Sperberauge
«Herk. s. Verpackung» – und zwar versteckt auf der Unterseite
Das gilt jetzt im Sommer auch für Früchte. Heisst es «Herkunft siehe Verpackung» oder «Herk. s. Verpackung», haben die Kundinnen und Kunden Glück, wenn sie die Herkunft seitlich lesen können. Oft müssen sie dafür die Verpackung in die Hand nehmen.
Wenn sie Pech haben, müssen sie die Verpackung mit den heiklen Himbeeren, Erdbeeren oder Kirschen sogar umkehren und auf den Kopf stellen, damit sie auf der Rückseite in Kleinstschrift auf einer Etikette die Herkunft identifizieren können.
Grossverteiler wollen offensichtlich nicht, dass die Konsumentinnen und Konsumenten ungehindert entscheiden können, ob sie Früchte aus weit entfernten Ländern tatsächlich kaufen möchten. Wollen die Händler wirklich, dass alle Kundinnen und Kunden bei «Herk. s. Verpackung» wie aufgefordert eine Himbeerschachtel im Laden in die Luft heben, auf den Kopf stellen, die Herkunft lesen und die Schachtel nachher wieder ins Gestell legen?
Wohl lieber nicht. Deshalb ein Tipp an die Grossverteiler: Die Herkunft auf dem Schild angeben oder oben auf der Verpackung aufdrucken und zwar gross und deutlich – bei «Schweiz» und «Region» geht es ja auch.

Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
_____________________
➔ Solche Artikel sind nur dank Ihren SPENDEN möglich. Spenden an unsere Stiftung können Sie bei den Steuern abziehen.
Mit Twint oder Bank-App auch gleich hier:
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Ihre Meinung
Lade Eingabefeld...