Das Spiel: Das Wissen magnetisch stapeln

Den Begriff Lernspiel verwende ich nicht so gern. Schliesslich lernt man mit jedem Spiel dazu. So fördert man die Konzentration, löst spielerisch Probleme, kombiniert sich durch die Aufgaben, verfolgt Strategien und schmiedet Pläne. Das alles ermöglicht ein Spiel oft ganz nebenbei, wenn man sich schon mitten in einer spannenden Aufgabenstellung befindet. Trägt ein Spiel das Label «Lernspiel», liegt meist eine etwas trockenere Spielmechanik dahinter. Dass das nicht so sein muss, beweist «Klick Klack Klug».
Erst muss man sich für eine Spielbox entscheiden. Es gibt eine Version mit Vorschulwissen und eine mit Grundschulwissen. Die magnetischen Steine findet man in beiden Packungen, die Aufgabenkarten unterscheiden sich aber im Schwierigkeitsgrad. Grundsätzlich kann man die Aufgaben alleine lösen. Mit einer Teamvariante lässt es sich auch gemeinsam knobeln. Die magnetischen Steine gibt es in den Farben gelb, rot, grün, blau, orange und pink. Man legt sie zu Beginn mit etwas Abstand auf den Tisch.
Sortieren und stapeln
Mit der Wahl einer ersten Aufgabenkarte geht es los. Meist muss man Dinge sortieren. Der Titel der Karte verrät die Spielrichtung: von klein nach gross oder von leicht nach schwer. Bei einer Aufgabe muss man beispielsweise Tiere nach ihrem Gewicht sortieren, beginnend mit dem leichtesten. Dazu sieht man Abbildungen der Tiere, die einen farbigen Rahmen besitzen. Die Spinne mit dem roten Rahmen ist das Fliegengewicht der Runde, also schnappt man sich den roten Magnetstein. Mit einem schnellen Klack folgt die Maus mit dem grünen Rahmen. Nach noch mehr Geklacker endet man beim blauen Elefanten.

Den fertigen Turm kontrolliert man sofort auf der Kartenrückseite. Dort sind die Farben am Kartenrand übereinander in der richtigen Reihenfolge gedruckt. Das Kontrollieren erledigt sich also mit einem schnellen Vergleich von Turm und Karte. Nimmt man den Turm wieder auseinander, kann es sofort mit der nächsten Aufgabenkarte weitergehen.
Auch miteinander spielbar
Zu zweit oder zu dritt reicht man den begonnen Magnetturm nach jeder Antwort der nächsten Person weiter. So bildet man den Turm gemeinsam und ist auf korrekte Antworten aller Mitspielenden angewiesen. Auch das funktioniert reibungslos. «Klick Klack Klug» ist eine perfekte Mischung aus einem spannenden Spielmechanismus mit den Magnetteilen und tollen Knobelaufgaben aus den Bereichen Mathematik, Deutsch und Sachwissen. Die Aufgabentypen variieren und sorgen für viel Abwechslung.
Einen Perfect Match findet man auch beim Autorenteam. Jürgen Heel hat den magnetischen Spielmechanismus geliefert, Anja Wrede steuert mit ihrem pädagogischen Hintergrund knackige Aufgaben bei. Das Grundspiel kann man problemlos mit neuen Aufgabenboxen thematisch erweitern. Und so erstaunt es nicht, dass schon nach kurzer Zeit neue Themen angekündigt sind. Das Rätseln geht weiter.
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Klick Klack Klug
Ein Lernspiel von Jürgen Heel und Anja Wrede
Illustrationen: Melanie Dahmen
Für 1 bis 4 Personen
Ab 5 oder 7 Jahren | je 5 Minuten
Verlag: moses. | ca. 21 Fr. / 20 Euro
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Patrick Jerg betreibt seit 15 Jahren die Webseite brettspielblog.ch und veröffentlicht regelmässig Spielkritiken über Brett- und Kartenspiele.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









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