Google-Multimilliardäre machen den Kotau vor Präsident Trump
Es dauerte nur zwei Tage: Präsident Donald Trump hatte im Zuge des Handelsstreits mit Kanada die US-Behörden angewiesen, den Lake Ontario als «Lake America» zu bezeichnen, und schon spurte der Google-Konzern.
Ausserhalb der USA behält Google Maps den Namen Lake Ontario bei:

Google wird von den Multmilliardären Larry Page und Sergey Brin kontrolliert. Sie besitzen zwar beide nur noch rund zehn Prozent der Aktien des Mutterkonzerns Alphabet. Doch ihre «Class-B-Aktien» haben ein Mehrfach-Stimmrecht, sodass sie über die Stimmenmehrheit verfügen. Sergey Brin (Vermögen laut Forbes: 261 Milliarden Dollar) ist ein grosser Trump-Unterstützer. Die Unterstützung von Larry Page (Vermögen laut Forbes: 283 Milliarden Dollar) ist diskreter.
Kanadas Premierminister Mark Carney lehnte die Umbenennung sofort ab und erklärte, der Name «Ontario» stamme aus der indigenen Wendat-Sprache und sei älter als die Staaten Kanada und USA. Ontarios Premier Doug Ford reagierte mit Spott: «Er heisst Lake Ontario für Kanadier und den Rest der Welt, jetzt und für immer». Am 29. August liess er ein riesiges, zweistöckiges Schild an der Küste bei Grimsby (Ontario) nahe der US-Grenze aufstellen: «Lake Ontario. Now and Always».
Mehrere demokratische Gouverneure der Anrainerstaaten der Grossen Seen haben sich distanziert. Kathy Hochul, Gouverneurin des US-Bundesstaats New York, erklärte knapp: «New York won’t be calling it that.» Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer verwies auf die Eselsbrücke H-O-M-E-S (Huron, Ontario, Michigan, Erie, Superior), mit der US-Schulkinder die Namen der Grossen Seen lernen. Wisconsins Gouverneur Tony Evers machte sich mit einem Video lustig, in dem er auf einer Restaurant-Serviette «Lake Michigan» in «Lake Wisconsin» umbenennt.

Bereits gibt es eine Online-Petition,
die Bürgerinnen und Bürger unterschreiben können:
«Kein Kuhhandel mit den Namen unserer Grossen Seen».
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
_____________________
➔ Solche Artikel sind nur dank Ihren SPENDEN möglich. Spenden an unsere Stiftung können Sie bei den Steuern abziehen.
Mit Twint oder Bank-App auch gleich hier:
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Ihre Meinung
Lade Eingabefeld...