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Dürfte von Karin Keller-Sutters Plänen nicht begeistert sein: UBS-Präsident Colm Kelleher. © SRF

Keller-Sutter will strengere Kapitalregeln – auch für die UBS

Marco Diener /  Software und Steueransprüche sollen nicht mehr zum Kernkapital einer Bank zählen. Das wird die UBS 10 Milliarden Franken kosten.

Jetzt gilt es ernst: Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) will die Kapitalregeln für Banken per Verordnung verschärfen, wie der «Sonntags-Blick» berichtet. So sollen aktivierte Investitionen in Informatik und Steueransprüche aus vergangenen Verlusten bei der Eigenmittelberechnung künftig vom Kernkapital abgezogen werden.

Die Idee dahinter: Heute zählen die Milliarden, welche Banken in die Informatik gesteckt haben, zum Kernkapital. Doch sollte eine Bank in Schwierigkeiten geraten, kann sie die Software nicht verkaufen. Sie kann damit also nicht Verluste ausgleichen. Entscheidend ist im Falle einer Krise bloss das verfügbare Kapital und nicht das gesamte. Das Gleiche gilt für Steueransprüche. Auch damit lassen sich keine Verluste decken.

Der «Sonntags-Blick» schreibt: «Die geplante Anpassung folgt damit der Logik internationaler Regulierung, die zunehmend zwischen buchhalterischem und tatsächlich verlustabsorbierendem Kapital unterscheidet. Der Bundesrat zieht damit eine Lehre aus dem CS-Grounding. Auf dem Papier sah die Credit Suisse gesund aus – einem Bank-Run konnte sie jedoch nicht standhalten.»

Mitte April will Karin Keller-Sutter mit ihrem Vorschlag in den Bundesrat. Laut «Sonntags-Blick» hat sie gute Aussichten, den Bundesrat zu überzeugen. Sie habe sämtliche Bundesräte auf ihrer Seite. Die Verordnungsänderung könnte schon auf den 1. Januar nächsten Jahres in Kraft treten. Allerdings sind Übergangsfristen vorgesehen.

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