Kommentar

«Ohne Politiker sind Grossbanken besser unterwegs»

Urs P. Gasche © Peter Mosimann

upg /  Die NZZ am Sonntag hat mich heute überrascht: Sie prangert die «Staatsgarantie» an, die fast zwangsweise zum Debakel führe.

In einem Kommentar schreibt Wirtschaftsredaktorin Charlotte Jacquemart in der heutigen Ausgabe der NZZ am Sonntag:
«Das jüngst aufgedeckte Ausmass an Korruption, Vetternwirtschaft und Inkompetenz in der UBS ist erschreckend. Jahrelang haben Regierung, Parlament und Kommissionen sämtliche Warnungen in den Wind geschlagen. Mit ideologischen Scheuklappen wurde die Kritik aus der vermeintlich falschen Ecke, aus der SP, ignoriert.»
Und weiter im Text:
«Die UBS ist kein Einzelfall. Vielen Grossbanken wird die Staatsgarantie zum Verhängnis. Das Versprechen, dass der Staat Löcher in jedem Fall stopft, macht träge. Sie verleitet….dazu, es mit der Kontrolle nicht so genau zu nehmen.»

ANMERKUNG: Die NZZ am Sonntag hat nicht die Staatsgarantie der Grossbanken kritisiert (Too big to fail), sondern diejenige von öffentlich-rechtlichen Pensionskassen. Im obigen Text habe ich lediglich «staatliche Pensionskassen» durch «UBS» ersetzt, und «SVP» durch «SP». Diese abgeänderte Version schlage ich der NZZ zur Schonung ihres Redaktionsbudgets als Kommentar für den nächsten Sonntag vor. Am übernächsten Sonntag wäre der Kommentar mit «Versicherungskonzernen» noch einmal aufzulegen.


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