Sie schenkte Trump den Nobelpreis – jetzt lässt er sie sitzen
Mit Venezuelas neuer autokratischer Interim-Präsidentin Delcy Rodríguez kann die Trump-Regierung lukrative Geschäftsdeals abschliessen. Der US-Präsident sorgte insbesondere dafür, dass bei der Ausbeutung des Öls praktisch ausschliesslich US-Konzerne zum Zug kommen.
Da steht die Exponentin der venezuelanischen Opposition, María Corina Machado, nur im Weg. Präsident Donald Trump hat ihr jeglichen Schutz verweigert, falls sie auf eigene Faust nach Venezuela zurückkehrt. Nach dem Erdbeben bat sie die US-Regierung vergeblich, ihre Sicherheit bei einer Rückkehr zu garantieren. Sie wandte sich nach Informationen der «New York Times» ans Aussenministerium und an Kongressmitglieder mit der Bitte, ihre Rückkehr nach Venezuela zu unterstützen.
Vergeblich hatte Machado ihren Nobelpreis – gegen den Willen des Nobelpreiskomitees – Präsident Trump geschenkt. Trump lässt sie fallen. Die USA könnten ihre Sicherheit nicht garantieren.
Die «New York Times» kommentiert: «Es ist eines der krassesten Beispiele, wie Trump die internationale Position der USA durcheinanderbringt, ehemalige Gegner stärkt, Verbündete im Stich lässt und Geschäftsabschlüssen Vorrang einräumt.»
Nach Angaben der Zeitung besitzt Machado keinen gültigen venezuelanischen Pass mehr und hält sich mehrheitlich in Panama auf. Vor einer Woche wollte sie in die niederländische Karibikinsel Curaçao reisen, die nur 65 Kilometer von Venezuela entfernt liegt. Doch die Niederlande, die für die Aussenbeziehungen der Insel zuständig sind, lehnten eine Einreise ab, nachdem die USA für ihre Reise nicht hatten bürgen wollen.
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Keine
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Trump hat offenbar auch den bestochenen Sicherheitsleuten von Maduro den Lohn nicht ausbezahlt. Das ist einerseits mies und vielleicht typisch Trump, andererseits haben es die verräterischen Sicherheitsleute und Machado nicht besser verdient.
María Corina Machado funktioniert wie heute viele Politiker (für * Politikerinnen): grossen Ruhm suchen (Nobelpreis weitergeben). Das wars dann. Die hat leider keine blasse Ahnung davon, wie Trump denkt und handelt. Mitleid mit Ihr?
amerika21 Hans Weber 24.01.2026: «Washington. Die US-Regierung hat zum ersten Mal seit der Festnahme von Nicolás Maduro venezolanisches Öl an die Firma Vitol verkauft. Der Deal hatte ein Volumen von rund 250 Millionen US-Dollar. Das in Genf ansässige Handelsunternehmen… und einer seiner leitenden Händler, John Addison, spendete laut Medienberichten sechs Millionen US-Dollar an die Wahlkampagne von Donald Trump im Jahr 2024. Die US-Senatoren der Demokraten Chris Murphy und Cory Booker kritisierten das Geschäft als Korruption und Machtmissbrauch,..»
Könnte wohl theoretisch in Betracht bezogen werden, dass durch die etwas seltsamen Trump-Geschäftsmethoden in den USA eine Filzokratie entstanden sein könnte und in Venezuela gleichgesinnte gefunden haben für blühende Geschäfte. Darum wohl die Erkenntnis im Artikel: «.. Doch der US-Präsident gibt ihr keinen Schutz. Für seine Geschäfte braucht er sie nicht.» The FCPA (15 U.S.C. §§ 78dd-1, et seq.)
Gunther Kropp, Basel
Machado kann den Nobelpreis nicht weiter geben, höchstens die Urkunde, mit der ihr der Nobelpreis als Person vergeben wurde.
Im übrigen: Jemanden, der mit Rechtsextremisten packelt und sogar Angriffe auf das eigene Land gut heisst, wenn dadurch die Regierung, die vermutlich durch Wahlbetrug an der Macht ist, mit Gewalt gestürzt wird (wie viele Tote, Verwundete, Witwen und Waisen dürfens denn sein, Frau Machado?), einen Friedensnobelpreis zu verleihen, das ist schon sehr abenteuerlich und eine Schande für das Nobelpreiskomitee!
Eine US-Marionette wird nicht mehr benötigt, weil der Wind sich gedreht hat; schon hundertmal passiert: Die USA wollten 1963 ihren südvietnamesischen Statthalter Ngo Dinh Diem loswerden, der allzu korrupt geworden war. Das ganze endete in einem Debakel, einem blutigen Militärputsch, bei dem Diem ermordet wurde. Saddam Hussein war 1979 – 1989 herzlich willkommen – bei den Geschicken seiner Baath-Partei hatte wohl auch die CIA die Hand im Spiel – und endete auf Betreiben der USA 2006 am Galgen. Von Kissinger stammt der Ausspruch: «Es ist gefährlich, die USA zum Feind zu haben. Sie jedoch zum Freund zu haben, ist tödlich.»
Wer die USA auffordert sein Land zu bombardieren, muss sich vorher überlegen ob sie je wieder zurück nach Venezuela will….