Brisante Geschäfte mit Rohstoffen

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Red. /  TV-Tipp SRF 1: Wir kaufen uns die Welt – Das diskrete Geschäft der Schweizer Rohstoffhändler.

Zug und Genf gehören zu den wichtigsten Rohstoff-Handelsplätzen der Welt. Die Branche ist mächtig – und verschwiegen. Die Sendung «DOK», welche am Donnerstag Abend auf SRF 1 ausgestrahlt wurde, wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen des weltweiten Rohstoffhandels (siehe Link unten).
Laut Medien-Information von SRF zeigt der Film von Andreas Schaffner, wie Rohstoffhändler vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahre profitiert haben. Wie sie global operieren und neuerdings in Entwicklungsländern Minengesellschaften und Ländereien kaufen.
Am Beispiel Kolumbiens zeigt DOK, dass der steigende Hunger nach Rohstoffen – von Kohle, Erdöl, Metallen, bis zu Weizen oder Soja – auch Verlierer produziert. Viele Rohstoffe werden in Entwicklungsländern gefördert, in denen es kaum demokratische Kontrollen gibt, und Korruption zum Alltag gehört. Die Forderung nach mehr Transparenz im Geschäft mit den Rohstoffen steht deshalb weit oben auf der Traktandenliste der Politik.
Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren zur wichtigsten Drehscheibe im internationalen Rohstoffgeschäft entwickelt. Über den Kanton Genf läuft rund ein Drittel des weltweiten Rohöl-Handels. Bei Agrarrohstoffen ist es rund die Hälfte. Im Kanton Zug ist die Firma Glencore Xstrata angesiedelt, seit der Fusion im Mai 2013 das weltweit grösste Rohstoffunternehmen.
Im Exklusiv-Interview nimmt Ivan Glasenberg, CEO der Rohstoff-Firma Glencore Xstrata, Stellung gegenüber DOK. Er verteidigt den Rohstoffabbau in Entwicklungsländern und widerspricht Behauptungen, dass Glencore in diesen Ländern keine Steuern zahle. Glasenberg ist überzeugt: Glencore Xstrata habe nichts Unrechtes getan. Die Schweiz solle viel mehr stolz sein auf solche internationale Firmen.


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