Pestizide zerstören die Zeugungskraft der Männer
«SVP und Bauernverband kastrieren ihre eigenen Söhne», war die provozierende Aussage des Arztes und Neurologen Lukas Fierz anfangs Oktober 2025. Tatsächlich ist die Zahl der Spermien bei jungen Männern vor allem in Industriestaaten in den letzten fünfzig Jahren auf etwa die Hälfte zurückgegangen – auch in der Schweiz.
Die Auswirkungen seien funktionell mit dem Entfernen eines Hodens vergleichbar, schrieb Lukas Fierz in seinem Buch «Testosteronkollaps – Ursachen, Folgen, Schutz». Gleichzeitig schwinde auch der Testosteronspiegel junger Männer und noch mehr der älteren – mit erheblichen Folgen.
Eine Studie an Schweizer Rekruten, welche die Fachzeitschrift «Human Reproduction» bereits im Jahr 2021 veröffentlichte – kurz vor der Abstimmung über die Pestizid- und Trinkwasserinitiativen –, fand den deutlichsten Zusammenhang mit schlechter Spermienqualität bei Bauernsöhnen, deren Mütter während der Schwangerschaft Pestiziden ausgesetzt waren. Ebenfalls besonders betroffen waren Söhne von Kosmetikerinnen und Coiffeusen, die beruflich ebenfalls hormonaktiven Schadstoffen ausgesetzt sind.
Unterdessen hat eine neue Studie in der Fachzeitschrift «Human reproduction» bestätigt, dass Pestizide, insbesondere Insektizide, den Spermien schaden: «In dieser landesweiten Studie an jungen Männern in der Schweiz identifizierten wir eine signifikante räumliche Abhängigkeit für alle untersuchten Spermienqualitätsparameter.» Vergleichsweise niedrige Samenwerte habe die Studie «in einem überwiegenden ländlichen und landwirtschaftlichen Gebiet» gefunden.
Eine frühere, in der Fachzeitschrift Jama publizierte Studie hätte gezeigt, dass in China «insbesondere Insektizide», aber auch andere Pestizide die Spermienqualität beeinträchtigen.
Fazit der Autoren der neusten Studie: «Weitere Studien sowie unsere Ergebnisse stützen den potenziellen Umwelteinfluss landwirtschaftlicher Flächen auf die Spermienqualität.» Insektizide, die häufig im Feldanbau eingesetzt werden, insbesondere Organophosphate, würden mit einer geringeren Spermienzahl, Mobilität und Morphologie und insbesondere mit einer verringerten Spermienkonzentration in Verbindung gebracht.
Einige Pestizide enthalten PFAS und setzen diese in Äcker und Umwelt frei.
Auch hormonaktive Weichmacher
Neben den hormonaktiven Pestiziden sind die anderen Hauptübeltäter die hormonaktiven Weichmacher (Phthalate), die aus Plastikverpackungen sowie Plastikfolien, in denen Käse, Fleisch, Milch oder Rahm länger verpackt sind, in Lebensmittel und Getränke gelangen.
Fierz spricht von einer «unfreiwilligen Kastration», was «eine schwere Körperverletzung» darstelle – auch wenn sie unvollständig, chemisch oder fahrlässig geschehe. Schwere Körperverletzung sei ein Offizialdelikt, weshalb die Justiz sogar von Amtes wegen (ohne eine Anzeige) einschreiten müsste.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.










Interessanter Artikel!
Was hier allerdings nicht erwähnt wird, sind Auswirkungen durch Handystrahlung.
Gemäss Schweizerischem Tropen- und Public-Health-Institut haben Männer, die sehr häufig (mehr als 20-mal täglich) ihr Handy nutzen, eine geringere Spermienkonzentration.
Andere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Handystrahlung in der Hosentasche, aber auch WLAN-Strahlung, die Lebensfähigkeit der Spermien negativ beeinflussen.
Danke, Herr Gasche. Bereits 1.10.2025 titelten Sie:
«SVP und Bauernverband kastrieren ihre eigenen Söhne»
Gipfel-Zeitung 13.5.2026:
Eindrückliches Foto (zwei Herren in einem fernen Land stehen urwüchsig im Feld und verteilen je eine Spray-«Giesskanne» über das Grün zu Ihren Füssen), Text darunter:
Wir sind die einzige Spezies,
die ihr Essen mit Gift besprüht,
damit andere Tiere es nicht fressen,
und essen es dann selbst.
PS:
Das Trinkwasser kann so nur immer noch schlechter werden in der Schweiz.
TFA und Reifenabrieb im Regenwasser obendrein.
Vorschlag:
Geo.de berichtet: «Bio-Königreich Bhutan» Mit einem staatlichen Bio-Programm setzt die Himalaya-Monarchie auf 100 Prozent ökologischen Landbau.