Nato

Nato-Generalsekretär Rutte heute Morgen im «CNN»-Studio bei Jake Tapper. Nach seinem zweistündigen Treffen mit US-Präsident Trump traten die beiden nicht vor die Medien. © CNN

Kommentar: Die Nato hat bessere Karten als nur Mark Rutte

Andreas Zumach /  Kein Politiker Europas verhält sich so unterwürfig, ja peinlich devot gegenüber Trump wie Nato-Generalsekretär Rutte.

Portrait Andreas Zumach 2022
Andreas Zumach

Seit Ruttes Amtsantritt haben die Sprüche aus Washington über die „überflüssige NATO“, die Tiraden gegen die angeblich „undankbaren“ und „unzuverlässigen“ Europäer sowie die Drohungen mit einem Austritt der USA aus der Militärallianz an Häufigkeit und Schärfe sogar zugenommen. Daran wird auch der Besuch Ruttes im Weissen Haus kaum etwas ändern. Selbst wenn er Verständnis oder gar Unterstützung für Trumps völkerrechtswidrigen Krieg gegen Iran signalisiert haben sollte, womit er den Regierungen fast aller europäischen NATO-Staaten sowie Kanadas und der Türkei in den Rücken gefallen wäre.

Kritisch zur NATO äusserte sich Trump erstmals im Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit der Bemerkung, die Allianz sei „obsolet“. Seitdem werden alle diesbezüglichen Äusserungen aus Washington in Europa für scheinbar bare Münze genommen, überbewertet und instrumentalisiert, um die militärische Aufrüstung der EU zu propagieren bis hin zu einer eigenständigen, von den USA unabhängigen atomaren Bewaffnung.

Diese Forderung erhob bereits am Tag nach der ersten Amtseinführung Trumps im Januar 2017 der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter mit der Begründung, jetzt könne sich „Europa nicht mehr auf den nuklearen Schutzschirm der USA verlassen“.

Natürlich verfolgt die Trump-Administration – noch stärker als all ihre Vorgänger und dank Russlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine auch viel erfolgreicher – das Ziel, die finanziellen Lasten in der NATO umzuverteilen und die Europäer zu mehr Militärausgaben zu drängen.

Doch davon abgesehen hat sich das grundlegende Interesse der USA an der NATO seit ihrer Gründung im Jahr 1949 auch unter Trump nicht verändert: Die Militärallianz ist für ihre Führungsmacht das wichtigste Instrument zur Einflussnahme in und Kontrolle über Europa.

Auch die Existenz von US-Militärbasen in Deutschland und anderen Staaten Europas sowie deren Nutzung für Washingtons Kriege und Drohneneinsätze wären ohne die NATO nicht möglich.

All das wird auch Trump nicht aufgeben.

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Nato: Sicherheit oder Machtpolitik?

Das Militärbündnis soll vor Angriffen schützen, doch Russland oder China fühlen sich von ihm bedroht.

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6 Meinungen

  • am 9.04.2026 um 11:42 Uhr
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    Richtig erkannt : «Die Nato hat bessere Karten als nur Mark Rutte» Mr. Trump hat es nicht geschafft, trotz seiner Droh-Tiaraden die Strasse von Hormuz unter seiner Kontrolle zu bringen. Sein Iran-Feldzug wurde zum Fiasko. Er muss die Zwischenwahlen für das Repräsentantenhaus gewinnen, um seine Macht zu behalten. Es droht ihm zudem ein Impeachment-Verfahren. Der Kongress wird wohl erkannt haben, dass er mit seiner Chaos-Politik, den Dollar als globale Leitwährung gefährdet. Die USA würden das wichtigste Machtinsrument verlieren. Die Europäer müssen dem Kongress klar machen, dem Dollar kann geholfen werden, wenn die europäischen Interessen respektiert und umgesetzt werden. Die Macht von Mr. Trump ist am zerbröckeln.
    Gunther Kropp, Basel

  • am 9.04.2026 um 12:46 Uhr
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    Es wäre eventuell besser,die Nato ganz aufzulösen. Bin über 50 Jahre alt und die Nato,welche sich geschickt als «Verteidigungsbündnis» tarnt, hat ausschließlich Angriffskriege geführt, zu meinen Lebzeiten.

    • am 10.04.2026 um 07:21 Uhr
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      Sie haben recht…. Danke….

  • am 9.04.2026 um 12:46 Uhr
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    Geld, Gewalt und Angst….
    Der imperialistische Wahnsinn, das Lechzen nach Geld, und die Bereitschaft zu töten, gewalttätig zu sein, kooperieren mit der Angst, zum Teil sogar Feigheit von Amtsträgern. Sei immer auf der Seite der Stärkeren. Stärker ist derjenige, der mehr Geld hat. Wer mehr Geld hat, hat mehr Macht. Er kann sich sogar an Kindern bedienen. Die Situation erinnert mich an die Szene im Rock-Musikal The Wall von Pink Floyd, mit Roger Waters. Kinder welche schon in der Schule, vorbereitend auf die gewalttätige Welt, durch den Fleischwolf gedreht werden. Prügelnde Schullehrer, Zensur schon im Kinderheim. Eine lieblose kalte Welt im Stile eines «Last man standing» Pc-Spieles, nur dass das Leiden echt ist. Das Volk wird zu Frischfleisch degradiert, zu Experimentiergut, wer zu lange und zu laut denkt, wird zum «Schwurbler» degradiert, alles Material was ihn rehabilitieren könnte nach Jahren, wird geschwärzt. Ob Alt und Krank, ich gebe nicht auf, für Gewaltverzicht einzustehen.

  • am 10.04.2026 um 21:02 Uhr
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    Die NATO bringt gar nichts außer unfassbaren Kosten und einer ständigen, für eine selbstbewusste Außenpolitik sehr gefährlichen Stationierung von US-Soldaten im eigenen Land: sollte Deutschland einmal austreten wollen und das US-Militär zum Gehen auffordern, hat man heute auf morgen zehntausende hochgerüstetete hochprofessionelle potentiell bedrohliche Soldaten im Land. Viele gemeinsame Rüstungprojekte haben nichts gebracht: NH90, A400M, Eurocopter, SPz Puma, GTK Boxer, Kampfpanzer 70 usw. Staaten wie der Iran bauen kostengünstig erst kopierte dann weiterentwickelte Flug-, Panzerabwehr-, Drohnen- und Raketentechnik. Die Kriegsführung revolutioniert sich gerade wie im WK 1 durch MG und Tank und im WK 2 durch das Gefecht der verbundenen Waffen und den massierten Luftkrieg. MEHR Militärausgaben bringen gar nichts wenn sie für obsolete Technik und überkommene Ausbildung hinausgeworfen werden.

  • am 11.04.2026 um 01:50 Uhr
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    Ja, Mark Rutte ist echt eine Schande. Die einzige Lösung für Europa wäre tatsächlich die Kündigung der NATO, alle US-Stützpunkte in Europa zu schliessen, die Amerikaner, die CIA und den MOssad wegzuschicken und mit Russland Frieden schliessen. Dann hätten wir keine Zerstörungen mehr in Europa, wir wären auch nicht mehr Komplizen von Völkermord und Kriegsverbrechen. Trotz der russophoben Europäer, wäre es viel intelligenter, Europa unter den nuklearen Schutzschirm von Russland zu stellen. Damit könnte das grosse Europa in Frieden leben.

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