Standortvorteile

Unternehmer vergleichen die angebotenen Standortvorteile wie Steuererlasse, günstiger Boden oder subventionierte Energiepreise. © Boniforce.de

Zwei Drittel der Deutschschweizer wollen auf die Bremse treten

Urs P. Gasche /  Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung über die SVP-Initiative findet die Mehrheit eine 10-Millionen-Schweiz problematisch.

«Halten Sie eine Schweiz mit über 10 Millionen Einwohnern für problematisch?», fragte Demoscope im Auftrag von Infosperber in den letzten zehn Maitagen Stimmberechtigte in der Schweiz. Eine Mehrheit von 51 Prozent der Stimmberechtigten hält eine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern für grundsätzlich problematisch, nur 41 Prozent halten sie für unproblematisch. 8 Prozent der Befragten äusserten sich nicht dazu.

Auch bis in dreissig Jahren kann sich nur eine Minderheit von 39 Prozent der Stimmberechtigten eine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern vorstellen.

Auch wenn an der Personenfreizügigkeit festgehalten wird

«Die Personenfreizügigkeit erlaubt es Personen der Schweiz und der EU, frei im jeweils anderen Raum zu leben und zu arbeiten, sofern sie einen Arbeitsvertrag haben.

Falls die Schweiz an der Personenfreizügigkeit festhält: Soll sie trotzdem Massnahmen ergreifen, um die Zunahme der Bevölkerung zu bremsen?» So lautete eine der Fragen an eine repräsentative Auswahl von 1110 Stimmberechtigten. Fast zwei Drittel wollen bremsen:

Demoscope Massnahmen ja nein x

Insgesamt befürworten 62 Prozent der Stimmberechtigten Massnahmen, welche die Zunahme der Bevölkerung bremsen. In der Deutschschweiz ist es eine Mehrheit von 66 Prozent und in der Westschweiz eine solche von 51 Prozent. 

Weder Alter, noch Erwerbsstatus noch Wohnort der Befragten spielte eine Rolle. Nur beim Geschlecht befürworteten mehr Männer (66 Prozent) als Frauen (59 Prozent) entsprechende Massnahmen. 

Siehe detaillierte Auswertung hier.

Lediglich 30 Prozent der befragten Stimmberechtigten sprachen sich gegen Massnahmen zum Begrenzen der Zuwanderung aus. 7 Prozent äusserten sich nicht dazu.

Pauschalbesteuerungen abschaffen 

Unter den Massnahmen, welche die Schweiz für Ausländer weniger attraktiv machen, befürworteten 34 Prozent der Befragten das Abschaffen der Pauschalbesteuerung reicher Ausländer. 

35 Prozent können sich für Arbeitseinwanderer eine finanzielle Abgabe vorstellen. 19 Prozent befürworten eine schweizweite Erbschaftssteuer und 7 Prozent eine stärkere Aufwertung des Frankens noch.

«Andere Massnahmen», die nicht spezifiziert wurden, wünschen 17 Prozent. 18 Prozent der Befragten äusserten sich zu den Massnahmen nicht.

Massnahmen welche

Einen Pauschalbesteuerung für reiche Ausländer fand in der Deutschschweiz eine höhere Zustimmung (40 Prozent) als in der Westschweiz (32 Prozent). Vor allem ältere Stimmberechtigte mit höherer Bildung wollen die Pauschalbesteuerung von reichen Ausländern abschaffen.

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Angaben zur Demoscope-Umfrage
Demoscope befragte vom 21.-31. Mai 2026 für Infosperber im Rahmen einer Online-Mehrthemenbefragung insgesamt 1110 in der Schweiz wohnhafte und stimmberechtigte Personen ab 18 Jahren. Zur Sicherstellung der Repräsentativität wurden zufällig ausgewählte Personen mit Internetanschluss kontaktiert. Es wurde eine Alters-/Geschlechtsquote vorgegeben und die Antworten anschliessend moderat auf die Bevölkerungsstruktur und die Parteiwahl gewichtet. Der Messfehler beträgt maximal +/-2,9 Prozentpunkte.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Pro und Contra Bevölkerungszunahme

Die Bevölkerung auf unserem Planeten hat in den letzten 200 Jahren enorm zugenommen.

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