201013 NZZ TITEL

Schlagzeile in der NZZ vom 13. Oktober 2022 © NZZ

Ukraine: Streit über das Risiko einer nuklearen Eskalation

Urs P. Gasche /  Je weiter Russland aus der ganzen Ukraine vertrieben wird, desto grösser wird das Risiko eines Atombomben-Einsatzes.

Die Nato-Länder wollen sich nicht erpressen lassen und setzen auf Sieg. Doch niemand weiss, wie Putin auf eine Niederlage reagieren wird. Eine zweizeilige NZZ-Schlagzeile, die beruhigen soll, war nicht zu übersehen: «Putin wird kaum aufs Ganze gehen». Begründung: Nach einem nuklearen Schlagabtausch wäre Russland eine radioaktive Wüste. Der russische Staat und die russische Gesellschaft wären für alle Zeiten vernichtet. Das schrieb Professor Reinhard Wolf am 13. Oktober im prominent aufgemachten NZZ-Beitrag.

Wolf formulierte vorsichtig, Putin würde «kaum» aufs Ganze gehen. Er lässt damit ein Restrisiko für eine nukleare Eskalation offen.

Um ein solches Risiko möglichst auszuschliessen, sehen die Nato und NZZ-Chefredaktor Eric Gujer in ihren öffentlichen Äusserungen nur eine einzige Möglichkeit: Auf keinen Fall klein beigeben, sondern die Ukraine maximal mit Waffen beliefern und ihr zu einem Sieg verhelfen. Gujer dezidiert: «Wer Waffenlieferungen ablehnt und dies mit dem wachsenden Risiko eines Atomkriegs begründet, irrt. Das Gegenteil ist der Fall.»

Auch Georg Häsler, bei der NZZ «Redaktor für sicherheitspolitische Themen», hält sich fast durchwegs an die Linie der Nato. Putin könnte zwar «die Bombe einfach als Akt des Staatsterrors zünden». Häsler zitiert aber David Petraeus , wonach «Putin bei einer sorgfältigen Kosten-Nutzen-Analyse einsehen müsste, dass er mit der nuklearen Option nur verlieren könne». Petraeus war CIA-Direktor, US-Viersternegeneral und Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak. 

Am 10. Oktober schrieb Ulrich Speck als Gastautor in der NZZ: «Wenn der Westen angesichts Russlands nuklearer Drohung zurückweichen würde […] gälte das ‹Recht› des Stärkeren, also der nuklear bewaffneten Mächte, die sich aneignen könnten, was immer sie wollten.» Speck ist aussenpolitischer Analyst beim German Marshall Fund in Berlin. Er arbeitete früher beim Radio Free Europe in Prag sowie für Carnegie Europe in Brüssel und für die Transatlantische Akademie in Washington D.C.

Auch in den Tamedia-Zeitungen Tages-Anzeiger/Bund dominiert die Forderung nach einer kompromisslosen Haltung. Ein Leitartikel vom 6. Oktober führte den Untertitel: «Noch gefährlicher als die nukleare Erpressung ist die Kapitulation vor ihr». Am 9. Oktober forderte Redaktor Daniel Brössler, man dürfe der Ukraine keinen Waffenwunsch verweigern: «Für den Despoten wäre es nur der Beweis, dass er mit seinen Drohungen mehr zuwege bringt als seine hochdekorierten Generäle mit Panzern und Haubitzen.»

Als sich 28 deutsche Prominente im Mai gegen die Lieferung schwerer Waffen gewandt hatten, überschrieben die Tamedia-Zeitungen diese Nachricht mit «Aufruf zur Kapitulation». Wer von der Ukraine irgendwelche Zugeständnisse verlange, sei ein «Appeaser» (in Anspielung auf die Politik gegen Hitler), der dem Lager der Putin-Versteher zugeordnet werden könne (Tages-Anzeiger vom 13. Juli 2022).

Am 17. Oktober wiederholte NZZ-Redaktor Guido Häsler, man müsse auf einen Sieg der Ukraine setzen. Lediglich «westeuropäische Bedenkenträger in Talkshows» würden eine andere, «gesichtswahrende Lösung für Putin» vorschlagen, meinte Häsler. Sein Artikel war mit dem Titel «Die Entdämonisierung der Atomwaffen» überschrieben.

Obwohl das Risiko einer nuklearen Eskalation nach ihrer Ansicht kaum besteht, auch wenn die Ukraine im Krieg die Oberhand gewinnt, analysieren auch Häsler und Gujer in der NZZ alle Möglichkeiten, wie die USA reagieren könnten und würden, falls Russland doch eine Atombombe zündete. Am wahrscheinlichsten hält Häsler ein massives Eingreifen von Nato-Staaten mit konventionellen Waffen, um die russischen Verbände in der Ukraine und die russische Schwarzmeerflotte zu zerstören.

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Schlagzeile in der NZZ vom 17. Oktober 2022


Namhafte «Bedenkenträger»

 «Bedenkenträger», das heisst Schwarzmaler oder Feiglinge, die eine für Russland gesichtswahrende Lösung anstreben, um das Risiko einer nuklearen Eskalation auf ein Minimum zu reduzieren, sind allerdings nicht nur Teilnehmende in Talkshows. 

Zu ihnen gehört beispielsweise Theodor Winkler. Der frühere hohe Berater im eidgenössischen Militär- und Aussendepartement forderte schon Mitte Mai einen Waffenstillstand, um die Verluste zu begrenzen: «Das würde aber bedeuten, dass Putin Erfolge vorweisen muss. Die Eroberung und Annexion des Donbass wäre eine Möglichkeit, gesichtswahrend aus dem Krieg auszusteigen.» Der Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt und auch auf Massenvernichtungswaffen auf ihrem Territorium sei leicht zu verkraften, so lange die Ukraine der EU beitreten könne.

Zu den «Bedenkenträgern» gehört Oliver Thränert: Der Chef des Thinktank am Center for Security Studies der ETH Zürich erklärte am 5. Oktober 2022 in den Tamedia-Zeitungen: «Staatsführer wie Putin sind nicht unbedingt irrational. Aber wenn sie sich an die Wand gedrängt fühlen und nur sehr eingeschränkt informiert sind, kann es gefährlich werden. Das könnte beim russischen Präsidenten der Fall sein.»

Zu den «Bedenkenträgern» oder Schwarzmalern gehört auch Ross Douthat, Kolumnist der New York Times: «Eine nukleare Eskalation Russlands wird wahrscheinlicher, wenn Russland aus den seit 2014 besetzten Gebieten der Ukraine zurückgedrängt wird.» Das Risiko werde heute nur akademisch diskutiert, könne aber bald zur wichtigsten Frage der Welt werden.

Zu den «Bedenkenträgern» oder Schwarzmalern gehört Michael Kretschmer. Der CDU-Politiker und Sachsens Ministerpräsident warnte in der NZZ vom 8. September 2022: «Die Waffen müssen schweigen, sonst stürzt die ganze Welt ins Chaos». Man werde diesen Krieg nicht auf dem Schlachtfeld entscheiden.

Zu den «Bedenkenträgern» gehört Tanner Greer. Der Strategie-Spezialist schreibt in der New York Times regelmässig über Sicherheit und internationale Beziehungen: «Es ist ein wirkliches Problem: Wir müssen unseren Wunsch, Putin für seinen verheerenden Angriffskrieg in der Ukraine zu bestrafen, abwägen mit den vielen weiteren Opfern, den langfristigen Sicherheitsinteressen Europas und dem realen Risiko einer militärischen Eskalation. Putin wird ein mindestens teilweise gesichtswahrendes Ende des Krieges fordern. Dazu dienen könnten eine Anerkennung der Krim als Teil der russischen Föderation und die Aufhebung von Sanktionen.» Die Alternative wären noch viel mehr Todesopfer in der Ukraine, jahrzehntelange Sanktionen, ein neuer Eiserner Vorhang durch Europa.

Greer schreibt: «Das Einfangen eines Bären macht diesen verzweifelter, nicht weniger gefährlich. Moskau, das durch die Sanktionen in die Enge getrieben wird und sich mit höheren Nato-Militärbudgets konfrontiert sieht, könnte zu ausserordentlich drastischen Massnahmen greifen, um den Niedergang abzuwenden […] Russland hat Atomwaffen, mit denen es spielen kann.»

Zu den «Bedenkenträgern» gehört George Beebe. Der Direktor für Strategie am Quincy Institute for Responsible Statecraft und ehemalige Berater von Vizepräsident Dick Cheney meinte am 14.Oktober 2022: «Einer Katastrophe entgeht man nicht, indem man die andere Seite in eine Ecke drängt […] Es darf nicht die Wahl zwischen Demütigung und Atomkrieg geben.»

Beebe weiter: «Die Eskalationen werden weitergehen […] Wenn man auf einen begrenzten Atomschlag mit einem massiven konventionellen Gegenangriff reagieren würde, wäre eine Eskalation garantiert […] Die Russen haben keine so entwickelten konventionellen Waffen wie der Westen und werden nicht abwarten, bis solche Angriffe ihre Verteidungskraft dezimieren […] Putin scheint davon überzeugt zu sein, dass die USA Russland als Grossmachtsrivalen ganz eliminieren wollen […] Entsprechend wird Russland handeln. Wir befinden uns in einer sehr sehr gefährlichen Situation.»

Zu den «Bedenkenträgern» gehört auch der Multimilliardär Elon Musk. Er half der angegriffenen Ukraine den Zugang zum Internet dank Starlink-Terminals aufrechtzuerhalten. Am 3. Oktober 2022 schlug er ein Friedensangebot vor: Die von Russland inszenierten Volksabstimmungen sollen unter Aufsicht der UNO wiederholt und die Krim als Teil Russlands anerkannt werden. Die Ukraine darf die Wasserzufuhr zur Krim nicht mehr unterbinden. Schliesslich soll die Ukraine kein Mitglied der NATO werden, sondern eine garantierte Neutralität erhalten. 

Zu den «Bedenkenträgern» gehört Romano Prodi. Der frühere Ministerpräsident Italiens und Präsident der Europäischen Kommission sagte am 16. Oktober auf RTL: «Um den Krieg möglichst bald zu beenden, braucht es Verhandlungen zwischen den Weltmächten USA und China.»

Zu den «Bedenkenträgern» gehört schliesslich auch Heidi Tagliavini. Die Schweizer Krisendiplomatin, die jahrzehntelang mit Konfliktparteien der ehemaligen Sowjetunion am Tisch sass, sagte am 12. Oktober in Tamedia-Zeitungen: «Das Leid der Bevölkerung bei Krieg und Gewalt ist so gravierend, dass sich jede Bemühung um eine friedliche Lösung von Konflikten lohnt […] Man muss auch mit Kriegsverbrechern verhandeln.»

Präzedenzfall Kuba-Krise

US-Präsident Joe Biden erklärte am 6. Oktober 2022 «Zum ersten Mal seit der Kubakrise von 1962 droht der Einsatz von Atomwaffen.» 

Vor sechzig Jahren stand die Welt an der Schwelle zum Atomkrieg. Die Sowjetunion hatte auf Bitten von Fidel Castro völkerrechtlich legal atomar bestückbare Raketen aufgestellt. Die USA hatten mehrmals versucht, Castro mit Gewalt zu stürzen.

Für die Berater von US-Präsident John F. Kennedy war die Sache klar: Mit dem sowjetischen Diktator Nikita Chruschtschow und seinem Genossen Castro in Havanna könne und dürfe es keine Verständigung geben. Die Kommunisten verstünden nur die Sprache der Waffen. 

Was folgte, fasste Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung zusammen: «Kennedy verhängte eine Seeblockade über die Insel Kuba, versetzte die US-Atomraketen und Langstreckenbomber in den höchsten Alarmzustand unterhalb der Schwelle eines Atomkriegs. Er warnte und drohte und drohte und warnte – und liess seinen Bruder Robert höchst vertraulich mit den Sowjets verhandeln. Die Gefahr wurde […] mit intensiver Geheimdiplomatie beigelegt: Die USA verzichteten auf eine Invasion auf der Insel und zogen [als Konzession und zur Gesichtswahrung Chruschtschows] ihre in der Türkei und Italien stationierten Atomraketen ab. Darüber wurde die Öffentlichkeit aber nicht unterrichtet […] Kennedy wird mit dem Satz zitiert, der seine Lehre aus der Kuba-Krise darstellt: Die Führer von Nuklearmächten dürften sich nicht in eine Lage bringen, ‹dass es nur noch die Wahl zwischen Demütigung und Atomkrieg gibt›» 

Die totale Niederlage Putins ist das erklärte Ziel der Nato-Staaten. Mit Hilfe der USA soll Russland aus sämtlichen besetzten Gebieten in der Ukraine militärisch vertrieben werden. Maximale wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen sollen Russland isolieren und so lange in die wirtschaftliche Enge treiben, bis Putin gestürzt wird. Russland soll so stark geschwächt werden, dass es für lange Zeit nicht mehr in der Lage ist, ein Nachbarland militärisch zu bedrohen.

Gleichzeitig führt das Pentagon nach Angaben der New York Times bereits seit Monaten Computersimulationen durch: Labore der Atomwaffenforschung sowie Geheimdienste würden Varianten studieren, wie die USA reagieren sollen, falls Putin eine «taktische» Atombombe zündet.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Ukraine_Sprachen

Die Ukraine zwischen Ost und West: Jetzt von Russland angegriffen

Die Ukraine wird Opfer geopolitischer Interessen. Die Nato wollte näher an Russland. Seit dem 24.2.2022 führt Russland einen Angriffskrieg.

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31 Meinungen

  • am 24.10.2022 um 12:00 Uhr
    Permalink

    Hier der Hinweis auf einen Vortrag von Dr. Gabriele Krone-Schmalz am 14.10.22 in der Volkshochschule Reutlingen – ein sehr sachlicher Rückblick und kurzer Ausblick, ob und wie Friedensverhandlungen vor sich gehen könnten:
    https://www.youtube.com/watch?v=Gkozj8FWI1w
    und ein etwas älterer, indem sie sich auch ausdrücklich zur Krim äußert:
    https://www.youtube.com/watch?v=yzLiwWVZCOk

    2
    • am 25.10.2022 um 01:50 Uhr
      Permalink

      Ein Muss, sich die Zeit zu nehmen, dieser hervorragenden Journalistin und Autorin zuzuhören. Vielen Dank für den Hinweis!

      0
  • am 24.10.2022 um 12:14 Uhr
    Permalink

    «Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andren zu! »
    Nach diesem Motto hätte es überhaupt nicht zu einem «Krieg» kommen dürfen, aber die Gier und Respektlosigkeit von uns, dem demokratischen Westen obsiegten so auch diesmal.
    Einerseits ist Putin ein Despot, andererseits soll er wenn ihm garnichts anderes mehr übrig bleibt keine Atomwaffen einsetzen? Was soll Putin nach einer Niederlage machen, sich in Den Haag stellen? Er würde nicht einen Tag überleben in Russland und warum soll er dann uns arroganten besserwestlern nicht mal zeigen das Atomare vernichtung schon früher nicht umsonst abschreckend war. Wenn wir meinen ihn unerschrocken raus zu fordern, werden wir auch den Preis dafür bezahlen. In dem Fall, die ganze Welt.
    Da wir uns sowieso schon umwelttechnisch fast umgebracht haben, würde das auch kaum noch ins Gewicht fallen.
    Hach wir Menschen, intelligent wollen wir sein und was machen wir? Ich glaube gebackenes Brot ist intelligenter….

    4
  • am 24.10.2022 um 12:24 Uhr
    Permalink

    Was für ein irrer Wahnsinn!
    Da wird mit dem Risiko eines Atomkrieges gepokert mit dem Ziel, ganz Russland mit Millionen Menschen zu vernichten.
    Dass dabei auch Europa massiv in Mitleidenschaft gezogen würde ist offensichtlich aber kaum ein Thema.
    Unter dem Druck der Mainstream-Medien wagt kaum mehr ein prominenter Politiker, eine Partei oder ein wirksames Medium sich für eine Deeskalation, einen Waffenstillstand und die konsequente Verhinderung des Atomwaffeneinsatzes zu exponieren. Sie werden als Putinisten oder Pseudopazifisteb verhöhnt und in die Ecke von Extremisten gestellt.
    Ich kann mich nur wiederholen: was für ein irrer Wahnsinn!

    3
    • am 24.10.2022 um 23:40 Uhr
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      Wie so oft, was gegen den Mainstream ist, ist neuerdings Putinfreund oder Neonazi.
      So einfach wird Meinungsvielfalt stumm gestellt und indiskutabel.

      2
  • am 24.10.2022 um 12:35 Uhr
    Permalink

    Man soll Putin die vier annektierten Gebiete überlassen, damit er nicht sein Gesicht verliert ? Er hat eine militärische Aggression gestartet, also lassen wir ihm einen kleinen militärischen Erfolg, sonst fühlt er sich gedemüdigt ? Die Zerstörung der Ukraine (wie früher bereits Tschescheniens und Syriens) ist völlig normales Verhalten eines ‹Bären› und wenn er nun auch noch eine Atomwaffe zündet, liegt die Verantwortung ganz klar bei den USA und der NATO, weil sie ihn in die Enge getrieben haben. Hat infosperber auch nur schon ein einziges Mal über das Selbstbestimmungsrecht der UkrainerInnen nachgedacht ? Und über das Selbstbestimmungsrecht der vielen RussInnen, die keinen Krieg mit der Ukraine wollen ?

    10
    • am 24.10.2022 um 23:44 Uhr
      Permalink

      Rechtfertigt das unsere Gier und weist das unsere Schuld an dem Krieg ab?
      Wenn gleiches Recht für alle gilt und Respekt noch einen Wert hat dürfen sich westliche Kriegsverbrecher die sie nun mal nach Kriegsvölkerrecht waren und sind nicht mit Steinen schmeissen wenn sie im Glashaus sitzen.
      Und wenn man keinen Atomkrieg in der EU riskieren will den die USA anzettelten und wir fleissig bejubelten dann sollten wir uns mal Gedanken machen ob es uns das amerikanische Volkwert ist für deren Geldbeutel das zu riskieren.

      3
      • am 25.10.2022 um 12:26 Uhr
        Permalink

        Diese unglaublichen Verdrehungen hier: «Atomkrieg in der EU riskieren … den die USA anzettelten».

        Hallo?!

        Putin ist der Agressor, der offen mit Atomkrieg droht, wenn er nicht bekommt, was er sich in seinem beleidigten Grossmachtwahn unter den Nagel reissen will!

        Offenbar sind hier viele bereit, nachzugeben und den Diktatoren dieser Welt das Signal zu senden, dass sie nur mit Atomkrieg drohen müssen und schon überlässt man ihnen was sie haben wollen. Alles im offenbar historisch unbelehrbaren, naiven Glaube daran, dass sich Despoten damit zähmen lassen. Das erhöht nur deren Appetit auf mehr, die Atomgefahr wird keinen Deut gemindert!

        Und zur Beruhigungen der eigenen kognitiven Dissonanz, die ewig gleichen Märchen von der angeblichen Unterdrückung der Russischsprachigen. Was selbst wenn es stimmen würde (was es nicht tut), weder den brutalen Angriffskrieg noch die Drohung mit Atomwaffen rechtfertigt.

        3
    • am 25.10.2022 um 00:11 Uhr
      Permalink

      Es geht hier nicht um das Gesicht von Putin, es geht um die Leute in der Ostukraine. Die haben immer Russisch gesprochen, aber gerade das wurde man ihnen von der ukrainischen Regierung verboten. Wenn man vom Selbstbestimmungsrecht spricht, gilt das insbesondere für die Leute in den Provinzen der Ostukraine. Wie es aussieht, wollen die aber nicht zum Staat Ukraine gehören, sondern allenfalls selbständig werden. Und vor allem wollen sie gute Beziehungen zu Russland weil sie dort verwandtschaftliche und kulturelle Verbindungen haben.

      2
      • am 25.10.2022 um 13:03 Uhr
        Permalink

        Es stimmt schlicht und einfach nicht, dass Russisch irgendwo in der Ukraine verboten war oder ist. Wenn das der Fall wäre, hätte das umstrittene Sprachengesetz von 2019 ja nicht Quoten für den Gebrauch von Ukrainisch festsetzen können. Auch bezüglich der Zugehörigkeit zu Russland oder der Ukraine sieht es nicht – wie sie behaupten – so aus, als ob sie nicht zur Ukraine gehören wollten. In der Abstimmung 1991 haben jedenfalls alle für die Zugehörigkeit zur Ukraine gestimmt. Aversionen gegen ‹die von Kiew› sind sowenig ein Votum für Unabhängigkeit von Kiew wie Gepolter gegen ‹die in Bern oben› ein Votum zum Anschluss an Deutschland oder Östereich sind.

        1
      • am 26.10.2022 um 11:33 Uhr
        Permalink

        Wie ich 2005 Seminar in Kjiv gab, merkte ich ziemlich schnell, dass die Sprache polarisierte. Ich fragte deshalb jede und jeden nach seiner Muttersprache, um Konflikte zu vermeiden.
        Das Sprachengesetz und damit auch der Eingriff in die russischsprachige Kultur, war ein zentraler Faktor des Konfliktes. Menschenrechtsorganisationen warnten damals vor einer möglichen Eskalation. Jeder, der die Ukraine kannte, wusste von dieser Gefahr und auch die meisten westlichen Politiker wussten dies. Die Herabsetzung des Russischen und ihrer Kultur war einer der Auslöser des Bürgerkrieges 2014 mit 20000 Opfern in der russischsprachigen Bevölkerung mit unzähligen Kriegsverbrechen hüben und drüben.
        PS. Mein russischsprachiger Freund nannte sich 2005 Vasilij. Heute nennt er sich Vasil.

        0
    • am 25.10.2022 um 14:00 Uhr
      Permalink

      Es geht sicher erst mal vor allem um militärische Stützpunkte, weniger um Gebiete an sich.
      Aber natürlich geht es auch darum, dass Russland eingehegt werden soll. Leider hat die EU da bisher gepasst und alles den USA überlassen. Aber militärisch lässt sich das nicht lösen, und die Ukraine wurde durch die USA kampffähig gemacht. Das wurde für Putin zum Problem.
      Die wirtschaftliche Verflechtung mit Gasbezug hat jedenfalls nicht funktioniert.
      Leider tickt die EU nicht anders wie die US-Administration. Die EU muss klarmachen, dass Russland einen Platz im Wirtschaftsraum Europa hat, bei Einhaltung der Sicherheitsregeln. D.h. Waffen auf Abstand, Rüstungskontrolle. Da haben auch die USA Fehler gemacht. Wie wir sehen, ist Russland militärisch gar nicht so stark, d.h. aber nicht, dass es ungefährlich wäre.

      2
  • am 24.10.2022 um 13:04 Uhr
    Permalink

    Die Medien betreiben aus meiner Sicht eine einseitige Berichterstattung und Kriegshetze, in der alles unter den Tisch gekehrt wird, was dabei stört, z.B. die ganze Vorgeschichte, die zum Eingreifen Russlands führte und vor allem die Leiden der russischsprachigen Ukrainer seit 2014.
    Bei einem Atomschlag wird nicht nur Russland, sondern ganz Europa auf Jahrhunderte ein verseuchtes Trümmerfeld sein. Die USA dürfen hoffen, aufgrund ihrer Abwehrsysteme verschont zu bleiben.
    Seit Beginn der Diskussion um den atomaren Einsatz habe ich den Eindruck, dass die USA wie in der Vergangenheit den Konflikt herbeireden, um ein Eingreifen zu rechtfertigen. Deshalb habe ich auch die Bitte nach einem Link zu einer Rede Putins, in der er die viel zitierte atomare Drohung ausspricht. Vielen Dank an die Redaktion für diesen Beitrag, der Hoffnung macht. мир

    2
  • am 24.10.2022 um 13:18 Uhr
    Permalink

    Geduld ist gefragt. Ich hoffe, dass sowohl in Russland, wie auch in China sich die Bevölkerung gegen die Machthaber erheben wird. Sollte dies eintreffen, bliebe als Grossmacht nur die USA – event. ein geeintes und bereinigtes Europa – übrig. Doch dann droht die nächste Gefahr. Eine USA unter Führung
    eines Typen wie Trump unvorstellbar. Was nach wie vor anstehen wird, sind die allgemeinen Probleme in Afrika und Asien. Hier könnte die Schweiz Einiges veranlassen, anstatt in ein unnötiges Projekt wie die Flugzeugbeschaffung zu investieren.

    7
    • am 26.10.2022 um 11:16 Uhr
      Permalink

      Ihr Wunsch in Gottes Ohr – eine Mehrheit von 1.3. Mrd Chinesen ist stolz auf Kultur, Geschichte, Land und den für eine immer grössere Mehrheit der Bevölkerung erreichten besseren Lebensstandard. Sie werden sich hüten, eine erfolgreiche Regierung zu stürzen. Und Putin mag zwar aus Sicht des Westens der Teufel persönlich sein, aber aus Sicht einer Mehrheit von Russen schützt er sie vor der westlichen, USA dominierten Hegemonieansprüchen.

      1
  • am 24.10.2022 um 13:45 Uhr
    Permalink

    Diejenigen, die zum ‹Endsieg› gegen Russland aufrufen, sollten gezwungen werden, den Big Five psychologischen Test zu machen und das Resultat veröffentlichen. Das wäre aber nur in einem echten direktdemokratischen Europa möglich (siehe Beitrag von Hans L. Schmid «Von Wladiwostok bis Reykjavik: Machtergreifung per Stimmzettel» vom 1.10.2022). Hoffen wir, dass uns die Zeit dafür nicht davonläuft.

    2
  • am 24.10.2022 um 14:21 Uhr
    Permalink

    Es gibt nicht nur schwarz («Nato-Falken») und weiss («Bedenkenträger»), wie das hier dargestellt wird. Zwischen Kriegstreibern und erkenntnisresistenten Putinverstehern gibt es differenzierte Stimmen.

    So auch die als «Bedenkenträgerin» schubladisierte Heidi Tagliavini im erwähnten Tamedia Artikel.

    Ja, auf die Frage «Soll man, darf man mit Kriegsverbrechern verhandeln?» sagt sie «Man muss!»

    Aber sie räumt dann auch mit dem Nato-Osterweiterungs-Opfernarrativ auf. Und weiter:

    Journalist: «Stimmen im Westen verlangen einen Verhandlungsfrieden und rufen die Ukraine zum Einlenken auf, auch zur Abgabe von Gebieten.»

    «Das wäre für die Ukraine absolut unannehmbar, ein Rückfall in die geächtete Appeasement-Politik. Ein solcher «Friede» würde dem Krieg wohl kaum ein Ende setzen. Er würde eher Russland eine Verschnaufpause geben, um seine Armee neu aufzustellen.»

    Differenzierte, realitätsbezogene Standpunkte bringen uns weiter, gerade nicht die Polarisierung, wie in diesem Artikel.

    8
    • am 25.10.2022 um 09:14 Uhr
      Permalink

      Heidi Tagliavini hat für die Schweiz den OSZE Vertrag und den Minsk II Friedensvertrag als Unparteiisch unterschrieben. Schade, dass die Schweiz nie herausfinden konnte wer auf wen schiesst und darum haben die Russen uns einen Brief gesendet.

      1
  • Portrait_Josef_Hunkeler
    am 24.10.2022 um 14:42 Uhr
    Permalink

    «Der Krieg muss bis zum letzten ukrainischen Soldaten weitergeführt werden». Das scheint die Zielgrösse der Nato-Verantwortlichen zu sein.

    Es ist schwer in einer solchen Vorgabe historisches Verständnis oder gar Respekt humanitärer Prinzipien zu finden. Die Lemmingmentalität der deutschen Grünen erscheint hier besonder störend.

    Die ehemalige Friedenspartei will Krieg bis zum Ende. Klimaschutz ist vergessen, Budgetgleichgewicht ist irrelevant, Staatsverschuldung das Instrument des politischen Egozentrismus. Sollen die Kinder die Zeche bezahlen, wenn es dann noch solche Kinder gibt.

    5
  • am 24.10.2022 um 16:39 Uhr
    Permalink

    Zitat Beebe: «Putin scheint davon überzeugt zu sein, dass die USA Russland als Grossmachtsrivalen ganz eliminieren wollen»
    Keiner kann behaupten, dass das nicht eine RATIONALE Überlegung Putins sein kann.
    Folglich bleibt ab einem bestimmten von Putin gewählten Zeitpunkt nur der Griff zu unerlaubten für die gesamte Menschheit gefährlichen Mitteln.
    Wenn also die Provokation in diesem Stellvertreterkrieg zu weit geht und das US-Militär die Situation im Griff behalten will, muss sie einem Atomschlag Russlands zuvorkommen. Es wäre wie im Irakkrieg gegen Sadam Hussein. Die USA bestimmen, wann für sie dieser Zeitpunkt gekommen ist. Ob die dafür vorgelegten Beweise hinterher als gültig erachtet werden, ist nicht relevant. Fakten werden geschaffen, wie im Irak, wie bei der Bewaffnung der Ukraine, wie beim Sturz Janukowitschs einen Tag nach dem Handschlag mit Klitschko. Wir sind im unbegrenzten Krieg, und nur ein paar Intellektuelle und eine Ministerpräsident aus der ehem. DDR sind dagegen.

    3
    • am 25.10.2022 um 09:26 Uhr
      Permalink

      @Uwe
      Da die russischen Raketen eine grösser Reichweite haben als der F-35, wird es schwierig für die NATO einen Angriff zu fliegen. Alle anderen Wunderwaffen der USA haben bis jetzt versagt, aber ein Petraeus, three-time-loser und/oder Stoltenberg dürfen das nicht zugeben.

      1
  • am 24.10.2022 um 17:27 Uhr
    Permalink

    Hoffentlich lesen viele diesen Artikel und den früheren von Professor Toon über einen Nuklearwinter.
    Unglaublich, wie über Atomwaffen gesprochen wird (Entdämonisierung)! Es ist erschreckend, wie uninformiert manche diskutieren und trotzdem so tun, als ob sie Experten wären. Und dass sogar manche Militärexperten wie Herr Kujat sagen, es sei unerträglich, wie frivol in manchen Talkshows über Atomwaffen gesprochen werde, lässt aufhorchen.
    Und dann kommt noch die Verharmlosung von «taktischen Nuklearwaffen», obwohl eine solche bis zu 10 Mal Hiroshima ist!
    Gestern meinte Herr Zhadan (Friedenspreis des deutschen Buchhandels), ein paar Intellektuelle forderten eine Kapitulation um bequemer Sicherheitsinteressen willen. Nein! Es geht um das Überleben von vielleicht Milliarden von Menschen.
    Für mich auch unverständlich, warum die Schweiz noch immer nicht den Atomwaffenverbotsvertrag unterschrieben hat, um den Druck für Abrüstung zu erhöhen.

    3
  • am 24.10.2022 um 19:56 Uhr
    Permalink

    «Niemand weiss, wie die USA auf eine Niederlage reagieren wird.»

    Ayn Rand: «You can ignore reality, but you cannot ignore the consequences of ignoring reality. – Du kannst die Realität ignorieren, aber du kannst nicht die Konsequenzen ignorieren.» D.h. die Folgen eines Atomkriegs kann man nicht ignorieren.

    Dieses Atombomben-Framing ist klassische Kriegspropaganda, wie z.B. der Irak und Giftgas.
    Die Leute werden in einer Endlosschleife geistig auf einen Atomkrieg vorbereitet. Die Atombomben werden mit Putin assoziiert. Wenn das dumbe Volk weichgekocht worden ist, kann die USA mit der Behauptung eines angeblichen Atomangriffs Putins den geplanten Atomkrieg beginnen (vgl. Golf von Tompkin). Die Leute werden auch diesen Propaganda-Quatsch glauben.

    Dushan Wegner sagte dazu: «Am Ende gewinnt immer die Realität.»

    4
  • am 25.10.2022 um 00:36 Uhr
    Permalink

    Ich empfehle auch all denjenigen, die Französisch lesen, das Buch des früheren CH-Geheimdienst Mitgliedes Jacques Baud, Opération Z, éd. Max Milo, zu lesen. Er kennt die Ukraine und Russland sehr gut, erklärt auch, weshalb Russland in die Ukraine einmarschiert ist: seit 2014 sind die Amerikaner in der Ukraine präsent, haben die Armee ausgerüstet und trainiert. Die Amerikaner überzeugten die Ukraine, der Nato beizutreten, aber dafür müsse sie einen totalen Krieg gegen Russland führen. 2019 sagte der Berater Zelenskys, Olekseï Arestovitch, im ukrainischen Fernsehen, Apostrofe TV: Mit 99,9% ist unser Preis, um der Nato beizutreten, ein grosser Krieg gegen Russland. Weiter meint er, man müsse mit drei Kriegen gegen Russland rechnen, 2021-2022, 2024 – 2028, 2028-2030.
    Kurz, Vorsicht mit der westlichen Russophobie und der Liebe zu den USA! Die USA haben ein Interesse, Russland und Europa zu schwächen. Friedensverhandlungen sind unbedingt nötig!

    2
  • am 25.10.2022 um 11:34 Uhr
    Permalink

    Wer die Vorkommnisse, deren Pläne und die Vorgeschichte ab 2014 wirklich wissen will, der findet verschiedene Inmformationsquellen, als wichtige Ergänzung zur allgemein gebotenen, PR-gespickten Information.
    Z.B. unser ehemaliger Nachrichten-Offizier Jaques Baud.
    Weshalb ist von ihm über die grossen Medien nichts zu vernehmen?
    Man suche und finde selbst.

    1
  • am 25.10.2022 um 16:47 Uhr
    Permalink

    Kann mir jemand der Link zur Rede Putins verschaffen, in der er die atomare Drohung ausspricht?

    0
    • am 26.10.2022 um 11:06 Uhr
      Permalink

      Ich habe nirgendwo einen Film gefunden, in dem Putin – mit Übersetzung – diese Drohung ausspricht. Aber ich habe die Übersetzung von Putins Rede zur Teilmobilmachung vom 22.09.22 im Wortlaut im Tagesspiegel gefunden. Damals sagte er: «Diejenigen, die uns mit nuklearen Mitteln erpressen wollen, sollten wissen, dass sich der Wind drehen kann»: https://www.tagesspiegel.de/politik/dies-ist-kein-bluff-putins-rede-zur-teilmobilmachung-im-wortlaut-8667736.html

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    • am 26.10.2022 um 12:16 Uhr
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      > Kann mir jemand der Link zur Rede Putins verschaffen, in der er die atomare Drohung ausspricht?

      Suchen sie mal mit der Suchmaschine Ihres Vertrauens nach «putin das ist kein bluff» (ohne die Anführungszeichen). Dann können Sie selbst aussuchen, wo sie das nachlesen wollen. Da wird zum Teil auch auf die bereits vorher erfolgten Atom-Drohungen eingegangen.

      Oder in Englisch selbst bei RT:
      https://www.rt.com/russia/563459-borrell-putin-not-bluffing/

      Pure Atomare Erpressung, niederste Gangstermethoden.

      Wer da nachgibt, hat sogleich die nächste Atom-Drohung auf dem Tisch, für das nächste saftige Stück Territorium oder Zugeständnis, das er gern haben möchte.

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  • am 26.10.2022 um 00:38 Uhr
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    Tragisch ist die politische und mediale Haltung in unseren Breitengraden, die systematisch Fakten und Chronologien von Relevanz für das Begreifen der Entstehung und Dynamik dieser Misere ausblendet.
    Die Strategien und Ziele der USA sind alles andere als kaschiert. Politiker, Ratsmitglieder und Regierungsakteure haben sich mehrfach deutlich geäussert, mal provozierend offen, mal ungeschickt hinter den Kulissen.
    Im Wesentlichen geht es darum, die Vorherrschaft der USA zu erhalten und zu sichern, Synergien, Bündnisse und freundschaftliche Beziehungen zwischen eurasischen Staaten zu boykottieren und zu unterdrücken, die im Einklang miteinander eine relevante globale politische und wirtschaftliche Position einnehmen würden, die die der USA streitig täte. Die Infiltration der USA in der Ukraine, einschliesslich Beteiligung am Sturz der Regierung (Maidan 2014) hat auch George Friedman eingeräumt.
    Einen Besuch Wert: Why The U.S. Can’t Kick Militarism https://www.addictedtowar.com

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  • am 26.10.2022 um 19:20 Uhr
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    Es wird generell davon ausgegangen dass Russland diesen Krieg militärisch verliert oder schon verloren hat. Dass daran für die NZZ kein Zweifel besteht, ist weiter nicht erstaunlich. Aber ist dies wirklich derart in Stein gemeisselt?

    Was die gegenseitige nukleare Abschreckung betrifft, anbei Artikel, welcher die russische Sicht erläutert:
    http://johnhelmer.org/the-us-signals-readiness-to-launch-nuclear-strike-against-russia/
    Demzufolge würden die militärischen Planer einen erfolgreichen (= Ausschalten der Zweitschlagfähigkeit) Erstschlag für durchführbar halten…

    Eine Anmerkung zu: «Die USA verzichteten auf eine Invasion auf der Insel und zogen [als Konzession und zur Gesichtswahrung Chruschtschows] ihre in der Türkei und Italien stationierten Atomraketen ab.» War nicht gerade die Stationierung der US Raketen in der Türkei der Auslöser für die Entsendung der UdSSR Raketen auf Kuba?

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