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Russische Nationalfarben weiss-blau-rot © vepar5/Depositphotos

«NZZ»: «Russland verliert die Oberhand im Krieg»

Urs P. Gasche /  Westeuropa und die Schweiz rüsten gegen Russland auf. Doch dieses ist nicht einmal fähig, den Donbas einzunehmen.

Erklärtes Ziel Russlands ist es, im Osten der Ukraine die Donbas-Republiken zu besetzen, die es nach umstrittenen Volksabstimmungen und Parlamentsbeschluss in die russische Föderation annektiert hat. Dieses Ziel ist selbst nach mehr als vier Jahren Krieg nicht erreicht.

«Russland erleidet militärische, wirtschaftliche und politische Rückschläge», titelte die «NZZ» am 7. Mai. Russland verliere in der Ukraine die Oberhand.

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Redaktor Andreas Rüesch listete «die zunehmenden Schwächen Russlands» auf:

  1. Die geplante Frühjahrsoffensive ist ausgeblieben. […] Die Front hat sich in diesem Frühling kaum verschoben.
  2. Die Ukraine baut ihre Überlegenheit im Drohnenkrieg aus. Russland bleibt militärisch überlegen, was die personelle Stärke und seine Raketenarsenale anbelangt, Aber im wichtigen Bereich der Drohnentechnologie verteidigt die Ukraine ihren Vorsprung.
  3. Russland hat Mühe, seine hohen Verluste zu ersetzen. […] So legt der deutsche Ökonom Janis Kluge dar, dass die Entschädigungszahlungen an Hinterbliebene 2026 steiler nach oben weisen als früher und im ersten Quartal 2026 schätzungsweise 25’000 Todesfälle betrafen. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Schwerverletzten, die nicht mehr in den Kampf zurückkehren können.
  4. Aussenpolitisch läuft die Zeit gegen Russland, weil der Kreml mit jedem Jahr weitere Bundesgenossen verliert: Syrien, Armenien, Venezuela, nun auch Ungarn.
  5. In Russland beginnt es zu gären. Unbestreitbar wird es für Putin schwieriger, einen perspektivlosen Krieg weiterzuführen und zugleich die Eliten wie auch die breite Bevölkerung bei Laune zu halten.

Angesichts dieser Einschätzung sind die Prognosen nicht mehr nachvollziehbar, die «NZZ»-Redaktor Andreas Rüesch am 8. Juni 2024 verbreitet hatte, um ein massives Aufrüsten in Europa und der Schweiz zu begründen. Er warnte davor, dass der «gewalttätige Imperialismus» und die «genozidalen Absichten» Putins «an der Grenze der Ukraine nicht haltmachen» würden. Seine Propagandisten würden bereits diskutieren, «wer als Nächstes die Gnade der russischen Peitsche spüren soll – Polen, Litauen, Finnen, Moldauer, Kasachen». 


Geld für Rüstungsindustrie statt für Menschen

upg. Infosperber hat schon mehrmals thematisiert, dass das allgemeine Aufrüsten für einen konventionellen Krieg mehr Risiken bringe als Vorteile:


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Zum Infosperber-Dossier:

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Die Ukraine wird Opfer geopolitischer Interessen. Die Nato wollte näher an Russland. Seit dem 24.2.2022 führt Russland einen Angriffskrieg.

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6 Meinungen

  • am 9.05.2026 um 11:52 Uhr
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    Noch sind die Anzeichen nicht so eindeutig, dass Russland im Ukrainekrieg in Rücklage gerät. Die Anstrengungen Europas zur Verteidigung und Abschreckung aus eigener Kraft bleiben notwendig. Zumal nie mehr mit der Unterstützung der USA im bisherigen Umfang gerechnet werden darf. Erst dann, wenn Russland als Ergebnis des Scheiterns von Putins imperialer Aggression zu innerer Demokratisierung findet – der Wunsch vieler seiner eigenen Bürgerinnen und Bürger -, ist die Zeit reif für politische Öffnung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dann kann gegenseitig die Rüstungsspirale gestoppt oder gar in den Rückwärtsgang geschaltet werden.

    • am 10.05.2026 um 00:16 Uhr
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      Bei der Beurteilung der Überfallwahrscheinlichkeit Putins auf Westeuropa kann man zu unterschiedlichen Ergebnisse kommen, Ob man sie sie hoch ansetzen kann wie Sie es tun , bezweifele ich als zugegeben angreifbares Urteil, denn ich kann keine tiefer gehenden Tatsachen beisteuern. Aber das können Sie auch nicht. Jedenfalls kann man den deutschen Verteidigungsminister nicht schelten dafür, daß er angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine Maßnahmen ergreift für einen Eventuallfall. Das ist seines Amtes. Aber es ist meines Amtes als BürgerIn, mich ebenfalls zu positionieren. Ich tue es ,indem ich hoffe, daß möglichst viele junge Männer den Wehrdienst verweigern. Überhaupt nicht zustimmen kann ich Ihrem Demokratisierungsvorbehalt für eine Kooperation mit Rußland. Wohin dieses USA-Rezept führt, haben wir in Afghanistan, Libyen, Syrien, Irak,Iran gesehen: ins Chaos. Ganz im Gegenteil setze ich primär auf eine STABILE STRUKTUR des Staatsapparates der Russischen Föderation.

  • am 9.05.2026 um 18:22 Uhr
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    In der Ukraine kämpft die ganze NATO gegen Russland. Die Ukrainer werden für die Galerie verheizt, im Hintergrund kämpfen Briten, Franzosen, Deutsche und andere an der Zielfindung und Zielerfassung. Es ist richtig, dass diese Zusammenarbeit den Russen zunehmend Mühe macht und Putin unter Druck setzt. Er ist aber der richtigen Ansicht, dass EU und Russland einander gut ergänzen. Wenn die Benzinversorgung dann zusammenbricht, wird er den 2+4-Vertrag kündigen und Ostdeutschland über die Raffinerie Schwedt bevorzugt beliefern. Spätestens dann wird die Merz-Regierung verschwinden, und die Karten werden erst in Deutschland, dann in der ganzen EU neu gemischt.

  • am 9.05.2026 um 20:47 Uhr
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    Das ist bei jedem Krieg so: Der Feind muss immer der Böse oder der Dumme sein, etwas Anderes ist von vorne herein ausgeschlossen. Gar die Frage, ob er nicht vielleicht der Klügere, der Weitsichtigere usw. sein könnte, darf es nicht geben. Diejenigen, die noch ergebnisoffen denken können, müssten sich überlegen, ob Russlands Interessen sich nicht vielleicht verschoben haben, ob der Donbas vielleicht weniger wichtig geworden ist als….z.B. die Verbindungen mit Brics und seinen Ländern. Die Welt ist nicht mehr die von vor vier Jahren. Die Karten werden ständig neu gemischt, das gilt auch für Russland UND (!!!) die Ukraine. Die guten Spieler reagieren darauf, die schlechten merken es noch nicht einmal.

  • am 10.05.2026 um 11:04 Uhr
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    Unsäglich, was zu diesem Konflikt schon alles gesagt und geschrieben wurde. Zusammenfassend könnte man Epiktet zitieren, der mal gesagt haben soll: «Das Denken ist so unsäglich schwer, dass die meisten Menschen es vorziehen zu urteilen».
    Einmal ist die RF die grösste Gefahr für Europa und gleichzeitig nur eine Tankstelle mit einer Atombombe, wie Ex-EU-Aussenbeauftragter Borrell grossmäulig verkündete. Übrigens ist dieser Experte Bürger im blühenden Garten Europa und von Spanien mit der grössten Kinderarmut in Europa.
    Einmal ist Putin ein Angsthase der sich nicht getraut richtig Krieg zu führen und gleichzeit wieder ein Hitler, Wer Putin mit Hitler vergleicht, verharmlost die Shoa und macht sich wegen Antisemitismus strafbar. Das stört die Werte-Westen Politiker nicht.
    Einmal gehen den Russen die Munition, die Soldaten aus und sie kämpfen mit Waffen aus dem 2. Weltkrieg. Dafür werden jetzt in der BRD Autowerke in Waffenfabriken umgebaut und auf Pump den Krieg zu finanzieren und am Leb

  • am 10.05.2026 um 12:26 Uhr
    Permalink

    Zur Hauptzeile des Artikels: «NZZ»: «Russland verliert die Oberhand im Krieg» Eine Meinung: Möglich, dass die strategisch-intellektuellen Geopolit-Redaktoren der NZZ noch nich erkannt haben könnten. Dass möglicherweise der Kreml bewusst den Ukraine-Krieg mit einer Sparflammen-Strategie führt. Mit dem Resutat: Dass die Brics-Staaten sich gefunden haben mit vereinten Kräften sich von der wirtschaftlichen, militärischen und politischen Abhängigkeiten von USA und dem Anhängsel Europa befreien zu können. Der iranische Generalstab wird wohl das auch erkannt haben. Mit der Ukraine-Front und Hormuz-Sperrung ist Europa abgeriegelt. Es droht ein wirtschaftlicher Absturz, weil die Energie immer teurer wird und die Märkte in den Brics-Staaten, etc verloren gehen. Die Gefahr ist wohl, dass ein Hitzkopf in einem weissen Haus die Nerven verliert und zum grossen, kopflosen Angriff startet.
    Gunther Kropp, Basel

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