Schwarzenbach

«In den beschränkten Raum, den wir haben, können wir nicht unbeschränkt Ausländer hineinnehmen»: James Schwarzenbach, Verleger aus reicher Industriellenfamilie und erster Medienstar der Schweizer Politik. © SRF

Als Bewegungsfreiheit zur Ausnahme wurde

Daniel Ryser /  Die 10-Millionen-Schweiz steht zur Debatte. Früher war Freizügigkeit selbstverständlich. Heute wird entschieden, wer kommen darf.

Stefan Zweig, österreichischer Schriftsteller und Chronist des untergehenden Europas, hinterlässt uns in «Die Welt von Gestern» ein Dokument des Unvorstellbaren. Er beschreibt keine Vergangenheit, sondern eine andere Ordnung der Zivilisation: Menschen bewegen sich über Kontinente hinweg, ohne dass der Staat sie erfasst. Man reist, notiert er mit einer für uns heute geradezu verstörenden Selbstverständlichkeit, «ohne einen Pass zu besitzen oder überhaupt je gesehen zu haben» (nicht, weil es keine Pässe gab, sondern weil sie meist weder verlangt noch systematisch kontrolliert wurden). Was wir hier lesen, ist kein sentimentales Erinnern an bessere Zeiten. Es ist die Analyse einer Freiheit, deren Verlust wir nicht einmal mehr betrauern können, weil wir ihre Existenz kaum noch für möglich halten.

Was Zweig uns zeigt, ist nicht bloss eine andere Zeit, sondern ein anderes Menschsein: die Welt vor der Zäsur von 1914. Der Erste Weltkrieg – wir haben ihn als Schlachten und Schützengräben abgespeichert. Doch eines der Vermächtnisse des Krieges liegt woanders: in der Verwandlung des Menschen in Datensätze.

Die Erfindung der Lesbarkeit

Mit jedem Schuss, der an der Front fiel, wuchs im Hinterland ein Apparat heran, der Menschen sortierte, katalogisierte. Mit jedem Pass, jedem Visum, jeder Karteikarte wurde der Mensch neu erfasst und geordnet. Die beiläufigen Fragen von einst – Wer bist du? Woher kommst du? – wurden zu Kontrollpunkten eines Systems, das den Menschen entziffern wollte. Der Mensch wurde lesbar gemacht, und deshalb erst im grossen Massstab kontrollierbar. Diese neue Lesbarkeit ist ein Erbe des 20. Jahrhunderts.

Was wir heute sachlich als «Migrationsregime» bezeichnen, ist in Wahrheit ein moralischer Bruch mit der Vergangenheit. Grenzregime, Asylverfahren, Aufenthaltsstatus: All diese Begriffe verdecken eine Umkehrung. Die Ausnahme von gestern – die Kontrolle – wurde zur Regel von heute. Die Regel von gestern – die Bewegungsfreiheit – zur Ausnahme von heute. Und aus dieser Umkehrung erwuchs, fast unausweichlich, jene Politik der Angst, die heute unsere Gesellschaften prägt.

«Flüsse voller Blut»

Birmingham, 1968: Ein Mann betritt ein Podium und verändert mit wenigen Sätzen die politische Landschaft Europas. Enoch Powell, konservativ und gebildet, beschwört in seiner «Rivers of Blood»-Rede eine Apokalypse der Identität. Er malt das Bild einer Nation, die sich selbst abhanden kommt. Nicht durch Krieg oder Wirtschaftskrisen, sondern durch die blosse Anwesenheit des Anderen. Was folgt, ist politischer Selbstmord und posthume Auferstehung zugleich. Powell verliert sein Amt und gewinnt ein Erbe: Er wird zum Urvater eines Diskurses, der bis heute unsere Debatten prägt.

Doch nicht 1968 beginnt diese Entwicklung, sondern zwanzig Jahre zuvor. Am 22. Juni 1948 legt die «Empire Windrush» in Tilbury östlich von London an. An Bord: karibische Bürger des Empires, gekommen auf Einladung der Krone, um ein kriegszerstörtes Land wiederaufzubauen. In diesem Moment existieren zwei Möglichkeiten der Geschichte nebeneinander: die der imperialen Verflechtung und die der nationalen Abgrenzung. Powell entscheidet diesen Konflikt. Seine Worte werden zum Grundriss einer neuen politischen Architektur: Die Nation als bedrohter Körper, Migration als Krankheit, Politik als Immunabwehr. Was als Verlustangst beginnt, endet als System.

«Ring in der Chetti»

1970 hält ein Mann in Sempach, einer kleinen Stadt im Kanton Luzern, eine Rede. Seine Worte sind ein Echo von Birmingham, wenige Wochen nach der Niederlage seiner «Überfremdungsinitiative», die den Ausländeranteil in der Schweiz drastisch begrenzen wollte. Er spricht wie ein Sieger, obwohl er verloren hat: James Schwarzenbach, rechtsextremer Politiker und Publizist, beschwört vor der historischen Kulisse eidgenössischer Schlachten eine neue Bedrohung. Nicht mehr Habsburger Ritter, sondern fremde Arbeiter seien es nun, die den beschränkten Raum der Schweiz bedrängten. Die Worte markieren eine Zeitenwende. Der moderne Nationalstaat organisiert Zugehörigkeit neu, als etwas, das definiert, dokumentiert und kontrolliert wird, nicht mehr als Frage von Ort und Beziehung, sondern von Dokumenten. Die Schweiz wird vom Zufluchtsort zur bedrohten Festung.

«In den beschränkten Raum, den wir haben, können wir nicht unbeschränkt Ausländer hineinnehmen», sagt Schwarzenbach. Der Satz klingt sachlich, fast technokratisch. Die Alpenrepublik, einst Durchgangsland und Schmelztiegel, wird in seiner Rede zum «Ring in der Chetti», zum geschlossenen Glied einer Kette. Der Raum erscheint knapp. Die Freiheit der Bewegung, über Jahrhunderte selbstverständlich, wird zum Privileg. 

Wir waren die Geflüchteten

Die Geschichte kennt eine bittere Ironie: Was wir heute als Anomalie bekämpfen, war einst unser eigenes Schicksal. Die Schweiz war jahrhundertelang eine Nation der Auswanderer. Im 19. Jahrhundert verliess jeder dritte Schweizer seine Heimat, nicht aus Abenteuerlust, sondern aus nackter Not. Wir waren die «Wirtschaftsflüchtlinge» Europas, die Fremden in fernen Ländern. Dieser Wandel ist mehr als ein historisches Kuriosum. Mit der Industrialisierung wurde aus einem Land der Auswanderer ein Land der Einwanderer, und mit dieser Transformation ging das Bewusstsein für die eigene Migrationserfahrung verloren.

Was folgte, war eine Choreographie der Heuchelei. In den Wirtschaftswunderjahren holte man Arbeitskräfte und verweigerte ihnen gleichzeitig die Zugehörigkeit. Das Saisonnierstatut – heute fast vergessen – war nichts anderes als die bürokratische Formalisierung einer fundamentalen Unmenschlichkeit: Man wollte die Arbeit, nicht den Menschen. Die Hände, nicht die Seelen. Die Produktivität, nicht die Gemeinschaft.

In dieser Logik liegt die Urszene unserer heutigen Migrationspolitik. Die Schweiz inszeniert sich als humanitärer Hafen und errichtet gleichzeitig immer höhere Mauern. Sie profitiert von globaler Mobilität, während die wählerstärkste Partei die Angst vor dem Fremden beschwört. 

Kontrolle ohne Grenzen

Die Mobilität des Menschen ist so alt wie seine Geschichte. Seit Jahrtausenden wandern wir dorthin, wo das Leben besser scheint, ein Grundmuster menschlicher Existenz, so selbstverständlich wie der Wechsel der Jahreszeiten. Was sich verändert hat, ist nicht der Mensch, sondern die Architektur seiner Grenzen.

Stefan Zweigs Welt kannte den Pass als Höflichkeit, nicht als Notwendigkeit. Unsere Gegenwart hat aus dieser Höflichkeit ein System gemacht. Ein System von beispielloser Widersprüchlichkeit. Wir sind so vernetzt wie nie zuvor und so überwacht wie nie zuvor. Während Daten in Sekundenbruchteilen Kontinente überwinden und Kapital grenzenlos fliesst, werden menschliche Körper zu Objekten einer immer perfekteren Kontrolle, kategorisiert, biometrisch vermessen, abgewiesen. Die Freiheit, die wir feiern, ist zur Abstraktion geworden. Was bleibt, ist eine Welt der unsichtbaren Mauern.

Trumps Mauer ist das perfekte Symbol unserer Zeit: monumental in der Rhetorik, banal in der Wirkung und doch von erschreckender Konsequenz. Vor 120 Jahren brauchte ein Mensch keinen Pass, um eine Grenze zu überschreiten. Heute entscheidet die Herkunft darüber, ob er überhaupt reisen darf und unter welchen Bedingungen.

Bewegung auf Antrag

Was Zweig in «Die Welt von Gestern» beschreibt, ist keine romantische Verklärung. Es ist das Zeugnis einer verlorenen Selbstverständlichkeit. Einer Freiheit, die durch bewusste politische Entscheidungen abgeschafft wurde.

Im vergangenen Jahrhundert hat sich nicht nur das Grenzregime verändert, sondern die Freiheit selbst. Diese Transformation vollzog sich in historischen Augenblicken – 1914, 1933, 2001 – und veränderte unser Bild vom Menschen. Der moderne Staat hat in seiner Angst vor dem Chaos die Kontrolle zum Normalzustand erhoben. Aus dem Bürger wurde ein Datenpaket, aus dem Reisenden ein Sicherheitsrisiko, aus dem Menschen eine Kategorie. Was sich verändert hat, ist nicht die Bewegung, sondern ihre Voraussetzung: Früher musste der Staat begründen, warum er sie einschränkt. Heute muss der Mensch begründen, warum er sich bewegen darf.

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12 Meinungen

  • am 25.03.2026 um 13:33 Uhr
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    Der Artikel zeigt eine nostalgische Sehnsuchtshaltung, die unwahr ist: auch vor 120 Jahren waren mittellose Einwanderer nirgends willkommen. Stefan Zweig bezog sich auf seine eigene Klasse: Literaten und Künstler. Die waren tatsächlich vor 1914 sehr reiselustig. Für alle anderen Migraten galt damals, dass sie nur als rechtlose und ausbeutbare Billigarbeitskräfte geduldet wurden. Chinesen, die für einen Bruchteil des Lohnes, den Weiße erhielten, die us-amerikanische Eisenbahn bauten. «Ziegelbehm» – böhmische Bauarbeiter, die Wiens Ringstrassenpracht erschufen und nachts im Ziegelofen nächtigen mussten. Die Heere von Wanderarbeitern verschiedenster Nationalitäten im Russischen Zarenreich, die auf den Erdölfeldern von Baku so unmenschlich geschunden wurden, dass ihre Lebenserwartung nur 35 Jahre betrug. Der Autor beschwört eine Idylle, die es niemals gab.

  • am 25.03.2026 um 14:57 Uhr
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    Was in den letzten 120 Jahren enorm zugenommen hat, ist die Macht des Staatsapparates. In dem Masse, wie die Staatsmacht zugenommen hat, nahm auch Steuerlast, Bevormundung & Kontrolle zu und Freiheit & Selbstverantwortung ab.
    Ohne Sozialstaat – wie es ihn vor 120 Jahren auch nicht gab – hätte es gar nie ein Problem mit Migration geben können.
    Nur wer für sich selbst sorgen kann, käme in die Schweiz, so wie das bis vor 120 Jahren in ganz Europa auch der Fall war.
    Und so dienen Kriege, wie der 1. Weltkrieg, primär dem rigorosen Ausbau staatlicher Macht. Kriege werden ja sowieso stets von Staaten aus Allmachtsfantasien & Größenwahn geführt, um die Kontrolle über Menschen auszubauen.

  • am 25.03.2026 um 16:53 Uhr
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    Im vergangenen Jahrhundert hat sich nicht nur das Grenzregime verändert, Man konnte vor hundert Jahren auch nicht mit Easyjet für ein paar Franken auf einen anderen Kontinent fliegen. Wer nach Amerika auswanderte, der war dann drüben, und Verandtenbesuche im alten Kontinent waren eine Unmöglichkeit.
    Der heutige Nationalstaat hat nicht nur Grenzen eingeführt, sondern z.B. auch den Sozialstaat. Wer vor hundert Jahren auswanderte, und es dann wirtschaftlich nicht schaffte, der hatte schlechte Karten. Von denen hört man heute natürlich weniger als von jenen, welche es zu Reichtum brachten.
    Und bevor wir die Migration in früheren Zeiten romantisieren, dürfen wir auch daran erinnern, dass die Besiedelung Amerikas von Europa aus mit einer weitgehenden Vernichtung der indianischen Kulturen einherging.

  • am 25.03.2026 um 17:45 Uhr
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    Schön beschrieben die Niederlassungsfreiheit und die problemlose Migration anfangs des letzten Jahrhunderts. Jeder ging wohin es ihn zog. Aber dort wohin es ihn zog gab es keine Arbeitslosenversicherung, keine Pensionskasse und auch keine obligatorische Krankenkasse. Wer keinen Beruf hatte, landete als Korbflechter im Wald. Vom Sozialamt keine Spur. Logisch, dass es da keinen Pass brauchte.

  • am 25.03.2026 um 22:38 Uhr
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    Wir schaffen das.

    • am 26.03.2026 um 12:20 Uhr
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      Danke für die im Text gelieferten Dankanstösse.

      Die Welt hat sich in den Jahren ganz gewaltig verändert und wird es noch mehr tun.

      Ich denke, der Mensch müsste sein Verhalten umweltfreundlicher gestalten. Zum Beispiel sollte man nicht mehrmals jährlich für ein paar Franken in die alte Heimat fliegen können und es dann noch tun. In vielen Fällen, wie beim Fliegen, bei der PW-Benützung, beim Düngen und so vielem mehr wäre eigenverantwortliches Handeln angesagt.
      Jeder und jede einzelne Person kann recht viel bewirken, wenn man vor den Entscheidungen genau über die Konsequenzen für sich und die Mitwelt nachdenkt. Wir leben ein viel zu grosses Tempo. Es ist gar nicht gut, wenn alles einfach machbar ist.

      Ferner möchte ich an das Buch von Boris Palmer mit dem Titel «Wir können nicht allen helfen» erinnern. Was wäre mit Old-Europa passiert, wenn nicht eine grosse Bevölkerungsschicht ausgeharrt hätte?

  • am 26.03.2026 um 09:01 Uhr
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    Seit Jahrtausenden wandern wir dorthin, wo das Leben besser scheint. Man möchte empfehlen, das weiter zu tun.

    Herr Rysers Verklärung der guten alten Zeit freien Reisens fokussiert nicht auf Leute wie du und ich, die für den Lebensunterhalt arbeiten müssen, sondern auf eine Elite mit Kreditbrief im Gepäck.

    Für ein realistischeres Szenario empfehle ich B. Travens Roman «Das Totenschiff», ein zentrales Werk über Staatenlosigkeit. Der Protagonist Gerard Gale verliert seine Papiere und wird an Grenzen abgewiesen, was ihn zu einem Leben auf einem zum Untergang bestimmten Schiff zwingt. Traven beschreibt die Ohnmacht gegenüber nationalen Bürokratismen, die Menschen ohne Papiere an den Rand der Gesellschaft drängen. Das Buch beschreibt nicht das von Herrn Ryser skizzierte heutige angebliche Horror-Szenario, sondern kam 1926 heraus.

    • am 26.03.2026 um 21:37 Uhr
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      Danke für diesen Hinweis. Das TOTENSCHIFF ist heute fast vergessene Weltliteratur. Wenige Romane sind so derartig entmutigend und trostlos. Etwas später – 1929-1933 – schuf George Orwell mit ERLEDIGT IN PARIS UND LONDON eine ähnlich drastische Sozialreportage über bettelarme Migranten in Paris und Tramps in England. Als Einblick ins harte Schicksal von zwar intellektuellen und künstlerisch begabten, aber mittellosen Migranten in den 1920-1940iger Jahren sei auch Claire Golls Biographie ICH VERZEIHE KEINEM empfohlen. Schon Mitte des 19. Jhdts. wurde Alexandre Dumas als reisender Vielschreiber in Sizilien und später im Kirchenstaat als unerwünschter Ausländer verhaftet und abgeschoben. Russland konnte er nur auf Einladung einer hochadeligen Familie und unter strengster Beobachtung der Ochrana bereisen (REISE DURCH RUSSLAND).

  • am 26.03.2026 um 11:05 Uhr
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    Die Migration bewegt sich, in meinen Augen, zwischen 2 Eckpunkten. Der erste, wie vom Autor beschrieben, der Drang des Menschen, dorthin zu gehen, wo man sich ein besseres Leben erhofft, seit der Zeit der Nomaden. Der andere Punkt, Menschen haben auch das Recht zu sagen, ihr könnt gerne kommen, dies sind die Regeln die bei uns seit Jahrzehnten funktionieren, welche es einzuhalten gilt. Beides ist legitim und deshalbe immer wieder neu auszuhandeln.
    Interessant finde ich, dass viele Linke, Migrationskritik kaum zulassen wollen. Zurzeit haben wir viele Menschen aus islamischen Ländern, die hierher kommen und auf Vorbehalte treffen. Doch kommen «linke» Werte,von einer Minderheit aus dieser Gruppe, unter Druck. Weiss nicht wieviele islamische Länder ein drittes Geschlecht akzeptieren und auch Homosexualität ist häufig verboten. Da beisst sich das Ganze irgendwie.
    Denke das Thema ist so komplex, dass es besser ist, pragmatische Lösungen zu finden und keine ideologisch getriebenen.

  • am 26.03.2026 um 16:38 Uhr
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    «Heute wird entschieden, wer kommen darf». Heute wird nicht entschieden wer kommen darf. Die Grenzen sind offen. Seit Beginn des Überfall Russland auf die Ukraine sind 75’000 Menschen aus dem Land in die Schweiz geflüchtet, auch Tausende junge Männer die das Land nötig hätte. Dazu kommt die illegale Migration und den Tausenden Leuten die in der Schweiz Arbeit suchen. Ein Land soll bestimmen wieviel Migration tragbar sind nicht die Migranten.

  • am 26.03.2026 um 20:40 Uhr
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    Mir gefiel Stefan Zweigs «Die Welt von Gestern» sehr.
    Nur wer sich der Geschichte verweigert, übersieht, dass die Steinmetze aus Carrara, die den hiesigen Bergsturz zu Türstürzen für Zürich schlugen und die polnischen Diener der Russischen Bourgoisie in Ascona einfach 20 Stutz ins Onsernonetal schickten und so Schweizer Bürger wurden. Bei der kürzlichen Gemeindefusion hatte Crana 49 Einwohner und 5000 Bürger.
    Die Menschen die im 1.WK in Oerlikon Munition produzieren,schickten einen Zwanziger nach Susch und wurden CH Bürger. Jemand erzählte mir das ihre Grossmutter in der grossen Krise,von Zürich nach Susch deportiert wurde und dort vermutlich Heidelbeeren pflückte.Aber man konnte Schweizer werden.
    Jüngst klagte ein Niederösterreicher ,seine Bärlauchplantage vergammle,weil die Flüge für die Pflücker aus Nepal gestrichen wurden.Alle 2 Jahre holt der Bauernverband 40 «Praktikanten» aus Rio Grande do Sul. Was schreiben die Kommentatoren in 120 Jahren über die Kommentare ob mir ? ? ?

  • am 27.03.2026 um 17:43 Uhr
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    Welch unglaublicher geistiger Eiertanz Herr Ryser hier veranstaltet, nur um nicht offen zu sagen, was er eigentlich will: die offenen Grenzen für alle gemäss der linken No-Border-Ideologie. Jeder soll nach Lust und Laune in die Schweiz ein- und auswan-dern können, wie es ihm beliebt. Von da her weht der Wind. Ry-ser hätte sich sich seinen ganzen linken Geschichtsklitterungskitsch («Die Menschen sind immer herumgewandert», «Ein Drittel der Schweizer ist ausgewandert») herzlich sparen können, wenn er nur den Mut gehabt hätte, offen zu sagen was er und seine linken Kumpane wollen. Und ausgerechnet diese Linken, die jahrzehnte-lang den Staat verherrlicht haben, jedes klitzekleinste Problemchen und alles nur Denkbare durch den Staat geregelt und kontrolliert haben wollten, beklagen sich nun, dass der Staat die Migration kon-trollieren will! Ryser beschwört das «Chaos», während die Linken die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP als «Chaosinitiative» be-zeichnen! Dann sollte er ihr zustimmen.

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