Zuerst wurde er zensuriert, dann benahm er sich «wie ein Narr»
Falsche Prognosen gab es bei Corona nicht nur in den USA. Beispiel Österreich: Die Alpha-Virusvariante werde zu «fünf Mal mehr Corona-Toten» führen, prophezeite der Vizedirektor der Medizinischen Universität Wien im Januar 2021. Die Variante breitete sich aus – aber die Zahl der Todesfälle sank.
Beispiel Schweiz: «Die Zahlen stabilisieren sich, wir können mit viel Optimismus in den Herbst und Winter hineingehen, weil wir wissen: Wir können es managen.» Das sagte Marcel Salathé von der ETH Lausanne, Mitglied der Science Taskforce, am 25. September 2020. Dann kam die zweite Coronawelle.
Oder: «Die Modellierungen der Taskforce zeigen eindeutig, dass schnelle Öffnungsschritte mit grossen Risiken verbunden sind.» Aus wissenschaftlicher Sicht gehe man damit ein Risiko ein – epidemiologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich, warnte im April 2021 der damalige Leiter der Schweizer Science Taskforce, Martin Ackermann, in der «Sonntagszeitung».


«Das hatten wir doch schon mal»
Rund drei Wochen später fragte der «Sonntagsblick»: «Wo ist das Virus jetzt?» und führte aus: «Das hatten wir doch schon einmal: Als der Bundesrat im letzten Sommer den Lockdown aufhob, fielen die Infektionszahlen in den Keller. Die ganze Schweiz rätselte: Wo ist das Virus hin? Und jetzt passiert es wieder […] Dabei hatte die Covid-Taskforce gewarnt: Wenn wir lockern, steigen die Zahlen – auf 5000 Fälle täglich.»

Berater der Politik
Die wissenschaftlichen Modellierer sassen vielerorts in Expertengruppen, welche direkt Regierungen und Gesundheitsbehörden berieten oder welche öffentlich Druck ausübten.

Auch Christian Althaus gehörte zur Science Taskforce
Einer davon war Christian Althaus, der bis Anfang 2021 auch der Science Taskforce angehörte. Er war in den Medien sehr präsent: Althaus «wurde binnen kurzer Zeit zu einem der gefragtesten Experten in der Corona-Krise», schrieb die Universität Bern. Rund 1400-mal tauchte sein Name im Zusammenhang mit Corona allein 2020 in den Medien auf.
Auf Social Media war der Berner Wissenschaftler ebenfalls überaus aktiv. Während der Pandemie setzte er über 3600 Tweets und Reposts ab und machte damit immer wieder auch politischen Druck.


Der Kritiker, den niemand hören wollte
Während die Modellrechner mit Schreckensprognosen aufwarteten, stufte der Epidemiologe John Ioannidis das Risiko, das von Sars-CoV-2 ausging, viel niedriger ein.
Im «British Medical Journal» nannte er eine Vielzahl von Schäden, die der Lockdown verursachte: Menschen mit Herzinfarkt, die aus Angst vor Ansteckung nicht mehr ins Spital gingen, verzögerte Krebsbehandlungen, stark gestiegene Waffenverkäufe in den USA, erhöhte Suizidraten, mehr häusliche Gewalt und Kindesmisshandlungen und ungesunder Stress, den der Lockdown für alle bedeutete. Er plädierte dafür, den möglichen Nutzen gegen den möglichen Schaden des Lockdowns abzuwägen.
Zum möglichen Schaden gehörten auch fehlender Schulunterricht für die Kinder, wegen ungenügender Pflege im Heim verdurstende Senioren oder alte Menschen, die mit einem Knochenbruch tagelang im Spital lagen, aber wegen eines positiven PCR-Tests nicht operiert werden durften – «ideale» Bedingungen, um sich dort eine Lungenentzündung einzufangen.
Falsch gelegen – oder nicht?
Der Berner Wissenschaftler Christian Althaus, ehemaliges Mitglied der Science Taskforce, «lag offensichtlich falsch». Das sagte John Ioannidis, Professor für Medizin, Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit sowie für Datenwissenschaft an der Stanford University, kürzlich im Interview mit Infosperber.
Christian Althaus widerspricht dem. Er bleibt auch jetzt dabei, dass er mit seiner anfänglichen Schätzung von einem Prozent Infektionssterblichkeitsrate zum damaligen Zeitpunkt Ende Februar 2020 richtig lag. Infosperber geht in einer fünfteiligen Serie der Frage nach, wer richtig lag.
USA: Ohne Job auch keine Krankenversicherung
Zusammen mit mehreren hochrangigen Kollegen hatte Ioannidis im März 2020 erfolglos versucht, an den US-Präsidenten Donald Trump und an die US-Corona-Taskforce heranzutreten. Die Gruppe war besorgt, weil es aus ihrer Sicht noch viel zu wenig belastbare Evidenz gab, und wollte davor warnen, «das Land für sehr lange Zeit herunterzufahren und dadurch so viele Menschenleben zu gefährden».
Denn Lockdown – das bedeutete für Millionen von Menschen in den USA Jobverlust, damit verbunden auch Wegfall der Krankenversicherung und finanzielle Misere. Allein in der letzten Märzwoche 2020 hätten drei Millionen Menschen in den USA Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, «so viele wie noch nie in einem so kurzen Zeitraum», berichtete «Der Spiegel». «Millionen Menschen vermeiden medizinische Kosten, bis es nicht mehr geht.» Als direkte Folge einer fehlenden Krankenversicherung würden schon in normalen Jahren jedes Jahr 45’000 US-Amerikaner sterben.
Der Lockdown verschärfte das alles – nicht nur in den USA.
Kritik an drakonischen Massnahmen
Ab März 2020 wies Ioannidis immer wieder auf die möglichen Schäden der «drakonischen Massnahmen» hin. «Wir treffen Entscheidungen, ohne verlässliche Daten zu haben», kritisierte er und warnte vor einem «Evidenz-Fiasko».
Den Lockdown hielt er angesichts des begrenzten Wissens über das neue Virus anfangs noch für gerechtfertigt. Doch «mit einem Lockdown von Monaten, wenn nicht Jahren, kommt das Leben zum Erliegen, die kurz- und die langfristigen Folgen dessen sind völlig unbekannt und letztlich könnten Milliarden – nicht nur Millionen – von Menschenleben auf dem Spiel stehen. Wenn wir uns entscheiden, von der Klippe zu springen, brauchen wir Daten, die uns Aufschluss geben, ob eine solche Handlung begründet ist und wie die Chancen stehen, dass wir irgendwo sicher landen werden», forderte er in «Stat News».
Wissenschaftler agierten politisch
Als einer der ersten in den USA hatte Ioannidis zusammen mit Kollegen Anfang April 2020 eine Studie im kalifornischen Santa Clara County aufgegleist, die mehr Klarheit bringen sollte. Anstatt theoretisch zu modellieren, wurde dort zuerst einmal gemessen. Die Wissenschaftler suchten in Blutproben von über 3000 Kindern und Erwachsenen nach Antikörpern gegen Sars-CoV-2. Solche Antikörper zu haben, bedeutete: Die Person hatte bereits eine Infektion mit dem Corona-Virus überstanden. Anhand der Resultate liess sich schätzen, wie stark sich das Virus schon verbreitet hatte, wie hoch die Sterblichkeitsrate war und wie gefährlich Sars-CoV-2 dort folglich war.
Die Studie, später veröffentlicht im «International Journal of Epidemiology», kam zum Schluss, dass Sars-CoV-2 in diesem kalifornischen Bezirk erst wenige Prozent der Bevölkerung infiziert hatte – es waren jedoch deutlich mehr als offiziell bekannt. Ende März 2020 sei die wahre Anzahl der stattgehabten Sars-CoV-2-Infektionen 56-mal höher gewesen als die offiziell erfassten Fälle. Diesen Befund – eine streckenweise hohe Dunkelziffer – bestätigten spätere Studien, beispielsweise aus Zürich, Genf und Österreich.

Politisch aufgeheizte Lage
Die Infektionssterblichkeitsrate (IFR) betrug gemäss dieser kalifornischen Studie im Santa Clara County höchstens 0,2 Prozent, bei den unter 70-Jährigen 0,07 Prozent. Der Berner Wissenschaftler Christian Althaus hatte sie Ende Februar 2020 mit rund 1 Prozent auf ein Vielfaches geschätzt. Zum Vergleich: Die IFR bei der Grippe (Influenza) wurde zum damaligen Zeitpunkt meist mit 0,1 bis 0,2 Prozent angegeben.
Doch: Die Studienteilnehmer im Santa Clara County waren nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung. Das war den Autoren bewusst. Immerhin aber war der Anteil der Personen, die in ihrer Studie schon Antikörper gegen Sars-CoV-2 hatten, in etwa vergleichbar mit den Teilnehmern einer Studie aus Genf.
Die Santa Clara County Studie wurde mit Worten wie «unplausibel» und «dubiose Methode» heftig kritisiert, unter anderem, weil möglicherweise vor allem Personen, die den Verdacht hegten, sie hätten schon Corona gehabt, daran teilgenommen hatten. (Denselben Verdacht hegten übrigens auch die Autorinnen und Autoren der Genfer Studie, die auf eine höhere IFR kam und Althaus und der Science Taskforce als Beleg diente.)
Das Ergebnis der kalifornischen Studie warf Fragen auf: Welche Massnahmen waren gerechtfertigt?
Das Ganze war hochpolitisch. Die vom Virus ausgehende Gefahr herunterzuspielen, möglichst keinen Lockdown, schnelles Wiederöffnen – das bedeutete Trump-Politik. Die Stimmung bei grossen medizinischen Fachzeitschriften und weiten Teilen des wissenschaftlichen Establishments war: Trump muss weg. Der Chefredaktor des einflussreichen «The Lancet» soll das angeblich sogar wörtlich gesagt haben.
Um Trump die Präsidentschaftswahl im November 2020 zu vermasseln, gingen die US-Arzneimittelbehörde und der Impfstoffhersteller Pfizer mutmasslich sogar so weit, dass sie – trotz der Corona-Gefahr – die Zulassung des Impfstoffs absichtlich hinauszögerten bis nach der US-Präsidentschaftswahl. Darauf deuten verschiedene Indizien hin.
Zwischen die Fronten geraten
Indem Ioannidis auf die möglichen Schäden des Lockdowns hinwies, geriet er in den Verdacht, einer «konservativen Ideologie» anzuhängen – «eine geradezu aberwitzige Einstufung», wie er fand. Früher ein gefragter Interviewpartner, begannen ihn grosse Medien kurz nach Beginn der Corona-Pandemie zu schneiden. Im «International Journal of Forecasting» schilderte er, was sich zutrug:
Ab Mitte März 2020 habe er mehrmals versucht, einen von ihm verfassten Artikel prominent zu platzieren. Darin schrieb er, dass das Virus punktuell verheerend sein könne. An zwei Orten seien strenge Massnahmen nötig: in Pflegeheimen – die noch immer weitgehend sich selbst überlassen waren – und in Spitälern. Doch der weltbekannte Wissenschaftler, Gallionsfigur der Evidenz-basierten Medizin, konnte seinen Beitrag nicht publizieren.
Die «New York Times» habe Mitte März 2020 nach tagelangem Hin und Her einen Artikel von ihm zuerst halb umgeschrieben – und teilte ihm schliesslich mit, dass sie seinen Text nicht veröffentlichen werde. «Stat News» habe an einem Text von ihm umfangreiche Revisionen verlangt – und dem ausgewiesenen Fachmann danach erklärt, dass kein Experte denke wie er. Sein Text wurde nicht publiziert. Youtube löschte ein Video von einem Interview mit Ioannidis, das bereits eine Million Klicks hatte.
Bekenntnis eines «Narren»
Im April 2020 lehnte sich Ioannidis zu weit aus dem Fenster, als er einem Journalisten der «Washington Post» Auskunft gab – und sich grob verschätzte: Auf der Basis der noch begrenzten Testdaten «würde ich sagen, dass Covid-19 in dieser Saison in den USA zu weniger als 40’000 Todesfällen führen wird». Diese Zahl war schon bald darauf weit überholt: In den USA waren bis dahin über 100’000 Personen an oder mit Covid gestorben.
Die eklatante Fehlschätzung flog Ioannidis nachher um die Ohren – und lieferte grossen Medien einen weiteren Grund, ihn zu meiden. Unter dem Titel «Das Bekenntnis eines Narren» gestand er seinen Fehler im Sommer 2020 ein. Er habe sich benommen «wie ein Experte (das heisst ein Narr)». Hätte er zum Beispiel gewusst, dass massenhaft Covid-Patienten in Pflegeheime verlegt worden seien, «hätte ich mein törichtes Zitat um ein Vielfaches erhöht».
Weiter habe er nicht berücksichtigt, welche Wirkung die Meldepflicht und die neue «Falldefinition» von Covid-19 gehabt hätten: «Der Begriff ‹Covid-19-Todesfall› umfasst mittlerweile nicht nur ‹Todesfälle durch COVID-19› und ‹Todesfälle mit Covid-19›, sondern sogar Todesfälle ‹ohne dokumentiertes Covid-19›.»
Die überwiegende Mehrheit derjenigen, die an Covid starben, seien aufgrund ihrer Vorerkrankungen bereits kurz vor dem Lebensende gewesen, so Ioannidis. «Von den 103’700 Covid-19-Todesfällen in den USA während jener Saison hatten 94 Prozent schwere Begleiterkrankungen und 42 Prozent der Verstorbenen waren Bewohner von Pflegeheimen.»
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Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Liebe Frau Frei, vielen Dank für diese Artikelserie und dass Sie am Thema dranbleiben! Was mich erschüttert sind die jeweils 10%+ Leserinnen und Leser, die diese Artikel als «nicht nützlich» empfinden. Wieso? Wollen sie nichts lernen für die Zukunft?
Ich bin auch erschüttert wie sie. Mir kommen zwei mögliche Erklärungen in den Sinn: 1. Die Mehrheit der Menschen haben aus Bequemlichkeit (Denkfaulheit gehört auch dazu) alle Informationen von Seiten der Regierung und von sogenannten Experten blind übernommen. Dass dabei die demokratischen Freiheitsrechte mit Füssen getreten wurden, störte sie offenbar überhaupt nicht. Störend finden sie Menschen wie ich, die das Thema nicht ruhen lassen wollen. Mit rationellen Argumenten läuft man gegen eine Wand. Ein typisches Verhalten von Gläubigen, ich nenne sie deshalb die Zeugen Coronas. 2. Wenige Menschen haben die geistige Grösse, Fehler einzugestehen. Ioannidis hat Fehler zugegeben, Althaus bezeichnenderweise nicht. Dies sind nur einige, nicht abschliessende Überlegungen.
Es ist einfach ermüdend, nach mehr als 5 Jahren noch fast jeden Tag einen Artikel über die Pandemie zu lesen. Ueber Long-Covid-Fälle würde ich gerne mehr Berichte lesen, die sind immer noch aktuell.
Long-Covid oder Long-Vax?
Ich kenne nur Long Covid.
Ich verstehe, dass es ermüdend ist, auch fünf Jahre danach an die eigenen Fehler von damals erinnert zu werden. Aber wenn der Nationalrat damit beschäftigt ist, die Fehler von damals in ein neues Gesetz (Epidemiengesetz) zu giessen, dann ist es dringend nötig.
Ich würde auch gerne mehr über Post-Covid erfahren. Vor allem auch über eine fundierte Abgrenzung zwischen Post-Covid und Impfschäden, welche sozusagen die gleiche Symptomatik aufweisen.
Welt Birgit Herden 22.06.2020: «Zu hastige Studien, Virologenstreit und Widersprüche – die Corona-Forschung scheint zunehmend auch von Ideologie und Politik getrieben….„Warum die meisten publizierten Forschungsergebnisse falsch sind“. Ioannidis führte den mathematischen Beweis, dass für diesen Missstand nur wenige Zutaten genügen: der leichte „Bias“ eines Forschers, also der Wunsch nach einem bestimmten Ergebnis…»
Höchst beachtenswerte Aussagen im Artikel: «Die wissenschaftlichen Modellierer sassen vielerorts in Expertengruppen, welche direkt Regierungen und Gesundheitsbehörden berieten oder welche öffentlich Druck ausübten…Indem Ioannidis auf die möglichen Schäden des Lockdowns hinwies, geriet er in den Verdacht, einer «konservativen Ideologie» anzuhängen ..»
Politik und Pharmakonzernes bestimmten die Corona-Marschrichtung. Es könnte wohl enormer Druck auf die Forscher ausgeübt worden sein, dass zu sagen was erwünscht ist.
Gunther Kropp, Basel
Nach wie vor wird immer wieder von Corona-Toten gesprochen. Erst am Schluss des Artikels wird auf die ausschlaggebenden Tatsachen hingewiesen. Die Vorgaben der WHO, wonach ein positiv getesteter Mensch aufgrund eines PCR-Tests, der daraufhin gestorben ist, als ein Corona-Toter zu bewerten sein soll, ist völlig absurd. Warum das so gehandhabt wurde, ist wohl jedem verständigen Menschen klar. Die Statistik über die Sterblichkeit beweist eindeutig, dass sich die Sterblichkeit während der Corona-Krise im durchschnittlichen Rahmen der letzten 25 Jahren bewegte. Es war somit eine gewöhnliche Grippe, nur die unverhältnismässigen Massnahmen und die ständige Angst- und Panikmache hat die Todesrate kurzzeitig in die Höhe getrieben, nicht der Virus!
Dann gab es also keine Uebersterblichkeit und die Spitäler waren wegen der Grippe überlastet?
Ich kenne persönlich niemanden, der die Existenz des Virus bestreitet. Auch nicht, dass es zeitweise eine Übersterblichkeit gab. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Ländern, welche über die ganze Krise hinweg gerechnet keine Übersterblichkeit aufwiesen.
Der Streitpunkt ist doch: Was war der Nutzen der Massnahmen? Heute sieht es eher danach aus, dass er geringer war als der Kollateralschaden. Ausgerechnet Schweden, das für seine geringen Massnahmen heftig kritisiert worden ist, weist von allen europäischen Staaten die günstigste Sterbestatistik auf!
Denke die Zahl der Covid Toten ist tiefer als die offiziellen Zahlen angeben.Wie BR Cassis in der Arena auf Srf ausgeführt hat,werden auch verunfallte Motorradfahrer,welchen im Spital ein positiver Pcr Test abgenommen wurde,als Covid Patient geführt.Das hätte die Who als Standard festgelegt.
Somit wurde dies wohl in den allermeisten Ländern so gehandhabt.Wenn jetzt dieser Motorradfahrer an den Folgen des Unfalls verstarb, ist er trotzdem in der Corona Statistik aufgeführt.Deshalb sind die offiziellen Zahlen, zu Corona Patienten,respektive Covid Toten mit Vorsicht zu betrachten,tendenziell zu hoch.
Wie im Artikel auch kurz angetönt,sind grundsätzliche Aussagen zur Gefährlichkeit und Mortalität etwas schwierig,da Covid eine klare Risikogruppe aufweist.Sprich für gesunde Junge besteht ein deutlich tieferes Risiko,als für vorerkrankte,sehr alte Menschen.Dies spricht schon für einen differenzierten Umgang bei Maßnahmen,wie von Ioannidis gefordert, ähnlich der Great Barrington Deklaratio
Solange die Formulierung «AN oder MIT Covid gestorben» immer noch in Statistiken herumgeistert und die damit erhobenen Zahlen als Argument verwendet wird, ist alles ein völlig wertloses Fake-Theater, das dazu dient, die Versager davor zu schützen, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Warum Ioannidis in diesem Artikel angezweifelt wird, ist mir ebenfalls schleierhaft, da ja die höheren Todeszahlen als von ihm prognostiziert auf geradezu idiotische Massnahmen der ‚hohen Politik‘ und der Pseudo-Experten mit einem aufgeblähten Ego, zum Beispiel die Verlegung von Covid-Positiv-Getesteten in Pflegeeinrichtungen und ihre Isolierung von ihrem Umfeld, zurückzuführen waren. Dass Schweden ohne das ganze Lockdown-Theater wesentlich besser durch diese ‚Pandemie‘ gekommen ist, spricht eine überdeutliche Sprache.
Die Zahl der Erkrankten hängt immer von der Zählweise ab. Und diese wurde sowohl in den USA als auch in Deutschland willkürlich geändert. Beispiel Deutschland: Das RKI definierte die meldepflichtigen Covid-Fälle nach 3 Kategorien, 1. Klinisches Covid-Bild ohne Labornachweis + Kontakt zu jemandem mit positivem PCR-Test. Man beachte, dass das klinische Bild aus Fieber, Kopfschmerzen und Husten bestehen kann, ein Bild, das vielfache Ursachen haben kann. 2. Klinisches Bild + Labornachweis, auch das kann Zufall sein und der PCR ist extrem empfindlich., 3. Positiver PCR alleine ohne Klinik. Drosten hat einmal gesagt, der PCR ist so empfindlich, der zeigt an, wenn da ein Virus nur vorbeigehuscht ist. Das RKI hielt auch fest, dass die Symptome beim klinischen Bild nicht differntialdiagnostisch abgeklärt sein müssen.
Man sieht also klar, die Zählweise ist absurd, nein, falsch, sie ist willkürlich und soll so viele Fälle wie möglich zählen.
Danke für den interessanten Artikel. Aber welcher «Narr» hat den Titel gesetzt?
Alle, die sich überhaupt zum Thema Corona geäussert haben, haben sich irgendwann einmal geirrt. Der Irrtum von Ioannidis gehörte eindeutig zu den kleineren.
Interessant ist der Hinweis, dass Arbeitnehmer in den USA keine Krankenversicherung mehr hatten, wenn sie die Arbeit verloren. Dies ist Ausdruck eines generell unterentwickelten Sozialsystems in den USA.
Ich vermute, dass unter diesen Umständen viele Menschen durch die Coronamassnahmen ins Elend gestürzt wurden. Das würde die katastrophal schlechte Sterbebilanz der USA in den Coronajahren gut erklären.