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Entführung auf hoher See: Israelische Soldaten entern am 18. Mai 2026 ein Schiff der Global Sumud Flotilla in internationalen Gewässern vor Zypern. © zVG

Flotilla-Folter durch Israel: Italien und Frankreich ermitteln

Daniel Ryser /  Zwei Länder haben Strafverfahren wegen Flotilla-Folter eingeleitet. Die Bundesanwaltschaft in Bern sieht keinen Handlungsbedarf.

In den vergangenen Wochen hat Infosperber die Zeugnisse zweier Schweizer Staatsangehöriger dokumentiert. Sie waren am 19. Mai 2026 festgehalten worden, in internationalen Gewässern, vor Zypern, von israelischen Streitkräften. Es sind zwei Personen unter vielen (hier der brasilianische Aktivist Thiago Ávila in einem soeben publizierten Interview mit dem Journalisten Chris Hedges).

Nathan Hausheer ist 28, Spengler, aus dem Kanton Waadt. An Bord eines israelischen Militärschiffs, sagt er, wurde er ins Gesicht geschlagen, mit einem Taser traktiert, in den Hals getreten.

Eine Schweizerin namens Sibel berichtet von Schlafentzug. Von Handschellen, die ihr die Finger abschnürten, bis der Kreislauf zusammenbrach. Von Schüssen auf Mitgefangene, die nach Toilettenpapier verlangt hatten. Von Tritten, beim Abflug, bis zur Flugzeugtür.

Amnesty International nannte die Berichte «erschütternd» und forderte Ermittlungen. Zwei europäische Länder haben inzwischen gehandelt.

Italien und Frankreich ermitteln

Am 5. Juni eröffnete die französische Anti-Terrorismus-Staatsanwaltschaft, die PNAT, eine Voruntersuchung wegen des Verdachts auf Folter, wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen. Es ist eine Behörde, die für die ernstesten Fälle gebaut wurde, und sie stützt sich auf die Aussagen von 37 französischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, die an Bord der Flotilla gewesen waren.

Was diese 37 beschrieben, gegenüber französischen Medien, hatte offenbar eine Methode. Man führte sie einzeln durch einen abgedunkelten Schiffscontainer. Im Container warteten Gruppen von Soldaten. Das war kein Übergriff im Affekt, sondern eine Einrichtung, ein Ort, der zu diesem Zweck hergerichtet worden war. Eine französische Ärztin sagte, sie sei dort gefoltert und sexuell misshandelt worden.

Wenig später eröffnete die Staatsanwaltschaft in Rom ein Verfahren gegen Itamar Ben Gvir, Israels Nationalen Sicherheitsminister. Die Vorwürfe lesen sich wie ein Register aus dem Strafgesetzbuch: Entführung, Folter, Verletzung des Seerechts, versuchter Mord. So berichtete es die «Jerusalem Post». Es ist eine bemerkenswerte Liste für einen amtierenden Minister, geführt von einer ausländischen Staatsanwaltschaft.

Auslöser waren unter anderem Videos. Auf ihnen posiert Ben Gvir vor Gefangenen, die knien, die gefesselt sind, und streckt ihnen die Zunge heraus. Man muss sich das Verhältnis vor Augen halten: ein Sicherheitsminister, der sich filmen lässt, gefesselte Menschen am Boden, eine herausgestreckte Zunge.

Verfahren laufen auch in der Türkei, in Spanien. Festgehalten wurden insgesamt 428 Personen, aus rund vierzig Ländern. Die Flotilla dokumentierte mindestens 15 Fälle sexueller Gewalt.

Was tut die Schweiz?

Nicht zuständig

Infosperber hat diese Woche beide gefragt, das EDA und die Bundesanwaltschaft: Wird, angesichts der laufenden Ermittlungen in Frankreich und Italien, angesichts der hier dokumentierten Zeugnisse zweier Schweizer Staatsbürger, eine Untersuchung geprüft?

Die Bundesanwaltschaft antwortete durch ihre Mediensprecherin Claudia Balzli. Die Schweiz könne «nur aktiv werden, wenn sich die mutmassliche Täterschaft auf Schweizer Boden befindet». Hinweise darauf lägen nicht vor. Und: «Die Zuständigkeitsregeln sind länderspezifisch und lassen sich nur schwer vergleichen.»

Das EDA antwortete durch Pierre-Alain Eltschinger. Man stehe in «regelmässigem Kontakt» mit dem israelischen Botschafter, habe «Besorgnis» geäussert, habe die «Erwartungen der Schweiz hinsichtlich der Einhaltung des Völkerrechts bekräftigt». Für strafrechtliche Fragen verwies das EDA auf die Bundesanwaltschaft. Die hatte soeben erklärt, sie sei nicht zuständig.

Das Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit, auf das sich Frankreich und Italien stützen, ist auch im Schweizer Recht verankert. Es erlaubt die Verfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen, unabhängig davon, wo die Tat begangen wurde. Die Bundesanwaltschaft erwähnt es in ihrer Antwort mit keinem Wort.

Amnesty International Schweiz forderte im «Infosperber», die zuständigen Behörden sollten «unverzüglich prüfen», ob Ermittlungen auf diesem Weg möglich seien. Die Antwort steht schon. Sie sind es nicht, sagt die Bundesanwaltschaft, weil die mutmasslichen Täter nicht in Bern wohnen.


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16 Meinungen

  • am 19.06.2026 um 11:13 Uhr
    Permalink

    Da fragt man sich, wo die «Menschlichkeit» geblieben ist –
    oder ob dieses Wort noch irgend etwas bedeutet?

    Ein Minister, der der gegenüber «gefangenen Aktivistinnen» seine Zunge heraus streckt, verdient keinen Respekt, trotz seines Ranges.

    Traurige Welt, trauriges Israel!

  • am 19.06.2026 um 11:50 Uhr
    Permalink

    in solchen momenten könnte ich vor scham fast untergehen, von einem solch unterwürfig-feigen bundesrat vertreten zu sein

  • am 19.06.2026 um 14:18 Uhr
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    Was steckt da wohl dahinter?
    Ignoranz, Arroganz, Faulheit oder weiteres?

    • am 20.06.2026 um 14:59 Uhr
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      Untertanentum gegenüber den USA.

  • am 20.06.2026 um 02:54 Uhr
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    Menschenrechte, Kriegsverbrechen, Völkermord ist für unseren Bundesrat nicht wesentlich, wenn es um Israel/USA geht. Die Schweiz hat Angst, als Antisemit zu gelten, von den USA gerügt zu werden und höhere Zölle bezahlen zu müssen. Schliesslich ist es viel wichtiger, dass unsere Armee weiterhin gute Kontakte zu Israel pflegen kann, israelische Waffen, die auf dem Schlachtfeld hervorragende Resultate erzielt haben, zu kaufen, mit Elbit in der Schweiz zusammenzuarbeiten und gute Geschäfte abzuschliessen. Wirtschaftsinteressen stehen über jedem Menschen – und Völkerrecht!
    Das ist unsere Schweiz! Ja, da kann man sich nur schämen für unser Land!

  • am 20.06.2026 um 10:53 Uhr
    Permalink

    Sobald ein Bericht Israel belastet, wird er von Infosperber prominent aufgegriffen und moralisch maximal aufgeladen – hier mit Folter- und Sexualgewaltvorwürfen im Flotilla-Kontext. Sind Juden und Israelis Opfer, schweigt Infosperber: Über den aktuellen Bericht «Silenced No More», der sexualisierte Gewalt der Palästinenser am 7. Oktober und an Geiseln dokumentiert und als «systematic, widespread, and integral» nachweist, berichtet Infosperber nicht. Kein Wunder: Eine ChatGPT-Schlagzeilenanalyse der öffentlich sichtbaren Infosperber-Treffer zu Israel zeigt ein klares Muster: Überwiegend Anklageframes gegen Juden und Israel. Begriffe wie Völkermord, ethnische Säuberung, Vernichtungskrieg, Vertreibung und Grossisrael prägen das Bild. Wer einseitige Anklagen gegen Israel aufmunitioniert, Berichte über Verbrechen an Juden und Israelis aber ausblendet, will nicht Aufklärung, sondern selektive Empörung. Die «Menschenrechte» zählen bei Infosperber nur, wenn Israel auf der Anklagebank sitzt.

    • am 21.06.2026 um 03:22 Uhr
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      @David Klein – Falls bei Infosperber «Völkermord, ethnische Säuberung, Vernichtungskrieg, Vertreibung und Grossisrael» das «Bild prägen», könnte das daher rühren, dass sie die Realität prägen. Zudem Haftbefehle gegen Netanjahu und Galant vom IStGH wegen Kriegsverbrechen.
      Vatican News 21.1.2024 – «UN: Frauen und Kinder sind Hauptopfer des Gaza-Krieges»
      Vatican News 7.5.2024 – «UN-Berichterstatter: Systematische Gewalt gegen Frauen in Gaza»
      Ich sehe keine Parteinahme seitens Infosperber, es könnte jedoch «relativ» so «erscheinen», weil ich bei Mainstream-Medien und -Politikern eine ausgeprägte Einseitigkeit pro Israel wahrnehme. Ähnlich einseitig wie der Russlandhass des «Westens» (vieler Medien und Politiker). Real mir nicht erklärbar, auch nicht historisch, 2WK Opfer Sowjetunion 27 Mio. Tote und Juden etwa 6 Mio. Tote.
      Danke, dass «Infosperber sieht [berichtet], was andere übersehen [nicht berichten]». «David» Infosperber gegen «Goliat» Mainstreammedien.

      • am 22.06.2026 um 08:49 Uhr
        Permalink

        Herr Reuss, meinen Sie mit «UN» die UNO, von der der scheidende UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon am 16. Dezember 2016 sagte: «Die UNO ist gegenüber Israel voreingenommen und überproportional fixiert.» Die UNO, von der die amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley am 20. Februar 2017 sagte: «Die Doppelstandards gegenüber Israel sind atemberaubend.» Die UNO, von der Julian Braithwaite, englischer UNO-Botschafter, am 24. März 2017 sagte: «Die andauernde Voreingenommenheit gegen Israel untergräbt die Glaubwürdigkeit des Rats als global ausgerichtetes und objektives internationales Menschenrechtsgremium»? Und Vatican News, das Medium der katholischen Kirche, die für 2000 Jahre neutestamentarischen Antijudaismus, dessen (vorläufiger) Höhepunkt der Holocaust war, verantwortlich ist und nach dem Schulterschluss mit den Nazis heute wieder gegen Israel/Juden polemisiert und sich mit jenen solidarisiert, die in ihren Chartas die Vernichtung Israels (PLO/Fatah) und aller Juden (Hamas) fordern?

    • am 21.06.2026 um 06:18 Uhr
      Permalink

      Lieber David Klein: Der Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 hatte aufgerundet 1200 Tote zur Folge.
      Die Zahl der getöteten Israelischen Soldaten im Gaza-Krieg wird mit etwa 1000 beziffert.

      Israels Vergeltungsaktion hat 50’000 – 100’000 oder noch mehr tote Palästinenserinnen zur Folge. Darunter hauptsächlich Zivilpersonen und viele Kinder.

      Diese Zahlen sind aussagekräftig genug.

      Dann produziert Israel täglich neue Opfer und Zerstörung im Libanon…

      Jede tote Person und jede Zerstörung von Häusern, Feldern und Kulturgütern ist zu verurteilen.
      Das ist alles so destruktiv!
      Besonders die Tötung von unbeteiligten Zivilpersonen hüben und drüben ist jenseits von gut und böse.

      Darum bin ich als Pazifistin für einen sofortigen Friedensschluss und dafür, dass der Staat Palästina gegründet wird, mit eigenen Häfen, Flugplätzen etc. Dies verhindert Israel seit seiner Gründung mit Erfolg.
      Durch eine solche Staatsgründung würde auch die Hamas überflüssig.
      Es braucht für ALLE endlich FRIEDEN.

  • am 20.06.2026 um 16:30 Uhr
    Permalink

    inzwischen habe ich bücher von gideon levy und antony löwenstein gelesen. vor allem „the palestine laboratory“ hat mir die augen geöffnet, wie israel das geschäftsmodell okkupation, krieg und terror kaltschnäuzig und sehr erfolgreich betreibt. erfolgreich allerdings nur in finanzieller hinsicht; moralisch unter jedem hund. (hunde mögen mir verzeihen)
    es gibt kaum ein unrechtsregime, das nicht bei israel einkauft. wo es gilt, menschen zu unterdrücken und mit hightech abzuschlachten ist zb elbit ganz vorne mit dabei und rühmt sich auf waffenmessen mit real kampferprobtem gerät. sudan kolumbien burma libanon syrien jordanien palästina….
    da gschäftet auch das schweiz gerne mit und drückt halt ein auge zu wenn die iof (idf) über die stränge schlagen oder itamar ben gvir seine widersacher ganz legal aufknüpfen oder in den knästen verrotten lassen darf.
    the business of business is business. schande über uns zuschauer.

    • am 21.06.2026 um 11:14 Uhr
      Permalink

      Herr Bähler, Sie schreiben, Israel betreibe Okkupation, Krieg und Terror als Geschäftsmodell und sei «moralisch unter jedem Hund» – mit der nachgeschobenen Pointe: «Hunde mögen mir verzeihen». Damit vergleichen Sie nicht nur Israel mit Tieren, genauer mit Hunden, Sie stellen Israel moralisch sogar unter Tiere: Selbst Hunde verdienen mehr moralische Achtung als Israel. Dass Sie mit Israel nicht die rund 20 Prozent arabischen Israelis, Christen oder Drusen Israels meinen, sondern den jüdisch geprägten Staat und seine jüdische Mehrheitsgesellschaft, liegt im Kontext auf der Hand. Das ist keine Kritik an Regierung, Armee, Besatzungspolitik oder Rüstungsindustrie mehr, sondern eine pauschale kollektive Verächtlichmachung von Juden. Tiervergleiche dieser Art gehören zum klassischen Repertoire antisemitischer Entwürdigung. Die Nazis haben Juden genau so sprachlich entmenschlicht, die Vorstufe der Vernichtung. Finden Sie – und der Infosperber – diese Formulierung wirklich vertretbar?

      • am 21.06.2026 um 23:49 Uhr
        Permalink

        herr klein,
        leider ist es so dass ben gvir und seine freunde auf eine lange tradition zurückgreifen können, im zuge ihres grossisrael-wahnes die ursprünglichen bewohner als tiere darzustellen, die es gnadenlos abzuschlachten gelte. ja, ich stehe dazu: ich finde das verhalten der israelischen regierung und der iof (idf) moralisch unter jedem hund. dieses sprachbild ist geläufig um auszudrücken: jenseits aller akzeptierten normen. dass sich ein idf-soldat filmen lässt, wie er mit zigarette im maul mit dem maschinengewehr in besetztes (noch) bewohntes gebiet feuert, entsetzt mich. er ist sich keiner schuld bewusst. für ihn ist es pflicht, die untermenschen auszurotten. gerade heute habe ich wieder ein entsetzliches statement von ben gvir gelesen, das ebensogut vom berüchtigten nazi-juristen roland freisler stammen könnte. es beleidigt mich, wie lange die offizielle schweiz den (künstlichen!) berserker-staat israel gewähren lässt…solange das geschäft mit dem tod gut läuft?

  • am 20.06.2026 um 16:36 Uhr
    Permalink

    Was sagt das über Wert unserer «Direktdemokratie»? Offenbar gibt Schweiz eigenen Staatsbürgern weniger Schutz als Staaten wie USrael.
    Wiki: Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und Joaw Galant wurden am 21.11.2024 vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Sie werden für das Kriegsverbrechen des Aushungerns als Methode der Kriegsführung sowie für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Mord, Verfolgung und anderen unmenschlichen Taten während des Kriegs in Israel und Gaza seit 2023 verantwortlich gemacht. Der Haftbefehl gegen Netanjahu ist der erste wegen Kriegsverbrechen gegen den Führer eines vom Westen unterstützten demokratischen Landes.
    bluewin.ch 16.6.2026 – «Ratten greifen Menschen an – Medizinexperte in Gaza schlägt Alarm»
    SRF.ch 14.6. – Hilfswerk-Mitarbeiter: «Trotz Waffenruhe ist die Krise in Gaza gravierend, berichtet ein NGO-Mitarbeiter vor Ort – vor allem für die Kinder»
    In den sieben Monaten Waffenruhe wurde nichts getan, um den Menschen zu helfen.

  • am 20.06.2026 um 23:44 Uhr
    Permalink

    Als vor ziemlich genau einem Jahr der «Global March to Gaza» in Ägypten gewaltsam beendet wurde, hat sich niemand aufgeregt oder Anlass zu Ermittlungen gesehen. Auch bei Infosperber war nicht eine einzige Zeile dazu zu lesen.
    Mir wird bei dieser selektiven Empörungsmaschinerie immer etwas schlecht.

  • am 21.06.2026 um 22:33 Uhr
    Permalink

    @David Klein:
    Aussagen israelischer Regierungsvertreter, die Palästinenser oder Terroristen als «Tiere» bezeichneten, haben international schwere Kritik und Vorwürfe der Entmenschlichung ausgelöst. Derartige Tiermetaphern und Vergleiche wurden von mehreren hochrangigen Politikern und Militärs geäußert.
    Ähnliche Entmenschlichungen lassen sich auch in früheren Konflikten nachweisen. Laut Beobachtern wurden palästinensische Gruppen in der Vergangenheit von Politikern mit Begriffen wie «Krokodile», «Schlangen» oder «Tiere auf zwei Beinen» umschrieben.
    Infosperber 14.10.2023: Israels Verteidigungsminister: «Wir kämpfen gegen Tiere…
    …und wir werden entsprechend handeln: kein Strom, kein Essen, kein Wasser, kein Gas».
    wsws.org 17.9.2025: US-Außenminister bezeichnet Palästinenser als «barbarische Tiere» und begrüßt israelischen Angriff auf Gaza-Stadt.

  • am 21.06.2026 um 22:35 Uhr
    Permalink

    @David Klein:
    Aussagen israelischer Regierungsvertreter, die Palästinenser oder Terroristen als «Tiere» bezeichneten, haben international schwere Kritik und Vorwürfe der Entmenschlichung ausgelöst. Derartige Tiermetaphern und Vergleiche wurden von mehreren hochrangigen Politikern und Militärs geäußert.
    Ähnliche Entmenschlichungen lassen sich auch in früheren Konflikten nachweisen. Laut Beobachtern wurden palästinensische Gruppen in der Vergangenheit von Politikern mit Begriffen wie «Krokodile», «Schlangen» oder «Tiere auf zwei Beinen» umschrieben.
    Infosperber 14.10.2023: Israels Verteidigungsminister: «Wir kämpfen gegen Tiere…
    …und wir werden entsprechend handeln: kein Strom, kein Essen, kein Wasser, kein Gas».
    wsws.org 17.9.2025: US-Außenminister bezeichnet Palästinenser als «barbarische Tiere» und begrüßt israelischen Angriff auf Gaza-Stadt.

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