Naturwunder Erde x

Naturwunder Erde: die Menschen setzen sie unter Druck © Shtanzman/Depositphotos

Vierzehn faule Ostereier für unsere Kinder

Urs P. Gasche /  Die junge Generation erbt eine Reihe gefährlicher Zeitzünder. In der Geschichte der Menschheit waren die Risiken noch nie so gross.

Favorit Daumen X
Urs P. Gasche

Der Zustand unserer Erde ist beispiellos schlecht. Sie ist ein Pulverfass mit 14 möglichen Initialzündern:

  1. Bereits neun Regierungen verfügen über Atomwaffen und entwickeln sie weiter, um bei einer realen oder vermeintlichen Bedrohung mit einem Erstschlag reagieren zu können. Ein nuklearer Winter ist beabsichtigt oder unbeabsichtigt eine reale Gefahr. Die Gefahr eines Atomkrieges ist so gross wie während des Kalten Krieges.
  2. Grosse Staaten vermüllen den erdnahen Weltraum und rüsten diesen rechtsfreien Raum militärisch auf. Bereits umkreisen über 23’000 Trümmerteile mit einem Durchmesser von grösser als 30 Zentimeter sowie über hundert Millionen kleinere Teile die Erde.
  3. Die Weltmeere missbrauchen Staaten als kostenlose Müllkippen. Sie plündern die Meere durch Überfischung. 
  4. Bis heute haben Atomkraftwerke Hunderttausende Tonnen hochradioaktiven Atommüll hinterlassen, die mehr als Hundertausend Jahre abgeschirmt aufbewahrt werden müssen.
  5. Zerfallener Kunststoff und seine Zusatzstoffe belasten Meere, Gewässer, Luft und Menschen. Nanoplastik sammelt sich in Gehirn und Lunge der Menschen.
    Trotzdem will die Industrie ihre Produktion von Kunststoffen bis 2060 verdoppeln oder verdreifachen
  6. Ein noch so gesunder Lebensstil hilft gegen den Cocktail aus Nanoplastik, PFAS, Feinststaub, Pestiziden und Chemikalien nur noch wenig. 
  7. Die 30 Zentimeter dünne Schicht Humus, von der alles Leben auf der Erde abhängt, ist bereits grossflächig mit Pestiziden, Schwermetallen und «Forever Chemicals» wie PFAS verseucht – eine tickende Zeitbombe. Zehn Prozent der weltweiten Landfläche sind laut FAO bereits stark beschädigt.
  8. Vor erst hundert Jahren haben noch zwei Milliarden Menschen auf der Erde gelebt. Heute sind es über acht Milliarden. Sie verdrängen Tier- und Pflanzenarten – die Grundlage allen Lebens.
    Würden in Afrika, Indien und China alle so leben wie die Menschen in Europa, bräuchte es Ressourcen von drei Planeten. Der Streit um knapper werdende Ressourcen wie Wasser und Rohstoffe eskaliert in einem noch nie dagewesenen Ausmass.
  9. Wirtschaftswachstum nach heutigen Regeln bedeutet noch mehr Konsum, Verschwendung und Abfall. Trotzdem setzen die übersättigten reichen Länder weiter auf dieses Wachstum. Es bringt nicht die versprochene Lösung aller Probleme, sondern es schafft zusätzliche.
  10. Finanziert wird dieses Wachstum mit gigantischen Schulden, die weder zurückbezahlt noch abgeschrieben werden: Es drohen Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit.
  11. Kaum regulierte Schattenbanken ohne Banklizenz gefährden das internationale Finanzkartenhaus. Sie spekulieren mit mehr als der Hälfte der weltweiten Finanzvermögen.
  12. Das Klima hat sich seit Menschengedenken noch nie so rasch verändert. Die Ozeane dehnen sich thermisch aus und die Polkappen schmelzen, so dass der Meeresspiegel bis 2100 um rund einen Meter steigt. Millionenstädte an Küsten werden unbewohnbar. Menschen müssen fliehen.
    Unbekümmert stossen die Menschen jedes Jahr neue Rekordmengen an CO2 und Methan als Treibhausgase in die Atmosphäre – auch mit Kriegen.
  13. Milliardäre und ihre Konzerne hatten noch nie einen so grossen politischen Einfluss. Sie kontrollieren sogar militärische Macht. Armeen hängen von Peter Thiel und Alex Karp ab, den Eigentümern des Software-Konzerns Palantir. Elon Musk kann mit seinem Starlink-Netzwerk über Kriege entscheiden.
  14. Freiheiten und Grundrechte waren seit dem Zweiten Weltkrieg in Demokratien noch nie so bedroht wie heute. 

Die Menschheit vollbringt wissenschaftliche und technische Wunder – nun auch mit «künstlicher Intelligenz» oder mit der bemannten Umkreisung des Mondes. 

Doch die Menschen bleiben charakterschwach wie eh und je. 

An konkreten Vorschlägen fehlt es nicht

Grosse Parteien reden um den heissen Brei herum. Was «politisch» kurzfristig nicht realisierbar ist, bleibt tabu:

Mutige Vorschläge, um die fundamentalen Krisen zu bewältigen


Zitate, die zum Handeln anregen sollten:

Persönlichkeiten von links bis rechts sprechen Klartext


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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