Vegan-Zwang Aufmacher

Das Argument «Vegan-Zwang» entbehrt jeder Grundlage. Weil heute der Fleischabsatz mit Steuergeldern gefördert wird, müssten die Gegner der Ernährungsinitiative mit gleicher «Logik» den «Fleisch-Zwang» anprangern. © Nein-Komitee Ernährungsinitiative

Ernährungsinitiative: Niemand muss weniger Fleisch essen!

Urs P. Gasche /  «Zwang zum Veganismus» oder «Eingriff in Konsumfreiheit» sind Lügen von Gegnern, Bundesrat und vielen Medien. Ein Armutszeugnis.

Viele, welche die Ernährungsinitiative ablehnen, halten das Ziel der Initiative – eine angestrebte Selbstversorgung der Schweiz von 70 Prozent – für zu ambitiös oder aus der Zeit gefallen. Andere sind der Ansicht, eine so hohe Selbstversorgung stünde dem Ziel einer ökologischeren Landwirtschaft eher im Weg. Wieder andere finden, die Schweiz tue bereits genug, um das Grundwasser zu schützen und die Biodiversität zu fördern. 

Doch Bundesrat und Nein-Komitee halten diese und andere sachlichen Argumente offensichtlich für zu wenig überzeugend. Sonst würden sie nicht in eine der untersten Schubladen greifen, welche PR und Propaganda zu bieten haben: Man unterstelle der anderen Seite eine extreme Position, welche diese gar nicht vertritt, und benutze dann diese Position als Zielscheibe.

Diese unterste Schublade ziehen Bundesrat, Politiker und viele Medien, wenn sie verbreiten, die Initiative zwinge die Konsumentinnen und Konsumenten zu einer Umstellung in der Ernährung. Sie müssten namentlich ihren Fleischkonsum stark reduzieren.

«Das Ziel (der Initiative) ist nur mit Vegan-Zwang erreichbar», behauptet etwa der «Schweizer Bauer». Das Nein-Komitee verbreitet den Slogan «Nein zum Vegan-Zwang». Der Bauernverband spricht in seiner Kampagne vom «Zwang zu Veganismus».


Der Faktencheck

Im Initiativ-Text lauten die entscheidenden Passagen:

«Der Bund strebt einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent an.»  

Im Klartext: Die Bevölkerung in der Schweiz soll 70 Prozent der konsumierten Nahrungsmittel-Kalorien im Inland produzieren. Dies ist nur möglich, wenn viel mehr landwirtschaftliche Flächen – statt für Futtermittel – für Gemüse, Kartoffeln, Getreide und andere pflanzliche Nahrungsmittel reserviert werden. 

In Friedenszeiten schränkt dies den Fleischkonsum nicht ein. Es kann Fleisch aus dem Ausland importiert werden. Dieses ist erst noch deutlich billiger. Die Konsumfreiheit bleibt erhalten.


Weiter heisst es im Initiativtext:

«Zu diesem Zweck trifft er insbesondere Massnahmen zur Förderung einer vermehrt auf pflanzlichen Lebensmitteln basierenden Ernährungsweise.»

Heute fördert der Bund die Ernährung mit Fleisch. Er bezahlt jedes Jahr sechs Millionen Franken, um den Absatz von Fleisch zu fördern. Dazu kommen weitere Millionen als «Tierwohl-Direktzahlungen». Diese Förderungsmassnahmen sind kein «Zwang zum Fleischessen» und schränken die Konsumfreiheit nicht ein (siehe «Proviande darf weiter wursteln»). Zusammen mit Importbeschränkungen führen sie lediglich dazu, dass Fleisch in der Schweiz viel teurer ist als im Ausland.

Künftig soll der Bund mit Werbung, Forschung und Beratung den Absatz von pflanzlichen Nahrungsmitteln fördern (anstatt den Fleischabsatz). Das ist selbstredend kein «Zwang zum Veganismus» und schränkt die Konsumfreiheit ebenso wenig ein. 

Als die Migros vor sieben Jahren eine der grössten Werbe- und PR-Agenturen mit Werbung für den Fleischabsatz beauftragte, warf der «Schweizer Bauer» der Migros bezeichnenderweise nicht vor, sie wolle einen «Fleisch-Zwang» durchsetzen.

Entsprechend ist das von der Initiative vorgesehene Fördern von pflanzlichen Lebensmitteln weder ein «Vegan-Zwang» noch ein «Eingriff in die Konsumfreiheit».

Ärztinnen, Präventivmediziner und Umweltschützer sind sich zudem einig: Fördern sollte man – wenn schon – nicht den Fleischabsatz, sondern den Absatz von pflanzlichen Nahrungsmitteln.


Der Bundesrat lügt

In seiner Botschaft ans Parlament hatte der Bundesrat zur Ernährungsinitiative erklärt:

«Die Erhöhung des Netto-Selbstversorgungsgrades von heute rund 46 auf 70 Prozent würde grosse Umstellungen […] im Konsum erfordern. […] Der Konsum von Fleisch müsste stark reduziert […] werden.»

Richtig ist, dass die Produktion von Fleisch stark reduziert werden müsste, nicht aber der Konsum von Fleisch. Importiertes Fleisch wäre sogar günstiger als Fleisch aus Schlachthäusern in der Schweiz.

Man muss davon ausgehen, dass der Bundesrat den Fleischliebhabern bewusst Angst einjagen will, um für sein Nein zu werben.

Im Abstimmungsbüchlein, das der Bundesrat zusammen mit den Abstimmungsunterlagen an alle Haushalte verschickt, wiederholt er die Lüge. Unter «In Kürze» auf Seite 7 und unter «Argumente Bundesrat und Parlament» auf Seite 28 erklärt der Bundesrat:

«Der Staat müsste dafür massiv in […] die Ernährungsgewohnheiten eingreifen. Das würde hohe Kosten verursachen und die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten einschränken.»

Das gleiche Mantra am 11. August an der Medienkonferenz zur Initiative. SVP-Bundesrat Guy Parmelin erklärte (Übersetzung in der Medienmitteilung): 

«Nach Ansicht des Bundesrats […] wären tiefgreifende Veränderungen […] insbesondere im Konsumverhalten der Bevölkerung erforderlich. Der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern müsste deutlich zurückgehen, während pflanzliche Lebensmittel einen wesentlich grösseren Anteil der Ernährung ausmachen müssten.»

Das ständige Wiederholen einer Unwahrheit entspringt einer anderen Schublade von PR- und Propaganda-Spezialisten: Wenn man eine Aussage genügend oft wiederholt, wird sie von vielen als glaubhaft aufgenommen.

Die Behauptung, dass nach Annahme der Initiative weniger Fleisch gegessen werden darf, hat der Bundesrat wider besseres Wissen verbreitet. Denn sowohl in seiner Botschaft ans Parlament wie auch im Abstimmungsbüchlein rechnet er durchaus mit der Möglichkeit, dass weiterhin gleich viel Fleisch gegessen wird:

«Würde die Bevölkerung ihre Essgewohnheiten nicht ändern und weiterhin viele tierische Produkte konsumieren, so müssten diese vermehrt importiert werden.»

Eine Änderung der Gewohnheiten wäre also keineswegs zwingend. Moralisierend warnt der Bundesrat davor, dass mehr Importe die Umweltbelastung (der Fleischproduktion) ins Ausland verlagern würden. Er unterlässt es zu informieren, dass importiertes Fleisch, auch Biofleisch, für die Konsumentinnen und Konsumenten deutlich günstiger wäre.


Grosse Medien korrigieren nicht              

Die grobe Irreführung des Bundesrats und des «Nein-Komitees» haben grosse Medien übernommen und nicht hinterfragt. 

SRF-Online verbreitete am 21. August unter dem Titel «Die Ernährungsinitiative in Kürze» die Lüge, der Staat müsse stark in den Konsum eingreifen: 

«Der Staat müsste nach einer Annahme stark in die Produktion und den Konsum eingreifen, was die Kosten erhöhen, Lebensmittel verteuern und die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten einschränken könnte.»

Die «NZZ» berichtete am 11. August über Parmelins Medienkonferenz:

«Der Bauernverband, der schon im Abstimmungskampf zur Trinkwasserinitiative der grosse Gegenspieler der Initiantin Herren war, wirbt bereits offensiv gegen ihre neue Vorlage. Auf Plakaten spricht er von einem ‹Vegan-Zwang› und warnt vor staatlich verordneten Menuplänen. – Auch ein äusserst heterogenes Nein-Komitee, das ein Spektrum vom Bauernpräsidenten Markus Ritter bis zur grünen Nationalrätin Christine Badertscher abdeckt, wirbt mit diesem Slogan.»

Die «NZZ» zitiert diese Aussagen, ohne sie als Falschaussagen zu entlarven.

Am 24. August stellte «NZZ»-Redaktor David Vonplon die Ernährungsinitiative nochmals vor:

«Bei einem Ja wären die Bauern etwa gezwungen, die Produktion von Fleisch und Milch stark zu reduzieren. Sie müssten ihre Tierbestände verringern. […] Es wären grosse Umstellungen […] im Konsum notwendig.»

Das ist ein Trugschluss. Die Konsumfreiheit bleibt bewahrt. Vom Ausland müssten weniger Futtermittel importiert werden und stattdessen mehr Fleisch. Nichts spräche dagegen. 

Die «NZZ» räumte den Trugschluss am Schluss selber ein, wenn sie schreibt: 

«Da der Bundesrat nicht mit einem rückläufigen Konsum von Fleisch und Milch rechnet, geht er davon aus, dass künftig mehr tierische Produkte importiert werden müssten.»

Das Online-Medium der Tamedia, «20 Minuten», schrieb am 18. August unter dem Titel «Das musst du vor der Abstimmung zur Ernährungsinitiative wissen»: 

«Gleichzeitig müsste der Konsum von Fleisch und Milchprodukten deutlich zurückgehen. Wie viel, lässt sich nicht genau beziffern. Eine Studie kam zum Schluss, dass bei einem Ja 250 Gramm Fleisch und Eier pro Woche noch realistisch seien. Zum Vergleich: Heute isst der Schweizer Durchschnitt rund ein Kilogramm Fleisch pro Woche.»

Das ist eine glatte Falschaussage. Die erwähnte Studie untersuchte gar nicht den Konsum nach einem Ja zur Ernährungsinitiative, sondern den Konsum im Krisenfall, wenn sich die Bevölkerung ausschliesslich inländisch ernähren müsste. 

Manipulativ ist auch die «Trendumfrage» der gfs im Auftrag der SRG. Danach «überzeugt die Aussage am stärksten, dass staatliche Vorgaben nicht bestimmen sollten, was die Schweizerinnen und Schweizer essen dürfen und was nicht». Doch solche Vorgaben sieht die Initiative nicht vor. Das Meinungsforschungsinstitut gfs gaukelte mit der Fragestellung jedoch vor, dass es eine solche Vorgabe gebe. Und die SRG als Auftraggeberin hat diese Umfrage abgesegnet.


Beschwerde des Initiativkomitees

Gegen die Falschaussagen des Bundesrats hat das Initiativkomitees Beschwerde eingereicht. Unter dem Titel «Abstimmungsbeschwerden sind zum politischen Instrument geworden» kommentierte SRF-Online herablassend: 

«Kaum publiziert der Bund seine Informationen zur Ernährungsinitiative, kommt die Beschwerde. Ein Muster, das sich häuft.»               

Über den Inhalt der Beschwerde informierte SRF-Online nicht. 

Die «NZZ» hat über die Abstimmungsbeschwerde der Initianten nicht informiert.

Hätten «NZZ» und SRF-Online den Inhalt der Beschwerde zitiert, hätten sie und andere Medien auf die Frage eingehen müssen, ob die Initiative tatsächlich «zum Veganismus zwingt» und «die Konsumfreiheit einschränkt».


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10 Meinungen

  • 28.08.2026 at 11:33
    Permalink

    Diese Initiative trägt den netten Namen „sichere Ernährung“, verfolgt aber eine deutlich weitergehende politische Agenda.

    Die Schweiz wächst weiter! Mehr Menschen bedeuten mehr Bedarf an Nahrung, Wasser, Energie, landwirtschaftlicher Fläche usw. Wer Ernährungssicherheit ernst nimmt, kann das Bevölkerungswachstum nicht einfach ignorieren.

    Stattdessen soll jetzt der Bund eine „vermehrt auf pflanzlichen Lebensmitteln basierende Ernährungsweise“ fördern und Landwirtschaft, Forschung, Beratung und staatliche Anreize entsprechend ausrichten.

    Ein sofortiges Fleischverbot steht natürlich so nicht im Text. Das macht die Sache aber nicht harmlos. Der Staat soll ausdrücklich Einfluss darauf nehmen, in welche Richtung sich unsere Ernährung und Landwirtschaft entwickeln.

    Genau darin liegt die Hintertür zur schrittweisen staatlichen Lenkung unserer persönlichen Essvorlieben.

  • 28.08.2026 at 12:00
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    Die Initiative zeigt in die richtige Richtung und sollte unterstützt werden. Auch wenn das Hauptproblem nur tangiert wird: Es werden Esswaren im grossen Stil weggeworfen, weil sie zu billig sind. Weil sie weltweit subventioniert werden und weil Schäden an der Umwelt oft nicht bezahlt werden. Zölle könnten die Subventionen ausländischer Produkte ins Lot bringen.

  • 28.08.2026 at 15:21
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    Auch ich bin der Meinung, dass Ackerflächen nur der Nahrungsmittelproduktion dienen sollten und dies keinen Einfluss auf das Konsumverhalten hätte. Nur Bergregionen sollten Milchprodukte herstellen, was u.a. den jährlichen Butterüberschuss reduzieren würde. Trotzdem: Einen Selbstversorgungsgrad von 70% werden wir nie erreichen. Gründe: Die Bevölkerung ist von 2005 bis 2024 von 7,46 auf 9,05 Millionen angewachsen; Hotellerie und Parahotellerie verzeichneten 2025 62 Millionen Übernachtungen, sowie ausländische Tagestouristen, welche alle verpflegt werden müssen; Hinzu kommen vermehrte Hitzesommer, welche Auswirkungen auf den Ernteertrag haben, sowie zunehmende Wasserknappheit, welche durch KI-Rechenzentren noch beschleunigt wird. Die Annahme der Ernährungsinitiative ist nur ein Schritt in eine bessere Richtung mit einem derzeit unerreichbaren Ziel: 70% Selbstversorgung.

  • 28.08.2026 at 17:51
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    Ein grossartige und mutiger Artikel Herr Gasche.

  • 28.08.2026 at 19:59
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    SRF online: «Kaum publiziert der Bund seine Informationen zur Ernährungsinitiative, kommt die Beschwerde. Ein Muster, das sich häuft.»
    Ich habe das Zitat auf die Schnelle nicht gefunden. Es ist allerdings gar nicht so wichtig, ob es stimmt. Folgende Anmerkung gilt sowieso:
    Wenn einE guteR JournalistIn so etwas beobachtet, also die Häufung von Beschwerden gegen amtliche Abstimmungsunterlagen, sollte eine Rechereche die Folge sein, ob die Beobachtung stimmt und wenn ja, was die Ursachen sind. Es ist ja durchaus möglich, dass der Bundesrat zunehmend Ungenauigkeiten oder Unwahrheiten verbreitet. Das wäre dann sogar einen Artikel wert, nicht nur eine dahergeschriebene Behauptung.
    Vielleicht könnte sich der InfoSperber dahinter klemmen?

  • 28.08.2026 at 23:14
    Permalink

    Die Abstimmungskampagne zur Ernährungs-Initiative ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Direkte Demokratie mit zunehmender Professionalisierung des Polit-Marketings in die Sackgasse steuert. Nur noch Totschlag-Argumente, wie «ruiniert die Wirtschaft», «vernichtet Arbeitsplätze», «verteuert unser Leben» oder eben «Vegan-Zwang» werden plakatiert. Ich war früher überzeugter Anhänger der Volksinitiative oder des Gesetzes-Referendums, weil diese Instrumente sachpolitische Debatten unters Volk brachten und ab und zu ein Erfolg gegen Regierung, Parlament und Wirtschaftsverbände gelang. Doch die Flut von Unterschriftensammlungen, die einen spontan, aber ohne Chance auf Erfolg, die anderen von Milliardären gesteuert, lässt mich immer mehr am Sinn zweifeln. Ich komme zur Einsicht, dass verlässliche Bevölkerungsumfragen, wie zum Beispiel das Politbarometer in Deutschland mehr Aufschluss geben, wie das Volk denkt und direktere Wirkung auf Regierung und Parlament erzielen.

    • Martina_C._ Meier_sw
      29.08.2026 at 11:41
      Permalink

      Danke, Urs Gasche, für diesen aufklärenden Artikel und Herbert Karch für seine Einschätzung, die ich teile.
      Versuchen wir als ökologische Bewegung von unten trotz allem konstruktiv zu bleiben, unterstützen wir die Ernährungsinitiative und erklären wir unseren Bekannten und Freunden, weshalb diese einen Schritt in die richtige Richtung darstellt. Mir als Biologin und Naturschützerin hilft es auch, wenn wir die Expertise von Vision Landwirtschaft berücksichtigen. Übrigens: Die Basis der Naturschutzorganisationen hat schon bei der Trinkwasserinitiative bewiesen, dass sie sachlicher entscheidet als die politischen Gremien der Organisationen.

    • 29.08.2026 at 11:51
      Permalink

      Die Propaganda funktioniert hüben und drüben – für und gegen die Ernährungsinitiative.
      Der Artikel im IS von letzter Woche hat mich am Meisten überzeugt. Der ist sachlich.
      Die PR mit den Cervelats sehe ich im Artikel von UPG zum ersten Mal. Das kommt daher, dass ich mich eher unter Kühen als in Städten aufhalte. Sie gefällt mir nicht.
      .
      Es passt mir auch nicht, dass wir nach Umsetzung der Ernährungsinitiative unser Fleisch im Ausland – ja sogar Bio-Artikel und erst noch billiger – im Ausland beziehen können. Die können ja dann eingeflogen oder von weit her gekarrt und mit hohen Zöllen belastet werden.

      So hatte ich schon damals, als die Umweltschäden den pupsenden Kühe propagiert wurden, meine Bedenken. Auch diese Studie kann gefälscht sein. Erlebe die Landwirtschaft mit ihren guten und schlechten Auswirkungen aus nächster Nähe. Halte mich auch des Öftern im Kuhstall auf. Musste aber noch nie unter den Abgasen von Kühen leiden.
      Jeden Benziner, der losfährt kann ich sehr gut riechen.

    • 29.08.2026 at 11:54
      Permalink

      Die Propaganda funktioniert hüben und drüben – für und gegen die Ernährungsinitiative.
      Der Artikel im IS von letzter Woche hat mich am Meisten überzeugt. Der ist sachlich.
      Die PR mit den Cervelats sehe ich im Artikel von UPG zum ersten Mal. Das kommt daher, dass ich mich eher unter Kühen als in Städten aufhalte. Sie gefällt mir nicht.
      .
      Es passt mir auch nicht, dass wir nach Umsetzung der Ernährungsinitiative unser Fleisch im Ausland – ja sogar Bio-Artikel und erst noch billiger – beziehen können. Die können ja dann eingeflogen oder von weit her gekarrt und mit hohen Zöllen belastet werden.

      So hatte ich schon damals, als die Umweltschäden der pupsenden Kühe propagiert wurden, meine Bedenken. Auch diese Studie kann gefälscht sein. Erlebe die Landwirtschaft mit ihren guten und schlechten Auswirkungen aus nächster Nähe. Halte mich auch des Öftern im Kuhstall auf. Musste aber noch nie unter den Abgasen von Kühen leiden.
      Jeden Benziner, der losfährt kann ich sehr gut riechen.

  • 29.08.2026 at 14:51
    Permalink

    In der Schweiz braucht alles immer mehrere Anläufe.
    Ob Frauenstimmrecht, AHV und was auch immer. Was etablierte Politiker heute als visionär abtun, ist Morgen ohne jede Abstimmung, die einzige Überlebensmöglichkeit.Unser Grasland ist am grüensten,im Schatten der Kastanien, der Sträucher und der andern Bäume.Dank der Regenwürmer nimmt der murbe Boden die einsetzten Starkregen dankbar auf, während andernorts,die Feinerde, wieder Schächte und Keller füllt.Schaut doch mal von Worb oder Waldhaus auf die gnadenlos verbrannten Emmentaler Hügel. Wenn dort Baumnüsse und Haselnüsse geerntet werden, kann das auch die Rettung der Tierhaltung sein. Dieses Jahr lebt sie nämlich nur Dank Futter aus dem Ausland.

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