«NZZ»: «Russland verliert die Oberhand im Krieg»
Erklärtes Ziel Russlands ist es, im Osten der Ukraine die Donbas-Republiken zu besetzen, die es nach umstrittenen Volksabstimmungen und Parlamentsbeschluss in die russische Föderation annektiert hat. Dieses Ziel ist selbst nach mehr als vier Jahren Krieg nicht erreicht.
«Russland erleidet militärische, wirtschaftliche und politische Rückschläge», titelte die «NZZ» am 7. Mai. Russland verliere in der Ukraine die Oberhand.

Redaktor Andreas Rüesch listete «die zunehmenden Schwächen Russlands» auf:
- Die geplante Frühjahrsoffensive ist ausgeblieben. […] Die Front hat sich in diesem Frühling kaum verschoben.
- Die Ukraine baut ihre Überlegenheit im Drohnenkrieg aus. Russland bleibt militärisch überlegen, was die personelle Stärke und seine Raketenarsenale anbelangt, Aber im wichtigen Bereich der Drohnentechnologie verteidigt die Ukraine ihren Vorsprung.
- Russland hat Mühe, seine hohen Verluste zu ersetzen. […] So legt der deutsche Ökonom Janis Kluge dar, dass die Entschädigungszahlungen an Hinterbliebene 2026 steiler nach oben weisen als früher und im ersten Quartal 2026 schätzungsweise 25’000 Todesfälle betrafen. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Schwerverletzten, die nicht mehr in den Kampf zurückkehren können.
- Aussenpolitisch läuft die Zeit gegen Russland, weil der Kreml mit jedem Jahr weitere Bundesgenossen verliert: Syrien, Armenien, Venezuela, nun auch Ungarn.
- In Russland beginnt es zu gären. Unbestreitbar wird es für Putin schwieriger, einen perspektivlosen Krieg weiterzuführen und zugleich die Eliten wie auch die breite Bevölkerung bei Laune zu halten.
Angesichts dieser Einschätzung sind die Prognosen nicht mehr nachvollziehbar, die «NZZ»-Redaktor Andreas Rüesch am 8. Juni 2024 verbreitet hatte, um ein massives Aufrüsten in Europa und der Schweiz zu begründen. Er warnte davor, dass der «gewalttätige Imperialismus» und die «genozidalen Absichten» Putins «an der Grenze der Ukraine nicht haltmachen» würden. Seine Propagandisten würden bereits diskutieren, «wer als Nächstes die Gnade der russischen Peitsche spüren soll – Polen, Litauen, Finnen, Moldauer, Kasachen».
Geld für Rüstungsindustrie statt für Menschen
upg. Infosperber hat schon mehrmals thematisiert, dass das allgemeine Aufrüsten für einen konventionellen Krieg mehr Risiken bringe als Vorteile:
- Geld in Russland fast nur noch für Krieg, Schuldzinsen und Renten, Infosperber vom 16. März 2026
- Das Aufrüsten gegen ein bedrohliches Russland ist Geldverschwendung, Infosperber vom 19. März 2026
- Gegen Russland sind Kampfjets und Kampfpanzer nutzlos, Infosperber vom 15.12.2025
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









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