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Glückliches Rentnerpaar: Ab wie vielen Einwohnern in der Schweiz sind Renten und Pflege gesichert? © 315753598/Depositphotos

Drei Fragen zu einer Schweiz mit 12 Millionen Einwohnern

Urs P. Gasche /  Gegner der «10-Millionen-Initiative» können sich auch eine Schweiz mit 12 Millionen Einwohnern vorstellen.

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Bundesrat Beat Jans erklärten beide schon vor drei Jahren, sie hätten «keine Angst vor einer 12-Millionen-Schweiz».

Die Aussage der ETH-Dozentin Sibylle Wälty, «Die 16-Millionen-Schweiz ist möglich», diente in der «Sonntagszeitung» sogar als Titel:

Sonntagszeitung 14.7.2024
Titel in der «Sonntagszeitung» vom 14. Juli 2024

Im Hinblick auf eine Schweiz mit einer Bevölkerung von elf oder zwölf oder noch mehr Millionen stellen sich drei grundsätzliche Fragen:

  1. Bringen elf oder zwölf Millionen den Einzelnen mehr oder weniger Lebensqualität?
  2. Steigt der materielle Wohlstand und werden Arbeitsplätze sicherer?
  3. Ist der Wunsch, die Zunahme der Bevölkerung stärker zu beschränken, egoistisch und ausländerfeindlich? 

1. Lebensqualität

Die Dichte der Besiedlung beeinflusst wesentlich das Aussehen der Landschaften, die Qualität der Natur, die Artenvielfalt, die Nähe von Erholungsräumen, die Attraktivität als Touristenland und den Ablauf des täglichen Lebens.

 
Im Empfinden vieler hat die Zunahme von 7 Millionen Einwohnern im Jahr 2000 auf heute über 9 Millionen Einwohner die Lebensqualität nicht verbessert. Manche glauben, mit sieben Millionen sei die Lebensqualität besser gewesen, und es lasse sich mit künftig zehn Millionen Einwohnern besser leben als mit zwölf Millionen.

Einige befürchten, eine derart starke Zunahme der Bevölkerung würde den Nährboden schaffen für rechtspopulistische Propaganda, soziale und politische Konflikte. Das ginge auf Kosten der Lebensqualität.

Andere allerdings glauben, mehr Einwohnerinnen und Einwohner brächten mehr Vielfalt, mehr Austausch und mehr Innovation. Und sie würden helfen, die Renten zu sichern und den Pflegenotstand zu lindern.


2. Materieller Wohlstand

Der materielle Wohlstand einer Bevölkerung misst sich am Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf. Von 2002 bis 2010 hat die Zahl der Einwohner in Deutschland von 82,5 auf 81,8 Millionen abgenommen, in der Schweiz dagegen von 7,3 auf 7,9 Millionen zugenommen. In diesem Zeitraum stieg das teuerungsbereinigte BIP in der Schweiz – pro Kopf – um 7,2 Prozent, in Deutschland aber um 10 Prozent. Für den Wohlstand der Bevölkerung kommt es auf das BIP pro Kopf an und nicht auf gesamte BIP, das allenfalls auf mehr Köpfe verteilt werden muss. Wenn Liechtenstein ein viel geringeres Gesamt-BIP erreicht als die Schweiz, bedeutet dies nicht, dass es den Liechtensteinern materiell schlechter geht.

Die Wirtschaft ist allerdings am Wachstum des Gesamt-BIP interessiert. Es geht um Umsätze und Gewinne. Dank zunehmender Bevölkerung erhält die Bauwirtschaft Aufträge für sechsspurige Autobahnen, mehr Hoch- und Tiefbauten. Der Detailhandel und die Versicherungen haben mehr Kunden und Kundinnen. Die Flughäfen und Fluggesellschaften freuen sich über mehr Passagiere und Flüge. Die Energiekonzerne können mehr Strom, Heizöl und Benzin verkaufen.

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Ein höheres Gesamt-BIP bringt diese Vorteile, ohne dass die Wirtschaft produktiver werden muss. Seit 1990 stieg das reale BIP der Schweiz um rund 66 Prozent. Die Bevölkerung nahm um 36 Prozent zu. Die Zunahme der Bevölkerung hat also etwas mehr als die Hälfte zum realen BIP-Wachstum beigetragen.

Würde die Zuwanderung nicht mehr gefördert, sondern gebremst, könnte die Wirtschaft ihre Umsätze und Gewinne nicht mehr auf die billigste Art erhöhen – einfach mit einer grösseren Zahl von Kundinnen und Kunden, die in der Schweiz leben.

Doch das Mantra von Rudolf Minsch, Chefökonom beim Wirtschaftsverband Economiesuisse lautet: «Deckelt man das Bevölkerungswachstum, wird die Wirtschaft stranguliert». Er schürt die Angst, es stünden Wohlstand, Arbeitsplätze und die AHV auf dem Spiel.

Falls jedoch die Wirtschaft tatsächlich nur mit einer wachsenden Bevölkerung rund laufen kann, falls Arbeitsplätze und AHV nur mit immer mehr Einwohnerinnen und Einwohnern gesichert werden können, dann braucht es eine Antwort auf folgende Frage: 

Ab wie vielen Millionen Einwohnern funktioniert das System der Renten, der Gesundheitsversorgung und der Arbeitsplätze, ohne dass die Bevölkerung weiter zunimmt? Oder ist es eine Endlos-Spirale?


3. Ausländerfeindlich

Viele in der Schweiz, die Massnahmen gegen ein zu starkes Bevölkerungswachstum ablehnen und diese sogar für egoistisch und fremdenfeindlich halten, verteidigen gleichzeitig die Abschottungspolitik der Schengen-Staaten. Das Schengen-Abkommen hält Ausländer aus Nicht-EU/Efta-Ländern ungleich stärker von ihren Grenzen fern, als die Schweiz dies tut.

Wem das Schicksal der Menschen in ärmeren Ländern nicht gleichgültig ist, muss sich in erster Linie dafür einsetzen, dass die Bauern in Afrika und Asien nicht weiter den stark schwankenden Börsenpreisen von Getreide-, Kaffee-, Kakao oder Baumwolle ausgeliefert sind. Die Bauern in der Schweiz und in der EU profitieren von Subventionen und häufig von garantierten Preisen. Wer dies den Bauern in armen Ländern nicht zugesteht, behandelt die Bauern in Afrika, Südamerika und Ostasien als Menschen zweiter Klasse. (siehe «Warum viele Menschen illegal einwandern»).


Unabhängig von der Abstimmung

Eine Schweiz mit 12 Millionen Einwohnern? Sind die 16 Millionen, die laut ETH-Forscherin möglich wären, auch wünschbar?

Jedenfalls gilt es, sich mit den Folgen einer weiteren starken Zunahme der Bevölkerung, dem Wert von Landschaften, Lebensräumen und Artenvielfalt, mit unserem Ressourcen-Verbrauch, dem sozialen Zusammenhalt und der Fremdenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Auch mit der weltweiten Armut und ihren Ursachen.

Denn unabhängig von der kommenden Abstimmung werden diese Probleme die Schweiz weiter beschäftigen.

Auf dem Buckel von Asylsuchenden

upg. Manchen Exponenten der SVP geht es vor allem um Stimmungsmache und Stimmenfang auf dem Buckel von Asylsuchenden und Wirtschaftsflüchtlingen. Deshalb verlangt die Initiative beim Erreichen von 9,5 Millionen Einwohnern Massnahmen «insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug» und gegen «vorläufig Aufgenommene».

Tatsächlich erreicht der Anteil der Flüchtlinge an den Einwanderern in den letzten Jahren lediglich 13 Prozent (einschliesslich derjenigen aus der Ukraine).Unabhängig von der SVP-Initiative bleibt die Frage, ob wir eine Schweiz mit 10-Millionen Einwohnern anstreben wollen. Vor 50 Jahren waren es noch 6,3 Millionen, heute 9,1 Millionen.

Weiterführende Informationen


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Keine
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Bevlkerung_Erde

Pro und Contra Bevölkerungszunahme

Die Bevölkerung auf unserem Planeten hat in den letzten 200 Jahren enorm zugenommen.

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17 Meinungen

  • am 22.05.2026 um 11:27 Uhr
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    Ein Rückblick in die Schweizer Geschichte von 2012:
    Zuwanderungsalarm vor vierzehn Jahren: Damals warnten Badran, Bäumle und Glättli vor der 8-Millionen-Schweiz. Im Jahr 2012 erreichte die Schweiz bevölkerungsmässig die 8-Millionen-Grenze. Politiker von SP, Grünen und Grünliberalen schlugen damals Alarm. Heute, bei 9,15 Millionen, ist für sie alles kein Problem mehr.
    «8 Millionen sind genug!» – so titelte die Zeitung Sonntag von CH Media am 5. August 2012. Und darunter stand: «Politiker sehen Handlungsbedarf bei der Zuwanderung.» Was war geschehen? Die Schweiz drohte damals die 8-Millionen-Grenze zu überschreiten. Dass die SVP vor der Massenzuwanderung warnte, überrascht nicht. Überaus aufschlussreich sind aber die Äusserungen der Politiker linker Parteien.
    Da war zum Ersten SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, heute eine Bekämpferin der Nachhaltigkeitsinitiative. Der Sonntag fragte Badran 2012, wie viele Einwohner die Schweiz ertrage. Damals antwortete Badran wörtlich so: 8 Millionen!

  • am 22.05.2026 um 11:56 Uhr
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    Es ist wohl nicht zu befürchten, dass die Wirtschaft in einer 16-Millionen-Schweiz nicht funktioniert.

    Die Zerstörung der Umwelt wird so weiter gehen oder noch grösser werden. Vielleicht wird die arme Bevölkerung weltweit vermehrt Hunger leiden. Der Hunger kann auch zu uns überschwappen. Die Reichen richten sich schon jetzt mit ihren Jachten und überall verteilten Domizils, passende schöne Alternativen ein. Ein paar Mittelständler und andere Intelligente schaffen es für sich brauchbare vom Dichte-Stress etc. nicht betroffene Lösungen zu finden.

    Was unsere Generation an Zerstörung angerichtet bzw. aufgegleist hat, das lässt sich nicht mehr ändern. Wir leben nach dem Motto: «Nach uns die Sintflut». Auch wenn Beispiele wie Blatten, Brienz etc. schon entsprechende Vorzeichen liefern, ändern viele Leute nichts an ihrem Verhalten.
    Es geht weiter mit dem Tanz auf dem Vulkan.
    Vielleicht bremsen Kriege diese Entwicklung oder sie beschleunigen sie. Qui vivra verra!

  • Portrait_Christoph_Pfluger_18
    am 22.05.2026 um 12:32 Uhr
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    Die Frage der Dichte, die in diesem Artikel angesprochen wird, hängt nicht nur von der schieren Anzahl von Menschen ab, sondern auch mit dem Tempo ihrer Bewegungen. Je schneller sich Partikel in einem begrenzte Raum bewegen, desto grösser der Druck – das sagt die Physik. Dasselbe gilt auch für Menschen, was jeder an einem ruhigen Sonntagmorgen selber feststellen kann: dieselbe Anzahl Menschen, die meisten ruhig zuhause. Null Dichtestress. Eine Gesellschaft, die sich zentralisiert, provoziert Bewegungen und damit Dichte. Die bestmögliche Lösung: Dezentralisierung, idealerweise alle wichtigen Dienstleistungen mit Muskelkraft erreichbar.
    Die Zwölfmillionenfrage hat natürlich auch ökonomische Aspekte der Finanzierung der Sozialwerke. Wenn wir sie vom Wachstum durch Zuwanderung abhängig machen, werden wir gezwungenermassen an eine Grenze stossen. Nichts kann ewig wachsen, auch nicht die Schweiz.

    • am 23.05.2026 um 12:55 Uhr
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      Man kann es auch im Tierreich beachten, zum Beispiel bei Ameisen aber auch bei Bienen.
      Wird es zu voll spalteten sich die Kolonien auf und es wird ein neuer Platz für ein Nest gesucht.
      Kann aber auch zu brutalen Vernichtungskriegen bei Ameisen führen.
      Bei uns ist aber der Platz begrenzt somit ein JA für die Initiative.

  • am 22.05.2026 um 13:05 Uhr
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    SP ist für Nachhaltigkeit, aber gegen Nachhaltigkeits-Initiative. Sagt das nicht schon alles? Ich finde SP katastrophal, obwohl ich (noch) Mitglied bin. Seit Jahren fordere ich mein «Gesundheitswohnen» ohne «Immissionen (Reize, Lärm/Luft) als Barriere», zumindest für Vulnerable (wie Dauerkopfschmerzen, Herz/Kreislauf, ME/CFS/LC). Was tut SP stattdessen: Grenzschleusen öffnen, Wohnen-Verdichtung, «Kultur» (=Lärmereien wie Konzerte, Outdoor-Gastro ins Wohnen integrieren), «Zwang» (via Mietrecht) zu «ALLE unter EIN Dach», also sogar Bekämpfung meines Ideals: Segregation, Segmentation, Fraktionierung (Beispiel: Stillebedürftige wohnen hier, Lärmenthusiasten wohnen dort). Obwohl es schwache Vorbilder für Diversität (Differenzierung) bereits gibt: «Suchtmittelfreie Zone» in/um Kindergärten/Schulen; MCS-Haus Zürich-Leimbach; Nichtraucherhaus Albisrieden; Demenzdorf in Wiedlisbach. Ich stosse seit Jahren bei SP auf Granit. Sie «können» oder «wollen» nicht. Aber konterkarieren geht offenbar.

  • am 22.05.2026 um 13:18 Uhr
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    Es ist immer bezeichnend, dass diejenigen die mehr Einwohner fordern, meist sehr gut verdienen und bequem und unbeeinträchtigt von der Einwanderung wohnen. Ausbaden müssen diese Phantasien die Normalverdiener, die sich keine Villa im Weichbild der Stadt leisten können und eine solche auch nicht erben. Mitteleuropa zählt bereits zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Erde. Ich kann für Ö sagen, dass die steigende Bevölkerung immer mehr Probleme verursacht: es geht beim überbordenden Verkehr los, den auch mehr ÖPNV nicht löst (in Wien sind U-Bahn, Busse, Strassenbahnen am Limit und trotzdem sind die Strassen mit Autos verstopft), irre viel gesunde Natur wird durch Neubauten versiegelt, die Immobilienpreise steigen uferlos usw. usw. Wir sind am Limit und es ist Zeit, dass man hierfür den Souverän, nämlich einzig und allein das Wahlvolk, befragt, ob das weiterhin gewünscht ist.

    • am 23.05.2026 um 13:02 Uhr
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      Da haben sie vollkommen recht, vor Jahren waren noch die Favoriten und der Brunnenmarkt eines meiner liebsten Bummel Ziele.
      Auch heute führt mich der Weg ab und zu dorthin. Ist immer noch besser als die überfüllte Kärnterstr.
      oder der Naschmark der zu einem Tussi fress Zentrum wurde.
      Aber selbst die Meidlinger Haupstr ist nicht mehr in der Hand der Wiener!
      Aber Wien ist an den besagten Stellen kein Wien mehr man könnte genauso gut in Istanbul sein mit der Ausnahme das in Istanbul weniger Damen mit Kopftuch unterwegs sind als in den Favoriten!

  • am 22.05.2026 um 22:52 Uhr
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    Ist hier etwa jemand so naiv, dass er glaubt, linke und neoliberale Masseneinwanderungsideologen würden sich mit einer 16-Millionen-Schweiz zufrieden geben?! Sie werden auch dann mit den genau gleichen, schon heute als falsch erkannten Begründungen die weitere Masseneinwanderung fordern. Und auch bei einer 25-Millionen-Schweiz werden sie eine Einschränkung der Zuwanderung ablehnen. Es wird nun langsam Zeit, dass die Bürger zur Kenntnis nehmen, was die Linken wollen: die Stadt-Schweiz, Urbania Helvetica, weil eine linke Mehrheit nur in der Stadt zu realisieren ist. Die Strategei ist klug durchdacht. Mann muss nichts tun, kann nur im Lehnstuhl darauf warten, dass sich die Schweiz füllt. Ob’s der Lebensqualität der Menschen etwas bringt? Das hat Linke noch nie gekümmert, die sind ideologiegesteuert. Ist das so schwer zu begreifen?

    • am 24.05.2026 um 05:55 Uhr
      Permalink

      Referenz: 30.11.2014: Eidg. Volksabstimmung Ecopop-Initiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen».
      Bereits DAMALS leugnete SP Zusammenhang Quantität Menschen und Umweltdesaster:
      SP-Medienmitteilung: «Die SP ist erfreut über die deutliche Ablehnung der Ecopop-Initiative. Die radikale Begrenzung der Zuwanderung über fixe Kontingente ist vom Tisch, die absurde Verknüpfung mit der Umwelt ebenfalls.»
      HEUTE sind Verkehrsfluten, Wohnungsnot, Lärm, Pestizide, TFA im Regenwasser, Niedergang Trinkwasser, Wald (Pro Natura beklagt es) sogar in Mainstreammedien angekommen. SP leugnet weiter.

  • am 23.05.2026 um 11:51 Uhr
    Permalink

    Unsere Wirtschaft samt verschwerischerischem Lebensstil benötigen Wachstum, und der Kollaps ist irgendwann sicher. Wir müssten beim heutigen Konsum auf 3 Millionen schrumpfen oder 3 mal weniger Ressourcen verbrauchen. Beides ist unmöglich. Die SVP lenkt mit ihrer fremdenfeindlichen Initiative davon ab, denn sie trägt selber zum Bevölkerungswachstum bei, indem sie den Steuerwettbewerb mit trägt, welcher ausländische Konzerne anlockt. Diese stellen Arbeitsplätze, die wiederum die Einwandererung beschleunigt..Deshalb sollte diese Initiative abgelehnt und eine neue gegen den kantonalen Steuerwettbewerb lanciert werden.

    • am 24.05.2026 um 06:12 Uhr
      Permalink

      @Theo Schmidt – Ihren Vorschlag finde ich doppelt unlogisch. Ein JA zur Nachhaltigkeits-Initiative würde Ihr Problem der «ausländischen Konzerne» doch automatisch lösen. Umgekehrt würde Ihr NEIN neue Massen anziehen. Und Ihre Initiative «gegen den kantonalen Steuerwettbewerb» dürfte nur einen kleinen Bruchteil aller Einwanderungen betreffen. Beispiel: In Graubünden wollen gewisse Führer Massen an Einwanderern für Tourismus, Bau und Gesundheitswesen (obwohl «Ewiges Wachstum» ungesund ist, fragen Sie die Onkologie). Das sind keine «ausländischen Konzerne», oder?

      • am 24.05.2026 um 19:46 Uhr
        Permalink

        Herr Reuss, gemäß Republik sind die ausländischen Konzerne für etwa eine halbe Million EinwohnerInnen zuständig, und diese generieren weitere Arbeitsplätze für Dienstleistungen. Klar dass die SP aus ihrer Sicht für Arbeitsplätze einsteht; das SP Bashing können Sie sein lassen und austreten, da die Partei Ihnen nicht mehr zusagt.
        Der Schwindel der Initiative ist es sie «nachhaltig» zu nennen, es geht der SVP gegen die Abkommen mit der EU. Die Schweiz ist schon lange höchst unnachhaltig und wir müssten radikal reduzieren, auch den Overtourism, den Sie erwähnen. Genau das macht die Initiative nicht, und reduziert auch nicht «Saisoniers» und «Grenzgänger», sondern würde sogar für deren Zuwachs sorgen, nochmals kontraproduktiv.

    • am 24.05.2026 um 18:23 Uhr
      Permalink

      Oh, ja, der absurde kantonale (und der kommunale) Steuerwettbewerb, der nur die Überreichen begünstigt, gehört endlich abgeschafft. Und auch der grosse Schweizer Mentalitätsdeffekt, der im Glauben und Mantra besteht, dass wir andere Länder um ihre Steuern bestehlen, sollte bitte ebenfalls behoben werden.

      Ohnehin, wer glaubt, der SVP ginge es um «Nachhaltigkeit», liegt, logisch, voll daneben, das sollte doch bitte jedermann klar sein. Aber die Migranten sind halt immer gerne mal an allem Schuld, an der Unweltzerstörung gerade auch noch. Echt jetzt?

  • am 23.05.2026 um 19:47 Uhr
    Permalink

    In Art. 2 unserer Bundesverfassung steht, der Bund fördere «die gemeinsame Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes». Genau dieser Wohlfahrt soll die «Nachhaltigkeitsinitive» dienen.
    Zur gemeinsamen Wohlfahrt gehört Wohlstand, aber auch soziale, kulturelle und ökologische Aspekte spielen eine Rolle. Nachhaltige Entwicklung wiederum bedeutet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auch zukünftige Generationen ein gutes Leben führen können. Mit der extrem hohen Zuwanderung ist dieses Ziel nicht erreichbar.

    • am 25.05.2026 um 09:01 Uhr
      Permalink

      Herr Geiger, laut Wikipedia sind Sie Ökonom, früher Professor, und Mitglied der SVP. Ökonomen stehen meistens für unendliches Wachstum ein, was ja der Motor von Wohlstand und Einwanderung ist, und verdrängen den künftig unvermeidlichen Kollaps oder hoffen auf ein Wunder. Und die SVP steht, wie praktisch alle Parteien, für Wachstum und Wohlstand ein, die wir in der Schweiz geniessen, weil wir eben unseren Nachkommen ihre Chancen rauben. Wenn es der SVP um Nachhaltigkeit ginge, würde sie diese Ursache der Einwanderung angehen, und nicht eine Nebelpetarde werfen.

  • am 24.05.2026 um 05:33 Uhr
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    20min.ch 24.10.2025 – Leserkommentar von Rot-Grün-Farbe-des-Grauens
    Was erwartet man von einer SP welche nach wie vor gebetsmühlenartig Falschparolen wie, wir brauchen die «momentane» Migration von 80-100 k Nettozuwanderung um Fachkräftemangel oder Altersvorsorge zu sichern. Ich meine 80-100 k pro Jahr bedeutet in etwa eine Stadt Winterthur wandert pro Jahr in die CH ein. Da muss erst die entsprechende Infrastruktur erstellt werden, was durch Läden, Schulen, Ärzte etc. schon mal wieder mehr Fachkräfte fordert. Da aber nur ein kleiner Teil der Zuwanderung effektiv den Fachkräftemangel bedient, fördert diese Politik den Fachkräftemangel noch mehr. Dasselbe gilt für die Altersvorsorge, denn die SP ignoriert, dass der Migrant von heute der Alte von Morgen ist und da nicht jeder zwischen 20 und 25 in die CH einwandert, werden die CH Sozial System kontinuierlich ausgetrocknet. Und wie man den deutlichen Zusammenhang zwischen Migration und Verkehr nicht sehen kann ist mir auch ein Rätsel.

  • am 24.05.2026 um 17:41 Uhr
    Permalink

    Die Nachhaltigkeits-Initiative abzulehnen wegen der EU, finde ich erst recht falsch. Denn EU wurde uns verkauft als «Friedensprojekt» und NATO als «Verteidigungsbündnis». Ich sehe bei beiden das genaue Gegenteil. Beide sind von Anfang an ein Konstrukt der USA. Ich sehe als einzigen Ausweg BRICS.

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