Das Spiel: Sämtliche Landschaften kombinieren

Das Kartenspiel «Confusing Lands» ist ein perfektes Reisespiel. Es benötigt mit seinen 18 Karten wenig Platz, spielen kann man es nur solo oder zu zweit. Zudem beträgt die Spielzeit knappe 15 Minuten, was jederzeit zu einem kurzen Intermezzo einlädt. Die Landschaftskarten sind doppelseitig bedruckt mit sechs Feldern aus einer zufälligen Kombination: Wald, Gebirge, Kristall, Wiese, Dorf, Tiere oder Fluss. Auf einer Seite der Karte findet man ein Wertungsziel, das sich ausnahmsweise über zwei Felder erstreckt.
Erst mischt man den ganzen Kartenstapel gut durch und legt eine erste Karte mit der Wertung offen auf den Tisch. Im 2-Personen-Spiel ist es die gemeinsame Wertung, die für alle gilt. Danach erhalten beide Personen zwei Karten in die Hand. Der Spielmechanismus bleibt immer gleich. Eine der Karten legt man vor sich aus und bildet eine eigene Landschaft, die zweite Karte reicht man weiter. Das Gegenüber muss die Karte in seine Landschaft einbauen.
Wertung oder Landschaft?
Beim Legen der Karten gibt es gewisse Regeln. Eine neue Karte muss mindestens ein Landschaftsfeld einer bereits ausliegenden Karte abdecken. So erweitert sich die eigene Landschaft ohne grosse Lücken. Bei der Wahl der Kartenseite ist man frei, auch drehen darf man eine Karte beliebig. Der Clou des Spiels ist es aber, dass man eigene, neue Wertungen auf den Tisch bringen kann. Liegt ein Wertungsziel offen aus, gilt es ab sofort. Die persönliche Landschaftsentwicklung wird sich daran ausrichten.

Die Ziele sind das Salz in der Suppe. Mal muss man einen möglichst langen Fluss bilden, mal gewisse Symbole sammeln. Oder man hält exakte Abstände zwischen zwei Landschaftsteilen ein. Für erfüllte Ziele erhält man am Ende Punkte. Mit einem früh gelegten Ziel fällt die Gestaltung natürlich leichter, als wenn man sich erst spät für ein Ziel entscheidet.
Nicht übermütig werden
Runde für Runde wählt man eine Karte selber aus und erhält eine Karte zugeteilt. Das geht ziemlich flott. Nach sieben Runden sind die Landschaften fertig und es geht ans Auswerten. Für das gemeinsame Ziel und die eigenen Ziele notiert man sich die Punkte. Zu gierig darf man die Landschaftsgestaltung allerdings nicht angehen. Denn für jedes Wertungsziel in der eigenen Landschaft muss man am Ende noch zehn Punkte abziehen.
«Confusing Lands» überzeugt durch seine Einfachheit, die sich auch in der Gestaltung wiederfindet. Es ist eine Knobelaufgabe mit wechselnden Zielen in jeder neuen Partie. Ohne die Regeln zu verändern, kann man auch solo auf Punktejagd gehen. Zu zweit macht das im direkten Vergleich aber noch ein wenig mehr Spass.
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Confusing Lands
Ein Legespiel von Zak Eidsvoog
Illustrationen: Zak Eidsvoog
Für 1 bis 2 Personen
Ab 10 Jahren | 10 Minuten
Verlag: Board Game Circus | ca. 18 Fr. / 15 Euro
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Patrick Jerg betreibt seit 15 Jahren die Webseite brettspielblog.ch und veröffentlicht regelmässig Spielkritiken über Brett- und Kartenspiele.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








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