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Ein Zudiener © ID222076102/Depositphotos

Tamedia: So fragt kein Journalist, sondern ein Zudiener

Urs P. Gasche /  Ein Ukraine-Waffenstillstand bedeute «unvermeidlich» Krieg in Europa, warnt ein «Kremlkenner». «Auch die Schweiz wäre betroffen.»

Nato-Korrespondent Dominique Eigenmann verbreitete das fast zweiseitige Interview mit Keir Giles in Tamedia-Zeitungen der halben Schweiz. Über zehn Zeitungsspalten prangte am 15. Oktober der riesige Titel: «Kommt es zum Waffenstillstand, wird es für Europa gefährlich». 

Nur dank der Ukraine würde Russland noch keine Ziele in Europa angreifen. Nach diesem Krieg sei «ein Konflikt unvermeidlich». Giles warnt: «Die Schweiz sollte nicht glauben, das sie sich von dem, was um sie herum passiert, abkapseln kann.»

Auf die Frage, wann Russland angreifen könnte, antwortete Giles: «Warum nicht morgen?» Es gehe nicht um Putin: «Die gesamte russische Elite und Dutzende von Millionen Menschen glauben, dass Russland über die Länder gebieten sollte, die einst zum Zarenreich oder zur Sowjetunion gehörten. Moskau wird unabhängig von Putin eine Bedrohung bleiben. Darin liegt die Wurzel des Konflikts, der unvermeidlich ist.»

Es stellt sich die Frage: Warum griff Russland Europa nicht schon an, bevor der Westen die Ukraine ab 2014 enorm aufrüstete und bevor Finnland und Schweden der Nato beitraten? Doch diese und viele andere interessante Fragen stellte Dominique Eigenmann nicht. 

Der Tamedia-Nato-Korrespondent stellte Keir Giles als «Kremlkenner» und «einer der weltbesten Kenner des russischen Militärs» vor, der für die Militärakademie der Nato ein Handbuch geschrieben habe und langjähriger Mitarbeiter des Chatham-House sei. Allerdings erfuhren die Leserinnen und Leser nicht, dass das Chatham-House unter anderen vom britischen Verteidigungsministerium, von der Nato und vom Rüstungshersteller Northrop Grumman unterstützt wird.

Zwei Sichtweisen

Nato, Rüstungskonzerne und deren Think-Tanks verbreiten die eine Sichtweise: «Putins Russland ist imperialistisch. Es wollte sich die Ukraine schon immer einverleiben. Als Nächstes sind die baltischen Staaten und Polen dran, falls Russland in der Ukraine gewinnt und die Krim und den Donbas behalten kann.» 

Über diese Sichtweise werden wir fast täglich informiert.

Die andere Sichtweise: «Die USA hatten Russland schon lange schwächen und von Westeuropa abkoppeln wollen. Mit diesem Ziel wollte sich die Nato an die Grenzen Russlands ausdehnen und dort Raketen stationieren. Seit dem russischen Angriff zieht es der Westen vor, Russland mit einem andauernden Krieg zu schwächen, statt eine neutrale Ukraine zu akzeptieren.» 

Die beiden gegensätzlichen Sichtweisen sind Teile des Informationskriegs und beeinflussen die Auswahl der Informationen, welche Regierungen und Medien verbreiten.

Experten gibt es für beide Sichtweisen. In den Tamedia-Zeitungen kommen überwiegend Experten der ersten Sichtweise zu Wort. Die journalistische Herangehensweise der Redaktion ähnelt derjenigen der Corona-Zeit. Die Auswahl der Gastautoren ist einseitig und aus der zweiten Sichtweise wird kaum informiert.

Ein Beispiel ist das zehnspaltige Interview des Nato-Korrespondenten mit dem «Kremlkenner» Keir Giles. Eigenmann nutzte die Gelegenheit nicht, diesen mit der zweiten Sichtweise zu konfrontieren, sondern stellte Fragen wie ein Zudiener. Beispiele:

«Warum?»

«Russland ist zudem zu einer erstklassigen Drohnenmacht geworden.»

«Was noch?»

«Wir haben noch nicht über die Atommacht gesprochen, die Moskau erfolgreich zur Einschüchterung einsetzt.»

«Wie gefährlich ist Wladimir Putins Russland für Europa?»

«Kann Europa sich verteidigen?»

«Wie kann Europa Russland von einem Angriff abschrecken?»

«Wir müssen nur stärker werden als Russland?»

«Wo und wie könnte Russland Europa angreifen?»

«Dass etwa Putin ‹grüne Männchen› über Estlands Grenzen ins russischsprachige Narwa schickt?»

«Fragt man Geheimdienste, wann Russland Europa angreifen könnte, hört man Antworten von ‹in den nächsten Monaten› bis ‹nicht vor 2029›. Was erwarten Sie?»

«Warum fällt es Europa so schwer, Russland als existenzielle Bedrohung zu verstehen?»

«Wie beunruhigt sollte ein kleines, reiches, neutrales Land wie die Schweiz sein?»

«Noch redet sich die Schweiz ein, nicht wirklich betroffen zu sein.»

Kritisches Fragen findet nicht statt. Es wird klar, dass die Tamedia-Zeitungen einseitig die Sichtweise der Nato, der Rüstungskonzerne und von deren Think-Tanks übernehmen. 


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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21 Meinungen

  • 18.10.2026 at 11:08
    Permalink

    Ein echtes Interesse an einem europäischen oder gar Weltkrieg können nur die westlichen Rüstungskonzerne und die von ihnen lobbyierten (d. h. korrumpierten) Politiker haben. Was sollte Russland bewegen, eine konventionell mehrfach überlegene Nato anzugreifen? Welche Ziele sollen damit verfolgt werden? Russland wäre außerstande, große Teile Europas als Besatzungsmacht zu verwalten. Und Menschen, Land und Ressourcen hat es reichlich selber. Die waren und sind höchstens für den Westen interessant, nicht umgekehrt. Selbst ein Atomkrieg wäre sinnlos, weil dann von Westeuropa nicht mehr viel übrig bliebe. Die größte Kriegsgefahr sehe ich im wirtschaftlichen und sozialen Niedergang der westlichen, «regelbasierten Ordnung». Je höher Staaten oder Gesellschaften verschuldet sind, desto größer ist ihre Kriegsbereitschaft. Staaten und Menschen, denen es gut geht, lösen keine Kriege aus, höchstens aus Habgier.

    • 19.10.2026 at 10:38
      Permalink

      «Je höher Staaten oder Gesellschaften verschuldet sind, desto größer ist ihre Kriegsbereitschaft.» Dieser unscheinbare Satz enthält eine schicksalhafte Botschaft. Einigen der kapitalistischen Länder des Westens wachsen ihre Schulden schon jetzt über den Kopf. Schon heute liegt für die USA die Zinslast aus bestehenden Schulden bei 1,36 Billionen Dollar, das ist mehr als das Doppelte des deutschen Bundeshaushalts. Und jedes Jahr satteln die USA nochmal Hunderte Milliarden Schulden obendrauf. Kein Mensch konnte mir je erklären, wie die USA ihre Staatschulden jemals zurückzahlen werden. Hitlerdeutschland war in den späten 1930er Jahren ähnlich überschuldet, als Abhilfe lockte ein siegreicher Krieg, weil ein Staatsbankrott für die Nazis natürlich nicht in Frage kam. Aber auch ein verlorener Krieg konnte offenbar helfen, denn danach wurden der Bunderepublik Deutschland erträgliche Bedingungen und Auflagen für die Tilgung der deutschen Auslandsschulden eingeräumt.

  • 18.10.2026 at 11:37
    Permalink

    Ja genau für solche Artikel lese ich täglich Infosperber. Das Chatham House nicht nur Regeln zu Konferenzen macht, sondern direkt von den Kriegsprofiteuren finanziert wird, war mir neu und ist in der Tat sehr wichtig.
    Es gibt zudem auch diverse Artikel in einschlägigen Politik- und Militärfachzeitschriften der USA, die nicht nur von eine Schwächung Russlands schreiben, sondern vielmehr von einer Aufspaltung Russlands wie 1991 die UdSSR, unter dem Argument, fast alles östlich Moskaus sei nicht ethnische Stammlanden der Russen und daher kolonisiert. Dass Teile diese Gebiete zu Russland kamen, weil die Mongolen Moskau eroberten und nicht umgekehrt, wird genauso verschwiegen, wie dass die russische Ausbreitung meist älter ist, als die Ausweitung der USA über viele der Staaten in Zentral und Westregionen der heutigen USA. Da geht es darum, aus Russland eine Vielzahl kleiner, schwacher Klientelstaaten mit viel Ressourcen zu machen.

  • 18.10.2026 at 11:56
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    Dieser «Kreml-Kenner» sollte mal in ein Geschichtsbuch schauen. In neuerer Zeit wurde Russland von Europa drei Mal angegriffen, von Napoleon, im ersten Weltkrieg und dann von Hitler. Allein dieses dritte Mal kostete mindestens 22 Millionen russischen Menschen das Leben. In Westeuropa und folglich auch bei uns hat man das gern vergessen. In Russland hingegen hat damals fast jede Familie Verwandte verloren, und die Leute verstehen sehr wohl, worum es in diesem Krieg geht.
    Im Geschichtsbuch könnte der «Kreml-Kenner» auch lesen, dass Kiew die Wiege des Zarenreiches war und Russland immer in der einen oder anderen Art zugewandt war.
    Man muss sich einfach fragen, wessen Interessen der Tages-Anzeiger vertritt, wenn er diesem britischen NATO-Propagandisten so viel Raum gewährt, obwohl die NATO sich vor der Auflösung befindet und nur dank Putins Zurückhaltung immer wieder einen Auftritt haben kann.

    • 19.10.2026 at 14:35
      Permalink

      Sie verweisen auf die Geschichtsbücher, vergessen aber den Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939. Im geheimen Zusatzprotokoll wird die Aufteilung Polens und des Baltikums zwischen Deutschland und der UdSSR geregelt. Der sowjetische Überfall auf Polen begann am 17. September 1939.

  • Heinrich Frei
    18.10.2026 at 17:16
    Permalink

    Ich finde es gut, dass Urs P. Gasche dieses Interview im Tages Anzeiger kritisiert. War Russland so stark, um Westeuropa, um einen NATO-Staat anzugreifen?
    Ohne die USA betrugen die Militärausgaben der NATO 2023 425 Milliarden USD, 3,9-mal so viel wie Russland, das 109 Milliarden für diesen Sektor vergeudete. Die NATO mit den USA verschlangen 2023 1341 Milliarden USD für ihre Militärapparate. Das war über 12-mal so viel wie Russland.
    Wirtschaftlich stand Russland 2025 weltweit an achter Stelle. Mit einem Bruttosozialprodukt von 2266,6 Milliarden USD, Frankreich: 2979 Mrd. USD, Italien 2258 Mrd. USD, USA 27’229,8 Mrd. USD.
    Ich schliesse mich der Sichtweise an: «Die USA hatten Russland schon lange schwächen und von Westeuropa abkoppeln wollen. Mit diesem Ziel wollte sich die Nato an die Grenzen Russlands ausdehnen und dort Raketen stationieren. Seit dem russischen Angriff zieht es der Westen vor, Russland mit einem andauernden Krieg zu schwächen, statt eine neutrale Ukraine zu akzeptieren.»

    • 19.10.2026 at 13:25
      Permalink

      Guten Tag
      Ich habe eine Frage zu Ihren Meinungen
      «Seit dem russischen Angriff zieht es der Westen vor, Russland mit einem andauernden Krieg zu schwächen, statt eine neutrale Ukraine zu akzeptieren.» Diesen Satz kann ich nicht wirklich im ganzen Kontext verstehen. Vor allem auch nicht wie das gehen soll ohne gegenseitigem Verständnis zwischen Russland und der Ukraine.
      Kann mir das bitte jemand erklären
      Besten Dank
      Alessandra

      • 20.10.2026 at 10:59
        Permalink

        Dieses gegenseitige Verständnis bestand bis zum Maidan-Putsch von 2014. Der damalige ukrainische Präsident Janukowytsch verweigerte seine Unterschrift unter das von der EU unterbreitete Assoziierungsabkommen, weil es die Kappung aller wirtschaftlichen Beziehungen der Ukraine zu Russland vorsah. Janukowytsch wollte jedoch gutnachbarschaftliche Beziehungen zu Russland aufrecht erhalten, zumal Russland keine kategorischen Einwände gegen einen EU-Beitritt der Ukraine hatte, allerdings nur solange er nicht mit einer Eingliederung der Ukraine in militärische Strukturen des Westens verbunden war. Das Assoziierungsabkommen sah jedoch genau dies vor, und deshalb lehnte Janukowytsch es erst einmal ab und wollte über einige Punkte neu verhandeln. Es durfte in seinen Augen kein Anti-Russland-Abkommen sein.

      • 20.10.2026 at 12:16
        Permalink

        Hallo Alessandra, mein Kenntnisstand:
        Die Ukrainische SSR wird aus der Sowjetunion mit dem Versprechen entlassen, NEUTRAL zu bleiben. Bill Clinton beginnt 1999 mit der NATO-Osterweiterung, trotz Zusage bei den 2+4 Gesprächen zur Deutschen Wiedervereinigung 1990, die NATO „not one Inch“ nach Osten auszuweiten.
        2007 erinnert Putin auf der 43. Münchner Sicherheitskonferenz den Westen ans Versprechen, die NATO nicht nach Osten auszuweiten. Die Ukraine u. Georgien bezeichnet er als ROTE LINIE für die NATO. 2008 lehnen Bundeskanzlerin Merkel u. der französische Präsident Sarkozy auf dem NATO-Gipfel in Bukarest die geplante Aufnahme der Ukraine u. Georgiens in die NATO ab. Merkel spricht davon, eine Aufnahme dieser Länder in die Nato käme für Putin einer Kriegserklärung an Russland gleich. Merkel weist darauf hin, die Mehrheit der Ukrainer wolle gar nicht in die NATO.
        Erst mit dem rechtswidrigen Putsch 2014 beschließt das an die Macht gekommene Regime in Kiew, NATO-Mitglied zu werden…

      • 20.10.2026 at 17:18
        Permalink

        @Alessandra – Ukraine erklärte sich selbst als neutral (anfangs 90er-Jahre), tat dann leider ins Gegenteil. Die restliche Ostausdehnung der NATO (Oberbefehl USA, die einen Atomkrieg für gewinnbar erklären und als einziges Land der Welt Atom-Angriffs-Doktrin haben) wäre bereits schlimm genug für Russland (vergleiche USA-Monroe-Doktrin), das 2021 und vorher bereits um Sicherheitsgarantien für Russland «flehte». Der «Ukraine» an USA grenzend, nämlich Kuba, nützt nicht mal Neutralität, es wird trotzdem von USA «erdrosselt» [TAZ]. US-Friedensrat: «Erfolg der NATO bei ihren Bemühungen, bis zur ukrainisch-russischen Grenze vorzudringen, würde höllische Welt schaffen und Möglichkeit eines Atomkriegs nach sich ziehen.» Präsident Wladimir Putin umschrieb dies mit den Worten, man «spüre das Messer am Hals». [Quelle: Sozialistische Wochenzeitung «UZ – Unsere Zeit»: «Die Überlebenden werden die Toten beneiden»]

  • 18.10.2026 at 19:52
    Permalink

    Urs Gasche weiss, was Aufkärung ist: ein top Artikel! Das ist echter Journalismus.

  • 19.10.2026 at 00:01
    Permalink

    «Die gesamte russische Elite und Dutzende von Millionen Menschen glauben, dass Russland über die Länder gebieten sollte, die einst zum Zarenreich oder zur Sowjetunion gehörten.» Lustiges Argument zur Gefahr für EUROPA. Russland soll Alaska zurück wollen? Zar Alexander II. wird sich im Grab drehen… *zwinkersmiley*

    • 19.10.2026 at 17:10
      Permalink

      Der Titel des Textes – ist an sich schon schwer zu verdauen –
      zynisch und schrecklich – aber zum Glück existieren auch Analysen, die nicht in das ewige gleiche Horn blasen. Vertrauen in die TaMedien ist seit corona im
      Keller.

  • 19.10.2026 at 09:14
    Permalink

    Putin und Lawrow haben seit 2022 wiederholt öffentlich erklärt, dass Russland kein Interesse daran habe, Europa oder NATO-Staaten anzugreifen. In meiner bisherigen Recherche finden sich mindestens 14 dokumentierte öffentliche Anlässe, bei denen sie entsprechende Aussagen gemacht haben.
    Lawrow erklärte am 27. September 2025 vor der UN-Generalversammlung ausdrücklich, Russland habe nicht die Absicht, NATO- oder EU-Mitgliedstaaten anzugreifen.
    Die entscheidende Frage ist doch: Warum nimmt die EU die wiederholten Erklärungen Putins und Lawrows, Russland habe kein Interesse daran, Europa oder NATO-Staaten anzugreifen, nicht stärker ernst?

    • 19.10.2026 at 20:35
      Permalink

      Warum nimmt die EU die Erklärunge Putins und Lawrows nicht ernst?
      Vielleicht weil beispielsweise Dmitri Medwedew europäischen Ländern mit einem Atomschlag droht…
      Vielleicht weil Putin vor der Invasion der Ukraine gesagt hatte, Russland werde nicht einmarschieren…

      Dann sind da noch die grünen Männchen, Skripal, der Tiergartenmörder…

      Da müsste die EU ja schon fast naiv sein, Putin und Lawrow zu glauben.

      • 20.10.2026 at 11:32
        Permalink

        Das Traurige ist, dass man Lavrov und Putin eher vertrauen kann als vielen westlichen Politikern. Bei Putin und Lavrov darf man davon ausgehen, dass sie egoistisch, interessens- und machtgeleitet und logisch entscheiden. Die Logik kann ich weder bei Merz, Macron geschweige denn bei Trump sehen.

        Aber das ist gar nicht der entscheidende Punkt. Ihre Argumentation hilft Ihnen, dass Sie die schwierige Diskussion verweigern können, denn der andere ist ja böse und nicht vertrauenswürdig. Wenn Staaten (bzw. deren Repräsentanten) nicht mehr reden miteinander, führt das aber nicht zu optimalen Resultaten, im Gegenteil.

  • 19.10.2026 at 18:23
    Permalink

    Es kommt das moralische Argument hinzu. Jeder Krieg ist unmoralisch, aber kein Krieg ist unmoralischer als ein Stellvertreterkrieg, in welchem man ein fremdes Land für die eigenen Interessen kämpfen lässt. Genau das machen oder machten die USA zusammen mit einer willfährigen ukrainischen Regierung. Demnächst wird vom Journalisten Aaron Maté ein Buch erscheinen, dessen Titel treffender nicht sein könnte: „Their Blood, Our Bullets”.

  • 19.10.2026 at 19:21
    Permalink

    Gibt es einen vernünftigen Grund, warum Russland Europa angreifen sollte? Die Russen können eigentlich entspannt zusehen, wie sich die europäischen Staaten selbst zerlegen ….. Es wird wohl in absehbarer Zeit eher ein Kampf der unfähigen europäischen Regierungen gegen ihre Bürger geben. In Frankreich und Italien ist es bereits soweit…
    Aber das gefährliche daran ist, dass alle diese Regierungen keine Verantwortung für ihr politisches, diplomatisches Versagen übernehmen und davon ablenken, indem sie ihre Bürger in der Angst vor einem großen, gefährlichen Gegner zu vereinen suchen.

  • 20.10.2026 at 13:16
    Permalink

    Die SRG und die NZZ ticken auch wie die TA-Medien. Zum Glück gibt es noch den Infosperber, ChatGPT, YouTube und Instagram, wo ich mir jeweils die Einschätzung von Mearsheimer und Co. zu Gemüte führen lassen kann.

    • 21.10.2026 at 01:30
      Permalink

      @Joel Christen – Sie vergassen Globalbridge von Dr. Christian Müller (kommt für mich vor Infosperber).

  • 21.10.2026 at 04:23
    Permalink

    Ich empfehle den Medien Navigator von Swiss Policy Research.
    Er zeigt die Positionen deutlich. Tamedien sind alle voll auf NATO Linie.

    Schaut man sich die Besitzverhältnisse etwas genauer an wird auch rasch klar warum.
    Es findet eine unglaublich beschleunigte Gleichschaltung statt. Begonnen bereits vor C. Was als Katalysator und Beschleuniger gewirkt hat. Zu sehen ist dies deutlich in den Medien, aber auch in der Politik wobei hier nicht ganz klar ist, wer wen beeinflusst aber schlussendlich stehen wohl sehr grosse und mächtige Lobbys hinter beidem und dann wird sich gegenseitig die Klinke in die Hand gedrückt. Die Drehtüren drehen immer schneller und niemand macht etwas dagegen oder will warhaben, dass dies ein Problem ist. Weil es zu viele Nutzniesser und zu wenige Integre Persönlichkeiten mit einem echten Moralanspruch gibt. Wecke die Gier in einem Menschen und du hast ihn in der Hand!

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