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© Herrmann in der «Tribune de Genève»

«Es gibt kein Null-Risiko!»

Herrmann /  «Nach Fukushima dachte ich, wir kämen nie wieder darauf zurück!» – Der Ständerat will den Bau von AKW wieder erlauben.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Zum Infosperber-Dossier:

Atomfass

Atomenergie nach Fukushima

Die Katastrophe in Japan verändert die Energiepolitik weltweit. Auch in der Schweiz ist der Atomausstieg jetzt ein Thema.

Atomfass

Atommüll Jahrtausende «entsorgen»

Weltweit werden sichere Lagerstätten gesucht. Künftige Generationen sollen damit nichts zu tun haben.

Cartoon Symbol

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SolaranlageBauernhof-1

Energiepolitik ohne neue Atomkraftwerke

Erstes, zweites und drittes Gebot: Der Stromverbrauch darf nicht weiter zunehmen.

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7 Meinungen

  • Heinrich Frei
    am 12.03.2026 um 20:41 Uhr
    Permalink

    Ständerat will neue Atomkraftwerke bauen
    Bis jetzt galt: Sogar das neuste AKW, Leibstadt, muss abgeschaltet werden. Die AKWs werden noch Jahre hochgiftigen radioaktiver Atommüll produzieren, der zehntausende Jahre strahlen wird.
    Für Kleinkinder steigt das Erkrankungsrisiko an Krebsleiden und Leukämie mit zunehmender Nähe des Wohnorts zu einem Kernkraftwerk signifikant und stetig an, wie Untersuchungen in Deutschland zwischen 1980 bis 2003 zeigten. Bei Kernkraftwerken kommt es bei der Belegschaft und auch in der Umgebung durch die Aufnahme kleiner Partikeln von radioaktiven Stoffen in den Körper und deren Verbleib im Gewebe zu einer chronischen Bestrahlung.
    Die finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat hat dazu am 22. Februar 2010 einen Beitrag der deutschen Wissenschaftlerin Prof. Inge Schmitz-Feuerhake veröffentlicht, mit der Überschrift: «Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken»
    Die Forschungsergebnisse von Prof. Inge Schmitz-Feuerhake wurden von der Atomlobby nicht goutiert.

  • am 13.03.2026 um 06:40 Uhr
    Permalink

    Die Welt spinnt..!

  • am 13.03.2026 um 07:44 Uhr
    Permalink

    manchmal fragt man sich schon, wofür volksbefragungen gut sind, wenn die politik sie nicht akzeptieren möchte. welchen interessen folgt diese politik wirklich?
    fair wäre es, das volk nochmals abstimmen zu lassen und dieses ergebnis dann zu respektieren.

  • am 13.03.2026 um 07:46 Uhr
    Permalink

    Die fehlende Kreativität unserer Politiker ist frappierend.
    Nachvollziehbar ist, dass wir einen stabilen Anteil Grundenergie benötigen, was Solar und Wind nicht liefern können. Wieso als einzige Alternative nun Atom dienen soll verschliesst sich mir komplett, zumal die Argumentation hanebüchen ist. Es geht angeblich um Versorgungssicherheit (ok), Abhängigkeiten zu reduzieren (da die Schweiz gigantische Vorkommen an Uran besitzt?) und Klimaziele zu erreichen (da der Abbau von Uran in der Rechnung komplett ausgeblendet und Atomstrom damit „greenwashed“ wird).
    Ich sehe im Grunde nur zwei Alternativen: Erstens den benötigten Ausbau an Speichern, insbesondere Wasserkraft, zu forcieren in Kombination mit dem Ausbau entsprechender Solar und Windanlagen. Modellrechnungen dazu liegen wenn ich mich nicht irre bereits vor.
    Entwicklung verträglicher Atomkraft wie z.b. Thoriumreaktoren molten sand statt der komplett unsinnigen rein militärsch begründeten Uran Wasser Reaktoren.

  • am 13.03.2026 um 12:55 Uhr
    Permalink

    Es ist bemerkenswert, wie oft in dieser Diskussion Dinge verglichen werden, die sachlich nicht zusammenpassen. Fukushima war kein technisches Versagen des Reaktors, sondern die Folge einer unterschätzten Überschwemmungsgefahr, die wichtige elektrische Systeme zerstörte. Tschernobyl hingegen war menschliches Versagen und ein völlig anderes Reaktordesign. Weltweit gibt es viele Atomkraftwerke, aber nur wenige relevante Störungen. AKW liefern zuverlässig 24/7 Strom, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit – im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie. Beim Thema Abfall wird oft vergessen, dass dieselben Gruppen, die gegen ein tiefes Endlager protestieren, gleichzeitig ein oberflächliches Zwischenlager wie in Würenlingen akzeptieren, das deutlich angreifbarer ist. Ein geologisch stabiles Tiefenlager wäre sicherer. Gleichzeitig steigt der Strombedarf durch Elektronik und Elektromobilität ständig. Irgendwoher muss dieser Strom kommen – und wenn es einmal dunkel bleibt?

    • am 14.03.2026 um 06:41 Uhr
      Permalink

      Australien, das Land mit den grössten Uranreserven hat keinen einzigen Reaktor in Betrieb. Notabene eine der geologisch stabilsten Regionen der Erde. Und was macht die Spezies Mensch? Wir bauen eine derart gefährliche und schwer beherrschbare Technologie in den geologisch aktivsten Gegenden wie Japan oder der Türkei. Was kann denn schon schiefgehen?
      Solange die Bilanz nicht gesamtheitlich betrachtet und gelöst wird, vom Abbau des Urans bis zur Endlagerung der Abfälle gibt es kein stichhaltiges Argument eine primär aus militärischem Nutzen entwickelte Technologie zu verwenden. Die Risiken sind schlicht zu gross und zu schwer kontrollierbar. Elektromobilität ist übrigens eher Teil der Lösung statt des Problems wenn wir denn bereit wären, „unseren“ Akku anderen zur Verfügung zu stellen. KI ist dann schon eher Teil des Problems.

  • Heinrich Frei
    am 14.03.2026 um 06:27 Uhr
    Permalink

    Henk van Reijn schreibt: «AKW liefern zuverlässig 24/7 Strom, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit – im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie.» In der Schweiz war das in den letzten Jahren nicht der Fall. Gösgen, Leibstadt und Beznau lieferten monatelang wegen Reparaturen und Revisionen kein Strom. In einigen Ländern wird aus der Erdwärme aus einigen tausend Meter Tiefe Strom produziert zuverlässig 24/7 Strom. Vielleicht auch einmal in der Schweiz.
    Atomkraft wird als saubere Energie präsentiert, da Atomkraft wenig Kohlendioxid erzeugt. Die Gewinnung des AKW-Brennstoffs Uran führt aber zu schwerwiegenden Umwelt- und Gesundheitsschäden. Der Uranabbau durch Tage- und Untertagebau verursacht riesige Abraumhalden und riesige Schlammbecken mit radioaktivem Inhalt. Darin ist noch ca. 80 Prozent der ursprünglichen Radioaktivität des Gesteins enthalten. Der radioaktive Staub wird durch den Wind verbreitet und verseucht Grundwasser und Flüsse, weit weg von der Schweiz.

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