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Tödlich wilder Westen © the_jetboy/flickr/cc

Mehr Tote als im Vietnam- und Koreakrieg zusammen

Red. /  Seit 2001 wurden in den USA mehr US-Bürger mit Feuerwaffen willentlich erschossen als in diesen Kriegen. Vergleich mit Grafiken.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts starben mehr US-Amerikaner und -Amerikanerinnen im eigenen Land durch Mord mit Feuerwaffen als in den beiden grossen Kriegen in Vietnam und Korea zusammen getötet wurden. Dazu kamen noch viel mehr Selbsttötungen mit Schusswaffen:

  • 258’386 Menschen nahmen sich selber das Leben;
  • 164’089 Menschen wurden ermordet.

Im Vietnam- und Koreakrieg kamen zusammen 94’794 US-Amerikaner ums Leben. Martin Grandjean von der Universität Lausanne hat die eindrücklichen Grössenordnungen grafisch dargestellt.

Tote durch Schusswaffen von 2001-2014. (Quelle CC-BY-SA martingrandjean.ch
Und hier die Zahl der US-Amerikaner, die von 1775-2014 in Kriegen umgekommen sind (Quelle CC-BY-SA martingrandjean.ch):

Facts

Since 2001, more Americans died accidentally from guns in the U.S. than on Afghan and Iraqi battlefields. (8,969 unintentional firearm-related deaths vs. 6,855 deaths at war)
Since the beginning of Afghanistan War, the absolute number of Americans dying from guns (homicides only) is 69.4 times higher in the U.S. than in Afghanistan. (164,089 homicides with a firearm in the U.S. vs. 2,363 deaths at war)
Ten years of firearm homicides in the U.S. is equivalent to all american deaths during WWI.
Including suicide, more Americans have died from guns since the beginning of the 21st century than on WWII battlefields.
Including suicide, «more Americans have died from guns in the U. S. since 1968 than on battlefields of all the wars in American history» (see below).
Sources

This visualization is an update of the post «More Americans killed by guns since 1968 than in all U.S. wars» (2015). This post is still valid, but I wanted to produce a more precise overview.
In an article (08.2015), Louis Jacobson (@loujacobson) fact-checked the information published by New York Times columnist Nicholas Kristof (@NickKristof). Reacting to the murder of two journalists in Virginia, Kristof cited the calculation set by Mark Shields three years ago on PBS: «since Robert Kennedy died in the Ambassador Hotel on June 4, 1968, more Americans have died from gunfire than died in all the wars of this country’s history». On politifact.com, Jacobson updated the figures and validated the assertion of Kristof. Based on a study of the Congressional Research Service and reports relating to most recent conflicts, he shows that 1’396’733 Americans were killed on the battlefields. Governmental reports from the Centers for Disease Control and Prevention show that there have been 1’516’863 gun-related deaths since 1968 (included suicides).


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11 Meinungen

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    am 20. Jun 2016 um 11:57 Uhr
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    "Mehr Tote als im Vietnam- und Koreakrieg zusammen»
    Guten Tag
    der Titel ist falsch und passt nicht zum Inhalt des Artikels. Der Titel nennt Tote, der Artikel meint «nur» tote US-Bürger/innen. Wieder einmal zählen nur Leben von Bürgern westlicher Staaten, Menschen anderer Herkunft werdenn nicht einmal erwähnt. Dabei sind seit dem zweiten Weltkrieg millionen Menschen durch Kriege (an denen die USA massiv beteiligt waren und sind) umgekommen. Aber das sind halt «nur» irgendwelche Asiaten, Afrikaner, Araber, Latinos etc.
    Auch fehlt mir ein Zusammenhang mit einem Thema. Was soll mitgeteilt werden, um was geht es? Oder geht es um die Waffengesetzte in den USA?
    Zudem hat Infosperber ja schon einmal eine ähnliche Meldung gebracht, wie der Link zeigt.
    Bis heute habe ich viele gute Artikel gelesen im Infosperber, aber dieser hat mich verwirt und auch ein wenig schokiert. Nicht der Inhalt, sondern dass er so erscheint.
    Mit freundlichen Grüssen

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    am 20. Jun 2016 um 11:57 Uhr
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    "Mehr Tote als im Vietnam- und Koreakrieg zusammen»
    Guten Tag
    der Titel ist falsch und passt nicht zum Inhalt des Artikels. Der Titel nennt Tote, der Artikel meint «nur» tote US-Bürger/innen. Wieder einmal zählen nur Leben von Bürgern westlicher Staaten, Menschen anderer Herkunft werdenn nicht einmal erwähnt. Dabei sind seit dem zweiten Weltkrieg millionen Menschen durch Kriege (an denen die USA massiv beteiligt waren und sind) umgekommen. Aber das sind halt «nur» irgendwelche Asiaten, Afrikaner, Araber, Latinos etc.
    Auch fehlt mir ein Zusammenhang mit einem Thema. Was soll mitgeteilt werden, um was geht es? Oder geht es um die Waffengesetzte in den USA?
    Zudem hat Infosperber ja schon einmal eine ähnliche Meldung gebracht, wie der Link zeigt.
    Bis heute habe ich viele gute Artikel gelesen im Infosperber, aber dieser hat mich verwirt und auch ein wenig schokiert. Nicht der Inhalt, sondern dass er so erscheint.
    Mit freundlichen Grüssen

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    am 20. Jun 2016 um 13:53 Uhr
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    Herr Flückiger, es dürfte wohl jedem klar sein, dass es sich hier um eine Gegenüberstellung von in beiden Kriegen und im eigenen Land infolge eines mittelalterlichen Waffengesetzes getöteten AMERIKANERN handelt. Die unsägliche Zahl der Toten auf der Welt infolge all der von den Amerikanern direkt oder indirekt geführten Kriege ist ein anderes Thema.

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    am 20. Jun 2016 um 13:53 Uhr
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    Herr Flückiger, es dürfte wohl jedem klar sein, dass es sich hier um eine Gegenüberstellung von in beiden Kriegen und im eigenen Land infolge eines mittelalterlichen Waffengesetzes getöteten AMERIKANERN handelt. Die unsägliche Zahl der Toten auf der Welt infolge all der von den Amerikanern direkt oder indirekt geführten Kriege ist ein anderes Thema.

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    am 20. Jun 2016 um 15:02 Uhr
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    Eigentlich irrelevant, ob die Zahlen sich lediglich auf die USA beziehen oder nicht. Jedes einzelne Schicksal, sei es durch Schusswaffengebrauch oder sonstige Fremdeinwirkung zu beklagen, ist eines zu viel.
    Vielmehr sollten Menschen endlich verstehen, wieso immer wieder Opfer zu beklagen sind und weshalb dies auch künftig bis auf weiteres leider weiterhin so sein wird.
    Hier ist die Bildung gefordert, indem statt nur Faktenwissen (Kriege, Anzahl Tote, etc.) auch die jeweiligen Ursachen, nämlich neurobiologische Gegebenheiten die antisoziales Verhalten zur Folge haben, verständlicher werden lassen. So liesse sich allenfalls der eine oder andere Fall verhindern.

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    am 20. Jun 2016 um 15:02 Uhr
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    Eigentlich irrelevant, ob die Zahlen sich lediglich auf die USA beziehen oder nicht. Jedes einzelne Schicksal, sei es durch Schusswaffengebrauch oder sonstige Fremdeinwirkung zu beklagen, ist eines zu viel.
    Vielmehr sollten Menschen endlich verstehen, wieso immer wieder Opfer zu beklagen sind und weshalb dies auch künftig bis auf weiteres leider weiterhin so sein wird.
    Hier ist die Bildung gefordert, indem statt nur Faktenwissen (Kriege, Anzahl Tote, etc.) auch die jeweiligen Ursachen, nämlich neurobiologische Gegebenheiten die antisoziales Verhalten zur Folge haben, verständlicher werden lassen. So liesse sich allenfalls der eine oder andere Fall verhindern.

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    am 20. Jun 2016 um 15:34 Uhr
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    Ich schliesse mich Herrn Flückigers Ansicht an. Und füge hinzu: Was soll die Schlussfolgerung, oder überhaupt die Feststellung dieses merkwürdigen Vergleichs denn sein? Warum wurden nicht die Zahl der Morde mit der von Selbstmorden verglichen, oder die Zahl der Verkehrsopfer mit jener gefallener Soldaten? Solche Vergleiche kann man anstellen, aber mehr als ein bisschen Unterhaltungswert haben sie nicht.
    Dieser Zahlenvergleich hier ist unlauter, weil er unterschlägt, dass es zwei Bezugsgrössen gibt: die Gesamtbevölkerungszahl, und die Zahl der Soldaten. Die Zahl der Toten durch Unfälle mit Waffen ist auf die Bevölkerungszahl zu beziehen und die Zahl der gefallenen Soldaten auf die Mannstärke der Armee. Dann könnte man wenigstens erahnen, welches Risiko höher ist. Die USA haben rund 320 Mio. Einwohner und ein Heer mit 1 Mio. Soldaten (inkl. Reserve und Nationalgarde).
    Meine Schätzung: 28 Tote je Million Einwohner durch Unfälle mit Waffen; 6800 Gefallene je Million Soldaten; jeweils für den Zeitraum seit 2001.
    Suizide und Morde mit Waffen zusammen: 1300 Tote je Million Einwohner seit 2001.
    Als US-Bürger ist es offensichtlich viel wahrscheinlicher als Soldat durch Waffengewalt umzukommen, wie als Zivilist.
    Ich glaube nicht, dass die Autoren dieser Pseudostudie dies zum Ausdruck bringen wollten, obschon das aus ihrer Reportage hervorgeht, wenn man die unterschlagenen Informationen ergänzt.

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    am 20. Jun 2016 um 15:34 Uhr
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    Ich schliesse mich Herrn Flückigers Ansicht an. Und füge hinzu: Was soll die Schlussfolgerung, oder überhaupt die Feststellung dieses merkwürdigen Vergleichs denn sein? Warum wurden nicht die Zahl der Morde mit der von Selbstmorden verglichen, oder die Zahl der Verkehrsopfer mit jener gefallener Soldaten? Solche Vergleiche kann man anstellen, aber mehr als ein bisschen Unterhaltungswert haben sie nicht.
    Dieser Zahlenvergleich hier ist unlauter, weil er unterschlägt, dass es zwei Bezugsgrössen gibt: die Gesamtbevölkerungszahl, und die Zahl der Soldaten. Die Zahl der Toten durch Unfälle mit Waffen ist auf die Bevölkerungszahl zu beziehen und die Zahl der gefallenen Soldaten auf die Mannstärke der Armee. Dann könnte man wenigstens erahnen, welches Risiko höher ist. Die USA haben rund 320 Mio. Einwohner und ein Heer mit 1 Mio. Soldaten (inkl. Reserve und Nationalgarde).
    Meine Schätzung: 28 Tote je Million Einwohner durch Unfälle mit Waffen; 6800 Gefallene je Million Soldaten; jeweils für den Zeitraum seit 2001.
    Suizide und Morde mit Waffen zusammen: 1300 Tote je Million Einwohner seit 2001.
    Als US-Bürger ist es offensichtlich viel wahrscheinlicher als Soldat durch Waffengewalt umzukommen, wie als Zivilist.
    Ich glaube nicht, dass die Autoren dieser Pseudostudie dies zum Ausdruck bringen wollten, obschon das aus ihrer Reportage hervorgeht, wenn man die unterschlagenen Informationen ergänzt.

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    am 20. Jun 2016 um 15:35 Uhr
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    Infosperber, tue etwas gegen die automatischen Doppelposts!

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    am 20. Jun 2016 um 15:35 Uhr
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    Infosperber, tue etwas gegen die automatischen Doppelposts!

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    am 22. Jun 2016 um 22:19 Uhr
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    Vielen Danke für die Beiträge von Frau Reber und Herrn Flückiger. Ich habe auch zwei mal leer geschluckt, als ich diesen, aus meiner Sicht populistischen Artikel gelesen habe. Eine kleine Anmerkung: Das “Second Amendment“ in der amerikanischen Verfassung dient zum Schutze der Bevölkerung vor dem eigenen Staat. Ich denke in den USA ist dies seit 9.11 (siehe «Edward Snowdon», «Bradly Menning» , «Militarisierung der Polizei» und «Martial Law in Boston» —-> jetz ja auch Frankreich) eine ernst zu nehmende Bedrohung. Freundliche Grüsse

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