Der Brand von Crans-Montana: Die «NZZ» nennt FDP-Klüngel nicht
«Ein Brand zieht immer weitere Kreise»: So der Titel am 31. Januar über einer zweiseitigen Bilanz der Katastrophe von Crans-Montana. Matthias Sander, Westschweizer Korrespondent der «NZZ», kommt zum Schluss: «Die Katastrophe vor einem Monat wäre vermeidbar gewesen.»
Bereits die erste Medienkonferenz nach der Unfallnacht am 1. Januar um 10.15 Uhr sei «befremdlich» gewesen. Die Chefermittlerin, Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud, habe sich zwischen die höchsten Vertreter der Gemeinde und des Kantons gesetzt – «also zwischen Personen, gegen die sie potenziell ermitteln muss».
Der Walliser Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer schob die Verantwortung für die Brandschutzkontrollen schon am 3. Januar der Gemeinde zu, ohne die Oberaufsicht des Kantons zu erwähnen. Eine jährliche Kontrolle sei nur «empfohlen», behauptete er – eine Unwahrheit.
Gemeindepräsident Nicolas Féraud hatte nach dem Unfall verbreitet, die Bar «Constellation» sei alle ein bis zwei Jahre in Sachen Brandschutz kontrolliert worden – eine Unwahrheit.
Darüber und über viel mehr Ungereimtheiten hat die «NZZ» ausführlich informiert.
Was die «NZZ» am 31. Januar einmal mehr nicht erwähnte: Alle drei – Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud, Gemeindepräsident Nicolas Féraud und Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer – sind vom Volk oder vom Parlament gewählte Vertreter der FDP und treten für die Interessen dieser Partei ein.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









Ja, was könnte man nicht auch noch hinzufügen oder kritisieren. (Es müsste jeweils aufgezeigt werden, inwiefern ein Aspekt wie z.B. Parteizugehörigkeit relevant ist.) Ein noch nicht diskutierter Aspekt: Ich warte zum Beispiel darauf, dass Eltern eines Vierzehnjährigen die Barbetreiber anklagen, weil diese den Jugendlichen Minderjährigen in die Bar gelassen haben (sie selber sind ja nicht verantwortlich). Oder wäre es pietätslos, auf die in der Bar betroffene Klientel zu fokussieren und Fragen zu stellen ? Eine Bar voller Jugendlicher, wo mit Champagnerflaschen hantiert wird – ab 100 CHF / Flasche… Aber ohne diese Klientel gäbe es dieses Geschäft nicht.
Im Unterwallis sitzt der FDP-Filz noch viel tiefer, siehe «Walliser Zeitung» vom 15.1.2026: «FDP- und Couchepin-Seilschaften, Staatsanwaltschaft, Polizei, Anwälte und Justizrat im Fokus», Filz-Verdacht: Walliser Justizrats-Präsident kündigt an, bei Untersuchung zu Crans-Montana in den Ausstand zu treten.
Gegen die NZZ ist der FDP-Klüngel nicht auf die Barrikaden. Aber gegen ein anderes Medium: «Skandalös einseitig»: FDP-Filippo Leutenegger kritisiert SRF-Dok «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly»: «Klassenkampf-Reportage»: FDP Zürich fordert Löschung. SRF-Dok sei «extrem unausgewogen».
Der Mieterverband schreibt seit langem, dass Mieter in der Schweiz jedes Jahr 10 Milliarden zu viel zahlen. Angesichts Wohnungsnot und weiter explodierender Renditen finde ich einzig «skandalös, klassenkämpferisch, extrem unausgewogen» Spekulanten wie in FeuDalismusPartei.
29.1.2026 – In Chur hat der Hauseigentümerverband (HEV) die Rückweisung der SP-Initiative «Für mehr bezahlbaren Wohnraum» erreicht via Gemeinderat. Die Frist (Volksabstimmung) beträgt 18 Monate, in der städtischen Verfassung sei diese Frist klar festgehalten und es gebe, anders als auf kantonaler Stufe, auch keinen Spielraum. Die Rede war deshalb mehrfach von einem «verfassungswidrigen Entscheid».
Für Wenige statt für alle. FDP.