Der F-35 ist nur während 25 Prozent der Zeit voll einsatzfähig
Zu reden gibt der F-35 in der Schweiz und in den USA. In Meiringen und in Payerne sorgt sich die Bevölkerung um den gewaltigen Lärm, den das Kampfflugzeug schon bald verursachen wird. Neue Lärmschutzfenster für die Häuser nahe der Flugpiste werden versprochen.
Um mehr als nur Lärm geht es in den USA. Grundsätzliche Zweifel von hoher Stelle erregen Aufsehen. Das «Government Accountability Office» fällt ein vernichtendes Urteil über das «teuerste Waffensystem des US-Verteidigungsministeriums».
Nur zu einem Viertel für alle versprochenen Einsätze bereit
Nur in Ausnahmefällen, so das Urteil des Rechnungshofs vom 11. Juni, vermag der F-35 von der Piste abzuheben. Wörtlich hält er fest:
«Seit 2021 sind die Unterhaltskosten für die F-35 weiter gestiegen, doch die F-35 hat die Leistungsziele nicht erreicht, und die Leistung hat sich tendenziell verschlechtert.» Und weiter: «Die Einsatzbereitschaftsrate sank von 67 Prozent auf 44 Prozent», und «die Rate der vollständigen Einsatzbereitschaft sank von 38 Prozent auf 25 Prozent».
Ein F-35-Jet ist also meist nicht voll einsatzfähig und kann nur zu weniger als der Hälfte der Zeit eine seiner Aufgaben erfüllen.
Das teuerste Waffensystem wird noch teurer
Der Kampf-Jet F-35 sei mit Kosten von 1,6 Billionen US-Dollar bis 2024 schon jetzt das teuerste Waffensystem des Verteidigungsministeriums der USA, gibt der Rechnungshof zu bedenken. Doch das ist noch nicht die volle Rechnung. Bis 2031 sollen 13,7 Milliarden US-Dollar hinzukommen. Der Rechnungshof schätzt, dass die «US-Streitkräfte bis Mitte der 2030er Jahre jährlich mit einer Lücke von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zwischen den prognostizierten Kosten für die Instandhaltung ihrer F-35 und ihren Finanzierbarkeitszielen konfrontiert sein» werden.
Für die Anwohnerinnen und Anwohner nahe der Flugpisten in Meiringen und Payerne mag etwas weniger Lärm dank geringer Einsatzfähigkeit ein kleiner Trost sein, aber wohl kaum für die Armee-Führung in Bern.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schrecken ohne Ende. Also Bestellung stornieren.
Dafür besteht die Möglichkeit der Volksinitiative «Nein zum F-35» vom Bürger*innen-Komitee aus der Westschweiz: Diese wurde Ende April 2026 von der Association citoyenne contre les F-35 lanciert, zu finden im Internet.
Wieviel muss noch bekannt werden, bis der Deal endet? Wer hat einen solchen Vertrag unterschrieben? Kann man den Vertrag im Original lesen? Ich möchte auch solche Kunden…
Da haben unsere «Experten» ja wieder einmal voll ins US-Goldklo gegriffen. Zurzeit als in der Schweiz beschlossen wurde den F-35 «Teuro» zu kaufen war aktuell, dass er Gewitter mit einem Abstand von 40 km umfliegen muss. Damals fing er Feuer, wenn er vom Blitz getroffen wurde. Ausserdem gab es auch schon Experten aus der US-Marine in Alaska, die von einer Einsatzbereitschaft von 25% sprachen. Alles schon bekannt, aber unsere Experten wollten ihn einfach unbedingt zum spielen.
Pakistan wird sicher glücklicher mit ihren chinesischen Kampfjets, die bereits mehrere indische Jets vom Typ Rafale vom Himmel holten. Und Iran hat doch eine US F-35… *zwinkersmiley*
Nächstes Schweizer Super-Geschäft: die Patriots! Laut der Ukrainischen Armee hat die Patriot eine Effizienz von 6% (!!!) gegen russische Raketen und ist aus den 80er Jahren. Kosten läppische 4,6 Milliarden Schweizer Franken in der Anschaffung. Ich liebe unsere Experten.
«Die moderne PAC-3 MSE-Abfangrakete kostet typischerweise etwa 4 bis 5 Millionen US-Dollar pro Abschuss.» !!!
In welcher Traumwelt leben unsere Waffenbeschaffer in Bern?
Ist jetzt aber höchste Zeit, den Kauf dieser Flugis zu annullieren.
Er ist buchstäblich ein Fass ohne Boden, ein absoluter Verhältnisblödsinn und erinnert irgendwie an die MirageGeschichte anfangs 1960er Jahre.
Hatte die Frau Amherd tatsächlich den Kauf dem Referendum vorgezogen wegen etwas weniger hohen Kosten?
Ich stelle mir vor, dass sie sich heute nicht allzu gerne daran erinnert…
Leute, setzt da nicht noch mehr Geld in die Wüste!
Die Kostenüber- und Leistungsunterschreitungen des F-35 sind doch in den USA schon seit Jahren ein Thema, und ich kann nicht glauben, dass unsere Beschaffer und Entscheider das nicht gewusst haben.
Aber vielleicht spielt das ja gar keine Rolle, denn wichtig ist, dass den USA Tribut und Schutzgeld bezahlt wird, und damit das nicht allzu offensichtlich ist, wird im Gegenzug irgendwelches Militärzeugs geliefert (kürzlich waren mal Bilder im Netz zu sehen von F-35, wo anstelle des fehlenden Bordradars einstweilen Ballast in die Rumpfnase verbaut wurde)
panem et circenses – funktioniert weltweit, und nicht nur für Dumpfbacken…
Heutige Ami-Waffen sind grotesk überteuert und passen nur zur Infrastruktur der US-Armee! Die F-35 ist für die kleine Schweiz mit ihren begrenzten Möglichkeiten und geringen Anforderungen ungeeignet. Die Schweiz braucht – wenn überhaupt – robuste, einfache Jagdflugzeuge, die unter Feldbedingungen gewartet werden können und flexibel einsetzbar sind – die Mirage III war hierfür geradezu exemplarisch. Im Kriegsfall ist nämlich die teure us-amerikanische Munition schnell verbraucht und wichtige Komponenten können nicht geliefert werden, dann bleibt die High-Tech-Flotte am Boden. Der Iran griff erfolgreich das US-Camp Buehring in Kuwait an: mit uralten Northrop F-5 Tiger, die einen extremen Tiefflugangriff alter Schule durchführten. Alle Maschinen kehrten sicher zurück.