Alice Weidel will die Ukraine zur Kasse bitten
Die AfD-Co-Chefin Alice Weidel ist keine Freundin der Ukraine; das ist nicht neu. Bekannt ist auch, dass sie und ihre Partei die Finanz- und Militärhilfe an das von Russland überfallene Land streichen wollen. Wie radikal sie dabei vorgehen will, hat Weidel vor wenigen Tagen einmal mehr in einem Interview mit dem umstrittenen österreichischen Online-Sender «Auf 1» unterstrichen.
«Erhebliche Rückforderungen»
Die Partei lehnt nicht nur eine weitere Finanzierung der Ukraine ab. Sie stellt sich vielmehr auf den Standpunkt, Deutschland müsse die bereits für die Ukraine ausgegebenen Gelder zurückverlangen. Das Interview ist derzeit auf dem Sender «Auf 1» nicht mehr auffindbar, aber auf dem pro-russischen Telegram-Kanal «Russländer & Friends» dokumentiert. Ein kurzer Ausschnitt aus dem Weidel-Interview ist auch auf dem Online-Kulturmagazin «Perlentaucher» vom 14. September 2026 zu finden. Die Kernaussage: «Wir werden die Zahlungen an die Ukraine und jede militärische Unterstützung einstellen und zudem erhebliche Rückforderungen an die Ukraine stellen.»
«Ärger mit der Buchhaltung»
Man muss sich diese unglaubliche Aussage auf der Zunge zergehen lassen: Einer deutschen Spitzenpolitikerin mit intakten Chancen, dereinst ins Bundeskanzleramt einzuziehen, kommt im Zusammenhang mit einem ums Überleben kämpfenden Land bloss in den Sinn, diesem Land eine Rechnung in Aussicht zu stellen. Auf diesen blanken Zynismus kann der Journalisten-Blog «Ruhrbarone» nur mit ebenso blankem Sarkasmus reagieren: «Wer sich die Unverschämtheit erlaubt, noch nicht kapituliert zu haben, bekommt bei der AfD offenbar Ärger mit der Buchhaltung.»
«Liebesgrüsse aus Moskau»
Russland verfolgt die Entwicklungen in Deutschland mit Wohlgefallen. Denn bereits am 9. Septbember 2026, kurz nach dem überwältigenden AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt, erhält die AfD «Liebesgrüsse aus Moskau». Putins Mann fürs Geschäft, der Sondergesandte für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew, will ein russisch-deutsch-amerikanisches Wirtschaftsforum für 2027 unter Beteiligung der AfD vorschlagen.
Noch ist dieses Forum nicht in trockenen Tüchern. Aber Weidels Stossrichtung im Umgang mit der Ukraine ist für Putin schon mal eine erfreuliche Geschäftsgrundlage. Die «Ruhrbarone» finden: «Die Ukraine bekäme weniger Unterstützung und zusätzliche Forderungen. Er (Putin) müsste dafür nicht einmal mit Weidel verhandeln. Sie bietet es schon öffentlich an. Man muss der AfD lassen: Sie findet selbst bei einem überfallenen Land noch etwa zu holen.»
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









Auch ich würde die Kriegshilfe für die Ukraine nicht Knall auf Fall einstellen, denn damit bekäme die Ukraine bei den unvermeidlichen Friedensverhandlungen besonders schlechte Karten. Und wenn – wie es immer hiess – die Ukrainehilfe geschenkt war, so kommen Rückforderungen nicht infrage.
Nicht ignorieren: die USA lieferten ihre Waffen an die Ukraine auf Kredit, womit gigantische Schulden aufgebaut wurden, die fällig gestellt sind. So erwerben US-Investoren riesige ukrainische Flächen. Wer sich dessen bewusst ist, dem kommen die ganzen abschätzigen Wertungen im Artikel nicht mehr so leicht von den Lippen.
Und weiter nicht ignorieren, sogar Boris Johnson sagt, dass der Ukrainekrieg ein Stellvertreterkrieg sei. Und sowieso nie ignorieren: im Frühjahr 2022 gab es Friedensverhandlungen und legte die Ukraine einen Vorschlag vor, der von Russland grundsätzlich akzeptiert wurde. Aber die NATO wollte das nicht und Boris Johnson richtete es Selenski aus.
Im Rahmen des Lend Lease Acts der USA wurden im 2.WK Rüstungs- und Industriegüter, Treib- und Schmierstoffe, Nahrungsmittel und Rohstoffe an 36 Länder in Höhe von ca. 50 Mrd. US-Dollar geliefert. Hauptempfänger waren das britische Commonwealth mit 31 Mrd. US-$, die UdSSR mit 11 Mrd. US-$ und Frankreich mit 3 Mrd. US-$. Bezahlt wurde mit der Überschreibung von Stützpunkten, Gold- und Rohstofflieferungen; GB und FR waren 1945 dadurch faktisch pleite. Die UdSSR leistete die letzen Zahlungen bis 2001. Die USA verschenkten nichts: alles musste von den Allierten bezahlt werden! Nur zerstörtes und verbrauchtes Kriegsmaterial war hiervon ausgenommen. Die Forderungen von Frau Weidel sind somit berechtigt und orientieren sich an den üblichen internationalen Gepflogenheiten. Jeder der der Ukraine Geld- und Sachgeschenke machen möchte – wie hier die «Ruhrbarone», kann dies ja tun. Daraus leitet sich aber keine Verpflichtung für den deutschen Steuerzahler ab.
Richtig so! Die USA haben ihre „Gaben” an die Ukraine über Black Rock und Co. mit Agrarland als Sicherheit auch finanzieren lassen.
Naja,schon nur für die Sprengung der Nord Stream Pipelines wäre eine Geldzahlung von der Ukraine Richtung Deutschland fällig,so daneben find ich dies jetzt nicht.
Auch finde ich sehr zweifelhaft, weiterhin unmengen an Geld in die Ukraine zu schicken, wie die Europäer dies tun. Trump hat das wenigstens begriffen. Jetzt werden zwar weiterhin US Waffen in die Ukraine verkauft, aber die Rechnung begleicht F, UK, aber hauptsächlich die Deutschen. Somit sterben weiterhin tausende Soldaten in diesem sinnlosen Krieg. Wäre höchste Zeit, endlich Diplomaten anstatt Waffen in die Ukraine zu schicken.
Die Haltung der AfD ist wohl im Kontext „Deutschland first“ zu sehen. Und man kann sich zu Fug und Recht fragen ob die Milliarden von Deutschland (und dem Rest der EU) tatsächlich dem Frieden dienen. Kritische Zeitgenossen haben längst bemerkt, solange die üppige Militärhilfe fliesst ist Selenski zu keinen Konzessionen bereit. Die Zahl der Toten, beidseitig, steigt weiter und die Gefahr eines Atomschlages liegt in der Luft. Zumindest eine Sistierung der Militärhilfe wäre zu begrüssen.
Die Beste Meldung seit langem!
Denn wenn die Ukraine kein Geld mehr kriegt, hört der Krieg auf! Der Krieg wurde vom Westen provoziert, dann finanziert durch die Bürger (Steuern, Sozialkürzungen) und abkassiert durch die Rüstungsindustrie und deren Sympathisanten.
Mit der Sprengung von Nordstream wurde der grösste Akt von Umweltterrorismus und ein massiver Anschlag auf Deutschlands nationale Sicherheit begangen. Die Bundesanwaltschaft geht in der im Juli 2026 veröffentlichten Anklageschrift gegen den mutmaßlichen Drahtzieher Serhij K. explizit davon aus, dass die Pläne für die Sabotage „im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine“ entwickelt und koordiniert wurden.
Wie sehen die anderen Parteien das denn?
Bei Palästinensern gilt «unter Angriff stehen» übrigens auch nicht als Entschuldigung für Anschläge, schon gar nicht gegen Verbündete Geldgeber. Da wünsche ich mir schon manchmal konsequentere Logik, um es mal sanft zu formulieren.
Und nein, das heisst weder dass die Russische Militärintervention legal war.
Ein sehr emotional aufgeladener Artikel, aber gut, die muß es auch geben. NUR : zur Problemlösung tragen solche nichts bei. Zit.(„..Man muss sich diese unglaubliche Aussage auf der Zunge zergehen lassen…“). Ob einem die Weidelschen Aussagen schmecken muß jeder selbst entscheiden, aber sie sind tatsachengerecht. Denn :
1. Wo steht geschrieben, dass die deutschen Gelder ein Geschenk an die Ukraine sind? Keine Regierung kann solche Geschenke machen – wie die Kompensationsmodalitäten ausgestaltet werden ist eine andere Sache.
Jedenfalls hat Weidel das unverblühmt formuliert, was die deutsche Regierung vor dem Volk zu verschleiern versucht und damit eine weitere Steilvorlage für die AfD produziert. Oder glaubt jemand, die USA verschenken etwas ? Nur als Beispiel : die Sowjetunion hatte noch lange nach 1945 für die Waffenlieferungen der USA gezahlt – in Gold. Und sollte die AfD dazu beitragen , dass sich das zerrüttete Verhältnis zu Rußland normalisiert, dann wäre daszu begrüßen.
Ist dem einen oder anderen Redakteur bekannt, dass der Krieg in der Ukraine statt findet. Mithin in der Ukraine die Menschen getötet werden und die Infrastruktur zerstört wird. Dass Friedensverhandlungen 2022 von den „Freunden der Ukraine“ blockiert wurden. Nein?
Ein Krieg, selbst zwischen Brüdervölkern, wie es Ukrainer und Russen sind, kann offensichtlich nur dadurch beendet werden, dass einer Seite „das Geld ausgeht“. Und genau das dürfte die AfD wollen: das Vernünftigste für die ukrainische Bevölkerung. Denn bei den Russen dürfte das mit dem „Geld ausgehen“ nicht klappen, siehe z.B. die Exportpreiserhöhungen von Ölprodukten.
Und nebenbei: da wären noch ca. 6000 Nuklearsprengköpfe, falls es Russland „an den Kragen“ geht.
1tagesschau Florian Kellermann 10.09.2026 • 02:37 : «In der Ukraine gehen die Behörden gegen Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft vor. Sie sollen an systematischem Betrug über angebliche «Callcenter» beteiligt gewesen sein. Der Fall ist auch für Präsident Selenskyj heikel….Im Zentrum stehen Korruption und Machtmissbrauch. Der jüngste Skandal könnte einer der größten in der Geschichte der Ukraine werden..Offenbar 60.000 Beschäftigte bei illegalen Firmen….in der Ukraine rund 1.000 solcher «Callcenter»»
Zur Aussage im Artikel: «Die AfD will nicht nur die Unterstützung der Ukraine einstellen, sondern «erhebliche Rückforderungen» stellen.» Könnte wohl theoretisch möglich sein, dass die ukrainische Callcenter-Affäre das Fass zum überlaufen gebracht hat. Möglich, dass auch die Frage gestellt werden könnte, ob die 60 000 die in den Callcenern Jobben junge Männer im wehrfähigen Alter sind.
Die Korruption scheint stärker zu sein, als der Präsident.
Gunther Kropp, Basel
Tja, kann man irgendwie schon nachvollziehen: Nach dem Sieg der Ukraine sollten die Bodenschätze des Donbass die westliche Investition in den Krieg finanzieren. Immer mehr zeichnet sich ab, dass das so nicht klappen wird. Wie kriegt man nun sein Geld zurück? Als Anfang könnte man schon mal Zugriff auf in der Ukraine «verschollene» Gelder zu kriegen versuchen… Viel Glück dabei
«Wir werden die Zahlungen an die Ukraine und jede militärische Unterstützung einstellen und zudem erhebliche Rückforderungen an die Ukraine stellen.»
Diese Aussage ist nicht » unglaublich», sondern notwendig.
Der Kommentator blendet sämtliche außerrussische Kriegsverursacher aus.
Dazu zählen die Rechtsradikalen der Ukraine. Die bräuchten den Krieg, um aus einem vielethischen Konglomerat namens Ukraine eine Nation zu schmieden Dafür das Anzetteln eines Bürgerkriegs im Donbass.
Zu den Verursachern zählen weiter die Minsk II Trickser Merkel und Hollande.
Weiter in der Riege stehen Biden/USA, Stoltenberg/NATO.
Dann die Fangruppe Poleb, Litauen, Lettland, Estland.
Sie haben erreicht, was sie wollten
Dafür werden die jungen Männerkörper in UA beschlagnahmt. Ihre wohlweislich geflohenen Frauen und Kinder füttert der Westen durch, menschlich sehr berechtigt
Die im Land gebliebenen Eliten verprassen derweil das Land und die Militärhilfen
Warum soll Deutschland dafür bluten?