Impfung Kinder ClevelandClinic

Der Nutzen einer Corona-Impfung für gesunde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist vernachlässigbar, weil sie an Covid praktisch nie schwer erkranken. © ClevelandClinic

«Verschont uns mit der moralischen Aufarbeitung der Coronazeit»

Urs P. Gasche /  Tamedia-Zeitungen wollen Corona nicht aufarbeiten. Dabei hatten sie die Öffentlichkeit jahrelang – wie der «Blick» – irregeführt.

Ringiers «Blick» war voll auf Regierungskurs. Ringier-CEO Marc Walder hatte dem «Blick» den Tarif durchgegeben: «Mit unserer medialen Berichterstattung wollen wir die Regierung unterstützen, damit wir alle gut durch die Krise kommen.» 

Bekannt ist, dass die Bundesbehörden Verleger aufforderten, die Öffentlichkeit für die Massnahmen zu gewinnen. Ihre Rolle als Vierte Gewalt im Staat sollten sie bitte vergessen.

Unter den grossen Medien war die «NZZ» die einzige Zeitung, welche selten genug auch kritische Stimmen berücksichtigte. Am 24. September 2026 bilanzierte Bundeshaus-Korrespondentin Katharina Fontana: «Die Corona-Zeit ist auch eine Mediengeschichte, und zwar eine mit düsteren Kapiteln. Mehrere Medien taten das ihre, um mit Worst-Case-Szenarien die Bevölkerung zu verschrecken. […] Wegen des Corona-Regimes wurden Familien entzweit, gingen Freundschaften kaputt, endeten Karrieren.» Es sei deshalb ein Fehler, die Corona-Politik nicht aufzuarbeiten.

Ganz anders Tamedia-Bundeshausredaktor Markus Brotschi. Zu Xhakas Zertifikatsbetrug schrieb er am 23. September 2026: «Es reicht! Wir haben genug von diesem Corona-Nachspiel. […] Darum das Plädoyer: Verschont das Land mit dieser moralischen Aufarbeitung der Corona-Zeit.»

Dabei hätten es «Tages-Anzeiger» & Co. bitter nötig, ihre Rolle während der Corona-Zeit gegenüber ihrer Leserschaft kritisch aufzuarbeiten. Die vielen Tamedia-Zeitungen gaben sich nicht einmal damit zufrieden, die behördlichen Massnahmen und Informationen kritiklos zu verbreiten, sondern forderten wiederholt noch viel strengere Massnahmen, als der Bundesrat sie beschloss. 

Peter Morf Ex Bundeshausjournalist

Der einzige Tamedia-Journalist, der an den Medienkonferenzen in Bern zu den Massnahmen kritische Fragen stellte, war Peter Morf, langjähriger Bundeshausredaktor der «Finanz und Wirtschaft». Als der Bundesrat am 1. Juli 2020 an einer Medienkonferenz die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln bekannt gab, stellte Morf die naheliegende Frage, ob es denn eine Evidenz dafür gebe, zu wie vielen Ansteckungen es im öffentlichen Verkehr komme. Es antwortete nicht die anwesende Bundesrätin, sondern der Bundeshaussprecher: «Diese Evidenz gibt es nicht.»

Nach weiteren kritischen Fragen des Bundeshauskorrespondenten verboten ihm seine Tamedia-Vorgesetzten Anfang 2021, weiter über die Pandemie und die Massnahmen zu schreiben. Er schreibe «nicht faktengerecht», unterschob ihm die Chefredaktion, ohne dies je mit einem einzigen Bespiel zu belegen. 

Der unterdessen pensionierte Peter Morf erklärte Ende Juli 2026 rückblickend gegenüber «Klein-Report»: «Ich gehe davon aus, dass das Schreibverbot auf eine Intervention der Tamedia-Verlagsleitung zurückging. Diese dürfte eine Folge des Aufrufs des Ringier-Konzerns an alle grossen Schweizer Verlagshäuser gewesen sein, in Sachen Corona die Position des Bundesrates zu stützen. Nach meinem Schreibverbot berichtete die ‹Finanz und Wirtschaft› nur noch unkritisch und staatstreu über Corona.» Auch in der Redaktion des «Tages-Anzeigers» verschwanden kritische Artikel in der Schublade oder Journalisten wurden angewiesen, unliebsame Aussagen in einem Artikel zu streichen.


Genügend Stoff

Die Tamedia-Zeitungen waren nicht nur unkritisch und staatstreu, sondern verbreiteten auch eine Fülle von einseitig alarmierenden und krass irreführenden Informationen. Einige Beispiele:

Die Tamedia-Zeitungen wählten überwiegend Experten und Exponenten aus, welche zur Dramatisierung neigten. Zu Beginn der Pandemie zitierten sie beispielsweise am 8. April 2020 Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor an der ETH Lausanne. Beim schlimmsten Szenario sei in der Schweiz ohne Massnahmen mit 20’000 bis 35’000 Toten zu rechnen. 
Im gleichen Zug zitierten die Zeitungen Christian Althaus von der Universität Bern. Ein «Worst-Case-Szenario» mit 30’000 Toten sei «nicht ausgeschlossen».

«20 Minuten» ängstigte Anfang Dezember 2021 mit der Schlagzeile: «Wir steuern immer mehr auf eine Katastrophe zu.» Die Zeitung berief sich auf den Infektiologen Andreas Widmer, der die Covid-Massnahmen des Bundesrats für zu schwach hielt. 

Andere Experten, welche die Auswirkungen und die Übertragungsart des Sars-Cov2-Virus eher mit der besonders schweren Grippewelle 2017/18 verglichen, kamen in Tamedia-Zeitungen kaum zu Wort.

Neben der einseitigen Auswahl von Alarmisten informierten Tamedia-Zeitungen auch krass irreführend.

So titelte der «Tages-Anzeiger» am 14. März 2021: «Erneut steigende Fallzahlen schränken den Spielraum des Bundesrats ein.» Die Zeitung verschwieg, dass die Zahl der Intensivbehandelten und der Todesfälle am Sinken war.

Regelmässig verbreiteten die Tamedia-Zeitungen – oft mit Grafiken illustriert – steigende «Fallzahlen» und erweckten den Eindruck, es handle sich dabei alles um Erkrankte oder sogar Ansteckende. In Wahrheit handelte es sich lediglich um positiv Getestete. Viele dieser «Fälle» hatten vom Virus nie etwas bemerkt oder waren nur vorher einmal leicht erkältet. Auf jeden Fall waren die meisten zum Zeitpunkt des positiven Tests nicht mehr ansteckend. Trotzdem störten sich Tamedia-Zeitungen nicht daran, dass alle positiv Getesteten in Quarantäne gesetzt wurden oder Zugangsverbote erhielten.

Im Mai 2023 verbreiteten Tamedia-Zeitungen einen Artikel der «Süddeutschen Zeitung» in der halben Deutschschweiz. Es ging um den angeblich ausserordentlich grossen Nutzen der Covid-Impfung. Zwei Impfdosen würden das Risiko von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion «um etwa 40 Prozent reduzieren». Diese Information war krass irreführend, weil praktisch alle Leserinnen und Leser die Schlagzeile so verstanden, dass sie ihr persönliches Risiko, an Long-Covid zu erkranken, mit zwei Impfdosen um 40 Prozent verringern können. Falls dies zuträfe, wäre die Impfung ausserordentlich wirksam.

Doch mit den «40 Prozent» war etwas ganz anderes gemeint, nämlich nur der «relative» Nutzen von zwei Impfdosen. Diese relativen 40 Prozent können zwar einen grossen Nutzen bedeuten, aber auch nur einen vernachlässigbar kleinen.*

Es weiss und wusste die Wissenschaftsredaktion des «Tages-Anzeigers», dass die alleinige Angabe der relativen Risikoreduktion («reduziert das Risiko um 40 Prozent») irreführend und wertlos ist.

Am 8. Dezember 2021 durften Prominente im «Tages-Anzeiger» unwidersprochen verbreiten, diejenigen, die sich nicht impfen lassen, seien «Arschlöcher». Auch die Redaktionen von Tamedia stellten Ungeimpfte als unsozial, wenn nicht gemeingefährlich dar.

Das unsinnige Impfen von gesunden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben die Tamedia-Zeitungen mehrfach verteidigt. Einmal kam ein kritischer Experte zu Wort. Doch Kritiker stellten sie auch in die Ecke von Schwurblern.

Über alle diese Probleme hatte Infosperber in den Coronajahren regelmässig informiert.


«Verschont das Land» – oder genauer: Verschont die Tamedia-Zeitungen

An ihre Fehlleistungen wollen die Tamedia-Zeitungen nicht erinnert werden. Nochmals Bundeshaus-Redaktor Markus Brotschi am 23. September 2026: 
«Als jemand, der sich mit Überzeugung mehrfach impfen liess, sage ich: Viele haben genug von diesem Nachspiel. Auch wer die Corona-Regeln und die Impfung befolgte, hat nicht zwingend ein Interesse an dieser Art der Vergangenheitsbewältigung. […] Verschont das Land mit dieser moralischen Aufarbeitung der Corona-Zeit.»

Wenigstens Fabian Renz, bei Tamedia damals verantwortlich für Meinungen und Analysen, erinnerte am 17. Januar 2023 in einem Leitartikel an die Rolle der Medien:

«Gerade eine Extremsituation, in der die Freiheit des Einzelnen massiv beschnitten wird, verlangt nach ‹lästigen› Medien: Es kann nicht ihre Aufgabe sein, die Regierenden möglichst ungestört schalten, walten und nach eigenem Gutdünken kommunizieren zu lassen.» 

Im Fall von Corona haben die Tamedia-Zeitungen bei dieser Aufgabe versagt. Es überrascht deshalb wenig, dass sie eine Aufarbeitung der Corona-Zeit ablehnen.

_____________
* Das zeigt ein Beispiel mit folgenden konkreten Zahlen: 
Erkranken von 10’000 Personen dank der doppelten Impfdosis nur 6 anstatt ohne Impfung 10, dann sind dies zwar 40 Prozent weniger. Doch der Nutzen der Impfungen wäre vernachlässigbar.
Erkranken jedoch von 10’000 Personen dank der doppelten Impfdosis 600 anstatt ohne Impfung 1000, dann sind dies ebenfalls 40 Prozent weniger. Doch der Nutzen der Impfungen wäre enorm gross.

Weiterführende Informationen


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
➔ Solche Artikel sind nur dank Ihren SPENDEN möglich. Spenden an unsere Stiftung können Sie bei den Steuern abziehen.

Mit Twint oder Bank-App auch gleich hier:



_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

Laufen_ElizabethTable4Five

Öffentliche Gesundheit

Ob wir gesund bleiben, hängt auch von Bewegungsmöglichkeiten, Arbeitsplatz, Umwelt und Vorsorge ab.

War dieser Artikel nützlich?
Ja:
Nein:


Infosperber gibt es nur dank unbezahlter Arbeit und Spenden.
Spenden kann man bei den Steuern in Abzug bringen.

Direkt mit Twint oder Bank-App



Spenden



Die Redaktion schliesst den Meinungsaustausch automatisch nach drei Tagen oder hat ihn für diesen Artikel gar nicht ermöglicht.

16 Meinungen

  • 5.10.2026 at 14:55
    Permalink

    Ich bin wirklich froh, dass es solche Artikel gibt. Denn die Medien befeuerten mit der WHO und grossen Teilen der Wissenschaft die Massenhysterie. Ich war damals noch ein hoffnungsvoller «Republik» Leser und Unterstützer. Auch die hat mit der Anheizung mitgemacht. Starjournalist Daniel Binswanger war an vorderster Front. Seither habe ich diese nicht mehr abonniert.

    • Favorit Daumen X
      5.10.2026 at 18:13
      Permalink

      Während der Corona-Pandemie hat das BAG nicht unterschieden, ob jemand an oder mit Corona starb. Das hatten wir von Anfang an beanstandet. In Spitälern wurden alle Eingelieferten auf Corona getestet. Falls sie positiv waren und starben (auch an einem Unfall oder an Krebs oder einem Herzinfarkt), wurden sie als Corona-Tote in die Statistik aufgenommen.
      Das BFS unterschied im Nachhinein nach ärztlich bescheinigter Hauptursache für den Tod. Deshalb hätten die BFS-Zahlen deutlich tiefer ausfallen müssen als diejenigen des BAG. Es war aber umgekehrt. Eine Aufarbeitung müsste auch dieses Erfassen der «Corona-Toten» untersuchen.

      • 5.10.2026 at 22:28
        Permalink

        An Ihrer Stelle würde einfach mal beim BAG oder beim BFS nachfragen. Aber wie gesagt, egal ob 14.000 oder 19.000 sind, demnach wird man die Warnung, beim «schlimmsten Szenario sei in der Schweiz ohne Massnahmen mit 20’000 bis 35’000 Toten zu rechnen», nicht wirklich als «Dramatisierung» bezeichnen können.

        Unfalltote wurden übrigens in Deutschland nie als Coronatote gezählt, es wurde nur immer wieder behauptet. Wie es in der Schweiz war, weiß ich nicht und will auch nicht anfangen, das zu recherchieren. Bei Vorerkrankungen ist die Frage «an oder mit» schwierig und oft auch unsinnig, gerade für alte Menschen. In Deutschland kam man, wenn ich mich recht erinnere, zu dem Befund, dass bei ca. 80 % der «an oder mit» Gestorbenen Covid die Hauptursache war.

        • Favorit Daumen X
          6.10.2026 at 08:50
          Permalink

          In der Schweiz war es definitiv so. Wir hatten eingehend darüber berichtet. In Deutschland sagte das RKI: «Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind (“gestorben an”), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war (“gestorben mit”), werden erfasst.» Die meisten, die starben hatte Vorerkrankungen. Die Zahl derjenigen, die an ihren Krankheiten starben und nicht an Corona, dürfte auch in Deutschlands Statistik signifikant sein.

        • 6.10.2026 at 14:52
          Permalink

          Solche Kommentare machen mich fast traurig. Nie zuvor hat man die Anzahl Toten so erfasst, erst mit der Corono-Krise wurde das statistisch so gehandhabt, und zwar auf Empfehlung der WHO. Dreimal kann man raten, warum! Ein Mensch mit schwerer Vorerkrankung oder einem gravierenden Unfall, der zugleich positiv an Covid getestet wurde (was nicht viel aussagt, ob jemand krank oder ansteckend ist) und danach stirbt, ist nicht als Corona-Toter zu erfassen, sondern die Ursache ist massgebend, und das ist die Vorerkrankung oder der Unfall. Die Infektionskrankheit hat das Fass nur zum Überlaufen gebracht, was übrigens bei jeder jährlichen Grippe der Fall ist und immer sein wird. Alles andere ist bewusste Manipulation. Dies trifft nicht nur auf die Schweiz zu, sondern auch auf Deutschland usw.

        • 6.10.2026 at 20:23
          Permalink

          Ich zitiere von der offiziellen Webseite des BFS: «In der Todesursachenstatistik muss für jeden Todesfall eine einzige Diagnose der Krankheit, die zum Tod geführt hat, ausgewählt werden. Nach den Regeln der Weltgesundheitsorganisation ist dies die Grundkrankheit, die am Beginn des Krankheitsverlaufs stand und nicht das letzte Ereignis, das schliesslich zum Tod geführt hat.» Dies wurde jedoch (ausschliesslich) für das COVID-19-Virus von der WHO geändert. Plötzlich war die Todesursache für jeden Corona-positiv Getesteten das Virus und nicht die Grundkrankheit. Das verzerrt natürlich die Statistik enorm und müsste auseinanderdividiert werden.

          Zudem hat Bundesrat Cassis (immerhin Arzt) vor laufender Kamera erklärt, für einen Unfalltoten mit einem positiven Coronatest zähle laut WHO-Weisung Corona als Todesursache (siehe entsprechender SRF-Ausschnitt im Film «Der Hype» von Mike Wyniger).

    • 6.10.2026 at 14:18
      Permalink

      Ich finde diese Aussage recht abenteuerlich, denn Schweden hat ja bewiesen, dass es bessere Zahlen am Ende vorweisen konnte, ohne Lockdown und Maskenpflicht, als Deutschland mit Schulschliessungen, Ausganssperren, Maskenpflicht im Freien und die diskriminierende 2G Regelung…kann schon sein, dass es Maßnahmen gab, die etwas gebracht haben, aber die von Deutschland ausgeführten im Vergleich zu Schweden eben genau nicht.

    • 6.10.2026 at 15:58
      Permalink

      Das schlimmste Szenario bezog sich lediglich auf die erste Welle im Frühjahr 2020, nicht auf die gesamte Zeit der Pandemie bis im Frühjahr 2022. Die tatsächlichen Zahlen waren dabei weit unter dem schlimmsten Szenario. Selbst mit der Winterwelle ab November 2020 lagen die Zahlen eher bei 9’000, die Übersterblichkeit lag dabei nochmal tiefer.
      Das ist nicht nichts, zeigt aber deutlich, wie daneben die Fraktion Panik von Anfang an lag. Und darum geht es: um eine Einordnung der Stimmen zu Beginn der Pandemie, die bis heute nicht zugeben können, dass ihre Annahmen bzgl Sterblichkeit völlig überzogen waren. Dass das so war wusste man aus den verfügbaren Daten spätestens seit April 2020.

  • 5.10.2026 at 15:42
    Permalink

    vielen Dank für diesen «lästigen» Artikel… auch wenn ihn wahrscheinlich nur diejenigen lesen, die laut SRF News von heute Mittag, schon längst in ihrer eigenen wissenschaftsfeindlichen, Medien- und Regierungskritischen Meinungsblase gefangen sind.

  • 6.10.2026 at 09:45
    Permalink

    ‘Verschont uns …‘ Und warum bitte – sollten wir das tun…?
    Ja, unkritisch und staatstreu! Die vierte Gewalt hatte sich selbst verraten – sich kaufen lassen, wenn sie nicht bereits in vorauseilendem Gehorsam jegliche Kritik bereits hatte sausen lassen.

  • 6.10.2026 at 10:41
    Permalink

    SWI 23. Juli 2009 – 15:10 Tamiflu: «Umsätze erreichen Milliardengrenze»

    Handelsblatt Siegfried Hofmann 22.02.2022 – 04:00: «100 Milliarden Dollar Zusatzumsatz: Corona-Boom beschert Pharmabranche Rekordwachstum -Die 20 größten Unternehmen der Branche erleben den stärksten Umsatzsprung seit Jahrzehnten. Doch ein Ende des Covid-Booms zeichnet sich ab.»

    Zur Aussage der Hauptzeile des Artikels: «Verschont uns mit der moralischen Aufarbeitung der Coronazeit» Könnte es theoretisch möglich sein, dass man mit einer weiteren Milliarden-Geschäft-Epedimie rechnen könnte und eine moralische Aufarbeitung der Coronazeit den kommerziellen Nutzen von zukünftigen Epidemien hinterfragen könnte, weil man die Bevölkerung nicht beunruhigen will.
    Gunther Kropp, Basel

  • 6.10.2026 at 12:07
    Permalink

    Tamedia will nicht besser werden, schade. Das Sprichwort «Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung» ist bei diesen Zeitungen unbekannt.

  • 6.10.2026 at 22:49
    Permalink

    Neige zum Widerspruch. Hier nicht. Danke für diesen Artikel.

    Und es kommt mir vor, als ob sich viele Medien immer mehr zum Sprachrohr machen der Regierung. Krass ist es bei den Kriegen (Ukraine, Gaza, Iran), verschämter beim Überfall auf Venezuela. Krass auch bei der Klimaerwärmung – die es natürlich gibt -, aber ohne jede Einordnung hinsichtlich dessen, was hier überhaupt möglich ist und was schon geleistet wurde. Dafür mit Angstmacherei wie bei Uriella.

    Und völlig klar ist, dass diejenigen, die falsch handelten, jetzt trompeten, man solle aufhören zu bohren. Man müsse nach vorne schauen. (Sie sagen natürlich, wo vorne ist.) Und morgen geht’s mit neuem Fleisse wieder an dieselbe …

  • 7.10.2026 at 19:01
    Permalink

    Die Frage WARUM HABEN DIE ZEITUNGEN GEDRUCKT GELOGEN? erklärt aktuell ein Mitarbeiter des Schwäbischen Tagblattes dem -sehr empfehlenswerten- Bastian Barucker

    • 8.10.2026 at 10:17
      Permalink

      Lustig, höre soeben diesen Podcast und kann ihn wirklich empfehlen. Man kann dazu sagen, dass der interviewte Journalist bekennender Linker und aktiver Gewerkschafter ist, nur um dem Narrativ entgegen zu wirken, dass Maßnahmen Kritik grundsätzlich nur von rechts kommt. Denn diese falsche Erzählung hatte eine gewaltige Dynamik ausgelöst in dieser Zeit, leider auch bei Künstlern und Kulturschaffenden.

Comments are closed.

Ihre Meinung

Lade Eingabefeld...