Sperberauge
Trifluoracetat (TFA) als fortpflanzungsschädigend eingestuft
Die Chemikalie Trifluoracetat, Trifluoressigsäure oder kurz TFA ist gefährlicher als bisher angenommen. Die europäische Chemikalienagentur Echa beziehungsweise deren Risikoprüfungsausschuss hat TFA Anfang Juni als reproduktionstoxisch Kategorie 1B eingestuft, mit dem Gefahrenhinweis H360Df: «Kann das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.» Der Ausschuss hob die hohe Wasserlöslichkeit und damit grosse Mobilität von TFA hervor.
Bedenken von verschiedenen Seiten gab es schon länger. TFA wurde wie viele andere breit genutzte Chemikalien lange für unbedenklich gehalten. 2024 gelangte dann eine Studie des Bayer-Konzerns an die Öffentlichkeit, nach der TFA 2021 Schäden bei Kaninchen-Embryos verursacht hatte. Deutschland, wo das Bundesinstitut für Risikobewertung die Chemikalie schon 2024 als bedenklich einstufte, reichte zusammen mit anderen EU-Ländern einen Antrag auf Überprüfung ein.
TFA stammt vor allem aus Pestiziden
Kritisch ist Trifluoracetat vor allem deshalb, weil die Substanz zu den PFAS-Ewigkeitschemikalien gehört. Es findet sich quasi flächendeckend in Grund- und Oberflächenwasser, bislang noch in kleinen Konzentrationen. Diese können sich aber erhöhen, wenn der Stoff weiter ins Wasser gelangt. Nach bisherigen Einschätzungen wäre das unumkehrbar, da er nicht zerfällt.
TFA stammt aus Industrieprozessen, Kältegasen und vor allem aus Pestiziden, die die Chemikalie abspalten. Auch die Pharma verwendet es. Die PFAS-Chemikalie aus Trinkwasser zu entfernen, ist möglich, aber sehr aufwendig. Dänemark hat deshalb die Nutzung verschiedener TFA-abspaltender Pestizide bereits vorsorglich verboten.
Die Festlegung hat aktuell keine praktischen Folgen. Wie gross die Gefahr für den Einzelnen im Alltag ist, hängt von der Art des Kontakts ab. In den Konzentrationen, in denen Konsumentinnen und Konsumenten damit in Berührung kommen, ist TFA nach derzeitigem Wissen nicht schädlich.
Die Neueinstufung der Echa ist eine reine Gefahreneinstufung. Sie besagt, dass der Stoff das Potenzial hat, Schäden zu verursachen. Sie ist aber die Grundlage dafür, EU-weite Grenzwerte für Trink-, Grund- und Oberflächenwasser festzulegen, womit in etwa zwei Jahren gerechnet werden kann.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Dass Fluorverbindungen dem Menschen schaden, die Lebensprozesse behindern, verhärten, sagen Homöopathen und Anthroposophen schon lange. Trotzdem werden Fluorverbindungen weiterhin dem Speisesalz und den Zahnpasten zugesetzt… Dazu kommen Strahlen und Impfungen: wissenschaftliche Forschung soll aber nicht untersuchen, ob die Zunahme von geistigen und körperlichen Verhärtungen wie Allergien, Asthma, Krebs, Diabetes, Rheuma ua. nicht auch damit zusammenhängen…
Gipfel-Zeitung 13.5.2026:
Foto (zwei Herren in einem fernen Land stehen im Feld und verteilen je eine Spray-«Giesskanne» über das Grün zu Ihren Füssen). Text:
Wir sind die einzige Spezies,
die ihr Essen mit Gift besprüht,
damit andere Tiere es nicht fressen,
und essen es dann selbst.
PS:
Unser Trinkwasser kann so nur immer schlechter werden.
TFA und Reifenabrieb obendrein.
KI: In Schweiz zwischen 13.500 und 21.200 Tonnen Reifenabrieb – entspricht etwa 1,6 bis 2,5 Kilogramm pro Einwohner. Rund 90 Prozent stammen von Autoreifen.
Mensch in Schweiz nimmt im Durchschnitt rund 5 Gramm Mikroplastik pro Woche auf (entspricht Gewicht einer Kreditkarte).
Schweiz (≈ 60-70 Mia. Km/Jahr) eines der am höchsten motorisierten Länder der Welt. Etwa 6.6 Millionen Motorfahrzeuge (plus Töfflis), Tendenz deutlich steigend. Weiterer Strassenbau.
Wilhelm Tell beantragt Asyl. Früher war die Schweiz sein Vorbild. Heute Bhutan:
►Bhutan hat ein Regierungsmitglied, das sich fürs Bruttonationalglück statt fürs Bruttoinlandprodukt einsetzt. Im Hörsaal der Universität St. Gallen ist kein Platz mehr frei. Alle wollen den «Glücksminister» aus Bhutan sehen. (aargauerzeitung.ch 6.3.2020)
►Bhutan wird erster Bio-Staat der Welt
Himalaya-Königreich Bhutan: Regierung hat sich vorgenommen, innerhalb der nächsten zehn Jahre den rein biologischen Anbau von Getreide, Reis, Kartoffeln und Früchten zur nationalen Pflicht zu machen und chemischen Dünger und Pestizide zu verbieten. Die Mehrheit der Bauern des 700.000-Einwohner-Staates wirtschaften schon heute ökologisch, da der buddhistische Glaube verlangt, im Einklang mit der Natur zu leben. Das Öko-Konzept passt in ihre Lebenswelt – bis 1999 war das Fernsehen verboten, Massentourismus ist tabu und jeden Dienstag Autoverbot im Land. (15.2.2013 meine-landwirtschaft.de)