«Unsere Enkelkinder wachsen ohne ihre Väter auf»
Ukrainische Männer sollen den Schutzstatus S künftig nur noch erhalten, wenn sie ihren Militärdienst in der Ukraine leisten. Mit dieser Neuregelung schliesst sich die Schweiz der EU an, die dies seit dem 31. Juli 2026 so handhabt. Ukrainer, die bereits Schutzstatus S haben, sind davon nicht betroffen. Infosperber bat die ukrainische Verwandte eines Infosperber-Mitarbeiters um ihre Einschätzung.
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Können Sie frei sprechen, ohne dass Ihnen daraus Schwierigkeiten entstehen?

Tetiana Andriiovych: Ich habe keine Angst vor Verfolgung, denn bei uns gibt es keine mehr, seit sich die Ukraine von Russland losgelöst hat und unabhängig geworden ist.
Wo leben Sie in der Ukraine?
Wir leben in der Westukraine, in der Region Lwiw. Wir werden nicht so stark bombardiert wie die Menschen in der Ostukraine. Im Osten wurde zwar häufiger Russisch gesprochen, doch Russland tötet dort ausgerechnet die russischsprachige Zivilbevölkerung – und «befreit» sie so vom Leben selbst! Bei uns in der Stadt leben viele Menschen, die vor dem Krieg aus der Ostukraine geflohen sind. Das ist verständlich – wir alle wollen leben!
Sind Sie selbst vom Krieg betroffen?
Am 24. Februar 2022 begann die grossangelegte russische Invasion in der Ukraine. Meine beiden Söhne und mein Mann haben sich in den ersten Tagen des Krieges freiwillig zur ukrainischen Armee gemeldet. Zwei Söhne sind gefallen, mein Mann wurde aus dem Dienst entlassen – er ist bereits 65 Jahre alt. Wir leben mit gebrochenen Herzen und voller Trauer. Vor dem Krieg hatten wir ein sehr schönes, glückliches Leben. Unsere Enkelkinder wachsen nun ohne ihre Väter auf, unsere Schwiegertöchter leben ohne ihre Ehemänner und wir ohne unsere Söhne. Putin und die Russen sind für all das verantwortlich. Wir werden Russland und den Russen niemals verzeihen. Über den Krieg und unser Leben könnte man ein Fotobuch schreiben.

Was wäre Ihr Vorschlag, um den Krieg zu beenden?
Leider können wir Ukrainer den Krieg nicht stoppen, wir haben ihn nicht begonnen! Russland muss den Krieg beenden und sich aus unseren Gebieten zurückziehen! Seit bald fünf Jahren kämpfen wir gegen eine Atommacht, deren Bevölkerung dreimal so gross ist wie unsere. Nach dem Zerfall der Sowjetunion besassen wir eigene Atomwaffen, das Budapester Memorandum garantierte unsere Sicherheit! Europa und Amerika helfen uns zwar, aber unsere Menschen sterben. Wir brauchen nur Waffen, Helden haben wir bereits. Jeder sollte sich in unsere Lage versetzen und auf jede erdenkliche Weise helfen, so gut er kann!
Haben Sie den Eindruck, dass die ukrainische Bevölkerung mehrheitlich hinter Präsident Selensky steht?
Bei uns herrscht Krieg, und unser Präsident Selensky muss nun ganz allein das Chaos bewältigen, das seine Vorgänger hinterlassen haben. Ich unterstütze ihn, und viele Menschen tun das auch! Wer während des Krieges Stimmung gegen den Präsidenten macht, ist ein Feind. Das ist meine Meinung. Es stimmt, dass es bei uns Korruption gibt, aber die gibt es in allen Ländern.
Kennen Sie Zahlen zu den verletzten oder getöteten ukrainischen Soldaten?
Unsere Stadt ist klein, sie hat 50’000 Einwohner. Etwa 500 junge Männer und Frauen sind im Krieg ums Leben gekommen, 400 gelten als vermisst. So ist es in jeder Stadt. Die genaue Zahl der Todesopfer in der Ukraine werden wir erst kennen, wenn der Krieg vorbei ist! Ich denke, es sind Millionen. Dieser Krieg ist wirklich furchtbar!
Leisten auch die Söhne reicher Ukrainer oder hoher ukrainischer Politiker Kriegsdienst, soweit Sie es wissen?
Natürlich kämpfen im Krieg vor allem Menschen aus einfachen Familien. Ich kann mir vorstellen, dass nur wenige Kinder von Politikern darunter sind. Viele Männer sind in europäische Länder geflohen! Aber es gibt auch viele, die in Europa waren, zurückgekehrt und in den Krieg gezogen sind! Und für ihr Land gestorben sind!
Ist die Lebensmittelversorgung bei Ihnen gewährleistet?
In unseren Geschäften gibt es reichlich Lebensmittel. Natürlich sind die Renten niedrig, so dass sich nicht jeder alles kaufen kann, was er möchte.
Wie steht es um die medizinische Versorgung: Gibt es genügend Medikamente und Ärzte?
Ja, auch Arztbesuche sind möglich, es gibt Ärzte. Die Apotheken sind geöffnet und Medikamente vorrätig – wenngleich die Auswahl in Europa natürlich grösser ist. Die Behandlung genetischer Erkrankungen ist hier schwierig. Das war schon vor dem Krieg so.
Gibt es etwas, das Ihnen wichtig ist und das Sie gern noch mitteilen möchten?
Jeder hat seine eigene Sichtweise. Es war mir eine Freude, mit Ihnen zu korrespondieren!
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine. Das Interview wurde per E-Mail geführt. Übersetzung aus dem Ukrainischen mit Hilfe von deepl.com und Google.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









Hier stehen zwei Dinge gegeneinander, die man eigentlich nicht vermischen sollte: Einerseits persönliche Schicksale, die tragisch und traumatisch sind (und auf beiden Seiten der Frontlinie geschehen – da gäbe es genauso russische Einzelschicksale). Und auf der anderen Seite pure Macht- und Geopolitik, auch auf beiden Seiten: Einflußsphären sichern, Waffen testen und verkaufen, Profite machen. Man könnte auch sagen: Froschperspektive versus Vogelperspektive. Und aus der Vogelperspektive sieht die Angelegenheit doch etwas differenzierter aus. Wenn selbst «The American Conservative» der Meinung ist, man solle sich bei den Ukrainern entschuldigen, sie in den Krieg getrieben zu haben und diesen aufrecht zu erhalten, während in Westeuropa immer noch die Devise «bis zum letzten Ukrainer» gilt und sich Diplomatie in Ultimaten erschöpft. Und es soll sogar Menschen geben, die sich darüber freuen, wenn sich die Slawen gegenseitig umbringen – so etwas im 21. Jh. ist ziemlich erschütternd!
Der kürzlich geschasste Verteidigungsminister Fedorow ließ sich flink unabkömmlich stellen und ging als Mitarbeiter des italienischen Verteidiungsministers nach Rom. Es gibt regelmäßig Strassenschlägereien weil Greiferkommandos der ukr. Armee wahllos Männer von den Strassen entführen und an die Front pressen. Kommandeure verschweigen den Tod ihrer Soldaten und bereichern sich am Sold. Die ukrainische Führungsschicht badet in europäischen Milliarden und lässt es sich im Westen gut gehen – die vielen Luxusfahrzeuge in Wien, München oder Berlin mit ukrainischen Kennzeichen sind Beweis. So ehren die eigenen Leute, die eigene Führung das Opfer, das wie viele andere Gefallene die Söhne der Interviewten brachten.
Diese Ukrainerin spricht aus, was Hundertausende denken und fühlen, auch in Deutschland. Dennoch bleibt es nicht erspart, auf DAS Problem in ihrer Aussage hinzuweisen : die Verwendung des Begriffes «Helden». Denn damit gleitet sie genau in die Denksphäre, die letztendlich immer ins Verderben führt. Nicht «Helden» , sondern «Opfer» – und zwar auf beiden Seiten. Als Helden haben auch die deutschen Angehörigen die Soldaten der Wehrmacht sehen wollen – erst so wurde der 2.Weltkrieg bis zum bittern Ende geführt. Erst wenn alle das erkennen, haben wir eien Chance, weitere Kriege zu vermeiden.
Ich finde die Aussagen in diesem Artikel schrecklich falsch. Beispiele: «Allein Russland könne den Krieg beenden» – «Putin und die Russen sind für all das verantwortlich. Wir werden Russland und den Russen niemals verzeihen» – «Im Osten tötet Russland ausgerechnet die russischsprachige Zivilbevölkerung».
Siehe «Ukrainischer Angriff auf das Wohnheim der Pädagogischen Hochschule in Starobelsk» Youtube.
Dass EU (und folgend Schweiz) «künftig» ukrainische Männer «ausliefert» an die Ukraine (offensichtlich zum Sterben), sollte nicht das im Zentrum der Kritik von Tetiana Andriiovych stehen? Dass «Verfolgung es keine mehr gibt, seit sich die Ukraine von Russland losgelöst hat und unabhängig geworden ist», dürften andere ganz anders sehen.
Als linker Proletarier, zugegeben mit pro russischer Haltung, fühle ich mich um Jahrzehnte betrogen. Wo sind alle unsere Militärdienstverweigerer in der europäischen Politik? Ging es immer nur um das eigene Leben und nie um das Recht Kriegsdienst zu verweigern?! Die Zeitenwende bedeutet nur eines, dass Männer mit einem Schulterzucken wieder in den Tod geschickt werden. Was kommt als nächstes? Frauen wegen der Gleichstellung in den Tod schicken?
Kein Asyl für Kriegsdienstverweigerer, sollen doch die Russen einfach mit dem Krieg aufhören (?). Das macht mich echt sprachlos. Ukrainisches und russisches Leben ist uns Europäer egal und als nächstes wird das Leben unserer Enkeln egal sein…
Krieg hat den Menschen noch nie etwas gutes gebracht, sondern immer nur Leid und Zerstörung. Ich wünsche niemanden, was dieser Familie geschehen ist, man muss sich aber auch eingestehen, dass Zelensky genau so einfach wie Putin den Krieg beenden könnte, wenn er den so wollte. Wenn immer mehr Ukrainer nicht mehr bereit sind, ihr Leben für einen schon verlorenen Krieg und eins der korruptesten Regime der Welt zu opfern, spricht das auch für sich. Die vielen Attentate und fals flag Aktionen auch in sogenannten befreundete Staaten, welche die Ukraine verübt hat, lassen doch auch eine andere Sichtweise als die hier beschriebene zu.
Putin könnte den Krieg von von heute auf morgen beenden. Einfach seine Truppen auf völkerrechtlich anerkanntes russisches Territorium zurückziehen und aufhören.
Selenskyj könnte allenfalls kapitulieren. Dann wäre der heisse Krieg wohl vorbei, aber es würde eine russische Besetzung mit all ihrn Schrecken folgen. Die Ukraine würde zu einem Marionettenstaat, analog zu Weissrussland.
Wer diesen Unterschied nicht begreift, hat nicht viel begriffen.
Ich bin vielleicht Begriff stutzig. Helfen sie mir Herr Heierli. Hat nicht die Ukraine 2014 beschlossen, die durch ABSTIMMUNG gewählte Selbstverwaltung der Oblaste Donezk, Luhansk, Odessa, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Mykolajiw und Cherson zu verhindern in dem sie militärisch eingriff. Milizen und später die Armee, töteten wahllos russisch sprachige Zivilisten. War es nicht so?
Das sind also unsere Werte, die in der Ukraine verteidigt werden?
Selten waren pro Ukrainische Politiker so ehrlich.
Glauben sie wirklich, dass die Oblaste Donezk und Luhansk nach einem Rückzug der russischen Armee und Separatisten von der Ukrainischen Elite gut behandelt werden?
Bilder wie der russische Aufbau von Mariupol sehe ich keine in unseren Medien die Ukraine betreffend. Trotz unseren Geldern für einen Aufbau (!).
Sie neigen zu verkürzten Argumenten um Ihre Sicht (Aufrüstung der Ukraine) zu stützen. Das ist Ihr gutes Recht,löst aber den Schwerpunkt der meisten Kommentatoren – und übrigens der Mehrzahl der Deutschen – nicht : die Beendigung des Sterbens von Millionen Menschen. Daß das am schnellsten durch den Rückzug von Putin einträte, ist theoretisch richtig, geschieht aber leider nicht. Vom MACHBAREN her steht daher prinzipiell nur eine diplomatische Verzichtslösung der Ukraine im Raum. Sich dafür zu entscheiden bedeutet aber nicht, dass der Unterschied unklar ist, sondern eine Bilanzierung zugunsten eben des o.g. Schwerpunktes. DEN müssen SIE nicht teilen, aber Sie sind auch nicht der maßgebliche Akteur , sondern die Ukrainer. Ob die mehrheitlich die Heldenrolle spielen wollen lasse ich mal als Frage völlig offen. Aber wenn, dann sollen die das ohne externe Waffenlieferungen tun, denn DIE haben noch nie Frieden gebracht und haben auch nie wirklich humanitäre Zielsetzungen.
@Daniel Heierli – Sie reden von «begreifen».
Den «Marionettenstaat» sehe ich im Westen (NATO-Oberbefehl USA), jenen Europäern, die ihre Souveränität (unsere Leben) an die USA auf dem weit entfernten Kontinent (mit der genozidalen Historie) abtreten (vgl. Buch «Die NATO: Eine Abrechnung mit dem Wertebündnis» von Bundestagspolitikerin Sevim Dagdelen).
Russland ist historisches Angriffsopfer.
Ich bin sozial. Sozialistische Wochenzeitung «UZ – Unsere Zeit»: «Die Überlebenden werden die Toten beneiden»: Vorwarnzeiten (…) durch immer schnellere Raketen, die direkt an russischer und perspektivisch auch der chinesischen Grenze aufgestellt werden, obsolet. Präsident Wladimir Putin umschrieb dies mit den Worten, man «spüre das Messer am Hals». US-Friedensrat warnt vor NATO (…)
«aber es würde eine russische Besetzung mit all ihrn Schrecken folgen.» Das ist eine Behauptung Ihrerseits. Möglich zwar, aber absolut nicht automatisch zwingend richtig.
Wenn Russland die vier Oblasts (und die Krim) übernimmt, wird es in der 80%-Restukraine mMn keine Besetzung geben. Russlands (als flächenmässig bereits grösstes Land) hat kaum das Ziel, Fläche hinzuzugewinnen, sondern will die sich ausbreitende NATO auf Abstand halten (analog Monroe-Doktrin der USA) und, so sagen es die Russen zumindest, die russischsprachige Bevölkerung schützen. Mit der Übernahme der Ostukraine und dem Nicht-Nato-Anschluss der Ukraine erreicht Russland beide diese Ziele. Der (heisse) Krieg wäre beendet.
zit.(„…Russlands (als flächenmässig bereits grösstes Land) hat kaum das Ziel, Fläche hinzuzugewinnen…“).
Dieses, von Ihnen angeführte Argument , ist RATIONAL begründet. Das Problem ist – jedenfalls nach meiner Überzeugung – dass Rationalität nicht der GANZE Hintergrund der Putin’schen Strategie ist. Ich sehe darin auch den wesentlichen Unterschied zwischen Sowjetunion damals und Rußland heute.Die Abschätzung dieser irrationalen Komponente ist das Kernproblem des Westens – soweit er das überhaupt begriffen hat. Danach sieht es mir aber nicht aus, denn die Anhäufung und der Einsatz von Waffen ist ganz gewiß nicht die richtige Antwort.
Falls es nicht zu einer „irratioalen Katastrophe“ kommt, wird am Ende die von Ihnen skizzierte Lösung (mehr oder weniger) realisiert werden – was man schon 2022 hätte machen können. Millionen Tote, riesige Zerstörungen,rabiate Umweltzerstörungen wären vermieden worden.Deutschland hat sich an diesem Schwachsinn mitschuldig gemacht – als US-Anhängsel.
Es gibt viele Ukrainer, die obige Behauptungen genau gegenteilig sehen.
Gregor Gysi 2015 im Bundestag: «Neue Regierung [in Ukraine] – sofort anerkannt von Obama, EU, Bundesregierung – der Vize Premierminister, Verteidigungsminister, Landwirtschaftsminister, Umweltminister, Generalstaatsanwalt, das sind Faschisten. Der Chef des nationalen Sicherheitsrates war Gründungsmitglied der Faschistischen Swoboda Partei. Oleg Tjahnybok Mitgründer der Swoboda Partei sagte wörtlich: «Schnappt euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten.»
Euronews 14.12.2025 Deserteure in der Ukraine: Kriegsdienstverweigerer Konovalov packt aus: «Krieg ist unnötig. 75% haben bei Wahl des ukrainischen Präsidenten für Selenskyj gestimmt, weil er gesagt hat, alles zu tun, damit kein Soldat sterben muss». Damals hatte Russland Krim bereits annektiert. Das Friedensversprechen war einer der Hauptgründe für Selenskyjs haushohen Wahlsieg, laut US-Thinktank Atlantic Council.
Tetiana Andriiovych beschreibt hier etwas, was in den meisten Diskussionen über den Ukrainekrieg zu kurz kommt: das persönliche Leid der Betroffenen. Wenn wir Bilder sehen, dann sind es Bilder von zerstörten Häusern, von startenden Drohnen, von Soldaten, hinter denen die Kameraleute stehen. Was wir nicht sehen (sollen) ist das Leid und das Leiden der Menschen, die hier zu allererst um ihr Leben kämpfen (müssen). Die Militärs sprechen von «ausschalten», wenn sie das Töten von Menschen meinen, so als wären diese Menschen Schalter, die man nach Belieben ein und ausschalten kann. Tanja Andriiovych macht deutlich, dass hinter jedem «Ausgeschalteten» ein Mensch steht, der Frau, Kind, Mutter und Vater zurücklässt.
Ja, warum die haufenweise Toten und Schwerverletzten? Warum heizt das der Westen an? Warum der Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine 2014? Warum US-Senator McCain, der in Kiew die Masse aufstachelte (man stelle sich das umgekehrt seitens einem russischen Spitzenpolitiker in Mexiko oder Kanada – dem «zukünfigen US-Bundesstaat» – vor). Warum Steinmeier (damals Aussenminister) in Kiew, der zusammen mit EU das unterstützt? Und all das nach Napoleon, 1WK, 2WK als «Vierter Anlauf» gegen die traumatisierten «gebrannten Kinder» in Russland? Die Schuld des Westens beelendet mich. Ich fordere Monroe-Doktrin zugunsten Russland (Heartland), Schutz. Und Neutralität Schweiz und Ukraine. Und endlich Psychohygiene des Westens gegen den Bandera-Nazismus nicht nur in der Ukraine.
Mitte 2024 schrieb ich einen Brief an Bundesrat Ignacio Cassis und bat das Aussenministerium EDA, sich bei der ukrainischen Regierung für die Freilassung des politischen Gefangenen Bogdan Syrotjuk einzusetzen, Syrotjuk war damals verhaftet worden, weil er sich in Artikeln für eine Beendigung des Krieges ausgesprochen hatte. Er wurde daraufhin verhaftet unter dem Vorwurf des «Hochverrats».Obschon sich der EGM für seine Freilassung einsetzte, ist Syrotjuk heute noch immer inhaftiert. Ich vermute, dass er nicht der einzige politische Gefangene in der Ukraine ist. Das EDA antwortete mir, dass es bedaure, sich nicht für Einzelfälle einsetzen zu können. Und ich frage mich, warum nur Russland zur Einhaltung der Menschenrechte aufgefordert wird, nicht aber die Ukraine?