Corona-News schnappen

«Der Journalismus hat sich viel zu wenig erklärt»: Zu diesem Schluss kam Medienwissenschaftler Professor Vinzenz Wyss im Radio SRF. © SRF

«Bitte keine Informationen auf die Mühle von Impf-Skeptikern»

Urs P. Gasche /  In Krisenzeiten sollen Medien, auch Infosperber, die Behörden unterstützen und für ein erwünschtes Verhalten sorgen, sagen manche.

Medien sollen nicht zu viele Ungereimtheiten der Corona-Politik aufdecken, wenn dies dazu beitragen könnte, dass sich weniger Menschen impfen lassen. So der Tenor einiger Leserbriefe. Eine «konsequente Verunsicherung der Leserschaft» kritisierte etwa Ueli Custer: «Durch Leute wie Sie wird der Vertrauensverlust in die Medien und Behörden gezielt gefördert.»

Offensichtlich erwarten etliche Bürgerinnen und Bürger, dass sich auch die Medien in den Dienst der nationalen Impfkampagne stellen und diese möglichst nicht stören. Sie ärgern sich deshalb über Informationen, welche die offizielle Politik hinterfragen und die Glaubwürdigkeit von Autoritäten punktuell in Frage stellen. Am besten sollten sich die Medien gegenüber der Coronapolitik des Bundesrats wohl so verhalten wie etwa die staatlichen Medien in China zur dortigen Corona-Politik. Diese – zum Glück meistens nicht derart extreme – Haltung gründet auf der Überzeugung, dass sich möglichst alle impfen lassen sollen, weil nur so auf Zertifikatspflicht und auf Masken verzichtet und die Spitäler entlastet werden könnten.

Wer andererseits auch oder gerade in Krisenzeiten erwartet, dass Medien ihre Rolle der Vierten Gewalt wahrnehmen und Behörden, Experten und Konzernen auf die Finger schauen, kann in den gegenwärtigen Corona-Zeiten auf Infosperber zählen. Gerade in Krisenzeiten besteht die Gefahr von Machtmissbrauch, Vertuschung und Bevormundung. Dass Behörden und Experten sachlich und neutral informieren, wenn sie gleichzeitig das Ziel verfolgen, möglichst viele Leute zum Impfen zu bringen, ist eine Illusion. Der Interessenkonflikt ist zu gross. Wenn die Behörden sogar PR-Unternehmen einspannen, die es verstehen, mit Halbwahrheiten und Emotionen zu «überzeugen», ist nicht zuletzt auf Seiten der Medien grosse Vorsicht geboten.

Die Medien in der Schweiz sind zwar nicht durchwegs unkritisch und regierungshörig. Aber es fällt auf, dass sie viele relevante Informationen nicht im Klartext weitergeben. Oder dass sie Aussagen von Behörden und Experten verbreiten, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Hier einige zufällig herausgepflückte Beispiele:

Viele Medien, zuletzt die «Sonntags-Zeitung» vom 7. November, übernahmen die Behauptung von Bundesrat Alain Berset – ohne sie zu hinterfragen –, dass «50 zusätzliche Impfungen eine Hospitalisierung vermeiden» können. Das BAG verbreitet es auf seiner Webseite: «Im Schnitt kann pro 50 Impfungen eine Hospitalisierung und pro 150 Impfungen eine Belegung auf der Intensivstation vermieden werden.» Rechne: Wenn man alle gut zwei Millionen noch ungeimpften Einwohner der Schweiz im Alter von über 14 Jahren impft, soll man 40’000 Hospitalisierungen verhindern können? Seit Beginn der Pandemie kam es bisher zu insgesamt 33’800 Spitaleinlieferungen mit oder wegen Corona. Unterdessen sind aber bereits 76 Prozent aller über 14-Jährigen geimpft. Und unter den besonders Gefährdeten im Alter von über 70 Jahren sind sogar über 88 Prozent geimpft. Viele werden jetzt nachgeimpft. Man kann annehmen, dass sich unter den Jüngeren vor allem die Gefährdeten haben impfen lassen.1 Ausserdem gibt es unter den insgesamt verbleibenden zwei Millionen Ungeimpften mindestens eine Million Genesene, von denen nur noch wenige schwer erkranken können.2 Ungeimpft sind vor allem noch Jüngere, von denen nur wenige eine Spitaleinweisung riskieren. 
Die Aussage, dass pro 50 geimpfte Personen eine Spitaleinweisung vermieden werden könne, ist darum völlig unglaubwürdig.3

Falls es darum geht, dass sich möglichst viele impfen lassen, darf man solche Aussagen des Bundesrats natürlich nicht hinterfragen.

Viele Medien verbreiteten die Darstellung von Bundesrat Alain Berset – ohne sie zu hinterfragen –, dass die Antigen-Schnelltests zum Erlangen eines Zertifikats «den Bund rund 47 Millionen Franken pro Woche» kosten. Damit begründete der Bundesrat u.a. seinen Entscheid, dass die Ungeimpften die Kosten der Schnelltests selber zahlen müssen. Der Bundesrat ging nach eigenen Angaben von einem (überrissenen) Preis von 47 Franken pro Test und von einer Million Tests pro Woche aus, obwohl der Rekord vorher bei 276’000 pro Woche lag. Bei diesen 276’000 Schnelltests handelte es sich zur Hälfte um PCR-Tests, die der Bund auch weiterhin zahlt. Es bleibt ein bisheriger Rekord von höchstens 140’000 Nasal- und Nasal-Rachen-Schnelltests. Und diese Schnelltests kosten im Durchschnitt höchstens 30 Franken. 30 mal 140’000 gibt 4,2 Millionen Franken. Zur krassen Diskrepanz zwischen 4,2 Millionen und den vom Bundesrat angegebenen 47 Millionen meinte das BAG zu Infosperber lediglich: «Bei der Schätzung wurde davon ausgegangen, dass die durchgeführten Schnelltests in den kälteren Wintermonaten weiter zunehmen würden.» Falls sie kostenlos geblieben wären, hätte deren Zahl wohl tatsächlich zugenommen, doch kaum um das Zehnfache.
Die Aussage des Bundesrats, dass die Schnelltests den Bund rund 47 Millionen Franken pro Woche kosten würden, war also ziemlich übertrieben.

Falls es darum geht, dass sich möglichst viele impfen lassen, darf man solche Aussagen des Bundesrats natürlich nicht hinterfragen. Schliesslich hätten Gratis-Schnelltests viele Jüngere davon abgehalten, sich impfen zu lassen.

Es geht auch um Grundsätzliches der Corona-Politik. Namhafte Wissenschaftler haben von Beginn weg gefordert, dass alle Anstrengungen primär auf die gefährdeten Personen, vorwiegend ältere mit Vorerkrankungen gerichtet werden sollen. Von Italien über Schweden bis zur Schweiz war zu Beginn der Pandemie einer der grössten Fehler, dass man Schutzmassnahmen in Alters- und Pflegeheimen nicht ernst genug genommen hat. Heute nimmt der Anteil der Jüngeren, die keine bekannte Vorerkrankung haben, in Spitälern zu. In erster Linie deshalb, weil die meisten Gefährdeten geimpft sind und nicht mehr schwer erkranken. Doch in absoluten Zahlen sind es weiterhin nur wenige Gesunde, die schwer erkranken. Deshalb scheint die Forderung vernünftig, eine nationale Impfkampagne weniger an die gesunden Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu richten, als vor allem an alle Gefährdeten, die noch nicht geimpft sind.

Doch wenn es darum geht, dass sich möglichst viele impfen lassen, sieht man von einer sachlichen Erörterung der Massnahmen-Prioritäten lieber ab.

Nicht an die grosse Glocke gehängt haben grosse Medien wohl aus dem selben Grund auch

  • dass Geimpfte ähnlich stark ansteckend sein können wie Ungeimpfte, wenn wahrscheinlich auch etwas weniger lang;
  • dass in Deutschland zwei namhafte Virologen die 1G-Regel fordern: Alle, auch Geimpfte, sollen sich testen lassen müssen. Denn auch Geimpfte können stark ansteckend sein;
  • dass 3G für die Auslastung der Spitäler sogar kontraproduktiv sein kann, wenn Geimpfte keine Schutzmassnahmen mehr einhalten und nicht getestet werden.
  • dass Nasal-Schnelltests entgegen den Aussagen von Behörden ebenso viele Ansteckende entdecken wie die PCR-Tests;
  • dass zu den Immunisierten in der Bevölkerung nicht nur die Geimpften zählen, sondern auch die vielen Genesenen;
  • dass ungeimpfte Genesene, die an keinen schweren Vorerkrankungen leiden, vor weiteren schweren Erkrankungen wahrscheinlich besser und länger geschützt sind als die meisten Geimpften. Dagegen schützen Impfung und Booster-Impfung Menschen mit Vorerkrankungen wesentlich besser;
  • dass eine Ansteckung gesunde Geimpfte wahrscheinlich besser und länger vor einer schweren Erkrankung schützt als wenn diese eine Booster-Impfung erhalten;
  • dass positive PCR-Testresultate nicht gleichbedeutend sind mit ansteckend;
  • dass man x-mal mehr Nebenwirkungen der Impfungen finden würde, wenn man aktiv danach suchen und nicht auf Meldungen abstellen würde;
  • oder dass der Alarm betreffend die Intensivstationen im August 2021 voreilig war.

Über diese und andere Fakten hat Infosperber mittels seriöser Recherchen informiert. Dabei geht Infosperber als ergänzende Informationsplattform davon aus, dass die Lesenden bereits informiert sind, worüber grosse Medien berichtet haben. 

Im Laufe der Epidemie kann es zu neuen Einsichten kommen, die unsere Recherchen und Einordnungen relativieren oder gar in Frage stellen. Auch darüber werden wir informieren. Gleichzeitig halten wir unsere «Sperberaugen» offen, um ohne Scheuklappen fragwürdige oder einseitige Darstellungen als solche aufzuzeigen.

Der Journalismus verabschiedet sich von seiner Funktion als kritische Selbstreflexion der Demokratie, wenn er sich von einer antizipierten Wirkung bei der Leserschaft leiten lässt. Journalismus informiert auch über Unbequemes und weist auf missliebige Fakten hin. Konsequenterweise richtet sich Infosperber an eine Leserschaft, die mit Komplexität und Widersprüchlichkeit umgehen kann und will.

Wer wünscht sich schon Beifall von der falschen Seite?

upg. Kritik an der Corona-Politik gerät in Verruf, weil man damit in den Chor von Corona-Leugnern einstimme. Wer will sich schon ins gleiche Boot mit Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen setzen?

Doch warum es sich rächen kann, aus Angst vor unerwünschtem Beifall mit Scheuklappen zu informieren, hat Urs P. Gasche bereits am 1. April 2021 in einem Kommentar erörtert. Ein sachlicher Meinungsaustausch darüber ist erwünscht.

_____________
FUSSNOTEN
1 Bei den Geimpften unterscheiden die Behörden nicht zwischen Gefährdeten mit Vorerkrankungen oder mit starkem Übergewicht und den Gesunden, obwohl das Risiko für die Gefährdeten, schwer zu erkranken, mehrere hundert Mal grösser ist.
2 Der Anteil der Genesenen wird in der Schweiz nur geschätzt, weil die Behörden keine repräsentativen Umfragen angeordnet haben.
3 Daran ändert nicht, dass die Task Force In ihrem Update vom 26. Oktober erklärte, «dass rund 21’000 bis 42’000 der längerfristig erwartbaren Hospitalisierungen durch Impfung aller noch nicht geimpften Menschen verhindert werden könnten.»  Task-Force-Präsidentin Tanja Stadler erwartet langfristig weitere 15’000 bis 30’000 Hospitalisierungen, falls sich die 1,6 Millionen noch nicht Immunisierten [weder geimpft noch genersen] nicht rechtzeitig impfen lassen. Um den Vorwurf des Übertreibens vorwegzunehmen, präzisiert die Task Force: «Die Ausführungen beruhen auf stark vereinfachenden Annahmen und sind daher als ganz grobe Abschätzungen zu verstehen.»


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

Business_News_Ausgeschnitten

Medien: Trends und Abhängigkeiten

Konzerne und Milliardäre mischen immer mehr mit. – Die Rolle, die Facebook, Twitter, Google+ spielen können

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73 Meinungen

  • am 9.11.2021 um 11:19 Uhr
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    Gerade in der Schweiz wären wir sehr gut beraten, eine Meinungsvielfalt und kritisches Hinterfragen zuzulassen. Trotz einigen Skandalen wie die noch nicht aufgearbeitete Kryptogeschichte haben die Leitmedien nichts dazu gelernt.

    Die Verläufe in Deutschland, Östereich und nun in Anfängen auch schon wieder im Vorzeigeland Dänemark zeigen deutlich, dass der weniger restriktive Weg in der Schweiz sich nun auszahlt.

    Vergleich von Österreich, Deutschland, Schweiz und Schweden in der Johns Hopkins University Statistik ‘Number of COVID-19 patients in intensive care (ICU) per million people’ per 28.10.:
    Österreich: 29.19
    Deutschland: 21.45
    Schweiz: 12.85
    Schweden: 2.56

    Wieso gibt es derart massive Unterschiede in der Belegung der Intensivstationen? (In Deutschland rund 9 x von Schweden.) Liegt es an den Massnahmen? Was läuft also falsch in Ländern mit Maskenpflicht, Quarantäne und Apartheid für Ungeimpfte, täglichen Tests, ständige Panik- und Angstmache?

    Nur dank kritischen Analysen, wie sie nur wenige in der Schweiz publizieren, konnte der Bundesrat daran gehindert werden, unreflektiert Deutschland und Österreich nachzueifern.
    Wenn wir uns noch verbessern wollen, folgen wir Schweden und heben nun sofort alle Massnahmen auf.
    https://ourworldindata.org/grapher/covid-icu-patients-per-million?country=SWE~DEU~AUT~CHE

    8
    • am 10.11.2021 um 11:59 Uhr
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      https://www.covid19.admin.ch/de/hosp-capacity/icu

      Intensivstationen (IS), Schweiz die Zahlen vom 8. 11. 21
      Auslastung: 76,8%

      Covid-⁠19 119 13,8%
      Non-⁠Covid-⁠19 543 63%
      Freie Betten 200 23,2%
      Total 862 100%

      Es gibt nach dem Abbau von etwa 700 Betten kein Grund für Panik, aber das sagen natürlich nur Skeptiker mit Aluhüten. Ich besitze keinen Aluhut, aber recherchiere eigentlich immer.

      Schaut man sich die Karte von Europa an, sind einige Länder die als Impfturbos galten, führend (im Negativen Sinn) bei den Fallzahlen.
      Was man aber nirgends sehen kann, wie viele schwere Verläufe und wie alt sind diese Bedauernswerten Menschen. Welche Vorerkrankungen hatten sie u.s.w.
      Wir müssen eigentlich alle mit zunehmendem Alter mit einem Abnehmen unseres Immunschutzes rechen, unschön ist, dann irgendwann am Sauerstoffschlauch zu hängen, da das aber schon immer so war Corona hin oder her, sollte man das nicht dramatisieren. Wird aber gemacht.
      Die Intensivstationen waren auch bei schweren Grippewellen gefordert, aber da waren die Erbsenzähler noch nicht am Werk und haben alles Herunterrationalisiert.
      Für mich wäre schon längst Zeit, mal eine Auslegeordnung zu machen, was haben wir gemacht, mit welchem Erfolg, was hat nichts gebracht und was hat etwas gebracht.
      Unsere Politiker treiben aber nur Gebetsmühlen an.
      Es geschieht nur noch unter gröbster Verletzung des römisch-rechtlichen Grundsatzes „Audiatur et altera pars“ «Höre auch die andere Seite an»

      2
  • am 9.11.2021 um 11:22 Uhr
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    Grosser Dank an Infosperber, kritisch über Covid-19 zu informieren, wohl einzig in der Schweiz in dieser Breite. Typisch bundesgläubig kommt SRF-Radio über den Sender. Da werden Redaktoren aus dem Ressort Wissen als Spezialisten zu den Verlautbarungen des BAG zwar mit kritischen Fragen konfrontiert. Ihre Antworten decken sich aber immer mit den Meinungen aus der Küche des BAG oder der Taskforce. Nur ja keine Zweifel bei den Hörerinnen und Hörern aufkommen lassen. Vermute, dass sicher über 50 % der Nichtgeimpften keine Covid-19 Leugner sind, sondern Menschen, denen man nicht alles von oben eintrichtern kann.

    7
  • am 9.11.2021 um 11:27 Uhr
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    Infosperber ist und bleibt der journalistische Leuchtturm in der kritischen Berichterstattung zu Corona.
    Und à propos «Corona Leugner»: Die zwei zitierten Aussagen von Bundesrat Berset zeigen, dass er nicht die Wahrheit sagt.

    6
  • am 9.11.2021 um 11:30 Uhr
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    In den Augen vieler v.a. Staatsgläubiger gibt es derzeit nur eine Sorte von «Volksschädlingen»: die Nicht-Impfer. Alle andern glauben, dass ihr Zertifikat auf dem Handy sie selber und andere vor Ansteckung schützt. Die Nicht-Impfer werden zu Parias gemacht. Deshalb werden Restaurants und Sportstadions bedenkenlos wieder vollgestopft. Dass Info-Sperber solches in Frage stellt, verdient höchste Anerkennung.

    5
    • am 16.11.2021 um 23:51 Uhr
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      Interessant ist doch, dass in dieser Pandemie der Ungeimpften, plötzlich die geimpften einen Booster brauchen. Alleine diese Tatsache beisst sich doch, oder sehe ich das falsch?

      2
    • am 17.11.2021 um 10:29 Uhr
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      Sie sehen das wirklich völlig falsch. Es war von Anfang an klar, dass diese Impfung nicht ewig halten würde. Aber mangels Erfahrung damit konnte niemand genau wissen, wie lange der Impfschutz wie stark sein würde. Inzwischen ist fast ein Jahr verstrichen und man kann die Wirkung des Impfschutzes effektiv messen. Dazu kommt, dass wir es seit dem Frühsommer mit einer neuen, wesentlich ansteckenderen Variante zu tun haben. Von «plötzlich» kann also keine Rede sein.

      2
    • am 17.11.2021 um 20:54 Uhr
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      Die Tragik ist, dass man keinerlei Vergleich mit anderen Impfstoffen machen kann – weil es diese bei uns nicht gibt. China ist klüger: die verimpfen v.a. bekannte Impfstoff-Formen und wenig nukleinsäure-basierte neue. Das ist wohl erstens sicherer und kann zweitens dann auch studienmässig evaluiert werden. Wir sind mit unserer Impfstrategie einfach nur dumm: mit einer Impfart die gesamte Bevölkerung durchimpfen wollen: was soll das? Erstens werden sich die, die – ich nehme an berechtigt – sich Sorge vor der neuen Impfgattung machen sich nie und nimmer damit impfen lassen und eben zweitens kann man keine Vergleiche machen. Das ist wirklich dumm – denn gerade die Schweiz hätte die Möglichkeit mit wenig Aufwand weiteres zu erkennen (Studien). Auch betreffend «Booster» ist das so – vielleicht wäre es viel gescheiter, eine herkömmliche Impfart zu benutzen. Doch nein, Brett vor dem Kopf. Unglaublich, ich kann es immer weniger glauben, dass so viel Ignoranz herrscht (anstatt Freude in Anlehnung an Ex-BR Ogi).

      2
    • am 18.11.2021 um 09:08 Uhr
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      Fragt sich, vor wessen Kopf sich das Brett befindet.
      1) Es gibt auch in der Schweiz Impfstoffe die nicht auf der MRNA-Technik basieren. Sie haben keine Impfskeptiker hinter dem Ofen hervor gelockt.
      2) Ich hoffe, sie verwenden keine Kunststoffprodukte, kein Handy und auch die Eisenbahn benutzen Sie hoffentlich nicht. Das waren alles mal neue Produkte. Die Folgen von deren Einführung kann man z.T. bis heute nicht abschätzen. Sie wissen nicht mal, was alles in Ihrer Seife oder in Ihrem Shampoo steckt. Also: In Zukunft keine neue Produkte mehr entwickeln?
      3) Warum wir in der Schweiz zwingend eigene Studien machen müssen, wissen wahrscheinlich nur Sie. Über 400 Mio. Europäer können Medikamente schlucken, die von der EMA freigegeben wurden. In der Schweiz wartet man darauf, bis unsere Behörden ein Medikament freigeben, was unter Umständen nie geschieht, weil die Hersteller es in der Schweiz gar nicht verkaufen wollen. Der Markt ist zu klein.
      Kleiner Tipp: Essen Sie keine Hamburger! Da sind Chemikalien drin. Man wird davon dick und landet mit Kreislauf- und Gelenkschaden im Spital und füllt damit die Notfallstationen, die eigentlich für die nicht geimpften CV19-Patienten gebraucht werden.

      2
    • am 18.11.2021 um 19:24 Uhr
      Permalink

      Brett definitiv bei Ihnen, falls Sie nicht verstanden haben, dass Vektor-DNA-Impfstoff J+J KEINE Alternative zu mRNA-Impfstoff ist. Echt peinlich – doch Sie sind in bester Gesellschaft: Frau NR Wasserfallen und Frau NR Humbel haben das scheinbar auch noch nicht verstanden. An der Intelligenz liegt es wohl kaum – doch an Unwissenheit. Will man/frau nicht wissen? Dabei ist alles auf Wikipedia (wenn man es einfach will) einsehbar. Gute Zeit – MSg

      0
    • am 18.11.2021 um 09:10 Uhr
      Permalink

      An Ueli Custer, es wurde von Anfang an behauptet, dass man mit Impfen (70%) eine Herdenimmunität erreiche und dann sei alles vorbei.
      Nebenwirkungen darf man nicht erwähnen von Anfang an. Wer Nebenwirkungen Erwähnt wird sofort zum Verschwörer.
      Der CEO von Moderna hat noch vor einem halben Jahr öffentlich ausgesagt, geimpfte könnten den Virus nicht mehr verbreiten, erinnern Sie sich.
      Es wird anders als Beispielsweise in China nur RNA und Vector verimpft, man hat also keine Vergleiche zu klassischen Impfstoffen.
      Genesene werden Europaweit benachteiligt, obwohl es Anzeichen gibt, Beispiel Kenia, wohl 70% Natürlich Immunisierte und kaum mehr Fälle bei 6% geimpften.
      Statt dass man aktiv hinschaut was alles wie und warum passiert, schaut man sehr aktiv weg!
      Die Länder mit den höchsten Impfquoten auch mit den meisten Fällen. Logisch?
      Man hat der Natur keine Chance gegeben und was jetzt?

      1
    • am 18.11.2021 um 22:26 Uhr
      Permalink

      Es mag ja sein, dass irgendwann einmal jemand behauptet hat, mit 70% Geimpften erreiche man Herdenimmunität. Aber das war noch zu Zeiten der alten Virusvariante. Die aktuelle Mutation ist halt wesentlich ansteckender. Dasselbe gilt für die Aussage, das Geimpfte das Virus nicht mehr verbreiten könnten. Ich habe auch keine Ahnung, wie Sie darauf kommen, dass man aktiv wegschaue. Und wie Sie auf die Idee kommen, dass Länder mit den höchsten Impfquoten die meisten Fälle hätten, ist mir definitiv völlig schleierhaft. Das Gegenteil ist der Fall, siehe Portugal. Aber hier kann man jeden Unsinn schreiben.

      0
    • am 18.11.2021 um 20:28 Uhr
      Permalink

      @Ueli Custer. Ihre Aussage ist desshalb interessant, weil es von Beginn an nicht klar war ob die Impfung und wie lange diese halten würde und dennoch wurde ein Zertifikat für 365 Tage ausgestellt. Damals kam die Antwort, man hätte Daten aus Ländern, die bereits früher verimpft hätten. Das hat also nicht gestimmt. Dazu möchte ich noch erwähnen, dass mein Umfeld etwas anderes gemeint hatte, alle dachten zwei Impfungen reichen… Also entweder hat der BR sehr schlecht kommuniziert oder bewusst vorenthalten, ich weiss es nicht.

      0
    • am 19.11.2021 um 08:19 Uhr
      Permalink

      Ja, das Zertifikat wurde damals über 365 Tage ausgestellt. Damals hatte man aber auch noch eine harmlosere Variante des Virus. Dass inzwischen eine wesentlich ansteckendere Variante vorherrschend ist konnte damals ja niemand wissen. Das hat also nicht mit dem Impfzeitpunkt zu tun sondern mit der Variante des Virus. Ja auch ich hoffte, dass mit zwei Impfungen die Sache erledigt sein. Aber das Virus ist halt sehr trickreich und hat uns jetzt eines Besseren belehrt. Das hat mit Kommunikation rein gar nichts zu tun.

      1
  • am 9.11.2021 um 11:36 Uhr
    Permalink

    Guten Tag Herr Gasche,

    Danke für den guten Artikel. Ja der Journalismus hat vollständig kapituliert. Danke dass Sie sich dagegen zur wehr setzten und die Bevölkerung informieren.

    «33’800 Spitaleinlieferungen mit oder wegen Corona» in 20 Monaten sind Gründe für Zwangsimpfung und Lockdowns.
    60’000 stationäre Spitalaufenthalte jedes Jahr durch Krebspatienten scheinen niemanden zu belasten oder zu stören. 30 Kinder sterben jedes Jahr an Tumoren.

    Politik und Bevölkerung akzeptieren die massenhafte Verbreitung von krebserregenden Substanzen.

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/gesundheitszustand/krankheiten/krebs.html

    Bald sollte doch jeder merken, dass es nur ums Geschäft geht und nicht um die Gesundheit.

    6
  • am 9.11.2021 um 11:45 Uhr
    Permalink

    Lieber Herr Gasche
    Vielen herzlichen Dank für ihre Arbeit, ich schätze Infosperber sehr für den «Horizont erweiternden Blick»!

    2
    • am 11.11.2021 um 14:08 Uhr
      Permalink

      Ich danke Herrn Urs P. Gasche und dem Infosperber! Es tut echt gut, nach dem Einheits-Meinungsbrei (was die schweizerische Pandemie-Bekämpfung anbelangt), mit dem ich mich jeden Tag stundenlang konfrontiere, kritische Stimmen zu vernehmen. Ich lese täglich zwei seriöse Tageszeitungen und stelle fest, dass eben nicht sehr unterschiedlich informiert und kommentiert wird. Da ich lokal und schweizweit informiert sein möchte, kann ich auf die Mainstream-Presse nicht verzichten.

      Pausenlos wird uns da erzählt, dass wir alle endlich wieder zurück zur Normalität wollen. Welche Normalität ist da gemeint? Die sog. freie, aber eigentlich dumme und verantwortungslose Spasskultur, welche die Welt klimatisch in den Abgrund fährt? Und: Wer ist das eigentlich «Wir»?

      Ich selbst finde von allen Schutzmodellen gegen eine Ansteckung das normale Zuhausebleiben am angenehmsten. Keine Maske, keine Tests, keine Impfung! Es ist auch das effektivste Modell: Selbstschutz und Fremdschutz zu 100 %. Das bietet dir keine Impfung!

      Wenn nur das Einkaufen nicht wäre! Einmal die Woche binde ich mir beim Ladeneingang eine Maske vor Mund und Nase, und dann beeile ich mich. Schwitzend und schnaufend packe ich nur das Nötige in den Wagen. Günstiger Nebeneffekt: Auch so kann man Überfluss vermeiden. Ärgerlicher Nebeneffekt: Es ist kaum zu glauben, wie wenige andere KäuferInnen beim Vorbeigehen sorgfältig auf Abstand achten.

      Vorsicht: Infosperber kann Ihren Horizont erweitern!

      2
    • am 16.11.2021 um 23:53 Uhr
      Permalink

      Also es gäbe noch e-Shopping, dann müssten sie gar nicht mehr raus.
      Ich persönlich hätte etwas Angst, dass das Immunsystem dann gänzlich untreniert bleibt, was ich jetzt schon als Problem sehe…

      0
  • am 9.11.2021 um 11:51 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank für diesen Artikel! Er trifft den Nagel auf den Kopf. Auf unkritische Medien kann getrost verzichtet werden und sie verlieren jegliche Relevanz. Wer schreibt, weil es irgendeiner Sache dienen soll, macht einen miesen Job.

    5
  • am 9.11.2021 um 11:52 Uhr
    Permalink

    Genau, danke. In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob in diesen teleskopierten Medikamententests Ärzte auch fürs Weiterleiten von möglichen Impfnebenwirkungen entschädigt werden, für Impfungen, die sie notabene nicht selbst durchgeführt hatten, und wie es mit der Kontrollgruppe steht. Ich stelle mich für eine ungeimpfte Kontrollgruppe gerne zur Verfügung.

    3
    • am 10.11.2021 um 02:01 Uhr
      Permalink

      Ebenfalls danke an Infosperber für alle entsprechenden Beiträge, welche zu eigenständigen DENKEN und nicht blindem Glauben beitragen.
      Stelle mich gerne ebenfalls für eine Kontrollgruppe von Ungeimpften in der Ostschweiz zur Verfügung.

      Es stellt sich auch die Frage, in welchem Ausmass der Bundesrat und alle Impfungs-Forcierer/innen die Verantwortung übernehmen, wenn die viel zu wenig getesteten Impfstoffe sich als gesundheitschädigend oder auf eine andere Art als gefährlich erweisen?
      Es gibt jetzt schon Zeichen, welche auf solche Folgen hinweisen.

      Oder werden wir die Wahrheit nicht / nie oder viel zu spät erfahren?

      3
  • am 9.11.2021 um 11:57 Uhr
    Permalink

    Besondere Zeiten erfordern besondere Massnahmen. Heute weiss niemand – wirklich niemand – welche Massnahmen effektiv und zielführend sind. In allen Ländern werden Schutzmassnahmen ergriffen von denen die Regierungen hoffen, dass sie damit die Pandemie eindämmen können. Und in fast allen Ländern müssen die Regierungen damit leben, dass Massnahmen, die in einem andern Land Wunder gewirkt haben, bei ihnen kaum nützen. Und natürlich machen Regierungen dauernd Fehler. Denn Irren ist menschlich. Aber bisher hat uns unsere Regierung so gut durch die Pandemie geschaukelt wie kaum ein anderes Land. Einzig die Impfverweigerer sorgen dafür, dass wir noch lange mit Schutzmassnahmen leben müssen. In einer solchen Situation immer neue, teilweise furchtbar kleinliche, aber auch gewichtige, für den Laien aber nicht wirklich nachvollziehbare Dinge aufzubauschen, stärkt man die Impfverweigerer, die alles und jedes aus dem Zusammenhang reissen und damit Stimmung gegen das Impfen machen. Journalismus ist eben auch eine Verantwortung. Und im Rausch der Kommentarflut scheint das vergessen zu gehen. Das Verhalten von Infosperber ist in dieser Sache eigentlich das gleiche wie dasjenige der Boulevardpresse: Themen, die auf ein grosses Echo stossen, werden so lange wie möglich am Kochen gehalten. Zum Schaden von uns allen.

    43
    • am 11.11.2021 um 19:10 Uhr
      Permalink

      Können sie sich vorstellen, dass es Menschen gibt die sich vor der Impfung und deren Folgen fürchten?

      0
    • am 12.11.2021 um 10:04 Uhr
      Permalink

      Wenn der sich interessierende Laie nicht versteht, hat sich der Spezialist wohl nicht verständlich ausdrückt; Laien sind ja nicht dümmer als Spezialisten und auch die Spezialisten waren mal Laien. Das ist ein Totschlagargument.
      Fehler machen ist menschlich. Sich breit informieren, Kritik berücksichtigen und daraus lernen, Fehler also zugeben und offen diskutieren: das vermisse ich aber bei den Behörden und Massenmedien.
      Kleinlich, wenn unsere Grundwerte zerstört werden?
      Doch, es wissen schon Leute, welche Massnahmen effektiv und zielführend sind: es sind diejenigen, die das schon mehrmals durchgespielt haben und von den Folgen der Massnahmen profitieren.
      Woher nehmen Sie die Sicherheit, dass die Spikung die einzige und für den Grossteil der Menschen vorteilhafteste Massnahme ist, um die aktuellen Massnahmen zu beenden?

      1
  • am 9.11.2021 um 12:00 Uhr
    Permalink

    Urs P. Gasches kluge und grundsätzliche Argumentation leuchtet mir ein. Aber auch die Sichtweise, die beispielsweise Herr Custer vertritt, erscheint mir legitim. Und ich sehe keinen Anlass, den Vertretern dieser Perspektive ein «chinesisches» Medienverständnis oder Schlimmeres zu unterstellen, wie das einzelne Kommentatoren tun. Dass Journalismus selbstkritisch auch seine antizipierte Wirkung reflektiert, halte ich durchaus für angemessen.
    Es ist ja vielleicht eine Frage des Masses. Auch vom Guten kann es ein Zuviel geben. Und vielleicht ist es mehr noch eine Frage des Horizonts. Müssen denn diese vielen Beiträge so oft in ein und dieselbe Richtung zielen? Wann darf ich auf Infosperber beispielsweise eine gründliche Recherche lesen, wer denn eigentlich und mit was für Motiven und mit welchem Geld gegenwärtig die Schweiz mit diesen primitiven Plakaten zupflastert?

    26
  • am 9.11.2021 um 12:13 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank für diesen Artikel. Darum lese ich Infosperber! Bitte weiter so.

    3
  • am 9.11.2021 um 12:14 Uhr
    Permalink

    Ich war bisher meist Leser, möchte aber Herrn Gasche zu diesem Bericht gratulieren!

    Ab und zu zweifelte ich schon, ob Infosperber wirklich so unabhängig berichtet, wie er es darzustellen schien.

    Zu diesem Passus «dass in Deutschland zwei namhafte Virologen die 1G-Regel fordern: Alle, auch Geimpfte, sollen sich testen lassen müssen. Denn auch Geimpfte können stark ansteckend sein» möchte ich noch etwas ergänzen:

    1. Es ist absolut logisch, was die 2 Virologen in DE fordern. Der Impfschutz hält einige Monate, das Immunsystem der Geimpften ist aber generell geschwächt.

    2. Es wird mit Sicherheit soweit kommen, dass sich Geimpfte wieder testen lassen müssen. Die Regierungen sprechen das nur (noch) nicht aus, weil dann die Impfung als Ganzes sofort in Frage gestellt wird, und das wollen die Regierungen vermeiden, weil sie damit einen krassen Fehler eingestehen müssen.

    3. Es ist aber eine Frage der Zeit, bis dieses Eingeständnis kommt. Ausser es kommt eine neue Labor-gemachte Variante, womit die Regierungen sich wieder herausreden können.

    4. Es wird zu erkennen sein, dass Geimpfte bereits heute das grössere Problem darstellen, sich selbst gegenüber, genauso gegenüber anderen Geimpften und Ungeimpften.

    5. Das RKI jedenfalls ändert schon praktisch im Wochentakt die Vorzüge der Impfung und schwächt sie massiv ab: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Transmission.html

    7
  • am 9.11.2021 um 12:19 Uhr
    Permalink

    Dass der Bund, das BAG, Swissmedic und die Kantonsregierungen mit ihren Angestellten in dieser Pandemie oft überfordert sind, ist mit Händen zu greifen und auch in den grossen Zeitungen zu lesen. Das Virus ist zu schnell für die Politikerinnen und die Behörden. Und es hält sich nicht an das gängige wortreiche Schaum schlagen der Volksvertreter. Aber das ist kein Grund sich nicht impfen zu lassen. Und: Überfordert war die Politik schon vor der Pandemie. Nur war die Situation früher nicht tödlich.

    22
  • am 9.11.2021 um 12:31 Uhr
    Permalink

    Im erwähnten Artikel vom 1. April versuchte man uns klar zu machen, dass die Grünliberalen eine linke Partei sein soll und nur Linke ihre Wähler und Sympathisanten nicht richtig ‹bedienen›. Mit dem neusten Beitrag wird nun alles schwarz/weiss dargestellt. Die Pandemie ist zu komplex, um so undifferenziert abgehandelt werden zu können.
    «…. dass der Alarm betreffend die Intensivstationen im August 2021 voreilig war.» Das ist reine Polemik. Erstens darf eine Intensivstation gar nie voll belegt sein. Der nächste Krankheitsfall oder Unfall wäre ein Todesfall. Zweitens verdrängen Corona-Patienten schon andere bevor sie die Belegung auf 100% gesteigert haben. Drittens ist man im Nachhinein immer schlauer, besonders im Zusammenhang mit Covid.
    Ja, unbequeme Fakten sollen nicht dem Impfziel des Bundesrats geopfert werden. Aber komplexe Sachverhalte so einfach darzustellen, hilft niemandem.

    25
  • am 9.11.2021 um 12:32 Uhr
    Permalink

    Danke Infosperber und v.a. Urs P. Gasche. Eine der wenigen Stimmen, die nicht in den Chor der weltweit synchronen Behörden- und Pharmapropaganda einstimmen!
    Bleibt die Frage, weshalb das so ist. Geht es um Werbezahlungen der Pharmaindustrie? Subventionen des Staates? Drehtüreffekte? Gruppendenken? Angst vor der cancel culture? Oder gibt es gar Direktiven aus den Chefetagen?
    Es ist schon merkwürdig, wenn wie auf Knopfdruck gleichzeitig weltweit in den Leit-Medien plötzlich dieselben Phrasen auftauchen ( z.B: «Pandemie der Ungeimpften» oder «horse dewormer» (für das Mittel Ivemectin)), gerade wenn die Daten eigentlich eine andere Sicht nahelegen.

    5
  • am 9.11.2021 um 12:42 Uhr
    Permalink

    Am 13. Juni 2021 hat die Stimmbevölkerung das Covid-19-Gesetz angenommen, das im September 2020 vom PARLAMENT verabschiedet wurde. Am 28. November wird erneut über den Teil des Gesetzes abgestimmt, den das PARLAMENT am 21. März dieses Jahres beschloss. Alle Argumente, die „die Übergrosse Macht des Bundesrates“ kritisieren, gehen also an den Tatsachen vorbei.

    Wer am 28. November mit Nein stimmt, stimmt auch gegen die Massnahmen im Bereich des Arbeitnehmerschutzes stimmen (Art. 4 des Gesetzes, Erweiterung vom 21. März 2021). Wie viele der Nein-Stimmenden haben eigentlich die Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes und die Änderungen vom März gelesen?

    Der Widerstand gegen die Covid-Massnahmen ist symptomatisch für ein allgemeines Gefühl der Machtlosigkeit, das Ergebnis einer undemokratischen Kultur, die auf Konkurrenz anstatt auf Kooperation basiert. Anstatt eines Parlaments, das für das Volk entscheidet, ist es in Links und Rechts gespalten. Das ist das Problem, nicht der Bundesrat. Nur ein grosses Umdenken kann die Parteien überzeugen, dass wir von ihnen eine Zusammenarbeit im Gesundheits-, Einkommens-, Bildungs- und ökologischen Bereich erwarten. Die Fähigsten in ihren Reihen werden dann gewählt, ungeachtet ihrer politischen Orientierung

    Und nicht zu vergessen: In einer Demokratie hat jeder die Freiheit, Entscheidungen zur eigenen Person zu treffen – trägt aber gleichzeitig Verantwortung für das Gemeinwohl. Das sind Pole des gleichen Prinzips, keine Gegensätze.

    9
    • am 11.11.2021 um 10:15 Uhr
      Permalink

      Ihr angesprochener Artikel 4 vom Covidgesetzt wurde um 2 Absätze ergänzt.
      Einer stellt sicher, dass Berufsleute trotz behördelicher Schliessung eine warme Mahlzeit erhalten, der andere Stellt sicher, dass die sanitäre Anlagen für LKW-Fahrer geöffnet bleiben.
      Bei Artikel 4a (Berufseinstieg) kann der Bund Massnahmen fördern die den Berufseinstieg erleichtern… Wie auch immer dies aussehen soll.
      Diese Punkte sind übrigens gültig bis am 31. Dezember 2021 (auch in der neusten Fassung vom 19. Oktober 2021)
      Die wichtigen Absätze 1+2 (Arbeitnehmerschutz) bleiben bestehen.
      Sorry, aber diese 2 Absätze können mich nicht umstimmen, wenn ich die anderen Änderungen anschaue.

      0
  • am 9.11.2021 um 13:00 Uhr
    Permalink

    Ich bin sehr, sehr froh, dass wenigstens ein – für seine seriösen Recherchen weitherum und blasenübergreifend geachtetes Medium – auf die eklatantesten und erhärteten Widersprüche der offiziellen Coronapolitik hinweist.
    In meinem Umfeld häufen sich die persönlichen Erfahrungen mit den Impf-(Neben?)-Wirkungen, während ich keinen ernsten Corona-Fall aus erster Hand berichtet bekam abgesehen von Todesfällen in jenem Alter, in welchem halt ganz normal an irgendetwas gestorben wird. Und die Ersthand-Berichte vom medizinischen Personal in meinem Bekanntenkreis berichtet exakt dasselbe – auffällig hier nur, dass von «oben» so beeinflusst werde, dass Impffolgeprobleme möglichst garnicht erst erfasst werde und das Verhältnis Geimpfte/Ungeimpfte im Spital und Intensivpflege einfach nicht der offiziellen Darstellung entspricht.

    3
  • am 9.11.2021 um 13:14 Uhr
    Permalink

    Es ist pubertär, eine perfekte Welt zu erwarten und sich darüber aufzuregen, dass sie nicht perfekt ist. Die Impfung ist einfach mit ihren Vor- und Nachteilen der einzige Weg, wie wir die Epidemie im Schach und die Spitäler funktionsfähig halten könnten. Insoweit das nicht gelingt, haben wir das den lieben Impfskeptikern, den Impfverweigerern und dem lieben Infosperber zu verdanken, welcher die Wirkung kleinredet, Nebenwirkungen übertreibt und im August meinte, Entwarnung geben zu können, obschon die Explosion im kommenden Winter vorauszusehen war und jetzt da ist. Das sinnlos überlastete Pflegepersonal und die Patienten mit anderen Krankheiten, für die nicht genug Kapazität da ist, werden es den Verweigerern und dem Infosperber danken.

    36
    • am 10.11.2021 um 16:34 Uhr
      Permalink

      Danke Lukas Fierz für eine der sehr wenigen, wirklich guten Kommentare hier in der Diskussion!
      Infosperber mutiert mehr und mehr zu einer sehr einseitig berichtenden, schlagzeilenerheischenden Kampagnenjournalisten-Plattform mit entsprechenden Kollateralschäden und Bestärkung von allen fehlgeleiteten Besserwissern. Schade!

      15
    • am 16.11.2021 um 14:14 Uhr
      Permalink

      Hinter diesem Artikel kann ich stehen.
      Einige Artikel auf Infosperber waren aber nicht so – wie behauptet – gut recherchiert. Oft hatte man das Gefühl, da werde etwas aufgebauscht um Klicks bei zB. Aluhüten zu holen.
      Heute hab ich einen guten Kommentar von einem Apotheker gehört: «wie alles in der Medizin ist xxxx nicht zu 100% genau». Mit solchen Ungenauigkeiten und den sich daraus ergebenden Konsequenzen können viele (auch Journalisten) schlecht umgehen.

      2
  • am 9.11.2021 um 13:26 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank Herr Gasche, für diesen, einmal mehr, sehr differenzierten Beitrag im infosperber.

    2
  • am 9.11.2021 um 14:07 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank Herr Gasche! Dass durch Leute wie Sie der Vertrauensverlust in die Leitmedien und die Behörden gefördert würde ist unhaltbar. Das haben Leitmedien und Behörden ganz alleine zu verantworten. Vielmehr tragen Sie durch hervorragend recherchierte und informative Berichte dazu bei, dass ich mir selbst ein Bild der Lage machen kann. Ein umfassendes. Das ist es, was ich unter Journalismus verstehe.

    2
  • am 9.11.2021 um 14:24 Uhr
    Permalink

    Für das abnehmende Vertrauen grosser Teile der Bevölkerung sind die Behörden höchstselbst verantwortlich: Allzuhäufig hat der Bundesrat seine Versprechen nicht eingehalten. Diese Impfwoche ist Ausdruck einer irrationalen Zwängerei und wird ihr Ziel nicht erreichen. Daran ist Infosperber nicht schuld. Die meisten Ungeimpften haben gute Gründe für ihren Entscheid, den sie nicht aus Egoismus gefällt haben. Sie verhalten sich sehr verantwortlich. Bratwürste und ähnliche Incentives sind keine Argumente, sondern zeigen im Gegenteil die Ratlosigkeit der Behörden gegenüber Bürgern, die selber denken und überlegte Entscheide fällen können.

    5
  • am 9.11.2021 um 14:27 Uhr
    Permalink

    Ebenso wichtig wie kritische Medien wären selbstkritische Behörden, die dazu stehen, dass sie in einer Pandemie ohne vollständiges Wissen handeln müssen und dabei auch Fehler begehen können. Das wäre einer aufgeklärten Demokratie angemessen und würde Glaubwürdigkeit schaffen.

    2
  • am 9.11.2021 um 14:29 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Heutzutage sind sich die Leute daran gewöhnt mit Informationen gefüttert zu werden die in ihr
    Weltbild passen. Tritt in diesem Universum plötzlich eine Gegenstimme auf oder sie begegnen unabhängigem Journalismus wird das gleich als persönlicher Angriff wahrgenommen.
    Das Konzept einer gefestigten Meinung und diese wie in der Wissenschaft bei Gegenbeweis auch zu überdenken und entsprechend anzupassen hat bei dieser Denkweise keinen Platz.
    In Bezug auf Corona ist sich ein Teil des Pro Lager durchaus bewusst, dass die mehr oder weniger einheitliche Berichterstattung ihre Lücken hat und vieles kritisch betrachtet werden kann. Wird aber weggewischt mit der Begründung, dass die Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen gegen die Massnahmen stellen, zu blöde sind, das Ganze im Kontext zu sehen. Zensur zum Wohl der Menschheit. Für diese Sichtweise fehlt mir jedes Verständnis.
    Kommentiere weder für Pro noch Kontra sondern für eine vielseitige, wissbegierige, faktenbezogene und freie Presse.

    2
  • am 9.11.2021 um 14:52 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ihr von Infosperber macht das super gut. Danke.

    2
  • am 9.11.2021 um 15:13 Uhr
    Permalink

    Danke, das war sehr informativ. Dafür möchte ich etwas Spenden. Verheimlichen oder sich nicht berechtigten Fragen zu stellen, kommt Bürgern welche belastende Themen lieber verdrängen, sehr entgegen. Therapeuten nennen dies eine Form von «Harmoniesucht». Pestalozzi sprach, verjage den Teufel aus dem Haus, er wird im Garten auf dich warten. Erst wenn man selber betroffen ist von unschönen Konsequenzen, dann bezahlt man den Preis für dieses Verhalten. Nun gibt es eine neue seriöse Studie von der Universität Stockholm. Diese legt dar, warum mRna Vakzine, welche einen kompletten Spike Strang produzieren, für einige gefährlich sein könnten. Die previewed In-Vitro Studie ist seriös und nicht «extremisiert».Sie lädt ein zur Fachdiskussion. Link zur Studie: https://www.mdpi.com/1999-4915/13/10/2056/htm Die Studie wird kommentiert von einem renommierten medizinischen Web-Portal mit 450’000 Followern auf Youtube: https://youtu.be/-SYL-iU0E9Q Wirklich sehr sehens- und lesenswert. Das ist «Wissenschaft» Im Experiment wiederholbar und verifizierbar. Klare Fakten, nicht von einem Marketingbüro. Alle Namen der Forscher und beteiligten Universitäten werden genannt und sind erreichbar. Wäre die Studie Müll, wäre diese schon lange weg zensuriert worden (Was natürlich bei nicht begründbaren Zensuren juristisch geahndet werden könnte, wie auch schon geschehen). Ich bin kein Impfgegner, ich bin für Impfsicherheit und zudem muss der Einsatz von Vakzinen angemessen und sinnvoll sein.

    1
    • am 10.11.2021 um 16:17 Uhr
      Permalink

      Lieber Herr Gubler, ob das Experiment wiederholbar ist, kann nur der Versuch zeigen. Wenn es wiederholbar ist so zeigt das Experiment, dass das Spike-Protein dem Virus nicht nur zum Andocken dient, sondern, dass es damit auch fähig ist, die Bildung vielfältiger neuer Antikörper zu behindern, was dem Virus natürlich zustatten kommt, wenn es den Körper überwältigt. Bei der Impfung kommt das Spikeprotein ohne Virus und nur für kurze Zeit (die mRNA ist innert Stunden zerstört) und wird durch die Immunreaktion zerstört. Eine allfällige kurzzeitige Störung der Antikörperbildung ist in der Impfsituation unerheblich, weil ja gar kein Virus angreift und wie der Erfolg der Impfung beweist. Die Arbeit erwähnt am Schluss nebenbei, dass man auch erwägen müsse, ob dieser Mechanismus eventuell für gewisse Impfnebenwirkungen verantwortlich sein könne. Klar, alles muss man. Aber wollen Sie deshalb auf den Impfschutz verzichten, damit das Virus Sie in einer tagelangen Attacke überwältigen kann mit einer immunsuppressiven Wirkung, die in der Infektion tödlich, in der Impfsituation aber unerheblich?

      7
    • am 11.11.2021 um 10:02 Uhr
      Permalink

      Lieber Kollege Fierz: In der erwähnten (in vitro, nicht in vivo – also vorerst nicht übertragbar auf den Menschen) Studie und der Kommentar von Dr. Been (der übrigens geimpft ist mit mRNA) geht ja nicht nur um die Störung von AK-Bildung, es geht auch um mögliche Probleme bei der Reparatur von DNA.
      Und ganz allgemein: auch Sie schreiben nicht, dass bei der nukleinsäurebasierten Impfung gesunde körpereigene Zellen (z.B. Muskel, Endothelzellen) zu kranken Zellen gemacht werden, die dann wie das SARSCoV2 Spikes präsentieren und entsprechend als fremd erkannt und eliminiert werden von wiederum eigenen Zellen. Und selbst auch zugrunde gehen mit den in ihnen gelösten zusätzlich produzierten Spikes (die mRNA ist nämlich ganz raffiniert so geändert von den Forschern – genial! – dass sie möglichst viele Kopien von Spikes in den Ribosomen machen kann), also nicht so rasch abgebaut wird in der Zelle (ausserhalb schon) wie eigentlich üblich. Uff, sorry, tönt etwas verschachtelt – ist halt schon komplex. Leben ist halt komplex. Und neuartige Impfstoffe sollte man schon gut beobachten im Langzeitverlauf. Da vertraue ich aber den Wissenschaftler:innen mehr als den Politiker:innen.

      0
  • am 9.11.2021 um 15:32 Uhr
    Permalink

    Soviel ich verstanden habe, unterscheidet sich die Corona-Politik Chinas wesentlich von der des Westens. In China wird in erster Linie versucht, die Ansteckung zu verhindern indem Kranke isoliert werden. Daneben wird geimpft wie bei uns. Im Westen will man uns durchseuchen: wenn alle geimpft (oder genesen) sind ist Ende Pandemie, denkt man. Weiss der Infosperber mehr über die Hintergründe?

    2
    • am 14.11.2021 um 16:33 Uhr
      Permalink

      @August Haller: es ist eher davon auszugehen, dass man bei den Regierungen den Fehler mit den Impfungen erkannt hat.

      Je höher die Impfquote ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in der Langfristigkeit sowohl den Behörden als auch den Impfstoff-Herstellern keinen Fehler mehr beweisen oder nachweisen kann.

      Hier würde es mich interessieren, wie hoch der Anteil der Ungeimpften sein muss, um in Zukunft noch Prozesse angehen zu können. Es braucht eine Vergleichszahl, und wenn diese im Endeffekt weniger als 10% ist, befürchte ich, dass Regierungen etc. alle Prozesse als
      «ohne ausreichend Beweise» ablehnen werden.

      Allfällige Langzeitschäden werden aber erst wirklich in einige Jahren, d.h. 5 – 10 Jahre, aufgedeckt.

      0
  • am 9.11.2021 um 17:01 Uhr
    Permalink

    Danke für die differenzierten Beiträge – deswegen schätze ich Infosperber. Gerade beim C Thema werden kritische Stimmen oft mundtot gemacht, was in einer demokratischen Gesellschaft nicht sein sollte.
    Wissenschaft lebt von der Diskussion, von der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Erkenntnissen. Aktuell erleben wir eine Verunglimpfung aller WissenschaftlerInnen, die sich getrauen (!), eine Meinung abseits vom Mainstream zu haben. Schade! Und ich hoffe, dass sich das wieder ändert.

    3
  • am 9.11.2021 um 17:24 Uhr
    Permalink

    Zum Glück können wir noch den Infosperber lesen !
    Die Gleichschaltung der übrigen Presse passt nicht zu einer Demokratie.

    2
  • am 9.11.2021 um 17:28 Uhr
    Permalink

    «Bitte keine Informationen auf die Mühle von Impf-Skeptikern»
    Aber HALLO…!
    Ist es nicht genehm und soll also nicht publiziert werden?
    Das sind doch Vorstellungen von Leuten mit totalitären Wunschträumen..!
    Jedenfalls ich bin saumässig froh darüber, dass es Medien gibt, die sich vom braven Einheitsbrei abheben.

    2
  • am 9.11.2021 um 18:07 Uhr
    Permalink

    Ich finde diesesn Artikel gut, ausser bei einem Punkt, wo Sie dieselbe Methode anwenden, die sie sonst kritisieren: eine Extrapolation weit in einen Bereich, wo es keine Daten gibt. Nämlich mit:

    » Das BAG verbreitet …: «Im Schnitt kann pro 50 Impfungen eine Hospitalisierung … vermieden werden.» Rechne: Wenn man alle gut zwei Millionen noch ungeimpften Einwohner der Schweiz im Alter von über 14 Jahren impft, soll man 40’000 Hospitalisierungen verhindern können?»

    Die Impfrate ist eine Momentaufnahme (heute ca. 5000 vollständige Neugeimpfte pro Tag – bei 11125 Einzelimpfungen pro Tag) und variabel, kann also nur wenig in die Zukunft extrpoliert werden und nicht 2000 Tage, wie das mit diesen Annahmen nötig wäre.

    Aber die Zahl des BAG ist meiner Ansicht nach auch in der Momentaufnahmen einen Faktor 10 zu pessimitisch, denn laut ihren eigenen Zahlen gibt es im aktuellen Wochendurchschnitt aufgrund von Covid-19 ca. 10 Spitaleintritte pro Tag, und 5000/10 = 500 und nicht 50 Totalimpfungen pro Hospitalisierung. (Irrtum vorbehalten)

    5
    • am 9.11.2021 um 18:13 Uhr
      Permalink

      Ich schrieb: «Aber die Zahl des BAG ist meiner Ansicht nach auch in der Momentaufnahme einen Faktor 10 zu pessimistisch»: Müsste wohl «zu optimistisch» heissen. Oder einfach «falsch».

      1
    • am 10.11.2021 um 12:12 Uhr
      Permalink

      Ich habe selber einen Fehler gemacht: es ist «nur» ein Faktor 5, nicht 10 wie oben. Es sind für den 3.11.2021, Datum der BAG Medienmitteilung, gemäss BAG-Daten 7245 neue vollständig Geimpfte pro Tag und 28.86 Laborbestätigte Hospitalisierungen pro Tag. 7245 / 28.86 = 251. Das sind also 5 x mehr als das BAG und der Bundesrat angeben! Ich habe das BAG nach Belegen für seine Zahl gefragt, mit Kopie an Herrn Gasche, bekomme aber nur zwei Standard-Antworten, dass keine Fragen beantwortet werden! («Fragen zu laufenden Konsultationen werden bis zu den entsprechenden Bundesratsentscheiden nicht beantwortet.» Ich müsse ein Gesuch gemäss Öffentlichkeitsgesetz stellen!) Ich finde das fast schlimmer als die wahrscheinlich falschen Angaben!

      0
  • am 9.11.2021 um 18:28 Uhr
    Permalink

    Was auch nie (übriges auch bei IS) an die grosse Glocke gehängt wurde: dass die Vektor-DNA-Impfung von J+J keinerlei Alternative zu den mRNA-Impfungen ist. Doch viele Ungeimpfte sind besser informiert als die Behörden und die Parlamentarier:innen. Deshalb – und nicht weil diese Menschen dumm sind – wurden von den 100’000 vorrätigen J+J Impfungen nur ca 10’000 verimpft. Und warum – ich bleibe am Ball – der Bund nicht Druck aufsetzt für eine «alte» «alternative» Impfung (die weltweit eingesetzt werden, u.a. Sinovac das CH-zertifikatstauglich ist) kann nicht nachvollzogen werden: ausser man verweigert sich den nötigen Grundinformationen. Um diese Grundinformationen geht es und IS versucht – so sehe ich das – Nötiges beizutragen.

    1
    • am 10.11.2021 um 19:04 Uhr
      Permalink

      Markus Scheuring
      Abgesehen von der (evtl. suspekten) mRna-Technologie bieten «konventionelle» Cov-Impfstoffe keine weiteren Vorteile, dh. sie haben ebenfalls keine Langzeit-Tests und breite Studien hinter sich – so oder so sind somit Spätfolgen nicht ausgeschlossen, und welcher Art und welchen Grades diese Spätfolgen sind, kann, logischweise, heute noch niemand sagen.
      Allein deshalb ist jede Aussage wie «DieCov-Impfung ist sicher» bestenfalls eine naiv-optimistische Übertreibung, realistischerweise aber, wenn sie von Fachleuten und informierten Politikern kommt, eine dreiste Lüge, welche dereinst strafrechtliche Folgen haben kann.
      Es ist zu hoffen, dass die Pharma-Industrie ihr Forschungs-Gewicht vermehrst auf Cov-Medikamente legt, welche dann punktuell und nicht per Giesskanne eingesetzt werden können.

      2
    • am 11.11.2021 um 09:45 Uhr
      Permalink

      Herr Brunner: einfach zur Klärung, ich habe ja nicht über Sicherheit von Impfungen gesprochen. Natürlich hat jeder Eingriff (auch Medikamente) mögliche Nebenwirkungen. Mit den «alte» (wobei Novavax ein neues 3. Prinzip sein wird) sind diese aber sehr physisch begrenzbar, während bei mRNA/Vektor-DNA mikromolekuläre Strukturen viel eher betroffen sein können. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=-SYL-iU0E9Q – in vitro (!) nicht in vivo – bespricht die Studie betreffend Behinderung von DNA durch Spikes in der Zelle. LG MSg

      0
  • am 9.11.2021 um 19:44 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank an Infosperber und Urs P. Gasche für das aufwendige Recherchieren und das kritische hinterfragen der Corona-Politik. Es ist schon sehr bedenklich, dass die verantwortlichen der Corona-Politik so ideenlos agiert und weder nach links oder rechts schaut um andere Lösungen zu finden für die «Pandemie» zu finden.

    0
  • am 9.11.2021 um 21:20 Uhr
    Permalink

    Sie arbeiten auf Infosperber als Journalisten und sind nicht zur Impf- und Pandemie-Propagandaanstalt verkommen – für ihre journalistische Arbeit möchte ich Ihnen danken!
    In der Schweiz glauben viele in einer Demokratie zu leben. Nur es geht vergessen, dass nicht nur Abstimmung und Wahl eine Demokratie ausmachen. In einer Demokratie werden die Bürger von allen relevanten Seiten ausgewogen informiert, können sich dadurch eine eigene Meinung bilden, und diese informierten Bürger gehen abstimmen oder wählen.
    Diese zentrale Bedingung einer Demokratie fehlt in der Schweiz und wurde seit 2020 von der Schweizer Regierung und Politik bewusst zerstört. Medienhäuser haben dabei willig mitgemacht und haben sich kaufen lassen. Jetzt haben wir eine Gleichschaltung, die Sie in ihrem Artikel thematisieren.
    Bitte weiter so Infosperber, Ihre Arbeit (Journalismus) wird nur noch von wenigen betrieben und ist wichtig. Wir müssen zurück zur Demokratie!

    4
    • am 10.11.2021 um 07:45 Uhr
      Permalink

      Haben Sie eigentlich in den letzten Monaten schon irgendwann am gleichen Tag mehr als eine Schweizer Zeitung gelesen? Wenn ja, haben Sie offenbar extrem selektiv (oder ev. nur den Blick) gelesen. Ihre Verschwörungstheorie entbehrt jedenfalls jeder Grundlage. Ich lese täglich mehrere seriöse Tageszeitungen und stelle fest, dass hier durchaus sehr unterschiedlich geschrieben wird. Mit der verstärkten Zusammenarbeit z.B. bei den CH Medien hat der Bundesrat nicht das geringste zu tun. Das ist vielmehr das Ergebnis des massiven Werberückgangs. Als ehemaliger Fachjournalist im Bereich Schweizer Medien verfolge ich die Entwicklung nach wie vor mit grossem Interesse und masse ich mir deshalb an, das sehr gut beurteilen zu können.

      20
    • am 10.11.2021 um 10:20 Uhr
      Permalink

      Das ist nun wirklich eine völlige Verdrehung der Realität:
      – Die Stimmberechtigten dürfen sich nun zum zweiten Mal zur Corona-Gesetzgebung äussern. Das erste Mal wurde das Gesetz übrigens bei einer (relativ hohen) Stimmbeteiligung von 60% mit 60% Ja-Stimmen gutgeheissen. In welchem anderen Land war dies möglich? Keine Demokratie?
      – Landauf, landab werden Gemeindeversammlungen, Parteiversammlungen etc. durchgeführt, teilweise unter sehr aufgeweichten Schutzbestimmungen? Keine Demokratie?
      – Ebenso werden politische Demonstrationen und Manifestationen abgehalten, teilweise unbewilligt und unter Missachtung der Schutzbestimmungen. Das wird in den allermeisten Fällen von der Polizei toleriert. Gleichschaltung?
      Was von Ihnen, aber auch von anderen Kommentatoren unter diesem Artikel teilweise abgesondert wird, ist unerträglich. Wohlverstanden: Auch ich – selber geimpft und Unterstützer einer auf dem freien Entscheid mündiger Bürger beruhenden Impfpolitik – verfolge die Arbeit unserer Behörden kritisch (vgl. dazu meinen Kommentar an anderer Stelle unter diesem Artikel). Auch ich finde, dass sich nicht alle ergriffenen Massnahmen unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit sauber begründen lassen. Auch ich finde, dass viele Medien die Arbeit der Behörden teilweise durchaus kritischer beleuchten dürften. Trotzdem: Als Teil einer hoffentlich aufgeklärten Demokratie sollten wir eine auf Sachlichkeit beruhende Auseinandersetzung führen.

      9
  • am 9.11.2021 um 22:39 Uhr
    Permalink

    Die Wiedersprüche und Ungereimtheiten in der «Pandemiebekämpfung» und in der Berichterstattung darüber sind einfach zu offensichtlich. Zum Glück gibt es Infosperber. Ihre Berichte helfen mir, das Ganze irgendwie zu analysieren, einzuordnen und bisweilen von einer anderen Seite zu betrachten. Vielen Dank dafür.

    2
  • am 9.11.2021 um 22:40 Uhr
    Permalink

    Vor ein paar Jahren war ich überzeugt von Infospwrber. Daher bin ich umso enttäuschter Fremd- und Eigenbild von Infosperber decken sich kaum noch. Peinliches Putin verstehen schon länger, Anbiedern bei Impfskeptikern neu. Was kommt als nächstes? Verharmlosen von Rechten…
    Manchmal führt die verkrampfte Bemühung das zu sehen, was andere übersehen, dazu dass man Grentzwertiges hypenmuss. In diese Falle tappt Infosperber immer häufiger

    29
    • am 11.11.2021 um 09:35 Uhr
      Permalink

      @Pfammatter: ich verstehe die Logik nicht, die hinter der Diffamierung von aufklärenden Artikel welche sich um das Beleuchten eines Themas von allen Seiten bemühen, als «verkrampftes Bemühen» oder «grenzwertigen Hype». Wenn Sie den Ausführungen nicht zustimmen wäre Ihre Begründung dazu interessant. So aber wird nicht einmal klar, worüber Sie sich eigentlich aufregen.

      0
    • am 11.11.2021 um 20:07 Uhr
      Permalink

      Mein Anliegen wäre, dass Medien sich aufs Wesentliche fokussieren. Wir wissen alle längst, dass die Halbwertszeit von Aussagen zu Corona sehr kurz ist. Das ist in einem Lernprozess durchaus üblich. Diese Aussagen später zusätzlich zu vertiefen gleicht darum oft einer reinen ex-post Erbsenzählerei. Bei vielen frustrierten Menschen in der Schweiz verstärken diese Aufarbeitungsbemühungen nur Misstrauen aber bringen keinen echten Wissensgewinn, da rückwärtsgewandt und spekulativ.
      Die zentrale Frage, wie wir aus der Pandemie raus kommen und deren negativen Folgen bewältigen, wird ungenügend Thematisiert weil nur die Metaebene bearbeitet wird. Schattengefechte könnte man das nüchtern nennen.

      3
  • am 9.11.2021 um 23:51 Uhr
    Permalink

    Bravo an Herrn Gasche für die kritische(n) und akkurate(n) Berichterstattung(en). Gerade in solchen Zeiten braucht es unbedingt kritische Geister!

    3
  • am 12.11.2021 um 15:12 Uhr
    Permalink

    Eine in der renomierten wissenschaftlichen Zeitschrift nature publizierten Studie «Comprehensive investigations revealed consistent pathophysiological alterations after vaccination with COVID-19 vaccines» gibt den Impfkritikern zumindest teilweise recht. Die Studie bezieht sich auf den Totimpfstoff von Sinopharm und nicht auf ein mRNA-Vakzin – die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht unbedingt auf die COVID-Vakzine von Moderna und Pfizer übertragen.

    https://www.nature.com/articles/s41421-021-00329-3?fbclid=IwAR0CNdScDFJmXqlHjTpJ0mAAIA0QT6IQ2LAkXSD06brJ2Rr48XuoY91FJJY

    0
    • am 12.11.2021 um 15:16 Uhr
      Permalink

      Nachtrag: Eine entsprchende Studie zu Comirnaty von Pfizer/BionTech und Spikevax von Moderna erachte ich als überfällig.

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    • am 13.11.2021 um 03:11 Uhr
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      @ Markus Durrer Soweit ich erkennen konnte, sind die mRna Vakzine von Pfizer in dieser Studie nicht ausgeschlossen. Die Studie bezieht sich eigentlich unabhängig davon, ob ein Vakzin verwendet wurde um eine Infektion zu simulieren, oder ob jemand real mit Covit infiziert und wieder gesund wurde, darauf, was dieser Prozess im Körper verändert. Nun muss man berücksichtigen, dass die heutige Situation die Forschenden dazu nötigt, längst fällige Grundlagenforschung nach zu holen. Dabei kann ich mich selber mit meinem Blutbild als Beispiel aufführen. Ich kam schon anfällig als Rachitis-Kind auf die Welt, mit den übelsten Voraussetzungen. Mit 23 machte ich eine Weltreise, jung, dumm, barfuß durch den Urwald. Resultat: Protozoen, Hepatitis B und den aggressiven C Typus. Habe alles überlebt, besiegt, mit Serumnarben belegt. Der Fieberrekord liegt bei 41,6 Grad. Macht man von mir heute ein grosses Blutbild, ohne Vorwissen meiner Geschichte, wundern sich Immunologen darüber, das man mit solchen Werten überhaupt leben kann. Alles was uns infiziert oder mal vergiftet hatte, hinterlässt eine Konfiguration in uns. Auf der Zellebene wird jede Veränderung als Engramm gespeichert, und der Körper muss sich dann anpassen. Man hatte bisher halt noch nicht so gründlich gesucht wie jetzt in der Gegenwart. Warum sollte man auch, man könnte ja was finden, was man nicht finden möchte, weil dann die Aktien den Bach runter gehen. Alles ist heute traurigerweise in erster Linie ein Geschäft.

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  • am 15.11.2021 um 02:40 Uhr
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    BIONTECH: Auszug aus dem 411-seitigen Biontech-Geschäftsbericht von 2019, der seinerzeit der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC vorgelegt wurde: Risiken im Zusammenhang mit unserem Geschäft: (…) Die von uns entwickelten Produktkandidaten könnten nicht oder nur mäßig wirksam sein oder unerwünschte oder unbeabsichtigte Nebenwirkungen, Toxizitäten oder andere Eigenschaften aufweisen, die eine Marktzulassung verhindern oder die kommerzielle Nutzung einschränken könnten. (…) Die Entwicklung von mRNA-Arzneimitteln ist mit erheblichen klinischen Entwicklungs- und Zulassungsrisiken verbunden, da es sich um eine neuartige und noch nie dagewesene Kategorie von Therapeutika handelt. Als potenzielle neue Kategorie von Therapeutika wurden unseres Wissens bisher keine mRNA-Immuntherapien von der FDA, der EMA oder einer anderen Aufsichtsbehörde zugelassen. (…) Bis heute gab es noch keine Phase-3-Studie für ein mRNA-basiertes Produkt oder ein kommerzielles mRNA-basiertes Produkt. (…) Derzeit wird mRNA von der FDA als Gentherapieprodukt betrachtet. (…) Eine Reihe von Unternehmen in der Biotechnologie- und Pharmabranche haben bei klinischen Versuchen erhebliche Rückschläge erlitten (…)

    Originalquelle: https://investors.biontech.de/static-files/63bc1b07-08ad-48d2-945b-bc78b0dc1172
    Siehe Seite 16: mRNA gemäss FDA= Gentherapie; neuartig, noch nie dagewesen; erhebliche klinische Entwicklungs-/Zulassungsrisiken… klingt doch vertrauenerweckend!

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    • am 18.11.2021 um 11:36 Uhr
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      Solche pessimistischen Informationen gibt in Amerika JEDE Firma über ihre Produkte und ihre Geschäftsaussichten. Sie dienen der Firma als Schutz gegen spätere Haftpflichtklagen von Aktionären. Im vorliegenden Fall stammen diese Warnungen von 2019 und wurden durch den seitherigen Verlauf entkäftet.

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