Morty Sorty Magic Shop H

«Morty Sorty Magic Shop» © zvg

Das Spiel: Magie bis in die Regale

Patrick Jerg /  Alle kennen den Laden, alle kaufen dort ihre magischen Zutaten ein. Und genau in diesem Shop sorgen wir für Ordnung in den Regalen.

Patrick Jerg
Patrick Jerg

Unter Magierinnen und Magiern ist er längst ein Begriff. Im «Morty Sorty Magic Shop» gibt es alles, was das Zauberherz begehrt. Doch schon beim Betreten des Ladens steht das Herz beinahe still. In diesem grossen Durcheinander fühlen sich höchstens die schwarzen Katzen wohl. Was für eine Ehre, dass wir nun in einem Praktikum unsere Fähigkeiten unter Beweis stellen können und ab sofort für Ordnung in den Regalen sorgen. Ob das eine gute Idee war?

Wir schnappen uns also ein Regaltableau, auf dem wir die Gläser mit den Zutaten gleich sortieren werden. Noch sind diese Zutaten in einem Beutel versteckt. Die Gläserplättchen sind doppelseitig mit unterschiedlichen Zutaten bedruckt und besitzen alle eine Deckelfarbe und eine Ordnungszahl. Das erleichtert das Sortieren. In jeder Runde erhalten wir ein neues Glas, das wir passend ins Regal einordnen.

Sortieren nach Zahlen

Wer an der Reihe ist, zieht neue Gläserplättchen aus dem Beutel und wirft sie auf den Tisch. Dadurch liegt nun eine beliebige Seite obenauf. Gläser mit einem blauen Deckel legt man an die Spezialglasleiste. Es sind Belohnungsgläser, die später ins Spiel kommen. Für diese Gläser darf man noch einmal neue Gläser aus dem Beutel ziehen. Alle entscheiden sich nun für ein Zutatenglas, das sie in ihr Regal stellen wollen. Dabei muss man einiges beachten. Die Ordnungszahlen müssen von links nach rechts aufsteigend sein und die Deckelfarbe muss zum Regal passen. Hält man diese Vorgaben ein, darf man den Platz für sein neues Glas frei wählen.

Morty Sorty Magic Shop 2
«Morty Sorty Magic Shop»

Das Arbeiten wird belohnt, wenn man in einer Spalte drei unterschiedliche Zutaten unterbringt. In diesem Fall darf man sich sofort ein beliebiges Spezialglas von der Leiste nehmen und es passend in sein Regal stellen. Dadurch können ganze Kettenzüge entstehen, wenn sich gleich nochmal eine Spalte mit drei unterschiedlichen Zutaten füllt. Zu Beginn einer Partie besitzt man zwei schwarze Katzen. Mit ihnen kann man ein Zutatenglas auf die andere Seite wenden oder ausnahmsweise zwei gleiche Zahlenwerte nebeneinander ins Regal stellen.

Mit Ordnung punkten

Die Arbeit im «Morty Sorty Magic Shop» ist anspruchsvoll, aber auch belohnend. Beim Sammel- und Legespiel wählt man seine Gläser sorgfältig aus und füllt seine Regale. Punkte gibt es am Ende für vollständige Regalreihen, eine grosse Anzahl gleicher Zutaten in den Gläsern, passende Zahlenwerte bei einzelnen Regalschildern und übriggebliebene Katzen. In jeder Partie gibt es zusätzlich zwei zufällige Ziele in Form von Sortieraufgaben, mit denen man auch punkten kann.

Das Auswählen und Legen der Zutatengläser gleicht einer grossen Knobelaufgabe, bei der man immer die besten Möglichkeiten sucht. Vom Cover des Spiels darf man sich nicht abschrecken lassen. Es lässt eher auf ein Kinderspiel schliessen. Davon ist die Arbeit im «Morty Sorty Magic Shop» weit entfernt. Mit detaillierteren Wertungen kann man das Brettspiel sogar noch anspruchsvoller machen. Nicht umsonst steht das Sortierspiel auf der diesjährigen Nominierungsliste zum «Spiel des Jahres».

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Morty Sorty Magic Shop
«Morty Sorty Magic Shop»

Morty Sorty Magic Shop

Ein Legespiel von Markus Slawitscheck
Illustrationen: David Cochard
Für 2 bis 4 Personen
Ab 8 Jahren | 30 Minuten
Verlag: Schmidt Spiele | ca. 33 Fr. / 29 Euro


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Patrick Jerg betreibt seit 15 Jahren die Webseite brettspielblog.ch und veröffentlicht regelmässig Spielkritiken über Brett- und Kartenspiele.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

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