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Formvollendet, nicht ganz billig, aber umweltfreundlich – wie es heisst. Die Realität ist eine andere: ein Tesla in der Werbung. © Tesla Werbung

Der weltbeste Motorenbauer dämpft die Elektroauto-Euphorie

Niklaus Ramseyer /  Mario Illien zeigt auf: Elektroantrieb ist eher eine elitäre Sackgasse als die Lösung für die exorbitante menschliche Mobilität.

«Steckdose schlägt Zapfsäule!» So jubelten Fernseh-Moderatoren kürzlich in den SRF-Nachrichten. Konkret würden nun erstmals mehr elektrisch angetriebene Autos verkauft als Diesel-PWs, berichteten auch andere Medien. Das sei eine sehr gute Nachricht für die Umwelt. Was sicher stimmt, wenn man nur die Abgas- und CO2-Belastung betrachtet – und dies auch nur beim Vergleich der Diesel- und Elektro-Autos. Und es ist ein Minderheitenproblem:  Im Juni waren bloss gut 14 Prozent der neu verkauften Wagen in der Schweiz «vollelektrifiziert» – und damit im Betrieb abgasfrei.

Elektroautos: «Eine Katastrophe für die Umwelt»

In den Medien herrscht weitgehend Konsens: Die Zukunft gehört der Elektromobilität. Strom sei «die historische Chance für einen umweltfreundlich motorisierten Individualverkehr», heisst es. 

Mario Illien

Wenig Verständnis für derlei Euphorie hat ein Mann, der sich mit Mobilität und Antriebssystemen auskennt wie weltweit kaum ein zweiter: Wenn man die gesamte Umweltbelastung (bei der CO2 und Abgase nur einen Teil ausmachen) genau berechne, sei etwa das bekannte Elektroauto der US-Marke «Tesla» ökologisch glattweg «eine Katastrophe», sagt der Bündner Ingenieur Mario Illien. Er stellt fest: «Elektroautos sind keine Lösung für das globale Klima.» 

Denn: «Die ganze Effizienz eines Systems ist wichtig, und nicht nur ein Teilgebiet, um das Image zu pflegen und das Gewissen zu beruhigen.» Und noch in den oft betonten «Teilgebieten» sieht es für das Elektroauto vergleichsweise eher schlecht aus: Ingenieur Illien rechnet vor, dass von jener Energie, die zum Laden ihrer Batterien in Elektrizitätswerke einfliesst, die Stromer letztlich gerade mal noch 11 Prozent als Schub über ihre Antriebsräder auf die Strasse bringen. Der viel geschmähte Diesel ist mit über 20 Prozent schon doppelt so effizient. Die Triebwerke der effizientesten Benzinverbrenner bringen es auf 50 Prozent Wirkungsgrad. Es sind die Formel-1-Motoren, bei denen Effizienz über Sieg oder Niederlage im Rennen entscheidet.

Ein Leben für Effizienz und Wirkungsgrad der Autotriebwerke

Im Auto-Rennsport geht es knallhart darum, dass ein möglichst leichter Motor mit möglichst wenig Treibstoff ein Maximum an Leistung auf die Rennstrecke bringt. Der heute bald 72-jährige Illien hat sich sein Leben lang mit dieser Thematik befasst – und seine Erkenntnisse laufend als Konstrukteur in den weltbesten Hochleistungsmotoren umgesetzt. Aktuell gerade für den F-1-Rennstall «Redbull»: Wenn dessen Boliden mit ihren Honda-Motoren nun plötzlich den zuvor führenden Mercedes-Wagen um die Ohren und davonfahren, so hat dieser Erfolg einen Namen: Mario Illien.

Der zurückhaltende und eher bescheidene Bündner hat nach einer Maschinenzeichner-Lehre bei Ems Chemie an der Ingenieurschule Biel Maschinenbau studiert. Schon in jungen Jahren baute er für Simca hocheffiziente und erfolgreiche Rennmotoren. Mit seiner Firma Ilmor (Illien-Morgan) half er schliesslich von Brixworth in Grossbritannien aus den Erfolg von Mercedes in der Formel-1 mitzubegründen – bis hin zum Weltmeistertitel. Heute betreibt der Ehrendoktor der Universität Leeds unter dem Namen «Ilmor Engineering» noch eine kleine Forschungs- und Entwicklungsfirma für Motoren. Aktuell hat er einen neuartigen, äusserst sparsamen Fünftakt-Motor in Erprobung. Den weltgrössten Motorenbauern steht er nebenbei als Berater und Problemlöser zur Verfügung. Jetzt eben gerade für die Optimierung des Turboladers bei den Honda-Triebwerken im Formel-1-Rennstall «Redbull». 

E-Mobilität höchstens für die Nische Stadtverkehr

Dabei ist  Illien es gewohnt, Detailprobleme ganzheitlich und umfassend anzugehen. So auch bei den Elektro-Autos. Für ihn ist klar, dass Elektrofahrzeuge «höchstens im Stadtverkehr eine gewisse Berechtigung» haben. In einer Nische also, in der vorab gutbetuchte Eliten mit ihren Teslas ihr schlechtes Gewissen (ihres grossen ökologischen Fussabdrucks wegen) beruhigen können. Dabei ist der «hundsmiserable» (Illien) Wirkungsgrad der E-Triebwerke noch das kleinere Problem: «Katastrophal» wird die Ökobilanz der Stromer erst recht bei deren Produktion und speziell wegen ihrer zentnerschweren Batterien. 

Die NZZ hat am 17. Juli (S. 57) vorgerechnet, was es schon nur zum Bau der Batterie eines einzigen Tesla braucht: 85 kg Kupfer, 56 kg Nickel, 7 kg Kobalt und 6,6 kg Mangan. Das Blatt rechnet vor: Um die Diesel- und Benzinfahrzeuge schon nur in der Schweiz durch Elektroautos zu ersetzen, «würden 40’000 Tonnen Kobalt benötigt – ein Drittel der jährlichen Weltproduktion». Untertitel des Artikels: «Elektroautos haben eine Schwachstelle: Batterien aus Rohstoffen, die weltweit knapp werden.»

Noch nicht mal 1 Prozent E-Autos – und schon werden Rohstoffe knapp

«Jetzt schon knapp werden», müsste es wohl heissen. Denn mit bloss 10 Millionen E-Autos auf insgesamt 1,4 Milliarden Fahrzeuge ist weltweit unter 140 Motorfahrzeugen nur gerade mal ein einziges ein Stromer. Das sind lächerliche 0,7 Prozent. Derlei ernüchternde Fakten zieht Illien bei seinen Effizienz-Berechnungen in Betracht. Er sagt: Die anderen gut 99 Prozent – also weit über eine Milliarde Autos mit meist noch gut laufenden Explosionsmotoren – lange vor ihrer maximalen Lebensdauer staatlich gefördert durch Elektrowagen zu ersetzen, wäre eine gigantische Verschwendung. Und die Batterieproduktion dafür wäre ökologisch nie tragbar. Denn: «Unsere Ressourcen sind begrenzt und wir sollten ein Interesse daran haben, sparsam und vernünftig damit umzugehen.»

Raubbau, Verschmutzung, Zerstörung von Landschaft, Umwelt und Leben

Batterieautos, die mit 1000 oder noch mehr PS einen einzigen Menschen in knapp 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, haben mit solcher Vernunft sicher nichts zu tun. Doch es gibt diese Stromer schon. Mit übelsten Folgen für die Umwelt: «Raubbau, Verschmutzung und die Zerstörung von Landschaften und Leben sollten uns im Zusammenhang mit der Elektromobilität beschäftigen», fordert Motorenbauer Illien. Konkret stellt er fest: «Lithium wird mit Wasser aus dem Gestein herausgespült. Es gibt Vorkommen in Argentinien, Bolivien, Chile oder Peru, also in ziemlich trockenen Gegenden, wo es ohnehin nicht viel Wasser hat. Und nun wird der lokalen Bevölkerung auch noch das Grundwasser für diesen Prozess entzogen. Da wird keine Rücksicht genommen, ganze Täler werden auf den Kopf gestellt.» Und die Batterieentsorgung stellt am anderen Ende der Kette ein weiteres, weitgehend ungelöstes Problem dar: Schon nur von den modischen E-Bikes (im Volksmund böse, aber treffend «Viagra-Velo» genannt) bescherten allein in der Schweiz letztes Jahr 44 Tonnen Altbatterien, die irgendwo entsorgt werden müssen.

Subventionen für die Eliten – Strafsteuer für die Schwächsten.

Angesichts dieser Fakten ist klar: E-Autos können ganzheitlich betrachtet keine Lösung sein für die enormen Probleme, die der überbordende menschliche Individualverkehr inzwischen schafft. E-Mobilität ist höchstens eine partikulare Scheinlösung für begüterte Führungskräfte weltweit. Und die politischen Eliten subventionieren ihnen (und damit sich selber) diese trendige Scheinlösung massiv mit Steuergeldern (siehe Kasten unten). 

Gleichzeitig sollen als «marktwirtschaftliche Lenkung» Heizöl und Treibstoff für die gesamte Bevölkerung verteuert werden. Dies ist gleich nochmals Politik der (urbanen) Eliten für die Eliten (die das in ihren dicken Brieftaschen kaum spüren), während die Ärmsten auf dem Land mit ihren kleinen Dieselfahrzeugen die Zeche zahlen müssen. Doch marktwirtschaftlich-freisinnig orientierte Lifestyle-Linke und -Grüne meinen auch hierzulande, mit der Verteuerung der Verbrenner-Treibstoffe sei der Umwelt geholfen. Dabei ist dies nicht nur asozial, sondern auch ökologisch unsinnig. Der Fachmann Illien hält klar fest: «Das Vernünftigste ist immer noch ein Dieselauto.» Das gilt insbesondere für Kleinwagen mit Kat, wenn man sie möglichst lange fährt und immer wieder repariert.  

In diesem Punkt der Problematik ist sich der weltberühmte Schweizer Motorenbauer mit der bekannten deutschen Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht erstaunlich einig: In ihrem neuen Buch «Die Selbstgerechten» (bei Campus, Frankfurt) schreibt sie im Kapitel «Ehrliche Umweltpolitik, statt Preiserhöhungen und Lifestyle-Debatten», die betroffenen kleinen Leute durchschauten die abgehobene «Umwelt-Politik» sehr wohl: «Es entgeht ihnen nicht, dass die hochtrabende Weltrettungs-Rhetorik am Ende darauf hinaus läuft, dass ihre Heizung, ihr Strom, ihr Sprit, ihr Essen und ihre Urlaube teurer werden sollen.» Und wenn sie dazu überhaupt je etwas sagen können, dann wehren sich diese Menschen halt – wie neulich in der Schweiz beim Volks-Nein zum neuen CO2-Gesetz.

«Dann geht den Häusern das Licht aus»

Sahra Wagenknecht plädiert politisch für ein sparsames «Zwei- oder gar Einliter-Auto», statt «Steuergeld in die Förderung von Teslas und E-Porsches mit schwerem Fahrwerk und grosser Batterie zu versenken.» Illien argumentiert technologisch: «Mir schwebt ein sogenannt serieller Hybrid vor. Also ein Verbrennungsmotor, der im optimalen Wirkungsgradbereich mit synthetischem Kraftstoff Strom erzeugt.» Entscheidend sei dabei, «dass kinetische Energie beim Bremsen und Bergabfahren rekuperiert wird» (wie das bei den Eisenbahn-Lokomotiven teilweise schon geschieht). Also zum Batterieladen verwendet statt in Wärme und Bremsbelag-Abrieb verschwendet wird.

So oder so wäre eine generelle Umstellung auf E-Mobilität schlicht nicht machbar – weder von den Ressourcen her noch für den Strom-Betrieb. Bei gleichzeitigem Verzicht auf umweltschädliche Atom- und Kohlekraftwerke schon gar nicht. Solarenergie ist auch keine breit anwendbare Lösung. Mario Illien rechnet vor: Um ein einziges Elektroauto im Raum Zürich von November bis Februar mit Solarstrom zu laden, wäre eine Anlage mit 175 Quadratmetern Solarzellen nötig (deren Produktion auch wieder «öko-bilanziert» werden müsste).  Auf die Frage, wie er denn die Zukunft sehe, wenn alle nur noch Elektrofahrzeuge hätten (und diese jede Nacht neu laden müssten), antwortet er lakonisch: «Das wird sich von alleine lösen. Dann geht am Abend in den Häusern einfach das Licht aus.»   

Heutige Hypermobilität ist unhaltbar

Diesel hin oder Strom her, das Grundproblem, um das (fast) alle Politiker und Politikerinnen einen weiten Bogen machen, ist nämlich die völlig exorbitante Mobilität der Menschheit. Das hat der SVP-Bundesrat Adolf Ogi als Schweizer Verkehrsminister schon vor Jahrzehnten erkannt – und so auf den Punkt gebracht: «Äs würd iifach vil z vil dasume gfahre u dasume karret!» Mario Illien sagt es so: «Brauchen wir täglich Lebensmittel aus aller Welt im Regal? Können wir Dinge wiederverwerten oder reparieren? Braucht bald jeder einen SUV?» Die Fragen stellen, heisst eine ehrliche Antwort suchen.

Deutsche Umweltprämie fördert Autoschieberei

Mit der Umweltprämie für begüterte E-Autokäufer wird in Deutschland bereits kräftig Schindluderei getrieben: Das Wirtschaftsministerium in Berlin fördert den Kauf neuer E-Autos mit rund 6000 Euro Subventionen pro Fahrzeug und hat dazu einen «Fördertopf» von 2 Milliarden Euro bereitgestellt. Zusammen mit dem Umweltrabatt des Produzenten von 3000 Euro verbilligt sich so ein neuer «Tesla Model 3» um satte 9000 Euro auf ca. 35’000 Euro. Inzwischen hat das Ministerium schon 1,3 Milliarden Euro zur E-Auto-Förderung ausbezahlt. Nun hat die Sendung «Auto Mobil» auf VOX-TV enthüllt, welche Spielchen findige Autokäufer und Händler mit diesen Subventionen treiben:

  • Da gibt es zum einen Private, die nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist von 6 Monaten wieder einen neuen Tesla kaufen – und die 9000 Euro Umweltprämie völlig legal erneut «abgreifen». Den gebrauchten Tesla verkaufen sie mindestens zum Preis, den sie dafür bezahlt haben – oder sogar mit Gewinn. Inzwischen gibt es Händler, die den Rückkauf der gebrauchten Teslas nach 6 Monaten zum Neupreis garantieren. Die Kunden erhalten dafür ohne Aufpreis das neuste Modell.
  • Mit den eingetauschten Teslas (und anderen fast neuen E-Autos) machen die Händler vorab dann ein gutes Geschäft, wenn sie diese in Nachbarländer exportieren, wo keine Umweltprämien ausbezahlt werden – und die E-Neuwagen entsprechend teurer sind. Nach Dänemark zum Beispiel, wo ein Tesla Model 3 bis zu 50’000 Euro kostet. So können die Händler pro Fahrzeug mehrere 1000 Euro verdienen. Einzelne Händler haben sich auf das Geschäftsmodell mit subventionierten, halbjährigen Strom-Autos spezialisiert.

Das Förderprogramm für neue E-Autos zu Gunsten gutbetuchter Automobilisten und zur Freude der schlauen Autohändler läuft in Deutschland vorerst bis Ende Jahr 2021. (N.R.)


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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127 Meinungen

  • am 27.07.2021 um 11:18 Uhr
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    Bravo!!!
    Beim Lesen kommt mir ein beliebter Spruch meines Vaters in den Sinn:
    Jemand müsste denen das einfach einmal sagen.

    9
    • am 28.07.2021 um 10:22 Uhr
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      ein sehr wertvoller artikel. leider kann ich keine oder nur ansatzweise die möglichen Lösungswege ableiten. dass die politiker*innen überfordert sind ist bekannt oder sie lassen sich von lobbyisten der elitären wirtschaft einspannen. so auch bei der energiespeicherung wo die redox-technologie ungenügend gefördert wird. der einzige weg der zum ziel führt ist die vollkostenrechnung für energie welche auch die umwelt miteinbezieht. nicht erschrecken wenn der diesel/benzin pro liter 5€ kostet, wenn der atomstrom 3,50€/kwh, der wasserstrom 1€, der windstrom 50cent, der pv-solarstrom 30cent /kwh kostet. bei wind- und pv-strom kommen noch speicherkosten dazu. das gleiche gilt im wohnungsbau. wer kann sich heute 100m2 wohnfläche für eine person leisten? die energiewende und die umweltkrise kann nur mit ehrlichen energiepreisen erreicht bzw abgewendet werden.

      3
    • am 28.07.2021 um 11:16 Uhr
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      ja, was müsste man denn denen einfach sagen?
      Nach dem lesen des Artikels und der vielen Leserbriefe ist rein gar nichts mehr klar.
      Kann Infosperber versuchen wenigstens ein paar Aspekte klar zu stellen?

      3
    • am 28.07.2021 um 22:45 Uhr
      Permalink

      Die Zukunft liegt im Wasserstoff. Aber nicht nur bei Autos, sondern auch bei Flugzeugen, Schiffen, zu Lande, im Wasser und in der Luft … und selbst bei der Stromerzeugung wird Wasserstoff all gänigen Stromerzeugnisse ersetzen.
      Ich selbst lege in Wasserstoffaktien an, die heute noch bezahlbar sind und in Zukunft eine viel versprechende Rendite aberrfen werden!

      9
    • am 29.07.2021 um 09:06 Uhr
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      Ich wäre da etwas vorsichtig mit den Wasserstoffaktien. Wasserstoff ist zum Beispiel keine Energiequelle, sondern nur ein Energieträger. Das erfordert ständige Umwandlungen mit insgesamt hohen Verlusten und damit viel höheren Kosten als mit anderen Techniken, die eine solche Umwandlung nicht benötigen.
      Wasserstoff wird wohl seine Nische finden, aber bestimmt nicht so breitflächig, wie Sie das andeuten.
      Elektrizität wird die neue Energie-Referenz, da nur Elektrizität mit hohem Wirkungsgrad in andere physische Grössen umgewandelt werden kann. Elektrizität macht auch keinen Materialtransport notwendig, selbst über tausende Kilometer. Keine Elektronen gehen im Stromkreis verloren. Elektrizität benutzt Materie, z.B. Kupfer und nutzt diese aber nicht ab. Eine Kupferdraht funktioniert auch in tausend Jahren noch einwandfrei. Sogar bei einer verbrauchten Batterie ist am Ende der Lebensdauer alles Material immer noch, aus dem sich eine neue Batterie machen lässt. usw.

      1
  • am 27.07.2021 um 11:42 Uhr
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    Grüezi Miteinander
    Ein brillanter Artikel. Er bescheibt die Ausgangslage ausgezeichnet. Auch die vorgeschlagenen technischen Lösungen sind sehr gut. Er zeigt auch, was es heisst, wenn ohne Direkte Demokratie politische Eliten primär für ihre Wähler arbeiten. Was jedoch erneut fehlt in diesem Artikel ist ein Lösungsansatz der Technologie offen ist und die bestehenden sozialen Probleme löst. Der Lösungsansatz sind Ressourcen-Lenkungsabgaben, die z.B. genutzt werden um den AHV Fond zu finanzieren oder die Gemeinden zu entlasten bei ihren Sozialausgaben. Ich freue mich auf einen Artikel in dieser Richtung im Infosperber.

    13
    • am 11.08.2021 um 08:58 Uhr
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      «Direkte Demokratie» – ich weiss nicht so recht, Herr Löpfe. Wenn ich nur schon an das an der Urne versenkte CO2-Gesetz denke bin ich nicht so sicher, ob die direkte Demokratie wirklich immer und überall die besten Lösungen hervorbringt. Wir müssen wahrscheinlich zur Kenntnis nehmen, dass immer dann, wenn Herr und Frau Schweizer glauben (ob irrtümlicherweise oder nicht) etwas sei nicht gratis zu haben, das NEIN auf den Stimmzetteln praktisch vorprogrammiert ist.

      1
  • am 27.07.2021 um 11:43 Uhr
    Permalink

    Ob «keine» Interessenbindung vorliegt, ist fragwürdig, gibt doch der Artikel selbst Auskunft:
    «Aktuell hat er einen neuartigen, äusserst sparsamen Fünftakt-Motor in Erprobung.»
    – Es gibt ja nicht nur Teslas, sondern auch kleine EVs, z.B. Twizy 🙂
    – Illien: «Mir schwebt ein sogenannt serieller Hybrid vor. Also ein Verbrennungsmotor, der im optimalen Wirkungsgradbereich mit synthetischem Kraftstoff Strom erzeugt.»
    –> Rekuperation ist ja der Hauptvorteil von EVs (nicht nur von Lokomotiven) und Hybride brauchen sowohl einen gewichtigen Diesel- oder Benzinmotor, wie auch einen Elektromotor und Speicher-Batterien.
    Und wo kommt der synthetische Kraftstoff her? ….

    2
    • am 12.08.2021 um 11:34 Uhr
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      «Keine Interessenbindung» bezieht sich auf Niklaus Ramseyer, den Autor des Artikels, nicht auf Illien, der das von sich wohl kaum behaupten würde

      0
  • am 27.07.2021 um 12:06 Uhr
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    Herr Illien mag ein begnadeter Ingenieur sein, er atmet den Benzin-Duft (mag ihn auch!) der Vergangenheit.
    Fakt: Mein kleiner Skoda citigo verbraucht 12kWh/100 km (= 1,5l Benzin/100 km) über 15’000km, er verbraucht zu 100% Wasser-Strom (Werbung E-Werk), in der CH produziert (kein Weg) & über sein «Arbeit»-Leben verbraucht er kein co2.
    Die anderen Parameter sind schwierig, jede Studie & Forschung gewichtet oft & gerne etwas zu ihren Gunsten. Zum Beispiel wird zu selten die PRODUKTION & der TRANSPORT des Erdöls, die Produktion seiner Derivate uam in die Gesamtbilanz einbezogen, auch Herr Illien macht das nicht.
    Ich freue mich riesig, dass ich sehr grün fahre (& heize)!

    4
    • am 25.08.2021 um 22:05 Uhr
      Permalink

      Sobald die Batterie leer ist, steigt der Benzinverbrauch über die Werte eines gleichen Benziners, ist ja logisch, die Batterieschleuder ist ja viel schwerer! Und dieses Fehlkonstrukt wird noch gefördert!

      1
  • am 27.07.2021 um 12:17 Uhr
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    So ähnlich schrieb ich DAS » hier» bereits vor Wochen:

    Sparsamer Verbrenner -im optimalen Drehzahlbereich laufend
    mit CNG, LPG oder Methanol betrieben
    der Generator antreibt,
    welcher Batterie mit Kapazität von etwa 100 km Strecke speist.
    Also ein «range-extended»-Automobil.

    Es freut mich sehr, dass ein anerkannter Fachman
    nun fast auf gleicher Linie ist !

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    8
  • am 27.07.2021 um 13:38 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Die «Zauberformel» kommt recht schön zum Ausdruck: Weniger Kilogramm mal weniger Kilometer mal weniger Kilowatt. Alles andere ist Augenwischerei.

    3
  • am 27.07.2021 um 13:43 Uhr
    Permalink

    «Grün» kümmert genau genommen Niemanden, das ist alles nur elitäres Gelaber. Der Beweis: kaum dreht man den Rücken fahren die Prediger allesamt fette Karossen. Viel weiter als bis zum Sangria-Kübel auf Malle reicht Intelligenz heute offenbar nicht mehr.

    14
    • am 30.07.2021 um 09:44 Uhr
      Permalink

      Dämlichst!…

      0
  • am 27.07.2021 um 13:45 Uhr
    Permalink

    Danke, danke, danke… für diesen Artikel. Pflichtlektüre für jeden Politiker, was leider nur ein Wunschtraum bleiben wird….

    9
  • am 27.07.2021 um 14:27 Uhr
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    Ein wirklich fundamentaler Artikel, der auch beruhigt. Denn so kann es ja mit der Elektromobilisierung gar nicht weitergehen – wenn wir dann nachts kein Licht mehr haben, weil alle ihre Batterien laden. Was mich ärgert ist, dass jetzt schon wieder ideologische Aktivisten Verbote für Benziner fordern

    10
  • am 27.07.2021 um 14:46 Uhr
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    Danke für diesen ausgezeichneten Beitrag. In der ARD-Mediathek findet man den einen Beitrag vom 23.03.2021 mit dem Titel «Umweltfreundliche E-Autos?». Dieser Beitrag sagt genau dasselbe wie Mario Illien. Die Gesamtumweltbilanz von E-Autos ist höchstens bei Kleinstfahrzeugen im Stadtverkehr besser als diejenige eines Autos mit Verbrennungsmotor der neuesten Generation. Fahrzeuge wie SUV’s oder Teslas haben frühestens nach acht Jahren eine bessere Umweltbilanz. Nur: Nach acht Jahren muss die Batterie gewechselt werden. Ausser bei Kleinstfahrzeugen ist die Umweltbilanz von E-Autos also nie besser als diejenige eines modernen Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor. Kommt dazu, dass Strom bereits jetzt Mangelware ist und niemand sagen kann, woher der Strom für die zusätzlichen E-Autos kommen soll. Die E-Autos, so wie wir sie aktuell kennen, sind also definitiv eine «elitäre Sackgasse».

    12
  • am 27.07.2021 um 14:48 Uhr
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    Lieber Mario,
    Vor über 10 Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit dir die Möglichkeiten von Elektromotoren/-Speicher in Rennwagen für Le Mans zu studieren. Ich bin damals mit meinem Horlacher sport (Baujahr 1991) an die Meetings gekommen. Mit dem Horlacher bin ich auch heute noch fast jeden Tag unterwegs, mittlerweile mehr als 300’000km.
    Deine Berechnungen bezüglich Effizienz müsstest du mir einmal im Detail erläutern, die sind für mein Ingenieurwissen völlig unerklärlich.
    Mit deinem Zitat «Unsere Ressourcen sind begrenzt und wir sollten ein Interesse daran haben, sparsam und vernünftig damit umzugehen» bin ich natürlich voll einverstanden. Wie steht es den mit Oel und Gas aus «Fracking» Quellen?
    Kobaltproblematik: mein Auto fährt, wie viele andere auch, seit 12 Jahren mit LFP Batterien, ohne Kobalt.
    Dass in einigen Ländern grosse, schwere, leistungsstarke e-Mobile gefördert werden, finde ich auch stossend. Lieber würde man, wenn überhaupt, kleine, effiziente e-Autos fördern, statt Käufer dazu zu animieren, dank der Förderung ein grösseres, stromfressenderes e-Auto anzuschaffen.
    Der Missbrauch der Deutschen Umweltprämie zeigt auf, wie heikel solche Förderungen sind.
    Wie ein kürzlich publizierter Bericht in der Republik zeigt, sind e-Autos, über die gesamte Nutzungsdauer gerechnet, ohnehin nicht mehr teurer als Benzin- oder Diesel-Autos.

    Ich finde, Personen, die in der Autowelt so bekannt sind wie du, sollten ihre Aussagen besser gewichten, vor allem als Ingenieur.

    4
    • am 1.08.2021 um 21:50 Uhr
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      Ja, Illien ist gerade der Richtige, um zum Thema Ressourcenverbrauch zu dozieren:
      https://www.quarks.de/technik/mobilitaet/ist-die-formel-1-wirklich-eine-umweltsauerei/
      Ilien hilft ja mit, diese Clique am Leben zu erhalten !
      Zudem spricht man nie vom Stromverbrauch der Verbrenner:
      https://edison.media/e-hub/so-viel-strom-brauchen-autos-mit-verbrennungsmotor/20826274.html

      Somit sieht die ganze Sache schon etwas anders aus!

      Interessant ist, dass bis zum Erscheinen von tauglichen E-Autos kaum je über die nötigen Rohstoffe von Verbrennern gesprochen wurde, gleich wie über die Gewinnung der Treibstoffe (inkl. Unfälle mit Öltankern, Pipelines usw.). siehe link oben !

      Bezüglich des Wirkungsgrads von Motoren/Fahrzeugen ist Illien einsam mit seiner Meinung, allgemein wird für den Strom ab Zuleitung zum Rad von E-Autos ein Wert von um die 80% angegeben.

      Illien erfreut sich sicher der uneigennützigen Unterstützung der Öllobby.
      Auch die PV-Technologie bekommt bei Illien ihr Fett weg…

      Einverstanden bin ich mit den Bemerkungen zur überbordenden Mobilität, aber auch da hat ja Illien stark mitgeholfen.

      2
  • am 27.07.2021 um 14:51 Uhr
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    Die Behauptung, für ein einziges Elektrofahrzeug bräuchte es eine Solaranlage von 175m2, halte ich für eine grobfahrlässige Übertreibung. Geht man davon aus, dass eine Batterie von 90kWh (Jaguar IPace) einmal wöchentlicht geladen werden will (entspricht einer Fahrleistung von weit über 15’000 km/Jahr), benötigt man dazu gemäss Theorie rund 40m2 Solarfläche, also bestenfalls ein Viertel vom erwähnten Wert. Zugegeben, das ist immer noch nicht wenig – aber 175m2 ist sicher falsch.

    3
    • am 28.07.2021 um 07:17 Uhr
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      Dass Mario Illen den Photovoltaik-Strom nur in der Zeit von November bis Februar erwähnt, ist bewusste Absicht. In dieser Zeit ist der Ertrag vom Dach nur ca. 1/8 des Jahresertrags, in den restlichen acht Monaten von März bis Oktober fällt der Hauptertrag an. Kann man machen.
      Aber selbst bei dieser isolierten Betrachtungsweise sind die Zahlen von Illen um fast Faktor 10 falsch. Vielleicht hat er sich bei der Komastelle vertan? Bei 12’000 pro Jahr durchschnittlich gefahrenen Km pro Fahrzeug in der Schweiz besteht bei einem Elektroauto mit 15kWh (es gibt auch solche die brauchen nur 10-12kWh) Verbrauch auf 100km ein Strombedarf von 1800kWh. Auf die vier Wintermonate bezogen braucht es daher nur noch 600kWh Strom zum fahren.

      Damit eine PV-Anlage in diesen vier Monaten soviel leistet, muss sie rund 21m2 Module umfassen, wenn man aktuelle PV-Module verbaut, welche pro Panel mit 1.6m2 Fläche rund 360Wp Leistung und im Mittelland auch rund einen Ertrag von 360-380kWh aufweisen können pro Jahr.

      Würde man an Süd-Fassaden Photovolatik installieren, dann sähe die Rechnung genau in diesen vier Wintermonaten nochmals gewaltig anders aus, weil sie genau dann die beste Leistung bringen, falls die Sonne scheint.

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    • am 28.07.2021 um 22:20 Uhr
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      Ja, das kann ich bestätigen. Ich habe bei mir zuhause 40m2, fahre 15’000km pro Jahr und Lade praktisch nur ab PV. Trotzdem wird noch sehr viel ins Netz eingespiesen. Die Zahl von Illen ist wie viele Zahlen in seinem Artikel einfach grundfalsch.

      2
  • am 27.07.2021 um 15:21 Uhr
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    Es ist nicht sinnvoll, Umwelt- und Sozialpolitik zu vermischen, wie Niklaus Ramseyer das tut, und wie es die SVP in letzter Zeit bravourös vorfilibustert hat. Ein wesentlich höherer Treibstoffpreis führte ziemlich sicher dazu, dass weniger autogefahren wird. Und in der damit massiv höhern Besteuerung der benzin- und dieselsaufenden Wohlstandspanzer und der anschliessnden Rückvergütung an die auch nichtautofahrende Bevölkerung läge bereits ein gewisser sozialer Ausgleich.

    Aber wirkliche Sozialpolitik würde halt auch bedeuten, den ärmeren Teil der Bevölkerung finanziell zu ent- und die reiche Minderheit zu belasten, sei es über einkommensabhängige Krankenkassenprämien, sei es über Erbschafts-, Vermögens-, Finanztransaktions- oder welche Steuern auch immer.

    Das Klagen über sogenannte «urbane Eliten» und die putzigen «Aermsten mit ihren kleinen Dieselfahrzeugen» kann man dann getrost der SVP überlassen.

    2
    • am 30.07.2021 um 10:05 Uhr
      Permalink

      Dieselfahrzeuge saufen eben nicht: Mit meinem kleinen XJ Jag fahre ich mit 55 Litern 800-900 km!… Um Uebrigen die zu Beginn des Jahres von ARTE produzierte & im Frühjahr ausgestrahlte Doku „Umweltsünder E-Auto?“ nachschauen: Es sind nicht nur die 4 oben erwähnt giftigen Schwermetalle, welche wegen Grundwasserabbau ganze Dörfer zum Verlassen ihrer Heimat verurteilen, sondern 10 mehr!…

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    • am 31.07.2021 um 08:45 Uhr
      Permalink

      Lieber Herr Reinle
      doch, dem sage ich «saufen».
      Mein Hyundai Kona electric mit 64kW Batterie, verbraucht auf 100 km 16kWh.
      Dies entspricht ca. 1,6 Liter Diesel oder 1,9 Liter Benzin.
      Sogar der «säufer» Tesla Model X, ist bei einem verbauch von 30kWh ein sparsameres Farzeug als Ihres mit 6.1 Litern.

      Liebe grüsse von einem Elektrofahrzeug-Praktiker

      2
    • am 1.08.2021 um 09:30 Uhr
      Permalink

      Danke Herr Horisberger für Ihre praktischen Daten. Ich entnehme daraus, dass ein Elektrofahrzeug etwa 3-4x effizienter ist als ein Verbrenner. Soweit perfekt. Nur, es fährt nicht 2000 km weit, sondern nur ein paar Hundert(mit entsprechend vielen langen Ladestops etc). Die Batterie ist das Hauptproblem: Rohstoffverbrauch, geringe Energiedichte, sehr hohes Gewicht. Solange in der Batterietechnologie kein Durchbruch besteht, amortisiere ich meinen Diesel. Zudem ist zu bedenken: der Stecker-Wirrwarr ist nicht gerade vertrauensfördernd, und wie steht es mit der Batterie-Verwendungskontinuität— wird in ein paar Jahren ganz sicher ein heisses Thema. Mein 50jähriges Töffli fährt immer noch bestens, während mein achtjähriges Elektrofaltrad (der bekannten Schweizer Firma) trotz 1a Zustand unbrauchbar geworden ist, weil: die Batterie wird nicht mehr gebaut, weder von der bekannten Schweizer Firma (shame on you!), noch von einem Drittanbieter.

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    • am 1.08.2021 um 20:39 Uhr
      Permalink

      Stimmt nicht ganz Herr Trachsel. Batterien verbrauchen keine Rohstoffe, sondern sie nutzen diese nur. Nachdem sie nicht mehr funktionieren, kann man die Rohstoffe zu 99% wieder zurückgewinnen und neue Batterien bauen.
      Ganz im Gegensatz zu Ihrem Diesel, dessen 500 bis 1000 kg Erdöl, dass Sie jährlich verbrennen, unwiederbringlich in die Atmosphäre entsorgt ist.
      Ihr Töffli kann man noch riechen, wenn man drei Kilometer hinter Ihnen her fährt. Das kann ich regelmässig unfreiwillig ausprobieren, weil hier in der Gegend diese Töffli wieder Mode sind. Ob das erstrebenswert ist?
      Dass Sie Pech haben mit Ihrem Faltrad liegt wohl am Pioniercharakter. Gratuliere, dass Sie dazu gehör(t)en. Aber Pioniermängel sollte man nicht verallgemeinern und dem Konzept anlasten, sondern der Ausführung.

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    • am 2.08.2021 um 07:39 Uhr
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      Sie sagen es ja, Her Brusa: Pioniertechnologie.

      Deshalb warte ich zu, traue dem Elektromarketing und Qualitätsbewusstsein derzeit nicht. Die drei Elektrovehikel, die ich besass und mit kurzem Vergnügen fuhr (Solex, Roller, Velo), sind alle ausser Betrieb. Und zwar nicht, weil eine Speiche gebrochen, sondern der Elektromotor fest korrodiert oder die Batterie nicht mehr geliefert wurde. Das Zweitakttöffli, das Stinkerli, fahre ich natürlich nicht mehr. Nur: die LANGLEBIGKEIT von feinem Engineering (welcher Art auch immer) scheint in dieser Diskussion hier leider kein Thema zu sein, obwohl diese Art Nachhaltigkeit ein wichtiger ökologischer Beitrag wäre. Dass Fly.. die Batterie nicht mehr herstellt (nochmals: shame on you), war wohl weniger der technologischen Entwicklung geschuldet, sondern ein Marketingentscheid. Mal kucken, wie solche Marketingentscheidungen in ein paar Jahren lange Gesichter produzieren. Übrigens: wenn immer ich auf meinem Motorrad mit hundert auf der Autobahn ruhig daherfahre, überholen mich natürlich die Autos. Und welche sind ausnahmslos die lautesten: Teslas. Deren Abrollgeräusch ist bei dieser Geschwindigkeit laut. Für mich kein Zeichen für durchdachte Qualität.

      0
    • am 2.08.2021 um 11:21 Uhr
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      «Josef Brusa, Gams, am 1.08.2021 um 20:39 Uhr

      «Batterien verbrauchen keine Rohstoffe, sondern sie nutzen diese nur. Nachdem sie nicht mehr funktionieren, kann man die Rohstoffe zu 99% wieder zurückgewinnen und neue Batterien bauen.»

      Erklären Sie das mal den Menschen in Bolivien, Kongo und anderswo, die in den Mondlandschaften leben und arbeiten müssen, die der Abbau der Batterie-Rohstoffe hinterlassen hat.

      Auch die Wiedergewinnung der Rohstoffe aus den Altbatterien ist bislang nur in (sehr, sehr teuren) Pilotanlagen mehr oder weniger zu Anschauungszwecken dargestellt worden. Keine Spur von einem tatsächlichen und werthaltigen Materialkreislauf.

      0
    • am 31.07.2021 um 17:36 Uhr
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      Ein lustiger Beitrag … «Dieselfahrzeuge saufen nicht». Die «Musik» des letzten Jahrtausends und deren sieben Wohlgerüche des Orients entströmen ihnen trotzdem: Stickoxide NOx, teilverbrannte Kohlenwasserstoffe CxHy, andere flüchtige organische Substanzen wie das krebserregende Benzol, Kohlenmonoxid CO, Schwefeldioxid SO2, Feinstaubpartikel aller Grössen und natürlich das klimaschädliche Kohlendioxid. Und damit alles im zivilisatorisch tolerierten Bereich bleibt, gibt es noch einen kleinen Zusatztank für eine Art flüssige Hühnerkacke namens «AdBlue».
      55 Liter DiEsel enstprechen einem Energieinhalt von 550 kWh. Mit meiner aktuellen koreanischen Reisschüssel liege ich bei einem Verbrauch nach über 30’000 km von 13.1 kWh / 100 km accu to wheel. Mit 550 kWh fährt die Schaukel nicht 800 bis 900 km weit, sondern 4200 km. Das XJ Ding sollte wegen erwiesener Ineffizienz sofort in ein Museum, endgültig stillgelegt werden oder wenigstens voll elektrisch umgebaut werden.

      2
  • am 27.07.2021 um 15:38 Uhr
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    Hier wird der Wirkungsgrad von Elektromotoren mit in der Tat ziemlich lausigen 11 Prozent angegeben. Ich entsinne mich da aber eines Artikels auch hier bei Infosperber, eines Artikels von Herrn Guggenbühl im Jahre 2017, wo dieser mit ganzen 90 Prozent angegeben würde, weit über jedem Verbrennungsmotor. Gemäss der dortigen Modellrechnung könnte, wenn alle Autos in der Schweiz elektrisch führen, der dazu notwendige Strom sogar mit Gaskraftwerken erzeugt werden, und es würde unter dem Strich immer noch ein Plus in der CO2-Bilanz resultieren.
    Dieser Artikel hier scheint jedoch das Gegenteil zu sagen. Können Sie dazu Genaueres erläutern?

    Hier der Artikel von Herrn Guggenbühl :
    https://www.infosperber.ch/umwelt/energieproduktion/gaskraftwerke-fuer-elektroautos-warum-denn-nicht/

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    • am 28.07.2021 um 12:14 Uhr
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      Vermutlich hat Illien da den Wirkungsgrad von veralteten Dünnschichtsolarzellen miteinberechnet. Das erklärt auch die weltfremd grosse Dachfläche, die er annimmt. Mit modernen Panels wären es noch ca. 21m² für die Ladung im Winter.

      0
    • am 28.07.2021 um 22:23 Uhr
      Permalink

      Den Wirkungsgrad von Solarzellen oder Windkraftwerken mit einzubeziehen ist natürlich völliger Quatsch. Dann müsste man auch den Wirkungsgrad der Photsynthese miteinbeziehen die nötig war um das Erdöl zu produzieren. Wind und Sonne ist kostenlos und CO2 frei im Überfluss vorhanden. Da machen Wirkungsgradberechnungen nur Sinn um die ökonomische Seite zu beleuchten.
      Daher ist Herr Illien leider überhaupt nicht ernst zu nehmen.

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  • am 27.07.2021 um 15:47 Uhr
    Permalink

    Elektroautos sind ein Versuch, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Oder wieder einmal ein Versuch, den Pelz zu waschen, ohne ihn nass zu machen- denn das eigentliche Problem ist unsere Hyper-Mobilität (an der ich, muss ich ehrlicherweise gestehen, auch teilhabe, auch ich viel mit Velo unterwegs bin). Diesel, Benzin, Elektro oder Wasserstoff- Platzbedarf und Ressourcenverschleiss sind bei allen vorhanden, wenn auch etwas unterschiedlich strukuriert und der eine vielleiucht marginal besser als der andere
    Dass gewisse Autobauer heute mit 500PS e-SUVs daherkommen, zeigt nur deren (und ihrer Käufer) bodenlose Verachtung für die schwächeren Verkehrsteilnehmer und Verneinung der grundsätzlichen Problematik des motorisierten Individualverkehrs.-
    Herr Illien schlägt hier als Lösungsansatz ein automobiles Pendant zu dieselelektrischen Lokomotiven vor, wie sie seit gefühlt 80 Jahren gebaut und weiterentwickelt werden. Ist zwar technisch interessant, löst aber das grundsätzliche Problem auch nicht.-

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  • am 27.07.2021 um 16:31 Uhr
    Permalink

    Mit welchem Treibstoff auch immer: Für ihr Vergnügen fliegen viele zu viel … und verschmutzen damit unsere Luft und unsere Umwelt. Für ihr Vergnügen schiffen viele zu viel … und vermüllen damit unsere Flüsse und Meere. Für ihr Vergnügen fahren viele zu viel (auf immer noch mehr Strassen) mit dem Auto, das sie meistens in unseren Lebensräumen nichtsnutzig rumstehen lassen.

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  • am 27.07.2021 um 17:41 Uhr
    Permalink

    Jahreslang wurde uns Stromsparen eingetrichtert … Lampen aus, Glühlampen umstellen, Winter- & Sommerzeit, Solarzellen, etc. …

    Und jetzt sollen plötzlich X Millionen Autos mit Strom fahren? Kann das jemand logisch erklären?

    Als ich jung war, hat man das Batterie-Problem erkannt, da diese oft einfach auf einer Müllhalde entsorgt worden sind. Wohin dann mit all den Batterien?

    Dann hat es 2 oder 3 Milliardäre, die blasen mit ihren Weltraumflügen mehrere 10000 Tonnen Abgase in die Atmosphäre!

    Auch hier: Mainstream-Medien bejubeln auf Frontseiten die Milliardäre, fordern dann eine Seite weiter das Verbot der Verbrennungsmotoren bei PKWs.

    Bin ich schizophren oder sind es die meisten anderen Leser?

    Es gibt eine Vielzahl, welche diese Weltraumflüge ober-cool finden. Es sind wohl auch jene, die auch an die Mondlandung glauben.

    Für mich gibt es etwas ganz Wesentliches: Strom wird von sehr wenigen Anbietern beherrscht. Ein Netz kann man (bewusst) schneller und einfacher abschalten, als die fosilen Brennstoffe, die in Grosstanks lagern – ganz im Sinne von «Herrschen». Diese Abhängigkeit zu wenigen Anbietern beurteile ich für das Volk als grosses Problem, dies gerade auch dann, wenn es sich um halbstaatliche Betriebe handelt. Die heutige Zeit zeigt, dass man dem Staat schlicht nicht (mehr) trauen darf (siehe Dossier Corona mit experimentellen Impfstoffen). Das ist ein Armutszeugnis für einen Staat, und es tut mir leid, als Eidgenosse das aussprechen zu müssen.

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    • am 28.07.2021 um 11:07 Uhr
      Permalink

      Ohne Strom funktioniert auch keine Tankstelle und für meine PV-Anlage kann ich Zusatzmodule anschaffen, die mich autark machen vom Stromnetz, wenn das mal ausfällt.

      Ansonsten bin ich Ihrer Meinung, dass dem «Staat» nicht mehr zu trauen ist.

      Was den Hype um die «Weltraum» (den haben sie ein ganz kleines bisschen «gekratzt») angeht, haben Sie vollkommen Recht: Der kleine Mann soll für die Umwelt sparen, während Milliardäre zum Vergnügen in den Weltraum fliegen und dabei x-Tonnen Abgase produzieren.

      2
  • am 27.07.2021 um 18:18 Uhr
    Permalink

    Erstaunlich, dass dieser Artikel die Redaktionshürde genommen hat. Die letzten Sätze teile ich sehr wohl. Das meiste vorher entbehrt den wissenschaftlichen Fakten. Ob vegan oder carnivor besser ist, frage ich auch nicht den Metzger.

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  • am 27.07.2021 um 18:49 Uhr
    Permalink

    Eine der effizientesten Methoden der Ressourchenschonung wäre vermutlich der Verzicht auf den ganzen Formel 1 Zirkus.
    Berücksichtigt man beim Benzinverbrenner mit angeblichen 50% Wirkungsgrad den immer noch sehr tiefen Wirkungsgrad des synthetischen Treibstoffs, dürfte der Gesamtwirkungsgrad (von der CO2-freien Primärenergie bis zum Antriebsrad) leider auch nicht höher wie die für das Batteriefahrzeug genannten 11% sein.

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  • am 27.07.2021 um 19:36 Uhr
    Permalink

    In vielem mag Herr Illien Recht haben. Es gibt keine Grund auch mit dem Elektroantrieb mit 200kmh auf der Autobahn zu brettern (Tesla, Porsche) Doch mit dem Wirkungsgrad liegt er leider völlig daneben.
    50% für Diesel (+Turbo) geht nur am optimalen Wirkungspunkt, bei konstanter Belastung. Die Realität ist eine völlig andere. Die meisten Autos stehen täglich, im Stau mit einem Wirkungsgrad von 1-10%…Ein Elektromotor braucht keinen Leerlauf man stoppt ihn einfach. Der Wirkungsgrad eines Elektromotors liegt konstant über 90%. So ist es auch kein Wunder, dass man für die gleiche Strecke mit dem E-Motor trotz Batterie – Ineffizienz etc.. im Schnitt 3x weniger Energie verbraucht als ein Verbrenner.
    Es gibt auch keinen Grund E-Autos zu subventionieren. Das Einzige was wirkt, ist Verbrenner massiv zu verteuern. Damit belastet man auch die Uneinsichtigsten.

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  • am 27.07.2021 um 19:53 Uhr
    Permalink

    Nach einem uralten Teslabild und der haarsträubenden Behauptung, der Elektroantrieb komme nur grad auf 11% Wirkungsgrad aus dem Mund eines Verbrennerspezialisten, mag man den Rest auch gar nicht mehr lesen …
    Den Rest vom Artikel habe ich dann auch nur noch überflogen. Lauter weitere haarsträubende Hypothesen und Behauptungen.
    So ein katastrophaler Bericht habe ich im Infosperber noch nie gesehen. Das ist weit unterhalb von seriösem Journalismus.

    In der Republik ist gerade ein etwas seriöserer Bericht zu diesem Thema erschienen: https://www.republik.ch/2021/07/26/e-co

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    • am 28.07.2021 um 12:10 Uhr
      Permalink

      eben nicht fertig oder oberflächlich gelesen. illiger betrachtet die ganze Energie/kosten chaine.

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    • am 29.07.2021 um 07:24 Uhr
      Permalink

      Das Einzige was Illien tut ist seine Verbrennungstechnik verteidigen, wo er sein ganzes Leben sein Herzblut reingesteckt hat. Dem ist ja nichts vorzuwerfen, aber so jemand sollte man nicht über die Zukunft befragen.
      Nebenbei gesagt hat auch er den 1- oder 2-Liter/100km-Verbrenner auch nicht hingekriegt, weil auch er die Physik nicht ändern kann. Die Physik spricht eben gegen thermische Umwandlungsprozesse.

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  • am 27.07.2021 um 22:29 Uhr
    Permalink

    Sehr schlecht recherchiert Herr Ramseyer. Wenn sie ein bisschen mehr über Verbrennungs- und Elektromotoren wüssten, dann wäre ihnen auch bewusst, dass die Effizienz eines Verbrennungsmotors bei ca. 10-15% der Primärenergie liegt, beim Elektromotor ist der Wirkungsgrad ca. viermal besser. Schade dass es der Infosperper nötig hat, Falschaussagen und Fake-News der fossilen Lobby zu verbreiten, ohne ein bisschen recherchiert zu haben, das ist schon fast das Niveau der Weltwoche. Seine Zahlen hat Herr Illen natürlich mit deutschem Kohlenstrom gerechnet, seine anderen Aussagen sind durchwegs Halbwahrheiten bis völliger Schwachsinn. Aber was soll man denn von einem Verbrennungs-Motorenbauer auch erwarten. Synthetische Treibstoffe brauchen übrigens auch Energie bei der Herstellung, und zwar auch ca. 3-4 mal soviel wie wenn ein Fahrzeug direkt mit Strom fährt.

    Alleine die Aussage: «175 Quadratmetern Solarzellen für ein einzelnes Elektroauto» ist sowas von falsch. Rechnen wir einmal vor: Heute braucht es noch rund 32 m2 PV-Module für eine Leistung von 7.2kWp und einen Ertrag von rund 7200kWh im Jahr. Mit diesen 7200kWh fährt man rund 40’000km-70’000km/Jahr, je nach Fahrzeugstyp (Der Verbrauch der BEV variiert zwischen 10-17kWh auf 100km).

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    • am 28.07.2021 um 09:55 Uhr
      Permalink

      Also, ich komme auf: 175m2 * 20% Wirkungsgrad * 600 W/m2 Sonneneinstrahlung (mal mehr, mal weniger, im Sommer hier bei uns 800, im Winter 400, in der Nacht Null) * 8 Stunden/Tag (auch das saisonal schwankend): es sind 7000 KW/Jahr die aus den 175m2 rauskommen, über den Daumen gepeilt. Will man im Winter damit dem Auto herumfahren verdoppele man die PV-Fläche, u.a. auch der Fz-Heizung wegen. Oh je, das wird immer schlechter je mehr man rechnet. Will man nicht verdoppeln, muss man im Winter auf Französischen Atomstrom ausweichen, und nein: Schweizer Wasserkraft ist bereits vergeben, oder dann halt auf Polnischen Kohlenstrom. Oh je, das wird immer schlechter, je mehr man rechnet.

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    • am 28.07.2021 um 20:40 Uhr
      Permalink

      Mike Wieland: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich auch nicht äussern und auch nicht über den Daumen peilen. 175m2 PV entsprechen heutzutage rund 40kWp Photovoltaik, im Mittelland sind das zwischen 40000- 43000kWh Ertrag pro Jahr. Mit dieser Energie fahren sie mindestens 260’000 km weit. In den vier Wintermonaten kommen immer noch rund 5000kWh vom Dach, mit denen man sehr weit fahren kann, und zwar alleine im Winter rund 30’000km

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    • am 29.07.2021 um 14:12 Uhr
      Permalink

      Ich leg noch ein Holzscheit oben drauf (brauch noch ein paar «Daumen-Runter»):

      Angenommen ich will im Winter über Nacht mein Auto aufladen (was ja von den Plugin-Hybriden das Standardsetting ist, und bei den reinen Elektroautos die Voraussetzung) damit mir das Auto am Morgen wieder dient – und ich will das 100% grün und autark machen (also mit Strom von meiner Solaranlage), dannnnnnn… oh, je…
      ausgerechnet dann liefern meine PV-Zellen auf dem Hausdach: Null Watt. Ich brauche also eine fette Batteriebank im Keller (das ist nun schon die 2. Rohstoffschleuder), damit ich von dort diejenige Energie ziehen kann, die ich benötige um mein Auto aufzuladen. Oh je, das wird immer schlechter, je mehr man rechnet. Und so landet man am Ende bei den 11% des Mario Illien: passt.
      Ich kann das Auto natürlich auch Zuhause stehen lassen um es tagsüber direkt von PV zu laden, dann erspare ich mir immerhin die 2. Batterie. Dann dient mir das Auto am Morgen aber nicht, weil genau dann wenn wegfahren will muss es ans Ladekabel – da kann ich gleich den Bus nehmen. Und wenn ich den Bus nehmen muss, dann kann ich auf den ganzen Schnickschnak verzichten.

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    • am 30.07.2021 um 09:26 Uhr
      Permalink

      @Mike Wieland

      In der Nacht können wir von unseren Stauseen die Energie beziehen, welche wir tagsüber mit den PV-Anlagen gespart haben.
      Aber Bus und Zug sind natürlich die noch effizientere und ressourcenschonendere Variante.

      0
    • am 30.07.2021 um 20:06 Uhr
      Permalink

      @Mike Wieland

      Trolle soll man ja bekanntlicherweise nicht füttern, aber in ihrem Falle bietet sich der Spruch ‹Schuster bleib bei deinen Leisten› perfekt an.

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    • am 28.07.2021 um 21:01 Uhr
      Permalink

      Leider stimmt Ihre Rechnung hinten und vorne nicht. Ganz offensichtlich fahren Sie weder ein Elektroauto, noch haben Sie eine PV-Anlage.
      Pro m2 kann man mit 200 Watt Peakleistung rechnen. Übers Jahre diese Leistung für 1000 bis 1200 Stunden. Bei 175 m2 bekommt man somit auf rund 35’000 kWh pro Jahr. Damit kann man 140’000 km elektrisch fahren, als fast 10! durchschnittliche Autos betreiben. Selbstverständlich wird es im Januar etwas knapper, aber da fährt man auch nicht die meisten Kilometer.
      Richtig, der Verbrauch der EAutos steigt im Winter etwas an. Aber auf mittleren Strecken ist das kaum mehr als 30% gegenüber dem Sommer. Das liegt nicht nur an der Heizung, sondern an höheren Luftwiderstand, dem dickeren Öl im Getriebe, usw. Auf der Autobahn braucht man zum Fahren etwa 20 kW, zum heizen 2 kW, also gerade mal 10%.

      0
    • am 28.07.2021 um 22:28 Uhr
      Permalink

      Meine Praxis zuhause: rund 40m2, seit Mitte Februar nur noch mit Sonnenstrom geladen (15’000km / Jahr) und überschuss ins Netz gespiesen. Die 175m2 sind Blödsinn oder vertikale Nordausrichtung.

      0
  • am 27.07.2021 um 22:57 Uhr
    Permalink

    Dass die Fahrzeugkilometer insgesamt abnehmen müssen, ist sicher richtig, und dass nicht alle Probleme mit Elektroautos behoben werden, auch.
    Aber wie anders als durch Lenkungsabgaben soll man die Fahrer weg von überschweren und übermotorisierten Autos hin zu sparsameren bringen?
    Im einzigen Land, das eine Autopartei hatte, ist das Auto halt auch heute noch eine heilige Kuh.
    Und wie sich hier die sonst klar denkende Sarah Wagenknecht an die AfD ranwanzt, finde ich traurig. Werden alle freiwillig ein Zweiliterauto fahren?

    3
  • am 28.07.2021 um 02:03 Uhr
    Permalink

    Ich kann Raphael Surber nur beipflichten: 175km2 sind eine «grobfahrlässige Übertreibung».
    Mit meinen 48m2 Solarzellen produziere ich seit 8 Jahren im Luzernischen jährlich etwas über 10’000 kWh. In den perfiderweise genannten schwachen vier Wintermonaten Nov-Feb sind es jährlich zwar nur zwischen 1000 und 1450 kWh. Mit 1200 kWh fahre ich aber 6000 km – ca. die Hälfte unserer jährlichen Auto-km. (Das EW zahlt mir übrigens für diese 1200 kWh zurzeit Total weniger als 70 CHF.)
    Richtig ist, dass die Autoschieberei ein schlimmer Missbrauch ist und dass das Elektromobil auf seine Gesamtlebensdauer gerechnet – wie es Paul Schweizer schreibt -günstiger als ein «Oel»mobil ist, also hohe Subventionen nicht mehr nötig sein sollten.

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  • am 28.07.2021 um 05:56 Uhr
    Permalink

    Die 11% Wirkungsgrad sind so erklärungs-bedürftig, wie manipulations-fähig.

    Beispiele:
    Geht man von «grüner» E-Energie aus, startet man nahe 100% –
    bei Kohle-Kraftwerk nahe 40%
    bei Kohle-Kraftwerk mit Abwärme-Nutzugng per Fernheizung nahe 90%

    Und so geht es weiter:
    Die eigene Solar-Anlage kann nahe 90% End-WirkungsGrad bringen
    Eine Fernleitung mit Spannungs-Wandlungen frisst um 5% weg

    und… und.. und
    Es kommt darauf an, wer-warum-wie rechnet !

    Also kann man einen elektrischen Gesamt-Wirkungs-Grad N U R für eine präzise bestimmte Art von Erzeugung und Übertragung elektrischer Energie bestimmen – und darf (wenn man als seriös respektiert werden möchte) nicht irgendeinen End-Wirkungs-Grad «einfach mal so in den Raum stellen».

    Zur Zeit ist ohnehin ein E-Auto nicht die sauberste Art, zu fahren, denn mit Methanol oder Gas betriebene «Verbrenner» bringen mit weniger technischem Gedöns vergleichbare bis bessere Umwelt-Bilanzen! Einzig die -scheinbare- Null-Emission im Stadt-Verkehr spricht für E-Mobilität.

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    5
  • am 28.07.2021 um 08:15 Uhr
    Permalink

    @ Josef Brusa
    Na ja seriöser??
    Republik ist sicher kein gutes Beispiel von seriösem Journalismus:-), gerade wenn sie mit einem ebenso tendenziösen und sehr umstrittenen Bericht des TCS werben.

    7
  • am 28.07.2021 um 09:02 Uhr
    Permalink

    Dachte ich mir, dass hier alle «Daumen-Runter» drücken. So, bitteschön, jetzt heize ich richtig ein:

    Der Beweis: der CO2-Sanktionsrechner für Auto-Importeure, beim BFE auf deren Webseite zu finden.
    Gebt dort mal euer Auto ein, und danach (ohne an den übrigen Daten zu fummeln) die erste Englische Nobelmarke, die euch in der Liste begegnet: Fail, Fail, Fail, Fail. Und dann umgekehrt, der Englischen Marke CO2 bei eurem Auto.
    Des Plunder kommt vom «Autonomen Nachvollzug von EU-Recht» – also von der freiwilligen Übernahme von EU-Recht. Wir Schweizer machen es nicht WIE die EU, sondern wir machen es BESSER als die EU, sonst will ich in die EU.
    Und sonst drohe ich der ganzen Menscheit an, bis ans Ende meiner Tage mit einem Aston-Martin herum zu blochen, und ich drohe an sofort meine defekte Klimaanlage von meiner sparsamen aber 11 Jahre alten Karre (das Alter ganz im Sinne Mario Illien, wohlgemerkt) wieder mit R134a aufzufüllen, damit ich es 3 Tage im Jahr schön kühl habe im Auto (man informiere sich wie nett R134a zum Klima ist). Und ich drohe an, jedes Wochenende für 50.- nach Malle zu fliegen, um mich mit Sangria vollaufen zu lassen.

    Ich bin es Leid für Blöd verkauft zu werden.

    6
  • am 28.07.2021 um 10:51 Uhr
    Permalink

    Auf den Punkt gebracht und trotzdem: Mobilität kann nur durch Verteuerung gesenkt werden. Deshalb brauchen wir eine wirksame Mineralölsteuer.

    0
  • am 28.07.2021 um 10:57 Uhr
    Permalink

    Ein weiterer Artikel, der mich irgendwie ratlos zurücklässt. Nahm immer an, der Elektromotor an sich wäre viel energieeffizienter als der Verbrenner. Dann kämen ja noch die Bremswirkung mit Rekuperation dazu. Hier scheint das widerlegt zu werden— aber wie genau sehe ich nicht. Ja klar, die Batterie und sein Gewicht und Rohstoffverbrauch und noch zu bauende Ladeinfrastruktur..! Sehr gut finde ich, dass Ilien darauf hinweist, was selten geschieht: das Verschrotten von Millionen von bestehenden Verbrennern, das Verschrotten einer bestehenden, funktionierenden, weltumspannenden Treibstoffinfrastruktur ist auch ein ökologischer Wahnsinn. Ich zähle auf mit athmosphärisches CO2 rezyklierten e-Fuels (ähnlich Haber-Bosch bei N2), wo sowohl bestehende Vehikel und Infrastruktur weiter bestehen würden, auf eine Art Revival des Verbrenners, diesmal CO2 neutral. Meinung eines ordentlich informierten Laien. Soweit werde ich weiterhin meinen kleinen Diesel fahren und ihn ökologisch und energietechnisch amortisieren. Sicher nicht auf den momentanen E Hype der Politik und Autoverkäufer aufspringen, worauf Ilien zurecht hinweist.

    3
    • am 28.07.2021 um 21:10 Uhr
      Permalink

      Niemand will bestehende Verbrenner verschrotten. Es geht lediglich darum, keine neuen mehr zu produzieren!
      Wir haben eine weltumspannende Stromverteilungsinfrastruktur. Die verkraftet auch noch zusätzliche 20%, welche für die EMobilität notwendig ist. Zumal wir für deren Ausbau noch etwas Zeit haben, denn die EAutos füllen unsere Strassen auch nicht von heute auf morgen.
      Schauen Sie mal z.B. auf http://www.plugshare.com, wie weit die Ladeinfrastruktur bereits ist.

      0
  • am 28.07.2021 um 11:01 Uhr
    Permalink

    Ich als E-Auto-Fahrer sehe das natürlich anders als Herr Illien.
    Was mir im Artikel allerdings zu koruz kommt, ist ein Hinweise darauf, dass Herr Illien eben nicht nur Spezialist für MOTOREN ist, sondern Spezialist für VERBRENNUNGSMOTOREN.

    Jeder Ingenieur wird das Produkt, das er sein Leben lang entwickelt und verbessert hat, mit allen Mitteln verteidigen. Man sollte Herrn Illien hier also nicht als neutralen «Motorenexperten» sehen, sondern als Lobbyisten für Verbrennungsmotoren.

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  • am 28.07.2021 um 11:03 Uhr
    Permalink

    Raphaël Surber, Schleinikon, am 27.07.2021 um 14:51 Uhr

    «Die Behauptung, für ein einziges Elektrofahrzeug bräuchte es eine Solaranlage von 175m2, halte ich für eine grobfahrlässige Übertreibung.»

    Ich denke, der Autor sprach nicht umsonst vom Zeitraum November bis März in diesem Zusammenhang, also der lichtärmsten Zeit des Jahres.
    Wie unsere Politstrategen in dieser Zeit in Zukunft die Grundlast ausschließlich mit Wind und Sonne – ggf. wenn vorhanden auch Wasserkraft – sicherstellen wollen, ist schon ohne E-Mobilität eine Gleichung mit vielen Unbekannten… Und nun stellen wir uns mal noch Millionen von E-Mobilen zusätzlich vor.

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    • am 28.07.2021 um 22:31 Uhr
      Permalink

      Auch in der Lichtarmenzeit im Winter habe ich mit meinen 40m2 genügend Strom um das Auto zu betreiben. 175m2 ist Quatsch.

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  • am 28.07.2021 um 11:05 Uhr
    Permalink

    Der gute Mario hat ein paar wirklich geile Verbrenner (mit-)entwickelt bei Ilmor. Heute ist er aber offensichtlich eher auf dem persönlichen Abstellgleis angelangt, wenn er sich mit solchen katastrophalen Falschaussagen wieder ins Rampenlicht befördern muss.

    Ich habe, im Gegensatz zu ihm, beim XPrize 2010 in den USA den mit 2.5 Millionen US$ höchst dotierten Preis für energieeffiziente Fahrzeuge gewonnen, und das war ein rein batterieelektrisch Betriebenes.

    1. Wirklungsgrad: Wir haben ziemlich genau 86% der geladenen Energie in Bewegung umgesetzt.

    2. Solarenergie: Es reichen ca. 40 m2 Solarzellen, um ein E-Auto 15-20’000 km pro Jahr zu betreiben.

    War Ihre Redaktion hier veröffentlicht, ist schlicht Schwachsinn und Egotripp eines alternden Stars und ich bitte doch gefälligst um eine Gegendarstellung.

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  • am 28.07.2021 um 11:17 Uhr
    Permalink

    Hans Straub, Mellingen, am 27.07.2021 um 15:38 Uhr

    Herr Straub, Sie schreiben:
    «Hier wird der Wirkungsgrad von Elektromotoren mit in der Tat ziemlich lausigen 11 Prozent angegeben. Ich entsinne mich da aber eines Artikels auch hier bei Infosperber, eines Artikels von Herrn Guggenbühl im Jahre 2017, wo dieser mit ganzen 90 Prozent angegeben würde, …»

    Den E-Motor allein betrachtet, gebe ich Ihnen Recht. Allerdings geht aus dem Artikel hervor, dass Illien den Wirkungsgrad des Gesamtsystems E-Mobilität meint, also vom Wind / Wasser / Gas / Öl / Uran … bis zum Ziel, das der E-Mobil-Fahrer mit seinem Fahrzeug erreicht:

    «… dass von jener Energie, die zum Laden ihrer Batterien in Elektrizitätswerke einfliesst, die Stromer letztlich gerade mal noch 11 Prozent als Schub über ihre Antriebsräder auf die Strasse bringen.»

    Das ist eine Betrachtung, die in der E-Mobil-Euphorie der Politik und bestimmter Experten überhaupt nicht vorkommt, jedoch letztlich entscheidend ist, solange wir die Elektrizität so erzeugen, wie wir es nun mal tun.

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    • am 28.07.2021 um 22:34 Uhr
      Permalink

      Die Betrachtung ist aber fehlerhaft. Damit die 11% stimmen, muss er im Falle von Sonnenenergie den Wirkungsgrad der Solarzellen miteinbeziehen. Dann aber muss er auch den Wirkungsgrad der Photsynthese miteinrechnen die benötigt wurde um das Erdöl zu produzieren. Das ist natürlich beides Quatsch, denn sowohl die Sonne wie auch der Wind arbeiten kostenlos in unbegrenzter Menge. Daher macht es keinen Sinn hier Wirkungsgrade anzusetzen es sei denn man möchte auf Teufel komm raus etwas schlecht rechnen.

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  • am 28.07.2021 um 11:44 Uhr
    Permalink

    Der Beitrag enthält ein paar richtige und viele haarsträubend falsche Aussagen. Richtig ist, dass die Umweltfreundlichkeit der Elektroautos nur relativ und eher theoretisch ist. Der Ressourcenverschleiss für die Batterien ist nach wie vor prohibitiv. Völlig unsinnig und verzerrt ist der Vergleich der Wirkungsgrade, hier fehlt auch jeglicher seriöse Beleg. Dabei braucht es keinen weltbesten Motorenbauer, der Verbrennungsmotorenbau ist ja keine Geheimwissenschaft.
    Beginnen müsste man eigentlich mit der bedauerlichen Tatsache, dass beim motorisierten Individualverkehr so oder so keine Rede von Nachhaltigkeit sein kann. Weil aber das Prinzip der Suffizienz mit der menschlichen Natur offenbar nicht vereinbar ist, wird es so bleiben, dass die Reichen weiter ihren Tesla oder Porsche fahren werden, und die Armen eben nicht. Was dabei für die Umwelt und für die zukünftigen Generationen herauskommt … o je!

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  • am 28.07.2021 um 12:48 Uhr
    Permalink

    Hier sind ja viele Fachleute am Werk – ich überlege mir von meinem Elektroauto auf einen Verbrenner zu wechseln und habe ein nun Fragen:
    Ich habe gehört, dass man bei Benzinautos nicht zu Hause tanken kann, während man schläft. Wie oft muss man woanders nachtanken? Muss man das mehrmals im Jahr tun? Wird es eine Lösung für das Tanken zu Hause geben?
    Welche Teile müssen gewartet werden und wie oft? Der Autoverkäufer erwähnte einen Kasten mit Zahnrädern drin. Was ist das und erhalte ich eine Warnung mit einer Anzeige, wenn ich den Gang wechseln muss?
    Kann ich mit einem Pedal beschleunigen und bremsen, wie ich es jetzt bei meinem Elektroauto mache?
    Bekomme ich Kraftstoff zurück, wenn ich langsamer werde oder bergab fahre? Ich nehme es an, wollte aber nochmal nachfragen.
    Das Auto, das ich Probe gefahren habe, hatte offenbar eine Verzögerung vom Betätigen des Gaspedals bis zum Beginn der Beschleunigung. Ist das normal?
    Wir zahlen derzeit etwa 2 Rappen pro Kilometer für die Fahrt mit unserem Elektroauto. Ich habe gehört, dass Benzin bis zu 10 Mal so viel kosten kann, also rechne ich damit, dass wir anfangs etwas Geld verlieren werden. Wir fahren etwa ca. 15.000 km im Jahr.
    Stimmt es, dass Benzin brennbar ist? Sollte ich den Tank leeren und das Benzin woanders lagern, wenn das Auto in der Garage steht?
    Der Hauptbestandteil von Benzin soll aus Erdöl stammen. Stimmt es, dass die Förderung und Raffinierung von Öl Umweltprobleme, Konflikte und Kriege verursacht. Gibt es da eine Lösung?

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    • am 1.08.2021 um 04:47 Uhr
      Permalink

      Genau. Schreiben wir doch einen lustigen Aufsatz über Supermario. Also, der Mario hat gestern den Verbrenner erfunden, ist ja klar, als bester Motorbauer der Welt. Er geht also zum Patentamt.

      Beamter: «Mit WAS wollen Sie ihren Motor betreiben? Mit Benzin? Das Zeugs, womit die Jungs Molotov-Cocktails basteln? Und wieviel wollen Sie davon in diesem Blechtank unter dem Rücksitz, wo die Kinderlein sitzen, speichern? 55 Liter? Mit 550 kWh Sprengkraft? Und mit 4 Blechschrauben befestigt? »
      «Was ist denn das…Stöchiometrisches Gemisch? Aha, damit Benzin so kontrolliert verbrennt, vermischen Sie es mit 14,7 Teilen meiner Atemluft. Geht ja noch.»
      «Ach, das ist gewichtsbezogen? Dann braucht 1 Liter Benzin /spez. Gewicht 0,78 kg/Liter) also bei einem spezifischen Gewicht von 1,4 kg pro ein tausend Liter also (0.78*14,7)/1.4 also rund 8000 Liter MEINER ATEMLUFT?»
      «Na sauber. Und nun, sagen Sie mal, Herr Illien, woher würden denn die Leute Ihr Benzin hernehmen, wenn der Tank mal leer ist? Aha, von Tankstellen. Sie wollen also in jedem Dorf im Boden 100’000 Liter von dem Zeugs lagern, und oben lümmelt die Dorfjugend rum und macht erste Gehversuche im Zigarettenrauchen? Wärter, nehmen Sie diesen Mann mit, am besten ins Heim.»

      Ganz im Ernst: Mario Illien bleibt auch nach seinem Ausrutscher einer meiner Helden. Zu geile Motoren, die viele Meisterschaften gewonnen haben, gehen auf sein Konto. Aber ökologisch und ökonomisch war der Verbrenner leider ein historischer Fehler.

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    • am 2.08.2021 um 16:15 Uhr
      Permalink

      Wäre die Automobilindustrie wegen des Öl-Booms in Texas Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nicht um den Verbrennungsmotor herum aufgebaut worden, hätten sich höchstwahrscheinlich Elektroautos als führender Antrieb durchgesetzt. Das hat VW-Entwicklungschef Ulrich Eichhorn bei einer Presseveranstaltung im Juli 2017 erklärt.
      „Wäre es mit den Technologien andersherum, könnte man sich nur schwer vorstellen, dass ein Ingenieur erfolgreich vorschlägt, dass Verbrennungsmotoren Elektroautos ersetzen. Stellen Sie sich vor, diese Person würde sagen: ‚Statt von Beginn an vorliegendem Drehmoment wie bei einem Elektroauto, muss es erst hochgefahren werden’“, so Eichhorn.
      „Und stellen Sie sich vor, er erkläre anschliessend, dass es sich um einen Apparat handele, bei dem durch den Einsatz einer toxischen und hoch entzündlichen Flüssigkeit, die im Inneren des Fahrzeugs gelagert werden muss, Tausende kleine Explosionen in der Minute stattfinden“, so der VW-Manager weiter.
      Eichhorn verwies zudem darauf, dass der Kraftstoff für Verbrennungsmotoren fast ausschliesslich aus Krisenregionen stammt. Sollte ein Entwickler heute eine derartige Antriebstechnologie vorschlagen, „was denken Sie, würde sein Chef zu ihm sagen?“, so der Automanager zu den anwesenden Pressevertretern.

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    • am 3.08.2021 um 10:52 Uhr
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      Jürgen Baumann, Wallisellen, am 2.08.2021 um 16:15 Uhr

      «…dass der Kraftstoff für Verbrennungsmotoren fast ausschliesslich aus Krisenregionen stammt.»

      Um die Rohstoffe für E-Motoren und die Batterien für die E-Mobilität wurden und werden ebenfalls Kriege geführt: Kongo, Bolivien. Und ein Herr Musk gab freimütig zu, dass er Kriege führen würde für diese Rohstoffe, wo immer er es für nötig hält, um an diese heranzukommen.

      Dieses Krisen-Argument ist also kaum von Vorteil für den E-Antrieb, zumal sich die ganz wichtigen Rohstoffe auf derzeit nicht mal eine Handvoll Länder konzentrieren.

      Zur Durchsetzung des Verbrenners gegenüber dem E-Antrieb Anfang des letzten Jahrhunderts ist noch hinzuzufügen, dass darüber im Grunde nur ein kleines, aber im Rückblick sehr interessantes Detail entschieden hat: Der Anlasser, der von Chevrolet erfunden wurde. Damit war der Verbrenner plötzlich sehr einfach zu handhaben. Das problemlose Errichten von Tankstellen tat dann ein Übriges. Gerade der letzte Punkt -Verfügbarkeit von Ladestationen und Ladedauer – ist für die E-Mobilität nach wie vor ein erhebliches Problem. Und wie es scheint, wird es bei einer dem Verbrenner vergleichbaren zahlenmäßigen Nutzung der E-Mobilität zumindest in D wohl zu massiven Versorgungsengpässen mit Strom kommen, dank der herrschenden «alternativlosen» Energie-Politik.

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    • am 3.08.2021 um 21:38 Uhr
      Permalink

      In Deutschland gibt es eben immer sagenhaft viele Bundesbedenkenträger. Ich frage mich, wie dieses Land überhaupt die Elektrifizierung so hinbekommen hat, so das jeder Elektroherde, Backöfen, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Tumbler, Tiefkühltruhen, usw. betreiben kann. Und immer noch 30% des erzeugten Strom für einen «Betrieb ohne Nutzen» verschwendet. Dabei braucht eine Vollelektrifizierung im PW Bereich nur 20% mehr Strom. Man rechne!
      Aber wenn die Deutschen so gerne weiter DiEsel fahren und sich im BenZinismus üben durch die Finanzierung von mittelalterlichen Potentaten mit Eroberungsgelüsten, nur zu. Andere Länder nehmen gerne emissionslose Fahrzeuge ab. Vielleicht wird Deutschland ja in naher Zukunft ein neues Kuba. Da gibt es auch jede Menge Oldtimer.

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  • am 28.07.2021 um 14:44 Uhr
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    Herr Illien ist bestimmt ein findiger Kopf, der Titel des Artikels sollte aber eher lauten «Der weltbeste Verbrennungsmotorenbauer …».

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  • am 28.07.2021 um 20:03 Uhr
    Permalink

    Egal mit was gefahren wird es wird gefahren! Versicherungen und Steuern (auch Treibstoffsteuer) müssen pro gefahrenen Km abgerechnet werden ähnlich der LSVA im LKW. Nur so kann man die Leute dazu anhalten sparsamer zu werden! Hier geht es nicht um Staatseinnahmen sondern um effektiven Umweltschutz der was bringen soll! Jede Treibstoff Preiserhöhung (Steuer) dient nur der Kompensation von Steuereinnahmen weil die Verbrenner-Autos immer effizienter geworden sind und weniger Treibstoff benötigen! Gefahren wird immer gleich viel aber wenn es wirklich teurer wird erst dann passiert ein umdenken!

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  • am 29.07.2021 um 07:19 Uhr
    Permalink

    So einen Zahlensalat. Keine Ahnung, wer nun recht hat.
    Solange aber in der Region Basel fast 80% der Fahrten unter 5km weit sind, ist die Diskussion um Antriebdarten obsolet. Und ein Beweis dafür, dass die ganz grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung nicht Ansatzweise glaubt, dass der Klimawandel menschgemacht ist. Auch wenn sie das gebetsmühlenartig von sich geben und mich Velofahrer (ohne Batterie) als Klimaleugner diffamieren, weil ich an Gott glaube und nicht den Wissenschaftler.
    Gerade vorgestern war ich wieder mit Regenhut, -jacke und – hose auf dem Velo unterwegs. Ist halt nicht so sexy, wie hinter dem Steuer eines Teslas herumzukurven. Aber dafür mit grossen Respekt vor der Schöpfung.

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  • am 29.07.2021 um 07:25 Uhr
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    Es ist wenig überraschend, aber trotzdem erstaunlich, wie sehr das Thema «Auto» Emotionen weckt. Die Leserkommentare auf diesen Artikel, meine eingeschlossen, zeigen, dass Hanspeter Guggenbühl recht hatte, als er sinngemäss sagte, dass man das Auto längst durch etwas Besseres ersetzt hätte, währe es ein Verkehrsmittel.

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  • am 29.07.2021 um 11:57 Uhr
    Permalink

    Ein katastrophaler Artikel. Sämtliche neuen seriösen Studien zum Thema Elektromobilität sehen das e-Auto bei einer umfassenden Ökobilanz über den ganzen Lebenszyklus klar im Vorteil. Um nur ein Beispiel zu nennen, die Daten vom Kassensturz basierend auf Studien des PSI (https://www.srf.ch/news/panorama/klimabilanz-von-autos-elektroautos-lassen-hybride-und-verbrenner-locker-stehen).
    Die 11% Wirkungsgrad sind wohl ein Witz. Herr Ilien ist sicher ein hervorragender Formel-1-Motorenbauer, aber derartige Falschaussagen ungeprüft zu publizieren verletzt jegliche journalistische Sorgfaltspflicht. Ich empfehle dem Autor, seinen Artikel von echten Fachleuten zur Elektromobilität (wie Christian Bauer am PSI) lesen zu lassen, und eine Richtigstellung vorzunehmen!
    Das einzig gute am Artikel ist die Bemerkung, dass die überdimensionierten, übermotorisierten Autos ein grosses Problem sind – aber das gilt für die fossil betriebene Mercedes-G-Klasse genauso sehr oder noch mehr als für die grossen Teslas – die haben wenigstens nicht den cw-Wert eines Backsteins!

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  • am 31.07.2021 um 08:55 Uhr
    Permalink

    Lieber Herr Reinle
    doch, dem sage ich «saufen».
    Mein Hyundai Kona electric mit 64kW Batterie, verbraucht auf 100 km 16kWh.
    Dies entspricht ca. 1,6 Liter Diesel oder 1,9 Liter Benzin.
    Sogar der «säufer» Tesla Model X, ist bei einem verbauch von 30kWh ein sparsameres Farzeug als Ihres mit 6.1 Litern.

    Liebe grüsse von einem Elektrofahrzeug-Praktiker

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    • am 1.08.2021 um 00:32 Uhr
      Permalink

      Eben. Genau. Die Elektrogöppel verbrauchen im täglichen Betrieb verhältnismässig wenig. Aber Herstellung und Entsorgung der Batterien blenden wir aus, um unser Gewissen zu beruhigen. Und Autobahnen und Tunnelröhren brauchen diese Karren ja wohl auch keine.

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    • am 1.08.2021 um 10:55 Uhr
      Permalink

      Das meine auch ich, Herr Haldimann … und dann noch dies zum stehenden Verkehr:
      Christopher Alexander’s «Mustersprache» ist seit langem sozusagen meine «Bibel» als Lebensraumkünstler. Beispielsweise zum Auto hat er bereits 1977 geschrieben, dass es jede Menge schwieriger und grosser sozialer Probleme verursachen kann; es aber eine solche Macht hat, dass eine Zukunft ohne Auto nicht vorstellbar scheint. Ob mit Benzin, Diesel oder Strom oder was auch immer angetrieben …. beim Muster «Lokalverkehrszonen» steht Christopher Alexander unter anderem zum Platzbedarf: «Stellen wir das Problem in seiner ganzen Schärfe dar. Der Mensch braucht etwa 1/2 m2 Platz, wenn er stillsteht, und vielleicht 1 m2, wenn er geht. Ein Auto braucht etwa 30 m2, wenn es stillsteht (einschliesslich Zufahrt), und bei 50 km/h und einem Abstand von drei Längen braucht es etwa 100 m2. Wie wir wissen, werden Autos die meiste Zeit nur von einer Person benützt. Der Gebrauch von Autos bedeutet also, dass jede Person fast hundertmal soviel Platz braucht wie als Fussgänger.» Städte wie Kopenhagen, die sich bei ihrer Entwicklung an Christopher Alexander’s «Mustersprache» orientiert haben, sind lebensfreundlich: schade, dass das in den letzten 40-50 Jahren so wenige getan haben!

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  • am 31.07.2021 um 15:16 Uhr
    Permalink

    Die Mobilität belastet die Umwelt sehr stark und weniger ist dringend notwendig. Mit Ferrari oder Tesla wird sich sicher nichts verbessern, aber wie beurteilen sie folgende Studie des ICCT, welche sagt dass die Gesamt-Klimabilanz von Elektroautos knapp 70% besser ist als ein Verbrennungsfahrzeug? Bei allen Klimabilanzen ist immer die Frage was alles nicht berücksichtigt wird. Die Studie des ICCT scheint doch ziemlich umfassend zu sein. https://theicct.org/sites/default/files/Global-LCA-passenger-cars-FS-DE-jul2021.pdf

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  • am 1.08.2021 um 06:32 Uhr
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Wyss,

    eine Studie, in der erst einmal (un-bewiesene) Behauptungen aufgestellt werden, ist UN-glaubwürdig. Egal, ob sich da irgendein Institut mit Bezeichnungen, wie «Global» aufplustert oder nicht.
    Bei «Ihrer» Studie wird beispielsweise eine Lebensdauer von 18 Jahren als Bezugs-Grösse einfach mal so in den Raum gestellt – ABER, wenn Sie DA einmal «nachbohren» finden Sie Werte zwichen theoretischen 26 Jahren (Volkswagen) und praktischen 9,5 Jahren (statista).
    Ein Wert nahe 10-12 Jahren dürfte realistisch sein.

    Wobei fraglich ist, ob die staatlich per geänderten Normen und sonstigen Massnahmen erfolgten «Zwangs-Verschrottungen» überhaupt DA eingerechnet wurden.

    Also ordne ich «ihre» Studie, die Se für so seriös hielten (Irren ist menschlich) unter UN-seriös ein.

    Freundliche Grüsse !
    wolfge

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  • am 1.08.2021 um 11:53 Uhr
    Permalink

    Vielen Dank, Niklaus Ramseyer, für die Übermittlung der fundamentalen Gedanken von Mario Illien. Sie beide sind vorläufig noch Rufer in der Wüste: Wer hört aber rechtzeitig die Stimmen der Vernunft?! Aber die Rechnung wird uns – der Menschheit – noch früher als erwartet präsentiert werden. Und wieviele werden dann ungläubig staunen – und, dann endlich die richtigen Schlüsse ziehen müssen?

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  • am 1.08.2021 um 12:48 Uhr
    Permalink

    Zitat: «…mit Solarstrom zu laden, wäre eine Anlage mit 175 Quadratmetern Solarzellen nötig»:
    auf einen Verbrennungsmotor bezogen würde das lauten: «…um den Benzintank zu füllen müssen wir jeden Tag zu Tankstelle un 60 Liter tanken…».
    RICHTG: Beispiel mit einem Tages-Kilomter-Wert von 50 km:
    1. Solarertrag in Zürich, im Winter (Nov. bis Feb.) ist 1.5 kWh pro 1kWp installierter Solarpanel.
    2. um täglich 50 km zu fahren braucht es bei 18 kWh/100km: 9 kWh Energie.
    3. Daraus folgt: Auf dem Dach müssten 6 kWp Solarpanel (ca. 12 Panels a 500 Wp, ca. 25 Quadratmeter!) installiert sein um den täglichen Bedarf fürs E-Auto rein mit Solarenergie abzudecken. Im Sommer hat man natürlich entsprechend Überfluss!

    Zum Thema serieller Hybrid: keine gute Lösung, weil der Wirkungsgrad schlechter ist.

    Besser macht es da Toyota mit dem Plugin Hybrid und dem Synergie Drive mit Planetengetriebe: Bester Wirkungsgrad und optimaler Drehzahl Bereich für das schwächste glied in der Kette: den Verbrennungsmotor:

    Verbrauchtstest Toyota Hybrid und BMW Diesel:

    https://www.youtube.com/watch?v=PuS_ikMpFsA

    Auch Mitsubishi mit dem Outlander PHEV ist eine Variante, welcher seriell und parallel Hybrid beherscht.

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  • am 2.08.2021 um 18:39 Uhr
    Permalink

    Ich habe soooo viel Spass an diesen Kommentaren:-)
    Fast wie beim Fussball, jeder ist Experte und alle anderen blöd

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    • am 3.08.2021 um 08:29 Uhr
      Permalink

      Nun, die ganze Sache hier zeigt, dass die Artikel im Infosperber sehr mit Vorsicht genossen werden müssen, da diese weder neutral noch gründlich recherchiert sind. Hätte ich für den Infosperber wie bei der Republik ein Abo abgeschlossen, ich hätte es spätestens jetzt gekündigt oder meine Spenden sistiert.

      Autos sind halt eine Art Religion, da werden Fakten gerne ausgeblendet. Es geht heutzutage aber nicht mehr darum, welcher Motor besser tönt oder geiler beschleunigt, sondern eben auch welcher Antrieb klimaschädlicher ist. Hier als Verbrenner-Fan hinzustehen und kompletten Mist zu behaupten, das braucht schon ziemlich viel Mut.

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    • am 3.08.2021 um 18:51 Uhr
      Permalink

      Ja, das Auto bedeutet individuelle Freiheit in unserer Gesellschaft. Auch Flugzeug und Bahn gehören wie selbstverständlich dazu. Die ausgerufene P-landemie (die nie eine Pandemie war und nie eine sein wird), hat den Nerv dieser Freiheit getroffen und die Freiheitssuchenden folgsam gemacht für Experimente an dieser Gesellschaft.
      Glücklicherweise werden der Menschheit immer wieder aufgewachte Menschen geschenkt und diese finden Lösungen aus der vermeindlichen Begrenzung an der die Schafe leiden.

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    • am 4.08.2021 um 07:57 Uhr
      Permalink

      Ja, mein lieber Herr Blapp, es ist doch sehr interessant, wie verschieden man die gleichen Texte beurteilen kann. Sie sind offensichtlich wie ich auf der Suche nach echten Informationen, nur erlebe ich die ganze Geschichte genau umgekehrt: Ich habe auch ein Abo bezahlt für die Republik, was ich heute bedaure, und ich werde mein Abo bestimmt nächstes Jahr nicht mehr erneuern. Das extremste Beispiel einer betrachte ich das Pampflet eines gewissen Herrn Binswanger, in welchem er diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen als verantwortungslose Egoisten bezeichnet. Und interessanterweise findet der Grossteil der Republik-Leser diese haltlose Verherrlichung der Impfbefürworter und die das Heruntermachen der Gegner als agemessen: Das Heulen mit den Wölfen passt offensichtlich den meisten vermeintlich kritischen Kommentarverfassern. Etwas Ähnliches geschah vor einigen Wochen, als die «Republikaner» einem «Fachmann» Dr. Prof. Butter Platz gewährten für eine total unbelegte Attacke auf den Friedensforscher und Amerikakenner Daniele Ganser Platz boten für seine Plattitüden.
      Im Infosperber hingegen finde ich immer wieder sehr gut recherchierte und in einem guten Deutsch verfasste Beiträge von bestens informierten Journalisten, die einem immer wieder zum Überdenken der eigenen Überzeugungen animieren. Ich bin jeden Tag gespannt, was für ein kritischer, sonst nirgends lesbarer, wertvoller Beitrag wieder erscheint. Ich empfehle weiterhin den lesenswerten Infosperber!

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    • am 4.08.2021 um 19:10 Uhr
      Permalink

      Dem kann ich nur beipflichten Herr Goldinger:-)
      Republik sollte man lesen damit klar erkennbar wird wo Ideologie hinführt.
      Für den eigenen Seelenfrieden lässt man diese Lektüre dann besser weg.
      Selber denken ist sicher vorteilhaft.

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    • am 4.08.2021 um 21:40 Uhr
      Permalink

      Geschätzter Joseph Goldinger, Grandson
      Ich bin auch ein Impfbefürworter und möchte die Nicht-Impfbefürworter mit einer kleinen Geschichte langweilen.
      Folgende Situation: Am Ufer eines Flusses steht eine Fabrik, die ihr Abwasser in denselben leitet. Ein wenig weiter stromabwärts hat sich ein Fischereibetrieb niedergelassen, dessen Existenz durch die Wasserverschmutzung bedroht wird. Was tun?
      Das Beispiel geht auf den Ökonomen Arthur Cecil Pigou zurück und soll die Logik eines sogenannten externen Effekts veranschaulichen. Ein externer Effekt stellt sich ein, wenn ein Einzelner (der Fabrikbesitzer) mit seinen Handlungen Unbeteiligte (den Fischer) schädigt.
      Wer sich ohne medizinische Gründe nicht impfen lässt, ist ein Grossproduzent von externen Effekten. Die Impfung schützt bei bislang überschaubaren Risiken und Nebenwirkungen nicht nur die Geimpften vor schweren Krankheitsverläufen. Sie verringert auch die Gefahr einer ungebremsten Ausbreitung des Virus und damit auch möglicherweise impfstoffresistenter Mutationen. Auf ein solches Szenario müsste die Regierung wahrscheinlich mit erneuten Einschränkungen des öffentlichen Lebens reagieren, weil sich sonst die Intensivstationen wieder füllen oder die Schulen geschlossen werden müssten.
      Der ganze Mist ginge von vorn los.
      Ich weiss – in Eurer Selbstverliebtheit tangiert Euch das nicht. Aber schön haben wir mal drüber gesprochen.

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    • am 5.08.2021 um 08:52 Uhr
      Permalink

      Mein lieber Jürgen Baumann. Ich weiss, dass man Leute, die von der Alleingültigkeit ihrer Überzeugung, d.h. der seligmachenden, nicht zu bezweifelnden Lehre wie bei religiösen Fanatikern, nie dazu bringen wird, ihre eigene Meinung in Frage zu stellen. Sie haben wie jedermann das Recht, sich für oder gegen das Impfen zu entscheiden, aber hören Sie doch bitte auf, Menschen, die ihre religiöse Selbstsicherheit nicht teilen, als «Schädling und Verschmutzer» zu diffamieren.
      Ich verbleibe mit dem sicher nutzlosen Wunsch, bei Ihnen eine selbstkritische Haltung auszulösen. Aber eben, Sie sind, im Gegensatz zu mir, im Besitz der Wahrheit, und ..

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    • am 6.08.2021 um 10:24 Uhr
      Permalink

      Nun, ich war mir gar nicht bewusst, dass ich religiös sei. Dazu bin ich zu lange als Naturwissenschafter ausgebildet worden. Ich überzeuge mich selbst von den Fakten der Nützlichkeit des Impfens. Und die sind evident.
      Einen weiteren Vorteil des Nicht-Impfens fange ich an langsam lieb zu gewinnen. Entweder man ist geimpft – oder man bekommt Besuch von Corona. Und abhängig vom Alter und Vorerkrankungen reduziert das Virus ziemlich effizient die Zweifler. Lassen wir uns das doch als Chance begreifen.

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    • am 6.08.2021 um 21:53 Uhr
      Permalink

      Lange Ausbildung hilft leider selten zu besserem Denken. Die gängige Lehrmeinung wird dabei nur noch mehr zementiert mit schlimmen Folgen für eine Weiterentwicklung.

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    • am 7.08.2021 um 02:15 Uhr
      Permalink

      Dann sind Sie wenigstens nicht für Impfzwang, denn ihr Problem löst sich ja von selbst. 🙂

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    • am 7.08.2021 um 12:59 Uhr
      Permalink

      A l l e Probleme lösen sich von selbst:-)

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    • am 5.08.2021 um 09:05 Uhr
      Permalink

      Herr Baumann, Herr Goldinger scheint Sie in den falschen Film geführt zu haben. Hier läuft eigentlich der Streifen mit den Autos. Bei Ihrer „kleinen Geschichte“ scheinen Sie davon auszugehen, dass die Gen-Manipulation betreffend Corona hält, was damit versprochen wird. Was aber offensichtlich immer weniger geglaubt wird!?

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    • am 5.08.2021 um 10:59 Uhr
      Permalink

      Jürgen Baumann, Wallisellen, am 4.08.2021 um 21:40 Uhr

      Hier sollte es zwar um Motoren gehen, aber sei´s drum…

      Ich möchte Ihre Geschichte erweitern:
      Der Fabrikbesitzer mit dem Abwasser schliesst mit dem Staat ein Abkommen, dass er einleiten darf was er will, er wird dafür nicht haftbar gemacht. Der Staat stimmt diesen Abkommen zu, da er davon ausgeht – ohne je ersthaft Alternativen geprüft zu haben – dass das Produkt dieser Fabrik lebensnotwendig ist. Es gibt zwar Berichte, dass Menschen an den im Abwasser gelösten Chemikalien flussabwärts schwerste Schäden erleiden, ja sogar sterben. Aber dennoch überprüft der Staat das Abwasser nicht, da er meint – ohne es zu wissen – dass das Produkt sozusagen «alternativlos» sei.

      Was ist die Folge?
      Meinen Sie, der Fabrikbesitzer baut eine Superkläranlage, die den schönen Gewinn erheblich schmälert? Oder meinen Sie, er macht weiter wie bisher?
      Vielleicht lädt er ja den einen oder anderen Politker in seine tolle Fabrik zu einem Essen ein … Vielleicht bietet er ja dem einen oder anderen Politker auch einen Aufsichtsratsposten an …, um sicherzustellen, dass der Vertrag nicht gekündigt wird …

      Vielleicht hilft Ihnen ja bei der Entscheidungsfindung folgender Link weiter:
      https://sciencefiles.org/2021/07/27/virus-gewinnler-pfizer-biontech-knebelvertrag-fur-comirnaty-geleaked-sie-bezahlen-alles/

      Ich weiß, Ihren Glauben wird das nicht erschüttern. Aber schön, dass wir uns mal dazu ausgetauscht haben …

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    • am 14.08.2021 um 16:31 Uhr
      Permalink

      Mein «Glauben» ist keineswegs erschüttert. Ich schaue mir die Fakten an. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung – aber nicht auf eigene Fakten. Natürlich kann die Argumentation auch so lauten: «Ich weiss, das Deine Meinung richtig ist. Aber meine gefällt mir eben besser.»
      Die Verträge sind Standardverträge. Hätte es die Unterzeichnung nicht gegeben, hätten wir keinen Impfstoff – dafür aber überlastete Spitäler und überlastete Krematorien. Schon vergessen? War gerade in Sachsen ein Thema.
      Die Superkläranlage ist genau die Internalisierung der Kosten, die notwendig ist. Eine gut organisierte Demokratie weiss das. Und wenn sich in und um Cottbus Politiker gerne einladen lassen, wäre ein kritischer Blick bei der nächsten Wahl nötig bei der Abstimmung. Noch besser: Selber antreten und besser machen! Die Faust im Sack kann jeder machen.

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    • am 3.08.2021 um 09:39 Uhr
      Permalink

      Technischer, ökologischer und ökonomischer Sachverstand ist wie vieles auf der Welt in einer Art Gauss-Kurve verteilt. Spannend wird es immer dann, wenn der Teil , der «EVABAT» repräsentiert auf die Kollegen von «CATNIP» trifft. Wie hier.
      Ach ja – «EVABAT» – Economically Viable Application of Best Available Technology und «CATNIP» Cheapest Available Technology Not Involving Prosecution. Nun darf sich hier jeder aussuchen wozu er wohl gehören mag. Als Tipp für Unentschlossene: DiEsel ist es nicht und einfach nur auf BenZinismus machen, reicht heute auch nicht mehr.

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    • am 3.08.2021 um 20:07 Uhr
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      Hinzu kommt noch ein weiterer suboptimaler Umstand.
      Die wachsende Zahl der Sachverständigen, die nicht selber denken sondern ungeprüft die Meinung ihrer Professoren als eigenes Wissen weitertragen.
      Unser Pro hat die Gausssche kurve so erklärt: Es gibt drei Arten Menschen, die Weiblein, die Männlein und die Dummköpfe und diese sind in der Mehrzahl:-)

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  • am 3.08.2021 um 20:01 Uhr
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    Ooh wie schön, dieser Artikel klingt wie ein Diffamierungsprojekt der deutschen Autoindustrie. Es ist eine Frage der Entwicklung. Die deutsche Mobilindustrie hat sich nicht gerade innovativ gezeigt in den letzten Jahren. Das neue Buch über Tesla des Wissenschaftlers Christoph Krachten geriet unter Beschuss, die deutsche Automobillobby wollte dessen Veröffentlichung verhindern: https://www.youtube.com/watch?v=9LnvcpjeQiE Das ist der Preis für eine demokratische Gesellschaft, welche es verpasst hatte, den Kapitalismus und die daraus hervorgehende Macht zu regulieren. Destruktive Konkurrenz anstatt konstruktive Kooperation sind das Resultat. Allein eine Siliziumbeschichtete Carbon-Karosserie und dazu ein Biodieselstromgenerator welcher einen Höchst-Wirkungsgrad hat, da er nur im optimalen Drehmoment arbeiten muss um die Batterien bei Stromnot geladen zu halten, könnten die Reichweite verdoppeln. Ebenso wäre LOHC Wasserstoffspeicherung (In einem Trägermedium bei normalen Temperaturen) möglich, um damit eine Brennstoffzelle als Ladegerät zu verwenden. Es wäre alles da für ein Super-Elektroauto, würde man alle Möglichkeiten nutzen und das optimale Rezept der Kombinationen suchen und finden. Teure Patente und Konkurrenzdanken verhindern dies aber vorerst noch. Darum wird auch hier China der Sieger sein. Wir sind selber schuld, wir haben uns nicht gewehrt und den elitären Raubtierkapitalismus und dessen nicht nur verbal gewalttätigen Lobbyismus zugelassen.

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  • am 10.08.2021 um 15:25 Uhr
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    Solange der Volllastverbrennungsmotorenbauer seine Berechnungen nicht offen legt, weise ich seine Behauptungen als völligen, abenteuerlichen und unwissenschaftlichen Unsinn zurück.

    Der Verbrennungsmotor ist auch unter besten Umständen eine Entropieschleuder, wie jeder Maschinenbaustudent wissen sollte. Auch wenn er wie ein Formel 1 Motor dröhnt, produziert er prinzipbedingt vor allem heisse Luft. Das physikalische Prinzip der Einschränkung ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt und wird heute 2. Hauptsatz der Thermodynamik genannt.

    Die Batterie/Servomotor Kombination ist der mineralölgefeuerten Wärmekraftmaschine schon im Grundsatz im Wirkungsgrad turmhoch überlegen. Sie fahren nicht einmal im gleichen Rennen. Der Benziner würde nur noch Gummi riechen.

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  • am 10.08.2021 um 16:45 Uhr
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    Ich sehe meine konservative Haltung gegenüber dem aktuellen Elektrohype bestätigt, heute im Tagi (zitiert aus „75 Ideen, wie Sie den Klimawandel stoppen können“), u.a. folg. Punkte:
    1. GEWICHT. Grundsätzlich: Der Motortyp ist beim Auto nicht das Entscheidende. Wichtiger ist erstens das Gewicht: Je schwerer das Auto, desto höher der Energieverbrauch für Produktion und Antrieb.
    2. LEBENSDAUER … Autos werden vorzeitig ersetzt, gerne mit dem Hinweis, das neue sei dann energieeffizienter. In einer Gesamtbetrachtung geht das aber nur selten auf. Die Herstellung eines Neuwagens erzeugt so viel CO2 wie drei Langstreckenflüge. Das neue Autos vermag dies während seiner Lebenszeit durch seinen Minderausstoss nur in den wenigsten Fällen zu kompensieren.

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    • am 11.08.2021 um 07:06 Uhr
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      Wer sehr wenig Fahrkilometer im Jahr aufweist, bei dem mag die Aussage «so lange nutzen wie möglich egal was für ein Antrieb» stimmen.Sich aber nur auf Gewicht und Lebensdauer des Autos abzustützen, das ist zu kurz gedacht, es ist wie meistens, pauschale und sehr vereinfachte Aussagen sind selten richtig. Denn hier kommt es effektiv auf die Anzahl pro Jahr gefahrenen Km pro Jahr an und natürlich auf die Herkunft des Stroms an der für die Herstellung des Autos/Batterien verwendet wurde und natürlich mit welchem Strommix gefahren wird. Diese Berechung (ab wievielen km sich sich ein Umstieg lohnt) ist von Situation zu Situation unterschiedlich und es kommt natürlich auch darauf an, ob sie eine Dreckschleuder (zB. einen Ford Raptor) fahren und was für einen BEV sie sich alternativ zulegen. Es gibt auch Elektroautos mit 40kWh Akkukapazität oder sogar noch weniger, welche dementsprechend weniger Reichweite haben als ein grosser Tesla, aber auch viel weniger graue Energie für die Herstellung aufweisen.

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    • am 11.08.2021 um 08:03 Uhr
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      @L. Trachsel
      1. Richtig, eine Elektrovelo oder Lastenrad ist natürlich deutlich effizienter wie ein Tesla. Ergo: Langsamverkehr durch geeignete Verkehrswege fördern.
      2. Es geht nicht um die Frage, bestehende Verbrennerautos wegzuschmeissen, die noch gut im Schuss sind. Es geht darum, welche Antriebsart sollte man wählen, wenn man ein neues Auto kauft. Denn ein einmal gekauftes Auto bleibt im Durchschnitt 15 Jahre auf der Strasse (nicht beim gleichen Besitzer). Der Käufer eines neuen Autos hat lädt damit eine 15-jährige Verantwortung auf sich, auch wenn er selber nach drei Jahren dann vielleicht doch auf etwas umweltfreundlicheres, vielleicht sogar ÖV, umsteigt.

      In Alberta/Kanada braucht man sehr viel Energie in Form von Strom, um das Öl aus dem Sand zu kochen. Deshalb wollte man ein Atomkraftwerkt aufzustellen, doch dann wäre es zu offensichtlich geworden, dass man mit dem Strom des Atomkraftwerks praktisch gleichweit fahren könnte wie mit dem Strom gewonnene Treibstoff. Stattdessen verbraucht man heute bis zu 40% des frisch gewonnenen Öls zur Stromproduktion und thermischen Prozessen, um das Öl aus dem Sand zu gewinnen. Diese höchst bedenklich gewonnen Treibstoffe werden dann genau einmal verwendet, in einem Verbrennungsmotor oder einer Flugzeugturbine.
      Ein Auto könnte man auch mit Erneuerbaren Energien herstellen. Und man kann es recyceln, im Gegensatz zum verbrannten Sprit.
      https://insidetesla.de/tesla-92-prozent-batteriezellenmaterialien-recyceln/

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    • am 14.08.2021 um 16:12 Uhr
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      Das ist Gewicht ist immer ein Argument, dass gerne gezogen wird – nur führt es in die Irre. Die Verbrenner haben nämlich einen erheblichen ihres Betriebsgewichts einfach «outgesourct»- es fährt im Tanklastwagen hinter ihnen.
      Machen wir ein Beispiel (nur für den Betrieb – für mehr reicht der Platz hier nicht): Hyundai Kona Benziner 1.6 Tonnen, 1.6 GDI. Verbrauch WLTP 6.3 Liter Super. Spezifisches Gewicht Super 0.75 kg/ l. Nach 100 km hat er 6.3*0.75= 4.7 kg Benzin verbraucht und 6.3*2.37 = 7.8 kg CO2 erzeugt (1 Liter = 2.37 kg CO2). Jetzt rechnen wir das mal auf eine Strecke von 100’000 km. Dann kommen da 3 Nullen dran. 4.7 Tonnen Benzin und 7.8 Tonnen CO2.
      Lassen wir mal die Tonnen CO2 beiseite. Der Wagen hat dann ein Real-Gewicht von 1.6+4.7=6.3 Tonnen. Die 4.7 Tonnen sind im Tanklastwagen hinter ihm.
      Jetzt für Kona electric: Start 1.8 Tonnen – nach 100’000 km: 1.8 Tonnen. Und nun der Vergleich. Welches Fahrzeug ist das leichtere?
      Forum frei für Antworten.

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    • am 15.08.2021 um 08:18 Uhr
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      Der Benziner ist vielleicht 175kg leichter auf die ganzen 100’000km. Denn so rechnen wie oben geht natürlich nicht. Der Tank ist entweder voll oder leer oder was dazwischen. ABER: Das Gewicht spielt eine ungeordnete Rolle. Viel wichtiger bei den Elektroautos ist die Rekuperation, die kinetische Energie wieder in Strom umwandelt und damit den Elektroautos einen entscheidenenden Vorteil verschafft. Wie gut das funktioniert sieht man bei Toyota Hybrid. Da braucht ein Verbrenner statt 6.5 Liter Benzin noch 4 Liter, ohne dass da eine riesengrosse Akku-Batterie verbaut ist.

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    • am 27.08.2021 um 20:54 Uhr
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      Eben – statt mit 6.5 Litern verpestet er unsere Atemluft mit 4 Litern. Was für ein Fortschritt.

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  • am 15.08.2021 um 10:10 Uhr
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    Ob mit Benzin, Diesel, Elektro, Hybrid oder mit was auch immer: Autos haben eine Macht. Sie können jede Menge schwieriger und grosser sozialer Probleme verursachen. Autos sind ein Teil der Umweltzerstörung und sie rauben uns Lebensräume: «Der Gebrauch von Autos bedeutet, dass jede Person fast hundertmal soviel Platz braucht wie als Fussgänger.“ (Ch. Alexander, 1977). Städte wie Kopenhagen, die sich bei ihrer Entwicklung am Architekt und Stadtentwickler Christopher Alexander orientiert haben, sind lebens(raum)freundlich: Schade, dass dies in den letzten 50 Jahren nur wenige getan haben.

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  • am 25.08.2021 um 09:17 Uhr
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    Verehrte Leserschaft: Besten Dank für die vielen Zuschriften! Dass der Wirkungsgrad bei Elektrofahrzeugen nur 11% betragen soll, hat viele irritiert. Nur: Da ist eben alles eingerechnet – bis zurück ins Elektrizitätswerk, wo die Energie aus Kohle (!), Gas, Atom(!) oder Wasser entsteht. So gerechnet kommt auch der Diesel nur auf etwas über 20%. Interessant sind Berichte darüber, dass zum Laden eines Stromers nur 40 m2 Solarzellen nötig seien. Sie bestätigen voll, was Sarah Wagenknecht sagt: Elektromobilität ist eine Scheinlösung für eine kleine privilegierte Elite in Eigenheimen. Eine Familie im Mietblock wird kaum 40 m2 Solarzellen an ihren Balkon oder vors Küchenfenster montieren können, um ihr Stromauto auf dem Parkplatz unten zu laden. Für bessere Luftqualität in der Schweiz gäbe es derweil eine rasch (ab 1.1.22) per Dekret umsetzbare, einfache Massnahme: Hubraumbeschränkung bei neuen Verbrennern auf maximal 1600 ccm. Die Leistung dieser Motoren (bis weit über 100 PS) wäre längstens ausreichend. Und der Frischluftverbrauch würde sofort sinken: Bei einer Fahrt mit 2000 Touren verbrennt ein 1600er pro Minute 1000 mal 1,6 – also 1600 Liter Luft. Ein 3-Liter-Motor fast das Doppelte. Doch dies getraut sich niemand zu fordern – weil «nicht marktwirtschaftlich». Dafür wird weiter die Sackgasse E-Mobilität mit Steuergeldern gefördert. Und es bleibt wenig Hoffnung. Dennoch wünsche ich allen LeserInnen (und der Redaktion) alles Gute und einen schönen Tag! Niklaus Ramseyer

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    • am 25.08.2021 um 20:18 Uhr
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      Nehmen Sie doch das Feedback der Leute zu diesem Artikel ernst. Die 11% Wirkungsgrad sind ein absoluter Schwachsinn, selbst wenn der Strom aus einem Kohlekraftwerk käme. Recherchieren Sie doch die Fakten, anstatt den Unsinn im Artikel zu wiederholen! Und falls Sie die 11% wiederholen wollen, dann legen Sie doch die Rechnung offen, damit wir Ihnen sagen können was alles falsch ist.

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    • am 26.08.2021 um 08:22 Uhr
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      Warum zeigen Sie denn nicht gleich die richtigen Werte, wenn Sie es so genau besser wissen?

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    • am 26.08.2021 um 19:12 Uhr
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      Richtige Werte: eigentlich, ist es Herrn Ramseyer’s Aufgabe mit journalistischer Sorgfalt seine Zahlen zu prüfen, besonders wenn X Kommentatoren ihm sagen dass sie falsch sind.

      Aber ich kann gerne nachhelfen: Ich nehme Zahlen für Deutschland, da wir in der Schweiz kaum fossile Kraftwerke haben. Das Umweltbundesamt publiziert durchschnittliche Wirkungsgrade, für 2019 findet man da für alle fossilen Kraftwerke 42.7%. (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/dateien/7_abb_durchschn-bruttowirkungsgrad-foss-kraftwerkspark_2021-05-10.pdf)

      Typische Übertragungsverluste im Stromnetz sind ca. 6% der eingespeisten Energie.

      Transport & Environment hat ein schönes Diagramm, das Verluste von e-Autos denen von Power-to-Liquid/Synfuels und Wasserstoff gegenüberstellt (hier zu finden: https://cleantechnica.com/2020/06/10/this-stunning-chart-shows-why-battery-electric-vehicles-win/). Da liest man ab, dass 73/95 der vom Netz bezogenen Energie für die Fahrt gebraucht werden.

      Ich rechne: 0.427 * 0.94 * 73/95 = 0.308, das gibt einen Wirkungsgrad von 30.8%, trotz den fossilen Kraftwerken, die eher tiefe Wirkungsgrade aufweisen (verglichen beispielsweise mit einem Wasserkraftwerk) etwa 3x höher als im Artikel behauptet.

      Die Geschichte mit dem Wirkungsgrad mehr eine Nebelpetarde: es geht ja darum, weniger CO2 freizusetzen, was mit fossilen Treibstoffen nicht geht. Die Elektrifizierung erlaubt einen Betrieb mit erneuerbaren Energien, mit viel weniger CO2!

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    • am 26.08.2021 um 08:33 Uhr
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      Martin, das geht eben so: Supermario und QuickNik nehmen die alte 5-Takt-Benzinschleuder von unserem weltbesten Motorenbauer und fahren also dann genüsslich zu zweit von Chur nach den Abruzzen: Dort kaufen sie Kohle. Nicht irgendeine, bitte sehr, sondern die von richtigen und wahrhaftigen Carbonieri, nicht zu verwechseln mit den allseits geliebten Carabinieri. Diese Köhler, die auch die fast gleichnamigen Spaghetti (eventuell) erfunden haben, bewirten unsere beiden Helden mit Pasta, Speck, Eiern, viel Vino rosso, es wird spät, das Hotel, die Barfrau, der Kater am morgen, alles sauber miteingerechnet. Bravissimo, 11%.
      Ich armer Irrwandelnder aber, der 2010 mit dem Automotive XPrize bloss den mit 2,5 Mio US$ höchst dotierten Preis für nachhaltige Mobilität in der kurzen dummen Geschichte der modernen Menschheit (mit relativ viel Abstand zu den anderen 300 Teilnehmern, auch nebst solchen Spinnern wie mir aus durchaus ernstzunehmenden Elite-Universitäten samt Konzern-Unterstützung bestehend) gewonnen hat, ich komme mir immer mehr vor wie der dauer-sitzengebliebene Schuljunge um solche Koryphäen herum. https://etracer.riedener.me/

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    • am 26.08.2021 um 07:30 Uhr
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      Lieber Herr Ramseyer. Jetzt werden Sie dreist. Ich nahm bisher an, dass sie etwas naiv der Verbrennerlobby auf den Leim gekrochen sind. Ihr letzter Post zeigt nun, dass Sie uns Leser eine Alternative zu e-Autos aufzeigen möchten. Machen Sie dies bitte mit dem Ziel von netto-Null Emissionen vor 2040. Dann lese ich das gerne. Denn nur das Ziel ist wichtig. Die Technologiewahl muss frei bleiben. In der Zwischenzeit sollte ihr ursprünglicher Artikel vielleicht gelöscht werden oder mit einem Disclaimer versehen werden?

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    • am 26.08.2021 um 08:19 Uhr
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      Herr Ramseyer

      Nochmals nachdoppeln bei den falschen Zahlen hilft nicht, sie haben Fake-News verbreitet und können sogar nicht dazu stehen. Das ist sehr bedauerlich, weil sie damit helfen, Propaganda der fossilen Autoindustrie weiterzuverbreiten, damit wir alle so weitermachen wie bisher.

      Seriöse Lebenszyklus-Analysen nach Fahrzeug-Typ hat das PSI gemacht:

      https://carculator.psi.ch/

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    • am 26.08.2021 um 18:05 Uhr
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      Die Luftqualität hat zudem absolut nichts mit dem Hubraum zu tun, sondern mit der Nachbehandlung von Abgasen und der Fahrzeitlänge. So sind moderne Diesel mit AdBlue Zusatz betreffend NOx-Ausstoss viel sauberer als Benziner. Und häufige Kurzstrecken mit einem Benziner sind besonders umweltschädigend, da der Kat da noch nicht richtig funktioniert. Es ist wirklich tragisch, dass sie solchen Schwachsinn verzapfen.

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    • am 26.08.2021 um 19:05 Uhr
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      Entschuldigung, aber jetzt bewegst Du Dich wirklich auf einem absurden Irrweg. «Eine Familie im Mietblock wird kaum 40 m2 Solarzellen an ihren Balkon oder vors Küchenfenster montieren können». Ja bitte: Woher hat den Deine «Familie im Mietblock» heute ihren Strom? Vom Mini-AKW auf dem Balkon? Oder von einem Mini-Wasserkraftwerk in der Regenrinne? Und das Benzin für ihr Auto destilliert sie selber aus ihren Gemüseabfällen? Und heizen tut sie mit ein paar Scheitchen, die sie im Wald gesammelt hat? Bitte komm doch auf den Boden zurück. Immerhin publizierst Du im Infosperber und nicht in irgendeinem Sektenblättchen.

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  • am 27.08.2021 um 09:35 Uhr
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    Ich kann es leider nicht anders ausdrücken: Was Ramseyer hier bietet ist schlechter Journalismus. Es fängt mit der Bezeichnung «weltbester Motorenbauer» an geht danach steil abwärts.

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  • am 27.08.2021 um 13:59 Uhr
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    @Fierz
    Ihr Diagramm geht von einem reinen Antriebswirkungsgrad von 90% aus (10% Verluste am Motor selbst). Was dabei anscheinend vergessen geht: Beim Anfahren, Drehzahl null, ist der Antriebswirkungsgrad exakt null, da zwar Drehmoment erzeugt wird, aber bei stillstehendem Motor keine Leistung abgegeben wird.
    Bei Maximaldrehzahl im Leerlauf (des Motors) wird ebenfalls keine Leistung an der Motorwelle abgegeben aber etwas Leistung verbraucht, also Wirkungsgrad ebenfalls null.
    Dazwischen liegt irgendwo der Bewreich mit dem optimalen Betriebspunkt wo der Motor mit hohem Wirkungsgrad arbeitet. Moderne Motorsteuerungen können zwar eine ganze Menge um diesen Bereich unter verschiedensten Bedingungen bestmöglich anzusteuern, aber z.B. in einer Stop-and-Go Situation wird der Natur des Sache gemäss Leistung zur Erzeugung des Drehmoments benötigt und zwischen null und wenig davon in mechanische Leistung umgesetzt.

    Unter diesem Gesichtspunkt ist der Disput um theoretische Antriebswirkungsgrade absurd. Sinnvoller ist ein Vergleich der verbrauchten kWh/km unter realistischen Einsatzbedingungen, und die Frage wie man diese erzeugt und speichert im grossen Stil, so man denn der Ansicht ist, unsere Fortbewegungsgewohnheiten müssten unverändert erhalten bleiben.

    Und vergessen wir nicht: Das umweltfreundlichste Auto ist immer noch dasjenige, das gar nicht gebaut wird…

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    • am 29.08.2021 um 11:58 Uhr
      Permalink

      @Schläfli: Das Diagramm ist hoffentlich / vermutlich für Mittelwerte gedacht (aus dem Zusammenhang gerissen sieht man das nicht). Sie haben natürlich recht damit dass für alle Motoren bei Drehzahl 0 bzw. Drehmoment 0 der Wirkungsgrad auch 0 ist. Allerdings sieht das Kennfeld für Elektromotoren sehr anders aus als für die klassischen Verbrennungsmotoren. Bei den Verbrennungsmotoren ist die Abhängigkeit vom Betriebspunkt viel grösser als bei Elektromotoren. Elektromotoren haben über sehr weite Bereiche einen Wirkungsgrad der nahe beim Optimum ist. Den Leerlauf gibt es bei e-Autos ja auch nicht; diesen Teil (Drehmoment 0) kann man also vergessen.

      Der e-Motor erlaubt auch die Rekuperation, die gerade im Stop-and-Go-Verkehr zusätzliche Einsparungen bringt.

      Und natürlich bin ich einig mit Ihnen – ein Velo ist viel umweltfreundlicher als jedes Auto.

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  • am 27.08.2021 um 21:02 Uhr
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    Wenn jemand erst einmal gelernt hat, wie ein Hammer funktioniert, hält er jedes Problem für einen Nagel. Von mir aus.
    Die Verbrenner landen ziemlich zeitnah im Museum. Und dort braucht es dann Fachleute, die erklären, was früher so Stand der Technik war mit Ölwechsel, Zündkerzen justieren, Katalysator, Abgaskontrolle, Tankatmung, Absaugung der Benzindüfte an der Tankstelle (enthält als eines der wenigen Produkte noch legalerweise das krebserregende Benzol – übrigens zum Schutz der Motoren, nicht der Menschen), Kennfeldsteuerung, Nockenwelle, Keilriemenersatz, Zylinderkopfdichtung und was es sonst noch an überflüssiger und veralteter Technik so gab.

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  • am 30.08.2021 um 21:58 Uhr
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    WIR SCHLIESSEN HIERMIT DIE DISKUSSION AB. MIT BESTEM DANK FÜR ALLE TEILNEHMENDEN.
    DIE REDAKTIONSLEITUNG

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