrwertsteuer) zum sechsten Mal hintereinander höher als die Ausgaben (Renten). Der Gewinn aus dem «Rentengeschäft» betrug 2025 über 1,8 Milliarden Franken.

Nun die 13. Rente

Und was ist mit der 13. AHV-Rente? Das Parlament tut sich nach wie vor schwer, sich auf eine Finanzierung zu einigen. Die Bürgerlichen hintertreiben eine Lösung – wohl um den Druck auf ein höheres Rentenalter hoch zu halten.

Doch auch ohne Zusatzfinanzierung dürfte die Ausschüttung der 13. AHV-Rente vorderhand kein Riesenproblem sein. Immerhin stieg das AHV-Vermögen im letzten Jahr um 5,0 Milliarden Franken, im Vorjahr sogar um 5,5 Milliarden. Die Ausgaben für die 13. Rente werden laut Bund «bloss» 4,2 Milliarden Franken pro Jahr betragen. Es ist also gut möglich, dass die AHV trotz 13. Rente und ohne Zusatzfinanzierung weiterhin Gewinne schreibt.

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Die Zukunft der AHV und IV

Die Bundesverfassung schreibt vor, dass die AHV- und IV-Renten den Existenzbedarf angemessen decken müssen.

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7 Meinungen

  • am 28.05.2026 um 10:51 Uhr
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    Das ist schön und gut. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die AHV ein Ponzisystem ist. Solange die arbeitende (und AHV einzahlende) Bevölkerung wächst ist alles kein Problem. Nur ist dies derzeit mit einer Geburtenrate in 2025 bei 1,33 Kindern pro Frau nicht der Fall.

  • am 28.05.2026 um 15:11 Uhr
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    Dieser Artikel vermittelt ein viel zu positives Bild der AHV-Finanzen. Es stimmt zwar dass das AHV-Vermögen noch nie so hoch war, doch dieses Vermögen muss immer höher werden, denn das Gestz schreibt vor, dass es einer Jahresausgabe entsprechen soll. Die Ausgaben liegen bereits über 50 Mia Fr, und die guten Resultate der letzten Jahre sind vorab ertragreichen Vermögensanlagen zu verdanken. Darauf darf man sich nicht zu sehr verlassen. Zudem kommen in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter, während gleichzeitig die Geburten immer mehr zurückgehen. Die «Rekordergebnisse» sind also kein Grund, sich beruhigt zurückzulehnen!

    • am 29.05.2026 um 06:35 Uhr
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      Danke Marco Diener, dass sie wieder einmal uns allen die wirklichen Zahlen bei der AHV in Erinnerung rufen.

    • am 29.05.2026 um 18:18 Uhr
      Permalink

      Das ist Blödsinn, was sie schreiben! Dieses Szenario vermitteln die Politiker seit Jahren, sdass die AHV nicht gesichert ist! Es ist die 2.Säule, die das eigentliche Problem ist! Die dürfen zuvieln Risiko in Anlagebereich machen. Das muss stillgelegt werden!

      • am 30.05.2026 um 20:31 Uhr
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        Zur Erhöhung der AHV Eintrittsschwelle:
        Wäre ja demografisch sinnvoll empfielt ja auch der Bundesrat. Nur ich möchte von Frau Bundesrätin Baume Schneider eine Liste erhalten von Firmen in der Schweiz , die bereit wären, über 65jährige weiter zu beschäftigen oder neu einzustellen und sie bis 70 arbeiten zu lassen. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Die 55-60 jährigen werden entsorgt und durch jüngere billigere aus dem EU Raum ersetzt.
        Um den über 55jährigen am Arbeitsmarkt eine reelle Chance zu bieten müsste sich die die Gehaltskurfe
        ab ca.55 eher degressiv entwickeln um diesen Älteren auch bezüglich Lohnkosten für die Unternehmen attraktiv zu erscheinen.

  • am 29.05.2026 um 23:07 Uhr
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    Liebe für meine Begriffe zu wenig genau hinschauende Sperber und Marco Diener
    War da nicht noch etwas mit der notorischen Schuld der IV bei der AHV?
    Wenn ihr von Rekordgewinnen plaudert und meint, angeblichen Schwarzmalern unrecht geben zu wollen, wäre es da nicht im Sinne objektiver Berichterstattung – zurückhaltend ausgedrückt – angezeigt, die zig Jahre alte Schuld der IV bei der AHV von immerhin CHF 10 Milliärdeli wenigstens am Rande zu erwähnen?
    Ihr schildert den «markanten» Vermögensanstieg in schrillen Farben, erklärt die Ausschüttung der 13. Rente zur lockeren Übung und verschweigt auf himmelschreiende Art die mittelfristig absolut feststehende demografische Entwicklung und eine CHF 10 Mia.-Schuld, welche euren Artikel ad absurdum führen!
    Zeigt mir bitte auf, was ich nicht verstehe, bzw. wo ich falsch liege. Andernfalls hege ich den üblen Verdacht, dass euch anstelle der objektiv-sachlichen vielmehr die subjektiv-unsachliche und damit tendenziöse (Des-) Info am Herzen liegt.

    • Portrait Marco Diener.1 Kopie
      am 30.05.2026 um 07:22 Uhr
      Permalink

      1. Im Artikel ist nicht von einem Rekordgewinn die Rede, sondern von einem Rekordvermögen. Das ist ein Unterschied. Einen Rekordgewinn hat die AHV im letzten Jahr nicht erzielt.
      2. Die IV hat tatsächlich eine Schuld von 10,3 Milliarden Franken bei der AHV. Aus Sicht der AHV ist das ein Guthaben. Dieses ist im Vermögen von 60,4 Milliarden Franken eingerechnet.
      3. Die Schuld ist ein Problem für die IV, nicht für die AHV.
      4. 2011 musste die AHV der IV 5 Milliarden Franken «schenken». Diese 5 Milliarden sind im Vermögen nicht eingerechnet, da sie für die AHV verloren sind.

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