Sperberauge
Der «Bankenexperte» der «NZZ» entpuppt sich als Ex-UBS-Direktor
«Der Bankenexperte Andreas Ita hält die Vorschläge des Bundesrats zur künftigen Eigenkapitalausstattung der UBS für problematisch», titelte die «NZZ» am 25. April. «Das wirkt wie ein Kompromiss, ist aber keiner», kritisierte der «Bankenexperte».
Wenn Medien «Experten» zitieren, sollten Leser und Zuschauerinnen davon ausgehen können, dass es sich um unabhängige neutrale Stimmen handelt.

Bei Andreas Ita, den die «NZZ» lediglich als «Bankenexperte» vorstellte, ist dies jedoch nicht der Fall. Ita betrieb für die UBS Handel mit Aktienderivaten und führte bis 2019 als UBS-Direktor die Investment-Abteilung für Kapitaloptimierung. Heute ist er Bankberater und Verwaltungsrat einer Regionalbank.
Er vertritt also die Interessen der Banken. In der «NZZ» bedauert er denn unter anderem auch, dass wegen der höheren Kapitalkosten «die Aktionäre leiden» könnten.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









Im Moment wimmelt es von Bankenexperten. Das Thema «global systemrelevante UBS» (G-SIB) betrifft aber im schlimmsten Fall die ganze Schweiz, nicht nur die Banken oder den Finanzplatz. Über die Vorschläge des Bundesrates (nicht nur von KKS) zur Eigenkapitalunterlegung der Auslandtochtergesellschaften der UBS kann mit 50’000 Unterschriften eine Volksabstimmung erzwungen werden. Dann müssen die Bankenexperten nicht nur die Parlamentarier, sondern alle Stimmbürger mit ihrer Expertise überzeugen.