Marokko verwandelt Nebel in Trinkwasser
Dieser Beitrag erschien zuerst bei «Pressenza.com», einer Nachrichtenagentur von ehrenamtlich tätigen Freiwilligen, die sich den Themen Humanismus, Gewaltfreiheit, Menschenrechte, Abrüstung und Nicht-Diskriminierung widmet.
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In den trockenen Bergen von Aït Baâmrane im Süden Marokkos verändert eine innovative Technologie das Leben Hunderter ländlicher Familien: Grosse Netze, die an den Berghängen installiert wurden, fangen die Feuchtigkeit des vom Atlantik kommenden Nebels ein und wandeln sie in Trinkwasser um. Das System, das als eines der grössten Nebelgewinnungsprojekte der Welt gilt, ermöglicht es, in einer von Dürre und fortschreitender Wüstenbildung betroffenen Region täglich Tausende Liter Wasser zu sammeln.
Die Initiative funktioniert mithilfe spezieller Netze, die die winzigen in der Nebelluft schwebenden Wassertröpfchen kondensieren. Das aufgefangene Wasser wird zu Speichern geleitet und mithilfe solarbetriebener Pumpen an nahegelegene Haushalte verteilt. Dank dieses Modells müssen viele Frauen und Mädchen nicht länger täglich weite Wege zurücklegen, um Wasser zu holen – eine Aufgabe, die jahrelang den Zugang zu Bildung einschränkte und die familiäre Wirtschaft belastete.
Internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen, haben das Projekt als Beispiel für nachhaltige Klimaanpassung in Regionen mit Wasserknappheit hervorgehoben. Fachleute sind der Ansicht, dass sich diese Erfahrung auch auf andere trockene Gebiete Afrikas und Lateinamerikas übertragen liesse – insbesondere auf Gemeinschaften, in denen Nebel häufig vorkommt, der Zugang zu Wasser jedoch weiterhin begrenzt ist.

Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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