Vierzehn faule Ostereier für unsere Kinder

Der Zustand unserer Erde ist beispiellos schlecht. Sie ist ein Pulverfass mit 14 möglichen Initialzündern:
- Bereits neun Regierungen verfügen über Atomwaffen und entwickeln sie weiter, um bei einer realen oder vermeintlichen Bedrohung mit einem Erstschlag reagieren zu können. Ein nuklearer Winter ist beabsichtigt oder unbeabsichtigt eine reale Gefahr. Die Gefahr eines Atomkrieges ist so gross wie während des Kalten Krieges.
- Grosse Staaten vermüllen den erdnahen Weltraum und rüsten diesen rechtsfreien Raum militärisch auf. Bereits umkreisen über 23’000 Trümmerteile mit einem Durchmesser von grösser als 30 Zentimeter sowie über hundert Millionen kleinere Teile die Erde.
- Die Weltmeere missbrauchen Staaten als kostenlose Müllkippen. Sie plündern die Meere durch Überfischung.
- Bis heute haben Atomkraftwerke Hunderttausende Tonnen hochradioaktiven Atommüll hinterlassen, die mehr als Hundertausend Jahre abgeschirmt aufbewahrt werden müssen.
- Zerfallener Kunststoff und seine Zusatzstoffe belasten Meere, Gewässer, Luft und Menschen. Nanoplastik sammelt sich in Gehirn und Lunge der Menschen.
Trotzdem will die Industrie ihre Produktion von Kunststoffen bis 2060 verdoppeln oder verdreifachen. - Ein noch so gesunder Lebensstil hilft gegen den Cocktail aus Nanoplastik, PFAS, Feinststaub, Pestiziden und Chemikalien nur noch wenig.
- Die 30 Zentimeter dünne Schicht Humus, von der alles Leben auf der Erde abhängt, ist bereits grossflächig mit Pestiziden, Schwermetallen und «Forever Chemicals» wie PFAS verseucht – eine tickende Zeitbombe. Zehn Prozent der weltweiten Landfläche sind laut FAO bereits stark beschädigt.
- Vor erst hundert Jahren haben noch zwei Milliarden Menschen auf der Erde gelebt. Heute sind es über acht Milliarden. Sie verdrängen Tier- und Pflanzenarten – die Grundlage allen Lebens.
Würden in Afrika, Indien und China alle so leben wie die Menschen in Europa, bräuchte es Ressourcen von drei Planeten. Der Streit um knapper werdende Ressourcen wie Wasser und Rohstoffe eskaliert in einem noch nie dagewesenen Ausmass. - Wirtschaftswachstum nach heutigen Regeln bedeutet noch mehr Konsum, Verschwendung und Abfall. Trotzdem setzen die übersättigten reichen Länder weiter auf dieses Wachstum. Es bringt nicht die versprochene Lösung aller Probleme, sondern es schafft zusätzliche.
- Finanziert wird dieses Wachstum mit gigantischen Schulden, die weder zurückbezahlt noch abgeschrieben werden: Es drohen Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit.
- Kaum regulierte Schattenbanken ohne Banklizenz gefährden das internationale Finanzkartenhaus. Sie spekulieren mit mehr als der Hälfte der weltweiten Finanzvermögen.
- Das Klima hat sich seit Menschengedenken noch nie so rasch verändert. Die Ozeane dehnen sich thermisch aus und die Polkappen schmelzen, so dass der Meeresspiegel bis 2100 um rund einen Meter steigt. Millionenstädte an Küsten werden unbewohnbar. Menschen müssen fliehen.
Unbekümmert stossen die Menschen jedes Jahr neue Rekordmengen an CO2 und Methan als Treibhausgase in die Atmosphäre – auch mit Kriegen. - Milliardäre und ihre Konzerne hatten noch nie einen so grossen politischen Einfluss. Sie kontrollieren sogar militärische Macht. Armeen hängen von Peter Thiel und Alex Karp ab, den Eigentümern des Software-Konzerns Palantir. Elon Musk kann mit seinem Starlink-Netzwerk über Kriege entscheiden.
- Freiheiten und Grundrechte waren seit dem Zweiten Weltkrieg in Demokratien noch nie so bedroht wie heute.
Die Menschheit vollbringt wissenschaftliche und technische Wunder – nun auch mit «künstlicher Intelligenz» oder mit der bemannten Umkreisung des Mondes.
Doch die Menschen bleiben charakterschwach wie eh und je.
An konkreten Vorschlägen fehlt es nicht
Grosse Parteien reden um den heissen Brei herum. Was «politisch» kurzfristig nicht realisierbar ist, bleibt tabu:
➔ Mutige Vorschläge, um die fundamentalen Krisen zu bewältigen
Zitate, die zum Handeln anregen sollten:
➔ Persönlichkeiten von links bis rechts sprechen Klartext
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.











Ja, lieber UP. Gasche mit meinen 75 Jahren habe ich den ganzen Wahnsinn hautnah mit erlebt. Auch wenn ich in vielen Fällen aus ökologischen Gründen versucht habe mich anderes zu verhalten, so wurde ich vielmals einfach überrollt. Immer Widerstand zu leisten statt zu leben, das war nicht meine Devise. Also wählte ich einen ganz besonderen Weg.
An diesen Ostern durfte ich erleben, wie mein Sohn mit seiner Familie zuerst vom Postauto eine gute halbe Stunde hierher gewandert ist. Am nächsten Tag ging es zu Fuss weiter über die Wiese und durch den Wald auf die nächste Strasse und von da zur unteren Haltestelle des Busses. Es tat einfach gut zu erleben, wie die jungen Leute aus der Stadt, diesen besonderen Besuch geniessen konnten. Es fühlte sich äusserst lebendig an.
Urs P. Gasche schreibt von Vierzehn faule Ostereier für unsere Kinder
Ein 15, faules Ei, das man heute auch finden könnte, ist die Berichterstattung in den Medien über gewisse Ereignisse. Zum Beispiel wird immer noch Osama Bin Laden für die Terroranschläge in den USA vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht. Es scheint für Journalisten gefährlich zu sein dies in Frage zu stellen. Danielle Ganser hat sich damit die Finger verbrannt.
Immer noch lesen wir: Zwischen 1969 und 1972 haben Menschen 6-mal den Mond besucht. Es wird nicht danach gefragt, warum es heute so schwierig ist nach 56 Jahren, wieder den Mond zu besuchen und jetzt nur eine Umrundung des Mondes im Gange ist und eine Mondlandung mit Menschen erst vielleicht im nächsten Jahr. Heute sollte eine bemannte Mondlandung technisch ein Kinderspiel sein. Bei der ersten Mondlandung, 1969, hatten wir noch keine Handys, keine PCs auf dem Tisch und nicht lange vorher machte ich noch statische Berechnungen mit dem Rechenschieber.
Die vermeintlich großartige Leistung der Mondlandung und die vielen anderen Weltraumabenteuer in der Vergangenheit (und Gegenwart) sind mitverantwortlich für die katastrophalen Veränderungen der Atmosphäre und ein zusätzliches faules Ei für künftige Generationen. Einen bewohnbaren Planeten zur Flucht von der Erde zu finden ist ebenso aussichtslos wie die Bestätigung der Unendlichkeit des Universums sinnlos. Statt solche Aktionen zu bejubeln sollten sie auf das notwendige Maß gestutzt werden (Satelliten-TV, Starlink, GPS). Selten werden in den Medien die enormen Mengen Explosiv- und Treibstoffe (Bomber, Panzer…) in Kriegen erwähnt, die die Atmosphäre erheblich schädigen. Und wer von den Millionen «aufgeklärten», auch jungen Menschen möchte auf seine Flugreise oder Kreuzfahrt verzichten? Und welcher junge Mensch, der sich freiwillig einer Armee anschließt, ist sich dessen bewusst, dass er eine total nutzlose Tätigkeit ausübt und keinerlei Wertzuwachs für die Gesellschaft erbringt?
Diese faulen Ostereier haben einen gemeinsamen Ursprung: Noch nie in der Geschichte ist die Welt gleichzeitig von so vielen unfähigen und moralisch korrupten „Eliten“ in Politik und Mainstream-Medien gesteuert worden. Abgedankt in den Augen der Bürger der Welt hat vor allem der globale Norden, der wegen seiner Scheinheiligkeit und Doppelmoral jede Glaubwürdigkeit verloren hat.
Dieser weitsichtige Beitrag des Gründers vom Infosperber sollte zur Lektüre aller Politiker und Entscheidungsträger gehören, genauso wie auch für frühere Artikel von U.P. Gasche mit ähnlicher Thematik. Es ist nicht leicht mitzuerleben, wie der Planet vom homo sapiens verschlissen wird.
Hinweis: Die späteren Auswirkungen seines Tuns sind im Buch «The Ministry for the Future», Deutsch «Das Ministerium für die Zukunft», glaubhaft geschildert und dies sogar mit einem Happy End.
Im Zusammenhang mit diesem Thema habe ich oft folgendes Argument gehört: Die Menschheit hat bisher immer Lösungen für alle Probleme gefunden und hat sich immer bestens an die veränderten Verhältnisse anpassen können. Diese Eigenschaft des Menschen wird ihn auch wieder aus der gegenwärtigen Notlage befreien. Eine solch fatale und verhängnisvolle Einstellung hat zur heutigen fast ausweglosen Situation geführt und wird unweigerlich im Abgrund enden. Was wir dringend brauchen: Sei ehrlich zu dir und den Mitmenschen (nach dem antiken Motto: Erkenne dich selbst)! Weg von der Expansionswirtschaft und vom Mobilitätswahn bzw. vom motorisierten Verkehr, der diese Wirtschaft erst ermöglicht hat. Im Jahr 1973, d.h. mit 22 Jahren, habe ich deshalb auf das Autofahren verzichtet.
In Ö sind die Treibstoffpreise explodiert. An den Osterfeiertagen konnte ich beobachten, dass der Autoverkehr so stark wie an einem Wochentag ist: kein Rückgang des Individualverkehrs trotz höherer Kosten und Abwesenheit der üblichen Pendler, weil Feiertage. Die Leute fuhren zu Besuchen und zur Freude. Auch die ubiquitären Motorrad-Dröhner sind nicht abzuhalten. Wenn sich nicht auch alle Produkte für Nichtautofahrer verteuern würden und die Pendler, die auf ein Auto angewiesen sind, dadurch das Nachsehen hätten, sähe ich gern die Schmerzgrenze für den Preis an der Zapfsäule: sind es 5 € / L oder 10 € / L? Mir kommt es vor, dass die Leute eher Gras fressen als aufs Auto zu verzichten.