Krankes Herz

Die Herzmuskelerkrankung nach Impfung mit einer mRNA-Vakzine betrifft bisher vor allem männliche Jugendliche und junge Männer. © Simone Hainz / pixelio.de

Dunkelziffer an Nebenwirkungen nach Impfung

Martina Frei /  Wenn intensiv nach Nebenwirkungen gesucht wird, kann die Zahl 200-mal höher ausfallen. Das zeigten US-Studien zur Pockenimpfung.

Nebenwirkungen werden oft mit «passiven» Meldesystemen erkannt. Dabei sind – wie aktuell in der Schweiz – die Geimpften und die Impfenden aufgefordert, jeden Verdacht auf eine unerwünschte Wirkung zu melden.

Bei «aktiven» Meldesystemen dagegen wird immer wieder bei Ärzten, Spitälern und/oder den Geimpften nachgefragt, ob ihnen etwas aufgefallen ist. Was genaues und sehr genaues Hinschauen für einen Unterschied machen kann, illustrieren zwei Studien aus den USA.

Dort wurden seit Ende 2002 Soldaten und andere Mitarbeiter des Militärs gegen Pocken geimpft. Rasch stellte sich heraus, dass der Impfstoff bei etwa 12 bis 16 von 100’000 Geimpften zu Entzündungen am Herzen führte. Betroffen von diesen Nebenwirkungen waren wenn, dann vor allem bis dahin gesunde, junge, weisse Männer innerhalb von zehn Tagen nach der Impfung. 

Unterschied um Faktor 200

Verglichen mit der sonst üblichen Rate an Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündungen in diesen Berufsgruppen (circa 2,16 Fälle pro 100’000) waren diese Erkrankungen nach der Pockenimpfung gemäss einer Studie aus dem Jahr 2004 fast 7,5-mal häufiger. In dieser Studie wurde rückblickend anhand von Meldungen und Krankenakten versucht, die Nebenwirkungsrate zu ermitteln. 

214-mal häufiger war dieses Risiko jedoch in einer anderen Studie aus dem Jahr 2015. Dort wurden Geimpfte vor und nach der Impfung aufgeboten, befragt und untersucht, unter anderem mit Bluttests und Aufzeichnen der Herzströme (EKG). Diese Studie kam auf eine Rate von schätzungsweise 463 Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündungen pro 100’000 gegen Pocken geimpfte Personen. Bei sehr vorsichtiger Schätzung waren es 150 von 100’000 Geimpften und die Rate, verglichen mit dem «normalen» Risiko, immer noch 65-mal höher.

Drei von Fünf wären nicht entdeckt worden

Das könnte bedeuten, dass bei einem Impfprogramm mit über zwei Millionen geimpften Menschen möglicherweise tausende eine nicht erkannte Entzündung am Herz nach der Pockenimpfung bekamen. Drei von fünf betroffenen Personen wären ohne diese Studie nicht entdeckt worden, weil sie nicht sofort einen Arzt konsultierten, so die Studienautoren. Die Betroffenen fühlten sich also offenkundig nicht so krank, dass sie akut Hilfe benötigten.

Das Fazit der Studienautoren: Die übliche passive Überwachung unterschätze die wahre Rate dieser Nebenwirkung nach der Pockenimpfung signifikant. «Es braucht aktive Überwachungssysteme, um unerwünschte Wirkungen zu erkennen, die nicht gut verstanden oder bisher unbekannt sind», schreiben sie. 

Nur 10 bis 15 Prozent der Nebenwirkungen werden gemeldet

Dass es nach Impfungen eine erhebliche Dunkelziffer an nicht-gemeldeten Impf-Nebenwirkungen geben kann, ist seit Jahrzehnten bekannt. Laut einer Schätzung aus den Jahren 2006 bis 2009 erfahren die Behörden mit passiven Meldesystemen – wenn also Betroffene oder Gesundheitspersonal einen Verdacht immer nur von sich aus melden – weniger als ein Prozent der Impfnebenwirkungen. 

Laut dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic werden bei Arzneimitteln im Allgemeinen schätzungsweise nur etwa 10 bis 15 Prozent der Nebenwirkungen gemeldet. Entsprechende Untersuchungen für die Covid-19 Impfstoffe fehlen laut Swissmedic.

In den vergangenen Jahren gingen bei Swissmedic jährlich rund 220 Verdachtsmeldungen betreffend möglichen Nebenwirkungen von Impfstoffen ein. Dieses Jahr erhielt die Behörde bis zum 12. Oktober bereits über 28’000 Verdachtsmeldungen ** betreffend Reaktionen auf die Covid-Impfstoffe (bis zu diesem Zeitpunkt waren in der Schweiz über 10,5 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden). 8’757 Verdachtsmeldungen wurden bislang ausgewertet. Für diese Marktüberwachung stehen deutlich weniger Stellenprozente zur Verfügung als für die Prüfung von Zulassungsgesuchen für Impfstoffe.

Sehr schwere Nebenwirkungen oder solche, die kurz nach einer Impfung auftreten, werden vermutlich eher gemeldet als leichte, erst spät auftretende oder solche, bei denen Ärzte keinen Zusammenhang mit der Impfung herstellen. Auch die Häufigkeit von Nebenwirkungen, die Arbeitsbelastung der potenziellen Melder und die mediale Berichterstattung können eine Rolle spielen, ob es überhaupt zu einer Meldung kommt. Die Möglichkeit, dass eine Nebenwirkung durch ein Arzneimittel verursacht sein könnte, genügt für eine Verdachtsmeldung.

«Ein Desaster»

Bei der Einführung einer neuen Vakzine wären aktive Überwachungsprogramme besonders zweckmässig. Doch bei bei den Covid-Impfungen ist dies hier zu Lande nicht vorgesehen. In der Schweiz gibt es kein aktives Meldesystem. In Deutschland wurde mit der «SafeVac»-App für die Bevölkerung der Versuch gemacht, vermutete Nebenwirkungen zeitnah und umfassend zu sammeln. Doch kaum war die Covid-Impfkampagne richtig angelaufen, kam das deutsche Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit dem Auswerten der vielen Meldungen nicht mehr nach, berichtete das «ZDF«. Ein lange geplanter Bericht zu diesen Meldungen sei noch nicht veröffentlicht, schrieb der TV-Sender im Juni auf seiner Website. Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Professor Wolf-Dieter Ludwig, nannte die Situation «ein Desaster».

Mittlerweile macht das PEI in seinen Sicherheitsberichten einzelne Angaben zu den «SafeVac»-Meldungen, aber keine regelmässigen, umfassenden Updates und Zusammenfassungen. Laut dem letzten Sicherheitsbericht des PEI wurden bisher von rund 700’000 registrierten Nutzern 2’499 schwerwiegende Verdachtsmeldungen berichtet. Das entspricht etwa einem Verdachtsfall pro 312 geimpfte Personen.

Obwohl «Safe-Vac» keine repräsentativen Daten liefert (nur rund 1,3 Prozent aller Geimpften nutzen die App), ergab die Auswertung für die teilnehmenden Männer von 18 bis 29 Jahren ein Risiko von 11 Verdachtsfälle von Herzmuskelentzündung pro 100’000 in dieser Altersgruppe. 

Vor der Zulassung nicht bemerkt

Das sind ähnliche Zahlen, wie sie auch zwei aktuelle israelische Studien im «New England Journal of Medicine» berichten. Eine davon beziffert das Risiko für eine Herzmuskelentzündung bei 16- bis 29-jährigen Männern auf etwa 11 pro 100’000, die andere Studie schätzt es bei 16- bis 19-jährigen Männern auf rund 14 pro 100’000.

Beide Studien ermittelten rückblickend die Rate an Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) nach der Covid-Impfung mit der Vakzine von Pfizer/Biontech. Dabei wurden (zeitweise) sowohl aktive als auch (permanent) passive Meldesysteme eingesetzt. Die aktive Beobachtung bestand darin, dass die Spitäler aufgefordert wurden, alle Kranken zu melden, die wegen Myokarditis behandelt wurden. Die Studienautoren gehen davon aus, dass sie die Fälle damit recht gut erfasst haben.

Impfung mit Moderna-Vakzine in einigen Ländern bei jungen Menschen ausgesetzt

Schweden und Finnland haben kürzlich die Impfung mit dem Covid-19 Impfstoff von Moderna für Personen unter 30 Jahre pausiert.*** Der Grund dafür ist eine skandinavische Studie, die ein erhöhtes Risiko für Herzmuskelentzündung bei Personen in dieser Altersgruppe nach Impfung mit der Moderna-Vakzine zeigte.

Infektion oder eine Impfung ging voraus

Auffallend ist, dass die Herzmuskelentzündungen nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff bisher ganz überwiegend nach der zweiten Impfdosis auftraten. Mutmasslich sind diese Herzerkrankungen eine Immunreaktion auf die Vakzine. 

Diesen Verdacht legt auch eine US-Studie an Militärpersonal nahe. Sie berichtet von 23 Männern, die nach der Covid-Impfung mit einer mRNA-Vakzine eine Myokarditis entwickelten – und sie liefert einen interessanten Hinweis: Nur drei dieser 23 Männer erkranken nach der ersten Impfdosis an Myokarditis, alle anderen erst nach der zweiten. Nur diese drei hatten – im Gegensatz zu den anderen – vor der Impfung eine Sars-CoV-2-Infektion. Das kann Zufall sein – oder einen kleinen Hinweis liefern, dass die Wahrscheinlichkeit für eine solche Komplikation mit einer Infektion oder der Anzahl der Impfdosen steigen könnte.

Kritik von Peter Doshi am Zulassungsantrag zur Auffrischimpfung

In der Studie, die im Dezember 2020 als Grundlage für die Notfallzulassung des Covid-19-Impfstoffs von Pfizer/Biontech diente, waren unter den rund 22’000 geimpften Versuchspersonen keine Fälle von Myokarditis bemerkt worden. Seltene Nebenwirkungen werden jedoch häufig erst bei der breiten Anwendung erkannt.

Als es kürzlich um die Zulassung der Covid-Auffrischimpfung in den USA ging, wurde der Pharmazie-Professor Peter Doshi wieder angehört. Doshi ist Mitherausgeber des «British Medical Journal» und Professor an University of Maryland School of Pharmacy.

Hier auszugsweise Doshis Stellungnahme vom 17.September:

«Als im Juli die Diskussion über eine dritte Dosis begann, sagte der stellvertretende CDC-Direktor Dr. Jay Butler [CDC ist eine US-Gesundheitsbehörde – Anm. d. Red], es sei wichtig, herauszufinden, ob die dritte Dosis zu mehr Nebenwirkungen – insbesondere schweren – führt.

Leider tappen wir immer noch im Dunkeln. 

Der Antrag von Pfizer für die Auffrischungsimpfung bezieht sich nur auf 329 Personen, ohne jegliche Kontrolldaten. Jetzt gibt es eine laufende placebokontrollierte randomisierte Studie von Pfizer zur Auffrischimpfung bei 10’000 Personen, die in den Briefing-Unterlagen [z. Hd. der US-Arzneimittelbehörde FDA – Anm. d. Red.] nicht erwähnt wird. Aber es ist unwahrscheinlich, dass diese Studie die Sicherheit der Auffrischimpfung zufriedenstellend abbildet. 

Erstens ist die Studie zu klein und die Teilnehmerzahl ist auf ‹gesunde Teilnehmer› beschränkt. Zweitens müssen wir wirklich wissen, wie sicher die Auffrischungsimpfungen bei Menschen sind, die bereits auf Dosis 1 oder 2 schlecht reagiert haben. Aber solche Menschen sind offensichtlich weniger bereit, freiwillig an dieser Studie teilzunehmen, so dass wir keine Daten haben werden, um diese Frage zu beantworten. Doch wenn die Auffrischimpfung zugelassen wird, werden diese Personen sicherlich aufgefordert, sich ein drittes Mal impfen zu lassen.»

Der Fall «Nasalflu»

Im Winter 2000/2001 verzeichneten verschiedene medizinische Zentren eine Häufung von Gesichtslähmungen bei Personen, die mit «Nasalflu» geimpft worden waren, einer Grippeimpfung, die in die Nase verabreicht wurde. Im Frühling 2001 gab der Hersteller eine Untersuchung in Auftrag. 

Diese Studie errechnete, dass es nach der Impfung bei 541 von 100’000 Personen zur Gesichtslähmung gekommen war. Ohne Impfung passierte dies bei 29 von 100’000 Menschen. Bei konservativer Schätzung war das Risiko für eine Gesichtslähmung nach der Impfung also etwa 19-mal höher als bei ungeimpften Personen, bei grosszügiger Schätzung war es in den ersten drei Monaten nach der Impfung sogar rund über 300-mal so hoch. 

Trotzdem war diese Nebenwirkung vor der Zulassung bei keinem der 1218 Studienteilnehmer bemerkt worden.

Nachtrag am 21.10.2021:
** Dieser Satz ist missverständlich formuliert. Bis zum 12.10.2021 wurden 8’757 Verdachtsmeldungen durch Swissmedic ausgewertet. Bei den meisten Verdachtsmeldungen wird mehr als eine Reaktion auf die Impfung angegeben. Insgesamt wurden über 28’000 vermutete Reaktionen auf die Impfung gemeldet.

*** In der ursprünglichen Fassung dieses Artikels stand, dass auch Dänemark diesen Impfstoff gegenwärtig bei den unter 18-Jährigen nicht mehr einsetze. Die Quelle dieser Information war die Website von Swissmedic. Auch verschiedene Medien hatten dies so berichtet. Laut der Nachrichtenagentur Reuters war es aber so, dass die dänische Gesundheitsbehörde zunächst ankündigte, vorerst keine unter 18-Jährigen mehr mit der Vakzine von Moderna zu impfen, diese Stellungnahme danach jedoch zurückzog.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Weiterführende Informationen

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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20 Meinungen

  • am 17.10.2021 um 11:27 Uhr
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    Der Berichte erweckt den Eindruck, dass von 28’148 Verdachtsfällen erst 8757 ausgewertet wurden. Die Daten (12.10.2021) von Swissmedic zeigen, dass bei ausgewerteten 8757 Verdachtsmeldungen 28’148 Impfreaktionen gemeldet wurden (pro Meldung kann mehr als eine Impfreaktion angegeben werden). Wie viele gemeldete Verdachtsmeldungen noch nicht ausgewertet wurden, ist aus meiner Sicht nicht ersichtlich (wäre aber sicher interessant).

    1
  • am 17.10.2021 um 11:38 Uhr
    Permalink

    Danke info-superber, danke Frau Frei

    wenn diese Informationen, Gedanken nun langsam auch in die ‹alten› Medien einfliessen würden, dann dürfen wir wieder hoffen.
    Der ’superber› aus der Titelseite war digitale Autokorrektur, aber darf so stehen bleiben 😉
    Der humorvoll wahnsinnige Zweitbeitrag von Frau Frei rundet den Einstieg in den Sonntag ab,
    2 x Frei wiegt allemal einen Ramseyer auf, hoffentlich liest der Gegenpol vom 180° Sperber-Spektrum den Artikel oben auch – damit ist für mich dieses Portal wiederentschuldigt.
    Für mich hat’s zwar nichts mit These und Anti-These zu tun, aber immerhin eine vorbildliche Gegenüberstellung von sachlicher, fundierter Recherche gegen überheblicher, verblendeter und manchmal sogar unanständig hetzerischer Polemik.
    Das hat mich in den letzten Monaten des öfteren genervt, dass info-sperber sehr polemischen Artikeln (Ramseyer, Tscherrig) Platz einräumte. Keine Abrechnung mit diesen Herren, aber ich hoffe, dass Texte wie die von Frau Frei dazu beitragen, dass in der Schweiz wieder diskutiert und nicht diffamiert wird.
    Gegenteilige Meinungen ja, aber andere als Idioten totschlagen, davon müssen wir endlich,
    vor dem 28.November, wegkommen.
    Merci, wenn dieser nicht primär Text-bezogene, sondern der 18-monatigen (medialen) Ausnahmesituation gewidmete Kommentar nicht unterdrückt wird.
    Vielleicht gilt im Rückblick die schrittweise Annäherung an die erschreckenden Wahrheiten in vergifteten Zeiten als superber medialer Weg.

    2
  • am 17.10.2021 um 12:01 Uhr
    Permalink

    «Bei der Einführung einer neuen Vakzine wären aktive Überwachungsprogramme besonders zweckmässig. Doch bei bei den Covid-Impfungen ist dies hier zu Lande nicht vorgesehen.» – Da gibt es einen Zielkonflikt. Solange die Regierung mit allen Mitteln versucht die Leute zum Impfen zu bewegen, ist eine Erfassung und Publikation von Nebenwirkungen und Schäden eben nicht zweckmäßig. Vor allem dann, wenn diese häufig und gravierend auftreten. Abwarten ist sinnvoll, die Zeit wird noch einiges ans Licht bringen.

    2
  • am 17.10.2021 um 13:03 Uhr
    Permalink

    Das sind alles spannende Hinweise und eine wichtige Diskussion. Aber wir müssen diese Nebenwirkungen auch mit der Alternative «nicht impfen und infiziert werden» vergleichend diskutieren. Das wird auch hier leider nicht gemacht. Sicher ist die Erkenntnis, dass «passive Nebenwirkungserfassungen» das wahre Ausmass um den Faktor 10 – 200 unterschätzen können, sehr wichtig. Aber die Frage ist am Ende doch: Welchen Gesundheitsrisiken stehen die (nicht) gemeldeten Herzmuskelentzündungen denn gegenüber? Da müssten wir doch etwas über die Todesfallraten und die Longcovid-Raten erfahren. Das wäre spannend und würde uns auch helfen, die aktuelle Corona-Politik handlungsorientiert zu diskutieren. Können sie das nachholen? So aber bleiben wir bloss mit dem unguten Gefühl zurück, dass die «Pandemie-Statistik» weiterhin mit «unsicheren» Daten hantiert.

    2
    • am 18.10.2021 um 12:58 Uhr
      Permalink

      Herr Keller,
      seit 35 Wochen keine Übersterblichkeit im 10 Jahres Schnitt!
      Nach neuesten immunologischen Studien beträgt die Gesamtinfektionssterblichkeitsrate (IFR) von Covid in der Allgemeinbevölkerung in den meisten Ländern etwa 0,1 % bis 0,5 % , was am ehesten mit den mittelschweren Influenza-Pandemien von 1936, 1957 und 1968 vergleichbar ist .
      Dazu kommt, dass Israel eine x fache Anzahl an Herzinfarkten meldet im Vergleich zu den Vorjahren.
      Aber auch die stoppen nicht, Frage was ist da los?
      Auf jeden Fall ist Corona eine Politische und keine Medizinische Pandemie.

      Für mich stellt sich immer mehr die Frage, ob es erst zu einem Problem werden konnte, mit der Testerei die ja mit sehr vielen Fragezeichen behaftet ist. Auf Influenza hat niemand wirklich ans Testen gedacht, sondern sich in Bett gelegt und es vorbei gehen lassen!

      2
    • am 22.10.2021 um 01:13 Uhr
      Permalink

      es hilft uns nicht, wenn wir ganz verschiedene Studien miteinander vergleichen – wir müssen die Daten vergleichen können, die zeigen, was unterschiedliche Strategien für «Kosten» verursachen. Aber leider scheint das nicht möglich zu sein, weil diese Daten nicht wirklich erhoben werden/wollen/dürfen/können(?). Zentral dabei ist, dass die (individuelle) Strategie «nicht impfen aber auch nicht infiziert werden» nur eine billige Fiktion für Ignoranten ist.

      2
    • am 22.10.2021 um 19:00 Uhr
      Permalink

      Individuelle Strategien sind kollektiven Konzepten in den meisten Fällen überlegen, vor allem wenn es um die persönliche Gesundheit geht. Impfen ist immer noch freiwillig, und von daher eine freiwillige Entscheidung. Diese Entscheidung verlangt einiges an Denkvermögen und Opferbereitschaft, was nicht allen leicht fällt.

      1
  • am 17.10.2021 um 13:03 Uhr
    Permalink

    KEINE Tierversuche «im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen ?! ?! ?!

    Die tatsächlichen Nebenwirkungen sind also zig-fach höher als «offiziell» festgestellt wurde. – Was wahrscheinlich niemand mehr wundert.

    Was allerdings bis heute -?! scheinbar ?!- nicht geschah, sind Tier-Versuche und deren Ergebnisse – und die anschliessenden «vernünftigen Handlungen» .

    Wegen all der bekannten Vertuschungen «im Zusammenhang mit Corona» bin ich mir sicher, dass es längst viele entsprechende TierVersuche gab. –

    UND, dass die Ergebnisse dieser Art Impfstoff-Tests uns «einfachem Volk» verheimlicht werden, weil deren Ergebnisse zu «erschreckend» sind.

    Daher bitte ich alle kompetenten Menschen, sich «in dieser Richtung schlau zu machen» –
    und ihre Erkenntnisse anschliessend öffentlich zu machen ! ! ! !

    Wolf Gerlach
    scheinbar.org

    4
  • am 17.10.2021 um 23:41 Uhr
    Permalink

    Vergleicht man die bei swissmedic 2019 gemeldeten schwerwiegenden Nebenwirkungen bei den Grippeimpfstoffen mit den Meldungen bei den Covid-Impstoffen, so muss man feststellen, dass aktuell über 20mal (!) mehr schwerwiegende Nebenwirkungen bei den Covid-Impfstoffen eingehen (527 vs. 22 auf 1 Million geimpfter Personen, Annahme: 1 Million gegen Grippe geimpfte Personen). Warum ist das so? Diese Frage liegt in der Mailbox von swissmedic.

    2
  • am 18.10.2021 um 11:20 Uhr
    Permalink

    Die Impfstrategie des Bundesrates ist ein Lehrbuchbeispiel für «ballistisches Entscheidungsverhalten». Ist der Entscheid einmal getroffen, hält der Entscheider daran fest. Er verhält sich wie eine Kanonenkugel, die nach dem Abschuss nicht mehr gesteuert werden kann.

    Der Bundesrat und seine Experten-Corona sind offensichtlich nicht mehr gewillt, Argumente, welche die Impfstrategie in Frage stellen könnten, zu diskutieren. Exemplarisch dafür ist seine Reaktion auf die Tatsache, dass die nordeuropäischen Länder die Zulassung des Moderna-Impstoffes für junge Menschen zurückgezogen haben. Vom BAG war dazu nur ein trotziges «wir halten an unserer Einschätzung fest» zu vernehmen. Auf der Homepage zur Impfung gibt es zwar viele FAQs, aber kein Wort zu diesem unangenehmen Thema. Es ist nicht ersichtlich, ob die Leute des Bundes die Grundlagen des Entscheides aus Nordeuropa überhaupt im Detail angeschaut haben.

    Der Unterschied ist schon frappant: In Schweden ist die Moderna-Impfung für unter 30jährige nicht mehr zugelassen. Das heisst, es ist verboten, sie zu verabreichen. In der Schweiz werden Jugendliche geradezu genötigt, sich impfen zu lassen (Kostenpflicht der Tests). Es werden spezifisch auf Jugendliche zielende Kampagnen gefahren (lass dich Impfen, statt vor jedem Ausgang testen zu müssen). Und der meistverwendete Impfstoff ist genau jener von Moderna.

    1
  • am 18.10.2021 um 17:18 Uhr
    Permalink

    …. und wieder einmal mehr, findet hier eine Diskussion in einem Zahlensalat statt, deren Relevanz nicht eingeordnet werden kann… diese Diskussionen bringen nicht viel.

    5
  • am 21.10.2021 um 01:17 Uhr
    Permalink

    @infosperber
    Das ist die Art von Artikeln die ich liebe. Es wird eine These aufgestellt und diese wird mit obskuren Studien untermauert.
    Irgendwelche Zahlen ohne wirklichen Zusammenhang werden genannt und das Ganze wird als kritischer Beitrag verkauft.
    Es gibt Nebenwirkungen, das kann niemand abstreiten. Wie diese tatsächlich ins Gewicht fallen kann nur durch eine seriöse statistische Auswertung eruiert werden.
    Wie im Zusammenhang mit Corona üblich wird das nicht gemacht sondern die› ich promote Corona› oder ‹ich bash Corona› stereotypen werden bedient.
    Schade das diese Art von Artikeln in Infosperber Einzug gefunden hat.

    4
    • am 21.10.2021 um 18:31 Uhr
      Permalink

      «Wie diese tatsächlich ins Gewicht fallen kann nur durch eine seriöse statistische Auswertung eruiert werden.» – Die seriöse Statistik müsste doch am ehesten beim BAG oder RKI abrufbar sein. Ist Ihnen eine solche bekannt?

      0
    • am 22.10.2021 um 23:27 Uhr
      Permalink

      @Richard Mosimann
      Nein, mir ist keine seriöse Statistik zum Thema bekannt, aber ich kenne nicht alle Statistiken die im Zusammenhang mit Corona produziert wurden. Das BAG ist nicht unbedingt die Quelle von objektiven Informationen. Es untersteht einer politischen Aufsicht.

      0
    • am 21.10.2021 um 19:21 Uhr
      Permalink

      Nun, nicht ganz korrekt erfasste Zahlen gibt’s schon, die zeigen einfach, dass wir alle für dumm verkauft werden sollen! Teils werden die sogar korrekt erfasst, uns aber nicht Korrekt weitererzählt, das Vertrauen in die Behörden wird so natürlich nicht besser, im Gegenteil!

      0
  • am 22.10.2021 um 15:50 Uhr
    Permalink

    Kleine Frage

    Wie sollen Fachleute und die auf sie abstützenden Behörden korrekt agieren können, wenn in der breiten Diskussion so oft nur gerade die Zahlen/Resultate genannt («diskutiert») werden, die einem gerade passen und die nicht kontextgerecht und wissenschaftlich ungenau (tendenziös) wiedergegeben werden.?

    Meist sind wissenschaftlich erhobene Zahlen ja schon korrekt, Ihre Aussagekraft lassen gesicherte Argumente jedoch (noch) nicht immer zu. Auch braucht es viel Fachwissen um solche Zahlen richtig deuten zu können. Nicht jede Studie bringt gleich fundierte Ansätze für klare Massnahmenpakete. Das sollte eigentlich Allen klar sein. Wir sollten lernen zusammen und im Konsens mit solchen Unsicherheiten umzugehen anstatt sie im populistischen Sinne zu missbrauchen.

    1
  • am 23.10.2021 um 07:47 Uhr
    Permalink

    Das Haupt-Problem, welches uns Bürgern, welche verweigern oder sich impfen lassen liegt NICHT in uns –

    SONDERN darin, dass unsere Regierungen «auch im Zusammenhang mit Corona» uns Bürgern gegenüber eine Wahrheits-PFLICHT haben,
    der diese absichtlich bis böswillig nicht nachkommen.

    Sondern, wie in den Kommentaren hier -und sonst tausende-fach- festgestellt,
    werden Fakten «vernebelt» bis «getürkt».

    Es ist gar öffentlich bekannt, dass die DE- Regierung die Institute aufgefordert, SO zu berichten, dass daraus restriktive (=zwangs-) Massnahmen abgeleitet werden können. Also forderte die DE-Regierung zum «Tricksen bis Lügen» auf! ? Rechts-Staat ?

    Kein Aufschrei ?! Gehts noch ?!

    «Witzig» ist, dass in Österreich zur Zeit wegen Kanzler Kurt öffentliche Streitigkeiten über «Wahrheits-Pflichten» ausgetragen werden.
    Gehts noch ?!

    Zusammenfassend meine ich,
    wir, das Volk -ob nun Leugner oder Impfner- sind schon ok –
    aber unter den uns regierenden Politikern gibts
    viel zu viele «Wahrheits-Manipulierungs-Akrobaten» und Trickser !

    «Akrobaten und Trickser» gab es schon immer-
    und sie schafften es immer trickreich «nach oben».

    Das Internet bietet JETZT viel Infos DA-zu,
    «wache» Bürger MÜSSEN künftig klüger wählen !
    «Eigentum verpflichtet» ! – oder ?!

    Das uns bei Geburt geschenkte «geistige Eigentum» sollte jeden «Inhaber» zu dessen verantwortungsvoller Nutzung verpflichten ! -oder ?!

    ?! Oder lieber mit-schuldig werden und sein ?!

    Wolf Gerlach
    scheinbar.org

    1
  • am 24.10.2021 um 09:14 Uhr
    Permalink

    @ Herrn Gerlach,
    Ihre Behauptungen kann ich so nicht annehmen. Ihre Thesen (?) führen doch zur Anarchie?

    Ich kenne jedenfalls keine Untersuchungen, die zeigen, dass Politiker und Wissenschaftler mehr tricksen und manipulieren als Aktivisten.

    2
    • am 25.10.2021 um 05:59 Uhr
      Permalink

      Lieber Herr Speiser,

      es ist ein RIESEN-Unterschied, ob eine Regierung (wie bezüglich der deutschen Regierung allemein bekannt wurde) ihre Macht MISS-braucht, um mit Tricks und Manipulationen «Zwangs-Massnahmen» durch zusetzen –

      oder ob sich Bürger DA-rüber -teils in ungeschickter Wortwahl- öffentlich empören !

      Ausserdem stellte ich NICHT NUR Behauptungen auf,
      sondern habe 2 überprüfbare Tatsachen «zum Thema» benannt.

      Ich grüsse Sie freundlich-
      und wünsche Ihnen alles Gute !
      Wolf Gerlach
      scheinbar.org

      0
  • am 25.10.2021 um 14:58 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank an Frau Frei für diesen Beitrag. Die Schlussfolgerung ist für mich, dass das Monitoring bei der Impfung auch nicht annähernd seriös betrieben wird. Wie bisher schon bei der Pandemie selbst (so es denn eine ist/war) und auch bei den dagegen ergriffenen Maßnahmen (Sinnhaftigkeit von Lockdowns, nur als Beispiel).
    Was mich immer wieder zur Frage nach den Gründen führt.
    Die wohlwollendste Erklärung ist für mich, dass sich die verantwortlichen Politiker ins Bockshorn haben jagen lassen. Sie haben massive wirtschaftliche Schäden angerichtet und suchen nun krampfhaft nach Wegen, irgendwie unter Gesichtswahrung aus der Nummer heraus zu kommen. Wofür eine hohe Impfquote ein passables Mittel wäre. Wenn, ja wenn nicht die Impfung selbst erhebliche Probleme mit sich bringen würde. Also wird Monitoring unterlassen und Propaganda und Impfzwang müssen die Lücke füllen.
    Die Pharmafirmen freut’s. Und sie setzen gerne noch eins drauf: am Samstag erschien im Südkurier eine ganzseitige!!! Anzeige zu Gürtelrose und der – notabene empfohlenen – Impfung dagegen. Ganz unten stand klein, kaum lesbar: GlaxoSmithKline.

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